Dem Ingeniör ist nichts zu schwör (LTB Enten-Edition 54)

Die Verlagsinfo:

Seine Berufung wurde Daniel Düsentrieb, zeitlebens größter Tüftler und Erfinder Entenhausens, quasi schon in die Wiege gelegt. Seit Kindesbeinen an wird Entdeckt und Gebastelt was die heimische Werkstatt hergibt. Mittlerweile ist Herr Düsentrieb geprüfter Diplom-Ingenieur und die Historie seiner Erfindungen kann sich wahrlich sehen lassen. Darunter ist zum Beispiel der 3-D-PI-Drucker, mit dem man seine Einkäufe bequem Zuhause ausdrucken kann. Den großen Reibach mit solch einer grandiosen Erfindung macht aber selbstverständlich Onkel Dagobert und auch die Freude über den Erfolg ist nur von kurzer Dauer. Die Panzerknacker benutzen den 3-D-PI für ihre eigenen Zwecke. Allerhöchste Zeit, dass sich Daniel Düsentrieb etwas einfallen lässt!

Was gibts in diesem Band zu sehen?

Elf Geschichten von und mit dem (auf jeden Fall bei mir) beliebtesten Erfinder Entenhausens. Wobei sieben davon bei uns noch nicht erschienen sind und vier aus der schier unerschöpflichen LTB-Konserve stammen, aus der im Grunde alle diese Storys kommen.

Verwirrt haben mich allerdings die Angaben, wann welche Geschichte erfunden und/oder das erste Mal bei uns veröffentlicht wurde. Vor dem KLEINEN STÖRENFRIED steht zum Beispiel, dass die Story 2014 „created“ wurde. Abgedruckt war sie aber bereits 2004 im LTB 328. Kein Einzelfall im Übrigen.

Dabei ist dieser 65. Genie-Geburtstag nicht der erste Anlass für eine eigene Sonderausgabe gewesen. Bereits zum 50. gabs eine Jubi-Edition … gleichen Namens. Und, man ahnt es schon … auch die im April 2017 veröffentlichte Erfinder-Hardcoverausgabe des Verlags trug den gleichen Titel. Da können wir uns schon denken, wie wohl das Buch zum 75. Geburtstag heißen wird …

„Die Schattenseiten des Ruhms“ (created 2005, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

Tja, da gibt der berühmte Erfinder mal ein Interview und schon ufert die Popularität aus … aber so richtig. Der Ruhm wächst ihm über den Kopf und schon kommt er aus der ganzen Nummer nicht mehr raus. Aber Phantomias kann helfen!

„Der sensationelle 3-D-PI“ (created 2014, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

Daniel Düsentrieb erfindet einen 3D-Drucker, der so erfolgreich von Onkel Dagobert vermarktet wird, dass die Kasse nur so klingelt. Auch die Panzerknackerbande bekommt Wind davon, entwickelt ihren eigenen, perfiden Plan und nutzt die Erfindung für ihre eigenen Zwecke.

Alles allerdings extrem weit hergeholt und nur mit zwei zugekniffenen Augen von ganz unbedarften Lesern der ganz jungen Leserschaft durchzuwinken.

„Ein kleiner Störenfried“ (created 2014, bei uns erschienen im LTB 328 von 2004)

Bei Daniel Düsentrieb sorgt eine kleine Maus für reichlich Trubel. Die frisst nämlich keinen Käse, sondern knabbert am liebsten Kabel … durch. Erst ist sie der Bösewicht der Geschichte, doch dann wendet sich das Blatt …

„Den Kopf in den Sternen“ (created 1996, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

… und das Herz auf Wolke 7. Daniel Düsentrieb wäre mal fast verlobt gewesen? Wer hätte das gedacht? Daisy Duck auf jeden Fall nicht. Und so sieht sie eine Gelegenheit den tanzphobischen Erfinder doch aufs Parkett des Wohltätigkeitsbasars zu bekommen …

„Der Lohn der Arbeit“ (created 1997, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

… eines Erfinders ist Anerkennung? Na ja … schön ist die ja, aber sie bringt kein Brot auf den Tisch. Und wenn keiner seiner Kunden bezahlt, muss sich unser Erfinder einen anderen Job suchen. Das probiert er hier auch mehrfach, aber irgendwie klappt das alles nicht so. Am Ende rettet ihn aber eine seiner Erfindungen.

„Ein Nachwuchsgenie“ (created 1997, bei uns erschienen im LTB 224 von 1996)

Nicht nur Donald hat Neffen, auch Daniel Düsentrieb hat (mindestens) einen. Der scheint aber fürs Erfinden so gar kein Talent zu haben … und irgendwie auch für nichts anderes. Es ist fast zum Verzweifeln, denn auch Donalds Neffen können ihm keinen Geniestreich entlocken. Aber dann kommt seine … Stern-Stunde!

„Traumziel: 2. Platz“ (created 2014, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

Eigentlich wollen wir doch immer alle Erster werden. Daniel Düsentrieb aber so gar nicht. Warum er beim Erfinderwettbewerb nicht ganz oben auf dem Treppchen stehen will und was er alles anstellt, damit das auch bestimmt nicht passiert, das erleben wir in dieser Geschichte.

„Stress steckt an“ (created 1996, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

Daniel Düsentrieb hat ’nen Burnout … und selbst das Lesen des ersten Teils dieser Geschichte ist reiner Stress. Was für eine Hektik der Erfinder entwickelt, du meine Güte. Da hilft nur ein harter Schnitt und Ausspannen. Dass er das nicht lange durchhält, war klar, oder?

„Rollentausch“ (created 2007, bei uns erschienen im LTB 370 von 2007)

Was passiert, wenn Daniel Düsentrieb und Dagobert Duck die Körper tauschen? Eine Menge! Wie die beiden damit klarkommen und was sie mit ihren neuen, umgedrehten Berufen anfangen, das sehen wir hier.

„Helferleins Geburtstag“ (created 1994, deutsche Erstveröffentlichung 2017)

Alles Gute, du olle Glühlampe … aber, wieso gibts eigentlich nur ein einziges Helferlein? Wäre dem Erfinder nicht noch mehr geholfen, wenn er sich eine ganze Schar davon konstruiert, die dann für ihn sein Werk vollenden?

Die Herstellung wäre vielleicht nicht so einfach, denn Helferlein ist eher per Zufall intelligent geworden. Und wie sich das zugetragen hat, davon erzählt uns sein Erfinder in einem langen Rückblick.

„Die neue Eiszeit“ (created 1977, bei uns erschienen im LTB 133 von 1989)

Ski und Rodel sind gar nicht gut, wenns keinen Schnee hat. Und deshalb erfindet Daniel Düsentrieb etwas. Nein, keine Schneekanone, das wäre zu einfach und zu schnell gegangen!

Was aber, wenns auf einmal gar nicht mehr aufhört zu schneien? Tja, da muss er wohl noch mal was erfinden …

Mein Fazit:

Elf unterschiedliche, turbulente und abwechslungsreiche Geschichten, bei denen unser Erfinder Daniel Düsentrieb im Mittelpunkt steht. Meist ists eine einfache Prämisse, die ein wenig aufgeblasen wird, und so für einige Seiten für gute Unterhaltung sorgt. Hier und da muss man ein bis zwei Augen zudrücken, denn auf die Goldwaage (von Onkel Dagobert) darf man hier nix legen.

Und das soll man auch nicht, denn so wie sie sind, bieten die Geschichten prima Leserbespaßung. Leichte Kost für alle Altersgruppen, die schön bebildert ist.

Wann allerdings jetzt welche der Geschichten wirklich erfunden und veröffentlicht wurde, das habe ich nicht so ganz verstanden.

Taschenbuch: 336 Seiten
ISBN-13: 978-3841321541

www.ehapa.de

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