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Donna Leon – Sanft entschlafen (Lesung)

Finstere Machenschaften „heiliger“ Männer

Commissario Brunettis sechster Fall. Er hat gerade nicht viel zu tun, denn Venedig erwacht erst allmählich aus seinem Winterschlaf. Doch da beginnen die Machenschaften der Kirche sein Berufs- und Privatleben zu überschatten: Suor Immacolata, die schöne Sizilianerin und aufopfernde Altenpflegerin von Brunettis Mutter, ist nach dem unerwarteten Tod von fünf Patienten aus ihrem Orden ausgetreten. Sie hegt einen schrecklichen Verdacht, denn die Verblichenen haben zuvor ihr gesamtes Vermögen der Kirche vermacht. Wird Brunettis Mutter das nächste Opfer sein? Brunetti stößt auf einen zwielichtigen Geheimorden.

Die Autorin

Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, ging mit 23 Jahren nach Italien, um in Perugia und Siena zu studieren (wunderschöne Städte!). Sie arbeitete im Anschluss daran als Reisebegleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Lehrerin an amerikanischen Schulen in Europa und Asien. Gegenwärtig lehrt sie laut Verlagsinfo englische und amerikanische Literatur an einer Uni in der Nähe von Venedig, wo sie seit 1981 lebt. Ihre Krimis mit Commissario Brunetti sind weltweit Bestseller. Sie werden in Deutschland exklusiv vom ZDF verfilmt, u. a. mit Joachim Król in der Titelrolle („Nobiltà“).

Der Sprecher

Christoph Lindert, 1938-2005, ist laut Verlag „einer der renommiertesten Hörbuchsprecher“. Nach seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München arbeitete er an verschiedenen Bühnen: Münchner Kammerspiele, Ateliertheater Bern, Theater am Dom in Köln. Er ist freier Film- und TV-Schauspieler und regelmäßig als Sprecher im Rundfunk zu hören. Zudem liest er leidenschaftlich gerne vor Publikum. (abgewandelte Verlagsinfo)

Lindert liest die ungekürzte Textfassung. Die Aufnahmeleitung hatte Guido Heidrich, die Technik steuerte Volker Gerth.

Handlung

Vicequestore Patta ist in Urlaub und Guido Brunetti vertritt ihn. Zunächst gibt’s nicht viel zu tun, doch der Besuch einer Ex-Nonne ändert dies. „Schwester Immacolata“ kommt ihm bekannt vor, aber da sie in Zivilkleidung auftritt, kann er sie nicht zuordnen. Als sie ihm auf die Sprünge hilft, fällt es ihm ein: Sie ist bzw. war eine der Pflegerinnen in dem Venediger Altenheim, in dem sich seine Mutter aufhält, in der Casa di Cura. Aber wieso ist sie aus ihrem Schwesternorden ausgetreten?

Maria Testa, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, berichtet, dass sie im Pflegeheim San Leonardo im vergangenen Jahr auf eine seltsame Häufung von Todesfällen gestoßen sei. Dabei waren die Patienten alle kerngesund, bevor sie starben. Sie alle vermachten ihr Vermögen dem Orden vom heiligen Sakrament, der das Pflegeheim betreibt. Als sie ihren Verdacht, man könnte beim Sterben etwas nachgeholfen haben, gegenüber dem Ordensvorsteher und der Mutter Oberin äußert – sie weiß wenig von der Welt –, wird sie bestraft, dann geht sie heimlich und unerlaubt von selbst. Maria übergibt Brunetti eine Liste der fünf Gestorbenen – es handelt sich um Angehörige der besseren Kreise Venedigs und des Umlandes.

Plötzlich macht sich Brunetti einige Sorgen um seine Mutter. Doch wie soll er Maria Testas Verdacht nachgehen? Er sagt sich: cui bono – wem nützt das? Folge der Spur des Geldes! Seine Sekretärin, die diskrete Signorina Elettra, hat den Zugangscode für den Standesamtcomputer und kommt an Kopien der fraglichen Testamente ebenso leicht heran wie an die Adressdaten. Brunetti will lieber nicht wissen, ob sie in jeden Rechner der öffentlichen Dienste hineinkommt. Nach dem Mittagessen, das Paola Brunetti so üppig und schmackhaft wie stets zubereitet und serviert, liegen die ersten Daten bereit.

Zusammen mit seinem Kollegen Sgt. Vianello besucht Brunetti die Angehörigen der drei venezianischen Erblasser. Lodovico da Pre ist der zwergwüchsige und bucklige Bruder einer der Verstorbenen, ein geldgieriger Sammler von Schnupftabaksdosen. Er prozessiert mit den Nonnen von Casa di Cura um nicht weniger als 100 Millionen Lire. „Aber sie werden sie nicht kriegen!“, triumphiert er etwas voreilig. Nummer 2 auf der Liste ist die ebenso fette wie übel riechende und arrogante Contessa Claudia Crivoni, die stets sehr auf die öffentliche Moral bedacht ist und den Verkauf von Kondomen in Apotheken verbieten lassen will. Sie weiß nichts davon, dass ihr Gatte jemand anderem Geld vermacht habe. Brunetti heuchelt immense Erleichterung und entfernt sich schleunigst aus dem Dunstkreis dieses Weibes.

Nr. 3 ist die frömmelnde Signorina Benedetta Lerini, die ein ganzes Zimmer voller silbergerahmter Autogramme von Papst, Kardinalen, Bischöfen und Nonnen hat, dass es Brunetti an das Zimmer eines Teenagers gemahnt, der Poster seiner Stars an die Wände pinnt. Sie ist offenbar ein großer Fan der Kirche. Auch Lerini will den Nonnen des Ordens, die ihren Vater pflegten, angeblich nichts vermacht haben. Das stellt sich als Lüge heraus, als Brunetti seine Schwiegermutter besucht. Gräfin Donnatella Falia erzählt ihm den neuesten Klatsch über die Lerini und die Crivoni, wobei sie sich köstlich amüsiert. Möglicherweise gehöre die Crivoni einer fundamentalistischen Bewegung der katholischen Kirche an, da sie beispielsweise Messen in Latein propagiert, nicht in profanem Italienisch. Die Contessa trifft den Nagel mit dieser Vermutung beinahe auf den Kopf.

Schon will Brunetti die Ermittlungen ergebnislos einstellen, zumal ja auch Patta zurückgekehrt ist, da gibt er Maria Testa noch eine letzte Chance. Er besucht ihren Beichtvater und Prior, Pater Pio Cavaletti. Dieser freundliche und würdevolle Mann stellt sich als großer Fan von Flieder heraus. Sogar aus Minne-sotà, so der Gärtner, lasse er Fliedersorten beschaffen. Maria Testas Verdacht gegen ihn tut der fromme Mann mit großem Bedauern über die Einbildungskraft der Jugend als Selbsttäuschung ab.

„Tja, das war’s dann wohl, Suor Immacolata“, sagt sich Brunetti. Da ereilt ihn die Kunde, dass Maria auf dem Lido von einem Auto angefahren wurde. Während der Fahrer sich aus dem Staub machte, landete die radelnde Maria im Graben, mit Rippenbrüchen, einer ausgerenkten Schulter, aber vor allem mit einer Schädelverletzung. Sie liegt seitdem im Koma. Das war bestimmt kein Versehen, sagt er zu Vianello. Das war ein Mordversuch. Könnte die junge Ex-Nonne am Ende doch mit ihrem Verdacht Recht haben? Dann befindet sich auch Brunetti in Gefahr.

Mein Eindruck

Das Buch ist anno 2006 zwar schon fast neun Jahre alt, doch das Eisen, das die Autorin anfasst, ist immer noch heiß. Der geheime Orden von katholischen Fundamentalisten wird hier zwar Opera Pia (fromme Werke) genannt, doch für jeden informierten Leser ist klar, dass es sich um eine Organisation handelt, die viel Ähnlichkeit mit Opus Dei hat. Diese Organisation ist direkt dem Papst unterstellt und hat sich einen üblen Leumund eingehandelt, unter anderem durch die Nachrichten, die über ihre strenge Behandlung ihrer Mitglieder an die Öffentlichkeit gedrungen sind.

Im Roman zieht Opera Pia alle Löhne seiner Mitglieder ein, zahlt aber keine Steuern. Obendrein werden Unverheiratete und Frauen benachteiligt, und Sex wird generell missbilligt. Brunetti findet es erstaunlich, dass gegen eine so repressive Organisation keine Prozesse geführt werden. Aber die entsprechenden Artikeln in den Zeitungen, die er sich in der Stadtbibliothek bringen lässt, sind sowieso alle von Unbekannten herausgeschnitten worden. Kein Wunder, dass man über Opera Pia hauptsächlich nur Gerüchte weiß.

Ehrenmänner wie Dottore Messini, der allein in Venedig fünf Pflegeheime des Geheimordens alias des Ordens vom heiligen Sakrament betreibt, bieten den Machenschaften das Deckmäntelchen ehrenwerter und vor allem legaler Tätigkeit. Dabei läuft es auf die Ausbeutung wehrloser Arbeitskräfte hinaus, denn es gibt selbstverständlich keinerlei Gewerkschaft in den Pflegeheimen. Die Arbeiterinnen halten sich zudem illegal im Land auf, getarnt als Touristen und Studenten. Dass auch noch die Patienten geschröpft werden, will Dr. Messini aber nicht zugeben. Und Pater Pio erst recht nicht.

Aber was hat dies alles mit Maria Testa zu tun? Nun, sie ist natürlich der Verräter, der „whistleblower“, der die Machenschaften aufdeckt und schleunigst zum Schweigen gebracht werden muss. Alles ist ruhig, solange Maria im Koma liegt, weiß Brunetti. Um die Ratten aus ihren Löchern zu locken, braucht er daher nur die Meldung verbreiten, dass Maria aufgewacht sei und es ihr besser gehe. Er findet es sehr interessant, dass seine Meldung von der Zeitung wider Erwarten nicht abgedruckt wird, dafür funktionieren aber die Buschtrommeln, die er eingesetzt hat, umso besser. Er hat Pater Pio, die Mutter Oberin und Messini persönlich angerufen, einfach um sicherzugehen.

In die Falle, die er, mit der bewusstlosen Maria als Köder, aufgestellt hat, tappt denn auch prompt ein Attentäter, der sich als Krankenschwester verkleidet hat und statt einer Tablette ein langes Messer mitbringt. In dem nachfolgenden Kampf wird der Wache haltende Brunetti verletzt, doch der Attentäter erweist sich als fanatisiert und paranoid – das ideale Werkzeug für einen Geheimorden. Ich verrate nicht, ob der Attentäter männlich oder weiblich ist.

Diesen schönen Erfolg aber hat sich Brunetti gegen seinen eigenen Vorgesetzten erkämpfen müssen. Offenbar hört Vicequestore Patta lieber blindlings auf die Einflüsterungen und Klagen von Kirchenmenschen wie Pater Pio als seinem Kriminalisteninstinkt zu folgen – falls er denn einen solchen hat. Denn Patta ist mehr mit Politik beschäftigt als mit Ermittlungen und bereit, jeden Preis für sein Prestige zu zahlen. Er zieht die Bewachung von Maria Testa ab und gibt sie schutzlos jedem Angriff preis. Brunettis Einwand wischt er weg. Doch Brunetti weiß, dass Patta wenigstens nicht über die Freizeit von Polizisten verfügen kann und bittet seine Kollegen, ihre Freizeit zu opfern, um das Leben der komatösen Ex-Nonne zu schützen.

Man fragt sich natürlich, aus welchem Grund sich ein Kommissar für eine junge Frau von 27 Jahren einsetzen sollte, die gar nicht ansprechbar ist und obendrein von ihren Vorgesetzten schlecht beurteilt wird (unterliegt einer Selbsttäuschung, aufsässig, immer noch den Regeln des Ordens unterworfen usw.). Und da an ihren Vorwürfen zunächst nichts dran zu sein scheint, will Brunetti den Fall einstellen. So muss er sich nicht gegenüber Patta wegen Zeitverschwendung rechtfertigen.

Doch drei Ereignisse ändern seinen Sinn: der als Unfall getarnte Mordversuch an Maria Testa, der ebenso als Unfall getarnte Mord an einem der drei besuchten Erben und schließlich das, was seine eigene Tochter Chiara in der Schule erlebt. Der Teenager ist sehr aufgeweckt und hat von seinen Eltern, die beide Atheisten sind, logisches Denken beigebracht bekommen. Folglich hat Chiara bei ihrem Religionslehrer, dem Pfarrer Don Luciano, gleich Anstoß erregt und ein gepfeffertes „Ungenügend“ ins Zeugnis geschrieben bekommen – ein Zeugnis, das bis auf diesen Schandfleck hervorragend ausgefallen ist.

Doch Don Luciano ist nicht nur dogmatisch, sondern legt auch ein ungebührliches und ungesundes Interesse an den sexuellen Untaten seiner Schülerinnen – und nur an diesen – an den Tag. Er nimmt den Mädchen die Beichte ab, doch statt ihnen zu vergeben, lässt er sich jedes Detail haarklein schildern, als ob er sich daran aufgeile. Was Chiara erzählt, lässt einen finsteren Verdacht in ihren Eltern aufsteigen. Als eine Mutter bei Paola Brunetti, die ja ebenfalls Lehrerin ist, anruft und erzählt, Don Luciano habe sich an ihrer Tochter Nicoletta womöglich vergangen, reicht es. Paola schwört, sie werde diesem Schmutzfink das Handwerk legen und ihn, so wörtlich, „vernichten“. Dass sie es mit der Hilfe ihres Vaters kann, zeigt der Schluss des Buches (siehe unten).

Hier greift die Autorin eine Reihe von Meldungen auf, denen zufolge sich katholische Priester an ihren Schützlingen vergangen haben, beispielsweise in Österreich. Nicht nur repressive Sexualmoral, sondern auch latente Homosexualität werden dafür verantwortlich gemacht. Und als Brunetti die Akte von Don Luciano durch Signorina Elettras Kanäle beschaffen lässt, erweist sich dieser Verdacht als berechtigt: Dessen Lebensweg ist eine Reihe von Versetzungen und einmal sogar ein Aufenthalt in einer Besserungsanstalt. Dass Luciano Benedetto indirekt auch ein Menschenleben auf dem Gewissen hat, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Unterbewusst identifiziert er Chiara mit der jungen Maria Testa, die als 15-Jährige in den Orden eintrat. Er hofft unbewusst, dass, wenn er Marias Leben rettet, auch seine Tochter vor Schaden bewahren kann. Eine Haltung, die man von einem guten Vater erwartet.

Die Autorin ruft zu einem kritischeren Umgang mit kirchlichen Organisationen auf, nicht nur mit der katholischen Kirche, sondern auch mit deren angegliederten Orden. Das ist aber anno 1997 auch höchste Zeit gewesen, denn die Problematik um die Einstellung von Schwangerschaftsberatung bzgl. Abtreibung befand sich damals und heute immer noch in der Diskussion. Schließlich wurde die Abtreibungsberatung von höchster Stelle, dem Papst, verboten. Dies alles ist in der Presse nachzulesen.

Der Sprecher

Lindert stellt in dieser schönen Lesung sein bemerkenswertes Einfühlungsvermögen unter Beweis. Er charakterisiert jede Figur genau und unterscheidbar, ganz besonders aber die unangenehmen Typen, mit denen es Brunetti und sein Kollege Vianello zu tun bekommen. In der heuchlerischen Art und Weise, wie diese Begegnungen sich entwickeln, damit der Kommissar Zugang zu Person und Informationen findet, hat die Autorin Meisterstücke ironischer Charakterisierung geschrieben. Und mit Gusto macht sich Lindert daran, die grotesken Aspekte dieser Begegnungen herauszuarbeiten. Das ist zuweilen großartige Unterhaltung.

Ebenso große Lust bereitet es ihm zu schildern, welche Freude es Brunettis Frau Paola und seiner Schwiegermutter Contessa Donatella Falia bereitet, mit ihm Klatschgeschichten auszutauschen, dabei aber geflissentlich und diskret zu verbergen, woher sie selbst diese Informationen beziehen. Das trifft auch auf Brunettis Sekretärin Elettra zu, die das Passwort zum Computer des Standesamtes besitzt, aber keinesfalls sagen will, wie sie daran gekommen ist. Offenbar haben venezianische Frauen ebenso ihr Informationsnetzwerk wie die Polizei.

Einen der Höhepunkte von Linderts Vortragskunst bildet der letzte Dialog des Buches. Ohne sich vorzustellen, über gibt Brunetti dem Religionslehrer seiner Tochter, dem Pater Don Luciano, sein Versetzungsschreiben, das direkt vom Patriarchen Venedigs kommt. Aber nicht eine weitere Pfarrei ist sein Bestimmungsort, sondern eine einsame Gefängnisinsel für Schwerverbrecher. Zunächst reagiert Luciano mit Unverständnis, dann mit Protest, bevor er zu Jammern und Wüten übergeht. Doch anders als Signora Lerini geht Luciano nicht auf Brunetti los, der die ganze Zeit – etwa eine Viertelstunde – mit aller Macht an sich hält. Schließlich hat er es mit einem Mann zu tun, der kleine Mädchen missbraucht hat, von denen sich eines umbrachte, weil ihm niemand glauben wollte, was sie über Luciano erzählte. Die Versetzung ist das Werk von Brunettis Schwiegervater. Der Graf hat einen erstaunlich langen Arm, findet Brunetti.

Unterm Strich

Der sechste Fall führt Commissario Brunetti in das religiöse Unterholz der italienischen Gesellschaft, die sich anno 1997 sich noch stärker als heute zur Herrschaft und den Lehren der katholischen Kirche bekannte. Und seitdem der Papst zum Popstar geworden ist, dürfte der Einfluss des Vatikans eher zu- als abgenommen haben. Dabei haben seine Botschaften sich nur selten permissiv mit den Problemen der Frauen – Schwangerschaft, Verhütung, Abtreibung und vor allem Aids – auseinander gesetzt, sondern sind stets reaktionär geblieben.

Was Brunetti in der Lagunenstadt an Machenschaften vorfindet, wird der deutsche Leser nicht ohne weiteres auf seine heimatlichen Verhätlnisse übertragen können. Dennoch bleibt Brunettis Fall sehr interessant. Und unterhaltsam und spannend ist er allemal. Zwar ist Brunetti beileibe kein Wallander oder van Veeteren, aber das macht ihn uns so sympathisch. Er ist ein guter Vater, Gatte und Polizeibeamter, auch wenn er seine Fehler hat. Die zählt er sogar selbst auf.

Am Schluss, wenn es hart auf hart kommt, wird er selbst zum Opfer – und wieder sieht es wie ein Unfall aus. Wir können amüsiert darüber schmunzeln, wenn er phantasiert, wie schön es doch wäre, wenn er die vier Stockwerke in sein Büro nicht hochsteigen müsste, sondern einfach emporfliegen könnte. Dass seine Phantastereien einen ernsten Grund haben, kapieren weder Patta noch Elttra, sondern lediglich der Kollege Vianello. Da bleibt dem Leser bzw. Hörer das Lachen im Halse stecken. Aber die Szene zeigt, wie virtuos die Autorin es versteht, mit den Gefühlen ihres Publikums zu spielen.

Eine ungekürzte Lesung wie diese ist ein hartes und langes Stück Arbeit. Normalerweise. Nicht so bei Linderts Vortrag. Da wird Arbeit zum Vergnügen. Zum Vergnügen, einer Stimme zu lauschen, die die Figuren und die Stimmung der jeweiligen Umgebung zum Leben erweckt. Und dieses Vergnügen des Hörens spiegelt sich in Linderts Vergnügen, ja, seiner Lust daran, dies mit seinem Sprechorgan zu Wege zu bringen. Es ist, als betrachte er es als sein Privileg, einen so schönen und spannenden Text vortragen zu dürfen. Diese Freude hört man ihm an. Daher ist es ein doppelter Verlust, dass er im Jahr 2005 für immer verstummt ist.

Originaltitel: Quietly in their sleep, 1997
Aus dem US-Englischen übersetzt von Monika Elwenspoek
497 Minuten auf 7 CDs

http://www.sprechendebuecher.de/

Ingrid Noll – Stich für Stich. Erzählungen (Lesung)

Der Noll-Faktor: spannend, kurios, amüsant, makaber

Das Hörbuch umfasst fünf „schlimme“ Geschichten, die entgegen der Erwartung, die man an Noll-Storys hat, nicht immer mit dem Ableben eines Beteiligten enden. Fünf Protagonisten – eine Domina, eine virtuose Stickerin, eine blonde Krankenschwester, die alle Klischees erfüllt, die Ehefrau eines passionierten Anglers, die verheiratete Ärztin mit der Hundedame. Fünf überraschende Wendungen – auch wenn man „seine“ Ingrid Noll schon kennt.

Die Autorin

Ingrid Noll wurde 1935 in Schanghai geboren, also kurz vor der japanischen Invasion, und studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Nachdem ihre drei erwachsenen Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie, Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt Bestseller wurden. „Die Häupter meiner Lieben“ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet, und „Kalt ist der Abendhauch“ sowie „Die Apothekerin“ wurden verfilmt.

Weitere Noll-Hörbücher:
– Die Häupter meiner Lieben
– Die Apothekerin (verfilmt)
– Kalt ist der Abendhauch (verfilmt)
– Selige Witwen
– Die Sekretärin
– Der Hahn ist tot

Die Sprecherin

Ursula Illert, 1946 in der Nähe von Frankfurt/M. geboren und aufgewachsen, ist eine Schauspielerin mit Erfahrung bei Theater, Funk und Fernsehen. Als passionierte Sprecherin hat sie für |Steinbach Sprechende Bücher| bereits zahlreiche Hörbücher gelesen. Ihre Begeisterung gilt Lesungen mit musikalischer Begleitung vor Publikum.

Handlung der 5 Erzählungen

1) Ein milder Stern herniederlacht

Eine Domina setzt sich mit 37 zur Reihe und verkauft all ihre Accessoires und Möbel – für ihre „Sklaven“ eine echte Überraschung. Drei Wochen später ist sie mit Oliver verheiratet, der sich schon auf das gemeinsame Kind freut. Mit dem drögen, anstrengenden Leben als Hausmütterchen werde sie schon zurechtkommen. Denkt sie. Denn Oliver weiß natürlich nichts von ihrem anrüchigen Vorleben.

Just im schönsten Moment in ihrem neuen Leben, beim Abendessen zu Weihnachten, klingelt es an der Tür und eine Gestalt der Vergangenheit verlangt ihr Recht: Georg, der Bankier, ist einer ihrer früheren „Sklaven“ und hat wegen Urlaub noch nicht mitgekriegt, dass sie aus dem Gewerbe ausgestiegen ist. Er verlangt hartnäckig sein Recht auf eine fachgerechte Demütigung.

Da die Ex-Domina nicht mit der Wahrheit über Gregors Verhältnis zu ihr herausplatzen kann, dauert es eine ganze Weile, bis Oliver die Sache endlich kapiert. Dann jedoch handelt er konsequent: Georg wird angekettet und darf den Abwasch machen. Ein weiterer „Sklave“ muss mit Demütigung versorgt werden: Er darf das Auto blitzblank schrubben. Schon bald finden sich jede Menge Haushaltsarbeiten, die es zu erledigen gilt, und der Haushalt ist endlich auf Vordermann gebracht.

Es gibt nur ein winziges Problem: Wie erklärt man den Familien der Sklaven ihr allzu langes Fernbleiben vom trauten Weihnachtsabendfeiern? Geniale Idee: Man inszeniert einen Frontalzusammenstoß der Autos, so dass man auch noch die Versicherung abzocken kann. Bei diesem im Schnee inszenierten Manöver geht leider etwas mächtig schief …

2) Stich für Stich

Das Geschlecht der Person, die ihre Geschichte erzählt, bleibt bis zuletzt unklar, denn darin besteht ja der Clou. Die Person liebt es schon seit ihrem 17. Lebensjahr zu sticken. Damals lag sie lange Zeit mit Hepatitis im Bett und musste ruhen. Ihre Mutter brachte ihr das Sticken bei und fortan stickte sie, was der Faden hergab: Deckchen, Brieftaschen, eine komplette Gemäldegalerie klassischer Meister.

Bis zu jenem verhängnisvollen Tag, da die Person bei einem Schwächeanfall im Supermarkt umkippt und ihr der Arzt eine Kneipp-Kur in Bad Wörishofen verordnet. Gesagt, getan. Man findet einen Kurschatten, eine echte Freundin: Gunda Mortensen. Nach dem Abschied setzt ein Briefwechsel die Freundschaft fort.

Der freudige Tag naht, da Gunda unsere Hauptfigur in ihren eigenen vier Wänden besuchen wird, wo auf sie eine handfeste Überraschung wartet. Nein, die Stickereien habe keineswegs die werte Frau Mutter gefertigt, sondern seien alle selbstgemacht. Langes Schweigen. Danach kommt Gunda nie wieder … Schade, ein solches Talent links liegen zu lassen.

3) Die blaurote Luftmatratze

In der Privatklinik für psychosomatische Krankheiten hat sich eine Krankenschwester – nennen wir sie Isolde – in einen besonderen Patienten verliebt, den sie gerne Tristan nennt. Wie sie steht er auf altmodische Luftmatratzen, denn darauf liegt er gerne im schönen Park der Klinik. Sie nennt ihn aber auch den „Schlangenmenschen“, denn er sagt, er habe eine Phobie vor Schlangen. Sie fragt ihn, wie es dazu gekommen sei. Ach, das sei nur ein Vorwand, um in Ruhe gelassen zu werden, meint er.

Mit 24 sei er Privatdetektiv geworden und wurde von der deutschen Textilindustrie damit beauftragt, die Herkunft von besonders schönen Pullovern etc. festzustellen, die zu Dumpingpreisen angeboten wurden. Folglich blieben die deutschen Fabrikanten auf ihren Erzeugnissen sitzen.

Er flog nach Hongkong und entdeckte eine Spur, die ins Innere Asiens führte. Er versteckte sich auf einem LKW und fuhr dort zwei Wochen lang mit, denn obwohl ihn die Fahrer entdeckten, blieben sie freundlich. Und so gelangte er in eine tropische Region, in der eine versteckte Anlage von Männern in weißen Kitteln geleitet wurde. Lügen erwies sich als zwecklos, daher rückte er mit der Wahrheit heraus.

Statt ihn wegzuschicken, weil er spionierte, zeigten ihm die Männer voller Stolz ihre Anlage. Aber wo kamen die fabulösen Strickwaren her? Nirgendwo waren Strickmaschinen zu sehen. Da wies einer der Forscher ins Zentrum der weitläufigen Anlage, wo mehrere große Bäume standen. Und in den Bäumen befanden sich große Schlangen. Und jede Schlange strickte, was das Zeug hielt: Pullover, Westen, Schals, in allen Farben. Ja, er durfte sich sogar einen eigenen Pulloverentwurf wünschen.

Der Oberarzt glaubt natürlich kein Wort von diesem Garn. Professor Higgins wird von den gespannt lauschenden Patienten indigniert weggeschickt. Doch in der folgenden Nacht will Schwester Isolde die Wahrheit über den „Schlangenmenschen“ herausfinden und schleicht sich zu seiner Tür …

4) Fisherman’s Friend

Als sie 17, dumm und noch unschuldig war, lernte sie bei einer Fischerparty Eugen kennen, heiratete ihn mit 18 und wurde mit 19 Mutter von Jonas. Als Ladenbesitzer konnte ihr Eugen, der mittlerweile auf die 40 zuging, zwar ein Leben in Wohlstand bieten, doch sie erfuhr mit dem passionierten Angler weder Freude noch Liebe.

Da ist Uli schon ein ganz anderer Typ. Der Textilingenieur ist jung, gut aussehend und lustig. Sie verliebt sich sofort in ihn und hat eine Affäre. Sie überlegt, dass sie mit Eugens Erbschaft ziemlich angenehm mit Uli leben könnte. Ihren zielstrebigen Plan setzt sie in mehreren Phasen um, an deren Ziel sie und Uli Eugens Unfalltod beschließen. So weit, so gut. Doch der Plan sieht nicht vor, dass Uli und Eugen gute Kumpels werden und gemeinsam Angeln gehen!

Wütend und frustriert greift sie zur Selbsthilfe. Das unverdächtige Mordinstrument: selbstgemachte Frikadellen aus Fischpaste, in die sie ein paar Gräten platziert. Das funktioniert auch ganz hervorragend, allerdings mit einem ganz anderen Opfer als vorgesehen. Nach dem nächsten Angelwochenende berichtet die Zeitung von einem tot am See aufgefundenen Förster …

Monate vergehen, niemand wird festgenommen, doch die Affäre mit Uli endet. Da ruft die Witwe des Försters an und bittet um ein Treffen. Au weia, der Fluch der bösen Tat, denkt unsere Heldin und ist auf das Schlimmste gefasst. Zu ihrer Verwunderung bedankt sich jedoch Adelheid herzlich für die Tat. Sie erklärt, wie sie die Wahrheit herausgefunden habe und dass sie nun herrlich von der Erbschaft leben könne. Ob sie sich nicht erkenntlich zeigen könne?

Der Plan ist ganz einfach. Und tatsächlich hat Eugen diesmal keine Chance, der Falle zu entgehen.

5) Der gelbe Macho

Sie ist eine gefühl- und fantasievolle Ärztin, ihr Mann Oswald ein eher prosaischer Typ. Sie holt aus dem Tierheim einen Hund, der sehr anhänglich wird und sich als sehr klug erweist: Klara. Über ihre Spaziergänge lernt die Ärztin einen anderen Hundehalter kennen: Der junge Jens hat einen gelben Hund namens Macho. „Macho ist spanisch und bedeutet männliches Tier“, erklärt er. Macho und Klara werden unzertrennliche Freunde. Zwischen der Ärztin und Jens klappt es nicht gleich, denn erstens ist sie verheiratet, und zweitens hat er eine Freundin.

Aber sie merkt bald, dass sie Jens liebt, und die schlaue Klara merkt das auch. Sie beißt ihr Herrchen Oswald und gehorcht ihm nur noch widerwillig. Bei einer Abi-Party tanzt die Ärztin wild mit Jens und küsst ihn. Welch ein feinfühliger Mann: Er will nach dem Abi Psychologie studieren. Nachts darf Klara ins Bettchen von Frauchen, und Oswald muss im Arbeitszimmer schlafen.

Danach nimmt die Natur unaufhaltsam ihren Lauf. Klara wird läufig, und Macho muss weggesperrt werden. Doch während eines Schäferstündchens mit Jens vergeht die Zeit wie im Flug, und wer denkt da schon an die Hunde? Das Ergebnis der doppelten Liebesnacht ist schon nach wenigen Monaten zu besichtigen: Mischlinge.

Mein Eindruck

Im Grunde folgt nur eine einzige dieser fünf Erzählungen dem klassischen Muster, dass dem Schicksal „nachgeholfen“ und ein Mann geopfert wird – aber dies natürlich in unnachahmlicher Noll-Manier. Die anderen Geschichten fallen ziemlich aus diesem Rahmen und lassen sich wohl eher unter der Bezeichnung „ironisch erzählte Kuriosa“ zusammenfassen.

Unter diesen vier Geschichten hat mir jene mit den spinnenden und strickenden Schlangen auf den Bäumen am besten gefallen. Sie ist so wunderbar schrullig und doch unglaublich detailreich ausgeschmückt. Natürlich ist kein Wort davon wahr, würde jetzt Prof. Higgins wie in „My Fair Lady“ knurren. Aber hat das jemals passionierte Geschichtenerzähler und -lauscher gestört? Natürlich nicht. (Übrigens scheint dies eine der Storys zu sein, die seinerzeit für die „Süddeutsche Zeitung“ über „Die blaurote Matratze“ geschrieben wurden.)

Es ist ein wenig auffällig, welch eine bedeutende Rolle Erotik in diesen Storys spielt. Dass eine Ex-Domina ihre Ex-Sklaven wieder einspannt, ist ein netter Einfall. Doch dass auch der Ex-Domina-Mann der Sache auf pragmatische Weise einige positive Seiten abgewinnen kann, ist der typische Noll-Schlenker, der die Sache erst richtig interessant macht. Womit es natürlich nicht sein Bewenden haben kann.

Eine ganz andere Seite der Erotik zeigt sich in „Der gelbe Macho“. Hier kommt die Liebe sozusagen auf den Hund, um es mal flapsig zu sagen. Doch der Hund – gemeint ist die schlaue Klara – trägt viel dazu bei, der Liebe Gelegenheit zu machen, indem sie Herrchen Oswald auf Abstand hält. Der Hund ist doch der beste Freund des Menschen.

Die Sprecherin

Ursula Illert kann sich sehr gut in die Lage der weiblichen Protagonisten hineinversetzen. Mit Verve trägt sie ihre Geschichten vor, mit deutlicher Aussprache und der Betonung auf die richtigen Stellen. Allerdings ist die letzte Geschichte wegen der immerhin fünf Akteure so vertrackt, dass man sie vielleicht noch einmal anhören sollte.

Unterm Strich

Bis auf eine eher konventionelle – und daher umso willkommenere – Geschichte („Fisherman’s Friend“) wissen die fünf Beiträge in dieser Sammlung mehr durch ihre Schrulligkeit zu amüsieren als durch Spannung zu fesseln. Das macht aber nichts, denn der typische Noll-Faktor ist durchweg gegeben: eine ungewöhnliche, zuweilen makabre und augenzwinkernde Note ist stets eingeflochten. Ich kann nur hoffen, nicht zu viel verraten zu haben – und um Vergebung für meine Sünden zu bitten, falls ich es doch getan habe.

Die Sprecherin bringt die Erzählungen voll zur Geltung und beeinträchtigt die Botschaft der Autorin in keiner Weise. Das Hörbuch kann einem Zuhörer durchaus einen schönen Nachmittag bereiten.

120 Minuten auf 2 CDs
steinbach sprechende bücher

Ingrid Noll – Die Sekretärin. Erzählungen (Lesung)

Rache ist süß. Ob Sekretärin, Putzfrau oder Hausfrau, wenn sie zu sehr gedemütigt werden und ihnen der Kragen platzt, dann zahlen sie es ihren Chefs, ihren Herrschaften, ihren Pantoffelhelden heim. (Verlagsinfo)

Die Buchvorlage erschien im Jahr 2000 im Diogenes-Verlag.

Die Autorin

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Gerard Donovan – Der Rächer aus den Wäldern

Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss … (Verleihinfo)

Der Autor

Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie und Germanistik in Irland, arbeitete in einer bayerischen Käsefabrik, studierte klassische Gitarre in Dublin und trat als Musiker mit Schwerpunkt J. S. Bach auf. Er veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane und wurde mit dem „Kerry Group Irish Fiction Award“ ausgezeichnet.

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Deon Meyer – Countdown in Kapstadt: Jagd auf Leben und Tod

5 Uhr 36: Ein Telefonanruf reißt Inspector Benny Griessel aus dem Schlaf: Eine junge Amerikanerin ist ermordet aufgefunden worden, eine andere wird durch die Stadt gejagt, und eine berühmte Sängerin hat offenbar ihren Mann erschossen. Und dann ruft auch noch seine Frau an. Sie will ihn treffen und ihm sagen, wie es mit ihnen weitergehen kann. Bennie Griessel hat dreizehn Stunden, die Morde aufzuklären – und sein Leben wieder in Ordnung zu bringen. (bearbeitete Verlagsinfo)

Der Autor

Deon Meyer, Jahrgang 1958, gilt als einer der erfolgreichsten Krimiautoren Südafrikas. Er begann als Journalist zu schreiben und veröffentlichte 1994 seinen ersten Roman. Mit seiner Frau und vier Kindern lebt er in Melkbosstrand. „Das Herz des Jäger“ wurde mit dem ATKV Prose Prize ausgezeichnet, einem begehrten südafrikanischen Literaturpreis. In den USA wurde der Roman zu den zehn besten Thrillern des Jahres ernannt. Zeitgleich erschien im Aufbau Taschenbuch Verlag sein Roman „Der traurige Polizist“. Mehr unter www.deonmeyer.com.

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Arne Dahl – Tiefer Schmerz

Packend und vielschichtig: Angriff der Rachegöttinnen

Ein Zuhälter dient im Tierpark von Stockholm den Vielfraßen als Futter, ein arabischer Handy-Dieb wird auf den Schienen einer U-Bahn-Station zerstückelt und einem ehemaligen KZ-Häftling wird ein Draht in die Schläfe gestoßen … Diese eher privaten Lebensläufe verknüpft der Autor mit globalen Problemen, so dass sich mehr ergibt als „nur“ eine Kriminalgeschichte.

_Der Autor_

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Rafik Schami – Märchen aus Malula

„Märchen aus Malula“ ist eine Auswahl von sechs Erzählungen, die seit vielen Generationen in Rafik Schamis Heimatdorf Malula in Syrien erzählt werden. Wenngleich sie auch inhaltlich sehr unterschiedlich sein mögen, verbindet alle sechs Märchen eine ähnliche moralische Botschaft. Auf verschiedenste Weise beschäftigen sich die Erzählungen mit den Vorstellungen von Gerechtigkeit und von Respekt und Dankbarkeit gegenüber Mitmenschen.

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