Dorian Hunter – Hexensabbat: Reifeprüfung (Folge 29.2)

Die Handlung:

Das Geheimnis um die dunkle Vergangenheit der Hexe Coco Zamis wird gelüftet – im Kreise der Schwarzen Familie findet in Wien eine verhängnisvolle Testamentseröffnung statt … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wenn der erste Teil dieses Zweiteilers „Lehrjahre“ heißt … dann müsste der zweite doch konsequenterweise „Herrenjahre“ heißen … hatte ich mir so gedacht. Tja, vielleicht gibts ja noch eine versteckte CD im Case mit einer gleichnamigen Folge … ne, hab nachgeguckt, gibts nicht. Wie es also nach dieser REIFEPRÜFUNG weitergeht, das werden wir abwarten müssen. Aber erst mal überleben, die Prüfung … das hätte schon was.

Wobei wir ja am Ende der letzten Folge schon eine Prüfung erlebt haben, die nicht so ganz endete wie geplant … zumindest nicht von dem einen und der anderen. Und auf wen ist Coco denn da cliffhangertechnisch am Schluss getroffen?

Das erfahren wir … aber nachdem Coco schon am Ende des ersten Teils ihr eigenes, kleines Stückchen Gruselmusik bekommen hat, spricht sie direkt gleich mal das Intro vom zweiten Teil. Übernimmt Coco jetzt die Serie oder bekommt sie eine eigene? Sind wir vielleicht schon ihrer und haben es nur nicht bemerkt? Und außerdem … déjà vu … wir starten fast genau so wie im ersten Teil … beim Anwalt, der gerade das Testament von Cocos Vater televisionieren will und sich auch diesmal nicht entscheiden kann, ob er dauerhaft wie Yoda aus STAR WARS reden will oder nicht.

Und bevor wir uns noch darüber Gedanken machen, wie viel wir diesmal aus Cocos Kind- und Jugendheit erfahren werden, bekommen wir einen neuen Handlungsfaden spendiert. In dem folgen wir dem stets mürrisch gelaunten, aber immer für einen schwarzhumorigen Spruch guten Dorian Hunter nebst Kollegen nach Wien … wo er auf Coco treffen und es zu einem Showdown kommen könnte. Außerdem erfahren wir noch, was Coco in Wien nachforschen möchte: Wer hat ihre Schwester Vera am Ende des letzten Teils ermordet?

Von matschig saftigen Soundeffekten und Electromusik der 1980er begleitet, erleben wir nun ein Jugendabenteuer in Wien. Die Kleinkinder der letzten Folge haben wir sind zum Glück hinter uns gelassen und blicken dauerhaft der jugendlichen Coco über die Hexenschulter, während sie uns allerlei zur Situation passende Tricks präsentiert und Nachforschungen anstellt. Nebenbei nähert sich im Hier und Jetzt Dorian der österreichischen Hauptstadt und Cocos Erinnerungen werden weiter Stück für Stück zerfetzt.

Die Aufklärung, wer hinter der ganzen Jugend-Coco-Verschwörung steckt, ist interessant umgesetzt und die Spannung steigt stetig. Und als Zeichen dafür, dass der Ausflug in den Kopf von Coco beendet worden zu sein … scheint … hören wir nun das bekannte Hunter-Intro wieder.

Dann gibts noch eine Prise vom Dorian-Handlungsfaden und wir werden in der Kälte zurückgelassen. Ein wenig unbefriedigt, denn die Sache mit der Zwangsehe ist immer noch nicht vom Tisch …

Tracklisting:

01. Der Fluch der Zamis
02. Albtraum
03. Ein unbekannter Helfer
04. Kriegserklärung
05. Leichenräuber
06. Schwache Nerven
07. Ein erster Hinweis
08. Im Gourmand-Gourmet
09. Der Plan
10. Überraschung beim Buffet
11. Das geheime Bündnis
12. In der Lindengasse
13. Ein Verfolger
14. Eine schmerzhafte Überraschung
15. Im Beet
16. In der Kanzlei
17. Eine Leiche
18. Der Kristall
19.. Enthüllung
20. Die Nacht der Wahrheit
21. Auf der Flucht
22. Verliebt
23. Wut
24. Der Hüter
25. Dorian Hunter Theme
26. Kiwibins Worte
27. „Hunter ist weg!“

Die Sprecher und ihre Rollen:

Coco Zamis – als TEENAGER Lotta Doll, ERWACHSEN Claudia Urbschat-Mingues
Cyrano von Behemoth – Lutz Mackensy
Boris Zamis – Josef Ostendorf
Doian Hunter -Thomas Schmuckert
Donald Chapman – Frank Felicetti
Marvin Cohen – Frank Gustavus
Skarabäus Toth – Andreas Schmidt
Peter Winkler – Konstantin Graudus
Robert Schwinger – Flemming Stein
Michael Zamis – Douglas Welbat
Ferry Mangold -Robin Brosch
Perez Lexas -Jan-David Rönfeldt
Georg Zamis -Jacob Weigert
Thekla Zamis -Katja Brügger
Vera Zamis -Nadine Schreier
Penner – Patrick Bach
Asmodi – K. Dieter Klebsch
Barney Childs Peter Kirchberger
Bethany Beil -Karin Rasenack
Rosi – Karin Buchholz

In weiteren Rollen: Dennis Ehrhardt, Jan-Gregor Kremp, Alexander Rieß, Roberto Rigamonti, Wolf-Dietrich Sprenger, Petef Weis

Der Eintrag von „Cyrano von Behemoth“ ist doppelt in der Liste vorhanden … ich habs hier einmal weglassen.

Technik-Credits:

Aufnahmen: Alexander Rieft, CSC Studio, Hamburg; Franz Fuchs, Studio Konterfei, Berlin Anna Liebesehl, Studio Süd, Köln
Skript: Dennis Ehrhardt & Andrea Bottlinger
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign: Alexander Rieß
Schnitt: Jonatan Frieden
Musik: Andreas Meyer
Titelmusik: Joachim Witt
Illustration: Mark Freier
Layout und Realisation: Sebastian Hopf

Die Ausstattung:

Das Cover des Booklets zeigt mutmaßlich die gleichen dunkle Kuttenträger, die schon auf der Front des ersten Teils zu sehen waren … nur leidlich heller diesmal. Grundsätzlich ist aber alles wie immer im düsteren Stil der „Dorian Hunter“-Serie gehalten. Die CD, die mit dem gleichen Motiv bedruckt ist, steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Erklärung zu den Sprechern, der Musik und der Effekte. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt, die Technik-Credits genannt und etwas Werbung in eigener Sache gemacht.

Mein Fazit:

Teenie-Cocos Abenteuer in Wien … klingt lustig, ist aber ziemlich grausam und soundmäßig gewohnt explizit in Hörszene gesetzt worden. Sie will ihrer nicht wirklich netten Familie helfen, nicht zwangsverheiratet werden, ihre Jugendliebe retten und bestimmt auch ihre Erinnerungen behalten. Dorian spielt bei dem Ganzen nur eine Nebenrolle, auch akustisch.

Die Ermittlungen der jungen Hexe sind zwar absolut spannend bis zum Schluss, aber am Ende bleiben noch Fragen offen, die den Hörer schon jetzt auf die kommende Folge warten lassen. Dennoch habe ich mich im zweiten Teil vom Sabbat bestens und kurzweilig unterhalten gefühlt. Nur die Musik … die war oftmals nicht so meins.

1 Audio-CD
Spieldauer: 69:44 Min.
Tracks: 27
Empfohlen ab 16 Jahren

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