Schlagwort-Archive: Limes

Matthias Edvardsson – Der unschuldige Mörder

Als Zackarias Levin aufgrund des allgemeinen Zeitungssterbens seinen Job als Journalist verliert und seine Freundin ihm in der gleichen Woche den Laufpass gibt, zieht er kurzerhand wieder bei seiner Mutter ein. Um an Geld zu kommen, beschließt er, einen Roman zu schreiben. Und zwar über einen unschuldigen Mörder. Denn 12 Jahre zuvor war er als Student in einem Seminar zum Literarischen Schreiben bei der faszinierenden Li Karpe eingeschrieben. Dort hat er auch seine Freunde Adrian, Betty und Fredrik kennengelernt.

Zwischen den vier Studierenden entspinnt sich eine Freundschaft, die Freundschaft und Liebe zwischen den einzelnen Personen zerfließen lässt. Alle vier eint die Faszination für ihre Dozentin Li Karpe, welche die vier bekannt macht mit dem bekannten Schriftsteller Leo Stark. Die vier sind geschmeichelt, dass der große Schriftsteller sich für die interessiert, doch müssen sie bald erkennen, dass Leo Stark auch eine zweite Seite hat. Eine zerrissene, verzweifelte und aggressive. Innerhalb weniger Monate geraten die Freunde in einen Sog, dem sie nicht entkommen können – bis Leo Stark eines Tages spurlos verschwindet und Adrian Mollberg acht Jahre für den Mord an Leo Stark muss, obwohl niemals die Leiche gefunden wird.

Zack aber hält seinen Freund für unschuldig und möchte deswegen den Roman „Der unschuldige Mörder“ verfassen. Dazu trifft er seine alten Freunde wieder und wühlt in lang vergessenen Erinnerungen. Doch bald holt die Vergangenheit die vier Freunde ein…
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Lisa Jewell – Weil niemand sie sah

Inhalt

Ellie Mack war fünfzehn. Klug, gewitzt, der Liebling ihrer Mutter. Sie hatte ihr ganzes Leben noch vor sich. Bis sie von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand. Zehn Jahre sind seitdem vergangen, doch insgeheim hat Laurel nie die Hoffnung aufgegeben, ihre Tochter irgendwann wiederzufinden. Ihr eigenes Glück ist nebensächlich geworden. Dann lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Was ihr jedoch wirklich den Atem raubt, ist die Begegnung mit seiner neunjährigen Tochter – denn diese ist Ellie wie aus dem Gesicht geschnitten. All die unbeantworteten Fragen sind mit einem Mal wieder da: Was geschah damals mit Ellie? Und gibt es jemanden, der endlich Licht ins Dunkel bringen kann? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Weil niemand sie sah“ ist von der ersten Seite an packend, denn Lisa Jewell schreibt in einem beeindruckend leichtgängigen Stil, zudem geistreich und ausdrucksstark. Die Autorin schafft eine emotional mitreißende Atmosphäre: authentisch, beklemmend sowie abgründig.

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[NEWS] Lisa Jewell – Weil niemand sie sah

Ellie Mack war fünfzehn. Klug, gewitzt, der Liebling ihrer Mutter. Sie hatte ihr ganzes Leben noch vor sich. Bis sie von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand. Zehn Jahre sind seitdem vergangen, doch insgeheim hat Laurel nie die Hoffnung aufgegeben, ihre Tochter irgendwann wiederzufinden. Ihr eigenes Glück ist nebensächlich geworden. Dann lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Was ihr jedoch wirklich den Atem raubt, ist die Begegnung mit seiner neunjährigen Tochter – denn diese ist Ellie wie aus dem Gesicht geschnitten. All die unbeantworteten Fragen sind mit einem Mal wieder da: Was geschah damals mit Ellie? Und gibt es jemanden, der endlich Licht ins Dunkel bringen kann? (Verlagsinfo)


Broschiert: 384 Seiten
Limes

Tess Gerritsen – Blutmale

Blutiger Okkultthriller: Angriff des Nephilim

An Heiligabend wird in einem Bostoner Stadtteil die zerstückelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Der Täter hat die Polizei selbst gerufen. Alles weist auf ein satanistisches Ritual hin, so etwa das lateinische Wort für „Ich habe gesündigt“ und drei umgedrehte Kreuze. Eve Kassovitz muss sich bei diesem Anblick übergeben, was ihr einige Sticheleien der männlichen Kollegen einbringt. Pathologin Maura Isles stellt zu ihrem Erstaunen fest, dass die gefundene linke Hand nicht zu dieser Leiche gehört, sondern zu einer, die sie noch finden müssen.

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Gerritsen, Tess – Todsünde

In einer Klosterkapelle wird eine Nonne erschlagen, eine zweite kommt knapp mit dem Leben davon. Wenige Tage später muss die Pathologin Dr. Isles eine zweite Frauenleiche untersuchen: Die „Rattenfrau“ hatte Lepra. Erstaunlicherweise haben die beiden Verbrechen miteinander zu tun.

_Die Autorin_

Tess Gerritsen war eine erfolgreiche Internistin, bevor sie mit dem Medizinthriller „Kalte Herzen“ einen großen Erfolg errang. Es folgten mehrere mittelmäßige Thriller wie „Roter Engel“, die durchaus spannend zu unterhalten wissen.

Mit dem Bestseller „Die Chirurgin“ ist ihr auch der Durchbruch in Deutschland gelungen, denn dieser Thriller ist noch eine ganze Klasse härter: Der Mörder entfernt seinen weiblichen Opfern die Gebärmutter. Die Fortsetzung trägt den Titel „Der Meister“, und „Todsünde“ ist der dritte Roman mit Detective Jane Rizzoli vom Boston Police Department.

Gerritsen lebt mit ihrem Mann, dem Arzt Jacob Gerritsen, und ihren beiden Söhnen in Camden, im US-Bundesstaat Maine.

_Handlung_

Die ersten Schneefälle lösen in Boston, Massachusetts, ein mittleres Verkehrschaos aus, und die Weihnachtsvorbereitungen tragen sicher nichts dazu bei, das Chaos zu verringern. Deshalb ist die Gerichtspathologin Dr. Maura Isles, von ihren Kollegen liebevoll „Königin der Toten“ genannt, auch heilfroh, lebendig an einem neuen Tatort anzukommen statt im Graben zu landen.

In der alten Graysones Abbey, einem Nonnenkloster am Stadtrand, soll Maura die Leiche einer Novizin namens Camille Maginnes untersuchen; der jungen Frau wurde in der Kapelle des katholischen Klosters brutal der Schädel eingeschlagen. Eine weitere Nonne, Schwester Ursula, überlebte den Überfall schwer verletzt und liegt auf der Intensivstation. Pater Brophy von der katholischen Gemeinde hat ebenfalls keine Erklärung. Maura fühlt sich unerklärlich zu ihm hingezogen. Sie ist einsam.

Die Befragung der wenigen verbliebenen Nonnen erbringt nichts, erst als Maura und Detective Jane Rizzoli vom Boston PD die freche Tochter der Haushälterin befragen, ergeben sich ein paar Anhaltspunkte. Auf dem Dachboden der Quartiere befinden sich nicht nur Dutzende von Spielzeugpuppen, sondern auch Löcher, durch die man in die Stuben der Nonnen spähen kann. Und die kleine Noni erzählt, die junge Camille habe sich stets gegeißelt und ihre Stube wie besessen geschrubbt und in einem Buch zu Sankt Brigitta von Irland gebetet.

Ein scheinbar unwichtiger Hinweis, doch Brigitta ist die Schutzheilige der Neugeborenen… Als Maura die Autopsie an Camille vornimmt, stellt sie erstaunt fest, dass die junge Frau, die ihre Brüste so fest abband, dass es geschmerzt haben musste, kurz zuvor ein Kind zur Welt gebracht hatte. Da auch Nonnen ebenso wie Priester an das Keuchscheitsgelübde gebunden sind, ist dies ein sehr verwunderliches Ergebnis. Und wer war dann der Vater? Pater Brophy vielleicht?

Rizzoli ordnet die Durchsuchung des Klostergeländes an. Wieder liefert Noni den wichtigsten Hinweis: Im Ententeich versenkte die unglückliche Camille ihren Säugling. Als Maura das Baby aus seiner Decke wickelt, um die Autopsie vorzunehmen, bricht Rizzoli vor Entsetzen zusammen. Sie hat selbst vor wenigen Stunden festgestellt, dass sie schwanger ist – von ihrem Ex-Freund Gabriel Dean, FBI (vgl. „Der Meister“) – und weiß nicht, ob sie das Kind behalten soll.

Nachdem Mauras Ex-Mann Victor Banks, ein vielbeschäftiger Koordinator für Entwicklungshilfeprojekte von „One Earth“, wieder aufgetaucht und sie seinem Charme erneut verfallen ist, wird sie schon zum nächsten Tatort gerufen. In einer ziemlich grausigen, rattenverseuchten Umgebung unweit von Graystones Abbey hatte ein Drogenfahnder zufällig eine Frauenleiche entdeckt. Dem Körper fehlen jedoch das Gesicht, die Hände und die Füße. Um die Identität zu verschleiern, muss man aber keine Füße amputieren, oder? Maura rätselt auch über zahlreiche Hautpusteln. Nach Hinzuziehung einer Expertin steht der schlimme Befund fest: Diese Frau hatte Lepra.

Und da Schwester Ursula mal fünf Jahre in Indien an einer Lepraklinik gearbeitet hatte, besteht möglicherweise ein Zusammenhang. Als Jane Rizzoli und Maura von Gabriel Dean Fotos erhalten, die diese Leprakolonie nach einem verheerenden Massaker – alle Leprakranken sowie die behandelnden Schwestern wurden verbrannt – zeigen, stellt Maura beklommen fest, dass es sich um eine Klinik von |One Earth| handelt. Ist ihr Lover Victor Banks etwa in die Vorgänge verwickelt?

_Mein Eindruck_

Ich habe diese 400 Seiten innerhalb nur eines Tages gelesen, so flott sind sie zu lesen – es lag nicht nur an der großen Schrift. Aber das wundert mich nicht, denn auch schon die beiden anderen Rizzoli-Romane „Die Chirurgin“ und die direkte Fortsetzung „Der Meister“ waren ebenfalls superspannend und leicht zu lesen.

„Todsünde“ unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von seinen Vorgängern. Zum einen steht diesmal nicht Jane Rizzoli im Mittelpunkt des Geschehens, sondern Dr. Maura Isles, die „Königin der Toten“. Sie muss sich mit ihren eigenen Lebenszielen auseinandersetzen, als ihr Ex Victor entgegenhält, er selbst kümmere sich lieber um die bedürftigen Lebenden – und deshalb sei wohl ihre Ehe gescheitert. Sie hingegen weiß, dass er nie für sie da war, denn er musste sich ja um seine superwichtigen Entwicklungsprojekte kümmern. Deshalb weiß sie nicht, was sie von seinem Versuch halten soll, sie zurückzugewinnen. Sex ist zwar gut für das Wohlbefinden, aber was verbindet sie sonst noch?

Auch die drei neuen Fälle halten sie in Atem. Diesmal geht es nicht um Sex- und Todesspiele mit Reichen wie in „Der Meister“ oder um verstümmelte Frauen wie in „Die Chirurgin“, sondern um zwei eher entlegene Gebiete, nämlich Nonnen und Lepra. Allerdings wird sich noch ein weiterer Abgrund auftun, der viel näher an der aktuellen Realität liegt.

Stichwort Nonnen: Die Novizin Camille hat in den Augen der anderen Nonnen eine Todsünde begangen, als sie mit einem Mann zusammen war und ein Kind bekam. Aber ist sie wirklich der Sünde schuldig? Ist es möglicherweise Pater Brophy, der von sich selbst zugibt, hin und wieder Momente der Schwäche zu erleben? Wie jeder in Boston weiß, haben sich Priester an kleinen Jungen und Mädchen sexuell vergangen. Ist er einer von ihnen? Als Rizzoli den extrem reichen Vater von Camille, Randall Maginnes, besucht, wird ein weiterer Verdacht geweckt. In dieser Familie gingen rätselhafte Dinge vor.

Aber war nicht auch der Überfall auf die Leprastation in Indien eine Todsünde? Nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere wurden getötet und auf Scheiterhaufen verbrannt. Das soll ein politisch oder religiös motivierter Terroranschlag gewesen sein? Bullshit, denkt Maura Isles, als sie den Schriftzug „One Earth“ auf dem Foto der Lepra-Klinik entdeckt…

Während sich die Spannungen in den Privatleben der beiden Hauptfiguren zu einer Krise steigern, kommt es auch in den Untersuchungen zum Finale – und dabei gerät Maura in Lebensgefahr. Auffällig sind dabei die Parallelen zu Novizin Camilles traurigem Schicksal. Und auch Schwester Ursulas Leben steht offenbar auf dem Spiel: Sie war die einzige Zeugin am Tatort in der Kapelle. Doch warum hat sie überlebt und Camille nicht?

_Unterm Strich_

Trotz des etwas abgedroschenen Titels hat dieses Buch rein gar nichts mit einem Thriller à la „Sieben“ zu tun, in dem ja auch die sieben Todsünden den Anlass für die Handlung abgeben. Der Begriff „Todsünde“ wird bei Gerritsen viel weiter gefasst und uminterpretiert. Es gibt Sünden der Neuzeit, die sich nicht ohne weiteres aufdecken, bestrafen und „abwaschen“ lassen. Camilles angebliche Sünde fällt dagegen richtig altmodisch aus – und ist leider allzu verbreitet. Der Originaltitel „The Sinner“ kann sowohl eine Frau als auch einen Mann meinen. Das hat die Autorin sicherlich listigerweise beabsichtigt.

|Verschmelzung der Themen|

Ich fand die Lektüre diesmal befriedigender als „Der Meister“, wenn auch nicht so schockierend wie „Die Chirurgin“. Die Zufriedenheit beruht vor allem auf der nahezu vollkommenen Verschmelzung des Themas der Verbrechensaufklärung durch Rizzoli und Maura mit dem Thema der privaten Selbstverwirklichung durch Bewältigung akuter Probleme (Mauras Ex-Mann, Rizzolis Schwangerschaft). Die zwei Welten sind so perfekt miteinander verwoben, dass kaum noch die Trennung wahrnehmbar ist.

|Die Klippen der Klischees|

Der besonders kritische Leser wird aber merken, dass das Thema „katholische Kirche“ von der Autorin mit Samthandschuhen angefasst wird, weil hier nämlich sämtliche Klischees lauern, die die Medien durchgehechelt haben (Missbrauch etwa) – und diese Klippen gilt es zu umschiffen, um nicht abgedroschen zu wirken. Zum Glück haben Maura (aufgezogen in der Klosterschule) und Rizzoli (eine Italienerin) genügend eigene Erfahrung mit der katholischen Kirche, dass der Eindruck vermieden wird, hier würden nur Klischees neu aufgewärmt, im Gegenteil. Es sind genau diese Erfahrungen, die Pater Brophy und die Nonnen für uns so interessant machen – ein wichtiger Pluspunkt für das Buch.

|Ein Weihnachtsmärchen|

Ganz, ganz clevere Leser werden nicht übersehen, dass es sich bei „Todsünde“ um eine moderne Variante von Charles Dickens‘ „Christmas Carol“ handelt. Doch nicht drei „Geister der Weihnacht“ treten auf, um einen Sünder zu bekehren, sondern mehrere Sünder und Heilige tauchen auf – ausgerechnet zu jener Zeit des Jahres, da die Geburt des Jesuskindes gefeiert werden soll. Leider entpuppen sich mitunter die Sünder als die Opfer und die Heiligen als Schuldige.

In diesem Erkenntnis- und Erfahrungsumfeld müsssen sich unsere beiden Heldinnen entscheiden. Will Jane Rizzoli ihr ganz privates Jesuskind behalten oder es wie Camille umbringen? Und Maura muss über ihren Ex-Mann urteilen, ob er er ein Heiliger (Entwicklungshelfer etc.) und Dreamlover oder doch ein Sünder ist. Spannend ist dies allemal.

Patterson, James / Gross, Andrew – 3. Grad, Der

Eine Reihe von Mordanschlägen gegen betrügerische Industrielle erschüttert San Francisco. Doch dann stellen die Urheber ein ungewöhnliches Ultimatum: „Entweder ihr sagt den G-8-Gipfel ab oder es wird alle drei Tage weitere Tote geben!“ Lt. Lindsay Boxer von San Francisco Police Department hat nun alle Hände voll zu tun – buchstäblich.

_Die Autoren_

James Patterson, ehemaliger Besitzer einer Werbeagentur, ist der Autor von zahlreichen Nummer-1-Bestsellern. Allerdings sind es vor allem seine Alex-Cross-Thriller, die den Leser berühren. Folglich war Alex Cross bereits zweimal im Film zu sehen: „Im Netz der Spinne“ und „… denn zum Küssen sind sie da“ wurden beide erfolgreich mit Morgan Freeman in der Hauptrolle verfilmt. Für Einsteiger sei gesagt, dass Alex Cross ein sympathischer schwarzer Polizeipsychologe ist, der mit seiner Familie in Washington, D.C., lebt.

Patterson ist extrem fleißig. Seine letzten Romane nach „3rd Degree“ waren „Sam’s Letters to Jennifer“, „London Bridges“, „Honeymoon“, „Maximum Ride“ und „4th of July“ (die Fortsetzung dieser Reihe). Im Juli erscheint „Lifeguard“. Nähere Infos finden sich unter http://www.twbookmark.com und http://www.jamespatterson.com. Patterson lebt mit seiner Familie in Florida.

Andrew Gross war bereits Pattersons Ko-Autor bei „2nd Chance“ sowie „The Jester“ und lebt in New York City.

_Handlung_

Police Lieutenant Lindsay Boxer ist die Ich-Erzählerin des dritten Falles des |Women’s Murder Club| von San Francisco. Dem inoffiziellen Klub gehören die Reporterin Cindy, die Gerichtsmedizinerin Claire und die stellvertretende Staatsanwältin Jill an.

Beim harmlosen Joggen am Wochenende erlebt Lindsay gleich zwei Schocks hintereinander. Ihre Freundin Jill weist am Arm blaue Flecken auf, als ob ihr Mann Steve sie zu hart angefasst habe (was auch stimmt). Der weitaus größere Schock erfolgt wenig später: Eine hübsche zweistöckige Villa, die sie gerade mit ihrem Hund passieren will, fliegt mit einem Donnerschlag in die Luft!

Sobald sie sich wieder aufgerappelt hat, stürzt sich Lindsay todesmutig in das brennende Gebäude. Sie kann einen elfjährigen Jungen retten und taumelt den Feuerwehrmännern mehr tot als lebendig in die Arme. Die anderen fünf Bewohner des Hauses sind entweder tot oder verschwunden. Vor allem fehlen, wie sich zeigt, das Au-pair-Mädchen Wendy und dessen Schützling, das Baby Caitlin.

Noch etwas wird gefunden: ein Bekennerschreiben von einem gewissen „August Spies“. Die Explosion war eine Hinrichtung. Der Ermordete hatte mit seinen windigen Internetfirmenaktien Tausende von Anteilseignern betrogen und sich selbst bereichert. Deswegen hatte ihm „August Spies“ schon Erpresser-Mails geschickt, doch er hatte nicht reagiert.

Als wenig später der betrügerische Krankenversicherungsunternehmer Bengosian mit dem Gift Rizin ermordet und das Bekennerschreiben von „August Spies“ gefunden wird, weiß Lindsay: Dies ist der Beginn eines terroristischen Krieges. In ihrer Stadt! Und in dieser Stadt soll in zehn Tagen der G-8-Gipfel der Finanzminister stattfinden. Auch der Vizepräsident hat sich angesagt.

Stecken also radikalisierte Globalisierungsgegner hinter dem Pseudonym „August Spies“? Oder die alte, totgeglaubte „Volksrepublik von Berkeley“, die in den Sechzigern die Uni Berkeley notorisch machte? Ende der sechziger Jahre gab es jede Menge Radikale in San Francisco, die ihren Unterschlupf in Berkeley und Umgebung hatten. Sie protestierten und bombten gegen den Vietnamkrieg und alles mögliche andere.

Die heraufziehende Gefahr ist so offenkundig real, dass sogar der Stellvertretende Leiter des neuen Heimatschutzministeriums, Joe Molinari, hier arbeiten will, um zusammen mit Lindsay Boxer das Schlimmste zu verhindern. Und Joe sieht wirklich gut aus.

Zur gleichen Zeit spitzt sich Jills Ehekrise mit Steve zu. Sie hat sich mit ihren Freundinnen ausgesprochen und wirft Steve hinaus, lässt die Türschlösser austauschen. Ob er sich das bieten lassen wird?

„August Spies“ bereitet unterdessen seinen schwersten Anschlag vor: vermutlich mit einem Aktenkoffer voll Plastiksprengstoff, den er auf der Etage der Staatsanwaltschaft und der Mordkommission deponieren wird. Oder ist das nur eine Finte? Da taucht „Wendy“, das Au-pair-Mädchen wieder auf. Sie übergibt Cindy, der Reporterin, eine Adresse in Berkeley …

Eine der vier Freundinnen wird sterben. (So viel ist sicher, wenn der Klappentext Recht hat.) Wir bangen mit ihnen.

_Mein Eindruck_

Ich habe diesen packenden Terroristenthriller an einem Abend und einem Vormittag ausgelesen. Wieder einmal machte sich Pattersons patentierte Cliffhanger-Methode mit den kurzen Kapiteln bemerkbar, so dass ich praktisch gezwungen war, zum nächsten Minikapitel zu blättern, um das neueste Rätsel zu lösen, die allerneueste überraschende Wendung mitzubekommen. Ich kenne keinen anderen Krimiautor, der diese Technik so virtuos handhabt wie Patterson.

Diesmal führt die Spur des Oberschurken, der sich hinter dem Codenamen „August Spies“ verbirgt, über dreißig Jahre zurück zu den FBI-Einsätzen gegen die Radikalen in Berkeley. Was besonders fies ist: „August Spies“ verknüpft seinen platten Rachefeldzug mit dem Anspruch der Globalisierungsgegner und anderer radikalisierter Dissidenten. Dabei weiß er nicht nur kleine Studenten auf seiner Seite, die nur darauf brennen, sich wie „Wendy“ als Soldaten der guten Sache zu bewähren, sondern auch intellektuelle Vordenker der Kapitalismuskritik, vor allem natürlich von links. Die Parallelen zu Al-Kaida sind offensichtlich.

Ebenso wie radikalisierte fundamentalistische Islamisten bilden sie die Front in einer neuen Art von Weltkrieg, der nicht nur an den Grenzen der USA ausgefochten wird, sondern auch in jeder Stadt. Besonders erbittern muss dabei die Feststellung, dass „August Spies“ diese Bewegung für seine eigenen niederen Racheglüste missbraucht. Dies wiederum führt zum Mord an einer der vier Freundinnen des Women’s Murder Club. Und dieser Fehler bringt die Ermittler endlich auf die richtige Spur.

Lt. Lindsay Boxer kämpft sozusagen an drei Fronten: Sie will die Bürger der Stadt schützen, doch dazu muss sie alles geben, um in den wenigen Tagen bis zum G-8-Gipfel den Drahtzieher der Anschläge dingfest zu machen. Dass eine ihrer Freundinnen den Tod findet, scheint die tapfere Lindsay zunächst zu brechen, doch das Verbrechen erweist sich als Lichtblick für ihre Ermittlungen.

Es ist gerade diese menschliche Seite an der Ermittlerin und ihren Kollegen auf allen Seiten, die dem Leser das Geschehen, so unwahrscheinlich es auch erscheinen mag, so anrührend und realistisch nahe bringen. Lindsay macht sich Vorwürfe, dass sie nicht da war, um ihre Freundin zu schützen. Doch die Schuldgefühle drohen sie zu lähmen, und ihre verbliebenen Freundinnen müssen sie ihr ausreden, damit Lindsay wieder ihre Arbeit tun kann.

Das erscheint vielleicht aus größerer Distanz betrachtet als Banalität, ist aber, im Verlauf der spannenden Handlung erlebt, doch recht bewegend. Zusammen mit Joe Molinari, der mindestens ebenso hart arbeitet wie Lindsay, mag es gelingen, das Schlimmste zu verhindern.

_Unterm Strich_

Die bekanntesten Helden des Autors Patterson verändern sich rasch: Dr. Alex Cross wechselt von der Washingtoner Polizei zum FBI, wo es ihm aber auch nicht gefällt, so dass er das nächste Milieu sucht, in dem sich verwirklichen kann. Auch Lindsay Boxer verändert sich nach ihrem Verlust und angesichts der Chancen, die Molinari ihr bietet, zum Positiven: Sie könnte im Department for Homeland Security landen. Und vielleicht ist dies auch Alex Cross‘ künftige Wirkungsstätte. Wer weiß? Jedenfalls bleibt es spannend.

Mindestens so spannend wie „Der 3. Grad“, ein Thriller, in dem die zwei Autoren das Thema Terrorismus nach dem 11. September 2001 aufgreifen und Parallelen zu jener radikalen Zeit Ende der sechziger Jahre ziehen, auf die man nicht ohne Weiteres kommen würde.

Vielleicht hat der eine oder andere schon einmal von den terroristischen „Weathermen“ in Kalifornien gehört? Es gibt zumindest einen Song von Bob Dylan, in dem der Sänger darauf Bezug nimmt, nämlich „Subterranean Homesick Blues“: „You don’t need a weatherman to know which way the wind blows“. Und das war schon anno 1965. Die Frage ist also: Lassen sich sinnvoll Parallelen zu Al-Kaida ziehen? Falls ja, würde das andeuten, dass auch die Sache Osama bin Laden möglicherweise ein persönlicher Rachefeldzug ist. Und wer sich mit bin Laden beschäftigt hat, weiß, dass dem so sein könnte: Die Saudis hatten ca. 1990 bin Laden, ebenfalls ein reicher Saudi, aus dem Land gejagt, um die Amis hereinzulassen, die dann gegen Saddam den 2. Golfkrieg führten. (Der 1. Golfkrieg fand zwischen Irak und Iran statt.)

Und so erweist sich dieser unterhaltsame Thriller letzten Endes als eine aktuelle Analyse der terroristischen Bedrohung und ihrer vielfältigen Konsequenzen innerhalb der USA. Ist es Zufall oder Absicht, dass der Vordenker von „August Spies“, sozusagen der Lenker der Terrorzelle, ein Franzose ist? Ich tippe eher auf Absicht. Da wird den Europäern wieder mal eins ausgewischt. Ist es Absicht oder Zufall, dass der US-Vizepräsident ein Schwarzer ist? Wohl kaum ein Zufall.

„Der 3. Grad“ ist ein Roman, der in der Lage ist, zu provozieren, zu polarisieren und Diskussionen zu entfachen. Man muss nur genau hinsehen.

|Originaltitel: 3rd Degree (Women´s Murder Club, 03), 2004
Aus dem Amerikanischen von Andreas Jäger|

_James Patterson auf |Buchwurm.info|:_

[„Das Pandora-Projekt“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3905 (Maximum Ride 1)
[„Der Zerberus-Faktor“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4026 (Maximum Ride 2)
[„Das Ikarus-Gen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2389
[„Honeymoon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3919
[„Ave Maria“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2398
[„Wer hat Angst vorm Schattenmann“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1683
[„Mauer des Schweigens“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1394
[„Stunde der Rache“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1392
[„Wenn er fällt, dann stirbt er“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1391
[„Wer sich umdreht oder lacht“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1390
[„Die Rache des Kreuzfahrers“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1149
[„Vor aller Augen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1087
[„Tagebuch für Nikolas“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=854
[„Sonne, Mord und Sterne“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=537
[„Rosenrot Mausetot“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=429
[„Die Wiege des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=47
[„Der 1. Mord“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1361
[„Die 2. Chance“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1362
[„Der 3. Grad“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1370
[„4th of July“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1565
[„Die 5. Plage“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3915

[NEWS] Fred Vargas – Der Zorn der Einsiedlerin

Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht … (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Originaltitel: Quand sort la recluse
Limes

Joanna Cannon – Der Sommer der schwarzen Schafe

Worum gehts?

Es herrscht ein ungewöhnlich heißer Sommer in der Avenue, einer völlig normalen Straßen in einer völlig normalen englischen Vorstadt. Doch als plötzlich Mrs. Creasy, eine Anwohnerin in eben dieser Straße, verschwindet, dreht die Kleinstadt schier durch. Hinter verschlossenen Türen wird über den Verbleib der Sympathieträgerin gemunkelt, gemutmaßt und getuschelt. Ist die aus freien Stücken gegangen? Ist sie aber vielleicht sogar ermordet worden? Hat vielleicht ihr Ehemann etwas mit ihrem Verschwinden zu tun?

Die beiden vierzehnjährigen Freundinnen Grace und Tilly beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie geben sich als Pfandfinder aus, klopfen an die Türen in der Straße und bieten ihre Hilfe an – immer mit dem Hintergedanken, dass die jeweiligen Hausbewohner etwas aus dem Nähkästchen plaudern und schnell wird klar, dass jeder einzelne von ihnen sein ganz eigenes Geheimnis hütet.

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Gavin Extence – Das unerhörte Leben des Alex Wood oder warum das Universum keinen Plan hat

Worum gehts?

Das Leben des zehnjährigen Alex Wood ist alles andere als konventionell. Er ist der lebende Beweis dafür, dass manchmal ganz unvorhergesehene und unwahrscheinliche Dinge, die niemand für möglich hält, im Leben eben doch vorkommen können. Er ist von einer Narbe gezeichnet, die diese Tatsache beweist. Außerdem ist er der Sohn einer Mutter mit hellseherischen Fähigkeiten, über die sich seine Mitschüler lustig machen.

Zu der Zeit, als er 10 Jahre alt ist, ahnt er noch nicht, dass er in dem eigenbrötlerischen Mr. Peterson einen Freund finden wird. Alex wird viel von dem alten, zurückgezogenen Mann lernen, unter anderem, dass man nur ein einziges Leben hat und in diesem Leben die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

Als er Jahre später in Dover an der Grenze mit einer Menge Cannabis und einer Urne gefüllt mit Asche von der Polizei geschnappt wird, ist er definitiv der Meinung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Inhalt

Alex Woods lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung. Seine Mutter führt einen kleinen Laden, in dem sie für andere Leute Tarotkarten legt und in deren Zukunft sieht. Natürlich ist diese hellseherische Fähigkeit nicht alltäglich und so wird Alex zum Gespött seiner Mitschüler. Doch das ist nicht der einzige Grund. Es gibt Dinge, die laut der Menschheit nur allzu unwahrscheinlich sind, so dass sie nur rein theoretisch passieren könnten. Doch genau so eine Sache ist Alex widerfahren und eine Narbe an seinem Kopf erinnert alle Menschen an diesen sagenumwobenen Vorfall. Außerdem geht er im Gegensatz zu Gleichaltrigen gerne in die Schule und das nicht, um in den Pausen Fußball zu spielen, sondern tatsächlich um zu lernen – kurz gesagt: Alex ist einfach anders als die meisten Jungen in seinem Alter.

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Tess Gerritsen – Der Schneeleopard

Worum gehts?

Die Polizei von Boston steht erneut vor einem großen Rätsel. Einer der besten Tierpräparatoren Amerikas wurde ermordet. Das Opfer wurde kopfüber hängend und ausgeweidet in seiner Garage gefunden – geschlachtet wie eines seiner Beutetiere. Plötzlich werden in der Umgebung weitere Leichenteile gefunden. Außerdem scheint es eine Verbindung zu einem anderen Fall, der fünf Jahre zurückliegt und sich in Botswana ereignet hat, zu geben. Dort verschwanden während einer Safari durch den Busch Afrikas alle Teilnehmer. Der Fall konnte bislang nicht aufgeklärt werden. Jane Rizzoli nimmt die weite Reise nach Afrika auf sich, um Klarheit in den Fall zu bringen.

Inhalt

Millie ist einer von sieben Teilnehmern, die das Abenteuer ihres Lebens erwarten. Gemeinsam fliegen sie mit einer kleinen Maschine in die Tiefen des afrikanischen Buschs. Dort wo sie für zahlreiche Wildtiere lebendiges Futter darstellen. Eigentlich ist sie nicht so risikofreudig, doch schließlich gibt sie aus Liebe zu ihrem Mann Richard nach und erfüllt ihm diesen Wunsch.

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Kristina Ohlsson – Himmelschlüssel

Worum gehts?

In Stockholm hebt ein voll besetztes Passagierflugzeug ab. Noch ahnt niemand der 400 Insassen, dass sie sich in Lebensgefahr befinden. Denn kurz nach dem Start, wird eine Bombendrohung auf der Toilette an Bord gefunden. Es bleibt nicht viel Zeit um die Forderungen der Erpresser zu erfüllen, denn das Flugzeug wird nicht landen, solange diese nicht erfüllt sind und irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem der Treibstoff knapp wird. Frederika Bergman und Alex Recht arbeiten im Eiltempo und versuchen die losen Fäden zu einem Geflecht zu verknüpfen um das Schlimmste zu verhindern. Doch es handelt sich nicht nur um einen Kampf gegen die Zeit, sondern auch um die Politik. Und als sich dann auch noch herausstellt, dass Erik Recht, Alex‘ Sohn, im Cockpit des entführten Flugzeuges sitzt, spitzt sich die Lage nochmals zu. Frederika weiß spätestens jetzt, dass dieser Fall nicht spurlos an ihr, und erst recht nicht an Alex, vorbeigehen wird.

Inhalt

Es ist ein fast normaler Herbstanfang in Stockholm, wären da nicht diese viel Bombendrohungen gewesen. Eine verzerrte Stimme droht im halbstündigen Takt an vier verschiedenen Orten eine Bombe hochgegen zu lassen. Nun war für Alex Recht und seine Kollegen des Landeskriminalamt Eile geboten und Entscheidungen zu treffen. Sollten sie diese Drohungen ernst nehmen oder haschte nur jemand nach Aufmerksamkeit? Sollten sie den Aufwand betreiben und die angekündigten Anschlagsziele evakuieren und somit ein unvermeidliches Durchsickern an die Presse riskieren? Dann war eine Massenpanik vorauszusehen. Oder sollten sie das Leben unzähliger Menschen riskieren, indem sie die Drohungen nicht beachteten?

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Kristina Ohlsson – Sterntaler

Worum gehts?

Thea Aldrin war einst eine erfolgreiche Kinderbuchautorin, bevor sie angeblich zwei sehr umstrittene Bücher schrieb. Seit Jahren lebt sie nun ein einem Altenpflegeheim und spricht seitdem kein einziges Wort mehr. Jeden Samstag erhält sie einen Blumestrauß, dem jedes Mal derselbe Gruß beigefügt ist – „Danke“.

Als sie ausnahmsweise einmal Besuch einer Literaturwissenschaften-Studentin bekommt, verschwindet diese kurze Zeit später spurlos. Nach ein paar Jahren findet man ihre Leiche in einem Waldstück. Wenig später direkt daneben eine zweite und schließlich noch eine dritte, die schon Jahrzehnte vergraben worden zu sein scheint. Alle Spuren vereinen sich zu einem großen Ganzen und führen schließlich immer wieder zu Thea. Doch was die alte Frau mit den grausamen Morden zu tun? Kristina Ohlsson – Sterntaler weiterlesen

Terry Goodkind – Die Säulen der Schöpfung (Das Schwert der Wahrheit 7)

_Routine-Fantasy mit gutem Finale_

Eine junge Frau aus der Provinz macht sich mit einem Gefährten auf den Weg, um herauszufinden, wer sie ist. Daraufhin macht sie sich auf den Weg, den Tyrannen zu töten: Richard Rahl, den Helden der Serie „Das Schwert der Wahrheit“. Hoffentlich hat sie etwas missverstanden, sonst reißt nämlich Goodkinds Erfolgsserie nach zehn Jahren plötzlich ab.

_Der Autor_

Mit seinem mehrbändigen Zyklus um „Das Schwert der Wahrheit“, die er 1994 begann, hat sich der 1948 geborene Amerikaner Terry Goodkind in die erste Reihe der meistverdienenden Fantasyautoren geschrieben. Aus der Masse der High-Fantasy-Bücher heben sich seine Romane wie „Wizard’s First Rule“ oder „Stone of Tears“ durch eine nüchterne, wenn nicht sogar düstere moralische Vielschichtigkeit und durch Momente von Erfindungsreichtum – meist hinsichtlich unangenehmer Überraschungen – heraus.

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