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Michalewsky, Nikolai von / Redeker, Jochim-C. / Weymarn, Balthasar von – Mark Brandis: Raumsonde Epsilon 1 (Hörspiel, Folge 9)

_Die „Mark Brandis“-Reihe:_

01 [„Bordbuch Delta VII“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4995
02 [„Verrat auf der Venus“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5013
03 [„Unternehmen Delphin“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5524
04 [„Aufstand der Roboter“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5986
05 [„Testakte Kolibri 1“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5984
06 [„Testakte Kolibri 2“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5985
07 [„Vorstoß zum Uranus 1“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6245
08 [„Vorstoß zum Uranus 2“ (Hörspiel)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6246
09 _“Raumsonde Epsilon 1 (Hörspiel)“_
10 „Raumsonde Epsilon 2 (Hörspiel)“

_Verwirrung im Sonnensystem: Die Aliens sind hier!_

Anno 2125: Mark Brandis‘ Schiff, die HERMES, ist mit der nun unbemannten DELTA IX im Schlepptau unterwegs zurück zur Erde. Die ermüdende Bordroutine auf dem wochenlangen Flug wird jäh unterbrochen: Die DELTA IX ist plötzlich spurlos verschwunden! Brandis erreicht auf der Suche nach Scotts Schiff die Station Zhongli Quan und muss bald feststellen, dass nicht nur die Vereinigten Orientalischen Republiken undurchsichtige Pläne verfolgen … (Verlagsinfo)

_Handlung_

Die HERMES befindet sich unter dem Kommando von Mark Brandis auf dem Rückweg vom Uranusmond Titania zur Venus, als die Verbindung zur der im Schlepptau befindlichen Delta IX abbricht. Seltsamerweise gibt es weder eine Kommunikationsmöglichkeit zu ihr noch einen Logeintrag, was mit ihr geschehen ist. Brandis löst Alarmstufe Rot aus.

Er setzt die Wissenschaftlerin Wolska auf eine Anomalie in den Gravitationsverhältnissen des Raumsektors an und geht auf Suchkurs. Als ein chinesisches Drachen-Symbol von Bord der Delta IX gefunkt wird, wird ihm erstaunt klar, dass die Chinesen das Raumschiff gekapert haben. Der Kommandeur der Gegenseite Xon Li Kwan nötigt Brandis, mit seiner HERMES zu einer Raumstation zu fliegen. Zuvor setzt Brandis einen Bericht an den Chef von VEGA ab und richtet die HERMES für ein kodiertes Signal ein. VEGA befiehlt, den eingeleiteten Angriff auf die Chinesen abzubrechen, die Delta IX den Chinesen zu überlassen, das UFO mit der Gravitationsanomalie zu erkunden und es zur Station Isidor zu bringen.

Leichter gesagt als getan, findet Brandis. Denn als er sich dem UFO nähert, taucht ein Schwerer Kreuzer von VEGA auf und nimmt die HERMES unter Beschuss! Während einer der Astronauten aus seiner Crew, der sich auf der Schiffsoberfläche befand, im All verlorengeht, muss Brandis zur Station Isidor, die der VEGA freundlich gesonnen ist, um Reparaturen durchzuführen. Allerdings befindet sich die Station zu seiner Überraschung nicht in Händen der Republiken, sondern in denen einer sogenannten Dritten Macht. Und der Schwere Kreuzer, der sie beschoss, wird von einem alten Bekannten und Feind befehligt.

Weitere unangenehme Überraschungen warten auf Brandis und seine Crew, aber ein unverhofftes Wiedersehen bringt neue Hoffnung.

_Mein Eindruck_

Wem dieser Handlungsverlauf etwas wirr vorkommt, dem ergeht es nicht besser als mir beim ersten Hören. Sicher, die offenen Fragen werden im zweiten Teil beantwortet, doch der Hörer könnte zumindest erwartet, dass die Kaperung der Delta IX und die Begegnung mit der Alien-Raumsonde – sie ist die „Gravitationsanomalie“ – näher erklärt werden. Nichts dergleichen, stattdessen scheinen sich die Autoren dazu entschlossen zu haben, Spannung durch das Warten auf Antworten zu erzeugen. Das ist vorerst ein wenig frustrierend.

Es ist das erste Mal in der „Mark Brandis“-Reihe, dass ein Alien-Artefakt entdeckt wird. Bislang haben sich die Menschen nur untereinander gekloppt. Nun müssen sie sich auch noch mit einem Faktor X herumschlagen. Allerdings braucht man nur sein Wissen über den Verlauf der Geschichte zu bemühen, um vorausahnen zu können, was das UFO im Sonnensystem auslöst: ein Wettrennen um den ersten Platz, wenn es darum geht, die Geheimnisse der überlegenen Technologie der Fremden an sich zu reißen und so einen Vorsprung im Wettlauf der Interessengruppen zu erringen. Und für diesen Vorteil scheint so mancher bereit, bis zum Äußersten zu gehen.

|Epsilon|

Warum die Raumsonde „Epsilon“ genannt wird, wird aus einer kurzen Erläuterung deutlich. „Epsilon“ beruht auf dem Doppelstern Epsilon Bootes, der 103 Lichtjahre entfernt ist. Die Theorie geht wie folgt: Was würde passieren, wenn eine fremde Zivilisation, deren Sonde sich bereits in unserem Sonnensystem befände, auf unsere Rufe warten würde und sich dann zu einem gegebenen Zeitpunkt zu erkennen gäbe, sobald unsere Technik einen genügend hohen Grad erreicht hätte, der eine Verständigung ermöglichen würde? Man kann sich einen gewissen Aufruhr im Ameisenhaufen des Sonnensystems vorstellen, wenn ein solcher Fremdling wie ein großer Käfer auftauchen würde. Bei den Ameisen ereilt ihn stets das gleiche Schicksal …

Diese Theorie ist keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern wird im Booklet zum 2. Teil genau erläutert. Sie existiert seit 1970 und wurde von Duncan Lunan, einem schottischen Autor, aufgestellt und verworfen. Ronald Bracewell, ein Radiologie-Professor in Stanford, stützte und erweiterte diese Theorie. Sie ist bis heute nicht widerlegt.

_Der Autor_

Nikolai von Michalewsky (1931-2000) war bereits Kaffeepflanzer, Industriepolizist, Taucher und Journalist gewesen, als sein erster Roman 1958 veröffentlicht wurde. Am bekanntesten wurde er ab 1970 mit den „Mark Brandis“-Büchern, der bis heute (nach Perry Rhodan) mit 31 Bänden erfolgreichsten deutschsprachigen SF-Reihe.

Seine konsequente Vorgehensweise, Probleme der Gegenwart im Kontext der Zukunft zu behandeln, trug Michalewskys Serie eine treue Leserschaft und hohe Auflagenzahlen ein. Seine besondere Zuneigung galt besonders dem Hörspiel. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Kriminalhörspiel- und Schulfunkautoren Deutschlands. (Verlagsinfo)

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

Die Macher und Regisseure sind Interplanar.de:
Joachim-C. Redeker: Sounddesign und Musik
Redeker und Balthasar von Weymarn: Produktion, Regie und Schnitt

Jochim-C. Redeker, geboren 1970, lebt seit 1992 in Hannover. Gelernt hat er das Produzieren in der SAE Frankfurt, seither arbeitet er als Tonmeister für Antenne Niedersachsen. An zwei Virtual Reality Projekten hat er als Sounddesigner gearbeitet. Er gibt Audio- und Hörspielseminare und arbeitet als Werbetexter und Werbesprecher für zahlreiche Unternehmen sowie für Kino- und Radiowerbung. Musikalisch betreut er neben seinen eigenen Projekten auch Jingle- und Imageproduktionen. Bereits 1988 brachte ihm eine frühe Hörspielarbeit mit Balthasar den Sonderpreis der Jury für akustische Qualität beim Maxell Momentaufnahmen Wettbewerb ein.

Balthasar von Weymarn, geboren 1968, lebt seit 2006 im Taunus bei Frankfurt. Ausgebildeter Dramaturg und Filmproduzent (Filmstudium Hamburg); arbeitet auch als Skriptdoktor, -autor und Ghostwriter für Unternehmen wie Bavaria Film, Odeon Pictures, Tandem Communications, Storyline Entertainment u. a.

Das Hörspielmanuskript schrieb Balthasar v. Weymarn nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky. Die Aufnahmeleitung lag in den Händen von Thomas Weichler.

Mehr Informationen gibt es unter [www.folgenreich.de.]http://www.folgenreich.de

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Prolog: Wolf Frass
Michael Lott spricht: Commander Mark Brandis
Major Frederick Young: Erich Räuker
Cmdr. Ernest D. Scott: Frank Glaubrecht
Bordcomputer: Anke Reitzenstein
Col. Barclay: Kai Jürgens
Lt. Iwan Stroganow: Martin Wehrmann
Cpt. Martin van Kerk: Michael Westphal
Cpt. Roger d’Arcy: Udo Schenk
Ludmilla Wolska: Tomasina Ulbricht
Lt. William Xuma: Michael Pan
Lt. Usko Koskinen: Julien Haggége
Bordsystem CORA: Christine Mühlenhof

Mehr Informationen hierzu finden Sie hier:
[www.markbrandis.de]http://www.markbrandis.de
[www.interplanar.de]http://www.interplanar.de

|Die Inszenierung|

Die Geräuschkulisse erstaunt den Hörer mit einer Vielzahl mehr oder weniger futuristischer Klänge, so etwa die Triebwerke der „Hermes“ oder das Öffnen und Schließen ihrer Luken und Schleuse. Doch wenn man ein Fan von SF-Fernsehserien ist, dann dürfte einen dies nicht gerade umhauen, sondern eher ganz normal vorkommen. Vor allem das Dröhnen, Zischen und Jaulen von Düsen ist regelmäßig zu hören, was ja auch naheliegt. Der Flug zur Station Isidor ist recht dramatisch anzuhören, aber leider ziemlich kurz. Was gäbe ich für eine ordentliche Raumschlacht à la „Perry Rhodan“!

Ungewöhnlich sind eher Sounds, die Verzerrungen im Funksprechverkehr simulieren – das lässt aufhorchen. Hier haben die Macher dazugelernt. Der gute Sound trägt dazu bei, den Hörer direkt ins Geschehen hineinzuversetzen, und das kann man von den wenigsten SF-Fernsehserien behaupten. Die meisten SF-Serien wie etwa „Raumschiff Enterprise“ oder „Raumpatrouille Orion“ sind viel zu alt für solchen Sound, und „Babylon 5“ oder „Andromeda“ klingen zwar toll, spielen aber in abgelegenen Raumgegenden, wo irdische Ereignisse kaum eine Rolle spielen.

Dadurch hebt sich „Mark Brandis“ im Hörspiel bemerkenswert von solchen TV-Produktionen ab, von SF-Hörspielen ganz zu schweigen. Nur Lübbes „Perry Rhodan“ kann in dieser Liga mitspielen, ist aber inzwischen auf Magerkost gesetzt worden. Auch das Design von verzerrten Meldungen per Funk ist ähnlich professionell gehandhabt. Ein Satz kann mittendrin seine Klangcharakteristik ändern – faszinierend. Diesmal kommt besonders der Klangeffekt des Halls zum Einsatz: in den diversen Gefängniszellen, in denen sich Brandis und seine Crew wiederfinden.

|Die Sprecher|

Die Dialoge belegen die Verhaltensweisen von Erwachsenen statt von Jugendlichen. Man nimmt den Figuren jetzt ab, dass sie über das Schicksal von Menschen zu entscheiden in der Lage sind. Die Ernsthaftigkeit von „Raumpatrouille Orion“ ist mit der schnellen Handlung von „Perry Rhodan“ bestens kombiniert. Die Auseinandersetzungen sind im Unterschied zur vorhergehenden Folge nicht mehr intern, sondern äußerlich.

Und Brandis hat sich mit der Dritten Macht auseinanderzusetzen, die ihm ein fieses Angebot macht. Michael Lott alias Mark Brandis strahlt stets unbeugsame Autorität aus, doch auch er muss ja mal schlafen. Recht eindrucksvoll macht sich auch der Austausch der Stimmmodule des Bordcomputers bemerkbar. Spricht zunächst noch Anke Reitzenstein relativ kontrolliert und unmoduliert, so wird sie durch Christine Mühlenhof abgelöst, die eine geradezu menschliche Stimmmodulation aufweist, so dass man ihr gerne zuhört. So angenehm möchte ich auch mal geweckt werden!

Recht sonderbar wirkt Tomasina Ulbricht als Sprecherin der Wissenschaftsoffizierin Ludmilla Wolska: Trotz ihres lieblich-sanften Akzents spricht sie so langsam, dass man erwartet, sie gleich einschlafen zu hören. Dieser Eindruck liegt möglicherweise daran, dass Frau Ulbricht keine hierzulande geborene Deutsche ist. Zumindest lässt sich sagen, dass jeder Satz von ihr unverkennbar ist.

|Musik|

Ja, es gibt durchaus Musik in diesem rasant inszenierten Hörspiel. Neben dem Dialog und den zahllosen Sounds bleibt auf der Tonspur auch ein wenig Platz für Musik. Sie ist wie zu erwarten recht dynamisch und flott, aber nicht zu militärisch – ganz besonders im Outro und in den Intermezzi. Letztere haben die Aufgabe, die längeren Szenen voneinander abzutrennen und eine Emotion zu vermitteln, z. B. Beklemmung oder Dramatik. Ganz am Schluss erklingt ein flottes Outro, das den Ausklang zu dieser Episode bildet, bevor es zu einer langsamen Hintergrundmusik abbremst.

|Das Booklet|

Das Booklet bietet einen Überblick über die bereits erschienenen Folgen 1-8 der Serie, über die Macher und über die Sprecher. Darüber hinaus gibt es jeweils Zusatzinformationen, so etwa über die Raumstation Isidor, den Jupitermond Kallisto sowie über die Begriffe „Astronomische Einheit“ – sie entspricht etwa 150 Mio. km – und „Telempathie“, die Fähigkeit, aus der Distanz Gefühle wahrzunehmen oder zu übermitteln. Sie charakterisiert die Raumsonde Epsilon.

Am wichtigsten scheint mir jedoch die Beschreibung und Darstellung des Raumschiff-Prototyps HERMES zu sein. Neben technischen Daten (immerhin 1250 km/sec Spitzengeschwindigkeit) finden wir eine Beschreibung der Defensiv- und Offensivkapazitäten, zu deutsch: Waffensysteme.

|Das Hörspiel|

„Mark Brandis“ ist als Hörspiel professionell inszeniert, spannend, stellenweise actionreich und mitunter sogar bewegend oder gar romantisch. Allerdings ist das erste Drittel ein wenig verwirrend, weil die offenen Fragen nicht geklärt werden. Dies erfolgt erst im 2. Teil dieser Folge.

Dieses Drama ist beruhigend weit entfernt von Kinderkram und rückt die Serie in die Nähe der POE-Hörspiele, die mir fast durchweg gut gefallen. In zehn Jahren wird man diese Serie als Vorbild für eine gelungene SF-Serie aus deutschen Landen auf gleicher Höhe mit „Perry Rhodan“ setzen. Und die Sammler werden sich die Finger danach lecken.

Gut finde ich, dass Folgenreich und Universal Music jetzt den Vertrieb übernommen haben. Dadurch ist der Fortbestand der Serie wohl gesichert. Und nun kann man sich mit Frank Glaubrecht (bekannt als „John Sinclair“) und Simon Jäger auch namhafte Synchronsprecher leisten, die ein wenig (?) mehr kosten als die bisher eingesetzten. Das kommt dem Wiedererkennungs- und Unterhaltungswert der Serie nur zugute.

_Unterm Strich_

Mark Brandis stößt mit seiner HERMES unerwartet auf eine Raumsonde, die nicht von Menschen gebaut wurde. Er hätte vorgewarnt sein sollen, dass sogleich der Wettlauf zu den technologischen Wundern dieser Sonde losgeht, wird aber überrascht, welche Mitspieler ihn nun ins Kreuzfeuer nehmen. Zum Glück erhält er Hilfe von unerwarteter Seite. Dadurch wird der Faden aufgenommen, der aus „Testakte Kolibri“ noch offen war.

|1 Audio-CD mit 56 Minuten Spieldauer
ISBN-13: 978-3829123174|

Mark Brandis – Blindflug zur Schlange (Folge 24)

Unter Weltraumpiraten: Action und Spannung

2133: Mark Brandis ist seit einem halben Jahr außer Dienst, als ihn die Nachricht von der Zerstörung des Patrouillenschiffs unter Grischa Romens Kommando erreicht. Als Zivilist hat Brandis keine Raumfluglizenz mehr. Zusammen mit Pablo Torrente macht er sich inkognito auf den Weg zu den Galapagosinseln. Von dort aus wollen sie versuchen, eine Passage zum Asteroidengürtel zu bekommen – in der Hoffnung, irgendwo in der von Piraten kontrollierten Region den Freund doch noch lebend zu finden … (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 12 Jahren.

Mark Brandis – Blindflug zur Schlange (Folge 24) weiterlesen

Michalewsky, Nikolai von / Redeker, Jochim-C. / Weymarn, Balthasar von – Mark Brandis: Vorstoß zum Uranus, Teil 2 (Hörspiel, Folge 8)

_Ein Angebot, das Brandis nicht ablehnen kann – gibt’s das?!_

Das Jahr 2125: Die Strategische Raumflotte schickt Commander Ernest D. Scott und eine vierköpfige Crew mit einer |Delta IX| als erste bemannte Mission zum Uranusmond Oberon. Scotts Ehrgeiz, auch noch Mark Brandis‘ Geschwindigkeitsrekord brechen zu wollen, wird der Expedition zum Verhängnis: Es kommt zu einer Bruchlandung auf dem Nachbarmond Titania.

Die Besatzung überlebt zwar, doch niemand weiß, dass die |Delta IX| auf dem falschen Uranusmond gelandet ist, und früher oder später lebenserhaltende Geräte ausfallen werden. Zwei Crewmitglieder müssen 20 Kilometer hinauf zum Canyonrand klettern, um einen Sender aufzustellen – ein riskanter Auftrag …

Teil 2: Mark Brandis wird beauftragt, den neuen leichten Kreuzer Hermes zu testen – mit einer Schutzmission. Er soll unbemerkt Commander Scotts |Delta IX| zum Uranus folgen und die Gefahr einer Entführung durch die Republiken abwenden. Trotz seiner Abneigung gegen den selbstbewussten und ehrgeizigen Scott versucht Brandis, seine Pflicht zu erfüllen. Doch Scott und sein wertvolles Schiff sind unauffindbar. Eine weitere Gefahr naht, mit der niemand gerechnet hat …

_Der Autor_

Nikolai von Michalewsky (1931-2000) war bereits Kaffeepflanzer, Industriepolizist, Taucher und Journalist gewesen, als sein erster Roman 1958 veröffentlicht wurde. Am bekanntesten wurde er ab 1970 mit den Mark-Brandis-Büchern, der bis heute (nach Perry Rhodan) mit 31 Bänden erfolgreichsten deutschsprachigen SF-Reihe.

Seine konsequente Vorgehensweise, Probleme der Gegenwart im Kontext der Zukunft zu behandeln, trug Michalewskys Serie eine treue Leserschaft und hohe Auflagenzahlen ein. Seine besondere Zuneigung galt besonders dem Hörspiel. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Kriminalhörspiel- und Schulfunkautoren Deutschlands. (Verlagsinfo)

|Mark Brandis| auf |Buchwurm.info|:

Folge 1: [„Bordbuch Delta VII“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4995
Folge 2: [„Verrat auf der Venus“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5013
Folge 3: [„Unternehmen Delphin“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5524
Folge 4: [„Aufstand der Roboter“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5986
Folge 5: [„Testakte Kolibri 1“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5984
Folge 6: [„Testakte Kolibri 2“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5985

_Die Inszenierung_

Die Macher und Regisseure sind |Interplanar.de|:
Joachim-C. Redeker: Sounddesign und Musik
Redeker und Balthasar von Weymarn: Produktion, Regie und Schnitt

Jochim-C. Redeker, geboren 1970, lebt seit 1992 in Hannover. Gelernt hat er das Produzieren in der SAE Frankfurt, seither arbeitet er als Tonmeister für Antenne Niedersachsen. An zwei Virtual-Reality-Projekten hat er als Sounddesigner gearbeitet. Er gibt Audio- und Hörspielseminare und arbeitet als Werbetexter und Werbesprecher für zahlreiche Unternehmen sowie für Kino- und Radiowerbung. Musikalisch betreut er neben seinen eigenen Projekten auch Jingle- und Imageproduktionen. Bereits 1988 brachte ihm eine frühe Hörspielarbeit mit Balthasar den Sonderpreis der Jury für akustische Qualität beim Maxell-Momentaufnahmen-Wettbewerb ein.

Balthasar von Weymarn, geboren 1968, lebt seit 2006 im Taunus bei Frankfurt. Ausgebildeter Dramaturg und Filmproduzent (Filmstudium Hamburg); arbeitet auch als Skriptdoktor, -autor und Ghostwriter für Unternehmen wie Bavaria Film, Odeon Pictures, Tandem Communications, Storyline Entertainment u. a.

Das Hörspielmanuskript schrieb Balthasar v. Weymarn nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky. Die Aufnahmeleitung lag in den Händen von Thomas Weichler.

|Die Sprecher und ihre Rollen: |

Prolog: Wolf Frass
Michael Lott spricht: Commander Mark Brandis
Major Frederick Young: Erich Räuker (Liam Cunningham, Elias Koteas)
Cmdr. Ernest D. Scott: Frank Glaubrecht (Pierce Brosnan, Kevin Costner, Al Pacino)
Bordcomputer: Anke Reitzenstein (Ashley Judd, Angela Bassett, Linda Fiorentino, Whitney Houston)
Col. Barclay: Kai Jürgens
Lt. Iwan Stroganow: Martin Wehrmann
Cpt. Martin van Kerk: Michael Westphal
Cpt. Roger d’Arcy: Udo Schenk (Ray Liotta, Ralph Fiennes, Gary Oldman, Kevin Bacon, Tim Roth …)
Ludmilla Wolska: Tomasina Ulbricht
Lt. William Xuma: Michael Pan (Brent ‚Data‘ Spiner, Martin Short, Richard Kind)
Lt. Usko Koskinen: Julien Haggége (Eminem, Justin Long, Colin Hanks)
Bordsystem CORA: Christine Mühlenhof
Oberst Xiahou Shang: Cho See-Young

_Vorgeschichte_

Die |Delta IX| ist schneller als die alte |Delta VII|, mit der Mark Brandis einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte. Commander Ernst D. Scott gedenkt, diesen Rekord zu brechen – als Revanche dafür, dass ihm Brandis seinerzeit bei Ruth O’Hara zuvorkam, die seinen Rivalen heiratete. Als er nun die Expedition zum Planeten Uranus leitet, um dessen Monde auf Rohstoffe zu untersuchen, gibt Scott ordentlich Gas. Ein weiterer Grund ist der, dass das Hauptquartier der Sternenflotte mögliche asiatische Konkurrenz gemeldet hat. Der will Scott zuvorkommen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Der Alarm schrillt – Fehlfunktion! Die Astronauten erwachen aus dem Kälteschlaf der Stasis. Jetzt kommt auch noch ein Systemausfall hinzu. Die Sicherungskopien werden geladen, aber das braucht kostbare Minuten, die ihnen nun die Kurskorrektur vermasseln. Sie werden den Mond Pberon verfehlen und stattdessen in die Gashülle des Uranus selbst stürzen – auf Nimmerwiedersehen! Damit jemand über ihr Schicksal erfährt, setzen sie eine Boje aus. Maddox behält die Nerven und gibt einen alternativen Kurs ein: auf den Mond Titania.

Doch der neu gestartete Computer fällt erneut aus, und sie müssen die |Delta IX| mit Handsteuerung runterbringen: Eine Bruchlandung ist unvermeidlich. Doch am besten nicht auf dem harten Gestein der Plateaus, sondern im weichen Staub am Grunde des riesigen Canyons, der sich 1500 Kilometer über die Oberfläche des Mondes zieht, 20 Kilometer tief und 60 Kilometer breit. Die Landung ist hart, und schließlich kracht der Flieger auf einen riesigen Felsklotz am Grunde der Schlucht.

Ein Start ist unmöglich, das Beiboot hoffnungslos verkeilt. Kein Funkempfang. Das bedeutet, dass niemand sie finden wird, weil man sie daheim auf Oberon vermutet. Also muss man einen Sender oben auf die Klippenkante der Schlucht stellen. Jemand muss 20 Kilometer hochklettern und den Sender ausrichten und aktivieren. Maddox und McIntosh melden sich freiwillig und schleppen den Sender in die Höhe, der aber wegen der geringen Schwerkraft nur wenig wiegt.

Doch dann dreht der Ingenieur Sini durch und rast mit dem freigemachten Dinghi in die Canyonwand. Diese Möglichkeit fällt also auch aus. Commander Scott trägt es mit Fassung und hört sich den Expeditionsbericht seines Beinahe-Namensvetters Robert Falcon Scott an, der 1912 den Wettlauf zum Südpol verlor und auf dem Rückweg ums Leben kam. Er ahnt nicht, dass die Chinesen der VOR-Republiken ein Störfeld um das Uranus-System aufgebaut haben. Sie wollen die |Delta IX| für sich haben, um den technischen Vorsprung der Union zu brechen …

_Handlung von Folge 8_

Commander Mark Brandis wird auf der Raumstation Porta Stellaris zu einer Geheimbesprechung gerufen. Mit seinem früheren Navigator Iwan Stroganow betritt der den Missionsraum. Er ist sicher, dass es nur um die Erprobung des Leichten Kreuzers |Hermes| gehen kann, denn das neueste Schiff der Flotte ist gerade erst fertiggestellt worden. Major Young beauftragt Brandis zwar erwartungsgemäß mit den Testflügen – schließlich hat er ja das KOLIBRI-Projekt erfolgreich zu Ende geführt -, doch zugleich mit der ersten Mission, die ihn zu den Uranusmonden führen soll. Er soll die |Delta IX| von Commander Scott beschützen. Sie sei durch ein Schiff der Drachen-Flotte der Republiken in Gefahr, entführt zu werden. Alle Einwände von Brandis weiß Young abzuschmettern. Die „Hermes“ wird bewaffnet, und ab geht die Post.

Nach einer ersten Besichtigung und der Inbetriebnahme von Antrieb und Bordcomputer nimmt Stroganow eine kleine Änderung vor: Nun klingt die Stimme des Computers wie die der guten alten CORA. Nach dem Start geht’s gleich in Stasis. Etliche Tage später weckt CORA den Commander aus seinem Schlummer, obwohl alles in Ordnung zu sein scheint. Da entdeckt die Wissenschaftsoffizierin Ludmilla Wolska eine Anomalie in den Gravitationsverhältnissen um den Uranus. Sicherheitshalber schießt Brandis eine Sonde ab, und Wolska findet heraus, dass Scott rund 58 Prozent schneller unterwegs gewesen sein muss als vorgesehen. Kein Wunder, dass nirgends eine Spur von ihm sehen ist.

Die ausgeschickte Sonde antwortet nicht mehr, was Brandis ein Rätsel ist. Kaum hat er Meldung gemacht, antwortet Major Young mit einer Änderung des Missionsbefehls: Wegen des irgendwo am Uranus herumfliegenden Drachenschiffes ist die |Delta IX| schleunigst zu orten, deren Besatzung zu retten und das Schiff nötigenfalls zu zerstören! Es darf keinesfalls in die Hände der Asiaten fallen.

Eine unsichtbare Kraft wirkt auf die „Hermes“ ein und zwingt sie durch das Trümmerfeld eines Asteroiden. Gerade schaut Lt. Xuma draußen auf der Außenhaut, ob die |Hermes| Schäden abbekommen hat, als der GAU passiert: totaler Systemausfall! Sobald CORA wieder reaktiviert ist, merkt die Crew, dass die |Hermes| 40 Millionen Kilometer am Uranus vorbeigerast ist – und von Lt. William Xuma keine Spur! Kurz darauf meldet sich ein Kreuzer der Republik bei Brandis, mit einem Angebot, von dem die Asiaten glauben, dass er es nicht ablehnen kann: Xuma im Austausch gegen die |Delta IX|. Da kennen sie Brandis aber schlecht …

_Mein Eindruck_

Also, wenn sich die Union irgendwie im Krieg befinden sollte, so ist das ein auf ziemlich merkwürdiger Art geführter Krieg. Unpersönliche Felder wirken auf die Schiffe der Union ein, seien sie gravitationeller oder elektromagnetischer Art. Und dann gibt es da noch Geiselnahmen, die wie Rettungsmissionen aussehen. Kommandanten wie Mark Brandis, so stellt sich heraus, können dieses Go-Spiel aber auch mitmachen, und so sieht sich der asiatische Kommandant bald einer völlig veränderten Lage gegenüber …

Aber auch die Bergung der |Delta IX| verläuft ganz anders als erwartet. Brandis und seine Crew sind zwar froh, dass sie Commander Scott und dessen Captain Gottwald noch lebend vorgefunden haben, doch die beiden Überlebenden sind alles andere als dankbar. Vielmehr wirft Scott seinem Retter vor, ihm um den Ruhm des tragisch gescheiterten Helden zu bringen und nun selbst die Lorbeeren für die Rettungsmission einzuheimsen. Brandis ist ziemlich konsterniert. Noch verwunderter ist er jedoch, als ich, der Bordcomputer meldet, dass Scott gar nicht an Bord der |Delta IX| gegangen sei. Vielmehr ist der gescheiterte Expeditionsleiter am Ort seines Scheiterns geblieben.

Die V-Kurve der Dramaturgie zeigt zwar durchweg wieder nach oben, doch wird sie mit einigen Knicken und Zacken unterbrochen, so dass schon ein wenig Spannung darüber aufkommt, ob denn die |Hermes| überhaupt auf Titania ankommen und die |Delta IX| bergen wird. Und selbst noch zu einem Zeitpunkt, als alles schon in Butter zu sein scheint, sorgt die Dramaturgie noch für eine überraschende Wendung. Sie passt als verzögerte Fortsetzung des ersten Teils der Doppelfolge zum Drama, das sich dort abspielte. Commander Scott ist rehabilitiert.

_Mein Eindruck: Die Inszenierung_

Die Geräuschkulisse erstaunt den Hörer mit einer Vielzahl mehr oder weniger futuristischer Töne, so etwa die Triebwerke der |Hermes| oder das Öffnen und Schließen ihrer Luken und Schleuse. Doch wenn man ein Fan von SF-Fernsehserien ist, dann dürfte einen dies nicht gerade umhauen, sondern eher ganz normal vorkommen. Vor allem das Dröhnen, Zischen und Jaulen von Düsen ist regelmäßig zu hören, was ja auch naheliegt. Der Flug durch das Asteroidentrümmerfeld ist recht dramatisch anzuhören, aber leider ziemlich kurz. Was gäbe ich für eine ordentliche Raumschlacht à la „Perry Rhodan“!

Ungewöhnlich sind eher Sounds, die Verzerrungen im Funksprechverkehr simulieren – das lässt aufhorchen. Hier haben die Macher dazugelernt. Der gute Sound trägt dazu bei, den Hörer direkt ins Geschehen hineinzuversetzen, und das kann man von den wenigsten SF-Fernsehserien behaupten. Die meisten SF-Serien wie etwa „Classic Star Trek“ oder „Raumpatrouille Orion“ sind viel zu alt für solchen Sound, und „Babylon 5“ oder „Andromeda“ klingen zwar toll, spielen aber in abgelegenen Raumgegenden, wo irdische Ereignisse kaum eine Rolle spielen. Dadurch hebt sich „Mark Brandis“ im Hörspiel bemerkenswert von solchen TV-Produktionen ab, von SF-Hörspielen ganz zu schweigen. Nur |Lübbe|s „Perry Rhodan“ kann in dieser Liga mitspielen. Auch das Design von verzerrten Meldungen per Funk ist ähnlich professionell gehandhabt. Ein Satz kann mittendrin seine Klangcharakteristik ändern – faszinierend.

|Die Sprecher|

Die Dialoge belegen die Verhaltensweisen von Erwachsenen statt von Jugendlichen. Man nimmt den Figuren jetzt ab, dass sie über das Schicksal von Menschen zu entscheiden in der Lage sind. Die Ernsthaftigkeit von „Raumpatrouille Orion“ ist mit der schnellen Handlung von „Perry Rhodan“ bestens kombiniert. An Bord der |Hermes| findet eine psychologische Auseinandersetzung zwischen zwei Südafrikanern statt, die noch am Knochen der Apartheid zu kauen haben.

Und Brandis hat sich mit den Asiaten auseinanderzusetzen, die ihm ein mafiöses Angebot machen: Xuma gegen |Delta IX|. Michael Lott strahlt stets unbeugsame Autorität aus, doch auch er muss ja mal schlafen. Recht eindrucksvoll macht sich auch der Austausch der Stimmmodule des Bordcomputers bemerkbar. Spricht zunächst noch Anke Reitzenstein relativ kontrolliert und unmoduliert, so wird sie durch Christine Mühlenhof abgelöst, die eine geradezu menschliche Stimmmodulation aufweist, so dass man ihr gerne zuhört. So angenehm möchte ich auch mal geweckt werden!

|Musik|

Ja, es gibt durchaus Musik in diesem rasant inszenierten Hörspiel. Neben dem Dialog und den zahllosen Sounds bleibt auf der Tonspur auch ein wenig Platz für Musik. Sie ist wie zu erwarten recht dynamisch und flott, aber nicht zu militärisch – ganz besonders im Outro und in den Intermezzi. Letztere haben die Aufgabe, die längeren Szenen voneinander abzutrennen und eine Emotion zu vermitteln, z. B. Beklemmung.

Ganz am Schluss erklingt ein flottes Outro, das den Ausklang zu dieser Episode bildet, bevor es zu einer langsam Hintergrundmusik abbremst. Diese läuft während der langen Absage, bei der sämtliche Sprecher und, wo sinnvoll, ihre Rollen aufgezählt werden. Den Abschluss bildet der Hinweis auf die nächste Folge mit dem Titel „Raumsonde Epsilon“.

|Das Booklet|

Das Booklet bietet einen Überblick über die bereits erschienenen Folgen 1-8 der Serie, über die Macher und über die Sprecher. Darüber hinaus gibt es jeweils Zusatzinformationen, so etwa über die Raumstation Porta Stellaris und die drei Besatzungsmitglieder Usko Koskinen, William Xuma – sie liegen einander in den Haaren – und Ludmilla Wolska.

_Unterm Strich_

Diese spannende und dramatische Doppelfolge führt den Hörer hinaus an den Rand unseres Sonnensystems, zu den Monden des Planeten Uranus. Nach dem tragischen Scheitern der Expedition Commander Scotts folgt nun die spannende Schutz- und Rettungsmission, die ebenfalls zu scheitern droht; durch Asteroidentrümmer, durch Systemausfall, den Verlust eines Besatzungsmitglieds und vieles mehr. Brandis tappt den gegnerischen Asiaten nichtsahnend in die Falle. Doch sie kennen eben Mark Brandis nicht! Und so findet dieser Flug doch noch ein halbwegs zufriedenstellendes Ende, auch wenn der Schluss eine recht unerwartete Wendung nimmt.

|Das Hörspiel|

„Mark Brandis“ ist als Hörspiel professionell inszeniert, spannend, stellenweise actionreich und mitunter sogar bewegend. Im ersten Teil werden die Parallelen zu Scott anno 1912 durch die Tagebuchauszüge überdeutlich hervorgehoben. Scotts Ehrgeiz erscheint wie jener seines Namensvetters als überheblich und vermessen. Die Strafe, die die Götter für solche Hybris vorgesehen haben, zahlen aber zunächst Scotts Männer. Mark Brandis ist aber nicht der strahlende Retter, sondern muss selbst einen Preis zahlen.

Dieses Drama ist beruhigend weit entfernt von Kinderkram und rückt die Serie in die Nähe der POE-Hörspiele, die mir fast durchweg gut gefallen. In zehn Jahren wird man diese Serie als Vorbild für eine gelungene SF-Serie aus deutschen Landen auf gleicher Höhe mit „Perry Rhodan“ setzen. Und die Sammler werden sich die Finger danach lecken.

Gut finde ich, dass |Folgenreich| und |Universal Music| jetzt den Vertrieb übernommen haben. Dadurch ist der Fortbestand der Serie wohl gesichert. Und nun kann man sich mit Frank Glaubrecht (bekannt als „John Sinclair“) und Simon Jäger auch namhafte Synchronsprecher leisten, die ein wenig(?) mehr kosten als die bisher eingesetzten. Das kommt dem Wiedererkennungs- und Unterhaltungswert der Serie nur zugute.

|Hinweis|

Der Titel der Fortsetzung lautet „Raumsonde Epsilon“.

|70 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3829123167|
http://www.folgenreich.de/markbrandis
http://www.interplanar.de
http://www.markbrandis.de
http://www.universal-music.de/musik/hoerbuch/

Michalewsky, Nikolai von / Redeker, Jochim-C. / Weymarn, Balthasar von – Mark Brandis: Vorstoß zum Uranus, Teil 1 (Hörspiel, Folge 7)

_Friss Staub, Amigo! – Tod auf Titania_

Das Jahr 2125: Die Strategische Raumflotte schickt Commander Ernest D. Scott und eine vierköpfige Crew mit einer |Delta IX| als erste bemannte Mission zum Uranusmond Oberon. Scotts Ehrgeiz, auch noch Mark Brandis‘ Geschwindigkeitsrekord brechen zu wollen, wird der Expedition zum Verhängnis: Es kommt zu einer Bruchlandung auf dem Nachbarmond Titania.

Die Besatzung überlebt zwar, doch niemand weiß, dass die |Delta IX| auf dem falschen Uranusmond gelandet ist, und früher oder später lebenserhaltende Geräte ausfallen werden. Zwei Crewmitglieder müssen 20 Kilometer hinauf zum Canyonrand klettern, um einen Sender aufzustellen – ein riskanter Auftrag … (Verlagsinfo)

_Der Autor_

Nikolai von Michalewsky (1931-2000) war bereits Kaffeepflanzer, Industriepolizist, Taucher und Journalist gewesen, als sein erster Roman 1958 veröffentlicht wurde. Am bekanntesten wurde er ab 1970 mit den Mark-Brandis-Büchern, der bis heute (nach Perry Rhodan) mit 31 Bänden erfolgreichsten deutschsprachigen SF-Reihe.

Seine konsequente Vorgehensweise, Probleme der Gegenwart im Kontext der Zukunft zu behandeln, trug Michalewskys Serie eine treue Leserschaft und hohe Auflagenzahlen ein. Seine besondere Zuneigung galt besonders dem Hörspiel. Er gehörte zu den meistbeschäftigten Kriminalhörspiel- und Schulfunkautoren Deutschlands. (Verlagsinfo)

|Mark Brandis| auf |Buchwurm.info|:

Folge 1: [„Bordbuch Delta VII“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4995
Folge 2: [„Verrat auf der Venus“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5013
Folge 3: [„Unternehmen Delphin“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5524
Folge 4: [„Aufstand der Roboter“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5986
Folge 5: [„Testakte Kolibri 1“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5984
Folge 6: [„Testakte Kolibri 2“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5985

_Die Inszenierung_

Die Macher und Regisseure sind Interplanar.de:
Joachim-C. Redeker: Sounddesign und Musik
Redeker und Balthasar von Weymarn: Produktion, Regie und Schnitt

Jochim-C. Redeker, geboren 1970, lebt seit 1992 in Hannover. Gelernt hat er das Produzieren in der SAE Frankfurt, seither arbeitet er als Tonmeister für Antenne Niedersachsen. An zwei Virtual-Reality-Projekten hat er als Sounddesigner gearbeitet. Er gibt Audio- und Hörspielseminare und arbeitet als Werbetexter und Werbesprecher für zahlreiche Unternehmen sowie für Kino- und Radiowerbung. Musikalisch betreut er neben seinen eigenen Projekten auch Jingle- und Imageproduktionen. Bereits 1988 brachte ihm eine frühe Hörspielarbeit mit Balthasar den Sonderpreis der Jury für akustische Qualität beim Maxell-Momentaufnahmen-Wettbewerb ein.

Balthasar von Weymarn, geboren 1968, lebt seit 2006 im Taunus bei Frankfurt. Ausgebildeter Dramaturg und Filmproduzent (Filmstudium Hamburg); arbeitet auch als Skriptdoktor, -autor und Ghostwriter für Unternehmen wie Bavaria Film, Odeon Pictures, Tandem Communications, Storyline Entertainment u. a.

Das Hörspielmanuskript schrieb Balthasar v. Weymarn nach dem gleichnamigen Roman von Nikolai von Michalewsky. Die Aufnahmeleitung lag in den Händen von Thomas Weichler.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Cmdr. Ernst D. Scott: Frank Glaubrecht (Pierce Brosnan, Kevin Costner, Al Pacino)
Cpt. Peter Gottwald: Mark Bremer
Bordcomputer: Anke Reitzenstein (Ashley Judd, Angela Bassett, Linda Fiorentino, Whitney Houston)
Major Frederick Young: Erich Räuker (Liam Cunningham, Elias Koteas)
Lt. Winston McIntosh: Sven Hasper (Christian Slater, Michael J. Fox)
Lt. Bill Maddox: Tobias Kluckert (Seth Rogen, Gerard Butler, Tyrese Gibson)
Adjutantin: Anja Henkelmann
Tschou Lin: Oliver Siebeck (‚Vegeta‘, Christopher B. Duncan)
Oberst Lao Wu: Stefan Gossler (Jackie Chan)
Sgt. Domenico Sini: Simon Jäger (Josh Hartnett, Heath Ledger)
Michael Lott spricht: Commander Mark Brandis

_Hintergrund_

|Die Venus-Kolonie|

Die Chinesen errichteten auf dem Mars die erste Kolonie, deshalb wollte die westliche Union lieber die Venus besiedeln. Erst mit der Entdeckung einer chemischen Konstante Mitte des 21. Jahrhunderts gelang ein Durchbruch, und seither macht die Zersetzung von Schwefelsäure und Kohlendioxid in der Venus-Atmosphäre Fortschritte, wird aber erst Ende des 22. Jahrhundert abgeschlossen sein. Aufgrund der hohen Oberflächentemperatur von zunächst 450 °C und der langen Venustage (1 Tag entspricht 5832 Stunden) war und ist eine Besiedlung nur in Polnähe möglich. Bis 2095 wurde eine Strafkolonie unterhalten. Ein Schirm wurde errichtet, Forscher und Zivilisten folgten. Bodenwärme wurde in Energie umgewandelt, und die Venuskolonie prosperiert. (Verlagsinfo, abgewandelt)

|VEGA|

Die Strategische Raumflotte (SR) lagerte 2106 ihre Entwicklungsabteilung auf die Venus aus. Die zuständige Agentur ist die VEGA, kurz für Venus-Erde-Gesellschaft für Astronautik, mit immerhin 8000 Mitarbeitern. Direktor der VEGA ist seit 2122 der ehemalige Major (SR) und Commander (VEGA) John Harris. Die Routen der Testflüge für die Neuentwicklungen sind streng geheim, da die Prototypen als begehrte Beute sowohl für die Vereinigten Orientalischen Republiken (VOR) und die Europäisch-Amerikanisch-Afrikanische Union (EAAU), aber auch für Raumpiraten gelten. Offiziell gilt die VEGA als neutral, aber ihre Auftraggeber waren bislang immer die SR und die Raumfahrtbehörde der Union.

_Handlung_

Die |Delta IX| ist schneller als die alte |Delta VII|, mit der Mark Brandis einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte. Commander Ernst D. Scott gedenkt, diesen Rekord zu brechen – als Revanche dafür, dass ihm Brandis seinerzeit bei Ruth O’Hara zuvorkam, die seinen Rivalen heiratete. Als er nun die Expedition zum Planeten Uranus leitet, um dessen Monde auf Rohstoffe zu untersuchen, gibt Scott ordentlich Gas. Ein weiterer Grund ist der, dass das Hauptquartier der Sternenflotte mögliche asiatische Konkurrenz gemeldet hat. Der will Scott zuvorkommen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Der Alarm schrillt – Fehlfunktion! Die Astronauten erwachen aus dem Kälteschlaf der Stasis. Jetzt kommt auch noch ein Systemausfall hinzu. Die Sicherungskopien werden geladen, aber das braucht kostbare Minuten, die ihnen nun die Kurskorrektur vermasseln. Sie werden den Mond Pberon verfehlen und stattdessen in die Gashülle des Uranus selbst stürzen – auf Nimmerwiedersehen! Damit jemand über ihr Schicksal erfährt, setzen sie eine Boje aus. Maddox behält die Nerven und gibt einen alternativen Kurs ein: auf den Mond Titania.

Doch der neu gestartete Computer fällt erneut aus, und sie müssen die |Delta IX| mit Handsteuerung runterbringen: Eine Bruchlandung ist unvermeidlich. Doch am besten nicht auf dem harten Gestein der Plateaus, sondern im weichen Staub am Grunde des riesigen Canyons, der sich 1500 Kilometer über die Oberfläche des Mondes zieht, 20 Kilometer tief und 60 Kilometer breit. Die Landung ist hart, und schließlich kracht der Flieger auf einen riesigen Felsklotz am Grunde der Schlucht.

Ein Start ist unmöglich, das Beiboot hoffnungslos verkeilt. Kein Funkempfang. Das bedeutet, dass niemand sie finden wird, weil man sie daheim auf Oberon vermutet. Also muss man einen Sender oben auf die Klippenkante der Schlucht stellen. Jemand muss 20 Kilometer hochklettern und den Sender ausrichten und aktivieren. Maddox und McIntosh melden sich freiwillig und schleppen den Sender in die Höhe, der aber wegen der geringen Schwerkraft nur wenig wiegt.

Doch dann dreht der Ingenieur Sini durch und rast mit dem freigemachten Dinghi in die Canyonwand. Diese Möglichkeit fällt also auch aus. Commander Scott trägt es mit Fassung und hört sich den Expeditionsbericht seines Beinahe-Namensvetters Robert Falcon Scott an, der 1912 den Wettlauf zum Südpol verlor und auf dem Rückweg ums Leben kam. Er ahnt nicht, dass die Chinesen der VOR-Republiken ein Störfeld um das Uranus-System aufgebaut haben. Sie wollen die |Delta IX| für sich haben, um den technischen Vorsprung der Union zu brechen …

_Mein Eindruck_

Die Parallelen zur historischen Südpoltragödie von 1912 sind in der Tat unübersehbar. Das fängt mit dem Ehrgeiz des Heißsporns Scott an, geht mit der Namensähnlichkeit zu Sir Ernest D. Shackleton weiter und hört mit dem fatalen Schicksal der beiden Kletterer Maddox und McIntosh nicht auf. Dass die beiden eine 20 Kilometer hohe Wand erklettern, ist in der Sciencefiction so ungewöhnlich nicht. In seiner packenden Novelle „Grüner Mars“ hat Kim Stanley Robinson, selbst ein passionierter Kletterer, die Erstbesteigung des Mons Olympus auf dem Mars geschildert, und der ist 25 Kilometer hoch – der höchste Berg des gesamten Sonnensystems.

Doch das tragische Schicksal von Maddox und McIntosh erinnert fatal an das von Robert Falcon Scott und seinen Männern. Einer nach dem anderen starben sie, durch Entkräftung oder Unterkühlung, meist friedlich – oder sie verschwanden einfach im Schneesturm. Maddox und McIntosh haben jedoch andere Probleme: Ihren Raumanzügen geht einfach die Energie aus, so dass die Heizung ausfällt, und der Proviant reicht nicht. Sie können sich ja schlecht zehn Kilometer in die Tiefe fallen lassen, damit’s schneller geht, denkt Maddox. Doch er erwacht eines Morgens, und McIntosh ist verschwunden.

Diese Folge der Reihe besticht sowohl durch die Notsituation an Bord der |Delta IX| als auch durch den beklemmenden Verlauf der Katastrophe, die sich auf Titania anbahnt. Leider ist dies alles nicht so wahnsinnig spannend, sondern vielmehr bewegend. Von Action kann keine Rede sein. Auch die eingeschobenen Szenen in den Kreisen der chinesischen Führung dienen mehr dazu, die Beklemmung zu erhöhen als die Spannung. Denn das entscheidende Manko besteht darin, dass die Chinesen nie persönlich auftauchen. Das wird der Fortsetzung vorbehalten sein.

_Mein Eindruck: Die Inszenierung_

|Geräusche|

Die Geräuschkulisse erstaunt den Hörer mit einer Vielzahl mehr oder weniger futuristischer Töne, so etwa die Triebwerke der |Delta IX| oder das Öffnen und Schließen ihrer Luken und Schleuse. Doch wenn man ein Fan von SF-Fernsehserien ist, dann dürfte einen dies nicht gerade umhauen, sondern eher ganz normal vorkommen. Vor allem das Dröhnen, Zischen und Jaulen von Düsen ist regelmäßig zu hören, was ja auch naheliegt. Die Notlandung ist natürlich entsprechend dramatisch inszeniert, mit Krachen und Donnern.

Ungewöhnlich sind eher Sounds, die Verzerrungen im Funksprechverkehr simulieren – das lässt aufhorchen. Hier haben die Macher dazugelernt. Der gute Sound trägt dazu bei, den Hörer direkt ins Geschehen hineinzuversetzen, und das kann man von den wenigsten SF-Fernsehserien behaupten. Die meisten SF-Serien wie etwa „Classic Star Trek“ oder „Raumpatrouille Orion“ sind viel zu alt für solchen Sound, und „Babylon 5“ oder „Andromeda“ klingen zwar toll, spielen aber in abgelegenen Raumgegenden, wo irdische Ereignisse kaum eine Rolle spielen. Dadurch hebt sich „Mark Brandis“ im Hörspiel bemerkenswert von solchen TV-Produktionen ab, von SF-Hörspielen ganz zu schweigen. Nur |Lübbe|s „Perry Rhodan“ kann in dieser Liga mitspielen. Auch das Design von verzerrten Meldungen per Funk ist ähnlich professionell gehandhabt. Ein Satz kann mittendrin seine Klangcharakteristik ändern – faszinierend.

|Die Sprecher|

Die Dialoge belegen die Verhaltensweisen von Erwachsenen statt von Jugendlichen. Man nimmt den Figuren jetzt ab, dass sie über das Schicksal von Menschen zu entscheiden in der Lage sind. Die Ernsthaftigkeit von „Raumpatrouille Orion“ ist mit der schnellen Handlung von „Perry Rhodan“ bestens kombiniert. Frank Glaubrecht spielt den kühlen Ehrgeizling, der genauso gut über Leichen gehen könnte, wenn es nur seinem Nachruhm dient.

Allerdings tritt seine Rolle im letzten Drittel dieser Folge hinter dem Schicksal von Maddox und McIntosh zurück, die dadurch zu den eigentlichen Helden werden. Dass der Ingenieur Sini, gesprochen von Simon Jäger, durchdreht, erscheint nur als kleines Ablenkungsmanöver. Aber es ruft in Erinnerung, dass sich auch an Bord der |Delta IX| ein Drama des Überlebens abspielt und es eine Konfrontation gibt.

|Musik|

Ja, es gibt durchaus Musik in diesem rasant inszenierten Hörspiel. Neben dem Dialog und den zahllosen Sounds bleibt auf der Tonspur auch ein wenig Platz für Musik. Sie ist wie zu erwarten recht dynamisch und flott, aber nicht zu militärisch – ganz besonders im Outro und in den Intermezzi. Letztere haben die Aufgabe, die längeren Szenen voneinander abzutrennen und eine Emotion zu vermitteln, z. B. Beklemmung.

Dies wechselt sich ab mit dem idyllischen Vogelgezwitscher und chinesischen Lautenklängen in den eingeschobenen Szenen, in denen ein intriganter VOR-Führer mit einem Oberst seiner Raumflotte die weiteren Pläne gegen die Konkurrenz von der Union bespricht. Der Kontrast zwischen Idylle in China und dem Überlebenskampf auf Titania könnte nicht größer sein. Klar wird die Absicht der Macher deutlich, die Folgen politischer und militärischer Entscheidungen auf das Schicksal des Einzelnen zu veranschaulichen – und die Skrupellosigkeit der Politiker zu verdammen.

|Das Booklet|

Das Booklet bietet einen Überblick über die bereits erschienenen Folgen 1-8 der Serie, über die Macher und über die Sprecher. Darüber hinaus gibt es jeweils Zusatzinformationen, so etwa über den ungewöhnlichen Planeten Uranus, dessen Achse um 90° Grad geneigt ist, sowie über die Begriffe „Dunkle Materie“ (hypothetisch), „Pulsar“ (ein Neutronenstern), „Triangulation“ (Vermessungsmethode) und die militärische Raumstation der VOR-Republiken Zhongli Quan.

_Unterm Strich_

Diese spannende und dramatische Doppelfolge führt den Hörer hinaus an den Rand unseres Sonnensystems, zu den Monden des Planeten Uranus. Auf diesen soll Commander Scott Erzvorkommen erkunde, doch natürlich soll dort auch die Flagge der Union wehen. Und Scott hat zudem den Ehrgeiz, den Geschwindigkeitsrekord von Mark Brandis zu brechen.

Es ist eigentlich kein Wunder, dass die Mischung all dieser Ziele zur Katastrophe führt: Die |Delta IX|, das schnellste Schiff der Union, legt eine saubere Bruchlandung hin und Scott droht, das gleiche Schicksal wie sein Namensvetter 1912 am Südpol zu erleiden. Die Chinesen von den VOR-Republiken (siehe „Hintergrund“) reiben sich die Hände, denn nun liegt die fette Beute hilflos am Grunde eines Canyons, reif zum Pflücken. Doch da meldet sich Mark Brandis im Äther, denn er leitet eine Rettungsaktion der Union. Aber wo ist die vermaledeite |Delta IX|?

Der dramaturgische Spannungsbogen vollführt wie so oft in Dramen eine V-Kurve: Die Ereignisse werden zusammen mit den Emotionen immer finsterer, die Hoffnung schlägt schließlich in Verzweiflung um, und es kommt zu Kurzschlussaktionen, die auch in Gewalt umschlagen. Der aufsteigende Teil der V-Kurve muss in der Fortsetzung beschrieben werden. Auf diese wartet der Hörer daher bereits ungeduldig.

|Das Hörspiel|

„Mark Brandis“ ist als Hörspiel professionell inszeniert, spannend, stellenweise actionreich und mitunter sogar bewegend. Die Parallelen zu Scott anno 1912 werden durch die Tagebuchauszüge überdeutlich hervorgehoben. Scotts Ehrgeiz erscheint wie jener seines Namensvetters als überheblich und vermessen. Die Strafe, die die Götter für solche Hybris vorgesehen haben, zahlen aber zunächst Scotts Männer.

Dieses Drama ist beruhigend weit entfernt von Kinderkram und rückt die Serie in die Nähe der POE-Hörspiele, die mir fast durchweg gut gefallen. In zehn Jahren wird man diese Serie als Vorbild für eine gelungene SF-Serie aus deutschen Landen auf gleicher Höhe mit „Perry Rhodan“ setzen. Und die Sammler werden sich die Finger danach lecken.

Gut finde ich, dass |Folgenreich| und |Universal Music| jetzt den Vertrieb übernommen haben. Dadurch ist der Fortbestand der Serie wohl gesichert. Und nun kann man sich mit Frank Glaubrecht (bekannt als „John Sinclair“; Stimme von Pierce Brosnan, Kevin Costner und Al Pacino) und Simon Jäger (Stimme von Josh Hartnett und Heath Ledger) auch namhafte Synchronsprecher leisten, die ein wenig(?) mehr kosten als die bisher eingesetzten. Das kommt dem Wiedererkennungs- und Unterhaltungswert der Serie nur zugute.

|59 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-8291-2315-0|
http://www.folgenreich.de/markbrandis
http://www.interplanar.de
http://www.markbrandis.de
http://www.universal-music.de/musik/hoerbuch/

Mark Brandis – Planet-Aktion Z. (Folge 30)


Das Ende eines Tzigan-Helden

2136: Ein Notruf hat den Raumnotrettungskreuzer „Florence Nightingale“ zur „Barrakuda“ geführt. Im leeren Luxuskreuzer entdeckt Vormann Grischa Romen Spuren eines Verbrechens, das er sich nicht erklären kann. Als er zur Erde zurückkehrt, stellt er fest, dass sich das politische Klima der Union inzwischen verändert hat. Bereits ausgerottet geglaubte Fremdenfeindlichkeit ist wieder aufgeflackert, und bald muss der stolze Tzigan um sein Leben fürchten… (Verlagsinfo)
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Mark Brandis – Die Zeitspule (Teil 2, Folge 29)

Showdown in der Antarktis

2136: Die Hungersnot ist noch nicht gebannt. Mit strengen Rationierungen versucht die zentralregierung der Union, die Situation unter Kontrolle zu behalten. Die Raumnotretter sind mangels Ressourcen handlungsunfähig. Mark Brandis ist seinem ehemaligen Vorgesetzten John Harris auf die Venuskolonie gefolgt. Doch dann bringt ein skrupelloser Entführer Brandis in seine Gewalt und schickt ihn auf die Jagd nach einem Schatten aus der Vergangenheit…

(Teil 2) Das zweite Artefakt des IKARUS ist nicht weniger gefährlich als das erste. Mark Brandis versucht, die Initiative zurückzugewinnen, während er gleichzeitig um das Leben seiner Frau Ruth fürchten muss. Als er und Iwan Stroganow zu Fuß ausbrechen, um eine Versuchsanlage im antarktischen Eis zu finden, geraten sie zwischen die Fronten einer erbittert geführten Auseinandersetzung… (Verlagsinfo)
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Mark Brandis – Die Zeitspule (Teil 1, Folge 28)

Raumnotretter Brandis in Not

2136: Die Hungersnot ist noch nicht gebannt. Mit strengen Rationierungen versucht die Zentral-Regierung der Union, die Situation unter Kontrolle zu behalten. Die Raumnotretter sind mangels Ressourcen handlungsunfähig. Mark Brandis ist seinem ehemaligen Vorgesetzten John Harris auf die Venuskolonie gefolgt. Doch dann bringt ein skrupelloser Entführer Brandis in seine Gewalt und schickt ihn auf die Jagd nach einem Schatten aus der Vergangenheit… (Verlagsinfo)
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Mark Brandis – Raumkadett: Der Fall Rublew (Folge 12)

Die Handlung:

Die Ausbildung an der Astronautenschule ist abgeschlossen, die Kadetten werden jedoch unter der Aufsicht von Prof. Westhoff für Einzeleinsätze bereitgehalten. Eine Eskorte für die Außenministerin aus Peking verläuft anders als geplant und sichert den bevorstehenden Friedensschluss zwischen Union und Republiken. Die beiden Piloten Mark Brandis und Rob Monnier werden offiziell geehrt, und Mark bekommt die Chance seines Lebens — ein eigenes Kommando … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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Mark Brandis – Raumkadett: Das Jupiter-Risiko (Folge 11)

Die Handlung:

Vor den Abschlussprüfungen müssen die Kadetten der Astronautenschule Praxiserfahrung im Raumfahreralltag gewinnen. Mark Brandis, der davon träumt, später Alec Delaneys Erster Offizier zu sein, wird als Praktikant die nächste Reise des Forschungsschiffes ANAT begleiten. Unter Commander Brandt soll die ANAT die Atmosphäre des Planeten Jupiter erforschen. Doch als Brandt kurz vor dem Start verhaftet wird, ändert sich die Kommandostruktur: die ehrgeizige Patricia Simmons will um jeden Preis den Erfolg der Mission. Und Mark steht vor einer schweren Entscheidung … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Praktikant Brandis im Weltall … das könnte spannend werden. Und der Klappentext deutet auch nicht darauf hin, dass es am Ende doch wieder um politische Verwicklungen auf der Erde geht, sondern eher ein Egotrip im Forschungsraumer auf uns wartet.

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Mark Brandis – Raumkadett: Zwischen den Fronten (Folge 10)

Die Handlung:

Gerüchte um eine geplante Eroberung der Republikenkolonie auf dem Mars verdichten sich. Mark Brandis, Alec Delaney, Annika Melnikova und Rob Monnier sind seit Monaten auf Einsätzen in den Krisen- und Kriegsgebieten. Während einer Pause erfahren die Freunde, dass ihr Ausbilder Lt. Eckmann, der bereits seit Monaten ungewöhnlich reizbar und verschlossen gewirkt hatte, spurlos verschwunden ist. Er wird wegen Fahnenflucht gesucht und soll vors Kriegsgericht gestellt werden. Sie fassen den Plan, Eckmann zu suchen und vor einer Dummheit zu bewahren … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Eckmann sucht seine Ex und gerät an böse Chinesen, Mark fliegt hinterher und gerät auch an böse Chinesen. Das fasst die komplette Folge zusammen, die man so oft wieder hören möchte, wie man sich Folge X von Daily Soap Y von letztem Dienstag noch mal anschauen mag.

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Mark Brandis – Raumkadett: Endstation Pallas (Folge 9)

Die Handlung:

Mark Brandis und Rodrigo Rojas sind zum Dienst auf einer verlassenen Raumstation im Inneren des Asteroiden Pallas abgestellt. Als beide sich bereits an die langweilige Routine gewöhnt haben, lässt ein vermeintlicher Republikenangriff auf die afrikanische Stadt Nairobi und JUSTITIA bei Mark alle Alarmglocken läuten. Sind Attentäter vielleicht schon unterwegs, um ihn als Augenzeugen des Mordes an Präsident Bähler zu beseitigen? Den beiden Raumkadetten bleibt nur wenig Zeit, um sich auf alle Möglichkeiten vorzubereiten … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Da war doch was … stimmt … Mark schwebt ja eigentlich in Lebensgefahr, weil er Augenzeuge eines Mordes war … das hatte ich schon (fast) wieder vergessen. Dann hören wir doch mal, was die Häscher so unternehmen, um ihn auszulöschen … oder ob Mark unter Verfolgungswahn leidet.

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Mark Brandis – Raumkadett: Mondschatten (Folge 8)

Die Handlung:

In der Astronautenschule gehen Gerüchte um: Die Gruppe, in der Mark Brandis und seine Freunde ausgebildet werden, soll gegen Jungkadetten antreten, die die Raumflotte heimlich trainiert hat. Als Ort der Übungsmanöver wurde der Mond ausgewählt. Doch kaum sind sie dort eingetroffen und auf sich allein gestellt, kommt alles anders. Und es hilft Mark Brandis nicht, dass er ausgerechnet jetzt Nina wieder begegnet. Der Frau, die ihm vor Jahren das Herz gebrochen hat … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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Mark Brandis – Raumkadett: Laurin (Folge 7)

Die Handlung:

Mark Brandis und seine Freunde an der Astronautenschule werden nach der Fähnrichsprüfung zu einem ersten Einsatz geschickt. Sie sollen in Begleitjägern einen Lebensmitteltransporter zum Kaspisee in die Stadt Baku eskortieren, die wegen eines Disputs zwischen Union und Republiken nur aus der Luft versorgt werden kann. Was als Routinemission beginnt, stellt sich jedoch als gefährliches Abenteuer heraus. Wer unter Laurins Schirm gerät, soll nie mehr zurückkehren … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Acht Monate ist es her, dass der Hörer etwas vom jungen Mark Brandis gehört hat. Inzwischen ist die Ursprungsserie zu Ende verhörspielt worden und der Junior bleibt allein in der Raumakademie zurück, um uns zu bespaßen. Das wird er auch hoffentlich tun, denn nach der letzten Doppelfolge blieb der Hörer etwas geknickt vor dem Lautsprecher zurück.

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Mark Brandis – Der Pandora-Zwischenfall (Folge 32)

Die Handlung:

2137: Auf dem Jupitermond Kallisto haben Republiken und Union gemeinsam einen langlebigen und hochintelligenten Kunstmenschentyp entwickelt. Zwei Dutzend dieser »Astraliden« bereiten sich auf eine Expedition hinaus aus unserem Sonnensystem zu fernen Planeten vor. Als es zu Todesfällen in der Station Pandora auf Kallisto kommt, droht das Projekt zu scheitern. Mark Brandis soll nun die Leiterin der Station ablösen. Er überredet seine Frau Ruth O’Hara, Dr. Levy und seinen alten Gefährten Iwan Stroganow, ihn zu begleiten. Doch dann wird Pandora angegriffen … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Das ist es nun, das letzte Hör-Abenteuer des Raumnotretters … und irgendwo schön, dass es genau in dem Jahr erscheint, in dem die „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ ihr 150-Jähriges feiert. Was erwartet den ungespoilerten Brandis-Hörspielfreund, der die Romanvorlagen nicht kennt? Wird der Autor dafür sorgen, dass es nie wieder eine Fortsetzung geben kann? Gibts einen runden und für den Dauerhörer versöhnlichen Abschluss der Serie oder reißt es mittendrin einfach ab?

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Mark Brandis – Raumkadett: Woran du glaubst … (Folge 6)

Die Handlung:

Eigentlich hatte es ein Urlaub werden sollen, doch alles kam anders! Wegen eines Datendiebstahls sitzt der junge Mark Brandis in Ostafrika im Gefängnis. Unheil braut sich über ihm zusammen. Seinen Freunden Alec, Annika und Rob läuft die Zeit davon. Ein Unbekannter behauptet, von der Botschaft geschickt zu sein, und bietet ihnen an, Annika und Rob in Sicherheit bringen zu lassen. Außerdem will er Alec helfen, Mark zu befreien. Aber können sie ihm trauen? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

So, wir erinnern uns … eigentlich sind wir mit Mark zusammen in Afrika, um seinen verschollen geglaubten Vater zu finden. Davon wissen seine Freunde noch nix, denn die glauben, es ist wirklich nur ein Urlaub in Afrika. Nun ists aber anders gekommen, als es sicher einige Hörer gedacht haben und vor allem auch, als Mark gehofft hatte. Denn jetzt sitzt er selber fest. Kommt er da wohl raus? Finden seine Freunde irgendwann mal raus, dass er sie belogen hat? Und vor allem: Findet er seinen Vater oder wenigstens heraus, was wirklich mit ihm in Afrika passiert ist? Was hat der Titel, der vom martialischen BRANDIS-Motto „Woran du glaubst, dafür sollst du leben und sterben!“ stammt, mit allem zu tun? Und warum steht der Typ, der uns den ganzen Umweg in der letzten Folge eingebrockt hat, nicht mal mehr auf der Sprecherliste? Fragen, die sich der Hörer schon zu Anfang stellt und deren Beantwortung auch ich vor dem Start entgegenfieberte. Na ja, ganz so dramatisch wars nicht … aber gespannt war ich schon, keine Frage.

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Mark Brandis: Geheimsache Wetterhahn (Folge 31)

Die Handlung:

2136: Nach dem Tod von Präsident Hastings muss sich sein Nachfolger in einer allgemeinen Wahl General a.D. Dreyer stellen. Dreyer hatte gefordert, dass die Raumflotte alle Ressourcen der Suche nach Nahrungsquellen für die hungernde Union unterordnen solle, und war entlassen worden. Seitdem genießt er großes Ansehen als Politiker. Mark Brandis macht sich unterdessen auf den Weg nach Ozeanien: Das neue Schiff der Raumnotretter, die MARTIN LUTHER KING, ist plötzlich verstummt und über neutralem Boden abgestürzt … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wetterhähne kenne ich auch noch … das sind diese platten Metallhähne, die auf einer Windrose sitzend, oben auf alten Bauernhäusern stecken und die Windrichtung anzeigen. Wer sich in dieser Folge wohl mit dem Wind dreht und warum der Wetterhahn hier gar zur Geheimsache erklärt wird?

Zuerst gibts aber noch mal ein langes „Was bisher geschah“ … für alle, die vergessen hatten, dass die Erde unter einer Staubwolke zu leiden hat, die die Sonne verdunkelt. Extrem spannend hätte ichs gefunden, wenn wir von der Technik, die auf dem hinabgestürzten Wanderplaneten „Ikarus“ gefunden wurde, mehr erfahren hätten … oder gar der Frage nachgehen würden, wer die Erbauer waren. Leider gibts darüber hier wohl nichts zu hören … stattdessen gibts wieder mal viel Politik, denn es sind Präsidentschaftswahlen und wir hören zusammen mit Vormann Brandis die üblichen, publikumswirksamen Versprechungen des Herausforderers, der dem Volk hier frische Nahrung verspricht.

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Mark Brandis – Raumkadett: Der Aladin-Schachzug (Folge 5)

Die Handlung:

Erste Semesterferien! Für das zweite Jahr an der Astronautenschule zeichnen sich Umbrüche ab. Der junge Mark Brandis überredet seine Freunde, zur Ablenkung auf Abenteuerreise nach Afrika zu gehen. Doch Mark sagt Alec, Annika und Robert nicht die ganze Wahrheit. Er will seinen Vater suchen. Marks Problem: er weiß nur, dass Peter Brandis in den Wirren der Einigungskriege in Ostafrika verschollen sein soll. Und der einzige Anhaltspunkt, den er hat, ist ein Tipp von Captain Nelson … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Das dies der erste Teil eines Zweiteilers ist, das weiß man, wenn man die Homepage des Produzenten besucht hat oder in einschlägigen Foren unterwegs oder Fan der Brandis-Facebookseiten ist oder wenn man auf die Rückseite der Hülle schaut. Da steht in einem kleinen Kästchen, dass die Story in Folge 6 forgesetzt wird. Ich gebs zu, ich habs übersehen und mich erst sehr gewundert.

Dass es diesmal (wieder) nicht ins All geht, das kann ich gut nachvollziehen. Mark stammt nicht aus einer reichen Familie, deren Mitglieder sich in der Freizeit mit ihren Raumjachten im Weltraum die Zeit vertreiben. Außerdem gehts um so was im Universum dieser Serie eh nicht. Auch steht hier etwas viel Dringlicheres auf Marks Plan und so folgen wir ihm und seinen Freunden nach Afrika … nachdem er sie geschickt dafür begeistern konnte, ohne ihnen die Wahrheit zu erzählen.

Mark Brandis – Raumkadett: Der Aladin-Schachzug (Folge 5) weiterlesen

Mark Brandis: Planetaktion Z (Folge 30)

Die Handlung:

2136: Ein Notruf hat den Raumnotrettungskreuzer »Florence Nightingale« zur »Barrakuda« geführt. Im leeren Luxuskreuzer entdeckt Vormann Grischa Romen Spuren eines Verbrechens, das er sich nicht erklären kann. Als er zur Erde zurückkehrt, stellt er fest, dass sich das politische Klima der Union inzwischen verändert hat. Bereits ausgerottet geglaubte Fremdenfeindlichkeit ist wieder aufgeflackert, und bald muss der stolze Tzigan um sein Leben fürchten … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wenn ich Buch-, Film- oder sonstige Titel mit einem „Z“ drin sehe, rolle ich eigentlich direkt mit den Augen, weil mir die ganze Zombie-Sache relativ am Allerwertesten vorbeigeht. Zombies waren in den 1980ern cool, jetzt brauch ich sie nicht mehr. Und da MARK BRANDIS auch aus dem Zeitraum stammt und jetzt das „Z“ so populär ist, schwante mir Böses. Aber, der Klappentext besänftigt ja schon wieder. Es geht um Fremdenfeindlichkeit … was aber auch nicht besser ist als Zombies. Im Gegensatz zu Zombies ist Fremdenfeindlichkeit leider auch keine Modeerscheinung und grad derzeit überall auf der Welt viel zu aktuell.

Und wie stehts mit Toleranz im Jahr 2136? Nicht gut, wenn man dem Autor der Romanvorlage des Hörspiels glauben möchte, denn der nutzt die eigentliche Sci-Fi-Serie mal wieder für einen erhobenen Zeigefinger und reichlich Sozialkritik.

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Mark Brandis – Raumkadett: Hinter den Linien (Folge 4)

Die Handlung:

Zwischen der neugegründeten Union und den asiatischen Republiken herrscht Kalter Krieg. Der junge Mark Brandis bekommt die Gelegenheit, bei einem Grenzpatrouillenflug dabei zu sein. Alba Bravo, die Pilotin des Zweimannjägers, ist schnell und furchtlos. Als sie verfolgt werden, glaubt Mark noch, alles sei unter Kontrolle. Doch plötzlich versagen die Systeme, und die beiden müssen abspringen 50 Kilometer hinter der Grenze … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wenn ich mir den Klappentext so anschaue, dann haben wir es schon wieder nicht mit einem RAUMabenteuer des RAUMkadetten zu tun, sondern um eine Folge aus dem LANDSER-Universum … in dem bekanntlich ständig Krieg herrscht.

Dass die neue Serie so eng an der Alten angelehnt ist, gefällt mir nicht so sehr. Die ganze sozialkritische Waffenrasselei hatten wir in der Stammserie schon genug gehört. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Mark sich von all dem entfernt und Abenteuer im Weltraum erlebt. Offenbar decken sich meinen Erwartungen nicht mit dem, was die Macher vom RAUMKADETT mit der Serie vorhaben, schade.

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Mark Brandis – Raumkadett: Tatort Astronautenschule (Folge 3)

Die Handlung:

Der Direktor der VEGA-Astronautenschule ist tot aufgefunden worden – und die Aufregung unter den Kadetten ist groß. Während Ermittler nach dem Täter suchen und der geplante Besuch des Außenministers Samuel Hirschmann offiziell abgesagt wird, werden Mark, Alec, Annika und Rob Zeugen eines konspirativen Treffens: sollte der Schuldirektor vor seinem Tod auf eine Verschwörung gestoßen sein? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wenn ich mir den Klappentext so durchlese, frage ich mich, wie da der Zusatz „Raum“ … wie in WeltRAUM … mit reinpasst. Für mich klingt das nach einem Fall für eine der diversen Jugenddetektivserien. Alex, Annica und Mark … die drei … die drei Fragezeichen? Gibts schon. Die drei Ausrufezeichen? Gibts auch schon. „Die drei lustigen Astronauten“? Gibts nicht, klingt albern und außerdem sind sie noch keine. Und es würde mich nicht wundern, wenn Mark und seine Freunde nicht auch noch ein Spacewesen finden, das sie als Haustier mit ins Team nehmen wollten. Aber eigentlich sind ja noch mehr Jungs und Mädels mit dabei, wenns um die Ermittlungen geht und eine sogar aus Österreich, wie man am Akzent von „Natascha Dolezal“ unschwer hört.

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