Perry Rhodan – Die Urmutter (Silber Edition 53)

Die Handlung:

Die Ereignisse in Gruelfin, der Galaxis der Cappins, spitzen sich zu: Auf der Suche nach Verbündeten geraten Perry Rhodan und Atlan – sie tragen die Bewusstseine der Cappins Ovaron und Merceile in sich – in die Unterwelt des Planeten Erysgan. Unter der Oberfläche der Welt kämpfen die Farrog-Mutanten in einer Hölle mit schrecklichem Leben und unzähligen Fallen um ihr Überleben.

In dieser grausigen Umgebung muss Perry Rhodan die Mutanten davon überzeugen, dass er tatsächlich den Ganjo in sich trägt, den seit Jahrzehntausenden verschollenen Herrscher aller Cappins. Nur so kann er die Urmutter, ein uraltes Robotgehirn, dazu bringen, Ovaron anzuerkennen und seine Herrschaft wiederherzustellen.

Ein Verräter stellt sich allerdings quer – und löst das Chaos aus: Die kugelförmige Kleingalaxis Morschatztas fällt aus dem Hyperraum, in dem sie lange Zeit versteckt worden war. Nun können die Takerer ihre uralten Feinde angreifen und zur Vernichtungsschlacht rufen … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Dass Mutanten nicht immer normal aussehen (bis auf ein paar Ausnahmen), aber dennoch besondere Kräfte haben, das zeigt uns das Einstiegsplanetenabenteuer, das wir zusammen mit Perry/Ovaron und Atlan/Merceile auf Erysgan erleben. Die Mutanten hier sind ziemlich deformiert, zumindest für meine Begriffe. Aber der Ausflug zu ihnen ergibt wieder neue Hintergrundinfos, die wir ja nun schon seit einigen Silberlesungen ansammeln.

Allerdings muss ich zugeben, dass mich so langsam das ganze Hin- und Her rund um den Ganjo … echt oder falsch … nervt. Kämpfe gibts zwar auch … auf Erysgan und im Weltraum, aber so richtig fesseln konnte mich das nicht wirklich. Sicher, die Autoren haben sich eine Menge Gedanken gemacht, um diesen Handlungsfaden richtig in die Länge zu ziehen und bauen auch immer wieder neue Verlängerungen auf neuen Planeten mit ein, aber diesmal wars nicht wirklich meins. Schön wäre es, wenn die ganze Ganjo-Problematik endlich mal ihren Abschluss finden würde und wir mal wieder etwas Neues erleben könnten … so spannend diese ganze Körperübernahmespringerei auch ist … irgendwann wirds zu viel und mich verlangts nach neuen Dingen.

Vorher sollten wir aber noch die Urmutter beseitigen, die gabs ja auch noch. Und zu der gehts dann nun auch endlich. Bei ihr zu Hause in der Programmzentrale kommts aber nur bedingt zum Kampf, eher erfahren wir wieder weitere Hintergrundinfos … diesmal zu den Sammlern, die übrigens von der Urmutter ausgeschickt wurden und jetzt nicht alle wieder zurück nach Hause wollen. Warum nicht, das erzählt uns der Sprecher dann auch noch.

Mit einem schicken Gürtel lassen sich die fehlenden Raumer befehligen und den wollen wir jetzt haben … sprich, die Gesamthandlung wird noch ein wenig weiter verschleppt. Das aber auf nicht allzu langatmige Weise und mit Mutanteneinsatz, sodass dieser Ausflug in den Seitenhandlungsarm nicht ausuferte.

Dann aber gehts endlich mal gegen die Takerer und nicht nur in die Gegenrichtung. Perry hat mit der Urmutter eine Tippgeberin an seiner Seite und mit der ATTEC ein Transmitterschiff. Zusammen mit allen, die noch kämpfen wollen … und das sind alle … soll direkt der Heimatplanet der Takerer gesprengt werden. Dass dies nicht ganz so abläuft, wie geplant, war fast zu erwarten, lässt aber auch hier mal wieder eine Cliffhangertür offen für das Zyklusfinale in der nächsten Lesung.

Das Hör-Erlebnis:

Josef Tratnik sprüht gerade vor Energie und Tatendrang … passend zu Perry Rhodan selbst. Der Hörer hat den Eindruck, er wäre Perry … wobei das ja eigentlich auch so sein sollte bei einem guten Sprecher … und Josef Tratnik ist für mich einer. Alles, was er erzählt, klingt wirklich wie nacherzählt und nicht wie abgelesen.

Und wenn er der Vielzahl der von ihm vertonten Charaktere seine Stimme(n) gibt, dann bietet er abwechslungsreiche Hörkost an. Beim Spezialroboter Florymonth zum Beispiel zuckt der Hörer zwar zusammen … aber, der soll nun mal laut Vorlage kreischend klingen, da kann man wenig machen. Dennoch ists auszuhalten …

Sein Ras Tschubai allerdings klingt für mich immer noch eher dümmlich, das gefiel mir noch nie. Aber … Tratnik spricht ihn schon immer so und das kann ich akzeptieren.
Gleiches gilt für den immer quakenden Gucky. Beim Oproner Merkosh hält sich Josef Tratnik übrigens beim Sprechen auch gern mal die Nase zu, auch ein Mittel, um den Klang zu verändern … na ja, Merkosh hat ja auch einen Rüssel. Trörööööö!

Die Kapitelanfänge sind mit einem Ambientsoundeffekt unterlegt, sonst gibts keine weiteren Fremdklänge zu hören.

Der Sprecher:

Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ Silber Editionen. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)

Die Ausstattung:

Die 15 CDs sind mit dem Titelbild der Silber Edition bedruckt, die der bearbeiteten Front von Heft 490 „System der tausend Fallen“ entspricht. Auf der Silberbandvorlage gabs übrigens an dieser Stelle das Cover von Heft 481, „Die Clique der Verräter“ zu sehen. Die CDs sind einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst. Die Rückseiten der Papphüllen ergeben zusammengesetzt noch mal das Cover dieser Silber Edition. Für die Rückseite der Klappbox ist als Hintergrundbild ein Ausschnitt des Covers von Heft 488, „Plan der Vernichtung“, gewählt worden. Auch die aneinandergereihten Rücken der Klappboxen bilden mit jeder weiteren Ausgabe ein sich zusammensetzendes schickes Gesamtbild.

Zusätzlich ist wieder ein Booklet enthalten, mit Tracklisting und Kapitelnummern, einer Inhaltsangabe, einem Teil der Vorworts von Horst Hoffmann aus der Silberbandvorlage, einer Zeitleiste, einer Risszeichnung der ATTEC (die übrigens im PDF-Booklet der ersten Downloadversion und auch im Silberbandeintrag der Perrypedia im Internet tippfehlerbedingt „ATTAC“ heißt … ob das wohl mal Sammlerwert bekommt?) und den Titelbildern der in dieser Silber Editon zusammengefassten Hefte Nr. 485-491 der Erstauflage. Außerdem gibt es noch Werbung für verschiedene weitere PERRY-RHODAN-Lesungen des Verlags. Die Rückseite des Booklets ziert das gleiche Cover wie die Box.

Mein Fazit:

So langsam fühlt sich der ganze Handlungsfaden rum um den Kampf gegen die Takerer ziemlich gedehnt und gestreckt an, auch wenn die Autoren davon mit abwechslungsreichen Ideen ablenken wollen. Wenigstens helfen uns die Urmutter und viele weitere Hintergrundinfos zur urururalten Vergangenheit voran. Teleport- und transitieren wir also in die nächste Silberlesung und körperspringen wir zum Zyklusfinale.

Vorher aber lassen wir uns durch Josef Tratnik als Sprecher besser unterhalten, als es die Story allein gekonnte hätte … in meinem Fall zumindest. Abwechslungsreich und mit viel Elan verleiht er allen Charakteren sprachliche Eigenheiten und kann auch die Gefühlswelt der Figuren prima transportieren. So wars dann am Ende doch ein prima Aufenthalt im Perryversum.

15 Audio-CDs in Papp-Klappbox mit 218 Tracks
Spieldauer der Lesung: 18:12 Std.
Sprecher: Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3957950949

www.einsamedien.de
www.perryrhodan.net

Auch erhältlich als Download-Version mit PDF-Booklet und Cover als JPG-Datei
Größe: 1,5 GB

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