Schlagwort-Archive: A. E. van Vogt

Alfred Elton van Vogt – 200 Millionen Jahre später

Ein Loblied auf die Soldatenbräute

„Seine Kräfte waren grenzenlos. Er ermüdete nicht, und er kannte keine Furcht – er war der Gott Ptath. Gegen seinen Willen war er zurückgekehrt. Ineznia, seine erbitterte Rivalin, hatte ihm eine Falle gestellt. Jetzt befand er sich im Körper eines Sterblichen aus unserer Zeit – versetzt in die Welt der allerfernsten Zukunft …“ (Moewig-Verlagsinfo)

„The Book of Ptath“, van Vogts einziger Fantasy-Roman, erschien 1943 und wurde 1947 erweitert; 1967 erhielt es den Titel „Two Hundred Million Years A.D.“. Der Science Fiction-Autor van Vogt konnte nicht umhin, auch dieser Fantasy so etwas wie einen wissenschaftlichen Hintergrund zu verleihen, allerdings nicht konsistent. Jahrzehnte später erschien mit den planetarischen Abenteuern auf einer sterbenden Erde, die ein gewisser Jack Vance schrieb, etwas Ähnliches auf dem Markt.
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A. E. van Vogt – Die Expedition der Space Beagle

SF-Klassiker mit zahlreichen Schönheitsfehlern

Mit einer tausendköpfigen Besatzung fliegt die „Space Beagle“ erstmals zu einer benachbarten Galaxie – M33 im Sternbild Andromeda. Bei der Durchquerung der Milchstraße, Lichtjahrtausende von der Erde entfernt, treffen die Forscher auf Coeurl, das Katzenwesen mit den wichtigen Tentakeln; auf die vogelähnlichen Riim; auf Ixtl, ein überlebendes Geschöpf einer kosmischen Katastrophe.
An ihrem Ziel aber erwartet sie eine noch schicksalhaftere Konfrontation – mit der Anabis, einer gasförmigen Intelligenz von der Ausdehnung eines galaktischen Nebels. Dabei fällt Elliott Grosvenor, der die Integrationswissenschaft des Nexialismus vertritt, eine entscheidende Rolle zu… (Verlagsinfo)

Die vorliegenden vier klassischen SF-Erzählungen, die den Roman bilden, liegen mitunter erstmals in der Originalfassung vor und werden vom Van-Vogt-Experten Rainer Eisfeld kommentiert.

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A. E. van Vogt/E. Mayne Hull – Im Reich der Vogelmenschen (Utopia Classics 19)

Vogt Hull Vogelmenschen Cover kleinVogelmenschen entführen ein im Pazifik kreuzendes U-Boot in eine weit entfernte Zukunft. Hier führen sie Krieg gegen eine Rasse intelligenter Fischmenschen, den die Vögel zu verlieren drohen. Die Verstärkung aus der Vergangenheit mag sich nicht auf ihre Seite stellen, sondern versucht den Ausgleich und gerät erst recht zwischen die Fronten … Klassische Unterhaltungs-Science Fiction, zelebriert ohne literarischen Anspruch von einem der Großmeister des Genres, mit dem im Final wieder einmal die Pferde (bzw. Außerirdischen) durchgehen.
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Weihnachtsempfehlungen SF 2015

… und weiter geht’s mit unseren Empfehlungen zur Science Fiction. Die fallen dieses Jahr etwas umfangreicher aus – euch bleibt die Freude an der Auswahl:

Ann Leckie – Die Maschinen

Unser Fazit:

»[…] ein interessanter Weltentwurf, eine spannende Geschichte und abwechslungsreich durch die verschiedenen Abschnitte, die die Protagonistin in Rückblicken miterleben lässt. Sogar an die unangenehm große Schrift der deutschen Erstausgabe im Tradepaperback gewöhnt man sich mit der Zeit, bis sie schließlich nicht mehr stört. Atmosphärisch dicht erzählt, fällt am Ende fast nicht auf, woher der Roman seinen Umfang und damit seinen Preis bezieht. Ann Leckie jedenfalls kann man keine Aufplusterung zum Vorwurf machen. Der Roman findet zu einem befriedigenden Ende und ist damit auch alleinstehend eine gute Lektüre – trotzdem darf man gespannt sein, ob Leckie das hohe Niveau über die beiden Fortsetzungen halten kann und ob das Thema Stoff für zwei weitere Romane bietet.«

Rezension von Tobias Schäfer

Ian Tregillis: Saat des Unheils

Als Nazi-Deutschland den II. Weltkrieg mit Hilfe biotechnisch aufgerüsteter Superhelden zu gewinnen droht, greifen die Briten in ihrer Not auf Magie zurück, um ihnen die Stirn bieten zu können … – Der Zeitgeschichte wird vom Verfasser eine alternative Ebene eingezogen, die Thriller-‚Realität‘ und Phantastik routiniert aber spannend mischt und Auftakt einer seitenstarken Trilogie ist, die populäre (bzw. Popkorn-) Unterhaltung der gelungenen Art bietet

Rezension von Michael Drewniok

Andreas Brandhorst – Ikarus

Unser Fazit:

»So ist »Ikarus« anfangs vor allem dystopisch und grausig, ein Roman mit vielen Elementen zwischen Space Opera und Cyberpunk, aber durchdrungen von der Lebensbejahung, die für Brandhorsts Romane charakteristisch ist. Und obzwar der kriminalistische Aufbau der Geschichte anderen aus seiner Feder ähnelt, ist die Art des Erkenntnisgewinns jedes Mal anders. »Ikarus« hebt sich angenehm von anderen dicken Schinken dieser Subkultur ab, indem der Stil kondensiert ist, keine langweiligen Ausschweifungen zulässt und seine Geschichte flüssig und klar erzählt.«

Rezension von Tobias Schäfer

Kazuaki Takano: Extinction

Als im zentralafrikanischen Dschungel ein Mensch mit schier unbegrenzter Intelligenz geboren wird, fürchtet die ultrakonservative US-Regierung um ihre Weltmachtstellung und bläst zur Hatz auf den noch kindlichen Mutanten, während eine kleine Rettergruppe sich auf dessen Seite stellt … – Spannender Wissenschafts-Thriller, der Sachwissen mit Verfolgungsjagden mischt sowie erstaunlich deutlich und kritisch die USA als Bösewicht darstellt: interessante Variante der üblichen „Wunder-&-Rätsel-der-Natur“-Garne.

Rezension von Michael Drewniok

Robert Corvus – Grauwacht

Unser Fazit:

»Insgesamt ist der Roman ein spannendes Fremdweltspektakel mit mehreren unvermutet auftauchenden Details, die sich stimmig zusammenschließen und vor den phantastischen Genregrenzen keinen Halt machen. Sogar die dritte der Phantastik zugeordneten Schublade, der Horror, findet seinen Platz in den letzten Zügen der großen Rätselei. Das Buch liest sich schnell und flüssig, befördert einen interessanten Weltenbau mit stimmigen Charakteren und unterhält phantastisch. Einzig eine fremdartige Figur treibt es zeitweise etwas auf die Spitze und verschließt sich deshalb des Leserverständnisses, doch diese Sache rückt sich im Verlauf der Geschichte wieder zurecht und verblasst vor der Zufriedenheit, die das Buch hinterlässt.«

Rezension von Tobias Schäfer

Biom Alpha – Aus den Tiefen des Kosmos

Die gefeuerte NASA-Mitarbeiterin Dr. April Reignar und der Hobbyastronom Jimmy MacPeale entdecken, was Ufologen schon immer wussten: Wir sind nicht allein! Ein riesiger Schwarm von Flugobjekten nähert sich der Erde. Als sich diese Nachricht verbreitet, fiebern UFO-Jünger dem ersehnten Erstkontakt mit den Aliens entgegen. Während die Welt auf die Landung der Außerirdischen wartet, stellt ein Arzt in Brasilien fest, dass dies nicht der erste Besuch aus dem All ist. Auch seine biologischen Forschungsobjekte kamen einst aus den Tiefen des Kosmos …
(Verlagsinfo)

Hier erscheint eine neue Serie in Form von Ebooks im mittlerweile bekannten Genreverlag „Wurdack“, geschrieben von ambitionierten deutschen Autoren wie Uwe Post oder Nicklas Peinecke, die schon auf sich aufmerksam machten. Ein Blick, der sich lohnt!

Karl Edward Wagner: Kane 2 – Kreuzzug des Bösen

Der unsterbliche Barbar Kane versucht sich auf Kosten eines selbsternannten Propheten als Thronräuber, erregt dadurch jedoch den Zorn eines uralten ‚Gottes‘, der ihm daraufhin mörderisch im Nacken sitzt … – Ungewöhnlich vielschichtige „Sword-&-Sorcery“-Fantasy, die packende Kampfszenen und interessante Figuren bietet sowie in den ‚ruhigen‘ Passagen eindringliche Bilder kreiert: eine hochwillkommene und endlich ungekürzte Neuausgabe.

Rezension von Michael Drewniok

Andreas Brandhorst – Das Schiff

Unser Fazit:

»Dies ist bis heute Brandhorsts Meisterwerk, denn obwohl man seine Auseinandersetzung mit ähnlichen Themen aus den letzten Romanen und gerade auch aus dem diesjährigen »Ikarus« kennt, erreicht er mit diesem Roman eine andere Ebene. Und das Beste: Unreflektiert ist es einfach eine spannende, ungemein unterhaltsam eskapistische Geschichte!«

Rezension von Tobias Schäfer

A. E. van Vogt – Die Expedition der „Space Beagle“

Van Vogt Space Beagle 1992 kleinDas geschieht:

In einer kalendarisch unbestimmten Zukunft beherrscht der Mensch die interstellare Raumfahrt Die Weiten des Alls werden systematisch erforscht, wobei Schiffe wie die „Space Beagle“ paritätisch von Angehörigen der Wissenschaften und des Militärs geführt werden, denn die meisten Intelligenzwesen, denen der Mensch auf fremden Planeten begegnet, erweisen sich als unfreundlich oder reagieren offen feindlich.

Mehr als eintausend Soldaten und Spezialisten sind an Bord der „Space Beagle“ – und ein Nexialist: Elliot Grosvenor ist Repräsentant dieser noch jungen Wissenschaft, die nicht auf Spezialistentum setzt, sondern die interdisziplinäre Vernetzung von Fakten und Wissen anstrebt, um auf diese Weise den berüchtigten Tellerrand zu vermeiden, der allzu fachorientierten Forschern oft den Blick auf das Wesentliche versperrt. A. E. van Vogt – Die Expedition der „Space Beagle“ weiterlesen

Uwe Anton – A. E. van Vogt – Der Autor mit dem dritten Auge

Der kosmische Bauspekulant?

Mit dem vorliegenden Werkführer zu Alfred Elton van Vogt soll eine Lücke gefüllt werden: Die kritische Auseinandersetzung mit dem Werk des kanadischen SF-Autors befindet sich laut Verlag noch in den Anfängen – die beiden von Rainer Eisfeld bei Heyne kritisch editierten Sammelbände „Ischer“ und „Null-A“ lieferten Ansätze, aber immerhin auch vollständige Textfassungen.

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