Dorian Hunter – Niemandsland. Ausgeliefert (Folge 35.2)

Die Handlung:

Mit „Ausgeliefert“, dem zweiten Teil der Doppelfolge „Niemandsland“, endet die Trilogie über Victor Shapiro, den undurchsichtigen Chief Director des Secret Service. Dorian Hunter und sein Dämonenkiller-Team waren diesem über Kirkwall Paradise, einer zwielichtigen Schönheitsfarm auf den Orkney-Inseln, nach Panama in eine baufällige Ruine im Viertel San Felipe gefolgt. Eine Falle? Offenbar steht hier der Generalangriff der Schwarzen Familie bevor … Wie bereits auch bei den drei vorangegangenen Folgen sprechen die YouTube-Stars Jarow (1,6 Mio. Follower) und Kurono (650.000 Follower) die Techniker Joshua Dexter und Colin Briggs, die im Auftrag des Secret Service den Dämonenkiller mit Silberstaubgranaten, Nanobomben und anderen Spezialwaffen gegen Vampire und Werwölfe ausstatten. Ebenfalls ist YouTube-Star Hello Chrissy (270.000 Follower) als dämonische Hexe Lydia zu hören. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

So, nu is‘ aber wirklich Schluss hier. Letzter Teil einer Trilogie, deren dritter Teil noch mal in zwei Teile aufgeteilt wurde … und davon der zweite Teil … alles oder nix. Wer die Folge 35.1 grad eben gehört hat, wird sich natürlich an den Schuss erinnern, der in der letzten Hörsekunde gefallen ist. Wen oder was hats also erwischt? Das erfahren wir recht schnell … haben aber Zweifel, weil wirs nicht wahrhaben wollen.

Und im Gegensatz zum immer noch in Panama festgesetzten Dorian, agiert Agentin 00-Zamis und bringt endlich mal ein wenig Übersinnliches mit ins Spiel. Ist ja irgendwie sonst alles „nur“ ein gewalttätiger Krimi, bei dem die Dämonen grad zu Tisch sind …

Warum die immer Hühnerblut haben wollen … na ja … vielleicht weils ekliger ist. Dorian sammelt hier handfeste Erfahrungswerte … Kacke! Wer gedacht hätte, dass der Spannungsbogen in der letzten Folge schon an der Decke angekommen war, durchbricht er sie hier und befindet sich gerade im zweiten Stock. Drama, Baby … immer noch … und immer noch ist in der Villa zu Hause und in Panama noch nichts geregelt.

Und dann .. plötzlich und unerwartet … gibts Antworten. Auch auf wichtige Fragen. Zum Beispiel auf die, wie Cocos Vater die Pest besiegen konnte … und wie sie ihre Daddy Issues zu regeln gedenkt. Schließlich ist sie Lady Coco Zamis … und hat offenbar einen nicht gerade unausgeprägten Geltungsdrang. Und Dorian leidet unter der Trennung von ihr … hörbar …

Tja … und nach einer halben Hörstunde ist der SECRET-SERVICE-Fall dann abgeschlossen … was man so „abgeschlossen“ nennen möchte kann, und nach einer weiteren Zwischenmusik befinden wir uns im Epilog … mit Telefonsex.

Der Epilog hat sogar einen eigenen Namen in der Sprecherliste bekommen und soll eine Art Überleitung in den nächsten Zyklus bilden. Da hören wir dann Jeff Parker wieder … Andreas von der Meden als Sprecher aus bekannten Gründen leider nicht mehr. Außerdem war eh noch reichlich Platz auf der CD …

Was passiert denn also nun im kommenden INKA-Zyklus, der sich von Folge 36 (Dezember 2017) bis 39 (September 2018) zieht … und warum dauert es so lange, bis die Folgen alle erschienen sind, wenn sogar schon die Cover gezeichnet sind? Letzteres wäre wohl Insiderwissen, mit dem man nicht handeln darf …

Mit Fantasie handelt Jeff Parker, um der offenbar die Hauptrolle in den nächsten Folgen spielen wird. Er soll im Auftrag Eldorado finden … obwohl er doch nach eigener Aussage Filmproduzent ist und kein Schatzsucher Lust hat er auch keine drauf. Eine Revolvertrommel soll seine Meinung ändern … wie das?

Und während der Hörer noch über den Staubsauger-Mini-Running-Gag grinst, erhöht sich der Druck auf Parker … und seinen Schädel. Und je mehr der abnimmt, desto mysteriöser wird die kurze Handlung, der wir hier folgen. Und … wer hätte es gedacht? Jeder! Beteiligungen werden angedeutet … und während wir noch überlegen, knallts und diesmal haben wir keine CD mehr in Reserve, die uns verrät, was denn in Südamerika dämonisches zu finden ist. Kacke!

Die Sprecher und ihre Rollen:

„Niemandsland“

Dorian Hunter – Thomas Schmuckert
Coco Zamis – Claudia Urbschat-Mingues
Victor Shapiro – Jürgen Holdorf
Bethany Bail – Karin Rasenack
Sagipa Fernandez – Martín Flavio Núñez
Colin Briggs – Kurono
Phillip Hayward – Tim Kreuer
Donald Chapman – Frank Felicetti
Marvin Cohen – Frank Gustavus
Lydia Zamis – Christina Zalamea
Georg Zamis – Jacob Weigert
Joshua Dexter – Jarow
Olivaro – Stefan Krause

„Das Paket“

Cassandra Raines – Linda Fölster
Madeleine Gibson – Katrin Decker
Jeff Parker – Volker Hanisch
Vince – Patrick Mölleken
Lipwitz – Walter Gontermann
Postbeamter – Werner Wilkening
Kundin – Alexandra Lange
Passanten – Saran Connor, Janus Grossmann, Alexander Rieß

Technik-Credits:

Aufnahmen: Alexander Rieß, Superhearo Audio, Hamburg
Professor Terrano, Studio Konterfei, Berlin
Anna Liebesehl, Studio Süd, Köln
Skript: Dennis Ehrhardt, Andrea Bottlinger
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign & Mischung: Alexander Rieß
Schnitt: Janis Grossmann
Musik: Andreas Meyer
Titelmusik: Joachim Witt
Illustration: Mark Freier
Layout und Realisation: Sebastian Hopf

Die Ausstattung:

Das Cover des Booklets zeigt einen Mann mit nach vorn gesunkenem Kopf auf einem Stuhl sitzend … Dorian? Alles wie immer im düsteren Stil der „Dorian Hunter“-Serie gehalten. Die CD, die mit dem gleichen Motiv bedruckt ist, steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält einen gefühlvollen Nachruf auf vergangene Sprecher, „die nicht mehr zur Verfügung stehen“, mit besonderem Hinblick auf Andreas von der Meden, dessen Stimme nicht nur Fans der DREI ??? vermissen. Zusätzlich werden noch die Sprecher selbst und ihre Rollen aufgeführt, die Technik-Credits genannt und etwas Werbung in eigener Sache gemacht.

Die hier aufgeführten Tracknamen entstammen der MP3-Version.

Mein Fazit:

Die Spannung setzt nahtlos da an, wo sie in der letzten Folge aufgehört hat. Aber diesmal gibts auch Antworten … und nicht nur unbedeutende. In der Villa und in Panama gibts handfesten Handlungsfortschritt und Entwicklungen … entwickeln sich.

Das Ende der SECRET-SERVICE-Mini-Reihe ist ok, aber der Abschluss wie gewohnt schwammig mit Restfragen, losen Fäden und Gedanken, die sich der Hörer ob der kommenden Ereignisse machen kann.

Der zweite Teil, der losgelöst vom vorherigen erzählt wird, hat Jeff Parker im Mittelpunkt und läutet den INKA-Zyklus ein, der in Folge 36 losgeht und 39 aufhört. Alles wie immer ohne Gewähr … wer weiß, ob nicht am Ende doch noch die Folgen 39.1 bis 39.x erscheinen werden. Solange sie so toll produziert sind und spannend erzählen, solls mir recht sein.

Nur die Anzahl der Zwischenmusikunterbrechungen … die könnte nach meinem Geschmack wie immer gern durch 20 geteilt werden … und würde dann immer noch über dem Mitbewerberdurchschnitt liegen. Ich kann die hohe Trackzahl einfach nicht nachvollziehen, die Gründe für die einzelnen Trackwechsel auch nie … als ob willkürlich jemand das Auto-Schnittprogramm auf „1:20 bei Sprechpause“ eingestellt hätte.

1 Audio-CD
Spieldauer: 46:40 Min.
Tracks: 35
Empfohlen ab 16 Jahren

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