Schlagwort-Archive: Berlin

Theodor Fontane und Dorota Wünsch – Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Marcel Reich-Ranicki hat die Ballade in seinen Kanon der deutschen Literatur aufgenommen. In vielen Schulen ist sie Teil des Unterrichts und somit ist es nur folgerichtig, dass Theodor Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ auch Teil der Reihe „Poesie für Kinder“ des Kindermann-Verlags Berlin geworden ist. 2016 erschienen, gibt es seit 2018 schon die zweite Ausgabe des großformatigen Buches, das für Kinder ab sechs Jahren empfohlen wird.

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[NEWS] STEFAN HOLTKÖTTER – Todeskabinett

Mord in der Hauptstadt: „Todeskabinett“ von Stefan Holtkötter erscheint bei Piper.

Der Berliner Innensenator wird im Grunewald tot in seinem Auto aufgefunden. Zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus, doch Kommissar Michael Schöne kommen bald Zweifel. Der einflussreiche Politiker starb nur wenige Tage vor der Senatswahl und kurz nachdem bekannt wurde, dass er in einen Korruptionsskandal verwickelt war. Als dann auch noch ein Augenzeuge auftaucht, der behauptet, eine dunkle Gestalt vom Unfallort flüchten gesehen zu haben, spricht zu vieles gegen einen Verkehrsunfall …
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 400 Seiten

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Nicola Karlsson – Tessa

Berlin, Berlin! Die deutsche Hauptstadt ist bekannt für seine Partys, seine Clubs, das Nachtleben. Doch sie hat auch ihre Schattenseiten. Menschen, für die das Partyleben zu viel wird, die sich darin verlieren oder verloren gehen. In ihrem Debütroman „Tessa“ beschreibt die Berlinerin Nicola Karlsson genau diese Situation.

Hauptfigur Tessa hat früher als Model gearbeitet, doch das war einmal. Jetzt lebt sie in den Tag hinein, geht jeden Abend aus, betrinkt sich. Sie versucht, eine Beziehung mit Nick zu führen, aber er entzieht sich ihr. Sie lernt andere Männer kennen, aber auch sie können ihr nicht die Liebe geben, die sie braucht. Und dann ist da noch der Alkohol. Und die Drogen. Und die Tabletten, die ihr die Ärztin verschrieben hat.

Liest man die Inhaltsangabe für „Tessa“, bekommt man den Eindruck, es handelt sich um ein weiteres Buch, in dem ein junges, hübsches Großstadtmädchen mit leerem Blick durchs Leben taumelt. Tatsächlich ist die Handlung, wie erwartet, mehr eine Aneinanderreihung von Ereignissen als eine Spannungskurve. Dass das Buch trotzdem so gut funktioniert, ist Karlssons Erzähltalent geschuldet.

Der Schreibstil ist einfach und klar. Karlsson setzt auf kurze, aussagekräftige Hauptsätze. Sie benutzt einen simplen, aber nie niveaulosen Wortschatz. Slangausdrücke kommen selten vor, hochgestochene Fremdwörter  ebenfalls nicht. Der Schreibstil hat etwas von Singsang, entfaltet aber nach einigen Seiten einen ausgesprochenen Charme. Zum einen liest sich das Buch dadurch sehr flüssig. Zum anderen passt der Erzählstil perfekt zur Hauptperson.
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[NEWS] VEIT ETZOLD – Seelenangst

Hochspannung bei Bastei Lübbe: „Seelenangst“ von Veit Etzold.

Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, hat gerade die Folgen ihrer Hetzjagd auf den Serienkiller „Der Namenlose“ verkraftet, als die Hauptstadt von einer neuen, noch perfideren Mordserie erschüttert wird. Ein Mann, der sich „Der Drache“ nennt, ist von einer grausamen Mission erfüllt: Er tötet Menschen, die nur nach außen hin eine vorbildliche gesellschaftliche Funktion ausüben. Und mit seinem satanistischen Hintergrund, seiner absoluten Besessenheit weist er Clara den Weg nach Rom: zum Chef-Exorzisten des Vatikans…
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 416 Seiten

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Dava Sobel – Die Planeten

Sachlich und poetisch zugleich bringt uns Dava Sobel die Planeten unseres Sonnensystems (plus Sonne und Erdmond) nahe. Nicht wissenschaftliche Vollständigkeit ist das Ziel, sondern der neue Blick auf scheinbar Bekanntes. Sobel macht deutlich, dass neben dem naturwissenschaftlich erfassbaren Sonnensystem gleichwertig jenes Sonnensystem steht, das der Mensch sich in seiner Kunst, seiner Literatur, in seinen Mythen und in seinen Religionen schafft. Sie legt in eleganter, doch verständlicher Sprache schwierige Sachverhalte anschaulich dar und beschert uns eine ungewöhnliche Mischung aus Sachbuch und Gedankenspiel.
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Tom Standage – Die Akte Neptun. Die abenteuerliche Geschichte der Entdeckung des 8. Planeten

Die Suche nach dem profitablen Gral

Am 13. März 1781 entdeckt der Musiklehrer (!) und Hobby-Astronom Friedrich Wilhelm Herschel in seinem selbst gebauten Teleskop am nächtlichen Sternenhimmel über England ein mysteriöses Objekt, das er zunächst als Kometen identifiziert. Wenig später stellt sich heraus, dass ihm ein neuer Planet vor die (selbst geschliffene) Linse geraten ist: Uranus, die Nummer 7 im heimischen Sonnensystem, ist entdeckt.

Ruhm und Ehre prasseln auf Herschel nieder, dazu kommt ein schönes Gehalt, das ihm sein König, selbst ein Anhänger der Himmelskunde, zahlt. Herschel steigt zum Hofastronomen auf und macht sein Hobby zum Beruf. Kein Wunder, dass der wissenschaftliche Nachwuchs Europas neidvoll auf ihn blickt – und auf eine Idee kommt: Wo sich sieben Planeten drehen, gibt es weiter draußen im All womöglich noch mehr! Tom Standage – Die Akte Neptun. Die abenteuerliche Geschichte der Entdeckung des 8. Planeten weiterlesen