Akaza Samamiya – Vogelkäfig Syndrom 01

Inhalt

Tsugumi kommt aus dem weit entfernten Japan an ein mysteriöses Jungeninternat, an dem ein durchtriebenes Spiel stattfindet: Der Kaiser erlässt Freiheiten, kann sie aber auch wieder nehmen, wenn ein Schüler eine Runde nicht besteht. Wer dieser Kaiser ist, ist geheim. Tsugumi muss wählen: Gibt er sich diesem Spiel hin, oder stellt er sich der Macht des Kaisers entgegen? Ein durchtriebener Kampf, um Gerechtigkeit entbrennt, den Tsugumi nur durch seinen Willen und den Glauben an die Freiheit gewinnen kann. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Machtkämpfe, Intrigen und Freundschaften … All das bietet dieser liebevoll gezeichnete und toll erzählte erste Band von Mangaka Akaza Samamiya.

Ein Vogelkäfig und ein Jungeninternat mögen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, doch die Geschichte, die die Autorin erzählt, zeigt auf, dass dem leider doch so ist.

Mit Hilfe unseres Protagonisten Tsugumi werden sensible Themen wie Gruppenzwang, Mutproben, wahre Freundschaften und Selbstbehauptung eindringlich und anschaulich geschildert.

Der japanische Schüler Tsugumi kommt neu an ein Jungeninternat im Ausland (wir erfahren leider noch nicht wo genau). Er ist einerseits schüchtern und hat andererseits einen starken Gerechtigkeitssinn, der ihn manchmal seine Schüchternheit vergessen lässt. Und er hat ein auffälliges äußerliches Merkmal, nämlich rote Augen, weswegen er von anderen Menschen oft gemieden wird. Tsugumi möchte deshalb in dem Internat quasi nochmal von vorne anfangen und mehr Selbstbewusstsein entwickeln. Denn er hat seine Schule in Japan immer als Vogelkäfig empfunden.

Leider entpuppt sich auch die neue Schule als ein solcher und das auf ziemlich perfide Art und Weise. Gleich am ersten Tag wird er in das „Spiel“ verwickelt. Die Aufgaben (kommen Mutproben gleich) für das Spiel stellt der „Kaiser“, welche keineswegs harmlos sind. Denn Resultate des Spieles sind unter anderem Demütigungen anderer Menschen und mutwillige Zerstörung von Eigentum anderer. Obwohl die Spiele oft grausam sind, beteiligen sich die meisten Jungs mehr oder weniger zwangsweise daran. Denn gewinnt man ein Spiel, steigt man im Rang auf und man erhält mehr „Freiheiten“, z. B. Süßes essen zu dürfen. Verliert man ein Spiel, passiert das Gegenteil.

Tsugumi versucht zunächst, nicht weiter in das Spiel hineingezogen zu werden, doch als sein Mitbewohner und neuer Freund Marco seine Hilfe braucht, steigt er wieder ein …

Wir können uns also in den nächsten Bänden darauf freuen, zu erleben wie sich Tsugumi in den Spielen schlagen wird. Und auf noch etwas anderes sollten wir gespannt sein. Nämlich hinter die Identität des geheimen Gönners von Tsugumi zu kommen, der es ihm ermöglicht, dieses Internat zu besuchen.

Fazit:

Der erste Band von „Vogelkäfig Syndrom“ hat mir sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ein toller Manga, der zum Nachdenken anregt.

Taschenbuch: 200 Seiten
ISBN-13: 978-3842012004

www.tokyopop.de

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