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[NEWS] Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, er sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen – Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 240 Seiten
Originaltitel: The Ocean at the end of the lane
Bastei Lübbe

Neil Gaiman, Sam Kieth, Mike Dringenberg, Malcolm Jones III – Sandman 1 – Präludien & Notturni

Story

Wir schreiben das Jahr 1916: Ein mythischer Kreis versammelt sich im Bestreben, einen der Ewigen zu beschwören. In der Hoffnung, Death einkerkern zu können, läuft die dunkle Trance unter der Anleitung von Roderick Burgess jedoch anders als geplant. Statt Death wird Dream in die Verbannung des Gefängnisses geschickt und nimmt damit auch allen Menschen ihre Träume – 70 Jahre lang. Durch einen Akt des Zufalls gelingt es ihm nach einer halben Ewigkeit, wieder frei zu kommen, was ihn direkt dazu veranlasst, die Insignien seiner Macht wieder aufzuspüren.

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Neil Gaiman – Coraline – Gefangen hinter dem Spiegel

Wie gut, dass ich dem im Klappentext abgedruckten Rat von Lemony Snicket nicht gefolgt bin, sonst hätte ich eine wirklich schön schaurige Märchengeschichte verpasst. Lemony Snickets Rat sieht übrigens folgendermaßen aus: |“Wenn Sie nicht in Kürze zitternd vor Angst mit dem Daumen im Mund unter dem Bett kauern wollen, sollten Sie dieses Buch langsam und vorsichtig zurücklegen.“| Gleich vorab bemerkt, ich habe weder mit dem Daumen im Mund unter dem Bett gekauert, noch das Buch brav zurückgelegt. Und mit den Folgen meines wagemutigen Handelns kann ich auch durchaus gut leben. Also, alles gar nicht so schlimm, wie’s auf den ersten Blick erscheinen mag.

Neil Gaimans kleines Büchlein „Coraline“ dreht sich um die wundersamen Erlebnisse des kleinen Mädchens Coraline. Zusammen mit ihren Eltern ist sie in ein neues Haus umgezogen, in dem neben der jungen Familie noch ein verschrobener älterer Herr mit einem Mäusezirkus und zwei etwas beleibte, ehemals schauspielernde, ältere Damen wohnen. Es ist die Zeit der Sommerferien und während Coralines Eltern zu Hause ihrer Arbeit nachgehen, erkundet Coraline das Grundstück, bis ihr ein paar Regentage einen Strich durch die Rechnung machen.

Coraline erkundet also fortan die Wohnung und stößt dabei auf eine vermauerte Tür. Als die Mauer dann eines Nachts plötzlich verschwunden ist, schreitet Coraline hindurch und entdeckt eine Art Parallelwelt. Die Welt hinter der Tür sieht aus wie die Wohnung ihrer Eltern. Selbst Mama und Papa trifft sie dort an, auch wenn sie ein wenig verändert aussehen und statt Augen schwarze Knöpfe tragen. Die andere Mutter umgarnt sie und versucht sie zum Bleiben zu überreden. Coraline wird das alles mit der Zeit aber zu unheimlich und so kehrt sie in die richtige Welt zurück.

Als sie dort ankommt, muss sie feststellen, dass ihre richtigen Eltern verschwunden sind. Als sie zufällig in den Spiegel im Flur blickt, sieht sie dort ihre Eltern, gefangen hinter dem Spiegel, festgehalten von der anderen Mutter. Und so kehrt Coraline zurück in die Welt hinter der vermauerten Tür, um ihre Eltern zu finden. Eine äußerst schwierige Aufgabe steht ihr bevor, denn die andere Mutter will Coraline um jeden Preis für sich behalten. Sie ist hungrig nach Coralines Seele.

Schon der Untertitel des Buches („Gefangen hinter dem Spiegel“) offenbar eine sehr deutliche literarische Parallele. Mit der Figur der Coraline hat Neil Gaiman eine moderne Alice geschaffen. Die Parallelwelt hinter der vermauerten Tür ist Gaimans Pendant zu Lewis Carrolls Welt hinter dem Spiegel, durch den Alice steigt. Auch die dortige Welt scheint zunächst oberflächlich betrachtet mit der realen Welt identisch zu sein und Alice wird nach und nach mit den Unterschieden konfrontiert. Für Coraline ist die Situation ähnlich. Auch ihr erscheint die Welt hinter der Tür zunächst so wie die davor, doch schnell zeigt sich, dass sie nichts anderes als ein der Wirklichkeit nachempfundenes Trugbild ist.

Ähnlich neugierig und scheinbar furchtlos, wie Alice die Welt im Spiegelland erkundet, erforscht auch Coraline ihre neue Umgebung. Sie scheint sich kaum zu fürchten, Neugier und Forscherdrang siegen über die Angst. Ein wenig übermenschlich wirkt sie in ihrer Selbstsicherheit, was sicherlich in der eher oberflächlichen Figurenzeichnung und der Kürze der gerade einmal 175 Seiten langen Erzählung begründet liegt. Natürlich hätte eine etwas ausgefeiltere Skizzierung der Hauptfigur der Geschichte etwas mehr Tiefe verliehen. Würde Coraline etwas menschlicher erscheinen, wäre die Geschichte sicherlich noch einen Tick mitreißender und fesselnder, aber das ist ein eher kleiner Schönheitsfehler.

Das eigentlich Faszinierende an Gaimans Roman ist die Welt, die er erschaffen hat. Die Welt, die Coraline hinter der vermauerten Tür entdeckt, ist ein Abbild der Realität, die als nichts anderes als eine Falle fungiert. Die andere Mutter hat es auf Coralines Seele abgesehen. Warum das so ist, wird nicht deutlich und ist eigentlich auch bedeutungslos, aber Coraline ist nicht das erste Kind, das in ihre Falle tappt. Als Coraline in der Parallelwelt gefangen ist, trifft sie auf die seelenlosen Überreste anderer Kinder. Mit der bösen Frau, die kleine Kinder entführt, greift Gaiman zu einem geradezu klassischen Märchenelement und fügt es überzeugend in seine Erzählung ein.

Als die andere Mutter merkt, dass ihr stetiges Umgarnen nicht gerade auf fruchtbaren Boden fällt und Coraline cleverer und misstrauischer ist als erwartet, nimmt auch die von der anderen Mutter erschaffene Welt immer dunklere Züge an. Gaiman inszeniert ein raffiniertes Spiel zwischen der falschen Mutter und Coraline und reichert das Ganze mit einer Prise Horrorelemente an. Da wäre der golemartige Mensch im Keller des Hauses, die küchenschabenessende andere Mutter, eine Wohnung voller fledermausartiger Hunde, die von der Decke hängen. Gaimans Inszenierung ist schon ausgesprochen phantasievoll ausgeschmückt, obwohl sie sich auf den eng begrenzten Raum des Hauses beschränkt, und macht gerade auch wegen dieser Elemente Spaß. „Coraline“ ist letztendlich eine Geschichte, die einen Märchenplot mit Gruselelementen verbindet, und genau das ist Gaiman mit seinem Roman sehr gut gelungen.

Ursprünglich erschien die deutsche Ausgabe von „Coraline“ 2003 im |Arena|-Verlag und wurde dort als Buch für Kinder ab zehn Jahren deklariert. Tatsächlich deutet schon Gaimans Schreibstil an, dass sich „Coraline“ durchaus auch an eine jüngere Leserschaft richtet, ohne sich dem erwachsenen Leser zu verschließen. Die Bildhaftigkeit von Gaimans Sprache dürfte sich auch von Kindern durchaus gut erfassen lassen, macht aber Erwachsenen ebenso Freude.

Ob das Buch aber wirklich unbedingt für Kinder empfehlenswert ist, ist eine Frage, die die Meinungen spalten dürfte. Für Zehnjährige, die Gruselgeschichten gewohnt und entsprechend hart im Nehmen sind, mag das Buch in Ordnung sein, aber für andere Kinder sei da eher zur Vorsicht geraten. „Coraline“ ist eben nicht ganz ohne und wer ein zartes Gemüt hat, der sollte vielleicht wirklich lieber den Rat von Lemony Snicket befolgen und das Buch langsam und vorsichtig wieder zurücklegen.

Bleibt unterm Strich festzuhalten, dass „Coraline“ eine schöne kleine Portion Gruselmärchen für zwischendurch ist. Gaiman stellt einmal mehr sein Talent als phantasiebegabter Erzähler unter Beweis und liefert mit seinem Roman eine moderne Gruselvariante von Lewis Carolls Kinderbuchklassiker „Alice im Spiegelland“. „Coraline“ ist so angelegt, dass sowohl junges als auch älteres Lesepublikum Freude an dem Buch haben dürften. Dass die Figuren eher oberflächlich gezeichnet sind und die Geschichte dadurch vielleicht nicht so mitreißend ist, wie sie eventuell sein könnte, lässt sich in Anbetracht des Märchencharakters und der Kürze der Geschichte durchaus verzeihen.

Taschenbuch: 176 Seiten
Originalausgabe: Coraline, Harper Collins 2002
Aus dem Englischen übersetzt von Cornelia Krutz-Arnold

Neil Gaiman – Coraline – Gefangen hinter dem Spiegel

Horror in feinster Märchenqualität

Hinter einer vermauerten Tür entdeckt Coraline einen verborgenen Weg in eine albtraumhafte Parallelwelt: Dort trifft sie ein Wesen mit glänzenden Knöpfen anstelle der Augen, das sie freundlich umgarnt und das hungrig auf Coralines Seele blickt. (Verlagsinfo)

_Der Autor_

Der Engländer Neil Gaiman, geboren 1960, arbeitete zunächst als Journalist in London und wurde durch seine innovative Comicbook-Serie „Der Sandmann“ bekannt. Neben den Romanen „Niemalsland“ und „Der Sternwanderer“ schrieb er zusammen mit Terry Pratchett den phantastischen Roman „Ein gutes Omen“ (der womöglich verfilmt wird) und verfasste über seinen verstorbenen Freund und Kollegen Douglas Adams die wirklich empfehlenswerte Biografie [„Keine Panik!“. ]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1363

Seine Erzählungen und Gedichte sind in der Kollektion [„Die Messerkönigin“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1146 zusammengefasst.
Was für Ansichten Gaiman zu Amerika hat, könnte sich möglicherweise in seinem dicken Schmöker „American Gods“ aufspüren lassen. Er lebt mit seiner Familie in Minneapolis, USA.

„Coraline“ ist auch als von Dave McKean illustrierte Ausgabe erschienen. McKean ist der Zeichner der „Sandmann“-Comicbooks. Dementsprechend unheimlich sind seine Zeichnungen geraten.

_Handlung_

Die kleine Coraline Jones zieht in den Sommerferien mit ihren Eltern in ein altes Haus, das nur zur Hälfte bewohnt ist. Während ihre Eltern zu Hause am Computer arbeiten, wird es ihr regelmäßig langweilig, besonders wenn es draußen regnet. Dann geht sie entweder zu dem alten Mann, der die Mäuse in seiner Wohnung dressiert, oder zu den alten Damen Miss Spink und Miss Forcible, die früher mal beim Theater waren. Die Damen nennen sie fälschlicherweise immer „Caroline“. Und sie warnen sie, sie sei in großer Gefahr, und geben ihr einen schützenden Talisman mit.

Bei der Erkundung ihrer eigenen Wohnung stößt Coraline auf eine Tür, hinter der sich manchmal eine Mauer verbirgt, die den leer stehenden Teil des Hauses verbirgt, und manchmal ein düsterer Gang, der in eine Wohnung führt, die genauso aussieht wie ihre eigene. Nur die Bewohner sind etwas seltsam: Das Paar, das sie begrüßt, behauptet, Coralines „andere Eltern“ zu sein, trägt aber statt Augen schwarze Knöpfe – und ihre Zähne sind ein klein wenig zu lang. Aber sie kümmern sich um ihr Wohlergehen und machen ihr phantastisch schmackhaftes Essen, das nicht aus der Mikrowelle kommt. Hier gefällt es Coraline besser.

Lustig findet Coraline den sprechenden Kater, auch wenn der sehr von sich eingenommen ist, und den alten Mann, der Ratten dressiert hat: fünfzig Stück, alle schwarz mit roten Augen. Sie bilden eine Pyramide aus Leibern und singen Coraline ein Lied vor, das ihr nicht ganz geheuer vorkommt:

|“Wir haben Zähne, wir haben Schwänze,
Wir haben Zähne, scharf und klein,
Wir waren vor deinem Sturz schon hier,
Du wirst bei unserem Aufstieg hier sein.“|

Als ihre andere Mutter ihr Knöpfe auf die Augen nähen will, gelingt es Coraline mit ihrem Talisman, dieses Ansinnen erfolgreich abzuwehren, aber ihre andere Mutter wird dadurch etwas wütend. Leider gibt es kein Entkommen aus dem „anderen Haus“: Der Wald hinter dem Haus, jenseits der Wiese, besteht nur aus gestrichelten Andeutungen. Trotzdem geht Coraline mutig hinein – und landet im weißen Nichts. Nur der sprechende Kater leistet ihr hier Gesellschaft. Das hilft ihr aber nichts, denn der Weg führt zurück.

Coraline sitzt in der Tinte. Ihre andere Mutter hat den Schlüssel zum Gang in ihre eigene Welt in Verwahrung, die Tür nach Hause ist abgeschlossen. Dass die andere Mutter kein Spiegelbild besitzt und Küchenschaben wie Kartoffelchips futtert, findet Coraline auch nicht gerade beruhigend. Um ihr „Manieren beizubringen“, wie sie behauptet, sperrt die wütende Frau das Mädchen in den schrecklichsten Ort, den es gibt: eine verriegelte Kammer, in die kaum Licht fällt, irgendwo hinter dem Spiegel.

Coraline ist gefangen. Aber sie ist nicht allein …

_Mein Eindruck_

Wie schon in vielen seiner Erzählungen sowie in den „Sandmann“-Comics verbindet Neil Gaiman auch hier auf wirkungsvolle Weise märchenhafte Erzählweise mit Horrorelementen. Dabei spielt die Welt jenseits der alten Tür vielleicht nur die Rolle eines Spiegels, der die Ängste und Befürchtungen der Betrachterin zum Vorschein bringt. Wie auch immer man sie verstehen möchte, so erscheinen doch Coraline ihre Abenteuer und Begegnungen auf dieser dunklen Seite der Welt als völlig real. Und schnell versteht sie deren Spielregeln.

Das Wichtigste, was Coraline verstehen muss, ist die wahre Natur der anderen Mutter. Denn diese hat die andere Welt geformt und ihrem Willen unterworfen. Aber um dies tun zu können, hat die andere Mutter nichts neu erschaffen, sondern lediglich Vorhandenes genommen und umgewandelt. Dieses Ungeheuer kann folglich nur das verwenden, was sie, Coraline, ihm gibt. Und wenn Coraline keine Angst mehr hat, sondern mutig ist, kann die andere Mutter die Angst nicht gegen Coraline verwenden.

So kommt es, dass Coraline eine sehr wagemutige Wette mit der anderen Mutter abschließt: Sie werde immer in dieser Welt bleiben, wenn es ihr nicht gelingt, ihre wahren Eltern und die drei Seelen zu finden, auf die Coraline gestoßen ist. Mit größter List und Tapferkeit geht Coraline vor, ihr Ziel zu verwirklichen.

Ein Wort des großen englischen Schriftstellers G. K. Chesterton ist dem Buch vorangestellt: „Märchen sind mehr als nur wahr – nicht deshalb, weil sie uns sagen, dass es Drachen gibt, sondern weil sie uns sagen, dass man Drachen besiegen kann.“ Das ist es, was Coraline und der Leser des Märchens über sie lernen können.

Nach ihrem Abenteuer ist für Coraline ihre eigene Welt wie verwandelt: Das Himmelsblau war noch nie so blau, die Sonne noch nie so strahlend schön. Niemals wird die Welt wieder langweilig sein. Doch eines hat Coraline übersehen. Die andere Mutter ist nicht gänzlich besiegt, und es gilt, die Schönheit der Welt zu verteidigen. Dem ersten Finale muss also ein zweites folgen. Erst dann kann die Welt heilen.

_Unterm Strich_

Die zwar in sehr einfacher Sprache, aber keineswegs in onkelhaftem „Grimms-Märchen“-Ton erzählte Geschichte der kleinen Coraline scheint mir geeignet für Kinder ab elf Jahren, denn sie ist ganz schön gruselig – viel mehr als „Alice im Wunderland“ oder „Der König von Narnia“. Sie ist trügerisch leicht zu verstehen, aber man sollte sich auch für die kleinen Details interessieren, über die man leicht hinwegliest. Es sind diese Details, die etwas später unversehens große Bedeutung erlangen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, denn auch seine Botschaft ist nicht ganz einfach „Besieg die Hex‘ und alles wird gut!“, sondern vielmehr „Besieg dich selbst und erkenne die Wahrheit!“ (Daher die vielen Spiegel im Buch.) Das ist eine recht ungewöhnliche Aussage für ein Kinderbuch, will mir scheinen. Am Schluss fasst Coraline noch einmal zusammen, um was es geht: „Man kann sich wünschen, was man will. Aber wozu ist es gut, wenn alle Wünsche in Erfüllung gehen und man alles bekommt, wenn man sich dafür nicht anstrengen muss?“ Denn dann ist der Wille nur eine Laune, und das Erworbene nur Tand. Echter Wille scheint etwas anderes zu sein: eine Wahl und eine Anstrengung. Das Ergebnis und der Lohn sind die Freiheit. Wer die Freiheit nicht erlangt, dessen Seele wird hinter Spiegeln eingesperrt bleiben – so wie es im Buch anderen Kindern passiert ist.

Selbst Gaiman-Fans können „Coraline“ noch etwas abgewinnen, denn wie jedes Gaiman-Werk verfügt auch dieses über eine Reihe „netter“ Einfälle. Sie sind nicht so erschreckend und brutal wie etwa in „Niemalsland“, aber doch gruselig genug, um kleinen Kinder eine Gänsehaut und schlechte Träume zu verschaffen. Man sollte die Geschichte also vorlesen – und möglichst auch gleich die zahlreichen Lehren, die sie bereithält, diskutieren. Denn das Buch hält ja auch Wahrheiten über Eltern bereit.

Taschenbuch: 176 Seiten
Originalausgabe: Coraline, Harper Collins 2002
Aus dem Englischen übersetzt von Cornelia Krutz-Arnold