Die drei ??? und der Hexengarten (Band 183)

Die Handlung:

„Die drei ???“ sollen gegen Geisterpflanzen ermitteln? Zunächst hält Peter den Auftrag seines Schulkameraden Jesse für einen Scherz. Doch der meint es ernst – denn das mysteriöse Leuchten und die körperlosen Stimmen im Gewächshaus eines benachbarten Anwesens seien echt. Als Jesses Schwester behauptet, das Anwesen gehöre einer Hexenfamilie, werden die Detektive hellhörig … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Die Pflanze auf dem Titelbild erinnert mich extrem an das Monster aus LITTLE SHOP OF HORRORS und ich erwarte jede Sekunde ein markerschütterndes „Feeeeeed meeeee!“ … zum Glück kommt da keins … hoffentlich … ich lese besser ganz schnell … man kann ja nie wissen …

Aber, wir haben ja noch gar kein Halloween und bei den Jungdetektiven ists auch schon November, wie gruselig kann der Fall denn da werden? Justus findets schon gruselig genug, dass er sich mit dem Fahrrad zum neuen Auftraggeber quälen muss, welch eine Folter! Da bleibt Zeit genug, um auf der Reise etwas über Botanik und die durchaus interessanten Eigenheiten einiger Pflanzengattungen zu lernen … wer weiß, wozus der Leser mal brauchen wird?

Da dies ein „Der Fall geht schon auf der ersten Seite los“-Abenteuer ist, wissen wir recht schnell, worums dem Auftraggeber geht: Seltsame Pflanzen, Hexen, die eine Gärtnerei betreiben, Gewächshäuser, in denen es spukt. Ok … aber … was solls, wenns niemand anderen belästigt oder gar jemand zu Schaden gekommen ist? Sollen „Bibi und Tina“ vom Nachbaranwesen doch machen, was sie wollen! Außer, sie verwandeln wirklich Menschen in Pflanzen … wovon nicht auszugehen ist … Klingt interessant genug, um mal nach dem Unrechten zu schauen? Die Jungs finden schon.

Und bevor der Leser die Augen verdrehen kann, wirds tatsächlich interessant, merkwürdig und so langsam auch spannend, denn wir begegnen gleichzeitig einem Pflanzenwesen und einem Wolfswesen. Tarnung, Täuschung, Tücke oder Verkleidung mit Hintergedanken? Und wohin ist denn die Autorin verschwunden, die gerade erst „durch die Blume“ über ihre Hexenschwesternachbarinnen einen Roman verfasst hatte? Diese und noch einige weitere Fragen … ranken … sich um die Schwestern und die Gewächshäuser mit den seltenen Pflanzen darin.

Aber, wir haben es geahnt … am Ende ist dann doch wieder alles anders als gedacht und vom Klappentext her erwartet. Der Fall fächert sich immer weiter auf, verschachtelt sich weiter, wendet sich und neue Charaktere treten ins Ermittlungsfadenkreuz der Jungdetektive. Dabei wirds auch mal wieder gefährlich, denn manchmal sind die Jungs ein wenig übereifrig. Aber zum Glück haben sie ja Handys …

Die Autorin:

Kari Erlhoff lebt in Schleswig-Holstein und arbeitet unter zahlreichen Pseudonymen als freie Autorin und Redakteurin. Wenn sie nicht gerade dabei ist, die drei ??? in schwierige Situationen zu bringen, schreibt sie Jugendbücher, Hörspielskripte, ratlose Ratgeber und Einkaufszettel. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Was im Hexengarten und wem so alles blüht, wer hier wirklich zaubern kann und was die Nachbarskinder tatsächlich gesehen haben, all das und viel mehr erfahren wir zusammen mit den Jungs aus Rocky Beach, während wir diesen Fall abrecherchieren. Dabei fühlte sich einiges für mich ein wenig künstlich und reißbrettig durchgeplant an, aber es geht alles auf und alles passt am Ende doch zusammen und wird rund abgeschlossen.

Im Dunkeln erhöht sich bei diesem Abenteuer der Gruselfaktor mit Sicherheit, also ist den ganz Mutigen beim Lesen gedimmtes Licht oder ein flackerndes Lagerfeuer bei Nacht zu empfehlen.

Laminierter Pappband: 144 Seiten
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
ISBN-13: 978-3440142332

www.kosmos.de

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