Schlagwort-Archive: Wunderlich

Ursula Poznanski – Schatten

Worum gehts?

Es gibt wieder Einiges zu tun im Dezernat für Leib und Leben der Salzburger Polizei. Ermittlerin Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenniger müssen sich gleich mit zwei Mordfällen auseinandersetzen. Ein Mann, der übel zugerichtet in seiner Wohnung gefunden wurde und eine Hebamme, die in einem Bach ertränkt wurde. Beide Morde scheinen zusammenzuhängen und auf das Konto ein und desselben Täters zu gehen. Doch nicht nur diese Tatsache wird Beatrice schnell klar, sie muss ebenfalls feststellen, dass sie selber eine Rolle in dieser Serie spielt. Denn sie kannte beide Opfer und konnte sie beide nicht leiden. Ihr kommt ein unerträglicher Gedanke – wenn sie nicht schnell handelt, wird es weitere Opfer aus ihrem Umfeld geben.

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Simon Beckett – Totenfang

Lange Zeit war es ruhig um Simon Becketts forensischen Anthropologen David Hunter. Nachdem der Erfolgsautor zwischen 2006 und 2010 vier Bücher aus der David-Hunter-Reihe geschrieben hat, gab es nun stolze fünf Jahre nichts mehr darüber zu lesen. Umso gespannter war ich auf den neuen Fall „Totenfang“, der David Hunter in die finsteren Backwaters führt.

Dort wird seit über einem Monat der Frauenheld Leo Villiers vermisst, als David Hunter zur Bergung einer Leiche hinzugerufen wird. Schon als die deutlich verweste Leiche aus dem Wasser gefischt wird, hat Hunter ein schlechtes Bauchgefühl, das ihn auch nicht trügen soll: Bei der Leiche handelt es sich weder um Leo Villiers noch um die ebenfalls als vermisst gemeldete Emma Darby, mit der Villiers ein Verhältnis gehabt haben soll.

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Ursula Poznanski & Arno Strobel – Anonym

Nach ihrem ersten fulminanten Thriller legen die beiden Bestsellerautoren Ursula Poznanski und Arno Strobel mit ihrem zweiten Buch endlich nach. Die Messlatte liegt bei beiden Autoren für sich schon hoch, auch ihr erstes gemeinsames Buch überzeugte nahezu auf ganzer Linie, umso gespannter war ich, ob sie mich auch mit dem neuen Buch überzeugen können. Und so viel sei verraten: Sie haben sich mit „anonym“ selbst übertroffen!

Das Buch beginnt mit einem gruseligen Prolog, in dem ein Mädchen auf grausame Weise umgebracht wird. Danach beginnt die eigentliche Geschichte, und zwar ziemlich bald mit dem ersten Leichenfund. Ein Anwalt hat Scherben geschluckt und ist elendig verblutet. In dem Fall ermitteln Daniel Buchholz und seine neue Kollegin Nina Salomon zusammen – ein Duo, das sich spontan unsympathisch ist, als sie sich am Tatort gegenüberstehen: Daniel in seinen maßgeschneiderten Klamotten mit den handgefertigten Designerschuhen und Nina in ihren verschwitzten Sportklamotten.

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Fiona Barton – Die Witwe

Wenn man die Lobeshymnen über Fiona Bartons Debütroman „Die Witwe“ liest, wird als Thrillerfreund praktisch unweigerlich zugreifen müssen – allerdings auch mit einer gehörigen Portion Skepsis, ob dieses Buch die hohen Erwartungen denn tatsächlich auch erfüllen kann. Und diese Skepsis ist leider mehr als angebracht…

Jean Taylos ist eine ganz normale Ehefrau in einer englischen Kleinstadt. Sie ist seit vielen Jahren mit Glen verheiratet, der allerdings zu Beginn des Buches bereits ums Leben gekommen ist. Schnell erfahren wir, dass Glen im Verdacht stand, ein kleines Mädchen entführt zu haben. Was steckt dahinter? War Glen tatsächlich pädophil oder nur ein Opfer der polizeilichen Untersuchungen? Und was wusste eigentlich Jean? Wie ist ihre Rolle in dem schrecklichen Spiel, das eine junge Mutter verzweifelt und traurig zurückgelassen hat, weil ihre geliebte Tochter Bella spurlos verschwunden ist.

Journalisten und Polizei versuchen gleichermaßen, das Rätsel hinter dem mysteriösen Fall zu lösen und hoffen, dass die Witwe nach Glens Tod nun endlich reden wird. Nun wo sie ihren Mann nicht mehr schützen muss, ist sie frei, die Wahrheit zu sagen – doch kennt sie sie? Und bricht sie nun ihr Schweigen?

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Ursula Poznanski & Arno Strobel – Fremd

Ursula Poznanski und Arno Strobel sind jeder für sich Bestsellerautoren. Von beiden habe ich Bücher gelesen, nein verschlungen, weil beide Autoren es auf nahezu meisterliche Weise schaffen, einen mit ihren Geschichten in den Bann zu ziehen. Als ich gesehen habe, dass die beiden nun zusammen ein Buch geschrieben haben, war klar, dass ich es lesen musste. Schon die Inhaltsangabe klang so packend, und genau so beginnt die Geschichte auch…

Die Australierin Joanna hört zuhause merkwürdige Geräusche. Als sie nachschaut, steht plötzlich ein fremder Mann vor ihr. Sie ist in Todesangst und will nach einem Messer greifen und sich verteidigen. Und dann erzählt der Mann ihr die hanebüchene Geschichte, er sei ihr Verlobter und würde mit ihr zusammen in dem Haus wohnen. Doch wo sind dann seine Sachen? Nichts im Haus deutet darauf hin, dass jemand außer Joanna dort wohnt, und an einen Verlobten kann sie sich nicht erinnern. Was ist hier los?

Aber auch Erik erschrickt: Wieso erkennt Joanna ihn nicht mehr? Wo sind all seine Sachen geblieben? Was geht hier vor? Wieso greift Joanna ihn an? Jede Erklärung, die er ihr anbietet – der gemeinsam unterschriebene Mietvertrag oder eine gemeinsame Freundin, die bestätigt, dass Erik und Joanna ein Paar sind – wischt Joanna beiseite und mag sie nicht glauben. Für alles hat sie andere Erklärungen. Stattdessen schwirrt der Gedanke in ihrem Kopf herum, sich selbst und Erik zu verletzen. Immer wieder denkt sie an ein scharfes langes Messer – bis sie es eines Tages zum Einsatz bringt…

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Hjorth & Rosenfeldt – Die Menschen, die es nicht verdienen

Worum gehts?

Mirre ist der neue Star am Promihimmel und der Erfolg ist zum Greifen nahe. Doch der ganz große Durchbruch bleibt ihm verwehrt, denn jetzt ist er tot. Seine Leiche hat man im einem Klassenzimmer gefunden. Dort saß er an einem Stuhl gefesselt – Todesursache: Ein Bolzenschuss durch die Stirn. An seinem nackten Rücken ist ein Fragebogen getackert. Er wurde mit dem Vermerk: Durchgefallen kommentiert.

Im Laufe der Ermittlungen stoßen Trokel Höglund und sein Team auf jemanden, der in der Öffentlichkeit die fehlende Intelligenz von Prominenten kritisiert und somit ihren Erfolg nicht verdienen.

Sebastian Bergman will den Täter aus der Reserve locken, doch das soll ihm zum Verhängnis werden.

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Ildikó von Kürthy – Neuland

Schon in ihrem Buch „Unter dem Herzen“ ließ uns Bestsellerautorin Ildikó von Kürthy teilhaben an ihren persönlichen Gedanken, an ihrer Schwangerschaft, ihren Sorgen, Nöten und ein Stück weit auch an ihrem Privatleben. In ihrem neuesten Werk geht sie noch ein Stück weiter – in „Neuland“ erzählt von Kürthy über das Jahr ihrer „Selbstfindung“ und dabei scheut sie sich auch nicht, bittere Wahrheiten aufzudecken und schonungslos offen von ihren Fehlern, Gedanken und zum Teil auch Niederlagen zu erzählen.

Ein neues Jahr

Alles beginnt mit guten Neujahrsvorsätzen: Ein Jahr lang will Ildikó von Kürthy auf Alkohol, weißen Zucker, Kohlenhydrate nach 18 Uhr, neue Anziehsachen und Einkäufe bei Internetgroßhändlern verzichten und stattdessen einen schlanken Sommer erleben – als Blondine. Kurz: Sie will ihr Leben umkrempeln. Aber schon die Liste der radikalen Vorhaben macht deutlich, dass das gar nicht so einfach ist.

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Jojo Moyes – Ein ganz neues Leben

Worum gehts?

Seit Wills Tod sind mittlerweile einige Monate vergangen und Lou versucht ihr Leben ohne ihn zu meistern. Doch in den sechs Monaten, in denen sie seine Pflegerin war ist sehr viel passiert, so dass sein Selbstmord tiefe Narben auf ihrer Seele hinterlassen hat. Klar, ist sie älter geworden und nicht mehr das Nesthäkchen aus der Kleinstadt, aber sie führt auch nicht das couragierte Leben, das Will sich so sehr für sie gewünscht hätte. Es ist auch nicht so, als hätte sie aufgehört zu existieren, nein, sie hat einen Job und ein kleines Appartement, aber dennoch kann von leben nicht die Rede sein. Es fällt ihr einfach schwer ohne Will weiterzumachen.

Doch eines Tages, als es an ihrer Haustüre klingelt, rückt die Vergangenheit auf einmal wieder ein ganzes Stück vor in die Gegenwart. Es tut sich eine Verbindung zu Will auf und Lou schöft endlich neue Hoffnung – auf ein ganz neues Leben.

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Michael Collins – Letzter Ausweg Mord

Das geschieht:

Der ehemalige Weltenbummler Dan Fortune ist vor Jahren an seine Geburtsstätte Chelsea – ein Viertel von New York City – zurückgekehrt. Er schlägt sich als Privatdetektiv durch, wobei ihm sein ausgeprägtes Ehrgefühl oft größere Schwierigkeiten bereitet als das Fehlen seines linken Armes, den er in seiner Jugend nach einem Unfall verlor.

In diesen heißen Sommerwochen läuft das Geschäft mau. Fortune lässt sich deshalb auf einen sogar für ihn ungewöhnlichen Klienten ein: Der Schüler Pete Vitanza heuert ihn an, seinen Freund Joseph „Jo-Jo“ Olsen zu suchen, der seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist. Während die Polizei glaubt, dass Jo-Jo sich irgendwo heimlich amüsieren will, macht Pete sich Sorgen. Michael Collins – Letzter Ausweg Mord weiterlesen

Ursula Poznanski – Stimmen

Worum gehts?

Salzburg. In der psychiatrischen Abteilung des Klinikums wird ein junger Arzt tot aufgefunden. Offensichtlich wurde er ermordet und sein Leichnam merkwürdig in Szene gesetzt. Die beiden Kriminalkommissare Beatrice Kaspary und Florin Wenniger zur Aufklärung des Falls zu Rate gezogen.

Als Täter kommen sowohl Personal als auch Patienten in Frage. Es gilt nun alle Verdächtigen zu befragen und nach dem Ausschlussverfahren zu selektieren um hoffentlich und schlussendlich eine einzige Person übrig zu halten – den Täter. Doch eine Befragung schwer traumatisierter Menschen sollte man nicht unterschätzen. Sie leben in ihrer eigenen Welt, in der man ganz genau überlegen muss, was wahr und was frei erfunden ist.

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Philip Kerr – Böhmisches Blut

Das geschieht:

Im September 1941 beginnt der nazideutsche „Blitzkrieg“ an der Ostfront seinen Schwung zu verlieren. Die sowjetische Armee zeigt trotz enormer Verluste keine Auflösungserscheinungen, sondern beginnt sich neu zu formieren. In den besetzten Gebieten lässt der Widerstand trotz drakonischer Strafmaßnahmen nicht nach. Auch in der ehemaligen Tschechoslowakischen Republik, die von den Nazis als „Protektorat Böhmen und Mähren“ dem Großdeutschen Reich einverleibt wurde, machen Spione und Saboteure den neuen Machthabern zu schaffen. Drei sehr aktive, „Drei Könige“ genannte Agenten konnten sogar nach Berlin einsickern. Dort wurden zwei von ihnen inzwischen entlarvt, doch „Melchior“ ist weiterhin auf freiem Fuß.

Nachdem er in der Ukraine Zeuge des systematisch betriebenen Judenmordes wurde, quittierte Bernhard Gunther den Sicherheitsdienst. Er hat sich in die innere Emigration begeben und arbeitet wieder als Kommissar für die Kriminalpolizei in Berlin. Doch SS-General Reinhard Heydrich, auch als Polizist Gunthers oberster Dienstherr, hat den aufmüpfigen aber fähigen Ermittler nicht vergessen. Um ihn an seine Abhängigkeit zu erinnern, lässt Heydrich Gunther nach Prag kommen, wo er gerade sein Schreckensregiment als „Reichsprotektor“ begonnen hat. Philip Kerr – Böhmisches Blut weiterlesen

Hjorth & Rosenfeldt – Das Mädchen, das verstummte

Die Sebastian Bergmann-Reihe:

Der Mann, der kein Mörder war (2010)
Die Frauen, die er kannte (2011)
Die Toten, die Niemand vermisst (2012)
Das Mädchen, das verstummte (2014)


Worum gehts?

Torsby wird von einem schrecklichen Vorfall heimgesucht. Gleich eine ganze Familie wurde ausgelöscht – im eigenen Wohnhaus aus nächster Nähe erschossen. Kommissar Höglund bekommt Unterstützung von der Reichsmordkommission, um diesen Fall schnellstmöglich zu lösen. Denn es gibt eine Zeugin, die zehnjährige Nicole, Nichte der toten Familie. Sie ist auf der Flucht und ihre Überlebenschancen schwinden von Stunde zu Stunde. Auch Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann wird in den Fall einbezogen und er ist wie besessen davon, den Fall aufzuklären, denn er fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt, als er seine eigene Tochter Sabine verloren hat. Nicole erinnert ihn unweigerlich an sie und er möchte kein zweites Mal versagen.

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Ildikó von Kürthy – Sternschanze

Für Nicola Lubitz bedeutet Silvester den absoluten Neuanfang – allerdings nicht ganz freiwillig … Zu einer noblen Kostümparty kommt sie unpassenderweise im Biene-Maja-Kostüm, und dann telefoniert sie auf der Feier auch noch mit ihrem Liebhaber, und zwar direkt neben einem eingeschalteten Babyphone, sodass sämtliche Gäste von ihrer Liebschaft erfahren, auch ihr eigener Ehemann. So muss sie noch in der Silvesternacht aus dem gemeinsamen Nobelappartement ausziehen und einen neuen Unterschlupf finden. Sie kann sich ihren Friseur und die Fußpflege nicht mehr leisten, hat kein eigenes Einkommen und vor allem keinen Mann mehr. Was ist eigentlich passiert? Oliver und sie waren einst ein glückliches Paar, doch nach dem Umzug ins Hamburger Nobelviertel war plötzlich alles vorbei.

Durch Zufall trifft Nicola auf Erdal Küppers, der ihr in ihrer Not ein Dach über dem Kopf und einen Job in seinem Unternehmen anbietet. So muss sich Nicola zwar mit einer zukünftigen Braut herumschlagen, die ihrem zukünftigen Ehemann die Fehlgeburt verheimlichen will, doch zumindest hat Nicola nun viel Zeit, um über ihr eigenes Leben nachzudenken, über ihren Liebhaber, der ihr zwar Schmetterlinge im Bauch besorgt hat, aber mit dem sie eigentlich gar nicht reden konnte. Und vor allem kann sie darüber nachdenken, wie ihre Ehe mit Oliver scheitern musste.

Eines Tages schreibt Nicola ihrem Noch-Mann einen überaus ehrlichen Brief, den sie sogar frankiert, aber dann doch einfach liegen lässt. Als aber Erdal seine Putzfrau in Nicolas neues Domizil schickt, ist der Brief auf einmal verschwunden … Ildikó von Kürthy – Sternschanze weiterlesen

Elly Griffiths – Gezeitengrab

Das geschieht:

Broughton Sea’s End ist ein Dorf an der Küste der ostenglischen Grafschaft Norfolk. See und Wind setzen der Sandsteinküste zu, von der immer wieder große Teile abrutschen. Archäologen untersuchen diese Trümmer nach interessanten Relikten. Dieses Mal finden sie ein modernes Massengrab: In einer bisher unterirdischen Höhle liegen sechs Skelette, die Hände gefesselt, die Schädel durchschossen. Der Fall geht an Detective Chief Inspector Harry Nelson von der Polizei Norfolk. Er zieht die Forensikerin Dr. Ruth Galloway zu Rate, die bald erkennt, dass die Knochen noch kein Jahrhundert in der Erde ruhen.

Aus Deutschland reist der Militärhistoriker Dieter Eckhart an. Er hat Post von einem ehemaligen Mitglied der „British Home Guard“ aus Broughton bekommen. Der alte Hugh Anselm wollte von einem Kriegsverbrechen erzählen, starb aber kurz darauf. Trotzdem konnte Eckhart Belege für ein nazideutsches Kommandounternehmen finden: 1940 gingen an vielen englischen Stränden Spione heimlich an Land, um die Invasion Englands durch Hitlers Truppen vorzubereiten. Auch in Broughton sollten sich im September sechs Männer einschleichen – und verschwanden spurlos.

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Ursula Poznanski – Blinde Vögel

Worum gehts?

In der Nähe eines Salzburger Campingplatzes werden die Leichen eines Mannes und einer Frau gefunden: sie mit einem Seil stranguliert, er erschossen. Ein neuer Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger beginnt, und schon bald führt eine heiße Spur ins Internet, denn beide Opfer hatten einen Facebook-Account und waren Mitglieder einer Gruppe, die sich mit dem Thema Lyrik beschäftigt. Dies scheint zunächst auch die einzige Verbindung zwischen den beiden Toten zu sein. Als eine weitere Leiche gefunden wird, die ebenfalls Mitglied in der virtuellen Lyrik-Gruppe ist, wird Kaspary misstrauisch.


Inhalt

Das Ermittlerduo um Florin Wenninger und Beatrice Kaspary wird zu einem Tatort nahe eines Salzburger Campingplatzes gerufen. Was sie dort erwartet, sind die Leiche einer jungen erdrosselten Frau und eines erschossenen Mannes. Zunächst sieht es nach einer Beziehungstragödie aus; ein Mann, der seine Freundin getötet und sich anschließend selbst erschossen hat. Doch sowohl der erste Eindruck als auch die ersten Ermittlungsspuren vermitteln Kaspary das Gefühl, dass dem nicht so ist.
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Jilliane Hoffman – Argus

Worum gehts:

Die junge Gabriella bleibt nach einem Discoabend mit ihren Freundinnen alleine zurück, um noch ein wenig weiterzufeiern. Als sie sich gerade ihre Jacke überziehen möchte, um den Heimweg anzutreten, kommt die Kellnerin auf sie zu, gibt ihr einen Drink und richtet ihr schöne Grüße von einem Mann aus, der an der Theke steht. Nach einem kurzen Gespräch und weiteren Drinks, entschließt sich Gabriella mit ihrer neuen Bekanntschaft, die direkt um die Ecke wohnt, nach Hause zu gehen. In seiner Wohnung angekommen, wird nicht lange gefackelt und direkt aufs Schlafzimmer zu gesteuert, doch da wird Gabriella zweifellos bewusst, dass sie in eine böse Falle getappt ist, aus der sie vielleicht nicht lebend wieder herauskommen wird.

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Ursula Poznanski – Fünf

Von der Jugendspannung zum Erwachsenen-Thrill.

Mit „Erebos“ hat Ursula Poznanski wahrhaft einen Meilenstein der Jugendliteratur geschrieben: Anschaulich, aktuell, klug komponiert und rasend spannend. Im Anschluss folgte dann mit „Saeculum“ ein weiterer Roman, der die Generation X das Nägelkauen lehren sollte, und mit „Fünf“ schließlich jagt sie uns Erwachsenen durch schlaflose Nächte.

Es beginnt, wie es immer beginnt. Mit einer Leiche. Die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary wird in die österreichische Idylle gerufen, um den Fund einer Leiche zu identifizieren. Identität? Nicht festzustellen. Nur ein paar seltsame Symbole, die der toten Frau in die Fußsohlen tätowiert wurden, und das aufkeimende Gefühl, dass die Frau Grausames erlebt hat. Schnell finden Beatrice und ihr Ermittlerteam heraus, dass es sich bei den Symbolen um Koordinaten handelt, und diese Koordinaten führen sie mitten hinein in eine blutige Schnitzeljagd, in einen Wettlauf mit der Zeit, bei dem der Mörder den Ermittlern ständig neue Rätsel vor die Nase hält, wie die berühmte Möhre vor den hungrigen Gaul.

Welche Motive hat der Mörder? Wozu dieses Rätselspiel? Beatrice wird hineingerissen in einen Sog aus Gewalt und dunklen Geheimnissen, ihre eigene Vergangenheit beginnt, in ihrem Grab zu rumoren und sich vor ihr zu erheben.

Wie eine Achterbahnfahrt ohne Notbremse …

… so liest sich der neue Poznanski, aber nicht wie eine dieser lahmen Kirmessrelikte, die einen in aller Ruhe in die Höhe ziehen, damit man schon mal die Luft anhalten kann, bevor es in die Tiefe geht, nein, „Fünf“ ist Katapultachterbahn: einsteigen, anschnallen und binnen eines Augenblicks auf die Endgeschwindigkeit beschleunigt werden. Während man versucht Luft zu holen, rauscht die Landschaft an einem vorbei, Storywirbel und Spiralen, von denen einem schwindlig wird, trügerisch ruhige Passagen hinter denen bösartige Abfahrten lauern und fiese kleine Kurven, nach denen man irgendwann endgültig die Orientierung verloren hat, bis man dann in den Bahnhof einfährt; die Bremsen dröhnen, man ist schweißgebadet und grinst trotzdem über das ganze Gesicht, und kann es kaum glauben, dass man diesen irren Ritt überhaupt überlebt hat.

Tja, und dann stolpert man raus aus dem Waggon und setzt sich an den Rand der Strecke – während man wieder etwas Kontrolle über seine weichen Knie bekommt, fällt einem so langsam auf, wie toll die gesamte Strecke durchkomponiert ist und wie solide sie zusammengeschraubt wurde: Ursula Poznanski hat einen knappen, präzisen Stil; kurze und sinnliche Sätze, die einerseits diese hohe Geschwindigkeit erzeugen, die andererseits bleibende und vorstellbare Eindrücke hinterlassen – seitenlanges Philosophieren über die möglichen Motive des Mörders findet sich hier nicht, und das ist auch gut so! Die Fakten sprechen für sich, liefern genug Rätselhaftes.

Auch die Figuren passen zum rasanten Stil: Es handelt sich um keine tiefgründigen Persönlichkeiten, die in tausend Facetten funkeln und strahlen, sondern sie wirken wie mit dem Messer geschnitten: Klar, unmissverständlich und direkt; „What you see, is what you get“, könnte man sagen, „du siehst was du kriegst“ – einen Frauen verstehenden Kollegen, einen verbissenen Spurensicherer, einen überheblichen Psychologen, einen tyrannischen Chef, einen Kinder aufwiegelnden Ex-Mann.

Also, um es zusammenzufassen: Ja, auch Erwachsene kann Ursula Poznanski an ihre Lesesessel ketten! Und wie schon bei Erebos hat sie es geschafft, dem Leser am Ende ihres Romans ein „Aaaaaah! So hängt das alles zusammen!“, zu entlocken, ergänzt von einem: „Da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen!“

Zugegeben, auf dem Weg zu diesem Punkt steht der Leser manchmal ein bisschen ratlos da, angesichts all der Rätsel und Leichen und Fragen, aber da man ja eh unweigerlich bis zum tollen Schluss weitergerissen wird, tut das dem Nervenkitzel keinen Abbruch.

Auch bauen sich „Saeculum“ und „Erebos“ wie zwei unüberwindliche Titanen vor „Fünf“ auf und stehlen Ursula Poznanskis Neuem die Show. „Fünf“ kommt bei Weitem konventioneller daher als seine beiden Vorgänger: Ermittler im Katz und Maus-Spiel mit einem Verbrecher – das hat sicherlich weniger Alleinstellungsmerkmale als die beiden vorherigen Jugendthriller, was auch zur Folge hat, dass die deftige Mörderhatz nicht an die grandiose Atmosphäre seiner beiden Vorgänger heranreicht. Trotzdem. Wer keinen Nachfolger zu „Erebos“ und „Saeculum“ erwartet, wird von „Fünf“ bestens unterhalten werden und feststellen, dass das Land der Berge und Seen eben auch ein paar herrlich gruslige Abgründe zu bieten hat!

Gebunden: 384 Seiten
ISBN-13: 978-3805250313
Verlagshomepage

Simon Beckett – Die Chemie des Todes

Das geschieht:

Einst war er einer der führenden forensischen Mediziner Englands: David Hunter hat sie alle übertroffen, wenn es galt, einem modernden Mordkadaver die Geheimnisse seines Todes zu entlocken. Dann kam seine Familie durch einen Unfall um, was Hunter beruflich und privat aus dem Gleis warf. Er floh aus der Großstadt und zog als einfacher Landarzt in dem kleinen Dorf Manham in der englischen Grafschaft Norfolk.

Die Tage des selbst gewählten Exils gehen zu Ende, als in einem Wäldchen die übel zugerichtete Leiche von Sally Palmer gefunden wird: traktiert mit scharfen Messern und mit Schwanenflügeln dort, wo eigentlich nur Schulterblätter sein sollten. Chief Inspector Mackenzie findet wenige Spuren aber David Hunter, der ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen soll. Als dieser sich weigert, traktiert ihn der mürrische Polizist so lange, bis Hunter nachgibt.

Den Ausschlag dafür gibt das Verschwinden von Lyn Metcalf. Nicht nur Mackenzie fürchtet, dass der unbekannte Mörder die junge Frau in seine Gewalt gebracht hat. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt. Die Suche im dichten Wald um Manham ist gefährlich, denn der Kidnapper hat überall Schlingen aus- und Fallgruben angelegt. Im Dorf schwingt sich der fanatische Law-and-Order-Pfarrer Scarsdale zum Sprecher der Furchtsamen und Misstrauischen auf. Eine Bürgerwehr wird aufgestellt, die mehr Schaden anrichtet als zu schützen.

Für Dorffremde und Außenseiter wird das Leben in Manham ungemütlich, denn die braven Bürger suchen Sündenböcke. Alte Rechnungen werden bei dieser Gelegenheit gleich mit beglichen. Auch Hunter kommt ins Gerede, hält aber aus: Der Mörder hat sich ausgerechnet seine neue Freundin geschnappt, welcher das bekannte Ende droht, wenn es nicht endlich gelingt, die kärglichen Beweise so zu deuten, dass dem Täter Einhalt geboten werden kann …

Schon wieder der beste Thriller?

„Die Chemie des Todes“ ist als Roman nicht so interessant wie der Konflikt, der sich in der Kritik um ihn entzündet hat. Der nüchterne Tatbestand ist für den erfahrenen Krimileser rasch klar: Dies ist ein solider Thriller um bizarre Serienmorde und unterhaltsam dargebotene Ermittlungstechniken, der – verschnitten mit dem üblichen Quantum Seifenoper – dem Genre weder nützt noch schadet.

Ruhig und bei langsamem Aufbau der Spannung erzählt Autor Beckett eine Story, wie sie die Liebhaber klassischer britischer Krimis normalerweise lieben und die in jedem Jahr zu Dutzenden – meist als Taschenbuch mit gesichtslosem Bildstock-Einheitscover – auf den Buchmarkt geworfen werden.

Den Unterschied macht offensichtlich das Getöse der Werbetrommeln, die für „Die Chemie des Todes“ gerührt wurden. Längst sind bei den Verlagen sämtliche Hemmungen gefallen, noch der übelste Mist wird nicht nur gedruckt, sondern auch in Superlativen angepriesen. Man fällt als Leser darauf herein und ist verstimmt. Trotzdem ist es ungerecht, dass ausgerechnet der arme Simon Beckett die Zeche zahlen soll.

Der Tod kann sehr lebendig sein

Zur Klage gibt es selbstverständlich Anlass. Wieso wählt der Autor als Hauptfigur einen forensischen Anthropologen, wenn er für die Handlung recht wenig Kapital daraus schlägt? Oder sind wir Leser alle bereits so CSI- & Scarpetta-geschädigt, dass wir ohne Seziersaalbabbel und labortechnischen Overkill etwas vermissen? Beckett lässt Hunters Beruf sehr wohl in die Handlung einfließen: angenehm zurückhaltend allerdings und primär dort, wo seine Erkenntnisse zur Geschichte beitragen, wie der Verfasser entschied sie zu erzählen.

Dazu gehört auch der gemächliche Einstieg ins kriminalistische Geschehen. „Die Chemie des Todes“ ist einerseits kein Actionthriller und andererseits Auftakt zu einer Serie mit David-Hunter-Romanen. So nimmt sich Beckett die Zeit diese Figur und ihre von tiefen inneren Konflikten geprägte Geschichte sorgfältig aufzubauen bzw. zu erzählen, während sich der kriminalistische Handlungsstrang erst nach und nach in den Vordergrund schiebt. Selbstverständlich gehört die vorsichtige Annäherung ans weibliche Geschlecht zu Hunters Gesundungsprozess, und natürlich ist es das Objekt seiner neu erwachten Begierde, das dem Mörder in die Finger gerät: „Die Chemie des Todes“ ist wie schon angedeutet ein konventionell geplotteter Thriller.

David Hunter trägt zwar einen sprechenden Namen, benimmt sich jedoch ganz und gar nicht wie ein Jäger. Beckett schildert ihn als gebrochenen Mann, der nach einer persönlichen Tragödie aus seinem psychisch anstrengenden Job als Gerichtsmediziner aussteigt und in der Stille der Provinz einen Neuanfang versucht. Die damit verbundenen Schwierigkeiten schildert der Verfasser überzeugend aber ohne das Seelendrama neu zu erfinden.

Todes-Experte kehrt ins Leben zurück

Hunter ist kein Sherlock Holmes des 21. Jahrhunderts, der sich eifrig über faulige Leichen beugt, um sie unter Präsentation angenehm ekliger Überraschungen zu ‚lesen‘, sondern ein verstörter und störrischer Zeitgenosse, der sich zudem gegen die Rolle des zentralen Handlungsträgers sträubt. Tatsächlich wehrt er sich gegen alles, das den mühsam geschaffenen Panzer aus Routine und Gleichgültigkeit zerbrechen könnte. Eine blitzartige Wiedergeburt als spürgewaltiger Schnüffel-Forensiker wäre deshalb reichlich unglaubwürdig.

Beckett mag kein Neuerer sein aber er bemüht sich wenigstens, allzu ausgefahrene Geleise zu vermeiden. Sein Manham ist kein Sammelbecken ulkig-wirrer Dorftypen oder -trottel, die in so vielen „Whodunits“ den Hintergrundchor abgeben müssen. Das Verderben kommt über eine Gemeinde, der Harmonie stets ein Fremdwort war. In der Krise bildet sich keine Gemeinschaft; stattdessen bilden sich Gruppen, die einander argwöhnisch belauern und höchstens in ihrer Hatz auf verdächtige Außenseiter einig sind: Selbst die Bürger von Manham unterliegen im 21. Jahrhundert dem alten Irrglauben, dass auf dem Land Frieden dort herrscht, wo in der Stadt das Böse regiert.

Pfarrer Scarsdale ist das Sprachrohr für die gleichzeitig Ängstlichen und Aggressiven. Leider ist diese Figur Beckett zum Zerrbild missglückt. Er wirkt wie ein frühneuzeitlicher Hexenjäger, der im Namen des HERRN seinen persönlichen religiösen Fundamentalismus nährt. Selbst in der Provinz dürfte es indes kaum mehr möglich sein ‚normale‘ Menschen auf diese Weise in einen hysterischen Lynchmob zu verwandeln. Beckett merkt es selbst und lässt diesen Handlungsstrang unauffällig versanden.

Der Mörder muss einer der Manham-Bewohner sein – so verlangt es die Regel. Wer es sein könnte, dämmert dem Leser eventuell ein wenig zu früh; Beckett verteilt in dieser Hinsicht großzügig Hiebe mit dem Zaunpfahl. Ansonsten hält sich der Verfasser auch hier an die Konventionen, die einen Irrsinnigen fordern, der rasch und gnadenlos killt und erst im Finale vom Drang erfasst wird, sich dem Helden in einem wahren Redeschwall zu offenbaren. Kein Wunder, dass es so mit dem perfekten Mord nichts wird. Wiederum gilt freilich: Beckett mutet seinem Publikum nichts Schlimmeres zu, als es bereits gewöhnt ist. Wer sich ohne große Vorab-Erwartungen an die Lektüre begibt und die Dreist-Werbung ignoriert, wird durchaus seinen Lese-Spaß finden.

Autor

Simon Beckett (geb. 1968) versuchte sich nach Abschluss eines Englischstudiums als Immobilienhändler, lehrte Spanisch und war Schlagzeuger. 1992 wurde er freier Journalist und schrieb für bedeutende britische Zeitungen wie „Times“, „Daily Telegraph“ oder „Observer“. Im Laufe seiner journalistischen Arbeit spezialisierte Beckett sich auf kriminalistische Themen. Als Romanautor trat Beckett zuerst 1994 an die Öffentlichkeit, doch deren breite Aufmerksamkeit fand er erst mit den Romanen um den Forensiker David Hunter (ab 2006). Allerdings wurde Beckett bereits für „Animals“ (1995, dt. „Tiere“) mit einem „Raymond Chandler Society’s Marlowe Award“ für den besten internationalen Kriminalroman ausgezeichnet.

Mit seiner Familie lebt Simon Beckett in Sheffield. Über sein Werk informiert er auf dieser Website. Interessant ist, dass er seine vier zwischen 1994 und 1998 veröffentlichten (und inzwischen auch in Deutschland erschienenen) Romane unerwähnt lässt.

Taschenbuch: 431 Seiten
Originaltitel: The Chemistry of Death (London : Bantam Press 2006)
Übersetzung: Andree Hesse
http://www.rowohlt.de

eBook: 530 KB
http://www.rowohlt.de

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