Alle Beiträge von Uwe Webel

[NEWS] Mary Higgins Clark – Spürst du den Todeshauch

Ein Psychothriller mit Liebesgeschichte – raffiniert konstruiert und atemberaubend spannend

Mitten in der Nacht explodiert die Möbelfabrik der Familie Connelly. Kate Connelly wird dabei schwer verletzt, ein früherer Angestellter getötet. Aber was hatten die beiden überhaupt nachts auf dem Gelände verloren? Nur Kate könnte Licht ins Dunkel bringen, denn sie kennt ein schreckliches Geheimnis. Aber sie liegt im Koma – und ein skrupelloser Mörder würde alles dafür tun, dass sie nie mehr erwacht. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 416 Seiten
Originaltitel: Daddy’s Gone A Hunting
Heyne

[NEWS] Renate Ahrens – Zeit der Wahrheit

Die deutsche Journalistin Pia fliegt ins ebenso verlockende wie politisch brisante Kapstadt. Hier, inmitten blühender Gärten, haben ihre Eltern gelebt, hier, bei ihrer geliebten Kinderfrau Zoë, hat Pia glückliche Jahre verbracht – bis zu der überstürzten Abreise aus Südafrika, deren Grund sie bis heute nicht kennt. Der Aufenthalt am Kap bringt schmerzhafte Klarheit über die Vergangenheit ihrer Familie, aber auch Hoffnung: Denn als sie den Fotografen Jonathan kennenlernt, kommt auch in Pias eigenes Leben die Zeit der Wahrheit. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 228 Seiten
Droemer

Die drei ??? – Im Haus des Henkers (Band 180)

Die Handlung:

Eine Serie von Überfällen hält die Polizei von Rocky Beach in Atem. Als ein harmlos wirkender Mann ganz unerwartet den letzten Raub gesteht, ist Justus, Peter und Bob klar: Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu! Denn der vermeintliche Täter ist ein alter Bekannter. Die drei ??? ermitteln an düsteren Orten und geraten in Gesellschaft zwielichtiger Gestalten … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, wenn ich mir das Titelbild so betrachte, dann sehe ich da entweder ein Cover eines alten Heavy-Metal-Albums mit einem Metal-Mönch, der seine Metal-Gitarre verkehrt herum hält … oder die Front einer Rummelplatz-Geisterbahn … womit ich gar nicht mal so falsch liegen sollte. Vielleicht ist der Henker aus dem Buch ja Mönch und wohnt in einer Geisterbahn, weil er aufgrund des eingeschränkten Sichtfelds bedingt durch seine Kutte bei der Ausübung seines Berufes auch gern mal Delinquenten in zwei Teile gehackt hat? Das wirds sein … Fall gelöst … auf zum Kirschkuchen …

Vorher gehts aber noch mal ins Kino … in die Gruselvorstellung … und wer hat da am meisten Angst? Genau … Peter „der Schisser“ Shaw. Die ist beim Film vielleicht nicht so berechtigt, in der Folge aber schon … wenn die Jungs auf dem Rückweg in ihren neuen Fall schliddern und den sich wirklich extrem seltsam verhaltenden Mann vom Klappentext kennenlernen.

 

Und schon hats der Autor geschafft, den Leser … mich zumindest … so neugierig auf das Abenteuer zu machen, dass unweigerlich die Lesegeschwindigkeit ansteigt. Denn „gruselig“ ist „na ja“ … aber „seltsam“ ist interessant. Und interessant fand ich damals das „Online-Abenteuer“ „Im Netz des Drachen“, in dem wir den Zocker kennengelernt haben, den den Autor hier wieder mit auflaufen lässt. Aber nicht nur dem Leser, der sich noch an den Fall und den Jungen erinnert, kam und kommt der extrem kriminell vor. Wieso also gestehen neuerdings ständig völlig unscheinbare „Täter“ irgendwelche Sachen, die sie ganz bestimmt nicht begangen haben? Nun sind wir schon bei „sehr seltsam“ angelangt.

Und da wir schon einen alten Bekannten aus dem Hut gezaubert bekommen, greift der Autor noch mal eine ganze Ecke weiter zurück in die FRAGEZEICHENKISTE und erwähnt jemanden, den wir aus dem PERLENVÖGEL-Fall kennen … ach ja .. die guten alten 80er Jahre …

Aus diesen Zeiten stammen auch die meisten Fahrgeschäfte, die sich bei uns in der Gegend so die Sommermonate über auf den Schützenfesten tummeln … auf dem Jahrmarkt, den die drei Jungs unter die Lupe nehmen, ists sogar noch ein wenig abgefahrener. Wahrsagerinnen gibts bei uns nämlich keine …

Die braucht man in diesem Fall auch nicht, denn sehr schnell ist klar, was hier gespielt wird und wo die Ursache des Übels zu suchen ist. Das macht dann weite Teile des Buches eigentlich überflüssig, weil man bereits das Motiv kennt und wie die ganze Sache inszeniert wurde. Die Details sind eher nebensächlich, genau wie die Frage nach dem „Wer steckt denn nun dahinter?“, denn die Antwort darauf interessiert eigentlich nicht, weil wir eh wissen … na ja … zu wissen glauben, wer es alles nicht ist.

Die restliche Recherche, die sich dann fast komplett an diesem einen Ort abspielt, den wir schon kennen, ist zwar interessant geschrieben und auch turbulent und sicher auch für den einen oder anderen, besonders aber vielleicht für die ganz jungen Leser, auch gruselig, aber im Grunde fühlte sich das Ganze ziemlich gestreckt an.

Gut, die Alt-Fans werden mit ein paar Hinweisen auf alte Fälle bedient und dürfen wissend grinsen, aber ganz ohne Nostalgie ist dies ein sehr schlichtes Abenteuer, das direkt und ohne Schnörkel gelöst wird und daher auch nur mittelmäßig unterhaltsame Abenteuerkost bieten kann. Ich wusste halt viel zu früh, was da passierte und das nahm mir komplett den Spaß, weil ich am Ende nicht mal durch eine clevere Wendung aufs Glatteis geführt wurde.

Der Autor:

Marco Sonnleitner war bereits in seiner Kindheit großer Fan der drei Detektive und ist seit dem Frühjahr 2003 im Autorenteam. Als Deutschlehrer an einem Gymnasium kennt er die Zielgruppe bestens. Gekonnt setzt er seine vielen Ideen in Texte mit starken, witzigen Dialogen um. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Was im Haus des Henkers vor sich geht, das kann sich der Leser schnell denken und wird am Ende auch in seiner Annahme bestätigt. Das schmälert den Abenteuerspaß ganz gewaltig und lässt das Aufdecken der Hintermänner ziemlich zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Die Jagd ist dennoch abwechslungsreich und stellenweise gruselig, gerade weil die Jungs mittendrin statt nur dabei sind, aber am Ende ists halt genau so, wie es schon lange klar war. Keine unerwarteten Twists, keine Überraschungen … außer denen in der Geisterbahn. Ein Start-Ziel-Fall, bei dem für mich das Highlight der Abschlussgag von Peter war, der seinen Namenszusatz, den er mal von Skinny Norris bekommen hatte, hier wieder redlich verdient hat.

Laminierter Pappband: 144 Seiten
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-440-14228-8

www.kosmos.de

Der Autor vergibt: (2.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (5 Stimmen, Durchschnitt: 3,60 von 5)

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[NEWS] Sean Thomas Russell – Gegen den Wind

„Im Krieg waren alle Männer den gleichen Gefahren ausgesetzt. Das war die harsche Wahrheit im Leben eines Seeoffiziers. Wer auch immer auf dem Quarterdeck stand, geriet in das Zielfeuer der feindlichen Scharfschützen. Hayden, Archer, Wickham – sie alle könnten ihr Leben an Deck aushauchen und in eine Hängematte eingenäht werden. Ihre Leichname würde man einer dunklen Wasserwelt überlassen – bis das Meer seine Toten wieder hergab.“ (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 592 Seiten
Originaltitel: Charles Hayden 4
Bastei Lübbe

[NEWS] Sinéad Crowley – Er sieht dich

Sie hatte diese Frau nie getroffen, kannte nicht einmal ihren Namen, doch sie erzählte ihr alles. Ein tödlicher Fehler …

Gerade erst von London zu ihrem Mann nach Dublin gezogen, wo die gemeinsame Tochter Roisin zur Welt kommt, sehnt sich Yvonne nach dem Austausch mit Gleichgesinnten. Stundenlang surft die junge Mutter im Internet, gibt in dem Mütterforum NETMAMMY mehr und mehr über sich preis. Als eine ihrer Online-Bekanntschaften spurlos von der Oberfläche verschwindet, beginnt Yvonne, sich Fragen zu stellen. Doch erst als eine Frauenleiche auftaucht, die Ähnlichkeiten mit der offline gegangenen Freundin aufweist, begreift sie, dass sie und die anderen Mütter in entsetzlicher Gefahr schweben könnten. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 384 Seiten
Goldmann

Die drei ??? Kids – Happy Birthday! (Ein Fall für deinen Geburtstag)

Die Handlung:

Mehr kann man sich nicht wünschen: Wer als Geburtstagskind dieses Buch aufschlägt, bekommt eine Reise nach Rocky Beach geschenkt und feiert zusammen mit den Die drei ??? Kids! Natürlich wartet am Flughafen nicht nur das Begrüßungskomitee aus Justus, Peter und Bob, sondern auch ein kniffliger Fall. Die Kultdetektive setzen auf ihren Ehrengast als Vierten im Team, um das Geheimnis zu lüften. Bald sorgen verzwickte Rätsel, Bilder und Aufgaben für Nervenkitzel. Der Leser erlebt sich unmittelbar als Teil der Geschichte, was den Fall noch spannender macht. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Was sich die Macher der KIDS nicht alles schon ausgedacht haben und bislang ist noch nichts dabei gewesen, was mir nicht gefallen hätte. Mitratefälle, FYF-Abenteuer, Comic … und jetzt wissen sie sogar, wann ich Geburtstag habe? Na ja … heute eigentlich nicht, aber wenn das Geschenk schon mal da ist, dann will auch damit spielen … wobei … was ist denn die Geburtstagsüberraschung, die mir auf dem Coveraufkleber versprochen wird? Ein KIDS-Bügelbild ists. Fast so groß wie eine Seite ist es und man bekommts ganz am Ende als letztes Geschenk.

Vor dem Lesen aber fällt schon mal auf, dass das Buch formattechnisch anders ist, als die normalen Abenteuer-Romane der Jungdetektive … und es gibt jede Menge Farbzeichnungen zu sehen, die sonst nur in schwarz gehalten sind.

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Die drei ??? Kids und du – Zirkus der Rätsel (Band 17)

Der Verlag sagt:

Interaktiver Krimispaß: 1.000 Spuren und der Leser hat die Wahl.

Justus, Peter und Bob brauchen deine Hilfe: Ein Fall und 1.000 Spuren – welche davon ist wichtig, welche führt in die Irre? Du entscheidest!

Ein neuer Fall für Die drei ??? Kids: Das knifflige Rätsel um den Wanderzirkus können die Kultdetektive nur mit Hilfe ihrer Leser lösen. An jedem wichtigen Wendepunkt entscheiden sie, wie und wo es weitergeht.

Ein neuer aufregender Fall für die drei ??? Kids – natürlich mit deiner Hilfe. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Dies ist kein normales „Drei ???“-Abenteuer, sondern ein „FYF-“ („Find Your Fate“) oder auch „Mitmach-„Fall. In den 1980ern gab es ein paar Versuche, um jungen Leuten mehr Spaß beim Lesen zu bereiten und sie aktiv ins Geschehen mit einzubeziehen. Mit am bekanntesten war nicht nur hierzulande die Reihe „Einsamer Wolf“.

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Die drei ??? Kids – Geisterspuren (15 spannende Ratekrimis)

Die Handlung:

Diebe, die sich in Luft auflösen? Ein Auto, das von alleine losfährt? Flussgeister, die sich meterhoch auftürmen? Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu … Für diese kurzen Fälle brauchen Die drei ??? Kids die Hilfe der Leser, denn diese liefern am Ende den entscheidenden Hinweis zur Lösung des Falls: 15 kurze spannende Ratekrimis laden zum Schmökern und Mitraten ein. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Der zurecht sehr erfolgreiche Ableger der „Drei ???“ bringt uns nach dem „Die drei ??? – Comic“ eine weitere Idee, Leseverweigerer zum Buch zu führen. Wem also die 128 Seiten eines normalen KIDS-Abenteuers zu lang sind, der kann sie hier durch 15 Teilen („Wie? Jetzt soll ich auch noch rechnen wo ich schon keine Lust zum Lesen habe?“) und bekommt dann nicht nur Kurzgeschichten, sondern Mitratefälle. Die überstrapazieren nicht die Geduld der Langsam- oder Überhaupt-nicht-Leser, sondern sollen auch noch Spaß machen.

 

Wie viel Spaß machen denn die Ratekrimis nun und wie schwer sind die Fälle? Vorab eine kurze Anekdote aus meiner Jugend … da gabs von Wolfgang Ecke auch Ratekrimi-Taschenbücher, sogar mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden der Rätsel. Man, war ich schlecht im Kombinieren und Aufpassen, aber ich habe sie geliebt und ich hatte sie alle. Heute habe ich sie nicht mehr alle, aber neue Rätsel vor mir, die für die heutige, junge Generation bestimmt sind.

Die wundert sich schon vor dem Lesen erst mal über die Aufmachung. Denn das Mitratebuch ist nicht nur 3cm breiter und 3cm höher als der normale KIDS-Roman, es enthält auch farbige Zeichnungen, wie wir sie sonst nur auf dem Cover zu sehen bekommen. Außerdem ist es dünner und teurer als die normalen Fälle der Jungs und das Papier ist glatter, was wohl den Farbbildern und dem Druckverfahren geschuldet ist.

Aber … und das ist den Aufpreis sicher wert … das Buch unterhält länger als ein normaler KIDS-Roman. Allein schon, weil mans nicht in einem Rutsch lesen kann, sondern zwischendurch immer wieder grübeln darf. Dabei wird am Ende eines jeden Kurzfalles immer eine Frage gestellt, die der aufmerksame und gut kombinierende Leser dann beantworten soll, kann, darf, muss …

Die Lösungen gibts na klar auch zum Nachlesen im Buch, allerdings sind die alle gesammelt untereinander ganz hinten im Buch zusammengefasst. Das gefiel mir nicht so gut … nicht weil ich zu faul zum Blättern bin, sondern weil man so unweigerlich Teile der Lösungen der anderen Fälle sieht … und sei es nur aus dem Augenwinkel. Da reicht ja schon der Teil eines bekannten Namens und schon ist der Spaß für den nächsten Fall dahin. Hier wäre es schöner gewesen, wenn die jeweiligen Lösungen direkt unter der Frage am Ende des Falles gestanden hätten … entweder auf dem Kopf oder in Spiegelschrift, sodass sie nicht sofort zu erkennen sind.

Eine Einteilung in Schwierigkeitsgrade der Fälle gibt es nicht, sodass man annehmen sollte, dass sie durchweg alle den gleichen Anspruch haben. Das haben sie aber nicht, daher habe ich sie ganz subjektiv mal eingeteilt. Dass es unterschiedlich schwierige Fälle gibt, finde ich prima, da fühlt sich der Leser noch mehr wie ein Detektiv, wenn er gerade eine etwas härtere Nuss geknackt hat. Nur, hätte ich schon gern vorher gewusst, obs schwer wird oder nicht. So könnte sich der Leser erst mal die leichteren Fälle rauspicken, um es dann etwas knackiger angehen zu lassen.

Nun aber zu den Fällen:

Über Nacht im Kaufhaus

Die Kids helfen Mr Porter bei der Aufklärung der Frage, wer nachts bei ihm im Laden für Chaos sorgt.

Die Lösung gibts am Ende sozusagen „in your face“ präsentiert.

Schwierigkeit: 1/5

Völlig abgebrannt

Die Kids machen Praktikum bei der Feuerwehr und dürfen gleich zu einem echten Einsatz mitfahren, bei dem Brandstiftung im Spiel zu sein scheint.

Die Lösung ist ziemlich konstruiert, sehr naiv und hält keiner intelligenten Nachfrage stand. Leider kann ich hier nicht ins Detail gehen, ohne zu spoilern.

Schwierigkeit: 2/5

Der verzauberte Fluss

Die Kids begleiten Bobs Vater zu einem Interviewtermin mit einem Wasser-Sägewerker und machen eine Bootsfahrt auf einem Fluss, in dem ein Geist zu hausen scheint.

Die Lösung kann man schnell überlesen … was mir passiert ist, ich gebs zu … denn es ist nur ein kleines Detail, das hier den Ausschlag gibt.

Schwierigkeit: 2,5/5

Die Spur der Kunsträuber

Die Kids wollten eigentlich mit den Rädern den alten Leuchtturmwärter besuchen, werden aber auf dem Weg Zeugen eines Kunstraubes.

Hier muss man nicht nur genau lesen, sondern auch noch gut kombinieren können.

Schwierigkeit: 3/5

Eiskalter Diebstahl

Die Kids gönnen sich ein Eis und überführen dabei noch einen gesuchten Dieb.

Das hier zu findende Detail gibts nicht nur in Wort, sondern auch im Bild zu sehen und eine kleine Überlegung führt zum Ziel.

Schwierigkeit: 1,5/5

Poltergeister

Die Kids lernen eine ältere Dame kennen, in deren Villa es spukt. Wer oder was dahinter steckt, das finden sie aber schnell heraus.

Hier gibts zwei Fragen zu beantworten, wobei die eine Ungereimtheit dem aufmerksamen Lesedetektiv sicher nicht entgangen ist und die andere angebotene Antwort von mir mit einem „Na ja“ quittiert wird und ein wenig viel Vermutung birgt.

Schwierigkeit: 2/5

Telefonterror

Drohanrufe bei Tante Mathilda? Wer steckt dahinter? Die Jungs gehen dem Fall nach.

Wieder eine „na ja“-Lösung, bei der der Täter nicht nur am Telefon seine Stimme verstellt haben könnte!

Schwierigkeit: 2/5

Geisterfahrer

Die Kids wollen eigentlich am Strand ihren Spaß haben, da rauscht ein LKW ins Wasser …

Ein ganz seltsam konstruierter Fall, der keine Nachfragen duldet und der mich zusätzlich an Zurechnungsfähigkeit des Fahrers zweifeln lässt.

Schwierigkeit: 1,5/5

Fußball-Gangster

Ein Schiedsrichter fällt eine seltsame Entscheidung, die nicht nur Peters Mannschaft schadet, sondern Justus auch ins Grübeln bringt.

Die Lösung ist leider vom Autor nicht komplett durchdacht worden und unlogisch.

Schwierigkeit: nicht festzustellen, weil der Beweis nicht passt.

Juwelenraub vor Zeugen

Eigentlich wollten die Kids Opern-Karten reservieren, dann aber werden sie zu Komparsen (Kleindarsteller) und klären einen Diebstahl auf.

Wieder eine „Na ja“-Lösung, die ich aber durchgehen lasse, weil es schon eine ist … wenn auch nicht die einzig Mögliche.

Schwierigkeit: 1,5/5

Die Rätsel-Maschine

Auch wenn den Jungs auf dem Schrottplatz unglaublich langweilig ist, die Maschine, die sie finden, hält ihre grauen Zellen auf Trab. Und am Ende kann der Leser an den Fingern abzählen, wer sie wohl gebaut hat.

Die Lösung ist klassisch, die Herleitung abwechslungsreich, das Knobeln geht leicht von der Hirnhand und macht Spaß.

Schwierigkeit: 1,5/5

Das magische Labyrinth

In einem Labyrinth, das in ein Maisfeld verbastelt wurde, soll eine Kiste mit 500 Dollar zu finden sein, die Jungs machen sich auf die Suche.

Die Auflösung gibts diesmal wieder als Bild.

Schwierigkeit: 1/5

Das Erbe des Zauberers

Die Kids fahren mit Onkel Titus zur Entrümpelung eines alten Hauses und treffen auf einen seltsamen Bewohner.

Ein kaum zu überlesendes Detail verrät uns hier die Lösung.

Schwierigkeit: 1,5/5

Geisterspuren

Ein Jahrmarkt lockt nach Rocky Beach und auf dem Schrottplatz von Onkel Titus treibt passend zu Halloween ein Geist sein Unwesen. Justus aber durchschaut den Spuk schnell … genau wie der Leser, der die Lösung als große Farbzeichnung serviert bekommt.

Schwierigkeit: 1/5

Der Fall „Tannenbaum“

Die Kids sollen den Weihnachtsbaum schmücken, aber der ist geklaut worden.

Der Dieb ist recht schnell geschnappt, weil er sich durch eine Ungereimtheit verrät, die dem Leser sofort auffällt.

Schwierigkeit: 1,5/5

Der Autor:

Ulf Blanck leitet eine Werbeagentur und ist als Autor und Radiomoderator für verschiedene Rundfunksender tätig. Er hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und gehört seit Start der Reihe „Die drei ??? Kids“ zum Autorenteam. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

15 Kurzfälle zum Mitraten bietet uns der Autor hier an. Bei einigen sind die Lösungen nachvollziehbar, bei anderen gar nicht. Manchmal muss man genau lesen, manchmal bekommt man die Lösung in Comic-Form vorgezeichnet. Sehr abwechslungsreiche und unterschiedliche Kleinabenteuer erleben die Freunde hier, bei denen der Fan auch schon mal länger grübeln und nicht selten zurückblättern und noch mal neu lesen wird, um auf die Lösung zu kommen. Über die kann man dann mit Freunden und Familie diskutieren oder sie einfach mal so hinnehmen. Gut unterhalten wird man aber allemal.

Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn es schon bald einen neuen Mitrateband der Jungdetektive geben würde.

Laminierter Pappband: 112 Seiten
Mit Illustrationen von Kim Schmidt
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
ISBN-13: 978-3440137017

www.kosmos.de

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

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[NEWS] George R. R. Martin – Traumlieder 2. Erzählungen

Darauf haben Millionen Game Of Thrones-Fans gewartet

Dass George R. R. Martin einer der erfolgreichsten Fantasy- Autoren aller Zeiten ist, steht außer Frage. Dass er noch viel mehr kann, beweist er in seinen beiden Erzählbänden Traumlieder, deren Vielseitigkeit Fantasy- und Science-Fiction-Fans jeder Generation begeistern wird: Das Porträt eines Mannes, der allmählich dem Wahnsinn verfällt, oder das unheimliche Schicksal eines Autors, dessen Selbstbezogenheit ihm zum Verhängnis wird, sind nur zwei der Geschichten dieser einzigartigen Storysammlungen. Ob Werwölfe, Magier, das ganz normale Grauen nebenan oder das Weltall: George R. R. Martin versteht es, seine Leser zu fesseln wie kein anderer. Die beiden Erzählbände vereinen erstmals die wichtigsten seiner vielfach ausgezeichneten Kurzgeschichten. (Verlagsinfo)

Broschiert: 624 Seiten
Originaltitel: Dream Songs
Heyne

[NEWS] Salah Naoura – Star

Die kuriose Geschichte von Marko, der aufgrund seiner Kunst zu bluffen, ein bisschen größenwahnsinnig und dann zum Super-Star wird, bevor er merkt, wie grässlich das alles ist: Spannend, rasant und komisch erzählt Salah Naoura von den Verwicklungen, bis Marko im allerletzten Moment seine Haut retten kann. Das ganze Schlamassel nimmt auf der Pferderennbahn seinen Lauf, wo der 12-jährige Marko auf das richtige Pferd setzt und den großen Coup landet. Markos Mutter, jung, alleinerziehend, wittert, dank der hellseherischen Kräfte ihres Sohnes, den großen Ruhm. Marko taucht in Fernsehshows auf und die Markomania nimmt allmählich ihren ungehemmten Lauf. Während seine Mutter das glamouröse Leben genießt, merkt Marko allmählich, wie schwierig das Berühmtsein ist und dass sich allmählich alle seine Freunde von ihm abwenden. Er will nur noch untertauchen – und seine Seele retten. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 201 Seiten
Vom Verlag empfohlen ab 11 Jahren
Beltz & Gelberg

Die drei ??? Kids – Monster-Wolken (Band 63)

Die Handlung:

Monster-Wolken über Rocky Beach! Die hässlichen Nebelfratzen lenken die Autofahrer ab. Als auch noch Flugzeuge in Gefahr geraten, greifen Die drei ??? Kids ein. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Jeder hat schon mal Gebilde oder Gesichter in Wolken über sich erkannt … aber, kann man solche Wolken absichtlich erzeugen und ihnen dann auch noch das gewünschte Aussehen verpassen? Und wenn ja, warum dann unbedingt Gruselgesichter? Ist das ein Spaß oder steckt da ein krimineller Plan dahinter? Gut, dass die Jungdetektive grad Zeit haben, um Hans Guck-in-die-Luft zu spielen und diesem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Ich würde ja erst mal direkt Colonel Edwards verdächtigen, schließlich ist er der örtliche „Himmelsschreiber“ und kann mit seiner Propellermaschine Botschaften aus dichtem Dunst in die Luft malen. Nur, zum einen wäre das zu einfach und zum anderen ist der selbst zum Opfer geworden, als ihm seine Maschine in der Luft um die Ohren fliegt … und so erfahren wir nebenbei nicht nur, aus was die „Himmelstinte“ besteht, mit der der Veteran und seinesgleichen den Himmel verzieren … sondern haben auch schon unseren Fall. Wer hat ein Interesse daran, den alten Colonel im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Himmel zu blasen und ihm das Geschäft zu vermiesen?

Und wieso ist bis über die Hälfte des Romans nicht eine der Monster-Wolken zu sehen gewesen, wie sie auf dem Titelbild zu bewundern ist? Gehts denn nicht eigentlich um die? Nicht wirklich, nein.

Aber auch ohne Wolken am Horizont ists seltsam genug, um den Leser bei den Buchstaben zu halten. Nicht nur taucht ein sehr verdächtiger Mensch auf, sondern Justus wird für kurze Zeit sogar zum Greis! Ob das wohl gewinnträchtig ist? Und … was zur Hölle ist denn ein „Himmelsradierer“?

Keine Sorge, das alles erfahren wir und dabei gibts eine Menge Spaß, Spannung und sogar noch Dramatik. Denn um was es hier wirklich geht und wer hinter allem steckt, das ist eine clevere Idee des Autors, die er uns kindgerecht vermittelt und nach einem Zitat des Kampfkünstlers Bruce Lee an den Himmel schreibt.

Der Autor:

Boris Pfeiffer wurde 1964 in Berlin geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Er machte Abitur, wurde Buchhändler und Taxifahrer, studierte Sprachwissenschaften und Landschaftsplanung an der TU-Berlin und Drehbuch an der Berliner Filmhochschule. Anschließend arbeitete er als Regieassistent und Regisseur an verschiedenen Theatern. 1994 wurde sein erstes Theaterstück für Kinder am Berliner GRIPS Theater uraufgeführt. 2003 erschien sein erstes Kinderbuch: ‚Kira und Buttermilch‘. Inzwischen hat er über …. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Davon abgesehen, dass der Titel, das Cover und vor allem der Klappentext ziemlich irreführend sind und den Leser auf die falsche Fährte locken, erwartet uns hier dennoch ein spannender Fall für die Jungs. Hier greifen nämlich nicht wirklich Monster-Wolken an und die Jungs laufen auch alles andere als weg. Sie bleiben und lösen den Fall, der sich rund ums Himmelsschreiben dreht und um die, die damit Geld verdienen wollen.

Laminierter Pappband: 128 Seiten
Mit Illustrationen von Kim Schmidt
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
ISBN-13: 978-3440145678

www.kosmos.de

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (4 Stimmen, Durchschnitt: 3,50 von 5)

Über 210 weitere Rezensionen zu den DREI FRAGEZEICHEN findet ihr in unserer Datenbank!

Die drei ??? Kids – Gefahr im Dschungel (Band 62)

Die Handlung:

Justus, Peter und Bob sind in einem gigantischen Dschungel-Haus gefangen! Und das nur, weil sie einem entführten Professor helfen wollten. Im Dschungel lauern so einige Gefahren. Können Die drei ??? Kids diesen Fall lösen? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Moment, wie kommen die Jungs denn in einen Dschungel? Ach, nein, Dschungel-HAUS heißt es ja im Klappentext, dazu muss man ja nicht zwangsläufig in die Tropen fahren … aber im Titel stehts anders, hmm … Dann drücken wir den Kids mal die Daumen, dass auch im mächtigen Dschungel-Haus der Löwe heute Nacht schläft … awimoweh, awimoweh, awimoweh, awimoweh …

Aber, bevor es ins undurchdringbare Dickicht geht, wird erst mal geshoppt … und da das bekanntlich eher Frauensache ist und die Männer da nur als Beiwerk und zum Tragen mit dabei sind, hat Tante Mathilda ihren ganz speziellen Auftritt und übernimmt das Männer-Regiment.

Und während wir erfahren dass Greta Oto keine verstorbene Schauspielerin, sondern ein Schmetterling ist, lernen wir auch den Professor vom Klappentext kennen. Der bemängelt, dass sich heutzutage keiner mehr mit Botanik auskennen würde … er aber offenbar auch nicht, denn in der Botanik gehts um Pflanzen … während er einen Schmetterling jagt. Aber, er ist ja auch kein Paläontologe … was die so machen, das wird uns auch erklärt. Lustigerweise im exakten Wortlaut, wie es auch im Online-Lexikon wikipedia zu finden ist …

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Die drei ??? und die flüsternden Puppen (Band 179)

Die Handlung:

Das Mädchen Bianca wurde entführt! Am hellichten Tag, direkt vor einem Fitnessstudio! Eine Botschaft, offenbar in Panik auf einem alten Walkman hinterlassen, ist der einzige Hinweis. Die drei ??? verfolgen die Spur der Entführer bis zu einer verlassenen Hütte in Mexiko – und bringen sich dabei selbst in Gefahr. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wenn ich mir den Klappentext so durchlese, dann frage ich mich, was denn so besonders daran sein soll, wenn man vor einem Fitnessstudio entführt wird … ich meine … im Vergleich zu einer Entführung vor einer Metzgerei. Oder gibts im Studio Puppen … die flüstern? Creepy sind Puppen allemal, besonders die mit diesen täuschend echten, aber extrem tot aussehenen Porzellangesichtern … und wenn die auch noch anfangen zu flüstern wie … wie … wie eine Mumie? … oha!

Aber der Leser bekommt gar keine Möglichkeit, darüber nachzudenken, denn er wird vom Autor von der ersten Zeile an in ein schauriges Abenteuer hineingezogen. Es geht nämlich direkt mit einem Mord, einer Leiche im Wohnwagen der Jungs und dem Mitschnitt einer Entführung los … der Leser ist entsetzt, fasziniert und sagt pauschal erstmal alle Termine für den Tag ab, denn dass es so schnell so spannend wird …

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Die drei ??? – Das Kabinett des Zauberers (Band 181)

Die Handlung:

Der Zauberer Pablo verschwindet während der Vorstellung in einem Schrank – und taucht nicht mehr auf. Alles andere als Hokuspokus, sind sich Die drei ??? einig. Auf ihrer Suche nach dem verschwundenen Zauberer müssen Justus, Peter und Bob mehr als nur ein Zauberkabinett durchforsten, um die Lösung des Rätsels zu finden… (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Moment, gabs nicht schon mal einen Zauberer? Hieß der nicht Wu? Ja, den gabs und der hieß auch Wu, lebt aber auf einer anderen Baustelle und spielt bei den Kollegen von den Fünf Freunden mit. Bei den DREI ??? gabs bislang nur einen ZAUBERSPIEGEL … dann blicken wir mal hinein und lassen uns ver-zaubern.

Tja, und noch bevor wir uns hämisch grinsend, aber mit ein wenig Mitleid über Justus amüsieren, dessen Auftraggeber ein Haufen Kinder ist … da ist der Fall schon gelöst und wir wissen wie der Zauberer aus dem Schrank verschwunden ist. Tadaaaa, Tusch … ein Klassiker halt, der nur den allerjüngsten FRAGEZEICHEN-Fans nicht geläufig ist.

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John Sinclair – Treffpunkt Leichenhaus (Folge 98)

Die Handlung:

In der südlichen Adria wird eine geheimnisvolle Insel gesichtet. Sedonis! Dort soll der Todesnebel bereits mehrere Opfer gefordert haben. John Sinclairs erste Vermutung, dass Lady X dahintersteckt, entpuppt sich als Irrtum. Es scheint, als bekäme die Anführerin der Mordliga einen mächtigen Gegner, der ebenfalls den Todesnebel zu rufen versteht – Arkonada … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 254 gemacht, der erstmalig am 15. Mai 1983 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

Da ists zwar auch oft ziemlich muffig, aber Nebel gibts da keinen. Zum Glück, denn der in dieser Folge wabernde Dampf soll sogar Leute fressen. John sammelt sich und seine Gedanken und kommt auf Lady X und ihren „Zauberwürfel“. Ob sie hinter dem „Nebel des Grauens“ steckt? Was hat das Ganze mit Atlantis zu tun? Und wer ist denn dieser Arkonada, von dem alle reden? Dessen Bann scheint vor dem Nebel zu schützen … aber warum? Und … ist Logan Costello auch in diese Sache verstrickt und will er gar Lady X ausschalten? Was ist mit der Spruchformel, die Johns Kreuz aktiviert? Wieso werden Arkonadas Diener zu Glas? Das sind nur einige der Fragen, die wir zusammen mit dem Sohn des Lichts in dieser Folge zu klären haben. Dass sich das kompliziert anhört, das meint übrigens auch Johns Chef Sir Powell.

John Sinclair – Treffpunkt Leichenhaus (Folge 98) weiterlesen

[NEWS] Favel Parrett – Jenseits der Untiefen

Die Brüder Joe, Miles und Harry wachsen an der tasmanischen Küste auf. Ihr Leben ist geprägt vom Meer: vom Muscheltauchen, von den Gezeiten, vom unendlichen Glücksgefühl beim Ritt durch die Wellen. Nur Harry, der Jüngste, fürchtet die See und sammelt lieber Meeresschätze am Strand. Fürchten müssen die Jungen auch den Vater, der – ähnlich dem Meer – wild und unberechenbar ist. Keiner durchschaut den verbitterten Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Miles sorgt liebevoll für seinen jüngeren Bruder und versucht ihm Geborgenheit zu geben. Aber am Ende reicht brüderliche Fürsorge manchmal nicht aus… (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 224 Seiten
Originaltitel: Past the Shallows
Piper

[NEWS] Andrea Schacht – Die Fährmannstochter

Von den Fans sehnlichst erwartet: der Auftakt der neuen Mittelalter-Reihe von Andrea Schacht

Brandstiftung in der Domstadt? Bei einem mysteriösen Feuer im Kloster der Machabäerinnen kommt die Oberin zu Tode. Verdächtigt wird eine kranke Pilgerin, die vor einigen Tagen von Myntha, der Tochter des Mülheimer Fährmanns, aus den Fluten des Rheins gerettet wurde. Myntha glaubt nicht an die Schuld der Pilgerin, zumal bekannt wird, dass die Oberin unmittelbar vor ihrem Tod mit einem Mann über die Qualität von Weihrauch gestritten haben soll. Steckt womöglich der düstere Fremde dahinter, der sich vor Kurzem mit einer Schar Kolkraben in der Nähe des Fährhauses einquartiert hat? (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 432 Seiten
Blanvalet

[NEWS] Dolores Redondo – Die vergessenen Kinder

Der Mörder und Vergewaltiger Jasón Medina steht vor Gericht. Doch plötzlich bricht der Richter die Verhandlung ab: Der Angeklagte hat sich auf der Toilette im Gerichtsgebäude die Pulsadern aufgeschlitzt. Er hinterlässt eine rätselhafte Nachricht an Inspectora Amaia Salazar, die ihn ein Jahr zuvor überführt hatte. Die Nachricht enthält nur ein einziges Wort: „Tarttalo“ – den Namen eines einäugigen Ungeheuers aus der baskischen Mythologie. Wer verbirgt sich dahinter? Und was hat Amaia Salazar mit ihm zu tun? (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 576 Seiten
Originaltitel: Legado en los Huesos
Bastei Lübbe

TKKG – Der eiskalte Clown (Folge 190)

Die Handlung:

Dieser Winter dauert lang in der Millionenstadt. Die Schneedecke ist weit entfernt davon zu schmelzen und Klößchen wird von einem ziemlich lästigen Schnupfen geplagt. All das zusammen ist zwar nicht gerade angenehm, aber nichts im Vergleich zu dem, was dann passiert. Alles beginnt mit dem Einbruch im Feinkostladen von Gabys Mutter. TKKG ahnen nicht, was dieses Verbrechen nach sich ziehen wird: Angst, Erpressung und das Zerbrechen von Freundschaften. Jemand scheint es auf TKKG abgesehen zu haben – und hat dabei jeden Schritt penibel geplant … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Tja, im TKKG-Land gibts Winter … bei uns in der Gegend hatte er sich für dieses Jahr mal freigenommen. Aber, wenn man dem Klappentext dieser Folge glauben darf, dann gehts in diesem Abenteuer hoch her und den Jungs und Mädels wird ganz schön warm ums Herz … Winter hin oder her. Was mir allerdings direkt auffiel, war der Name „Krusty, der Clown“ … ob der Verlag wohl an den Schöpfer der SIMPSONS Lizenzgebühr für dessen Verwendung bezahlen musste? Davon ab … wenns ums Clowns geht, dann gruselt es die meisten eh, denn mittlerweile gibt es mehr Leute, die Angst vor Clowns haben als solche, die sich über sie freuen. Ob wir das wohl Stephen King zu verdanken haben oder der Tatsache, dass Clowns so in-your-face sind und uns damit erschrecken? Vielleicht werden wir das anhand dieser TKKG-Folge klären können … vielleicht aber auch nicht.

 

Warum Tim, der eigentlich Peter heißt, nicht mehr „Tarzan“ genannt wird, das wissen die Hardcore-Fans sicher noch und auch Tim-Peter-Tarzan erklärt es in dieser Folge Gabys Mama noch mal … na ja … und wird dann von der Regie unterbrochen. Aber … Tim bei Gabys Eltern … so als Besuch bei den zukünftigen Schwiegereltern … werden die Kids jetzt erwachsen? Etwas seltsam ist auch, dass Gabys Mutti ihr erst nach 190 Folgen bestätigt, dass sie mit Tim eine gute Wahl getroffen hat.

Getroffen hat dann auch ein Übeltäter, der im Laden von Mutter Glockner Schaden anrichtet. Allerdings fand ichs schon interessant, dass „Sherlock“ Tim zwar feststellt, dass gar keiner im Laden gewesen ist, weil es keine nassen Fußabdrücke gibt. Wie dieser jemand aber in Gabys Zimmer gekommen ist, um ihr Tagebuch zu klauen, unschuldige Kleinmädchenfantasie-Teile davon ins Internet zu stellen und eine Lösegeldforderung in Drei-???-Gedächtnis-Rätsel-Form zu hinterlassen, das hinterfragt hier niemand. Und auf den Fußboden im Raum guckt auch keiner.

Wie Karl allerdings auf die Lösung bezüglich des Ortes der Lösegeldübergabe kommt, ist komplett konstruiert und kaum bis gar nicht nachzuvollziehen. Niemand „liegt“ im Wasser … und dass Gaby davon träumt, kann der Dieb wohl auch nur in ihrem Tagebuch gelesen haben. Darin wird er aber sicher nicht erst in ihrem Zimmer seelenruhig geschmökert und dann den Rätsel-Zettel geschrieben und deponiert haben … von daher konnte er das vorher nicht wissen. Auch darüber denkt Tim nicht nach … ok, der hat auch genug mit Gaby zu tun, die ziemlich aufgewühlt ist.

Übrigens ist auch interessant, dass der nach einer Viertel-Hör-Stunde beschuldigte Erstverdächtige direkt ein Alibi für den vorherigen Abend vorweist … wo doch eigentlich keiner außer TKKG und dem Dieb weiß, wann genau das Tagebuch gestohlen wurde. Dass in Gabys Mutters Laden eingebrochen wurde, das kann sich rumgesprochen haben, kein Ding. Das eins mit dem anderen zusammenhängt, das wissen nur wenige.

Sogar Insiderwissen haben der oder die Bösewichte in dieser Folge über jedes einzelne TKKG-Mitglied, denn nicht nur Gaby wird zum Opfer, auch der Rest der Bande ist betroffen. Da scheint jemand oder eine Gruppe extrem viel auf dem Kasten und richtig genau recherchiert zu haben … denn um das alles abzuziehen, was TKKG hier widerfährt, das bedarf schon einer Menge Cleverness und krimineller Erfahrung. Ach so … wieder eine Seltsamheit, diesmal bei Karl … dass sein Computer fremdbenutzt wird, ok, mit viel Wohlwollen geht auch das … aber dass Karl anschließend nicht mithilfe seine gehackten Elektrorechners herausfinden will, wann das geschehen ist, um an den Täter zu gelangen, wundert mich und passt nicht zu ihm. Dass er das folgende Rätsel dann lösen kann, das war ok und entspricht seinen geistigen Möglichkeiten.

Aber, nicht immer gehts kompliziert zu. Zur Auflockerung erfahren wir auch bei all dem Gerätsel, warum Schneeschuhe so gut funktionieren … ist doch auch mal was. Zumindest dabei hat der Autor an die jüngsten Fans gedacht, die so was noch nicht wissen.

Ansonsten hat der Autor jede Menge ge- und erdacht, dabei aber so viel konstruierte Einzelteile zusammengefügt, dass nicht nur der Abschlusslacher am Ende künstlich wirkt, sondern eigentlich alles an diesem Fall … von vorn bis hinten.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Wolfgang Kaven
Tim – Sascha Draeger
Karl – Niki Nowotny
Klößchen (Willi) – Manou Lubowski
Gaby – Rhea Harder
Kommissar Glockner – Wolfgang Draeger
Margot Glockner – Renate Pichler-Grimm
Thorsten – Stephan Benson
Holger – Hans-Benno Pest
Hannes – Jona Mues
Jorina – Soi Anifantis
Werner – Jesse Grimm
Georg – Tim Kreuer
Sabine – Julia Fölster
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

Trackliste:

1 Scherben bringen Glück?
2 Das Huhn kommt zum Gockel
3 Das wünscht sich doch jedes Mädchen, oder?
4 Im tief verschneiten Wald
5 Krusty, der Clown
6 Der verstorbene Vater
7 Zum Stehlen gezwungen
8 Die Katze läßt das Mausen nicht
9 Eine kleine, dicke Robbe
10 Klößchen und das Eis

Technik-Credits:

Buch: Martin Hofstetter nach Motiven von Stefan Wolf
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Wanda Osten, Maike Nagel
Geräusche und Effekte: Wanda Osten, Andre Minninger
Cover Illustration: Comicon S.L. nach Artworkvorlagen von R. Stolte
Rahmendesign: KB&B – Gestaltung: Atelier Schoedsack
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Eine Produktion der SONY MUSIC ENTERTAINMENT Germany GmbH
(c) 2015

Die Ausstattung:

Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Abenteuer ab Folge 100 und sechs ausgewählte Cover-Bilder. Dazu gibts noch die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits auf der Rückseite nachzulesen.

Interessanterweise ist auf dem Cover nicht Krusty, der Clown zu sehen, sondern Pennywise, den Gruselfreunde aus der Verfilmung von Stephen Kings ES kennen.

Mein Fazit:

Gangster, die es diesmal direkt auf TKKG abgesehen haben? Das klingt spannend, besonders weil jedes Mitglied zum Opfer wird. Und ein zerstrittenes Detektiv-Quartett? Das gabs auch noch nicht! Leider steckt hinter dem Ganzen ein so dermaßen und komplett am Reißbrett entworfener Fall, dass das Hören so gar keinen Spaß macht. Und die Logiklücken und Seltsamheiten machen alles noch viel schlimmer. Die Bösewichte in diesem Abenteuer sind eigentlich viel zu blöd, um all das angestellt zu haben, was sie angeblich machen. Davon abgesehen, dass sie dafür nicht mal recherchieren konnten …

Hier passt überhaupt nichts zusammen. Und der moralische Zeigefingers des Autors zum Thema „Seht mal Kinder, man darf niemanden vorschnell beschuldigen, nur weil …“ ist vertontes Klischee. Nur am Reißbrett des Autors, da sah alles sicher super aus … fühlt sich leider für den Hörer und TKKG-Fan so gar nicht danach an, auch wenn die Sprecher das Beste aus dem Skript herausholen und am Ende sogar gequält abschlusslachen … müssen.

1 Audio-CD mit 62.22 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 888750377425

www.natuerlichvoneuropa.de
www.tkkg.de

Der Autor vergibt: (1/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (3 Stimmen, Durchschnitt: 2,67 von 5)

Fünf Freunde auf dem Pfad der Küstenschmuggler (Folge 110)

Die Handlung:

Die Fünf Freunde fahren zum Windsurfen an Cornwalls Küste. Kaum haben Julian und Dick die Wellen des Atlantik erobert, geraten sie in Seenot und werden in letzter Minute von einem Frachter gerettet. Auf dem Schiff scheinen seltsame Dinge vor sich zu gehen. Zur selben Zeit machen Anne, George und Timmy eine sehr merkwürdige Entdeckung und schon stecken alle Fünf in einem neuen, aufregenden Abenteuer. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Mooooment, hatten es die fünf Freund nicht schon mal mit Schmugglern zu tun? Hatten sie … sogar mehrfach! Der geneigte Fan erinnert sich vielleicht an Folge 19, in der sie „auf Schmugglerjagd“ waren oder an Folge 26, da gings um die „Perlenschmuggler“. Und der Hardcore-Fan kann sogar die Titelmusik der TV-Serie mitsingen, die an einer Stelle auch von einem „Schmugglernest“ erzählt. Da das alles aber schon in den 1970ern stattfand, haben die Schmuggler ja vielleicht etwas Neues zu bieten, die Freunde beschäftigt und die Hörer gut unterhalt. Außerdem sind die Schmuggler von damals sicher alle in Rente … gut, dass die fünf Freunde nie altern. Und heutzutage schmuggelt man offenbar eh ganze Küsten … ich weiß … spitzen Witz.

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