Schlagwort-Archive: Vampire

Akaza Samamiya – Bloody Mary 01

Inhalt

Stille deinen unsterblichen Hunger!

Bloody Mary ist es leid, seit 400 Jahren als Vampir durch die Städte zu streifen. Doch Knoblauch, Pflöcke und das Sonnenlicht können ihm nichts anhaben. Als er erfährt, dass der legendäre Ichiro Rosario di Maria lebt, hofft er, durch dessen »Macht des Exorzismus« endlich sterben zu können. Allerdings hat Maria diese Macht noch gar nicht erlangt und Bloody Mary bleibt nichts anderes übrig, als an seiner Seite auszuharren und auf den Tod zu warten … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Band eins einer tollen neuen Serie von der Autorin von „Vogelkäfig Syndrom“.

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[NEWS] ABIGAIL GIBBS: Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir

Bei ivi sind die Blutsauger los: „Dark Heroine – Dinner mit einem Vampir“ von Abigail Gibbs.

Die Vampire sind zurück – und wie! »Dark Heroine. Dinner mit einem Vampir« wurde zur Droge für 17 Millionen Fans in England. Jetzt erscheint der internationale Bestseller auf Deutsch und sorgt mit Charme, Witz und Erotik für ein völlig neues Blutsauger-Vergnügen!

Diese Nacht verändert Violets Leben für immer: Mitten auf dem Trafalgar Square in London geschieht ein furchtbarer Mord, und die 18-Jährige ist die einzige Augenzeugin. Erfolglos versucht sie, vor den Tätern zu fliehen – und wird in ein abgelegenes Herrenhaus verschleppt, das von nun an ihr Gefängnis ist. Doch Violets Kidnapper sind keine Menschen, sondern Vampire, faszinierend und todbringend zugleich. Der charismatische Blutsauger Kaspar hat besondere Pläne mit Violet, denn sie ist Teil einer gefährlichen Prophezeihung. Wird sie sich Kaspar hingeben, um zur sagenumwobenen dunklen Heldin zu werden – oder hat er Violets Mut unterschätzt, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 608 Seiten
Originaltitel: The Dark Heroine: Dinner With a Vampire

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] RICHELLE MEAD – Feuriges Herz (Bloodlines 4)

Der vierte Band der Serie „Bloodlines“ von Richelle Mead erscheint bei : „Feuriges Herz“.

Sydney kämpft mit den Folgen der verhängnisvollen Entscheidung, die ihr Leben als Alchemistin völlig auf den Kopf gestellt hat. Dabei muss sie äußerst vorsichtig sein, damit ihr Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt. Denn seit der Ankunft ihrer Schwester Zoe ist die Gefahr, entdeckt zu werden, größer denn je.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 400 Seiten
Originaltitel: The Fiery Heat

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] NALINI SINGH – Engelslied (Gilde der Jäger 6)

Bei Egmont LYX erscheint der sechste Band von Nalini Singhs „Gilde der Jäger“-Serie: „Engelslied“.

In New York gehen merkwürdige Dinge vor sich: Engel fallen vom Himmel, und Vampire sterben an rätselhaften Krankheiten. Elena und Raphael müssen den Ereignissen auf den Grund gehen, bevor es endgültig zu einer Katastrophe kommt.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 450 Seiten
Originaltitel: Archangel’s Legion

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

RICHELLE MEAD – Blutsschwestern (Vampire Academy 1)

Rechtzeitig zum Filmstart von „Vampire Academy – Blutsschwestern“ erscheint „das Buch zum Film“ von Richelle Mead bei Egmont LYX.

Die Vampire Academy ist eine Schule für junge Vampire. Hier wird die siebzehnjährige Rose zur Wächterin ausgebildet, um ihre beste Freundin Lissa, die letzte Überlebende einer mächtigen Vampirfamilie, beschützen zu können. Doch irgendjemand scheint es auf Lissas Leben abgesehen zu haben …
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 352 Seiten
Originaltitel: Vampire Academy

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Lest unsere Rezensionen zur „Vampire Academy“-Serie hier!

[NEWS] P.C. CAST & KRISTIN CAST – Verloren (House of Night 10)

Bei Fischer gibt es den zehnten Band von „House of Night“ jetzt auch als Taschenbuch: „Verloren“ von P.C. Cast und Kristin Cast.

Das Chaos regiert im House of Night
Die Mächte der Finsternis gehorchen jetzt Neferet.
Aber sie fordern einen hohen Preis aus Blut, Schmerz und Tod.
Das Böse ist eben unersättlich.

Neferet ist nicht mehr länger Hohepriesterin im House of Night in Tulsa. Nachdem sie sich ganz dem Bösen verschrieben hat, muss sie die Schule verlassen. Doch sie geht nicht, ohne eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen. Zoey und ihre Freunde wissen, dass die Schule nur dann weiterbestehen kann, wenn jetzt alle zusammenhalten. Denn Neferet wird mit allen Mitteln ihr Ziel weiter verfolgen: Sie will Zoey töten. Und mit Hilfe von Aurox könnte ihr das auch gelingen. Doch Zoey glaubt, in Aurox ihren Menschenfreund Heath entdeckt zu haben. Kann das sein? Er ist doch Neferets Werkzeug. Oder etwa nicht? Zoeys Grandma scheint ihm zu vertrauen…
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 512 Seiten
Originaltitel: Hidden

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] CHLOE NEILL – Für eine Handvoll Bisse (Chicagoland Vampires 7)

Bei Egmont LYX erscheint der siebte Band der „Chicagoland Vampires“-Serie von Chloe Neill: „Für eine Handvoll Bisse“.

In Chicago verschwinden Vampire. Jemand scheint es auf die Blutsauger abgesehen zu haben. Vampirin Merit und ihr Geliebter Ethan wollen den rätselhaften Vorkommnissen auf die Spur kommen. Dabei geraten sie in ein undurchschaubares Netz aus Intrigen und müssen feststellen, dass ihr Feind mächtiger ist, als sie jemals vermutet hätten.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 416 Seiten
Originaltitel: House Rules

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] LARA ADRIAN – Versprechen der Nacht (Midnight-Breed-Novelle)

Die Novelle „Versprechen der Nacht“ von Lara Adrian, die in der Welt ihrer erfolgreichen „Midnight Breed“-Serie spielt, erscheint bei Egmont LYX als eigenständiges Buch.

Als die Studentin Savannah in der Bibliothek ihrer Universität ein dreihundert Jahre altes Schwert berührt, sieht sie in einer Vision einen hellhaarigen Krieger, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Am nächsten Abend wird ihre Mitbewohnerin ermordet und das Schwert gestohlen. Als Savannah kurz darauf von einer unmenschlichen Kreatur angegriffen wird, rettet ihr der geheimnisvolle Gideon das Leben, der ihr seltsam bekannt vorkommt …

„Sexy, gefährlich und voll großer Gefühle!“ Paranormalhaven

Mit exklusivem Bonus-Material: “Nightdrake” – Eine romantisch-feurige Gestaltwandler-Story Vorab-Leseprobe aus Band 12 der Midnight-Breed-Serie „Kriegerin der Schatten“. Die Novelle „Versprechen der Nacht“ erschien bereits bei LYX in dem Kompendium „Midnight Breed – Alles über Lara Adrians Stammesvampire“.

(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 224 Seiten
Originaltitel: A Touch of Midnight

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] RICHELLE MEAD – Magisches Erbe (Bloodlines 3)

Bei Egmont LYX erscheint der dritte Band der „Bloodlines“-Serie von Richelle Mead: „Magisches Erbe“.

Sydney Sage fühlt sich hin und her gerissen zwischen ihren Verpflichtungen als Alchemistin und dem, was ihr Herz begehrt. Da begegnet ihr der rebellische Marcus Finch, ein ehemaliger Alchemist, der mit seiner Herkunft gebrochen hat. Er will Sydney überzeugen, seinem Beispiel zu folgen, doch das ist leichter gesagt als getan.
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 400 Seiten
Originaltitel: The Indigo Spell

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Laurell K. Hamilton – Finsteres Verlangen (Anita Blake 13)

„Finsteres Verlangen“, der dreizehnte Band der Anita-Blake-Reihe geht richtig gut, weil klassisch, los: Anita sitzt in ihrem Büro bei Animators Inc. einem Kunden gegenüber, der eine sehr gefährliche Aura ausstrahlt und einen Vorfahren erweckt haben will. Dieser Einstieg lässt hoffen, stellt sich dieser Kunde doch als Auftragskiller heraus, was zu allen möglichen Verwicklungen und Schießereien führen könnte. Könnte, denn Laurell K. Hamilton entscheidet sich stattdessen dafür, den viel versprechenden Auftakt für die nächsten paar Hundert Seiten unter den Tisch fallen zu lassen, um erst am Schluss wieder darauf zurückzukommen. Vielmehr füllt sie den gesamten Mittelteil des Romans mit Bettgeschichten und Machtspielchen, wobei sich die Bettgeschichten in vielen Fällen unter Machtspielchen subsumieren lassen. Belle Mortes Stellvertreterin Musette ist nämlich in St. Louis eingetroffen, um etwas Unruhe zu stiften. Scheinbar ist Belle Mortes Ego angekratzt, weil zwei Männer (Jean-Claude und Asher) sie verlassen haben und auch kein Interesse daran zeigen, zu ihr zurückzukehren. Diese Tatsache scheint ihr erst einige Jahrhunderte nach dem tatsächlichen Ereignis aufzufallen, aber dafür ist sie jetzt eben besonders eingeschnappt. Und eingeschnappte Vampire sind nie ein Vergnügen.
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Isabella Falk – Die Gräfin der Wölfe

Wer sich ein bisschen mit Bram Stokers „Dracula“ – dem literarischen Urvampir schlechthin – befasst, stößt schnell auf historische Figuren, die gern als Vorbilder für den Grafen herangezogen werden: Da ist zum einen natürlich Vlad Tepes, der transsilvanische Fürst, der nachhaltige Bekanntheit dadurch erlangte, dass der seine Feinde gern in großer Zahl pfählen ließ. Und da ist die sogenannte Blutgräfin Elisabeth Báthory, die im Blut von Jungfrauen gebadet haben soll und schließlich in ein Zimmer auf ihrer Burg eingemauert wurde.

Diesen historisch verbürgten Schauergeschichten fügt Isabella Falk in ihrem Debutroman „Die Gräfin der Wölfe“ nun eine weitere hinzu. Wobei, eigentlich gebühren die Lorbeeren wohl dem österreichischen Medienwissenschaftler Rainer Köppl, der in einer 2008 veröffentlichten Dokumentation („Die Vampirprinzessin“) nachzuweisen versucht, dass die Fürstin Eleonore zu Schwarzenberg (1682-1741) zu ihren Lebzeiten für eine Vampirin gehalten wurde. Er geht davon aus, dass aus diesem Grund an ihrer Leiche eine Obduktion durchgeführt und sie nicht im Grab ihrer Familie beigesetzt wurde. In ihrer ungewöhnlichen Lebensgeschichte sieht er eine Inspiration für Stokers „Dracula“.
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[NEWS] CHLOE NEILL – Eiskalte Bisse (Chicagoland Vampires 6)

Neues von den „Chicagoland Vampires“: „Eiskalte Bisse“ von Chloe Neill bei Egmont LYX.

Die Vampirin Merit jagt ihre ehemalige beste Freundin Mallory, die auf der Suche nach einem uralten magischen Artefakt ist. Sie muss Mallory aufhalten, bevor diese eine gefährliche Macht entfesselt, die die ganze Welt zerstören könnte. Doch Mallory ist nicht die Einzige, die es auf das Artefakt abgesehen hat.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 416 Seiten
Originaltitel: Biting Cold

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] LARISSA IONE – Tödliche Verlockung (Demonica 5)

Bei Egmont LYX wird es dämonisch: „Demonica – Tödliche Verlockung von Larissa Ione.

Als einzige weibliche Seminus-Dämonin ist Sinead Donnelly seit jeher eine Außenseiterin. Sie besitzt die Gabe, ihre Gegner im Kampf mit einer einzigen Berührung zu töten. Dabei setzt sie jedoch versehentlich ein gefährliches Virus frei, das Werwölfe umbringt. Zusammen mit dem Halbvampir Conall Dearghul versucht sie, ein Heilmittel zu finden.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 448 Seiten
Originaltitel: Sin Undone

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] LYNSAY SANDS – Ein Vampir für jede Jahreszeit

Lynsay Sands hat bei Egmont LYX einen Vampir für jede Jahreszeit.

Zwei Geschichten über die sympathischste Vampirfamilie der Welt: die Argeneaus! Mit ihrer Serie über die Argeneau-Familie hat Lynsay Sands eine treue und riesige Fangemeinde gewonnen. In diesem Geschichtenband erwarten die Leser zwei herrlich romantische Storys. Mit viel Charme und Humor finden weitere Mitglieder des ausgedehnten Vampirclans die wahre Liebe ihres unsterblichen Lebens … Inklusive Bonusgeschichte: „(K)ein Bund für’s Leben“

Taschenbuch, 320 Seiten
Originaltitel: Anthologie: The Gift (Novella Argeneau) & Vampire Valentine (Novella Argeneau)

[NEWS] KATIE MacALISTER – Keine Zeit für Vampire

Katie MacAlister hat bei Egmont LYX „Keine Zeit für Vampire“.

Bei einer Reise nach Österreich entdeckt die Amerikanerin Iolanthe Tennyson einen geheimnisvollen Wald – und findet sich prompt im achtzehnten Jahrhundert wieder. Dort begegnet ihr der Vampir Nikola Czerny, auf dem ein dunkler Fluch lastet. Iolanthe will den attraktiven Nikola retten, doch damit droht das Zeitgefüge durcheinanderzugeraten.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 352 Seiten
Originaltitel: A Tale of Two Vampires

[NEWS] TREVOR O. MUNSON: Blutige Nacht

Privatdetektiv mit Biss: Mick Angel ermittelt bei Knaur in „Blutige Nacht“ von Trevor O. Munson.

Eigentlich hat Privatdetektiv Mick Angel andere Probleme, als einem ausgerissenen Teenager in L. A. hinterherzujagen. Denn als Vampir muss er tagtäglich gegen seinen übermäch­tigen Blutdurst ankämpfen. Doch dann soll er für eine schöne, rothaarige Burlesque-Tänzerin deren verschwundene Schwester finden. Unerwartet katapultiert dieser Fall Spürhund Mick zurück in seine eigene dunkle Vergangenheit – die ihn auf erschreckende und tödliche Weise einzuholen droht…
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 240 Seiten
Originaltitel: Angel of Vengeance

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Walter, Klaus Peter – Sherlock Holmes und der Werwolf

_Der Meisterdetektiv unter dem Skalpell _

Wir schreiben das Jahr 1897. Dr. John Watson liest mit Begeisterung den gerade erschienenen Roman „Dracula“ von Bram Stoker. Als wenig später in London eine blutleere Leiche gefunden wird, glaubt Watson an Vampire. Und dann begegnet ihm im Londoner Nebel ein Werwolf. Gemeinsam mit Sherlock Holmes, dem messerscharf deduzierenden Meisterdetektiv aus der Baker Street, begibt sich Watson auf eine phantastische Irrfahrt, die ihn bis in die finsteren Abwasserkanäle Wiens führen soll … (erweiterte Verlagsinfo)

_Der Autor_

Klaus-Peter Walter wurde 1955 in Michelstadt, Odenwald, geboren. Er lebt heute in Bitburg, Eifel. Nach dem Studium der Slawistik, Philosophie und osteuropäischen Geschichte wurde er freier Publizist. Aufgrund einer schweren Infektion mit dem Holmes-Virus widmet er sich seit dem Gymnasium der Kriminalliteratur. Er gibt seit 1993 das Loseblatt-„Lexikon der Kriminalliteratur“ LKL heraus. Er schrieb 1995 „Das James-Bond-Buch“ und war Ko-Autor an „Reclams Krimi-Lexikon“. Er veröffentlichte zahlreiche Kriminalkurzgeschichten, so etwa „Sherlock Holmes und Old Shatterhand“ (2005) und „Der Tote vom Sewer“ (BLITZ-Verlag, 2006).

_Handlung_

|PROLOG|

Dr. Watson, der Chronist des Meisterdetektiv, ist anno 1929 von der Strahlenkrankheit gezeichnet, die er sich bei seinem letzten Abenteuer „Im Reiche des Cthulhu“ zugezogen hat. Holmes hingegen frönt unbeirrt und kerngesund der Bienenzucht, den von der A-Bombe hat er nichts abbekommen.

Im Tresor seiner Bank hat Watson zahlreiche Fallbeschreibungen weggesperrt, die erst 50 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht werden sollen. Einen dieser Fälle beschreibt der nun folgende Text aus dem Jahr 1897, bei dem es sich angeblich um eine „Fälschung“ handeln soll …

|Haupthandlung|

Dr. Watson liebt den neuen Roman „Dracula“ von Bram Stoker, was Holmes überhaupt nicht verstehen kann – diese elenden Hirngespinste! Er heftet lieber Zeitungsberichte ab. Aber eine Flut von Klienten bringt die beiden Herren auf eine neue, ziemlich merkwürdige Sache. Erst meldet ein geiziger Apotheker – Holmes hat ihn sofort durchschaut – einen Lykanthropen, also einen Werwolf.

Dann wird die Hand der Mumie von Julia Pastrana gestohlen, der behaartesten Frau aller Zeiten (vgl. das Sherlock-Holmes-Hörspiel „Die Affenfrau“ bei Titania Medien), schließlich verschwindet eine Leiche aus einem walisischen Grab. Hat sich der Verblichene Peter Griffith, der an einer tropischen Hautkrankheit litt, wieder vom Gottesacker gemacht?

Zu guter Letzt erhalten die beiden Herren ein völlig zusammengebackenes Manuskript, das Holmes erst mühselig restaurieren muss, um es lesbar zu machen. Es soll sich als der Schlüssel zu all diesen Vorkommnissen erweisen, doch sie müssen geduldig sein. Im dichten Londoner Nebel macht Watson einen Spaziergang, den der Lieferant des Manuskriptes nutzt, um sich unerkannt an ihn heranzumachen. Man stelle sich Watsons Schrecken vor, als er in ein schwarz bepelztes Gesicht blickt! Der Werwolf sagt, seine Auftraggeberin wolle Mr. Holmes dringend sprechen, doch wo und wann, bleibt unklar, denn der Lykanthrop versteckt sich erneut.

Dass jemand Holmes auf der Spur ist, beweist ein Zwischenfall im Hafen. Aus der Tatsache, dass der Lykanthrop lateinamerikanisches Spanisch sprach, schließt Holmes messerscharf, dass er vielleicht wie Julia Pastrana und ein Brief in der Umgebung des verschwundenen Peter Griffith aus Mexiko kam. Was läge näher, als sich einmal die Schiffe und Lieferungen aus dieser Weltgegend anzusehen?

Doch Holmes kehrt zu Watsons Bestürzung mit blutenden Stellen und einem bunt schimmernden Sammelsurium von Prellungen und Abschürfungen von dieser Expedition zurück. Er wäre im Hafen um ein Haar von zwei kräftigen Seeleuten – eindeutig russischer Herkunft – ins Jenseits befördert worden. Wie sich später zeigt, hatten sie ein buchstäblich „handfestes“ Interesse am Körper des Meisterdetektivs.

Doch die nächsten Ereignisse in London zeigen: Dieser Fall zieht weitere Kreise, als sie sich hätten träumen lassen.

_Mein Eindruck_

Die Spur des Drahtziehers führt nach Wien. Die Hauptstadt des k. u. k. Kaiserreichs wirkt wie ein exotischer Planet: andere Sprache, andere Charaktere, neumodische Erfindungen vs. uralte Traditionen. Der Verdacht kommt auf, dass an einem Ort wie diesem, wo sich ganze Völkerschaften begegnen, einfach alles möglich ist. Und so kommt es auch.

In London und Umgebung scheinen mindestens zwei Werwölfe aufzutreten, und das Dynamische Duo Holmes & Watson kommt ihnen schnell auf die Schliche. Doch der Überfall auf das Domizil des Drahtziehers, der diese Kreaturen in die Welt gesetzt hat, gerät statt zu einem Actionhöhepunkt zu einem Fiasko: Fast alle Beweise werden vernichtet.

Dieser bedauerliche Umstand macht das Manuskript einer gewissen Mariloup Antrennewski aus Mexiko, das Watson in deplorablem Zustand zugespielt worden ist, umso aufschlussreicher und wertvoller. Die Absenderin weiß, dass Watson als Mediziner Verständnis für ihre missliche Lage aufbringen kann: Hypertrichose. Diese Blutkrankheit verursacht eine übermäßige Fellbehaarung des Menschen wie bei einem Tier. Kommen noch Deformationen des Mundes hinzu, sieht der Betroffene aus wie ein Wolfsmann, wie ihn etwa Lon Chaney jr. 1941 in dem gleichnamigen Film verkörperte. Die Legende vom Werwolf findet also eine ganz natürliche Erklärung.

Was aber nichts an den Verbrechen Antrennewskis ändert oder an dem Leid des Hypertrichose-Opfers. Deshalb folgen Holmes und Watson dem Verbrecher nach Wien. Dort zieht der Autor eine weitere Monsterlegende als Vorlage heran, um einen haarsträubenden Plot in Szene zu setzen. Nur so viel sei verraten: Antrennewski leidet selbst unter einer schweren Krankheit und baut als Vermächtnis den „idealen Menschen“ aus Einzelteilen zusammen.

Die Krönung dieser Schöpfung wäre aber nun die Einpflanzung des brillantesten Gehirns des ganzen Planeten. Leider ist dessen ahnungsloser Besitzer überzeugt davon, es noch zu benötigen. Doch diesem Irrtum kann man schnell abhelfen, wie Dr. med. John Hamish Watson schon bald feststellen muss: Er soll das Gehirn seines besten Freundes verpflanzen …

Der Showdown, der unvermeidlich auf diesen Konflikt folgen muss, wird vom Autor genüsslich in die Länge gezogen. Auf die Vorbereitungsphase folgt die Krise, die gleich zwei explosive Folgeszenen hat, eine in einem Stadtpalast, die andere in den Abwasserkanälen von Wien. Ich hatte schon eine weitere Schießerei in den Kanälen à la „Der dritte Mann“ erwartet, als die Verfolgungsjagd wg. Gewitter und Überflutung abgebrochen wird.

Eigentlich schade, dachte ich mir, das hätte noch eine Weile weitergehen können. Schließlich lassen andere Autoren wie etwa Graham Greene und Neil Gaiman ihre Romane ebenfalls weitgehend unter Tage spielen. Aber der Autor wollte wohl nicht in die Gefahr geraten, ein weiteres Klischee zu erfüllen. Denn mit den Legenden um den Werwolf und Frankensteins Ungeheuer hat er bereits zwei Steilvorlagen umgesetzt. Ob ihm dies originell genug gelungen ist, muss jeder Leser selbst beurteilen. Ich fand den Eigenanteil des Autors ausreichend hoch, um ihm Eigenständigkeit bescheinigen zu können.

|Schwächen|

Womit ich mehr Probleme hatte, ist das Beiwerk des Romans. Schon der Prolog aus dem Jahr 1929 ist ganz schön depressiv, was Watson und seine Zukunftsaussichten anbelangt. Was dieser Prolog mit der Haupthandlung, dem „Manuskript der Fälschung“, zu tun hat, wird überhaupt nicht erklärt. Diese Geschichte ist eben nur ein weiterer der „lost cases“ des Meisterdetektivs, die Watson in einem Banktresor verschlossen hat. Das ist akzeptabel, wenn auch wenig befriedigend für den Leser. Der kommt sich ein wenig veräppelt vor, eine „Fälschung“ lesen zu sollen.

Noch dazu nimmt sich diese Fälschung selbst gar nicht ernst. Das heißt, der Autor pfeift auf die Fiktion einer Fälschung – er hat sie ja selbst vorgenommen – und setzt fröhlich eine Fußnote nach der anderen, in denen er seine Mitwirkung mehr oder weniger stolz zugibt, rechtfertigt und belegt. Wäre es bei Belegen für die Realia geblieben, wie etwa Namen, Werke oder Erfindungen, so hätte die Fiktion des Manuskripts funktioniert. Doch der Autor verweist wiederholt auf eigene Werke wie etwa „Sherlock Holmes und das Reich des Cthulhu“.

|Postmodern|

Dass gegen Ende auch noch die Fiktion des James-Bond-Universums – Mycrofts Nachkomme wird einfach zu „M“ hochstilisiert – kreiert wird, setzt der postmodernen Konstruktion die Krone auf. Offensichtlich lässt sich im Holmes-Universum grenzenlos weiterfabulieren, und pfeif auf die Plausibilität!

Andere Autoren machen sich wenigstens die Mühe, ihre Geschichte in die wohlbekannte Biografie des Helden einzubauen (z. B. in „Sh. Holmes und die geheimnisvolle Wand“), doch Walters Watson braucht einfach nur in seinen Tresor zu greifen, um einen weiteren „lost case“ hervorzuzaubern. Das Karnickel aus dem Zylinder lässt schön grüßen.

|Watson|

Ich mag die Figur des Dr. John Hamish Watson sehr, denn sie verleiht der Holmes-Figur durch ihre Genussfreundlichkeit, ihren medizinischen Sachverstand und ihre Kriegserfahrungen aus Afghanistan (heute wieder sehr aktuell) eine Erdenschwere, die dem Freigeist Holmes völlig abgeht. Diesmal aber übertreibt es der Autor Walter mit dem Genuss. Watsons Völlerei (eine der sieben Todsünden der Bibel) ist geradezu abstoßend, gerade in der Caféhausszene vor seiner Entführung.

Man kann aus Höflichkeit zweimal zu Abend essen, okay, aber man muss sich nicht schon wieder am nächsten Tag den Bauch vollschlagen. Über den Umfang selbigen Bauches erfahren wir nichts, aber er dürfte beträchtlich sein und Watson in seinen Aktionen eher behindern als fördern. Das wiederum rückt Watson in die Nähe jener klischeehaften Verfilmungen mit Basil Rathbone und Peter Cushing, in denen er als tumber Hedonist auftritt. Ich finde, dass der Autor Walter seinem Co-Helden damit keinen Gefallen tut.

Auf dem Buchrücken ist übrigens J. J. Preyer als Autor dieses Buches genannt! Ist es also von A bis Z eine Fälschung?

_Unterm Strich_

Und deshalb habe ich den Roman mit gemischten Gefühlen gelesen. Die Ermittlungen gehen flott voran und erhalten durch Mariloups Manuskript eine tiefe, anrührend menschliche Dimension. Auch die Action kommt regelmäßig zu ihrem Recht, besonders in dem lang hinausgezogenen Wiener Finale. Zahlreiche neue Erfindungen jener Zeit um 1900 wie etwa industrielle Kühlung untermauern die historische Erdung des Geschehens.

Dass der Fall zur Entdeckung der vier Blutgruppen beiträgt, ist eine feine Konsequenz (an der Watson maßgeblichen Anteil hat). Blut, soviel wird klar, „ist ein ganz besond’rer Saft“, um mit Goethe zu sprechen. Schon die Lektüre von Bram Stokers Roman „Dracula“, erschienen 1897, schlägt das Generalthema an: Blut kann Segen, aber auch Fluch sein.

Es war die Aufgabe des Autors, die Klischees der Legenden „Dracula“, „Wolfsmann“ und „Frankensteins Ungeheuer“, die er zitiert, mit Leben zu erfüllen. Dieser Aufgabe entledigt er sich recht plausibel und glaubwürdig, auch wenn so mancher Leser schon ahnen dürfte, was als Nächstes kommt. Ich kam mir jedenfalls stellenweise in eine Wundertüte voller UNIVERSAL-Monsterfilme versetzt vor, wie sie zwischen 1931 und 1941 produziert wurden.

Dass der Autor ständig mit Holmes und anderen Klassikern der Kriminalliteratur (s. seine Biografie) zu tun hat, muss kein Nachteil sein, wie die detailreiche Handlung belegt. Doch diese Referenzen ständig in Fußnoten, die auf fast jeder Seite auftauchen, zu erwähnen, wirkt nach einer Weile nicht hilfreich, sondern selbstverliebt. Diese Fußnoten rufen laut: „Schaut her, wie viel ich weiß und was ich alles gelesen habe! Ist das nicht toll?!“ Nein, das ist nicht toll, sondern lenkt den Leser nur von der eigentlichen Geschichte ab. Und es gibt keine effektivere Methode, die eigene Fiktion zu zerstören, als alles darin zu erklären, als handle es sich um ein Lexikon.

|Taschenbuch: 272 Seiten inkl. Leseprobe
ISBN-13: 978-3898403382|

_Klaus Peter Walter bei |Buchwurm.info|:_
[„Sherlock Holmes und Old Shatterhand“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7452