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Die Elfen: Der Untergang von Vahan Calyd (Folge 1)

_Die Handlung:_

Elfen, Kobolde, Feen – die Völker von Albenmark sind in Vahan Calyd zusammengekommen, um die Elfenkönigin Emerelle als Herrscherin über Albenmark zu bestätigen. Doch das Fest wird jäh unterbrochen: Die Trolle sind aus der Verbannung zurückgekehrt und legen die Stadt in Schutt und Asche!

Emerelle befindet sich auf der Flucht – in der Begleitung ihres Schwertmeisters Ollowain, der ahnt, dass es einen Verräter unter den Elfen geben muss und dass diese Nacht über das Schicksal von ganz Albenmark entscheidet … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Es beginnt direkt mit einem Schreckeffekt und Dramatik, erleben wir doch eine Elfe, die von Trollen gefoltert wird. Das Sounddesign ist sehr lebendig und der Hörer ist sofort in der Story drin. Das Kopfkino geht schon los, bevor man überhaupt richtig Platz genommen hat.

Dann folgt die traurige und ruhige, halb mittelalterliche, halb industrial Titelmusik, die sich immer weiter entfaltet und orchestraler wird. Was auch direkt auffällt, nachdem der Erzähler, der Elf Meister Alvias, ansetzt, um die Zeit und die Umstände zu beschreiben, in der das Abenteuer seinen Anfang nimmt: Er klingt ziemlich leise und spricht recht zurückhaltend und gedrungen. Als Erzähler eines Fantasy-Hörspiels wäre einen Sprecher mit einer markanteren und vor allem tieferen Stimme passender gewesen, auch wenn der Erzähler in diesem Fall ein Elf ist. Aber hier ist er leise und kuschelt sich für meinen Geschmack zu sehr in die Hintergrundmusik. Das tut er aber nur am Anfang und gegen Ende, ansonsten ist „Der Untergang von Vahan Calyd“ ein sprecherloses Hörspiel.

Negativ ist mir auch die Ausdrucksweise der Trolle aufgefallen. Sicher, sie werden nicht nur in dieser Geschichte zumeist als dumm und grobschlächtig beschrieben, aber Begriffe wie „Arschloch“ und „Scheiße“ passen für mich nicht in das Gesamtgefüge dieses Fantasy-Hörspiels. Ob das der Buchvorlage entspricht, kann ich allerdings nicht sagen.

Und das war auch schon, was ich an dieser ersten ELFEN-Folge auszusetzen hatte. Alles andere hat mich komplett begeistert. Allein die Liebe zum Detail bei der Gestaltung der Hintergrundeffekte ist absolut hollywoodtauglich, das ganze Hörspiel klingt wie eine Tonspur eines teuren Fantasy-Spektakels. Teilweise ist der Hintergrund so überragend lebendig, dass einige der Sprecher tatsächlich in ihm untergehen und mit ihrer Leistung nicht mithalten können. Dennoch liefern alle Sprecher einen guten Job ab und Oliver Kalkofe als Kobold Gondoran zwingt den Hörer geradezu zum Grinsen, sobald er spricht.

Richtig viel passiert in dieser ersten Folge noch nicht, aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn der Hörer muss sich schließlich auch erstmal in Albenmark zurechtfinden. Zumal er direkt in einen Konflikt und die Zerstörung der Stadt Vahan Calyd gerät. Da muss man erstmal sortieren, wer gut und wer böse ist und bei wem man sich noch nicht so ganz entscheiden kann.

Schön ist auch, dass man für dieses Hörspiel keinerlei Vorkenntnisse der Romanvorlagen braucht. Und dass dies die Umsetzung des zweiten Teils der Bücher ist, fällt niemandem auf, der das nicht weiß.

|Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung|:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen, von denen der Verlag die ersten drei auf einmal herausgebracht hat. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Elfen
Ollowain: Bernd Rumpf
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Emerelle: Daniela Hoffmann
Lyndwyn: Celine Fontanges
Silvyna: Cathlen Gawlich
Shahondin: Andreas von der Meden
Hallandan: Hasso Zorn
Vahelmin: Tim Kreuer
Sansella: Dina Kürten

Kentauren
Orimedes: Martin Keßler
Antafes : Martin Sabel

Kobolde
Maruk: Stefan Fredrich
Gondoran: Oliver Kalkofe

Trolle
Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga : Luise Lunow
Branbart: Douglas Welbat
Boltan: Frank Felicetti
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Gran: Thomas Petruo
Birga: Simona Pahl

Weitere Bewohner von Albenmark:
Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Marion Elskies, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz, Alexander Rieß, Thomas Schmuckert sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach.

Technik-Credits:

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Urs Hauck und der echte Gran im Studio Konterfei, Berlin
Sprachschnitt Dennis Ehrhardt, Marco Göllner und ear2brain productions
Sounddesign Marco Göllner, Dennis Schuster und ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Tönen gezeichnete Bild von Emerelle, der Elfenkönigin. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors zur verwunschenen Stadt Vahan Calyd und welche persönlichen Erlebnisse ihn bei ihrer Erschaffung inspiriert haben. Aber auch, welche schlimmen weltgeschichtlichen Ereignisse die Vorlage für ihre Zerstörung dienten.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kentauren, Kobolde, Restvolk von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

Mein Fazit:

Ein überragend gelungener Auftakt mit fantastischen Effekten. Lebendige Sprecher und eine spannende Handlung garantieren Fantasy-Fans und solchen, die es werden sollten, über eine Stunde pures Hollywood-Kopfkino.

1 Audio-CD mit
Spieldauer: 75 Min.
Tracks: 15
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772875

www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Rebecca Gablé – Der dunkle Thron

_Die |Waringham|-Saga:_
01 „Das Lächeln der Fortuna“
02 „Die Hüter der Rose“
03 „Das Spiel der Könige“
04 _“Der dunkle Thron“_

_Die Handlung:_

London 1529: Der 14-jährige Nick of Waringham lebt als Schüler bei dem berühmten Humanisten Sir Thomas More. Als Nicks Vater, der Earl of Waringham, Opfer einer Intrige wird und der Häresie beschuldigt wird, wird der Junge zurück nach Hause geschickt, wo sein Vater vor seinen Augen an den Folgen der Folter stirbt. Nick bleibt zurück mit einer Baronie in desolatem Zustand – und einer großen, schier unlösbaren Aufgabe: Er soll Prinzessin Mary, Catalinas einziges Kind, beschützen – auch vor ihrem eigenen Vater … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nach vier Jahren Warten gehts in der Familenchronik der Waringhams weiter. Das hätte selbst Rebecca Gablé nicht gedacht, denn eigentlich sollte nach dem dritten Band Schluss sein mit den Waringhams. Unterstützt von den Fans und weil ihr die Geschichte selbst nicht aus dem Kopf ging, präsentiert die Autorin also einen vierten Band.

Mittlerweile sind wir im 16. Jahrhundert angekommen und der Fokus liegt auf dem 14-jährigen Nick of Waringham. In den ersten Hörstunden erleben wir mit ihm zusammen das, was wir schon auf der Verpackung gelesen haben. Und obwohl der Hörer in diesem Fall schon weiß, was passiert, macht die Autorin die Geschichte dennoch zu einem echten Erlebnis. Ihre lebendige Erzählweise und ihre Beschreibungen von Land und Leuten lassen schnell ein historisches Kopfkino beim Hörer entstehen, in dem er gern Platz nimmt und verweilen möchte.

Der Protagonist wächst dem Hörer schnell ans Herz und seine Abneigung gegen „Brechnuss“ und „Sumpfhexe“, seine Stiefschwester und seine Stiefmutter, teilt auch er sofort. Nachdem sein Vater verstorben ist und er sich verpflichtet, auf Prinzessin Mary aufzupassen, muss er ganz schnell erwachsen werden. Wir begleiten die beiden dabei und erleben auch die verzweifelten Versuche Henry VIII. mit, der unbedingt einen Thronfolger haben möchte und deshalb sogar mit der katholischen Kirche bricht. Nicht nur Nick ist jetzt verunsichert, wem er noch etwas sagen darf, ohne verhaftet zu werden, auch das Volk weiß es nicht mehr.

Und so verknüpft Rebecca Gablé wieder einmal geschickt gut recherchierte Fakten mit einer fiktiven Geschichte. Und ob sich wirklich alles so zugetragen hat oder nicht, das ist dem Hörer bei ihrem einfühlsamen Erzählstil eh egal. Hier sind viele spannende, schmunzelnde, aber auch tragisch unterhaltsame Stunden garantiert. Und die können auch problemlos genossen werden, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt. Gablé macht es also auch Quereinsteigern leicht, der Faszination der Waringham-Sga zu erliegen.

_Das Hörerlebnis:_

„Bierstedt liest ausdrucksstark und unwahrscheinlich vielseitig“, sagt Rebecca Gablé laut Verlag über ihren Sprecher. Ich kann weder das eine noch das andere bestätigen. Mir fiel direkt auf, dass er am Anfang sehr gehetzt seine Zeilen runterhastet. Da fällt es schwer, sich fallenzulassen, wenn der Sprecher direkt so eine Hektik verbreitet, die nicht vom Skript vorgeschrieben ist. Danach verfällt er aber wieder in die eher monotone Sprechweise, die ich von ihm gewohnt war.

Die „Inszenierung“ dieser Lesung war für meine Ohren sehr inkonsequent, denn vom Einsatz von zur Szene passenden Geräuschen wird leider nur wenig Gebrauch gemacht und wenn, dann sind es auch gern mal zu viele. Als Nick durch Hampton streift, werden gleich so viele Effekte unter den Sprecher gemischt, dass das dabei entstehende Bild im Kopf des Hörers eigene Wege geht und der Sprecher fast stört. Wenn Nick aber seinen eingesperrten Vater besucht, erwischt die Tonregie genau das richtige Maß an Effekten und Musik, sodass diese Szene ein wirklich rundes Hörerlebnis bietet.

Der oftmals schön ausgewählte und die Story unterstützende Musik- und Klangteppich wertet die Lesung absolut auf. Detlef Bierstedt, der sonst eher als einschläfernder Sprecher bekannt ist, erfährt dadurch eine willkommene Unterstützung. So wirkt sein Vortrag nicht mehr saftlos, sondern zur Zeit passend gediegen. Zumindest in den Momenten, die mit Musik unterlegt sind oder wenn er wörtliche Rede vorliest.

Das meinte ich mit „inkonsequent“. Der Hörer bekommt also im Wechsel minutenlang einen Musikteppich als Unterlage zu hören oder nur den Sprecher. Ab und an gibts dann auch mal ein paar Effekte mit dabei, als könnte man sich nicht entscheiden, welches Stilmittel man denn benutzen möchte und vor allem wie oft und wie lange.

Bierstedt wirkt hörbar bemüht, die Geschichte um Nick so lebendig wie ihm möglich zu erzählen. Bei allem Verstellen der Stimme, wenn er den verschiedenen Charakteren wiedererkennbare Merkmale gibt, fühlt der Hörer leider die ganze Zeit über, dass Bierstedt abliest und nicht erzählt. Dazu klingt seine Stimme grad bei beschreibenden Stellen zu monoton, fast gleichgültig, weil er mit angezogener Handbremse liest. Nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Sprechgeschwindigkeit zu verändern, um aus dem Schwarz-Weiß-Film im Kopf einen sprühenden Farbfilm entstehen zu lassen, wäre ein probates Mittel gewesen. Aber das verwendet der Sprecher nur sporadisch und wenn, dann nur kurz. Danach geht es direkt weiter mit der gleichen langsamen Geschwindigkeit und die Dramatik ist dahin, da hilft dann auch die Musikuntermalung wenig. Manchmal ist auch nicht zu erkennen, ob die Charaktere sprechen oder der Sprecher die Szene beschreibt, weil beides mit der gleichen Geschwindigkeit und Sprachmelodie im Ohr des Hörers ankommt.

Wenn er in solchen Situationen auch noch durch die zwar zur Szene passende dramatische Musik übertönt wird, muss man schon genau hinhören. Denn manchmal klingt es so, als würde der Lautstärkeregler für den Sprecher recht abrupt heruntergezogen und der für die Musik nach oben geschoben, bis zu einem Punkt, an dem sie nicht mehr unterstützt, sondern störend ablenkt, wie die vorhin erwähnten „Mittelalter“-Geräusche.

_Der Sprecher:_

Detlef Bierstedt, 1952 geboren, ist einer der gefragtesten Synchronsprecher Deutschlands. Er leiht u. a. George Clooney, Jonathan Frakes („Star Trek“) und Bill Pullman („Independance Day“) seine Stimme. Insgesamt wirkte er in mehr als 1000 Film- und Fernsehproduktionen mit. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die 12 CDs sind stilvoll verpackt. In zwei entfaltbaren Pappboxen stecken sie zusammen in einem Pappschuber. Vor und hinter den weinrot bedruckten CDs ist jede Menge Platz für Zusatzinfos, sodass das Fehlen eines Booklets nicht auffällt.

So gibt es ein Dankeswort der Autorin, ein Zitat aus dem Roman von Nicholas of Waringham, einen gezeichneten Stammbaum der Waringhams, eine gezeichnete Karte, die das England unter Henry VIII. zeigt, Lob aus der Presse, Werbung für die anderen Teile der Waringham-Saga, Infos zu Autorin und Sprecher und, sehr wichtig, eine sehr lange Auflistung aller beteiligten wichtigen Personen aus dem Roman. Wobei diejenigen noch mal gekennzeichnet wurden, die es tatsächlich gegeben hat.

_Mein Fazit:_

Warum Rebecca Gablé sich Detlef Bierstedt als Sprecher aussuchte, kann ich nicht nachvollziehen, warum sie so von ihm schwärmt, erst recht nicht. Ein lebendigerer und mit mehr Einsatz vor dem Mikro agierender Sprecher hätte so viel mehr aus der spannenden Geschichte um Nicholas of Waringham herausholen können und so dem Hörer ein intensiveres Erlebnis beschert. So bleibt der Kontrast zwischen einem weiteren unterhaltsamen und schönen Roman der „Waringham“-Reihe und einem bemühten Sprecher, der auch mit Musikuntermalung nicht in der Lage ist, den Hörer wirklich zu fesseln oder in die Story hineinzuziehen. Kopfkino ja, aber leider in Schwarz-Weiß.

|12 Audio-CDs
Spieldauer: 15:13 Std.
Gelesen von Detlef Bierstedt
ISBN: 978-3-7857-4567-0|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de

Audible bietet auch eine ungekürzte Lesung an, die 35 Stunden Spieldauer bietet. Auch hier liest Detlef Bierstedt.

Wer erst einmal in die Lesung reinhören möchte, der kann unter [diesem Link]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Historisches/Details/Id/978-3-7857-4567-0# beim Verlag hörprobieren.

_Rebecca Gablé bei |Buchwurm.info|:_
[„Die Siedler von Catan“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1218 (Hörbuch)
[„Die Siedler von Catan“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=258
[„Das Lächeln der Fortuna“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1522 (Hörbuch)
[„Die Hüter der Rose“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1733
[„Das Spiel der Könige“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4129
[„Das zweite Königreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4541 (Hörspiel)
[„Hiobs Brüder“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5953

Daniel H. Wilson – Robocalypse

_Die Handlung:_

In einem Labor experimentieren Wissenschaftler mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis sie beginnt, sich zu wehren: ARCHOS bringt sämtliche Maschinen der Welt unter seine Kontrolle, vom kleinsten Computer bis zum tödlichen Waffensystem. Die Robocalypse bringt die Menschheit an den Rand der Auslöschung – doch die Maschinen haben nicht mit dem Mut der Menschen gerechnet … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Ok, auch die unter uns, die nur selten ins Kino gehen, werden bei dem Klappentext an „I Robot“ oder aber wenigstens an das „Terminator“-Franchise denken. Die Generation, die noch mit VHS aufgewachsen ist, wird sich auch noch an Stephen Kings „Rhea M. – Es begann ohne Warnung“ erinnern, in dem die Maschinen auch plötzlich anfingen zu rebellieren. In einigen Teilen kommen dem Hörer dann auch Gedanken an „Staatsfeind Nr. 1“ und „Eagle Eye“.

Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt. Nein, nicht der Teil mit der Rebellion, sondern der Vergleich mit Filmen. Denn nichts anderes ist dieses Buch, es ist ein Action-Film-Skript, das übrigens im Jahr 2013 von Steven Spielberg verfilmt tatsächlich ins Kino kommen wird.

Da gehört es auch hin, denn als Buch ist diese Geschichte leider schwer bis gar nicht zu gebrauchen. Kapitel für Kapitel erzählt der Autor in Episoden wie unterschiedliche Menschen den Aufstand der Maschinen erlebt haben wie bei einer Kurzgeschichtensammlung. Alles ist bereits passiert, denn der Hörer weiß schon, dass die Menschen am Ende gewonnen haben. Erzählt wird das Ganze von einem Soldaten, der die aufgezeichneten Erlebnisse anderer Menschen während des Maschinen-Aufstands gefunden hat und sie an den Hörer weitergibt.

Da kommt kein Handlungsfaden zustande, weil es keinen echten gibt. Es ist halt eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Oberthema „Wie ich den Roboteraufstand erlebte“. Auch kann man keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, weil man sie oftmals nur in kurzen, lauten Action-Sequenzen erlebt, wie das in einem schnell geschnittenen Film halt so ist. Eine Charakterentwicklung gibt es demzufolge auch nicht. Es sind lauter kleine Geschichtchen, die aneinandergereiht wurden. Und da man eh schon weiß, wer gewinnt, ist auch der Showdown am Ende nur mäßig spannend.

Als Film wird die Story aber sicher gut funktionieren und nettes Popcorn-Kino bieten. Überraschenderweise funktioniert das auch als Hörbuch ganz gut, wenn man einen talentierten Sprecher hat. Denn der kann, wenn er denn kann, im Kopf des Hörers ein Action-Feuerwerk abbrennen.

_Das Hörerlebnis:_

Die dunkle und rau-kratzige Stimme von Rolf Berg passt sehr gut zu dieser Romanvertonung. Energisch, druckvoll und lautstark verlangt der Sprecher sofort nach Aufmerksamkeit, die er vom Hörer auch bekommt. Lebendig und authentisch kommt sein Vortrag im Ohr an und man hat das Gefühl, als würde man tatsächlich einem Soldaten zuhören, der uns von seiner Entdeckung erzählt. Das klingt bei Rolf Berg wie Action-Kopfkino klingen muss: schnell, hart und dreckig. Passend zum Krieg, der gerade zu Ende gegangen ist.

Aber er kann auch anders, denn nach dem Prolog, den er als Ich-Erzähler und Soldat spricht, bekommt er von der episodenhaften Romanvorlage die Gelegenheit, zu zeigen, dass er auch andere Charaktere lebendig sprechen kann. Plötzlich klingt seine Stimme nicht mehr rau und hart, plötzlich schlüpft in eine andere Rolle und in die Nächste und in die Nächste … Auch die nimmt ihm der Hörer ab, weil er es mit der Modulation der Stimme nie übertreibt, aber dennoch von Kapitel zu Kapitel genug Unterscheidbarkeit zwischen den Charakteren herstellt. Auch als Erzähler kann Berg durch einen lebendigen Stil überzeugen.

Mich hat allerdings gestört, dass er dabei fast durchgängig zu laut gelesen hat. Lautstärke ab und zu als dramaturgisches Mittel einzusetzen, ist absolut ok, passt ja auch zu den ganzen dramatischen Roboter-Geschichten. Aber wenn der Sprecher den Hörer die ganze Zeit anbrüllt, dann wirkt das trotz aller dramatischer Geschehnisse irgendwann unangenehm und der Hörspaß leidet. Da nützt auch ein Herunterregeln der Lautstärke nichts, weil das nichts an der Art und Weise ändert, mit der gelesen wird.

Ein wenig Musik gibts auch zu hören, dramatische und bewegende Orchestermusik, passend zum Action-Kopfkino. Am Anfang und am Ende der Kapitel wird sie unter den Sprecher gemischt.

_Der Autor:_

Daniel H. Wilson wurde am 6. März 1978 in Tulsa, Oklahoma geboren – oder vielleicht doch von Robotern unter die Menschen geschmuggelt: Schon als Kind versuchte er, seinen Computer zum Sprechen zu bringen, und verliebte sich in das Androidenmädchen einer Fernsehserie. Nach der High School studierte Daniel H. Wilson neben Informatik alles, was mit künstlicher Intelligenz zusammenhängt, bevor er 2005 am Institut für Robotertechnik in Pittsburgh den Doktortitel für Robotik erwarb. Neben Artikeln für das „Popular Mechanics Magazine“ veröffentlicht er sehr erfolgreich Anleitungen, wie man einen Roboteraufstand überlebt. Daniel H. Wilson lebt heute in Portland, Oregon in den USA. Seine besten Freunde sind Werkzeuge – und er arbeitet, wie er selbst betont, für die Mächte des Guten. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

Rolf Berg ist Schauspieler, Sprecher und Kampfchoreograph. Er spielte an verschiedenen deutschen Theatern und ist in der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“, aber auch vielen anderen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die sechs schlicht weiß bedruckten CDs stecken in Einschüben in einer entfaltbaren Pappbox. Aufgedruckt auf den Einschüben finden wir Infos zu Autor und Sprecher, technische Daten zur Produktion und etwas Eigenwerbung des Verlags für weitere Hörbücher.

_Mein Fazit:_

Die Geschichte ist ein Skript für einen Action-Film, das als Roman nicht funktioniert, weil es wie eine Kurzgeschichtensammlung wirkt, ist es ja im Prinzip auch. Zu episodenhaft, um die Charaktere im Gedächtnis zu behalten und durch den Spoiler am Anfang auch noch unspannend, weil man weiß, wies ausgehen wird.

Als Hörbuch mit einem lebendig erzählenden Sprecher aber, funktioniert es wieder. „Robocalypse“ ist tatsächlich einer der wenigen Fälle, in denen das Hörbuch mehr Spaß bereitet als das Buch. Hier kann sich der Hörer entspannt zurücklehnen und wird vom Sprecher actionträchtig unterhalten. Action-Popcorn-Kino für den Kopf, bunt wie ein Comic, wenn auch ein ziemlich lauter Comic in diesem Fall.

|6 Audio-CDs mit 70 Tracks
Spieldauer: 6:58 Std.
Gelesen von Rolf Berg
Originaltitel: Robopocalypse: How Humanity Survived the Robot Uprising
ISBN-13: 978-3-7857-4571-7|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de
[www.danielhwilson.blogspot.com]http://www.danielhwilson.blogspot.com

Bei Audible liest Rolf Berg die ungekürzte Version in 12:35 Std. vor.

Der Verlag stellt unter [diesem Link]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/SF-Fantasy/Details/Id/978-3-7857-4571-7# auch eine Hörprobe zur Verfügung.

Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 3 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: 380 MB, 4:32 h, 53 Tracks
Teil 4: – erscheint am 11.10.2011 –

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78|)

|Dieser Teil|:

Atlan und sein Team erwehren sich der wahnsinngen Embryos und finden mit Hilfe der Graunzer das gesuchte Wissen um die lemurischen Sonnentransmitter. Beim Versuch, den Gercksvira-Sonnentransmitter in Betrieb zu nehmen, wird Atlans Schiff über der Schaltwelt des Transmitters, Peschnath, abgeschossen. Hier begegnet er der schönen Ermigoa Merota, welche ihn stark und schmerzlich an Mirona Thetin erinnert und einen Zellaktivator trägt.

Parellel dazu machen vier Techniker, die versehentlich durch den Sonnentransmitter geschickt wurden, einige interessante und auch unliebsame Entdeckungen und Erstkontakte. Währenddessen macht auch Alaska Saedelaere sich auf den Weg, um eine verschollene lemurische Raumschiffflotte zu finden.

_Mein Eindruck:_

Es geht direkt so dramatisch los, wie der letzte Teil geendet hat. Wir sind auf der Sumpfwelt Tockton, suchen das Zentralarchiv der Lemurer und die wahnsinnigen Embryonen versuchen grad, die Fauna des Planeten so zu manipulieren, dass sie unseren Einsatztrupp tötet.

Auch Tom Jacobs macht da weiter, wo er vor drei Wochen aufgehört hat. Mit gewohnt vollem Einsatz vor dem Mikro bringt er sofort die dramatische Situation auf Tockton ins Kopfkino des Hörers. Souverän bringt er auch den Rest des als Vorlage dienenden Heftromans zu Ende, der gegen Ende des letzten Teils unterbrochen wurde.

Ohne Atempause fiebert der Hörer sofort mit dem Außenteam mit und kann sich erst nach einer guten Stunde mit ihm zusammen ausruhen, als die Embryos endlich bezwungen und der Planet verlassen ist. Danach ist Jacobs‘ Talent gefordert, den vielen auch außerirdischen Charakteren, die sich unterhalten, viele verschiedene Stimmmodulationen und angenehm anzuhörende Akzente zuteil werden zu lassen, damit man sie auseinanderhalten kann. Auch das gelingt ihm gewohnt gut. Einzig Galbraith Deightons amerikanischer Akzent klingt ein wenig übertrieben.

Als die Handlung dann auf einmal zu einem dramatischen Liebesroman wird, sagt dem Hörer ein ängstlicher Blick zum MP3-Player, dass ihm noch gute drei Stunden bevorstehen. Der zu diesem Zeitpunkt vertonte Roman heißt „Das Mädchen von Lemuria“, aber das hält nicht nur Atlan, sondern auch den Hörer auf. Denn nicht nur der möchte eigentlich den Sonnentransmitter mit dem notdürftig reparierten Dummy-Lemurerschiff getestet haben, um die vor tausenden von Jahren durch gerade diesen Transmitter verschwundenen 22.000 Lemurerschiffe zu finden und sich nicht mit einer Weltraumfurie herumschlagen.

Und während sich Atlan und Ermigoa mit für den Erscheinungszeitpunkt des Romans (1974) passend klingenden Begriffen wie „Schuft“ und „Närrin“ beschimpfen, kann Tom Jacobs wieder einmal zeigen, dass er vor dem Mikro genauso wild werden kann, wie die beiden Kontrahenten.

Zum Hörer-Glück wechselt die Handlung dann aber auch wieder. Der Dummy-Raumschiff-Abstrahl-Test hatte funktioniert. Leider wurden dabei aber in der Hektik vier Techniker vergessen, die zum Abstrahlzeitpunkt noch an Bord waren. Und mit ihnen zusammen orientiert sich der Hörer dann am unbekannten Ankuftsort neu und macht in den letzten 90 Minuten noch ein paar spannende Entdeckungen. Und auch Alaska Saedelaere macht sich auf die Suche nach den 22.000 verschollenen Raumschiffen.

Das ansatzlose Wechseln zwischen diesen beiden Handlungsfäden kann zu Verwirrungen beim Hörer führen, weil sie nicht durch Musik oder Effekte kenntlich gemacht werden. Aufpassen ist also zu jeder Zeit angesagt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 53 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 683 „Das Mädchen von Lemuria“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Das Abenteuer, das vor drei Wochen unterbrochen wurde, wird hier zu Ende gebracht und ein Neues wird gestartet. Parallel gibts noch ein Liebes-Drama, das ein wenig ablenkt und aufhält. Dann aber gehts spannend an anderer Stelle weiter. Tom Jacobs agiert überragend vor dem Mikro und lässt nicht den Hauch von Langeweile aufkommen.

Eine dramatische Begegnung, von der der Hörer schon weiß und die die vier Techniker fürchten, verschiebt sich aber auf den nächsten Teil. Schade, denn auch die wird sicher interessant werden.

|MP3-Download mit ca. 380 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:32 h
Anzahl der Tracks: 53
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Cornelia Funke – Geisterritter

Die Handlung:

Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt …
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Aus der Ich-Perspektive des jungen Jon erzählt Cornelia Funke ihre neue Kinder-Gruselgeschichte. Nicht so blumig und ausschweifend wie gewohnt schildert sie die Erlebnisse im Internat in Salisbury, in das Jon von seiner Mutter abgeschoben wurde. Begleitet wird der Leser dabei von wunderschönen, ganz- oder auch mal doppelseitigen Illustrationen, die die schaurige Atmosphäre abrunden und den Leser immer wieder innehalten und die dargestellte Situation auf sich einwirken lassen. Passend zum Titelbild sind sie auch immer in düsteren Grüntönen gehalten.

Kindgerecht erzählt, aber wie immer für alle Altersgruppen ansprechend berichtet, begleitet der Leser Jon in dieser Geistergeschichte. Die titelgebenden Geisterritter, die nur er zu sehen scheint, tauchen recht schnell auf und sorgen bei den jüngeren Lesern gleich für die erste Gänsehaut. Die Charaktere, allen voran natürlich Jon und seine Mitstreiterin im Kampf gegen die Geister, Ella, sind liebevoll gezeichnet und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Auch Ellas Oma Zelda gehört zu den Guten und hilft den beiden bei ihrem Abenteuer.

Die gut 250 Seiten, die mit vielen Bildern und einem großen Zeichensatz ausgefüllt sind, überfordern die Zielgruppe nicht und sind flüssig, schnell und leicht zu lesen. Auch ist das Buch gut für Eltern geeignet, die ihren Kindern gern einmal wieder etwas vorlesen wollen, auch wenn die Kinder aus dem Bilderbuchalter schon herausgewachsen sind. Sicher ist es kein böser Spoiler, wenn man davon ausgehen kann, dass alles ein gutes Ende nehmen wird. Das schmälert den Gruselspaß aber nicht, den dieses Kinderbuch bietet.

Die Autorin

Cornelia Funke, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteratur, hat erst nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium angefangen zu schreiben. Texte zu Bilderbüchern, Bücher zum Vorlesen, für Leseanfänger und Leseratten entstanden und wurden zum größten Teil auch von ihr selbst illustriert; einige ihrer Romane sind Familienbücher im besten Sinne. Zu großen internationalen Erfolgen wurden „Herr der Diebe“, „Drachenreiter“ sowie die Tintenwelt-Trilogie: „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“. Auch Ehrungen und Preise gibt es für Cornelia Funke nicht nur in Deutschland (schließlich sind ihre Bücher inzwischen in mehr als 40 Sprachen erschienen), Verfilmungen sind geplant und realisiert, und ihre Fans warten stets sehnsüchtig auf das jeweils nächste Buch und sorgen dann für den Sprung auf die Bestsellerlisten. Cornelia Funke lebt mit ihrer Familie in Los Angeles, Kalifornien. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Eine Kinder-Geister-Geschichte für Leser jeden Alters (ab 10) mit Charakteren, die dem Leser schnell ans Herz wachsen. Ein gruseliges, aber nicht zu gruseliges Abenteuer, das durch wunderschöne Bilder noch lebendiger wirkt.

Hardcover: 252 Seiten
Cover und Illustrationen von Friedrich Hechelmann
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
ISBN: 978-3791504797
www.cecilie-dressler.de
www.corneliafunkefans.com

David Lozano Garbano – Totengelächter (Puerta Oscura 2)

Puerta Oscura:

Band 1: „Totenreise“
Band 2: „Totengelächter“
Band 3: „Totengesang“

Die Handlung:

Pascal ist der Wanderer. Er ist der einzige Mensch, der die Dunkle Pforte durchschreiten kann, die Schwelle zwischen den Lebenden und den Toten. Unter der Führung der schönen Toten Beatrice hat er sich tief in das Reich der Verdammten vorgewagt und seine Freundin Michelle befreit, die dorthin entführt worden war. Nie wieder wollte Pascal nach diesem Erlebnis das Jenseits betreten, jedenfalls nicht vor seinem eigenen Tod.
Doch er ahnt nicht, dass er beobachtet wird. Auf der Suche nach dem Wanderer geistert ein Dämon durch das Zwischenreich. Es ist Marc, der vermeintlich unschuldige zehnjährige Junge, den Michelle und Pascale aus Mitleid befreit haben. Er blickt durch jeden Spiegel, den er finden kann, hinein in unsere Welt. Denn er wartet nur auf die Gelegenheit, ins Leben zurückzukehren. Und während Pascal sich hin- und hergerissen fühlt zwischen seiner Liebe zu Michelle und der tiefen Sehnsucht nach Beatrice, erhält er einen neuen Auftrag: Er muss Marc wieder dorthin bringen, wohin er gehört: in die Hölle.
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Im echten Leben ist ein Jahr vergangen, in der Welt von Pascal, dem Wanderer zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten waren es drei Monate. So lange hatte unser Held Zeit, sich zu erholen und seine blutigen Abenteuer mit dem im letzten Band befreiten Vampir zu verarbeiten. Und auch in Sachen Liebe hat Pascal so einiges zu verdauen. Ist er doch auch hier zwischen den Lebenden und den Toten hin- und hergerissen. Michelle und Beatrice üben beide ihre besonderen Anziehungskräfte auf ihn aus.

Im Prinzip wurde zur Fortführung der Handlung lediglich der Vampir aus dem ersten Band durch einen Dämon ersetzt, dennoch ist auch der zweite Teil der Reihe um die Dunkle Pforte, die Puerta Oscura, spannend zu lesen und voller gruseliger Momente. Das Leseerlebnis ist trotz des für ein Jugendbuch beträchtlichen Umfangs kurzweilig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kapitel angenehm kurz sind und gar keine Langeweile aufkommen kann, weil der Autor es versteht, die Spannung die ganze Zeit hochzuhalten.

Nicht kindgerecht und zweifelhaft jugendgerecht wird auch hier munter drauflosgemetzelt. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 13, ich würde das Einstiegsalter aber eher auf 16 erhöhen, weil der Leser schon einiges serviert bekommt. Nachdem es mit einer harmlosen Gänsehaut losgeht, wenn der Dämon anfängt, durch die Spiegel ins Diesseits zu spähen, dreht der Autor gehörig an der Horror-Schraube, denn auch der Dämon möchte sich nicht mit einer Peepshow zufriedengeben.

Wie befürchtet und erwartet endet dieser Roman, der zwar auch einzeln gelesen werden kann, aber viel mehr Spaß macht, wenn man den Vorgänger und die Charaktere schon kennt, mit einem Cliffhanger. Und wer an dieser Stelle kein Spanisch spricht, der muss sich leider gedulden, bis der Verlag auch den dritten Band der Reihe übersetzt, was vermutlich wieder ein Jahr dauern wird.

Wie schon beim Vorgänger „Totenreise“ ist das Cover auffällig gestaltet, sodass es sicher vielen Spontankäufern direkt ins Auge springt. Viele kleine, schwarze, lachende Skelette tummeln sich auf weißem Untergrund und lassen erahnen, dass es hier nicht um einen schmalzigen Liebesroman handelt. Die gleichen Skelette finden wir auch am Anfang jedes Kapitels im Buch wieder, wo sie sichtlich ihren Spaß haben.

Der Autor

David Lozano Garbala wurde 1974 in Zaragoza geboren. Schon als Jugendlicher liebte er Fantasy- und Horrorfilme und er fing schon früh an, selbst zu schreiben. Er studierte Jura und arbeitete als Anwalt in seiner Heimatstadt, aber er hörte nie auf, Geschichten zu erzählen. Seit dem Erscheinen von Puerta Oscura in Spanien ist David Lozano Garbala dort zu einer Ikone der Jugendliteratur geworden. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Eine gelungene gruselig-spannende Fortsetzung der Geschichte um den Wanderer zwischen den Welten, die aufgrund der angenehm kurzen Kapitel und der fesselnden Erzählweise des Autors ein blutiges Kopfkino entstehen lässt. Für Kinder sicher nichts und auch nicht für jeden Jugendlichen geeignet. Wer nicht so zart besaitet ist, verbringt hier aber einige schaurig schön spannende Stunden.

Hardcover: 590 Seiten
Originaltitel: La Puerta Oscura – El Viajero
Aus dem Spanischen von Kirstin Bleiel und Catalina Rojas Hauser
Vom Verlag empfohlen ab 13 Jahren
ISBN: 978-3785568644
www.loewe-verlag.de

John Sinclair – Die Leichenkutsche von London (Folge 68)

_Die Handlung:_

Rod Kane zog seine Luger und schritt leicht gebückt und nach allen Seiten blickend in den Garten. Das diffuse Mondlicht tauchte das Gelände in ein unheimliches Grau. Plötzlich hörte er das Geräusch. Ein Wiehern. Kane fuhr herum – und erblasste. Mitten auf dem Rasen stand sie. Eine Kutsche. Eine schwarzlackierte Leichenkutsche, vor die zwei ebenfalls pechschwarze Pferde gespannt waren. Die Augen der Tiere leuchteten in einem tiefen rot. Rod wusste, dass nun etwas Schreckliches geschehen würde. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses Mal beglückt uns das Sinclair-Team mit der Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 214, der erstmalig im Jahr 1982 an den Kiosken zu kaufen war. Den Hörer erwartet aber hier nicht das übliche Sinclair-gegen-das-Böse, sondern ein reinrassiger Krimi. Dass dabei ein Dämon auftritt, ist schon fast Nebensache.

Der Dämon Xorron soll für den Mafiaboss Logan Costello einige „Mitbewerber“ töten, damit er mit Solo Morassos (alias Dr. Tod) Hilfe die Londoner Unterwelt kontrollieren kann. Dazu ist er mit der titelgebenden Leichenkutsche unterwegs. Erst stirbt Rod Kane, dann Jason Frogg und dann ist Wesley Steele sein Ziel. Ein weiterer Bösewicht begeht lieber Selbstmord, bevor der Dämon auch ihn erwischen kann. So will Costello eine Message an die gesamte Unterwelt senden und sich zum Boss der Bosse aufschwingen.

John trifft zwar zwischendurch auch auf Xorron, der macht sich aber lieber aus dem Staub, anstatt Sinclair auch anzugreifen. Er hat halt andere Aufträge. Den Höhepunkt hat die Folge gegen Ende dann in der Disco „Rave In“. In der Romanvorlage hieß der Tanzpalast noch „Come In“, das klang den Machern wohl nicht mehr zeitgemäß. Was mir nicht mehr zeitgemäß klang, war das gegenseitige Ansprechen mit „Alter“. Das passt vielleicht bei jüngeren Darstellern noch, aber nicht bei hörbar erwachsenen Männern. Da hätte es ein „Mann“ auch getan.

Die kleine Überraschung, die am Ende dann Jane zuteilwird, hätte der Hörer dann auch gern John Sinclair erzählt. Dessen Reaktion wurde aber wohl auf die nächste Folge verschoben.

_Das Hörerlebnis:_

Was es hier nicht an Kampf gegen das Böse gibt, gibts in ausführlichen Beschreibungen der Morde und den zerquetschten Organen. Garniert mit reichlich vielen Kraftausdrücken und Flüchen.

Diesmal sind auch die Effekte extrem „matschig“ und das Horror-Kopfkino kriegt schon fast eine Überdosis an Blut auf die Leinwand gespritzt. Einen kurzen Zwischengrinser kann der Hörer einlegen, wenn Lana Leroy zu Pornomusik tanzt und der eigentlich sonst so gruselig erzählende Joachim Kerzel plötzlich ganz süffisant und lasziv die Szene beschreibt.

Alle Sprecher machen einen prima Job, wie man es von der Serie gewohnt ist. Oliver Kalkofe brachte mich mit seinem für meinen Geschmack leicht übertrieben Einsatz zum Grinsen. Der DJ in der Disco klingt ein wenig abgelesen und leblos. Leblos ist er auch wenig später, nachdem er extrem grafisch zu Tode gekommen ist.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler – Joachim Kerzel
John Sinclair – Frank Glaubrecht
Suko – Martin May
Sir James Powell – Karlheinz Tafe
Jane Collins – Franziska Pigulla
Wesley Steele – Rainer Fritzsche
Jason Frogg – Wolfgang Bahro
Mark – Oliver Kalkofe
Digger – Jan Spitzer
Randy – Markus Pfeiffer
Lana – Marie Bierstedt
Xorron – Udo Schenk
Logan Costello – Bernd Vollbrecht
Rod Kane – Kaspar Eichel
DJ – Ralph Caspers
Roddy – Tobias Kluckert
Peter – Phillip Schepmann
sowie Christian Schult, Thomas Nero Wolff, Dietmar Wunder, Gerrit Schmidt-Foss, Jörg Döring, Fred Bogner, Hans-Georg Paczak, Jörg Hengstler, Thomas Nokielski

|Technik-Credits:|

Produktion: Ales Stelkens (WortArt), Marc sieper (Lübbe Audio)
Realisation: Ila Schnier von Wittich
Tontechnik und SChnitt: ear2brain productions
Buch und Regie: Oliver Döring

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Diesmal keine John-gegen-das-Böse-Folge, sondern ein Bandenkrieg in der Londoner Unterwelt, mit einem Dämon als Auftragskiller. Sehr grafisch für die Ohren garniert, noch grafischer, als man das sonst gewohnt ist.

|Audio-CD mit ca. 49 Minuten Spieldauer
ISBN-13: 978-3-7857-4474-1|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_
[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)
[„Im Jenseits verurteilt“ (Folge 57)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6469
[„Sakuro, der Dämon“ (Classics, Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6765
[„Das Erbe des Schwarzen Tods“ (Folge 59)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6768
[„Verlorene Seelen“ (John-Sinclair-Jubiläumsbox)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6846
[„Ich stieß das Tor zur Hölle auf“ (Folge 60)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6888
[„Im Zentrum des Schreckens“ (Folge 61)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6889
[„Bring mir den Kopf von Asmodina“ (Folge 62)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6890
[„Tokatas Todesspur“ (Folge 63)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7004
[„Die Leichenkutsche von London“ (Folge 68)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7370

Annette Klosa – DUDEN – Richtiges und gutes Deutsch (Band 9)

Beschreibung:

Mehrere Hunderttausend Anfragen an die Duden-Sprachberatung bilden die Grundlage für diesen Sprachratgeber. Behandelt werden die typischen Zweifelsfälle der deutschen Sprache. Sortiert von A bis Z gibt der Titel Antworten auf orthografische, grammatische und stilistische Fragen. Erstmals enthält der Band Dudenempfehlungen bei grammatischen Varianten. Außerdem ergänzen Formulierungshilfen und Erläuterungen zum aktuellen Sprachgebrauch dieses Standardwerk. Verständliche Erklärungen, Übersichtsartikel zu Themen wie Groß- und Kleinschreibung und Kommasetzung sowie zahlreiche Beispiele runden den Titel ab. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Was der „Knigge“ für gutes Benehmen ist, das ist „Richtiges und gutes Deutsch“ für das Schreiben und den guten Umgangston. In einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen auf die Rechtschreibprüfung ihrer Textverarbeitung verlassen, weil sie spätestens seit der „Neuen Rechtschreibung“ keine Ahnung mehr haben, wie denn nun was geschrieben wird, verspricht der Sprachratgeber aus der DUDEN-Reihe Hilfe. Aber auch und gerade Vielschreiber finden hier professionelle Hilfe.

In diesem handlichen und ziegelgewichtigen Buch bietet die DUDEN-Redaktion Tipps für Zweifelsfälle an. Alphabetisch sortiert, damit man sich schneller zurechtfindet und mit Empfehlungen, falls es mehrere richtige Möglichkeiten gibt. Erstmals auch mit gelb gekennzeichneten DUDEN-Empfehlungen für Grammatik- und Stilfragen, das gab es bislang nur für die Rechtschreibvariante der DUDEN-Reihe. Und das Ganze auch noch verständlich formuliert, sagt die DUDEN-Redaktion.

Am Anfang wird dem interessierten Vielschreiber auf wenigen Seiten übersichtlich erklärt, wie er optimal mit dem Buch umgehen sollte und dann folgt direkt die alphabetisch sortierte Rundum-Glücklich-Hilfe. Die Entscheidung, das Buch auf diese Weise zu ordnen, vereinfacht die Suche ungemein.

Und Suchen kann man in diesem Ratgeber nach Herzenslust. Fündig wird man dabei auch. Alles, was mir spontan in den Sinn kam, habe ich auf Anhieb gefunden. Vieles davon war sogar als ausführliche „Überblicksartikel“ vorhanden. In denen steht nicht nur, wie man was richtig schreibt, sondern auch warum.

Zu den „Überblicksartikeln“ gehören unter anderem die Klassiker: Apostroph, Getrennt- und Zusammenschreibung, Groß- und Kleinschreibung, Genitiv-s und Kommaregeln. Aber auch jede Menge andere Tipps bietet „Richtiges und gutes Deutsch“. Artikel zu Bewerbungen, Brief-Deutsch, wie man das Partizip I und II bildet, indirekt redet und vieles mehr.

Den dicksten Teil aber machen die vielen Zweifelsfälle der deutschen Sprache aus, die von der Menge her mit einem Wörterbuch für Rechtschreibung locker mithalten können. Spontan aufgeschlagen fand ich grad: „hierzulande / hier zu Lande“. Tja, was ist nun richtig? Beides, das ist ja das Problem. Die DUDEN-Redaktion empfiehlt übrigens die erste Variante und markiert diese gelb. Noch ein Beispiel? Gern: „Lassen Sie mich mich erst anziehen / Lassen Sie mich erst anziehen“ … ginge beides, ist aber „stilistisch unschön“ und sollte eh umformuliert werden.

Je nachdem wie leicht man zu verunsichern ist, hilft „Richtiges und gutes Deutsch“, das eigene Wissen zu verfestigen oder es hilft dabei, die eigenen Zweifel noch stärker zu schüren, weil hier wirklich so viele Tipps und Hilfen zu finden sind, dass man ständig in das Buch schaut, ob man jetzt die richtige Variante erwischt hat.

Wer also richtig und gut Deutsch schreiben und sprechen möchte, dem bietet dieser Teil der DUDEN-Reihe die perfekte Unterstützung in wirklich allen Fragen, die man sich beim Erstellen von Texten jemals gestellt hat und vielleicht irgendwann mal stellen wird oder von denen man nie gedacht hat, dass man sie sich einmal stellen würde. Alles frisch für die aktuelle Auflage noch einmal neu überarbeitet, weil die deutsche Sprache nicht starr ist, sondern sich verändert. So habe ich übrigens zu meinem Leidwesen erfahren, dass man „noch mal“ auch zusammenschreiben darf, auch wenns nicht empfohlen wird. Empfohlen wird aber bei „wenns“ das Apostroph wegzulassen und es nicht „wenn’s“ zu schreiben. Vorsicht also beim Verbessern von anderen, es könnte ein Eigentor werden.

Und wenn man grad mal nichts schreibt und Hilfe dabei braucht, kann man stundenlang wild hin- und herblättern und einfach nur Wissen und Vorschläge aufsaugen. Und mit ein bisschen Glück, behält man sich das eine oder andere sogar.

Die Zugabe

Zur Buchversion gibt die DUDEN-Redaktion auch eine CD für Windows mit dazu. Hier finden wir die beliebte Rechtschreibprüfung, auch bekannt als DUDEN KORREKTOR, in der Version 7.0 für Microsoft Office, die 30 Tage kostenlos zu benutzen ist. Aktuell ist übrigens die Version 8.0.

Mein Fazit:

Ein Ratgeber für jeden, der richtiges und gutes Deutsch schreiben muss oder möchte. Viele Hilfestellungen und verständliche Erklärungen runden das große Verzeichnis der alphabetisch sortierten „Zweifelsfälle der deutschen Sprache“ ab. Ein Standardwerk, das neben jedes Wörterbuch gehört, denn richtiges und gutes Deutsch wird eben nicht überbewertet.

Gebunden: 1064 Seiten
7., vollständig überarbeite und erweiterte Auflage (22.08.2011)
ISBN: 978-3411040957
www.duden.de

Auch erhältlich als Plugin für Microsoft Office, Works und OpenOffice/LibreOffiice auf CD-Rom für Windows, Mac und Linux und Medienpaket mit Buch + CD-Rom.

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

S. J. Watson – Ich. Darf. Nicht. Schlafen

_Die Handlung:_

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt, sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Beim Klappentext fühlte ich mich sofort an die Filme „Memento“ und „50 erste Dates“ erinnert. Dennoch war ich interessiert, weil ich auf diese Thematik schon länger nicht mehr gestoßen bin und sehen wollte, wie der Autor sie in seinem Erstlingswerk angeht. „Memento“ hat er nach eigenen Angaben tatsächlich gesehen, aber seine Inspiration zu dem Buch kam durch eine tatsächliche Geschichte, von der er gelesen hatte. Ein Mann hatte nach einem chirurgischen Eingriff, der seine Epilepsie heilen sollte, die Fähigkeit zur Erinnerungsbildung verloren.

Ich hätte nicht erwartet, dass mich die Geschichte, bei dieser recht simplen Prämisse, so stark in seinen Bann ziehen würde. Vor allem tat sie das unglaublich schnell. Wenn ich die Buchausgabe vor mir gehabt hätte, dann hätte ich mein Lesetempo stetig gesteigert, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und vor allem, wie es überhaupt zu der Amnesie gekommen ist.

So war ich Andrea Sawatzki ausgeliefert und das war ich gern. Schon mit den ersten Sätzen hatte sie mich an die Geschichte gefesselt. Verstört, verängstigt, verärgert, verzweifelt, verwirrt … die Sprecherin transportiert die Gefühle der Protagonistin von der ersten Sekunde an perfekt ins Ohr des Hörers. Die Leinwand im Kopfkino wird hell und die Spannung lässt den Hörer nicht mehr los.

Die Geschichte ist in drei Teile aufgesplittet, alle werden aus Sicht von Christine erzählt, sodass der Hörer auch nicht mehr weiß als sie. Der erste Teil spielt im Jetzt, direkt nachdem Christine (mal wieder) ohne Erinnerung an die letzten Jahre aufgewacht ist und befasst sich mit ihren ersten verwirrten Stunden in einem Leben und einem Körper die ihr fremd sind. Das dauert etwa 50 Hör-Minuten. In den nächsten Stunden bekommen wir 14 Tage aus ihrem Tagebuch erzählt, das sie für sich selbst angelegt und vor ihrem Mann versteckt hat. Wieso sollte sie das tun? Das fragt sich nicht nur der Hörer, sondern sie sich auch selbst! Mit dem Wissen des Tagebuchs gehts dann für den Hörer und die Protagonistin wieder zwei Stunden lang zurück ins Jetzt und in den Endspurt, der vor Spannung kaum zu ertragen ist.

Ich hatte erwartet, dass der Tagebuch-Teil ein wenig langweiliger wird, grad, weil er so lang ist. Aber im Gegenteil. Das Tagebuch wird von Andrea Sawatzki genauso spannend gelesen wie der Jetzt-Teil. Immer wenn sich ein Hauch von Langeweile einschleichen will, wirft der Autor ein Info-Bröckchen ins Ohr des Hörers und schon ist die Spannung wieder auf 100%. In keiner Sekunde ihres Vortrags hat der Hörer einen Zweifel daran, dass hier die Frau spricht, die immer und immer wieder ihr Gedächtnis verliert. Beängstigend gut schafft Sawatzki es, nicht nur die Verwirrung, sondern auch die immer weiter ansteigende Spannung und innere Unruhe authentisch und lebendig zu erhalten und gemäß der Vorlage sogar weiter zu steigern..

|Der Erfolg des Erstlings:|

Dieses Buch ist das Produkt eines Autoren-Kurses „Wie man ein Buch schreibt“. Den hatte der Autor im Jahr 2009 besucht. Am letzten Abend des Kurses traf er auf eine Literaturagentin und der Rest ist Erfolgsgeschichte. Mittlerweile sind die Rechte an dem Buch nicht nur in 37 Länder verkauft worden, sondern die Filmrechte auch an den bekannten Regisseur Ridley Scott. Die Dreharbeiten sollen noch dieses Jahr beginnen.

_Der Autor:_

S. J. Watson wurde in den Midlands geboren, lebt in London und hat viele Jahre für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) gearbeitet. 2008 wurde S. J. Watson in das Studienprogramm Kreatives Schreiben der Faber Academy aufgenommen. „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ erscheint weltweit in über 30 Sprachen. (Verlagsinfo)

_Die Sprecherin:_

Andrea Sawatzki begeistert ihr Publikum mit Filmen wie „Das Experiment“ oder „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“. 2005 erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis für Ihre Rolle als Tatort-Kommissarin. Ihre einzigartige Stimme, für die sie 2009 mit dem Deutschen Vorlesepreis ausgezeichnet wurde, hat sie bereits vielen Hörbuchbestsellern geliehen. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Das Hörbuch hat ein schlichtes blaues Cover mit einem gebogenen Schriftzug, neben dem ein dicker Falter abgedruckt ist, der an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert. Die CDs, die in einem dicken Jewel-Case stecken, sind mit dem gleichen Blau bedruckt, aber ohne zusätzliches Bild. Im Inneren finden wir ein Tracklisting mit den Titeln der Buchkapitel und den entsprechenden Tracks der CDs. Ein Booklet gibt es nicht. Stattdessen hat der Verlag ein dickes Verlagsprogramm mit in die Box gelegt.

Auf der Rückseite der Box finden wir noch Bilder von Autor und Sprecherin und ein paar Infos zu ihnen.

_Mein Fazit:_

Eine einfache Grundidee, überragend spannend erzählt. Gepaart mit einer beängstigend guten Sprecherleistung fesseln Autor und Sprecherin den Hörer gnadenlos an die Geschichte, die genialerweise in gut acht Stunden keinen Funken Langeweile aufkommen lässt. Stattdessen wird der Spannungsbogen immer weiter gespannt. Selten habe ich meinen Alltag für ein Hörbuch so stark eingeschränkt, weil ich unbedingt weiterhören musste.

|6 CDs mit 87 Tracks
Spieldauer: 7:48 Std.
Gelesen von Andrea Sawatzki
Originaltitel: Before I Go To Sleep
ISBN-13: 978-3839811054|
[www.argon-verlag.de]http://www.argon-verlag.de

Point Whitmark: Hauptrolle: tot (Folge 32)

_Die Handlung:_

Derek Ashby kann es nicht glauben, aber der Brief in der Manteltasche seiner Mutter lässt keine Zweifel: Mrs Ashby wird erpresst!
Als sie eines Nachts erneut heimlich das Haus verlässt, folgen ihr Jay, Tom und Derek und stoßen auf den Mann im Nadelstreifenanzug. Ehe die Jungen wissen, wie ihnen geschieht, finden sie sich inmitten eines siebenundzwanzig Jahre alten Mordkomplotts wieder. Der ehemalige Filmstar Norma D’Arcy beichtet ihnen in Todesangst vom bedingungslosen Ultimatum der Bertani-Familie.
Und immer wieder fällt ein und derselbe Name: der Doktor … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nach neun Monaten Pause und dem Wechsel des Vertriebs tauchen die drei Jungs aus Point Whitmark, der Stadt, die heißt wie der Radiosender, wieder auf. Und durch Zufall kommen sie auch direkt an ihren nächsten Fall, der für Derek eine ganz besondere Bedeutung hat, geht es doch um seine Mutter, die bedroht wird.

Während ihrer Ermittlungen verschlägt es die drei an ein Filmset und sie machen die Bekanntschaft der Hauptdarstellerin Norma D’Arcy. Zuerst erweckt Sonja Deutsch, die diesem Charakter ihre Stimme leiht, den Anschein, als wäre sie etwas over the top in ihrer Darbietung. Im Laufe der Zeit erklärt sich dem Hörer aber, warum sie so übertrieben spielt.

Auch die anderen Sprecher, allen voran die der drei Radiosenderbetreiber, machen einen prima Job und wirken lebendig und natürlich bei ihrer Interpretation der Figuren. Die Emotionen werden wie vom Skript gefordert mal lautstark und mal verschroben, angsterfüllt oder wütend von den Sprechern sehr gut vermittelt, sodass ein spannendes Kopfkino entsteht.

Unterstützt wird das Ganze durch die von der Serie gewohnt aufwendige Geräuschkulisse. Da wird nicht einfach nur ein einzelner Effekt zur Untermalung einer Szene benutzt, oftmals sind es mehrere, die zusammen ein authentisches Gesamtbild ins Ohr bringen. Hier und da gibt es auch ein wenig Zwischenmusik, die aber vom Hörer nicht als Minutenschinder wahrgenommen wird.

Interessant an dem Fall ist, dass den Hörer durch einen Twist in der Handlung letztendlich doch nicht das erwartet, was er die ganze Zeit über erwartet hat. Nach dem Abschlusslacher, der nicht von den drei Jungs kommt, sondern vom Hörer, gibts noch eine mit düsterer und dramatisch gruseliger Musik unterlegte Vorschau auf die kommende Folge.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Mr McLaughlin: Horst Lampe
Jimmy Chase: Dominik Freiberger
Norma D’Arcy: Sonja Deutsch
Monica Ashby: Martin Treger
Jonathan Walcott: Olaf Baden
Der alte Fry: Bert Franzke
Rosie Day: Tirzah Haase
Der Doktor: C.-D. Clausnitzer
Mr Crowley: Herr Steiner
Portier: Ernst Meincke

|Technik-Credits:|

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der bislang erschienen Folgen, inklusive der kommenden „Das Schloss des Blutmalers“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Nach einem leicht wirren Beginn entwickelt sich ein spannender Fall, der nicht so endet, wie man glaubt. Gewohnt souverän gespieltes und genial mit Effekten unterstütztes Kopfkino, das den Hörer eine kurzweilige Stunde unterhält. Neuer Vertrieb, aber gewohnte Hörspiel-Qualität.

|1 Audio-CD mit 60 Minuten Spieldauer
EAN: 0886979467828|

_|Point Whitmark| bei |Buchwurm.info|:_
Folge 1: [„Die Bucht der 22 Schreie“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5128
Folge 2: [„Die rote Hand des teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5256
Folge 22: [„Die blutenden Schlüssel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4793
Folge 23: [„Der Duft der Finsternis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5058
Folge 24: [„Am Tag der großen Flut“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5410
Folge 25: [„Die fiebrigen Tränen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5551
Folge 26: [„Die Diener der Pest“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5743
Folge 27: [„Eiland der Gespenster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5817
Folge 28: [„Der leere Raum“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6175
Folge 29: [„Der Seelenkünder (1/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6518
Folge 30: [„Der Seelenkünder (2/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6670
Folge 32: [„Hauptrolle: tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7330

Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 2 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: – erscheint am 20.09.2011 –
Teil 4: – erscheint am 11.10.2011 –

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78| )

|Dieser Teil|:

Atlan ist mit der IMPERATOR VII unterwegs auf der Suche nach der Erde. In Andromeda hofft er, Antworten zu finden. Aber die dortigen Sonnentransmitter werden von den Maakhs kontrolliert, die plötzlich darauf bestehen, dass sämtliche Terraner Andromeda verlassen. Ein einziger Transmitter, der von einem für Maahks undurchdringlichen „Wahnsinnsschutzschild“ umgeben ist, wird für Atlan interessant …

_Mein Eindruck:_

Die Idee mit dem „Wahnsinnsschild“ ist schon interessant, dennoch fühlt sich dieser zweite Teil der |Silber Edition 78| wie ein Lückenfüller an. Lange geht es nur um politische Spannungen mit viel Hektik und Kämpfen. Aber irgendwie hält das Ganze nicht nur Atlan, sondern auch den Hörspaß auf.

Erst als Atlan anfängt, den Sonnentransmitter Gercksvira zu untersuchen, wird es wieder spannender. An dieser Stelle geht es als Planetenabenteuer weiter, das aber auch eher halbherzig interessant so lange aufhält, bis die Forschergruppe einen alten Kontrollturm der Lemurer findet, der kryostatisch aufbewahrtes Leben enthält. Und ohne wirklich etwas herausgefunden zu haben, das dem Trupp weiterhelfen könnte, endet dieser Teil auch schon wieder. Zwar gibts einen kleinen mini-dramatischen Cliffhanger, dennoch glaubt der Hörer nicht, dass es hier wirklich ernsthafte oder gar fatale Probleme für die Forscher geben wird.

_Mein Höreindruck:_

Als Solarmarschall Bulmer Akbosht legt Tom Jacobs gleich zu Anfang lautstark los, passend zur Romanvorlage überschlägt sich seine Stimme geradezu vor Hektik. Hektisch hat er unter anderem auch einen überforderten Ortungsoffizier zu sprechen, wobei Jacobs wieder einmal eine Menge Schauspiel vor dem Mikro zeigt.

Egal ob als kühler und souveräner Atlan oder mit kräftiger Stimme als Oxtorner Ortokur, Jacobs kann sich in diesem Teil der |Silber Edition 78| so richtig austoben. Den Abschluss der Stimmenvariationsgala bilden die garstig krächzenden, wahnsinnigen Lemurer-Embryos oder besser ihre Gedanken.

Tom Jacobs ist es zu verdanken, dass trotz wenig Handlungsfortschritts oder fesselnd spannender Geschehnisse, das Kopfkino dennoch eingeschaltet bleibt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 47 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 682 „Terror der Ungeborenen“, die gleichzeitig auch das Titelbild des |Silberbandes 78| ist, die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Die Handlung hängt ein wenig durch, weil die diplomatische Bremse in Andromeda nicht nur Atlan aufhält, sondern auch den Hörspaß ein wenig trübt. Der Wechsel zum Planetenabenteuer entschädigt dann aber wieder für die ein wenig gestreckte Handlung. Tom Jacobs schöpft aus dem Vollen und hängt sich richtig rein. Seine packende und sehr lebendig variable Sprecherleistung bindet den Hörer auch in Phasen, in denen er die Geschichte gern selbst vorantreiben möchte.

|MP3-Download mit ca. 334 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 3:56 h
Anzahl der Tracks: 47
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Jonas Jonasson – Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

_Die Handlung:_

Allan Karlsson hat keine Lust auf seine Geburtstagsfeier im Altenheim. Obwohl der Bürgermeister und die Presse auf den 100-jährigen Jubilar warten, steigt Allan kurzerhand aus dem Fenster und verduftet. Bald schon sucht ganz Schweden nach dem kauzigen Alten, doch der ist es gewohnt, das Weltgeschehen durcheinanderzubringen und sich immer wieder aus dem Staub zu machen. Mit viel Charme begleitet Otto Sander den schlitzohrigen Allan auf seiner herrlich komischen Flucht durch Schweden und lässt augenzwinkernd die politischen Verwicklungen des 100-Jährigen Revue passieren.
(Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

„Schlitzorig“ passt als Beschreibung auf den guten alten Allan sehr gut. Aber er ist ein liebenswürdiges Schlitzohr, dem der Leser und die Charaktere in der Romanvorlage eigentlich fast alles verzeihen. Für seine 100 Jahre hat er es faustdick hinter den (Schlitz-)Ohren. Und was er in seiner Zeit so alles erlebt hat, davon erzählt Jonas Jonasson für ihn.

Eigentlich interessiert er sich ja gar nicht so sehr dafür, auf Politik und Weltgeschehen Einfluss zu nehmen und verfolgt keine persönlichen Ziele. Dennoch ist er aber in seiner Lebenszeit so manch wichtiger Person begegnet und hat einigen Wirbel veranstaltet. Ohne zu viel zu verraten, werfe ich hier einfach mal die Namen Churchill und Truman in den Raum. Die Beschreibung des Lebens von Allan Karlsson ist auch gleichzeitig ein besonderer Blick auf die 19-hunderter Jahre, deren Betrachtung an der Seite von Allan richtig viel Freude bereitet.

Und so wird er nach seiner Flucht aus dem Altersheim zusammen mit der Gruppe, die er um sich schart, einen Monat lang gejagt, während die Handlung immer wieder in seine Vergangenheit und seine Erlebnisse springt. Von seinem Geburtsjahr 1905 bis hin zum Jahr seines „Ausbruchs“ 2005.

Selten aber habe ich einen so großen Unterschied zwischen Vorlage und Vortrag erlebt. Der Roman sprüht vor sinnigem und intelligentem Humor. Vor scharfsinniger Beobachtung und aufgrund der ungewöhnlichen Erzählweise unter der Verwendung von enorm viel indirekter Rede, von einer Art klassischem Stil. Die Geschichte erinnert an eine Mischung aus Münchhausen und Forrest Gump, der Humor selbst hat mich an Douglas Adams erinnert, mit einem Schuss Loriot.

Der Vortrag hingegen von Otto Sander ist wirklich bodenlos schlecht. In den ersten Sekunden lächelt der Hörer noch und findet, dass Sander die perfekte Besetzung zu sein scheint. Leider hört er sich nicht nur an wie ein Hundertjähriger, er liest auch wie einer. Unfassbar genuschelt und monoton leiert er Seite um Seite des Skripts herunter, dass es nur so eine Qual ist. Und man muss wirklich einen eisernen Willen haben, damit man nicht einschläft. Dabei ist das, was er vorliest, wirklich toll geschrieben und humorvoll bis ins Letzte.

Immer wieder legt der Sprecher unnötige Pausen ein, wenn der Text im Skript offenbar das Zeilenende erreicht hat. Wörtliche Rede, indirekte Rede, Beschreibungen von Handlungen … Sander liest alles im gleichen Stil runter, dabei könnte er als Schauspieler doch so viel mehr vermitteln. Und es klingt leider auch vorgelesen und nicht erzählt. Immer wieder versucht der Hörer, den Sprecher auszublenden und nur auf Allan zu achten, was aber immer schwerer gelingt. Laufend wird das Kopfkino durch das Bild eines Sprechers in einer Sprecherkabine unterbrochen, der hier seinen Job macht und seinen Text runterliest, weil er Geld dafür bekommt. Und hörbar hat er auch keinerlei Interesse an dem, was er da vorträgt. Ein Sprachcomputer hätte eine ähnliche Leistung abgeliefert.

_Der Autor:_

Jonas Jonasson, geb. 1962 im schwedischen Växsjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er alles und zog in den Schweizer Kanton Tessin. Sein Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ trat in Schweden eine regelrechte Allan-Karlsson-Manie los. Inzwischen erscheint der Titel in ganz Europa und entwickelt sich zu einem internationalen Bestseller. Zurzeit schreibt Jonasson an einem zweiten Roman.

_Der Sprecher:_

Otto Sander, 1941 in Hannover geboren, studierte Theater- und Literaturwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte und besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München. Er spielte mitunter an den Düsseldorfer Kammerspielen, an der Freien Volksbühne Berlin und an der Berliner Schaubühne. Zugleich gilt der Künstler, der in Werken von Eric Rohmer, Margarethe von Trotta und Wim Wenders internationale Berühmtheit erlangte, als einer der bedeutendsten deutschen Filmschauspieler. Er war in zahlreichen bekannten Film- und Fernsehproduktionen wie „Das Boot“ und mit Heinz Rühmann in „In weiter Ferne, so nah“ zu sehen, blieb aber auch immer der Bühne treu, wo er in den großen Rollen der Theatergeschichte brilliert und begeistert. Für den Hörverlag sprach er bereits in Umberto Ecos „Das Foucaultsche Pendel“, in Maarten `t Harts „Das Wüten der ganzen Welt“, in „Pygmalion“ von George Bernard Shaw und in weiteren Produktionen. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die sechs CDs stecken in einem dicken Jewel-Case und sind mit dem gleichen schönen Stich eines Elefantenkopfes verziert wie die Front der Box. Nur ist der Aufdruck auf den CDs orange und das Titelbild ist in Braun gehalten und wird von einem Kofferanhänger verdeckt.

Im Booklet-Faltblatt finden wir Infos zum Autor und zum Sprecher, ein Foto von Jonas Jonasson sowie ein Tracklisting. Schön und übersichtlich, dass hier die Tracks tatsächlich eigene Namen haben.

_Mein Fazit:_

Ein unglaublich lebensfrohes Buch mit einem feinen und intelligenten Humor. Ein liebevolles hundertjähriges Schlitzohr, das in seinem Leben so allerhand erlebt hat. Ein intelligenter Forrest Gump, dem man gern alles glauben möchte, aber sich nicht vorstellen kann, dass er das alles wirklich erlebt hat. Leider wird die schöne Geschichte vom Sprecher in Grund und Boden gelesen, womit das Hörbuch nur für diejenigen geeignet ist, die mit Otto Sanders Lesestil keine Probleme haben. Mir hat er überhaupt nicht gefallen.

Ein zur Vorlage passender Sprecher, der die Geschichte(n) und den Humor lebendiger erzählt hätte, hätte dieses Hörbuch zu einem wirklich tollen Erlebnis werden lassen. Otto Sander war hier leider die falsche Wahl.

|6 CDs
Spieldauer: 7:32 Std.
Originaltitel: Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Lesefassung: Anke Albrecht
Gelesen von Otto Sander
ISBN: 978-3867177818|
[www.hoerverlag.de]http://www.hoerverlag.de

Kevin Brooks – iBoy

_Die Handlung:_

Er hätte tot sein können. Doch das iPhone, das ihm seine Schädeldecke zertrümmert hat, macht Tom zum Superhelden – zu iBoy. Allwissend, da permanent online. Unverwundbar dank seiner iHaut, die ihn wie einen Panzer schützt. Allmächtig – und bereit, es mit den Typen aufzunehmen, die seine heimliche Liebe Lucy vergewaltigt haben.
Als iBoy seinen Rachefeldzug startet und Lucy dabei in tödliche Gefahr bringt, wird ihm klar, dass es mehr braucht als seine Allmacht, um sie zu retten. Und dass Tom der einzig wahre Superheld ist, der Lucy glücklich machen kann.
(Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Ok, ich gebs zu, das „i“ hat mich schon gereizt und die Grundidee fand ich interessant. Auf der anderen Seite erinnerte mich das Ganze schon irgendwo an SPIDER-MAN, der seine Fähigkeiten durch einen Spinnenbiss bekam.

(Super)iBoy bekommt also ein iPhone (3GS) auf den Kopf und kann danach Hacken, Telefonieren, Leuchten (!) und Elektrizität verschießen. Bis auf das Letzte, alles, was ein iPhone auch kann. Teile davon hat er ja noch in seinem Kopf.

Das könnte jetzt eine alberne und lustige Kinder-Märchengeschichte werden, wird es aber nicht. Mit viel Fluchen und einem „dreckigen“ Setting in London hat der Autor eine Welt gewählt, die nicht sauber ist und glänzt. Drogen, Gang-Gewalt und sogar Vergewaltigungen gehören im Umfeld von „iBoy“ Tom zum Alltag. Entsprechend ist die Sprache oftmals sehr „bodenständig“, was aber authentisch und ehrlich klingt.

iBoy schwingt sich nicht auf, um die Welt zu erobern, vielmehr spielt seine Geschichte räumlich auf einem sehr engen Gebiet. Er schickt sich an, die Vergewaltigung seiner besten Freundin zu rächen, die im Zusammenhang mit seinem eigenen iPhone-Unfall steht. Und das tut er auch, mit viel Action und auf eine schnell zu konsumierende Erzählweise, die dieses Hörbuch viel zu schnell zu Ende gehen lässt.

Im Internet gibt es hier und dort und auch bei Wikipedia Hinweise auf eine Fortsetzung, allerdings ist von offizieller Seite noch nichts bekannt. Die Geschichte um den iBoy ist zwar abgeschlossen, lässt aber Raum für neue Abenteuer. Es wäre schade, wenn der Autor diesen interessanten Charakter nicht noch einmal aufgreifen würde.

_Mein Höreindruck:_

Stefan Kaminski passt mit seiner „jugendlichen“ Stimmfarbe perfekt zu diesem Hörbuch. Seine Art zu lesen fesselt den Hörer sehr schnell an die Story. Auch wenn es eine Weile dauert, bis das notwendige Vorspiel abgearbeitet und Tom aus dem Krankenhaus entlassen ist, so schafft es der Sprecher dennoch, das Interesse aufrechtzuerhalten. Ab hier geht das Abenteuer dann richtig los.

Ob er den iBoy, dessen Großmutter, Freundin Lucy oder einen der Gangmitglieder spricht, immer trifft er den richtigen Tonfall und die richtige Sprachmelodie, die der Situation angemessen sind. Und nicht selten vergisst man, das tatsächlich nur ein einzelner Sprecher am Werk ist. So sollte sich ein Hörbuch anfühlen.

_Die Ausstattung:_

Die vier passend zum Gesamt-Styling des Multipacks in Schwarz bedruckten CDs stecken in Einschubschlitzen. Aufgedruckt auf der Pappbox finden wir Infos zu Autor und Sprecher, ein wenig Eigenwerbung des Verlags, einen kurzen Handlungsanriss und ein Bild von Stefan Kaminski.

Die ungewöhnlich hohe Anzahl an Tracks ist auch eine Erwähnung wert. Mit über 20 pro CD bringt es das Hörbuch auf stattliche 101 Titel, die im Schnitt drei Minuten lang sind.

_Der Autor_

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Er studierte in Birmingham und London. Sein Geld verdiente er lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans „Martyn Pig“ ist er freier Schriftsteller.

Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Buxtehuder Bullen. Für den Deutschen Jugendliteraturpreis wurde er innerhalb von fünf Jahren vier Mal nominiert und hat den begehrten Preis auch schon zwei Mal erhalten – 2006 für „Lucas“ und 2009 für „The Road of the Dead“. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

Stefan Kaminski, geboren 1974, schloss sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab. 1996 begann er seine Laufbahn als Sprecher und Schauspieler. Er betreibt die beliebte Live-Hörspielreihe „Kaminski on Air“ und ist seit 2001 am Deutschen Theater Berlin zu sehen. Für seine Hörbuch- und Hörspielproduktionen wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Ohrkanus 2009. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

Wenn man nicht alles hinterfragen will und Action mag. Wenn die Protagonisten öfter mal fluchen dürfen und man sich am Ende fragen möchte: „Was hätte ich eigentlich gemacht?“, dann ist man bei „iBoy“ richtig. Ein spannendes, schnelles Jugendbuch ohne glattgebügelte Helden, das im Kopf einschlägt … wie es ein herabfallendes iPhone könnte.

Passend dazu liefert Stefan Kaminski eine überzeugende Arbeit ab und sorgt für ein spannendes Kopfkino.

|4 Audio-CDs mit insgesamt 101 Tracks
Spieldauer: 5:03 Std.
Originaltitel: iBoy
Gelesen von Stefan Kaminski
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Vom Verlag empfohlen ab 14 Jahren
ISBN: 978-3867426879|
[Verlagshomepage]http://www.hoerbuch-hamburg.de/web/hbhh/silberfisch

Unsere Rezension zur Buchausgabe findet ihr [hier]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7288

Die drei ??? und die feurige Flut (Hörspiel)

_Die Handlung:_

Ein schwerer Fluch lastet auf Allie Jamison, einer alten Bekannten der drei ???. Jedenfalls ist sie davon überzeugt. Schon in der nächsten Vollmondnacht soll etwas Schlimmes geschehen! Es gibt nur einen Ausweg: Justus, Peter und Bob müssen ein alchemistisches Rätsel lösen – in nur 24 Stunden. Ihre fieberhaften Ermittlungen führen die drei Detektive in eine Welt von Zauberern und Wahrsagern. Als Justus jedoch in einen Hinterhalt gelockt wird, ist klar: Dieser Fall ist lebensgefährlich! (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nach „Die Singende Schlange“ (Folge 25) und „Die Silbermine“ (Folge 26) treffen wir hier nach 30 Jahren (Echtzeit-)Pause zum dritten Mal auf Allie Jamison. Allerdings treffen wir sie nicht in bester Gesundheit an, sondern scheinbar von einem Fluch befallen und erkrankt.

Generell geht es hier insgesamt schon etwas grafischer zur Sache, als man es noch zu Zeiten des ersten Auftritts von Allie gewohnt war. Katrin Fröhlich ist schon mächtig am Keuchen, wenn sie spricht, was nicht daran liegt, dass sie Asthma hat, was der Hörer in den ersten Minuten der Folge glauben könnte, ihr Charakter meint von einem Fluch getroffen in den nächsten Stunden sterben zu müssen. Und das geht dem Hörer schon an die Nieren, zumal sie später sogar Nasenbluten bekommt und in Ohnmacht fällt. So intensiv waren bislang die wenigsten Abenteuer der drei Detektive.

Um den Fluch zu brechen oder ihn bestenfalls als nicht existent zu entlarven, haben es Justus, Peter und Bob mit einer klassischen Worträtsel-Aufgabe zu tun. Solche Abenteuer gehören zu den beliebtesten der Serie und es ist immer wieder ein Genuss, den drei Jungs aus Rocky Beach beim Sinnieren darüber zuzuhören, wie welche Aussage der kryptischen Hinweise zu interpretieren ist. Und an dieser Stelle gibt es noch einen Umstand, den die Fans auch nicht oft erleben: Nicht Justus kommt auf die entscheidende Idee, sondern Bob!

Was aber das Ganze mit einer „Feurigen Flut“ zu tun hat, ist nur mit viel Fantasie zu erahnen, weil es nur einmal brennt. Zwar dramatisch und mit Hilfe-Gerufe, aber nur kurz und auch nur in einem kurzen Nebenausschnitt. Eigentlich hätte es „Chemische Keule“ heißen können, weil es ja eigentlich um Chemie geht.

_Das Hörerlebnis:_

Gewohnt lebendig und souverän unterhalten Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich den Zuhörer bei dieser Rätsel-Todesfluch-Folge. Dass Allie-Sprecherin Katrin Fröhlich da ein wenig hinterherhinkt, ist nicht etwa ihrem fehlenden Talent zu verdanken oder der Tatsache, dass auch sie sich 30 echte Jahre älter anhört. Sondern dem Autor, der ihr Wörter wie „zuvor“ (im Sinne von „vorher“) in den Mund legt, die sich auf Papier sicher prima machen, gesprochen aber unnatürlich klingen.

Auch die anderen Sprecher, die teilweise nur in wenigen dramatischen Szenen zu Wort kommen, machen einen prima Job und klingen glaubwürdig gut, böse, leicht verwirrt oder esoterisch verschroben.

Auch Musik und Geräusche tragen, wie man es von dieser Serie gewohnt ist, zu einem lebhaften Kopfkino bei, das den Hörer eine gute Stunde spannend unterhält und mitfiebernd miträtseln lässt.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Allie Jamison: Katrin Fröhlich
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Ursula Burns: Birke Bruck
Emerald Pendragon: Monty Arnold
Carl Parsley: Peter Weis
Sunshine: Dagmar Dreke
1. Mann: Tetje Mierendorf
2. Mann: Gosta Liptow

|Technik-Credits:|

Erzählt von: Kari Erlhoff
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Conrad

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Aufstellung der Sprecher und etwas Eigenwerbung für „Drei ???“-Merschandise-Artikel und die kommende Folge.

_Mein Fazit:_

Zwar passt der Titel nicht zum Abenteuer, aber das Abenteuer passt zu den drei Fragezeichen. Rätselraten, böse Buben und eine alte Bekannte, der die drei zu Hilfe kommen können, bieten alles, was sich der Serien-Fan wünscht. Hier gibts eine spannende Mixtur, die den Hörspielfreund eine Stunde lang kurzweilig unterhalten kann.

| 1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 65 Minuten
EAN: 886978014825|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 80 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Die drei ??? – House of Horrors / Haus der Angst (Top Secret Special, Fall 2)

_Die Handlung:_

Ein besonderer Fall zum Mitraten:

Verschollen, gefunden, endlich auch auf Deutsch veröffentlicht: Eine Geschichte aus dem Jahr 1986 von dem amerikanischen „Die drei ???“-Autorenpaar Megan und H. William Stine.
Wolltest du immer schon den „Die drei ???“ bei ihren Ermittlungen helfen? Jetzt hast Du die Chance dazu!
In der Geisterbahn im Freizeitpark geschehen merkwürdige Dinge. Schreckliche Schreie, ertönen, die mit Sicherheit nicht zum Programm dazugehören. Justus, Peter und Bob, die drei jungen Detektive aus Rocky Beach und ihr Auftraggeber Tony müssen schnellstmöglich herausfinden, was dahinter steckt.
Aber Vorsicht: Eine falsche Entscheidung, und sie sind für immer verloren!
Es liegt an dir. Du kannst den drei ??? und Tony den Weg durch das Haus der Angst schaffen. Oder auch nicht …
(Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dies ist kein normales „Drei ???“-Abenteuer, sondern ein „FYF-“ („Find Your Fate“) oder auch „Mitmach-„Fall. In den 80ern gab es ein paar Versuche, um jungen Leuten mehr Spaß beim Lesen zu bereiten und sie aktiv ins Geschehen mit einzubeziehen. Mit am bekanntesten war nicht nur hierzulande die Reihe „Einsamer Wolf“.

Die drei ??? haben dem Hörer in der „DIE DR3I“-Variante auch schon einmal eine Mitratefolge angeboten. „Hotel Luxury End“ hieß sie und war auch 2 CDs lang.

Das Prinzip ist recht einfach. Statt eines linear ablaufenden Hörspiels bekommt der Hörer hier nach jedem Track die Möglichkeit, zu entscheiden, was die Jungs machen sollen. Dazu gibts am Ende des Tracks immer eine Ansage der Sprecherin, die die Wahlmöglichkeiten und die dafür vorgesehene Tracknummer ansagt, bei der es weitergehen kann.

Und wenn man nicht clever genug ist oder aber einfach dem Gedankengang der Autoren nicht folgen kann, dann bekommt man eine nette „Leider verloren“-Ansage, mit der Info, dass man sein Abenteuer noch mal mit Track 1 beginnen soll. Wer sich an dieser Stelle also nicht gemerkt hat, von welchem Track er kam, der muss tatsächlich noch einmal ganz von vorn beginnen, was zu einigem Frust führen könnte, falls er das häufiger tun muss.

Dies ist daher auch keine Folge, die man sich auf seinen MP3-Player kopieren kann, um sie im Zug oder im Auto oder beim Sport … zu hören. Zum einen spielt der MP3-Player ja alle Tracks in der Regel in einem Durchgang ab, was die Handlung komplett zerschießt und zum anderen muss man aktiv am Player sitzen, weil das Hörspiel ja in 58 teilweise nur um die zwei Minuten lange Häppchen unterteilt wurde.

Ein Nachteil dieser Hörweise ist, dass der Hörgenuss nicht so fließend und zusammenhängend ist wie bei einem klassischen Fall. Auch weil die Handlungsorte sehr rasch wechseln. Der Vorteil ist aber, dass man hier mehrere Versionen des gleichen Hörspiels bekommt und man sich das „House of Horrors“ sicher mehrfach anhören möchte und sei es nur, um mal absichtlich in eine Sackgasse zu geraten. Zur Not könnte man natürlich auch einfach die CDs von vorn nach hinten durchhören.

Wenn man dies tut, dann erwarten den Hörer etwas über zwei Stunden Abenteuer und wenn man einen direkten Lösungsweg gefunden hat, dann dauert die Folge etwa eine Stunde. Es gibt also gut eine Stunde „verborgenes“ Material, das es zu entdecken gilt.

Trotz aller Auswahlmöglichkeiten schreitet die Handlung dennoch weiter voran und auch die behandelte Thematik ist eher eine ernstere. Alles beginnt auf dem Rummelplatz und steht im Zusammenhang mit der dortigen Geisterbahn. Auch der neue und temporäre Begleiter der drei ???, Tony, fügt sich gut in die Story ein. In der Buchversion hatte der Leser diese Rolle übernommen.

_Das Hörerlebnis:_

Die Liste der Sprecher ist lang, länger, am längsten und alle liefern eine wirklich gute Leistung ab. Alma Clausen als Margarine allerdings klingt ein wenig lustlos und abgelesen und nicht so lebendig wie die anderen Charaktere, mit denen zusammen sie ihre Auftritte hat. Und der sonst so souverän agierende Andreas von der Meden klingt bei seinem ersten Einsatz als Morton eher wie Skinny Norris und beim zweiten Versuch sehr tuntig.

Allein schon, um wirklich alle Sprecher in Aktion zu erleben, lohnt es sich also, mehrere Lösungswege zu gehen. Es gibt viel Interessantes zu entdecken.

Auch bei der Musik und gerade bei den Effekten hat sich das Produktionsteam mächtig ins Zeug gelegt. Von Anfang an entsteht ein perfektes Abenteuer-Kopfkino, wenn man durch die Geisterbahn fährt. Die liebevolle Bearbeitung der Effekte und die Menge an Geräuschen erwecken jede Szene zum Leben.

|Die drei ??? und die 27 Leer-Tracks|

Aus produktionstechnischen Gründen sind auf der zweiten CD die ersten 27 Tracks leer. So kommen weder die nette Sprecherin noch der Hörer mit den Tracknummern durcheinander, bei denen es weitergeht. Der erste Track auf CD 2 also, der „benutzbar“ ist, ist Track 28 … und von dem spricht Claudia Stocksiecker dann auch.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Off-Stimme: Claudia Stocksieker
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Tony: Stefan Kaminski
Joey: Tommaso Cacciapuoti
Ansager in der Schlammringkampfarena: Christian Rudolf
Margarine: Alma Clausen
Lincolnfahrer: Mike Olsowski
Freakshow-Jack: Peter Bänker
Der unergründliche Mickey: Krystian Martinek
Die bärtige Marilyn: Santiago Ziesmer
Miss Luzzy: Katja Brügger
Bubba Detroit: Klaus Dittmann
Junge: Patick Bach
Burger-Verkäufer Arnie: Manou Lubowski
Reporterin: Mara Bergmann
Anna Millar: Christine Pappert
Bombenattentäter Daniel: Tim Grobe
Polizist: Wolfgang Kaven
Papagei: Heikedine Körting
Anna Millar: Christine Pappert
Lily: Verena Wolfien
Max: Holger Umbreit
Milli: Ulrike Knief
Celeste Hummer: Maria Willer
Anthem Hummer: Martin May
Morton: Andreas von der Meden
Bruce Millar: Ben Hecker
Kommissar Reynolds: Wolfgang Draeger
Mr. Albert Hitfield: Volker Bogdan
TV-Sprecher: Friedel Bott

|Technik-Credits:|

Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Produktmanagement & Projektleitung: Corinna Wodrich
Titelmusik: J.-F. Conrad
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Betty George

|Die Ausstattung:|

Die CDs stecken in einem Jewel-Case. Das Booklet ist ein absolutes Highlight. Hier werden nicht nur alle 58 Tracks aufgeführt, sondern es gibt neben den Tracknamen auch noch zu jedem Titel ein dazu passendes Bild. Das ist ein Aufwand, den die Buchversion nicht erfahren hat. Außerdem werden hier noch sämtliche Sprecher aufgeführt, denen man auf sämtlichen Wegen und Umwegen begegnet und begegnen könnte

_Mein Fazit:_

Ein nicht ganz so komplizierter Fall, bei dem der Hörer entscheidet, wo und wie es weitergeht. Eine schöne interaktive Art ein Hörspiel zu erleben, das so eine Menge Hörspaß bietet. Und da es jede Menge Abzweigungen gibt, möchte man auch mal absichtlich in eine Falle tappen, um die vielen „verborgenen“ Szenen zu hören.

|2 Audio-CD mit 58 Tracks bespielten Tracks (+ 27 Leer-Tracks auf CD2)
Spieldauer: ca. 60 Min. (für einen durchgängigen Lösungsweg) / ca. 125 Min. (komplettes Tonmaterial)
EAN: 0886977733628|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 80 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

A. J. Kazinski – Die Auserwählten

_Die Handlung:_

Ein Mönch in China, eine Ärztin in Kanada, ein Bürgerrechtler in Russland – rund um den Erdball werden Menschen ermordet. Menschen, zwischen denen ein geheimnisvoller Zusammenhang besteht: Die Opfer tragen ein blutiges Mal auf dem Rücken. In Kopenhagen laufen die Fälle zusammen, und Kommissar Niels Bentzon übernimmt die Ermittlungen. Unterstützung bekommt er von Hannah Lund, einer genialen Physikerin, die, begeistert von mathematischen Theorien, das Rätsel schließlich löst. Doch damit bringt sie sich und Bentzon in tödliche Gefahr. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Das Manuskript des Romans wurde bereits vor der Veröffentlichung in acht Länder verkauft, die Rechte am fertigen Buch in 16. Und wir bekommen das Werk nach Frankreich und Italien mit als Erste zu hören, das will schon etwas heißen und lässt die Vorfreude beim Hörer ansteigen.

Seit einiger Zeit scheint es unglaublich hip zu sein, alles was „psycho“ im Namen hat, in seinen Roman einzubauen. Es gibt keine Krimis mehr, die heißen jetzt „Psychothriller“. In denen spielen meist Psychiater oder psychisch gestörte Protagonisten mit, immer wieder ist auch ein Polizist im Rang eines Kommissars gern genommen, der so seine Probleme hat. Warum unser Niels Bentzon als manisch-depressiv eingestuft wurde, kann sich der Hörer auf jeden Fall nicht erklären, da er während dieser Geschichte keine außergewöhnlichen Verhaltensauffälligkeiten zeigt.

Die Geschichte geht los und wir erfahren direkt etwas über die Morde vom Klappentext. Dann lernen wir den Kommissar kennen, seine Arbeit und seine Reiseangst, wegen der er von seinen Kollegen mehr oder weniger ausgebootet wurde. Auch seine Ehe verläuft nicht rosig, da seine Frau in Südafrika ist und er sie aus bekannten Gründen nicht besuchen kann.

Und dann begegnen uns immer wieder jede Menge englische Phrasen z. B. beim Chat, am Telefon, im Flugzeug … Die wird nicht jeder verstehen, auch wenn sie natürlich die internationale Kommunikation in diesem Krimi verdeutlichen. Schulenglisch reicht vollkommen aus, aber, wer in der Schule keins hatte oder nicht richtig aufgepasst hat, der wird hier und da ärgerlich grummeln, denn nur wenige dieser englischen Sätze werden anschließend noch mal auf Deutsch kommentiert.

Nach etwa einer Stunde Hörzeit bekommt dann Niels Bentzon eher aus Mitleid den Auftrag, die weltweiten Mordfälle zu untersuchen, von denen der Hörer schon am Anfang erfahren hat. Die weisen mittlerweile einen Zusammenhang auf: Die Opfer haben alle eine seltsame Tätowierung, ein Muster auf dem Rücken.

Eine weitere Hörstunde später kommt dann auch die ebenfalls im Klappentext erwähnte Hannah Lund mit an Bord. Und, richtig geraten, auch in ihrem Charakter gibts ein „psycho“. Sie war einmal in einer geschlossenen Anstalt untergebracht.

Nun hat unser neu gefundenes Duo also noch über fünf Stunden Hörzeit, um den oder die zu finden, die „die Guten“ auf der Welt töten. Spätestens hier wird klar, dass der Titel mit „Die Auserwählten“ seltsam gewählt ist, heißt der Roman doch im übersetzten Original „Der letzte gute Man“ und trägt diesen auch in der englischen Version. Das passt auch besser zur Geschichte, denn ständig wird über „die Guten“ gesprochen und nicht über „die Auserwählten“.

Alle Opfer vereint ein starkes soziales Engagement. Dass Hannah den „Code“ knackt, das verrät der Klappentext ebenfalls und ab da wechseln die Erzählstandpunkte wild hin und her. Denn Hannah und Niels wissen zwar, dass es noch weitere Opfer geben wird, auch wann es geschehen soll, nur das „wo“, da gibt es mehrere Optionen.

Und so steigt die Spannung von Beginn an immer weiter. Wo sich das Autoren-Duo Kazinski jede Menge Zeit lässt, um den Kommissar vorzustellen, wird die Wissenschaftlerin eher per Zufall nebenbei mit eingesammelt und nicht weiter vertieft. Auch die privaten Probleme des Ermittlers interessieren den Hörer eher weniger, zumal niemand an mehreren Orten gleichzeitig auf der Welt sein kann, um Ermittlungen zu führen, Flugangst hin oder her.

Niels und Hannah sind ein interessantes Team, vielleicht grad aufgrund der „psycho“-Vorbelastung von beiden und sei sie nur von außen eingeredet. Die Ermittlungen sind spannend und fangen den Hörer gerade noch ein, als er im Begriff war, gelangweilt zu werden, da es ein wenig dauert, bis die Recherche und die Hetzerei losgehen und die Spannung zunimmt.

Die letzten Stunden möchte man dann einfach am Stück hören, da man gebannt mitfiebert, ob die beiden Erfolg haben werden. Und hin und wieder wird der Hörer dabei auch mal von der Handlung überrascht, was mich sehr gefreut hat, da ich Unvorhergesehenes grad bei Krimis zu schätzen weiß.

Leider waren mir die letzten 90 Minuten allerdings zu metaphysisch-esoterisch-religös langweilig und die haben mir dann mehr oder weniger die Spannung zerstört, die vorher so gekonnt aufgebaut wurde.

Eine Sache hat mich aber wirklich gestört und das möchte ich direkt nach einer Spoiler-Warnung noch loswerden, damit niemand außer mir am Ende enttäuscht ist:

|Spoiler – Anfang|

Dass die Menschen auf der ganzen Welt ermordet werden und die Morde einem Muster folgen, das wissen wir am Ende. Auch was das Muster bedeutet und wie es funktioniert. Aber die Autoren verraten dem Hörer nichts über das Warum! Ich hätte gern eine Erklärung gehabt, warum die „guten Menschen“ sterben sollten. So macht die ganze Geschichte, bei aller Spannung, so gar keinen Sinn mehr, leider. Ein offenes Ende hätte ich akzeptiert, aber ein fehlender Sinn hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Wenn das daran liegen sollte, dass ich einfach zwischen nicht richtig aufgepasst habe oder das im Buch (die Lesung ist gekürzt) erwähnt wird, bitte ich um Entschuldigung.

|Spoiler – Ende|

_Das Hörerlebnis:_

David Nathan kommt sehr leise ins Ohr des Hörers, der bei dieser Lesung die Lautstärke schon eine Ecke weiter aufdrehen muss als bei anderen Hörbüchern.

Hat man das einmal hinter sich gebracht, zeigt Nathan wie so oft, dass er zu den beliebtesten Sprechern Deutschlands gehört. Jede Stimmungslage und jeder Charakter wird von ihm perfekt interpretiert. Ob ein Junkie motzt oder ein Vorgesetzter stutzt, eine alte Dame im Krankenhaus im Sterben liegt oder Hannah und Niels telefonieren. Immer ist David Nathan Herr der Lage und sorgt für ein tolles Kopfkino, indem er die Spannung perfekt transportiert.

Auch die englischen Passagen werden von ihm so deutlich vorgetragen, dass sie leicht zu verstehen sind. Für diesen Roman war er eine gute Wahl.

_Die Autoren_

A. J. Kazinski ist das Pseudonym für das dänische Autorenduo Anders Rønnow Klarlund und Jacob Weinreich. Anders Rønnow Klarlund, Jahrgang 1971, arbeitet als Autor und Regisseur. Für seine Filme ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Jacob Weinreich, 1972 in Århus geboren, ist Drehbuch- und Romanautor. „Die Auserwählten“ ist ihr erster gemeinsamer Roman. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

David Nathan, die deutsche Stimme von u.a. Christian Bale und Johnny Depp, gehört zu den gefragtesten Hörbuchsprechern Deutschlands. Für Random House Audio hat er zuletzt die Hörbücher zu Guillermo del Toros „Die Saat“ und „Das Blut“ und Ryan David Jahns „Ein Akt der Gewalt“ gesprochen. Für audible hat er unter anderem die ungekürzten Lesungen von „Es“, „Sie“ und „Die Arena“ gesprochen. (Abgewandelte Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die CDs, die in einem Jewel-Case stecken, sind mit dem gleichen mathematischen Symbol bedruckt, das auch auf dem Titelbild zu finden ist. Ich bin in der Materie nicht bewandert, aber ich meine, dass dieses Bild nichts mit dem Roman zu tun hat, aber den Grund hier zu nennen, wäre ein Spoiler. Ein Booklet-Faltblatt gibt der Verlag noch dazu, in dem noch einmal eine andere Variante des Inhalts zu lesen ist, als die Version, die auf der Rückseite des Jewel-Cases steht. Außerdem gibt es noch Infos zu Autor und Sprecher sowie ein Bild des Sprechers zu sehen und etwas Eigenwerbung für zwei weitere Hörbücher des Verlags.

_Mein Fazit:_

Ein Krimi mit einer interessanten Grundidee, der zu fesseln weiß, auch ohne brutalst verstümmelte Leichen. Ein interessantes Ermittlerduo, das stetig den Spannungsbogen nach oben klettert und dabei von einer von ihm gewohnt brillanten Leistung des Sprechers begleitet wird. Einige kurzweilige Hörstunden sind hier garantiert. Der Rest, der leider den Schluss bildet, war für mich überflüssig und in die Länge gezogen langweilig. Ohne die letzte Stunde hätte das Hörerlebnis keinen leicht faden Abgang gefunden.

|6 Audio-CDs
Spieldauer: ca. 7:48 Std.
Gelesen von David Nathan
Originaltitel: Den sidste gode mand (2010)
ISBN: 978-3-8371-0966-5|
[www.randomhouse.de]http://www.randomhouse.de

Perry Rhodan – Der Zeitagent (Silber Edition 29)

_Die Handlung:_

Es ist eine unglaubliche Reise: Durch einen Zeit-Transmitter wird das terranische Flaggschiff, die CREST III, um rund 50.000 Jahre in die Vergangenheit versetzt. In dieser Epoche erschüttert der große galaktische Krieg zwischen den Lemurern und den Halutern die gesamte Milchstraße – und es besteht kaum Hoffnung auf eine Rückkehr in die Gegenwart.

Um wieder in die eigene Zeit reisen zu können, müssen Perry Rhodan und seine Begleiter die Erde ansteuern. 50.000 Jahre in der Vergangenheit ist der Heimatplanet der Menschheit eine von gewaltigen Eismassen überzogene Welt, auf der die Überlebenden des Krieges ein erbärmliches Dasein fristen, ständig auf der Flucht vor grauenerregenden Mutanten.

Doch dann interessieren sich auch die Meister der Insel, jene nach wie vor geheimnisvollen Herrscher der Galaxis Andromeda, für die Terraner. Auf der Erde der Vergangenheit wirkt der Zeitagent, und er nimmt den Kampf gegen die Zeitreisenden auf: Es ist zugleich ein erbitterter Kampf um die Zukunft des Solaren Imperiums …
(Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Wow, was für eine Masse an Abenteuern in nur einem Buch. Natürlich ist dies kein normales Buch, sondern ein Sammelband aus ganzen sieben einzelnen Heften, dennoch habe ich selten so einen Haufen an unterschiedlichen Ideen erlebt wie hier.

Der Hörer wird direkt ins Abenteuer geworfen und erlebt jede Menge Action, Zeitreisen, Raumkämpfe, Erstkontakte und und und … Den Autoren scheinen die Ideen nie auszugehen und sie hauen sie raus, als wären dies die letzten Abenteuer, die es für Perry Rhodan und seine Freunde zu erleben gilt.

Die Meister der Insel, MDI, und ihre Gehilfen, die Zeitagenten, werden in der Gegenwart und in der Vergangenheit bekämpft. Es wird in geschickt gestellte Fallen getappt und sich befreit. Und das auch noch an völlig unterschiedlichen Orten, wie der alten Erde vor 50.000 Jahren, die damals noch von den Lemurern bevölkert wurde, die sich einen erbitterten Kampf gegen die Vorfahren von Icho Tolot liefern.

Dann setzt Perry seinen Kampf auf einem urweltlichen Planeten im Wega-System fort und erlebt dort einige Erstkontakte mit ganz neuen Rassen. Es gibt eine kleine Einlage für Steampunk-Fans und dann gehts auch schon wieder auf den nächsten Planeten unter eine eiszeitliche Eisdecke.

Und all das, ohne die Meister der Insel aus den Augen zu verlieren, ohne der Spannung Abbruch zu tun und vor allem, ohne zu langweilen. Jede Idee ist interessant und jeder Wechsel der Erzählperspektive birgt ein neues spannendes Abenteuer.

So geschwärmt habe ich für ein Hörbuch selten, aber hier hatte ich wirklich das Gefühl, als ob ich hier Stoff für eine ganze Reihe von Büchern serviert bekommen habe und nicht „bloß“ sieben einzelne Romanhefte. Und wieder kann ich nachvollziehen, warum der Zyklus, zu dem diese |Silber Edition| zu einem der beliebtesten gehört. Zurecht.

_Das Hörerlebnis:_

Selten hat es Josef Tratnik mit so vielen Charakteren zu tun bekommen, denen er seine Stimme leihen musste, hier muss er sein ganzes Können aufbieten und das tut er auch.

Als kleine Auswahl neben seinem altbekannten „Kermit“-Gucken wären da zum Beispiel Lemy Danger zu erwähnen. Der kleine Siganese mit dem spezialgelagerten Geheimauftrag wird von Tratnik ein wenig zu „knuddelig“ gelesen. Er klingt nicht nur so klein, wie er tatsächlich ist, er klingt „niedlich“ und wenig autoritär, obwohl er General ist. Da möchte der Hörer ihn hochheben und „Dutzi, dutzi, dutzi!“ machen.

Der Teleporter Tako Kakuta klingt bei Tratnik ein wenig zu krächzig und zu hoch, sodass er manchmal schon im Ohr kratzt. Icho Tolot, der riesige Haluter, klingt wie immer statt zur Größe und seinem Volumen passend laut und erhaben wie Professor Hastig aus der Sesamstraße auf Valium, immer kurz vorm Einschlafen. Das passt dann selten zu den Stellen, an denen sich andere die Ohren zuhalten müssen, wenn er lacht. Wenn er länger redet, erhöht das drastisch die Einschlafquote.

Die vier Meter langen Echsen, die Tankan, spricht Josef Tratnik erstaunlich hoch. Bei einer Riesenechse hätte ich eher mit einer dunklen Grollstimme gerechnet. Den Ortungschef der CREST III, Enrico Notami, spricht er mit einem seltsam „wirren“ französischen Akzent.

Das war aber nur Mäkeln auf hohem Niveau, denn Tratnik ist hier in gewohnter Bestform. Die Romanvorlage ist spannend und fesselnd und seine Interpretation ist angemessen prima. Alle Stimmungslagen, alle Konflikte, alle Rassen … Josef Tratnik ist hier der wahre Herrscher des Perryversums und bindet den Hörer an dieses Hörbuch, wie sie es von ihm gewohnt sind.

|Musik und Effekte|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund, wird er aber auch gern mal spontan mitten in einem Track verlegt. Dieser Teppich fällt manchmal kaum, manchmal gar nicht und manchmal stark auf, weil er in der Lautstärke variiert und den Hörer plötzlich auftretend überrascht, was dann teilweise den Sprecher unterstützt oder von ihm ablenkt.

Einige Durchsagen von Perry Rhodan, die laut Romanvorlage „anders“ klangen, wurden mit einem Wackel-Stereo-Effekt versehen. Dadurch kann es beim Ohrstöpsel-Hörer zu Gleichgewichtsstörungen kommen, weil der Ton schnell von einem Ohr zum anderen wechselt. Auch über Lautsprecher gehört, wirkt dieser Effekt sehr unangenehm. Warum die Tontechnik nicht einfach nur den „altes Funkgerät“-Effekt benutzt hat oder einen anderen Filter und warum nur ein einziger Effekt in fast 16 Stunden Hörbuch eingebaut wurde, man weiß es nicht. Es wäre prima, wenn die Lesungen entweder konsequent mit Effekten versehen würden, was zu der von mir seit Band 1 gewünschten inszenierten Lesung führen würde oder bitte ganz weglassen. Ein Kompromiss wären auch Effekte, die nicht einfach durch ein Wackeln am Stereo-Schalter entstehen, sondern zur Szene passende Filter oder Verzerrungen sind.

_Der Sprecher:_

Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ |Silber Edtionen|. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)

_Die Ausstattung:_

Wie gewohnt sind die 13 CDs mit dem Titelbild der |Silber Edition| bedruckt, die nicht das Cover des entsprechenden Silberbandes zeigt, sondern diesmal einen Ausschnitt des Titelbilds von Heft 269 „Jagd auf den Zeitagenten“. Die CDs sind einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst. Die Rückseiten der Papphüllen (1-12) ergeben zusammengesetzt das Cover von Heft 268 „Stoßtrupp durch Raum und Zeit“. Für die Rückseite der Klappbox ist als Hintergrundbild ein Ausschnitt des Covers von Heft 273 „Unter den Gletschern von Nevada“ gewählt worden. Auch die aneinandergereihten Rücken der Klappboxen bilden mit jeder weiteren Ausgabe ein sich zusammensetzendes schickes Gesamtbild.

Zusätzlich ist wieder ein Booklet enthalten, mit Tracklisting, einem Vorwort von Horst Hoffmann, einer Risszeichnung eines Kampfraumers der Haluter und den Titelbildern der in dieser |Silber Editon| zusammengefassten Hefte (Nr. 268-274) der Erstauflage. Außerdem gibt es noch ein wenig Werbung für die Hörbuchversion der LEMURIA-Reihe.

_Fazit:_

Ein Feuerwerk von Ideen, spannende Abenteuer in Hülle und Fülle und das auch noch zu unterschiedlichen Zeiten und sehr verschiedenen Orten. Das ist Perry Rhodan, wie ich ihn liebe und in den aktuellen Heftromanen schmerzlich vermisse. Das alles perfekt serviert von Josef Tratnik, der der Romanvorlage mit seiner Leistung in nichts nachsteht und fesselnd unterhält.

|13 Audio-CDs in Papp-Klappbox
Spieldauer: ca. 15:45 Std.
Gelesen von Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3943013009|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Perry Rhodan – Im Mahlstrom der Sterne (Silber Edition 77)

_Die Handlung:_

In der langen Geschichte der Menschheit war Perry Rhodans Plan ohne Beispiel: Die Erde, die Urheimat der Terraner, und der Mond sollten mit einem Sprung durch den Hyperraum an eine neue Heimat versetzt werden. Eine Heimat, die den Flotten der Laren und Überschweren, den neuen Herrschern der Milchstraße, entzogen sein sollte. Doch der tollkühne Sprung endete nicht in der erhofften Sicherheit: Erde und Mond rematerialisierten zwar reibungslos im Normalraum, aber nicht an dem vorgesehenen Zielpunkt. Perry Rhodan und die Menschheit fanden sich in einem unbekannten Teil des Universums wieder, Millionen, möglicherweise sogar Milliarden Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Die Menschheit steht erneut am Anfang. Sie macht sich auf, ihre neue Heimat zu erkunden – und muss erkennen, dass eine dunkle Macht über dem „Mahlstrom der Sterne“ herrscht … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck_

Nachdem die letzte |Silber Edition| mit einem dicken Cliffhanger zu Ende ging, denn die Flucht mit Terra und Luna hatte zwar geklappt, aber die Reise ging nicht dahin, wohin sie eigentlich sollte, war ich mehr als gespannt, wie es weitergeht und darauf, wo es Terra und Luna denn nun hinverschlagen hat.

Die Idee des Mahlstroms, einer Materiebrücke zwischen zwei Galaxien, ist interessant. So entsteht direkt zu Anfang dieser |Silber Edition| gleich eine Handlungsebene, die sich nicht um die Zyklus-bestimmenden Laren dreht. Der erste Teil befasst ausschließlich mit der verwirrten durch die Versetzung verwirrten Menschheit, dennoch ist er nicht langweilig, weil auch der Hörer gespannt darauf ist, zu erfahren, wo Perry ist und wie er da wieder wegkommen will.

Dann driftet das Autorenteam immer weiter vom eigentlichen Zyklus-Plot, dem Kampf gegen die Laren, ab. Das ist in diesem Fall aber gar nicht schlimm und macht sie frei, um interessanten Ideen nachgehen zu können.

Der Kampf gegen die „Eingeborenen“ und die Auseinandersetzung mit „Zeus“ ist kurzweilig erzählt und durchweg spannend. Auch wenn dieser Teil der |Silber Edition 77| die Haupthandlung nicht vorantreibt, so werden die Erfahrungen von Bullys Team und die Bekanntschaft mit „Zeus“ sicher noch eine wichtige Rolle spielen. Einziger Kritikpunkt für mich ist die recht schnelle Sinneswandlung von „Zeus“. Das war mir irgendwie zu einfach.

Gerade als der Hörer dachte, jetzt käme die große Aussöhnung und das Freudenfest mit Zeus … da gerät Perry mit seinem Raumschiff in den Einflussbereich eines „Bannkreises“), der sämtliche elektrisch betriebenen Geräte außer Kraft setzt. Wie Perry diese Situation löst und wie er versucht, etwas gegen den scheinbar undurchdringlichen Schutzschirm zu unternehmen, ist wirklich spannend beschrieben. Und wieder verzeiht der Hörer, dass es nichts über die Laren zu hören gibt.

Und da Perry eh langweilig zu sein scheint, weil es derzeit keine Möglichkeit gibt, etwas Sinnvolles zu tun, planen er und seine Mannschaft einem Funkspruch nachzugehen, der von einem Planeten zu kommen scheint, der über 400 Lichtjahre entfernt ist.

Weiter geht es mit dem nächsten Subplot des Subplots … so scheint es zumindest. Die Umweltakivisten des Müllplaneten Zannack spielen jetzt die Hauptrolle. Um sie und um Roy Danton und seine Forschergruppe dreht sich dann der nächste Teil der Handlung und wechselt dann auch mal den Planeten.

Ziemlich weit weg von den Laren, aber dennoch interessant und spannend genug, um gut zu unterhalten.

_Mein Hör-Eindruck:_

… war sehr positiv. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Andreas Laurenz Maier eine wirklich gute Sprecherleistung abliefert. Und das immer öfter, ohne in das hohe Krächzen zu verfallen, das er anfangs noch gern einigen Charakteren in den Mund gelegt hatte, der Wissenschaftler Goshmo-Khan zum Beispiel ist einer dieser Kandidaten.

Gucky liest er wie gewohnt, auch hoch krächzend und extrem lispelnd. Auf der entspannten Seite lässt ihn das aber aus der Menge der anderen Charaktere schnell hervorstechen und so kann er schnell wiedererkannt werden. Hier und da vergisst Maier mal, bei einem „s“ zu lispeln, aber das ist zu verzeihen.

Wenn er den telepathisch begabten Matten-Willy spricht, dann klingt es hoch, krächzig und viel zu leise, falls man das Hörbuch im Auto hört. Genauso hoch und kratzig klingt es, wenn er die Gedanken von „Zeus“ im Kopf von Fontain spricht. Unfreiwillig komisch klingt es, wenn Gucky den Namen „Zeus“ ausspricht. Hier kann der Hörer förmlich den Regen sehen, der auf das Mikro des Sprechers dabei niedergeht.

Gegen Ende, wenn er von der Welt der Vogelähnlichen erzählt, hätte er in sein ohrenschmerzendes Krächzen abdriften können, das tut er zum Glück nicht und so ist dieser Teil wirklich angenehm zu hören.

Einzig seine lispelnde Bugs-Bunny-Gucky-Variation lädt bei Wörtern wie „einzusetzen“ zum sicher ungewollten Grinsen beim Hörer ein, selbst wenn die Situation alles andere als komisch ist.

Also, abgesehen von der Wahl einzelner Stimmfarben, bietet Maier gute Unterhaltung, die der interessanten Handlung gerecht wird. Je länger die Lesung dauerte, desto besser hat er mir gefallen.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund, der wird er aber auch gern mal spontan mitten in einem Track verlegt. Dieser Teppich fällt manchmal kaum, manchmal gar nicht und manchmal stark auf, weil er in der Lautstärke variiert, was dann teilweise den Sprecher unterstützt oder von ihm ablenkt.

Als der Sprecher von der Flutwelle erzählt, die über Terra fegt und bei der Staubwolke, hat die Tontechnik für den Hintergrund jeweils einen Ambientsound gewählt, der sich nach Rauschen anhört. Hier blitzte ein wenig auf, was mit einer inszenierten Lesung noch alles aus „Perry Rhodan“ rauszuholen wäre.

|Die MP3s und das Booklet|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 182 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Wie auch bei der Romanvorlange, dem Silberband 77, ziert das grafisch aufpolierte Cover von Band 679 „Im Bannkreis der Pyramide“ den Titel dieser |Silber Edition| und der ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1269 bei.

Des Weiteren ist auf den CDs das grafisch aufpolierte Titelbild von Heft 676 „Im Mahlstrom der Sterne“ im gigantischen Format von 2000 x 2958 als JPG-Datei zu finden. Laut Klappentext „zum Ausdrucken oder Entwickeln lassen“. Eine schöne Idee der Verlags. Das nächste Mal gern auch die Cover der anderen Hefte, aus denen sich diese |Silber Edition| zusammensetzt.

Im Booklet findet wir ein Tracklisting, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung eines Großschlachtsschiffs der Poohns, dem ein wenig mehr Farbe gutgetan hätte, damit es besser zu erkennen wäre, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 676, 677, 678, 684 und 685. Auf der Rückseite finden wir nochmals das Cover von Band 676.

Auf der Hülle der CD-Box gibt es Infos zum Sprecher und eine Inhaltsangabe zur Handlung zu lesen.

_Mein Fazit:_

Es war ein Subplot des Subplots, aber es war ein interessanter Ausflug, der am Ende doch zur Aufklärung einiger Fragen beigetragen hat, die sich im Subplot eine Etage höher gestellt haben. Das Ganze wird dann am Ende nicht mit einem Cliffhanger abgerundet, sondern mit einer traurigen Szene, die den Hörer etwas wehmütig zurücklässt.

Andreas Laurenz Maier liest diese |Silber Edition| gewohnt gut, mit fortlaufender Handlung auch ohne allzu viel Krächzen.

Diesmal gabs nichts über den Kampf mit denen Laren zu hören, dennoch war es kurzweilig und unterhaltsam genug, um den Hörer vorfreudig auf den nächsten Teil warten zu lassen.

|2 MP3-CDs mit 16:45 Std. Gesamtspieldauer
Aufgeteilt auf 182 Tracks
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3943013061|
[www.einamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

Perry Rhodan – Exodus der Generationen (Lemuria 3)

_Perry Rhodan: |Lemuria| – Die Lesungen:_

Band 1: [„Die Sternenarche“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
Band 2: [„Der Schläfer der Zeiten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
Band 3: [„Exodus der Generationen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297
Band 4: „Der erste Unsterbliche“ (Oktober 2011)
Band 5: „Die letzten Tage Lemurias“ (Januar 2012)
Band 6: „Die längste Nacht“ (April 2012)

_Die Handlung:_

Die Milchstraße im 49. Jahrhundert. Die Erde ist das Zentrum der Liga Freier Terraner, der mehrere tausend besiedelte Welten angehören. Der wichtigste Repräsentant der Liga ist Perry Rhodan, jener Mann, der die Menschheit zu den Sternen führte.

Durch einen Zufall stößt Rhodan auf ein riesiges Raumschiff, das mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch das All rast. Es ist eine Sternenarche, bewohnt von Menschen, die vor über 55 000 Jahren ihre Reise angetreten haben. Bald erweist es sich als Teil einer ganzen Flotte von Schiffen.

Der Zweck der Archen bleibt im Dunkeln. Wer hat dieses gewaltige Projekt initiiert? Zu welchem Zweck? Und wie kann es sein, dass ihre Kommandanten Zellaktivatoren tragen, die sie unsterblich machen? Die drängenden Fragen bleiben unbeantwortet – bis Perry Rhodan in ein Koma verfällt und sein Geist in die ferne Vergangenheit reist … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Diesmal findet Perry keine neue Arche, zum Glück. Diesmal gibt es eine Geschichtsstunde, die einige interessante Hintergrundinformationen bietet. Zwei sich abwechselnde Handlungsfäden, von denen einer in der aktuellen Zeit des Vorgängerbandes spielt und der andere etwa 51.900 vor Christus, wechseln sich in diesem LEMURIA-Teil ab.

In diese Urzeit wird Perrys Geist versetzt, als er versucht, die Datenchips zu analysieren, die er im Vorgängerband aus der abgestürzten Arche LEMCHA OVIR geborgen hatte. Hier erfährt er vom Chronisten Deshan Apian jede Menge interessante Fakten über den mysteriösen Levian Paronn, der letztendlich dafür verantwortlich war, dass die Lemurer die Sternenarchen gebaut haben. Der Zeitraum von Perrys Gedankenreise erstreckt sich über 150 Jahre, was die später bestätigte Vermutung nahelegt, dass Paronn zumindest relativ unsterblich war … oder immer noch ist … und eine Menge Anstrengungen unternommen hat, um die Lemuren in die von ihm gewünschten Bahnen zu lenken. Zu den Sternen soll es gehen, möglichst schnell und mit möglichst vielen Lemurern. Immer wieder warnt Paronn vor einer Gefahr aus dem All und das tut er teilweise auch verkleidet. So lange, bis er genug Lemurer von seinen Weissagungen überzeugt hat, dass sich alle nur noch darauf konzentrieren, eine Sternenarche nach der anderen zu bauen. Dabei unterstützt er sie mit einem Wissen, das fast unwirklich erscheint.

Der Handlungsstrang, der in der aktuellen Zeit spielt, unterbricht den interessanten Ausflug in die einfühlsam geschilderte Gesellschaft der Ur-Lemurer immer mal wieder. Auch wenn der beliebte Icho Tolot hier die Hauptrolle spielt und er gegen Ende seines Abenteuers auf der alten akonischen Station auch etwas Wichtiges erfährt, so liegt das Hautpohrenmerk des Hörers eigentlich die ganze Zeit auf der Vergangenheitsgeschichte. Etwas aus dem Gesamtrahmen fällt der Anteil von Jorgal und Alahandra am Tolot-Handlungsfaden, der war mir ein wenig zu esoterisch-philosophisch-schräg.

Zwar gibt es auch in diesem Teil wieder wenig Action, aber die ist in einer Geschichtsstunde auch nicht immer nötig, um die Zuhörer wachzuhalten. Endlich erfahren wir, was es mit den Sternenarchen auf sich hat, wer sie wann gebaut hat, wie viele es gibt und … dass offenbar das Wissen darum eine sehr lange Zeit exklusiv für Perry Rhodan bereitgehalten wurde.

Und am Ende bleibt die Vorfreude auf den nächsten LEMURIA-Teil, denn Perry hat immer noch eine Menge spannende und interessante Fragen, die es zu beantworten gilt und auch der Hörer möchte mehr Antworten haben. Auch auf die Frage nach dem „Etwas“, das kurz vor dem Ausschalten noch ins Bild huscht und für Stirnrunzeln beim Hörer sorgt.

_Das Hörerlebnis:_

Josef Tratniks ruhige und gemächliche Erzählweise (im Vergleich zu anderen Perry-Sprechern) passt zu diesem Roman wirklich prima. Mit seiner Art, die Story zu interpretieren, passt er sehr gut zu dieser Geschichtsstunde. Fast hat man das Gefühl, man hört Deshan Apian selbst zu, der sein Wissen um die Vergangenheit der Lemurer und der Sternenarchen an den Hörer weitergibt.

Nur selten verwendet Tratnik Akzente oder verstellt seine Stimme, sodass sie unangenehm klingt. Der Blue Trülhan-Nyulzen-Y’sch-Takan-Nyül klingt etwas zu hoch, aber der soll ja laut Romanvorlage auch „zwitschern“. Und der katzenhafte Gurrad Grresko wird leicht gurgelnd und das „R“ rollend vorgetragen, was wohl an eine Katze erinnern soll. Auch das passt schon, tragen die Gurrads doch eine Löwenmähne.

Tratnik liest auch Schreibfehler mit: „Sharita Coho brachte den Blues mit einem Wink zum Schweigen „. Das hätte einen Sinn, wenn der gemeinte Blue grad ein trauriges Liedchen angestimmt hätte, aber einen Blues gibt es an dieser Stelle nicht zu hören. Und auch der Autor des Romans sorgt für ein Grinsen beim Hörer, wenn er eine „leere Lücke“ beschreibt. Geschlossene Lücken gibt es nicht, denn dann heißen sie nicht mehr „Lücke“.

|Musik und Effekte|

Im Gegensatz zu den |Silber Editionen| ist die Einstiegs- und zugleich auch Kapitel-Vorspann-Musik flotter im Abgang und elektronischer vom Stil her. Die auch in den |Silber Editionen| verwendeten und aufgrund ihrer Seltenheit leicht irritierenden Ambient-Sound-Teppiche sind auch hier vorhanden. Allerdings so selten und so leise, dass ich oftmals dachte, es wären Störgeräusche von außen.

_Der Sprecher:_

Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ |Silber Edtionen|. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)

_Die Ausstattung:_

Wie vom Verlag gewohnt sind die 8 CDs mit dem Titelbild der |Silber Edition| bedruckt, einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst.

Das vierseitige Booklet enthält die Trackliste der einzelnen CDs mit den Kapitel-Nummern des Buches und den Gesamtspieldauern der Scheiben. Auf der Rückseite wird für den nächsten Teil der Reihe „Der erste Unsterbliche“ geworben.

Als Extra gibt es ein entfaltbares Poster in der Größe 36 x 48cm mit dem Cover-Motiv der Box.

_Mein Fazit:_

Eine eher ruhige Geschichtsstunde, die aber dennoch interessant ist. Die Fragen nach der Herkunft der Sternenarchen und ihres Erbauers werden beantwortet und die Spannung wird weiterhin hochgehalten, weil nicht nur Perry Rhodans Neugier noch lange nicht gestillt ist. Josef Tratnik passt mit seinem Erzähl-Stil perfekt zu der Story und unterhält den Hörer prima.

|8 CDs in Papp-Klappbox, einzeln in Papphüllen verpackt
Spieldauer: ca. 9:50 Stunden
Gelesen von Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3943013023|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[Hörprobe auf der Verlagsseite]https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=37416

_Perry Rhodan auf |Buchwurm.info|:_

|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)

|LEMURIA|-Hörbücher:
[„Die Sternenarche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 1) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
[„Der Schläfer der Zeiten (Perry Rhodan – LEMURIA 2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
[„Exodus der Generationen“ (Perry Rhodan – LEMURIA 3) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297

|PAN-THAU-RA|:
[„Die Lebenskrieger“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2189 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 1)
[„Die Trümmersphäre“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2468 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 2)
[„Die Quantenfestung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3050 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 3)

|Silber Edition|:
[„Die Para-Sprinter“ (Perry Rhodan – Silber Edition 24) (Lesung)“ (Hörbuch)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6330
[„Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan – Silber Edition 25) (Lesung) „]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6492
[„Kontrollstation Modul“ (Perry Rhodan – Silber Edition 26) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6738
[„Andromeda“ (Perry Rhodan – Silber Edition 27) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6945
[„Lemuria“ (Perry Rhodan – Silber Edition 28) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Der Zeitagent“ (Perry Rhodan – Silber Edition 29) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7299
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6743
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6936
[„Raumschiff Erde (Perry Rhodan – Silber Edition 76) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=7092
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=7298

|Silber Edition|-Downloadversion:
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
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[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7196
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7270

[„PERRY RHODAN: Odyssee“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3240
[„Die Kaiserin von Therm“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3241 (Perry Rhodan Silberband 94)
[„Die Rückkehr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1611 (Perry-Rhodan-Roman 2295)
[„Das Antares-Riff“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1706 (Perry Rhodan Extra 2)
[„Perry Rhodan – Das Rollenspiel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2925 (Grundregelwerk)
[„Sternenozean“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5831 (Hörspielserie, Teil 1-25)
[„Das gestrandete Imperium“ (Perry Rhodan – Der Posbi-Krieg 1)“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6081
[„Perry Rhodan: Der Posbi-Krieg“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6394
[„Die Zeitstadt“ (Perry Rhodan – Andromeda 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6740
[„Geisterschiff CREST IV“ (Perry Rhodan – Taschenheft 10]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id%3C/b%3E__book=6925

Kevin Brooks – iBoy

Die Handlung:

Er hätte tot sein können. Doch das iPhone, das ihm seine Schädeldecke zertrümmert hat, macht Tom zum Superhelden – zu iBoy. Allwissend, da permanent online. Unverwundbar dank seiner iHaut, die ihn wie einen Panzer schützt. Allmächtig – und bereit, es mit den Typen aufzunehmen, die seine heimliche Liebe Lucy vergewaltigt haben.
Als iBoy seinen Rachefeldzug startet und Lucy dabei in tödliche Gefahr bringt, wird ihm klar, dass es mehr braucht als seine Allmacht, um sie zu retten. Und dass Tom der einzig wahre Superheld ist, der Lucy glücklich machen kann. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, ich gebs zu, das „i“ hat mich schon gereizt und die Grundidee fand ich interessant. Auf der anderen Seite erinnerte mich das Ganze schon irgendwo an SPIDER-MAN, der seine Fähigkeiten durch einen Spinnenbiss bekam. Auf Seite 85 zieht Tom übrigens die gleichen Parallelen.

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