Schlagwort-Archive: Mantikore

Larry Niven/Jerry Pournelle – Komet: Der Einschlag

Als sich der Komet Hamner-Brown der Erde nähert, wird dies zunächst als Medienereignis und Neustart für die Raumfahrt gefeiert. Doch der ‚Gast‘ aus dem Kosmos trifft den Planeten und löscht den Großteil der Menschheit aus. In den Ruinen müssen Menschen entscheiden, wie weit sie gehen wollen, um zu überleben … – Auf den Spuren des klassischen Katastrophenromans beginnt die Handlung vor dem Einschlag. Viele Personen werden uns vorgestellt; sie stehen stellvertretend für „die [US-] Menschheit“ vor dem Untergang. Ausführlich und (viel zu) langsam beginnt das Drama, nimmt nach dem „Hammerfall“ Tempo und Drastik auf, um nach der Katastrophe in „Mad-Max“-Drastik zu verebben: Lesefutter mit sämtlichen Klischees des Genres und eigentlich die Idealvorlage für eine TV-Serie. Larry Niven/Jerry Pournelle – Komet: Der Einschlag weiterlesen

Poul Anderson – War of Gods. Krieger des Nordens

Hadding, vertriebener Kronprinz von Dänemark, wächst zu einem gewaltigen Krieger heran, erobert sein Erbe zurück und führt manche Schlacht gegen machtgierige Feinde, wobei die Götter ihm zur Seite stehen oder ihm schaden; eine seltsame Beziehung, die Hadding erst nach seinem Tod aufklären kann … – Autor Anderson nutzt eine vorzeitliche dänische Legende und erzählt sie neu, wobei er den altertümlichen Sprachduktus behutsam übernimmt, inhaltliche Lücken füllt und sich erfolgreich bemüht, den grimmigen, die Macht des Schicksals beschwörenden Stil der Vorlage in einen spannenden Roman zu übertragen. Poul Anderson – War of Gods. Krieger des Nordens weiterlesen

Brian W. Aldiss – Starship. Verloren im Weltraum

Seit Äonen fliegt ein Generationsraumschiff durchs Weltall. Das Ziel ist längst vergessen, die Besatzung in primitive Stämme zerfallen, deren Mitglieder einander bekämpfen. Um dem dumpfen Stillstand zu beenden, begibt sich eine kleine Gruppe auf die gefährliche Suche nach dem legendären „Kapitän“ … – Das Ringen um die eigene Geschichte bzw. Identität im Rahmen einer Weltraumfahrt wird intensiv, d. h. abenteuerlich und düster zugleich dargestellt. Schon in diesem Frühwerk erweist sich Brian W. Aldiss als Meister der Science Fiction, deren Hightech er durch klug erdachte soziale Extrapolationen ergänzt: Im Mittelpunkt steht der Mensch, für den Zukunft hier keineswegs Fortschritt bedeutet. Brian W. Aldiss – Starship. Verloren im Weltraum weiterlesen

Cheryl Bradshaw – Die Heimsuchung von Grayson Manor


In der geerbten Villa geht es um, weshalb die ohnehin hellsichtige Addison versucht, das Rätsel eines offensichtlich ungesühnten Mordes zu lüften. Da sowohl die Geister als auch einige noch lebendige Zeugen des alten Dramas finstere Pläne verfolgen, gerät Addison erwartungsgemäß unter zweiseitigen Druck … – Eher leichtfüßiges Geistergarn, das ideenschwach in den Fußstapfen ähnlicher Mystery-Storys wandelt; obwohl die Hauptfigur ein wandelndes Klischee ist, erspart die Autorin ihr (und den Lesern) allzu ranzige Gaslicht-Romantik und „Mr.-Right“-Gesülze: Lesefutter.
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Robert A. Heinlein – Space Cadet

Matt Dobson zieht es zur „Intergalaktischen Patrouille“. Er durchläuft die harte Ausbildung zum Weltraumkadetten. Während eines Übungsfluges strandet er mit seinen Kameraden auf der Venus, wo sie ihre Kräfte und Fähigkeiten darauf richten müssen, zur Erde zurückzukehren … – Science Fiction-Roman aus einer Epoche, als Männer noch Männer waren bzw. zu solchen geprägt werden sollten. Abgesehen vom plumpen Militarismus ein immer noch lesenswertes, klassisches Weltraum-Abenteuer.
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