Schlagwort-Archive: Knaur

Reginald Hill – Ins Leben zurückgerufen

Das geschieht:

1963 starb auf dem Landsitz von Lord Ralph Mickledore Pamela, Gattin des US-amerikanischen Diplomaten James Westropp, durch einen Schrotschuss in die Brust. Als Täter identifizierte der mit dem Fall beauftragte Superintendent Tallantire Sir Ralph höchstpersönlich, der mit der Verstorbenen ein Verhältnis unterhielt. Mickledore fand für seine Bluttat eine Komplizin: Cecily Kohler, das Kindermädchen der Westropps, war angeblich ebenfalls die Geliebte des Lords und diesem hörig.

Sir Ralph wurde kurz vor der Abschaffung der Todesstrafe 1964 gehängt. Noch unter dem Galgen hatte er seine Unschuld beteuert. Cecily Kohler verbüßte eine lange Haftstrafe. Nie gelang es, die ganze Wahrheit ans Tageslicht zu bringen, denn unter den Gästen befanden sich an dem verhängnisvollen Wochenende auf Mickledore ein Minister, zwei hochrangige Diplomaten sowie ein reicher und spendabler Geschäftsmagnat – Männer, die alle Hebel in Bewegung setzten, sich aus dem Ermittlungsverfahren zu stehlen. Reginald Hill – Ins Leben zurückgerufen weiterlesen

Wolfgang Hohlbein – Das Druidentor

Wolfgang Hohlbein ist einer der erfolgreichsten deutschen Phantastikautoren überhaupt. Seine Werke werden von vielen Lesern mit Begeisterung verschlungen, während die Kritiker ob des dürftigen Niveaus der meisten Bücher, ihrer endlosen Klischees und der unsäglichen Aneinanderreihung von Cliffhangern meistens schmerzvoll aufheulen oder zumindest vor Wut schäumen. Hohlbeins Ausstoß von Prosa ist mittlerweile dermaßen hoch, dass böse Zungen bereits vom „wöchentlichen“ oder „täglichen“ Hohlbein sprechen, andere wiederum zweifeln daran, ob der Autor überhaupt noch selbst schreibt und nur noch seinen Namen diversen Zuarbeitern leiht.

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Giles Blunt – Gefrorene Seelen

Das geschieht:

Algonquin Bay ist eine Kleinstadt in der kanadischen Provinz Ontario. Die Beamten des hiesigen Morddezernats werden von den „Windigo“-Morden in Atem gehalten. Auf einer Insel wurde die Leiche der jungen Katie Pine entdeckt. Seit Monaten galt sie als vermisst. Detective John Cardinal vermutete bereits damals eine Entführung. Als wenig später zwei weitere Teenager verschwanden, sprach er sogar von Serienmord. Seinem Vorgesetzten, dem ehrgeizigen Detective Sergeant Don Dyson, missfiel diese Theorie. Als Cardinal dennoch nicht nachgab, wurde er in die Abteilung für Einbruchsdiebstähle versetzt.

Jetzt holt ihn Dyson zurück. Er stellt Cardinal Detective Lise Delorme zur Seite. Sie ist nicht nur eine Frau ist, sondern war bisher zuständig für interne Ermittlungen gegen möglicherweise korrupte Kollegen. Delorme ist noch unerfahren, vor allem aber hat sie einen geheimen Auftrag: Sie soll John Cardinal ausspionieren. Dieser wird verdächtigt, im Sold eines Gangsterbosses aus Toronto zu stehen, den er angeblich schon mehrfach vor geplanten Razzias gewarnt hat. Tatsächlich hat Cardinal keine reine Weste. Um seiner Tochter das teure Kunststudium an einer Elite-Hochschule zu ermöglichen, hat er vor Jahren Geld unterschlagen. Diese Tat liegt dem eigentlich ehrlichen Mann auf dem Gewissen. Zudem schickt ihm der wütende Drogenhändler aus dem Knast Drohungen: Er will sein Geld zurück!

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Wolfram Fleischhauer – Das Buch, in dem die Welt verschwand

1780 gerät der Arzt Nicolai Röschlaub in eine mysteriöse Verschwörung. Diverse Geheimbünde kämpfen miteinander und gegen die kaiserliche Regierung. Es ist auch ein Ringen zwischen Reaktion und Aufklärung. Dabei werden keine Gefangenen gemacht. Um sein Leben zu retten, will Röschlaub die Hintermänner entlarven, doch je tiefer er gräbt, desto mehr löst sich das Komplott in ein Gewirr unverständlicher Einzelintrigen auf … – Ein Roman aus Deutschland, der Anspruch mit hohem Unterhaltungswert kombiniert. Sehr elegant spinnt Autor Wolfram Fleischhauer vordergründig ein Garn aus Historie, Krimi und Mystery, das geschickt und überraschend, aber sehr philosophisch aufgelöst wird, wobei der Autor die Kraft zu verdeutlichen versucht, die einer Idee innewohnen kann. Wolfram Fleischhauer – Das Buch, in dem die Welt verschwand weiterlesen

Robert R. McCammon – Tauchstation

McCammon Tauchstation Cover kleinDas geschieht:

Seit er vor sieben Jahren seine Familie bei einem tragischen Unfall verlor, lebt der ehemalige Bank-Hai David Moore zurückgezogen auf der kleinen Karibik-Insel Coquino, wo er ein Hotel – das „Indigo Inn“ führt. In seiner reichlichen Freizeit unternimmt Moore Tauchfahrten in die Gewässer um die Insel, die reich an Schiffswracks aus vielen turbulenten Jahrhunderten sind.

Ein paar Andenken aus einem im II. Weltkrieg versenkten Frachter möchte Moore bergen, als er aus dem Grund des Meeres etwas Überraschendes entdeckt: Im Sand steckt das nazideutsche U-Boot Nr. 198 – und eine Wasserbombe, deren verspätete Detonation Moore beinahe ins Jenseits und das Tauchgefährt an die Oberfläche befördert. Dort treibt es die Strömung genau in den Hafen von Coquina. Robert R. McCammon – Tauchstation weiterlesen

Reginald Hill – Der Schrei des Eisvogels

In einem englischen Provinzweiler verschwindet der verhasste Dorfpolizist spurlos. Detective Superintendent Andrew Dalziel und sein Team stoßen in ein Wespennest: In Enscombe geht es unter der trügerisch beschaulichen Oberfläche krimineller zu als in mancher Großstadt … – Der Plot ist vertrackt und eingebunden in das Ambiente des ehrwürdigen Landhaus-Krimis, dessen harmoniesüchtig-naive Verlogenheit gleichzeitig genutzt und parodiert wird und sorgt für ein wunderbares Spiel mit verkrusteten Regeln des Kriminalromans: Band 15 der großartigen Dalziel/Pascoe-Serie ist einer der besten.
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Douglas Preston / Lincoln Child – Formula – Tunnel des Grauens

Bauarbeiten in einem halb vergessenen Stadtviertel von New York fördern ein unterirdisches Gewölbe zu Tage. Darin finden sich die Knochen von 36 Jugendlichen, die hier um 1880 von Enoch Leng, einem irren Wissenschaftler, bei grausamen „medizinischen“ Eingriffen umgebracht und zerstückelt wurden.

Der Baulöwe Anthony Windhaven, der keine Zeit verlieren will, einen seiner Luxus- Wolkenkratzer hochzuziehen, nutzt seine durch Korruption und Drohungen erworbenen Beziehungen zu Politik und Polizei, den grausigen Fund vertuschen zu lassen. Er hat die Rechnung ohne FBI Special Agent Pendergast gemacht, der sich für groteske Kriminalfälle seit jeher interessiert (vgl. „Relic/Das Relikt – Museum der Angst“, Knaur-TB Nr. 60358, sowie die Fortsetzung „Attic“, Knaur-TB Nr. 61823).

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Juliet Marillier – Die Tochter der Wälder (Sevenwaters 1)

„Die Tochter der Wälder“ ist eine Nacherzählung des Märchens „Die wilden Schwäne“ von Hans Christian Andersen.

Die junge Sorcha wächst in absoluter Freiheit auf. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, ihr Vater ist fast ausschließlich in Kriegsangelegenheiten unterwegs, so dass das Mädchen in der alleinigen Obhut seiner Brüder ist, die liebevoll für es sorgen. Die Kinder wachsen glücklich und zufrieden auf, und alles ist in Ordnung, bis eines Tages einer der jüngeren, Finbar, sich dem Vater widersetzt. Er will nicht mit ihm in den Krieg ziehen. Als der Vater das nächste Mal nach Hause kommt, bringt er eine Frau mit, die er heiraten will. Sorcha, Finbar und Conor, der Bruder, der für seinen Vater die Ländereien verwaltet, spüren sofort die Bedrohung, die von dieser Frau ausgeht. Aber der Vater ist unzugänglich für alles, was seine Kinder ihm sagen, er heiratet sie trotzdem. Kaum verheiratet, beginnt die neue Frau, die Kinder zu tyrannisieren, trifft sie an ihren empfindlichsten Stellen. In kurzer Zeit wissen sie alle sechs, dass sie sie aufhalten und loswerden müssen. Aber sie sind nur zu sechst, der Siebte ist ihrem Zauber erlegen wie der Vater. Trotzdem schaffen sie es, sich nachts zu versammeln, um das Feenvolk um Hilfe zu bitten. Doch es ist bereits zu spät: Auf ihren Ruf hin erscheint nicht die Feenkönigin, sondern ihre Stiefmutter, und verwandelt die Jungen alle in Schwäne. Nur Sorcha kann entkommen. – Der Ruf der Sieben ist nicht ungehört verhallt. Die Feenkönigin kommt Sorcha zu Hilfe und erklärt ihr, wie sie ihre Brüder retten kann. Sorcha macht sich an die Arbeit. Doch der Weg, der vor ihr liegt, ist länger als sie glaubt. Und schwerer, viel schwerer…

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Ernst Meckelburg – Die andere Wirklichkeit

Der Name „Ernst Meckelburg“ ist alles andere als unvertraut, wenn es um Paranormales und unerklärliche Phänomene geht. Der Wissenschaftsjournalist und technisch versierte Autor, Jahrgang 1927, hat mittlerweile eine wahre Flut an Büchern und Fachartikeln zu grenzwissenschaftlichen Themen herausgebracht, darunter etliche Bestseller im In- und Ausland.
Wenn mich nicht alles täuscht, erschien das vorliegende Werk „Die ‚andere‘ Wirklichkeit“ bereits 1998 unter dem der Zeitströmung angepassten Aufmachertitel „Die Titanic wird sinken“; eine Anbiederung, die ich skeptisch betrachte, aber aus Marketinggründen natürlich verständlich ist. Vorhersagen dieser und anderer Natur waren wohl auch der Auslöser, diese Sammlung von Berichten zu veröffentlichen, die auch nicht im Zusammenhang geschrieben, sondern eher in Teilen entstanden und zusammengefügt zu sein scheint.

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