Die drei ??? – O du finstere (Adventskalenderfall 2019)

Die Handlung:

Ein neuer Weihnachtsfall in 24 Kapiteln, mit 24 farbigen Illustrationen.

In einer einsamen Bergpension treibt der unheimliche Krampus sein Unwesen. Trotz unheimlicher Vorfälle und Drohbotschaften beginnen die drei ??? zu ermitteln.

Tag für Tag kommen die drei Detektive der Lösung des Falles immer näher. Schaffen es Justus, Peter und Bob das Rätsel um die Schreckensgestalt innerhalb 24 Tage zu lösen? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Auf vielen Hochglanzseiten wird diese Geschichte erzählt. In 24 Häppchen, denen immer ein Bild vorangestellt ist, das mit jedem weiteren Kapitel ein weiteres Detail dazugemalt bekommt. Und am Ende ists dann das Cover des Romans … mutmaßlich.

Tante Mathilda möchte Weihnachten in den verschneiten Bergen feiern, fernab von Stress und Trubel. So stehts im Klapptentext, so stehts auf der ersten Abenteuerseite, so soll es sein und so wirds mit Sicherheit nicht kommen … hoffentlich … auch wenn es kein WLAN gibt.

Die erste Überraschung: Dieses Abenteuer beginnt gar nicht am 1. Dezember, wie ichs eigentlich erwartet hatte … sondern am 22.! Die Truppe wird doch nicht fast vier Wochen in den Bergen gefangen sein … oder steht am Ende gar nicht ein Kapitel für einen Erlebnistag? Nein, steht es nicht.

Aber im Wald, da steht der Peter und macht offenbar grad einen unfreiwilligen Erstkontakt mit dem „Krampus“ (der Echtweltsage nach ein gruseliger Begleiter vom Nikolaus). Der scheint hier der Antagonist dieses Weihnachtsfalls zu sein … der nicht nur düster anfängt, sondern auch mit allerlei Grusel- und Schreckmomenten weitergeht. Dies ist offenbar kein Abenteuer, das man den jüngsten ???-Fans empfehlen kann und auch die Hörspielumsetzung wird jede Menge Buh!-Effekte zu bieten haben.

Was will der Krampus denn eigentlich von den Leuten? Auf Tante Mathilda und den Rest der Truppe wird ers doch wohl eher nicht abgesehen haben, oder? Viele Kapitel hält der Traum vom Urlaub ohne Stress also nicht.

Aber die Jagd nach den Hintergründen, die dauert an. Manchmal etwas in die Länge gezogen, aber immer dramatisch, manchmal auch davon etwas zu viel.

Der Autor:

Hendrik Buchna, geboren in Hamburg, ist freier Schriftsteller und Drehbuchautor. Seit 2011 schreibt er auch für „Die drei ???“, die ihn bereits seit seiner Kindheit begleiten. Seine Produktionen erhielten zahlreiche Preise und wurden mehrfach mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

„Außergewöhnlich gruselig“ findet Peter diesen Fall, da schließe ich mich an. Sehr ruppig und über lange Strecken nicht nur aufgrund der Tageszeiten düster gehts hier zu. Nix für die ganz jungen ???-Fans, wie ich finde.

Die Monsterjagd dauert bis fast zum Schluss, an dem dann ein langer Monolog viel von dem aufklärt, was der Autor in 24 Gängen serviert hat. Immer mal mit einem spannenden Cliffhanger schließen die Kapitel und lassen den Leser, der es aushält, bis zum nächsten Tag grübeln, wie es wohl weitergehen mag … und wer hier was warum veranstaltet.

Spannend schon, gegen Ende auch sehr abwechslungs- und wendungsreich, aber so richtig warm geworden bin ich mit diesem Weihnachtsabenteuer nicht. Für meinen Geschmack zu dunkel, das Ganze.

Hardcover: 176 Seiten
ca. 24 Farb-Illustrationen von Silvia Christoph
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
1. Auflage, September 2019
ISBN: 978-3-440-15804-3

www.kosmos.de

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