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Henning Boëtius – Phönix aus Asche

1937 explodiert das deutsche Luftschiff „Hindenburg“ am Himmel über Lakehurst in den USA. Noch Jahre später versucht einer der Überlebenden zu klären, wieso dies geschah; er entlarvt nicht nur die Urheber, sondern findet seine verschollene Liebe wieder … – Mischung aus Historien-Thriller und Liebesgeschichte, wobei die Verknüpfung nicht immer gelingt; auch aufgrund der persönlichen Verbindung des Verfassers zur „Hindenburg“-Historie – sein Vater steuerte das Luftschiff – entwickelt sich dennoch eine spannende, berührende Geschichte.
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Carol O‘Connell – Es geschah im Dunkeln (Mallory 11)

In einem Broadway-Theater sorgt erst ein „Ghostwriter“ für Verwirrung und Verdruss, bevor er den eigentlichen Autor des gespielten Stückes umbringt. Weitere Versuche, es trotzdem aufzuführen, führen zu neuen Leichen … – Ihr 11. Fall führt die ebenso geniale wie soziopathische Polizistin Mallory in eine Welt der professionellen Täuschung, die sich als mörderische Spiegelung einer alten Bluttat erweist: Der verwickelte Plot ächzt spürbar unter der Last originell und schräg gemeinter Einfälle, dennoch bringt die Autorin ihr Werk routiniert über die Runden.
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[NEWS] Carol O’Connell – Es geschah im Dunkeln (Mallory 11)

Etwas ist faul in diesem Theater am New Yorker Broadway. Erst gruselt sich eine Zuschauerin bei einer Premiere im Saal zu Tode, dann wird der Autor des Stückes in der ersten Reihe umgebracht. »Zum Sterben schön« titelt die Presse über das Stück, doch zum Lachen ist niemandem zumute. Hinter den Kulissen trifft Detective Mallory auf geballtes Zwielicht: einen abgehalfterten Hollywoodstar, eine Hauptdarstellerin auf Koks, ein ziemlich unheimliches Zwillingspaar und einen Ghostwriter, der im Verborgenen die Strippen zieht. Was ist Wahrheit, was Fiktion? Kaum beginnt Mallory zu ahnen, dass das Massaker, um das es in dem Stück geht, gar nicht mal so ausgedacht sein könnte, da scheint auch ihr eine Rolle in dem Drama zugedacht – als die nächste Tote. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 478 Seiten
Originaltitel: It Happens in the Dark
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Carol O‘Connell – Tödliche Geschenke

Als der vor Jahren verschollene jüngere Sohn knochenstückweise auf der Veranda des Elternhauses auftaucht, versucht sein Bruder die Lösung des makabren Rätsels und lüftet dabei gleich mehrere sorgfältig vertuschte Familien- und Ortsgeheimnisse … – Mit dem üblichen Sinn für das Absurde entwirft die Autorin ein klassisches Krimi-Rätsel, das nach vielversprechendem Auftakt zähflüssig wird und bis ins theatralische Finale bleibt: Jenseits ihrer „Mallory“-Serie liefert O‘Connell hier nur Durchschnitt ab.
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James Hamilton-Paterson – Drei Meilen tief

1995 scheitert eine Schatzsuche auf hoher See. Ein teilnehmender Schriftsteller interessiert sich mehr für die Menschen an Bord des Schiffes, das er als Mikrokosmos der damaligen Zeit darstellt: das fesselnde, klug interpretierende Buch eines Mannes, der hinter die Kulissen blickt und gleichzeitig sachlich und poetisch darüber berichtet und erzählt.
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David Liss – Die Papierverschwörung

Im London des Jahres 1719 gerät ein Privatermittler ins Getriebe einer Verschwörung, deren Mitglieder sich finanziell bereichern und die politische Macht an sich ziehen wollen; Mitwisser sind unerwünscht und wurden bisher erfolgreich ausgeschaltet … – Auf realhistorischem Fundament gründet Autor Liss einen trotz des Titels niemals trockenen, sondern schlüssigen und spannenden Historienthriller mit gut gezeichneten Figuren: zeitloses Lesefutter.

Das geschieht:

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Mattias Boström – Von Mr. Holmes zu Sherlock. Meisterdetektiv. Mythos. Medienstar

Mit der Biografie des Arztes und Schriftstellers Arthur Conan Doyle beginnt der Autor seine Geschichte von Sherlock Holmes, der von einer Literaturfigur zu einer multimedialen Weltmacht und einem globalen Kult mutierte, sich dabei stetig weiterentwickelte und weiterhin neu erfunden wird … – (Manchmal allzu) detailverliebte, vor allem die Jahre bis ca. 1970 sehr ausführlich behandelnde, später abflachende und ausfasernde Darstellung, die leider auf Bilder fast völlig verzichtet; dennoch ein ebenso informatives wie unterhaltsames Buch.
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Joel F. Harrington – Die Ehre des Scharfrichters

Das geschieht:

Frantz Schmidt (1554-1634) wurde 1578 Henker der Reichsstadt Nürnberg. Schon seit dem 19. Lebensjahr hatte er sein schauriges Gewerbe vom Vater gelernt, der in Bamberg Todesurteile vollstreckte. Einige Lehr- und Wanderjahre schlossen sich an, bis „Meister Frantz“ in Nürnberg Fuß fasste und es dort zu einem Vermögen aber nicht zu Ansehen brachte: Henker galten als zwar notwendige und nützliche aber ansonsten unheimliche und ehrlose Zeitgenossen, mit denen der ‚anständige‘ Bürger nichts zu tun haben wollte. Joel F. Harrington – Die Ehre des Scharfrichters weiterlesen

Carol O‘Connell – Kreidemädchen [Mallory 10]

Bizarre Morde in New York City erregen die Aufmerksamkeit der soziopathischen Polizistin Mallory; ihre Ermittlungen drohen ein Komplott aufzudecken, was gewissenlose High-Society-Prominente und korrupte Amtsträger unbedingt verhindern wollen … – Nach fünfjähriger Pause führt Autorin O’Connell die „Mallory“-Serie mit Band 10 fort; ihr gelang abermals ein brutaler aber spannender, mit überraschenden Wendungen und grotesken Details gespickter Thriller: empfehlenswert.
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[NEWS] Melanie Raabe – Die Falle

Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?

Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden – sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Bruce Alexander – Von unbekannter Hand

Alexander Fielding04 Unbekannte Hand Cover kleinDas geschieht:

London im Jahre 1770: Das Waisenkind Jeremy Proctor steht seit zwei Jahren im Dienste Sir John Fieldings, Richter am Gericht in der Bow Street und Chef der Bow Street Runners, der ersten regulären Polizeitruppe der Stadt. Der Fünfzehnjährige hat ein Glückslos gezogen, denn Fielding ist ein gütiger Mann, der darüber hinaus seinem Mündel eine ordentliche Erziehung und Ausbildung angedeihen lässt. Mehr noch: Jeremy wird zum Vertrauten des Richters, zu seiner rechten Hand: Sir John Fielding ist blind.

Mit seiner Behinderung hat Fielding sich arrangiert. Sein Scharfsinn und seine Energie haben ihn in die hohe Stellung gebracht. Er erfreut sich eines ausgezeichneten Rufes und eines Ansehens, das alle gesellschaftlichen Schichten einschließt. Bahnbrechend sind für die noch junge Polizei Londons Fieldings ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden. Sammle aufmerksam alle Spuren und Indizien und schließe dann – und nur dann – auf den Hergang eines Verbrechens und womöglich auf den Täter: Das ist die Maxime des blinden Richters, der gern auch persönlich einen Tatort in Augenschein nimmt bzw. nehmen lässt, denn der junge Jeremy ersetzt seinem Mentor Augen und manchmal auch Ohren und entwickelt sich dabei selbst zu einem gewieften Kriminologen.

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Carol O’Connell – Such mich! [Mallory 9]

Die gefühlskalte Polizistin Mallory stößt auf der Suche nach ihrem vor Jahren verschwundenen Vater auf die Spur eines Serienkillers, der seine Opfer auf dem Highways findet; womöglich sind Vater und Killer identisch … – Der neunte Band der Mallory-Serie kombiniert noch intensiver als sonst Krimi mit Mystik; das hohe Tempo gibt die legendäre Route 66 vor, auf dem der Killer, Mallory, die Polizei und das FBI Katz & Maus mit ständig wechselnden Rollen spielen: ein spannendes Buch.
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Monica Kristensen – Suche

Das geschieht:

Longyearbyen ist die Hauptstadt von Spitzbergen. Die zu Norwegen gehörende Insel am Rand des Arktischen Ozeans birgt reiche Kohlevorkommen, weshalb hier trotz des rauen Klimas – der Nordpol liegt nur noch 1000 km entfernt – intensiv Bergbau betrieben wird.

Die „Store Norsk Spitsbergen Kulkompani“ ist der größte und praktisch einzige Arbeitgeber vor Ort. Um Kumpel und Ingenieure in den hohen Norden zu locken, zahlt die Gesellschaft gute Löhne und lockt mit Sonderleistungen. Außerdem schaut man nicht so genau auf frühere Verfehlungen, weshalb Longyearbyen beliebt bei denen ist, die einen Neuanfang suchen. Zu ihnen gehört der Ingenieur Steinar Olsen, der jedoch weiterhin an der Flasche hängt, weshalb Gattin Tone droht, ihn mit der fünfjährigen Tochter Ella zu verlassen.

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Frank Tallis – Kopflos

tallis-liebermann04-kopflos-cover-kleinIm Wien des Jahres 1903 reißt ein mysteriöser Mörder seinen Opfern buchstäblich die Köpfe ab. Während allerlei Interessengruppen die Bluttaten propagandistisch missbrauchen, bemühen sich ein Polizeibeamter und ein Arzt, den Täter zu stoppen, bevor Panik und Pogrome ausbrechen … – Auch im vierten Band seiner Liebermann-Serie erzählt Autor Tallis von einem rätselhaften Kriminalfall, wobei ihm dessen Einbettung in die zeitgenössischen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten mindestens ebenso wichtig sind: guter aber überfrachteter Historienkrimi.
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Carol O’Connell – Ein Ort zum Sterben [Mallory 1]

Der Mord an ihrem Stiefvater führt eine junge, schwer verhaltensgestörte aber ungemein fähige Polizistin auf einen unerbittlichen Rachefeldzug, der sie außerdem auf die Spur eines uralten Komplotts bringt … – Der erste Band der Mallory-Serie beeindruckt nicht nur durch seinen raffinierten Plot, sondern auch durch die Wucht einer außergewöhnlichen Hauptfigur, die fern bekannter Klischees agiert: ein bemerkenswerter Roman!
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Juli Zeh – Spieltrieb

Für ihr Debüt „Adler und Engel“  wurde Juli Zeh gelobt und mit Preisen ausgezeichnet. Ihr zweiter regulärer Roman „Spieltrieb“ schickt sich an, das Gleiche zu tun.

Das Buch spielt in Bonn, Zehs Heimatstadt, genauer gesagt in der fiktiven Ernst-Bloch-Schule. Die Privatschule mit angeschlossenem Internat ist die neue Heimat der fünfzehnjährigen Ada. Die hochintelligente, aber gefühlskalte und arrogante Schülerin ist kein einfaches Kind. Sie widerspricht den Lehrern, ist aber nicht aggressiv, sondern schweigsam. Sie hat keine Freunde, doch als Alev neu in die Klasse kommt, baut sich zwischen den beiden etwas auf. Freundschaft oder Beziehung kann man das nicht gerade nennen. Die beiden sind von ihrer Intelligenz und ihrer abgebrühten Einstellung her auf gleicher Ebene. Es gibt keine emotionale Beziehung zwischen ihnen. Mal ignoriert Alev Ada, mal schenkt er ihr all seine Aufmerksamkeit. Ada, obwohl sie sich nicht zu solchen Gefühlen fähig wähnt, wird von dem jungen Halbaraber mit den komischen Ansichten angezogen.

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Juli Zeh – Adler und Engel

Manchmal meint es das Leben nicht gut mit uns. Wie zum Beispiel mit Max, dem Protagonisten in Juli Zehs Romandebüt „Adler und Engel“.

Max ist dreiunddreißig und erfolgreicher Karrierejurist. Er ist einer der wenigen Balkanspezialisten und arbeitet in einer angesehenen Kanzlei. Doch seine rosigen Zukunftsaussichten werden zerstört. Nachdem seine Freundin Jessie sich umgebracht hat, geht es mit Max bergab. Er geht nicht mehr zur Arbeit, nimmt Unmengen von Koks und möchte sterben.

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Carol O’Connell – Der Mann, der die Frauen belog [Mallory 2]

Um einen Frauenmörder zu entlarven, mietet sich Polizistin Mallory inkognito in ein nobles Mietshaus ein. Unter den nur oberflächlich vornehmen Mietern lauert der Mörder auf seine Chance, die ihm Mallory nur scheinbar bieten will … – Dem zweiten Band der „Mallory“-Serie fehlt der Überraschungseffekt dieser gänzlich unzugänglichen Figur, aber Plot und Story sorgen zuverlässig für überdurchschnittliche Unterhaltung.
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Tim Binding – Inselwahn

Das geschieht:

Etwa auf halber Strecke zwischen der englischen Hauptinsel und dem kontinentalen Frankreich liegt dort, wo sich der Ärmelkanal zum Atlantik weitet, die Insel Guernsey. Zwar mit der britischen Krone verbunden aber politisch nicht Teil Großbritanniens, hat sich hier ein eigenwilliger Menschenschlag angesiedelt, der gern unter sich bleibt. Die Außenwelt erreichte Guernsey lange höchstens in Gestalt der Touristen, bis im Sommer 1940 nazideutsche Truppen die Insel stürmen.

Seit drei Jahre halten die Deutschen Guernsey nunmehr besetzt. Weiter ist die Eroberung der britischen Inseln allerdings nicht gediehen, denn das Kriegsglück begann sich gegen die Deutschen zu wenden. Auf Guernsey ist davon jedoch nichts zu spüren. Im Gegenteil: Hitler ist mehr denn je vom „Inselwahn“ besessen und lässt die Insel zur Festung gegen die Alliierten und zum Brückenkopf für eine Invasion Englands ausbauen. Tim Binding – Inselwahn weiterlesen

Miles Harvey – Gestohlene Welten. Eine Kriminalgeschichte der Kartographie

Landkarten waren und sind mehr als simple Wegweiser. Um das in ihnen fixierte Wissen entbrannten früher regelrechte Kriege. Heute sind alte Karten wertvolle Dokumente und begehrtes Diebesgut, das oft viel zu nachlässig geschützt wird … – Ein nur scheinbar papiertrockenes Thema der Historie wird kundig und spannend erläutert. Leider lassen die Abbildungen zu wünschen übrig, und der Autor wird ein wenig esoterisch; trotzdem ein Lern- und Lesevergnügen.
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