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Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Myxins Entführung (Folge 46)

_Zweikampf: zwischen Steinkreis und Riesenschlange_

Solo Morasso, der Chef der Mord-Liga, hat mit Asmodina, der Tochter des Teufels, einen Handel abgeschlossen. Er besorgt ihr den Zauberer Myxin und sie verrät ihm den Aufenthaltsort von Xoron, dem vermissten Herrn der Zombies. Der erste Teil des Plans, die Entführung Myxins, gelingt Morasso mühelos, doch dann versucht Asmodina ihn aufs Kreuz zu legen. Unterdessen hat Myxins Gelibte Kara John Sinclair zu Hilfe gerufen, um Myxin zu finden und befreien. Ob er wohl noch rechtzeitig eintrifft?

Die Story erschien erstmals als Band 156 der Bastei-Romanserie.

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor 35 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause Bastei. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

|Die Sprecher:|

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Christopher Walken, Kevin Kostner, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und vielen mehr.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Suko: Martin May
Myxin: Eberhard Prüther
Kara: Susanna Bonasewicz (Sissy Spacek, Isabella Rossilini, Carrie ‚Lea‘ Fisher)
Nadine Berger: Elisabeth Günther (Liv Tyler)
Pilot: Björn Schalla (Casey Affleck)
Asmodina: Martina Treger (Sharon Stone, Carrie-Anne Moss)
Solo Morasso: Tilo Schmitz (dt. Stimme von Ving Rhames)
Mr. Mondo: Till Hagen (dt. Stimme von Kevin Spacey)
Pamela Scott: Katrin Fröhlich (Gwyneth Paltrow, Cameron Diaz)
Vampiro del Mar: Helmut Krauss (Marlon Brando, James Earl Jones)
Lupina: Claudia Urbschat-Mingues (Angelina Jolie, Kristanna Loken)
Tokata: Karsten Gausche
Todesengel: Judith Brandt (Sophie Marceau, Monica Bellucci)

Sowie Boris Tessmann und Ralph Möske.

Der Produzent ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Keßler
Produktion: Alex Stelkens (WortArt) und Marc Sieper (Lübbe Audio)

_Handlung_

Der Zauberer Myxin will seine Herkunft ergründen und schickt in Trance seinen Geist in immer fernere Dimensionen aus, doch da ist nur Schwärze. Die Stimme seiner Freundin Kara ruft ihn zurück. Sie sorgt sich um ihn. Als er erklärt, die Großen Alten bekämpfen zu wollen, die eine Barriere errichtet haben müssen, glaubt sie nicht, dass dieses Unterfangen Aussicht auf Erfolg hat. Wer würde sich schon mit solchen mächtigen Göttern anlegen? Doch er will noch einen letzten Versuch wagen und begibt sich mit ihr wieder in Trance. Doch da reißt eine unbekannte Macht seinen Geist hinfort und greift die begleitende Kara an. Sie muss fliehen und erwacht. Sie weiß, dass sie dringend Hilfe benötigt, und denkt an John Sinclair.

Sinclair erwacht gerade im Bett neben der nackten Nadine Berger. O la la, wenn ihn seine Jane jetzt so sehen würde! Zum Glück liegt sie noch im Krankenhaus, um sich von der letzten Auseinandersetzung zu erholen. Nadine verspricht Diskretion und geht in die Dusche, die auch dieser einfache Landgasthof bietet. Da erscheint Kara und erklärt ihm, Morasso habe ihren Myxin mit Hilfe unbekannter Magie entführt. Als Nadine zurückkehrt, erklärt ihr Sinclair die neue Lage. Er müsse fort. Sie gibt ihm einen Abschiedskuss.

Kara nimmt Sinclair mit einen wilden Tripp durch die Dimensionen, bis sie endlich landen: auf einem verlassenen Militärflugfeld in Mittelengland. Kara hat eine Vision von flammenden Steine, die wie Megalithen aufrecht stehen und Myxin in ihrer Mitte umgeben. Dies ist offenbar das Versteck, das Morasso für Myxin gewählt hat, aber vor wem? Ob wohl Asmodina dahintersteckt? Sinclair ruft Suko zu Hilfe, er solle seine Dämonenpeitsche mitbringen, aber Jane in London lassen.

Als Myxin aus seiner Ohnmacht erwacht, sieht er sich in einem Kreis von Megalithsteinen liegen. Und furchterregende Gestalten beugen sich hämisch lachend über ihn: die gesamte Mord-Liga! Aber Myxin kann Morasso das Geheimnis, wo Xoron, der Herr der Zombies sich versteckt, nicht verraten, denn er weiß es nicht. Und Asmodina wisse es garantiert auch nicht, ja, sie hintergehe Morasso mit dem Versprechen, ihm diese Information zu verraten.

Doch zwei Todesengel Asmodinas kommen und leeren einen grünen Beutel über Myxin aus, und er erstarrt in dieser Masse wie eine Fliege in Bernstein. Ob Sinclair noch rechtzeitig eintrifft, um seiner Freundin Kara zu helfen? Aber ist Myxin überhaupt noch zu helfen?

_Mein Eindruck_

Wieder mal bekommt es Sinclair mit der Mord-Liga und ihren Spießgesellen zu tun, was denn auch stets zu recht unerfreulichen Zwischenfällen führt. Diesmal stürzt Sinclairs Helikopter ab, Zum Glück hat auch Kara überlebt, und so können beide zum Steinkreis vordringen, in dem Myxin wie in Bernstein gefangen ist.

Nun würde man annehmen, dass sämtliche Steinkreise der britischen Inseln zur Genüge untersucht worden seien, um herauszufinden, ob sie über übernatürliche Eigenschaften verfügen. Diesen hat man jedoch aus unerfindlichen Gründen – vermutlich eine teuflische Tarntechnik – übersehen. Sträflicher Leichtsinn, wie sich zeigt, denn die Steine stellen magische Energie bereit und zwar ungeachtet der moralischen Einstellung des Nutzers, sei er nun gut oder böse. Das erweist sich als Vorteil für einen trickreichen Benutzer wie John Sinclair.

Recht interessant ist die Farbgestaltung der Showdown-Szene. Alles ist durch die Steine in blutrotes Licht getaucht. Darin taucht nun eine riesige Schlange auf, die neue Gestalt Asmodinas. Warum das Riesenvieh von Kara ausgerechnet Apep genannt wird, habe ich nicht herausgefunden. Apep/Apophis ist ägyptisch. Dennoch kann die Schlange auf unbekannte Weise eine Kette um Sinclairs Hals legen, um ihn zu erdrosseln. Ob er da wieder rauskommt? Wir können darauf wetten.

Der arme Zombie-Samurai Tokata hat mir richtig leid getan. Er darf nie so zuschlagen, wie er will, nämlich mit Zischen und Knurren (Worte stehen ihm offenbar nicht zur Verfügung). Ob er es mit den Todesengeln, John Sinclair und diversen anderen Gegnern aufgenommen hätte, steht außer Frage. Aber am Ende wird er von Asmodina und Morasso einfach auf dem Schlachtfeld mutterseelenallein zurückgelassen.

Herrlich fand ich die anfängliche Gasthausszene, in der Nadine und John nebeneinander im Bett liegen. Dabei ist John doch fest mit Jane Collins verbandelt, der er hinterher ein paar Einzelheiten näher erklären muss (*hüstel*). Nicht genug damit, dass er Jane untreu ist, so kommt auch noch eine zweite Dame ins Zimmer und wird Zeuge seiner Untreue: Kara. Tja, John, wenn das mal nicht ins Auge gehen wird!

_Die Inszenierung_

|Sprecher|

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück machen Pigulla, Kerzel, Glaubrecht und Co. dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

Übertriebene Ausdrucksweisen heben die Figuren in den Bereich von Games- und Comicfiguren. Das kann bei jugendlichen Hörern ein Vorteil sein. Die Figuren schreien wütend, fauchen hasserfüllt oder lachen hämisch. Die typische Ausdrucksweise Tokatas besteht in Zischen und Knurren. Das fand ich recht putzig.

Den Dialog macht stellenweise der Einsatz von Stimmfiltern abwechslungsreicher, insbesondere beim Einsatz moderner Kommunikationsmittel wie etwa Funkgeräten oder Mobiltelefonen. Manche der Mordliga-Mordbuben sprechen keine richtige menschliche Sprache, so etwa der Zombie-Samurai Tokata. Dessen Stimme muss entsprechend gestaltet werden, um nicht menschlich wirken zu können. Es wirkt meist wie ein Brüllen und Knurren. Mehr kann man von einem Zombie ja auch nicht erwarten.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Diesmal herrschen die Geräusche vor, die man im Umfeld von Flugzeugen und Flughäfen zu hören erwartet, sei es drinnen oder draußen. Die Geräuschkulisse ist erstaunlich realistisch, wirkt aber nie überladen, sondern stets erscheinen die Geräusche als notwendig. Ein Markenzeichen der Serie sind Schüsse und Funkdurchsagen. Von beidem gibt es stets jede Menge. Diesmal kommen die Geräusche eines brachialen Helikopterabsturzes hinzu.

|Musik|

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British Horror Movie zu hören. In der anfänglichen Gasthofszene erklingt beispielsweise ein Piano mit einer romantischen Melodie.

Stets gibt die Musik genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die eine Schwäche dieser Episode liegt darin, dass sie beim Hörer die Kenntnis früherer Episoden zwingend voraussetzt. Wer ist denn dieser Myxin, dass er John Sinclair so wertvoll ist, dass er sofort seine Geliebte Nadine verlässt? Und wer sind die Angehörigen der Mord-Liga und die mysteriöse Asmodina? Es ist ja ganz nett, wenn sich die Bösen kloppen, aber möchte dann schon gerne auch wissen, aus welchen Gründen. Wie immer in einer Serie ist es nötig, auch ein wenig Backstory einfließen zu lassen. Ich finde, das geschieht diesmal zu wenig, und deshalb gestaltete sich das Zuhören diesmal ein wenig verwirrend. Und Verwirrung erzeugt Frust.

Ansonsten kann sich der Kenner der Serie nicht über Action, Abwechslung und Mystisches beklagen. Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt niemals zu kurz, was die Game-Freunde doch einigermaßen zufriedenstellen sollte.

|47 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-7857-3371-4|
http://www.sinclairhoerspiele.de
http://www.luebbe-audio.de
http://www.wortart.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Die Teufelsuhr (Folge 45)

_Kreisch! Die Großvateruhr ist des Teufels!_

Um 1908 beerdigen die Männer des Dorfes Miltonbury drei Kinder und einen Mann in ungeweihter Erde unter eine Eiche, die hinter einem Herrenhaus liegt. Die Zeit deckte den Mantel des Vergessens über den seltsamen Vorgang. Bald weiß niemand mehr von der Lage der Gräber, doch die Familie des Bürgermeisters wahrt das Geheimnis ihrer Existenz. 2008: Hundert Jahre später zeigt sich, dass der Fluch auf dem herrenhaus, dem die Dörfler nur munkelten, existiert und seine ersten blutigen Opfer fordert – die Kinder und der Mann kehren zurück, gerufen von einer Teufelsuhr im Haus…

Die Story erschien erstmals als Band 155 der Bastei-Romanserie.

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor 32 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause Bastei. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Christopher Walken, Kevin Kostner, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und vielen mehr.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Suko: Martin May
Nadine Berger: Elisabeth Günther (Liv Tyler)
Don Mitchell: Dietmar Wunder (Cuba Gooding jr., Adam Sandler, Daniel Graig)
Marion Mitchell: Manja Doering (Reese Witherspoon, Natalie Portman)
Patrick Kiboran: Ernst August Schepmann
Mr. Crawford: Philipp Schepmann
Pfarrer: Hans-Jürgen Wolf (Chazz Palminteri, Hugo ‚Agent Smith‘ Weaving)
George Wood: Lutz Mackensy (Al Pacino, Christopher Lloyd)
Mr. Scott: Wolfgang Ziffer (‚Johnny 5‘, C-3PO)
Harry Kiboran: Helmut Krauss (Marlon Brando, James Earl Jones)
Rick Holloway: Udo Schenk (Ray Liotta, Ralph Fiennes, Gary Oldman, Kevin Bacon …)

Und viele weitere, u. a. für die Kinderstimmen.

Der Produzent ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Produktion: Alex Stelkens (|WortArt|) und Marc Sieper (|Lübbe Audio|)

_Handlung_

Anno 1908 beklagen die führenden Bürger der walisischen Stadt Miltonbury das Verschwinden dreier Kinder: Shelley Tucker, Phil Russell und nun auch Josh Whitaker. Es gehe bereits das Gerücht um, der Teufel treibe sein Unwesen, erfährt Lehrer Crawford vom Pfarrer, und dass ein Fluch auf der Stadt liege. Der Pfarrer verweist auf das verdächtige Fernbleiben von Rick Holloway beim Gottesdienst. Holloway ist der Verwalter jenes abgelegenen Herrenhauses, das einem Geschäftsmann in London gehört und direkt an den Klippen der Küste liegt. Die Männer, die der Pfarrer zusammengerufen hat, beschließen, dem Haus einen Besuch abzustatten.

In einem Gewitter brechen sie in das Haus ein, denn Holloway ist offenbar in seiner eigenen Hütte. In der Eingangshalle stoßen sie auf wertvolle Kunstobjekte, doch dann entdecken sie eine Tür, die zu einer Kellertreppe führt. An der Wand des Kellers stehen drei Särge, aus denen Modergeruch emporsteigt. Crawford bringt den Mut auf, einen der Särge zu öffnen …

|Hundert Jahre später.|

Vier Gräber befinden sich unter der Eiche unweit des Herrenhauses, drei für die Kinder und eines für Rick Holloway, den George Wood seinerzeit erschoss. Sie sind in ungeweihter, unheiliger Erde bestattet, und nun ist es an der Zeit, dass der Fluch, der auf ihnen liegt, sich erfüllt.

Nadine Berger will sich hier mit Don Mitchell verloben, der das Haus geerbt hat, und hat ihren alten Freund John Sinclair von Scotland Yard eingeladen, mit ihr zu feiern. Auf der Fahrt hilft er Marion Matchell, Dons Schwester, aus dem Straßengraben, in dem sie wegen überhöhter Geschwindigkeit gelandet ist. Sie ist offenbar dem Kiffen und Koksen nicht abgeneigt. Der Empfang ist herzlich, doch Nadine ist nervös. Etwas hat sie erschreckt, merkt Sinclair, und befragt sie. Sie hat Angst vor einem bestimmten Zimmer im Obergeschoss. Dort spuke es, denn sie höre unsichtbare Kinder lachen.

Der Bürgermeister erzählt Sinclair gerade von den drei toten Kindern und Rick Holloway, als ein markerschütternder Schrei die festliche Gesellschaft irritiert. Sinclair erblickt die blutüberströmte Marion, neben ihr ein erstickt gurgelnder junger Mann, offenbar ihr Galan. Sinclair eilt sofort zum Ort dieser Szene im Obergeschoss, kann aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Er bringt die völlig hysterische Marion wieder zur Besinnung und versucht von ihr zu erfahren, was geschehen ist. Sie hat eine kleine Gestalt mit einer Kapuze gesehen, die mit einem Messer auf Freddie einstach. Dessen Blut befindet sich auf Marions Kleidern. Aber wo ist das Kind jetzt? Verschwunden.

Nadine Berger zeigt Sinclair die bemerkenswerte Standuhr, die im Mordzimmer steht und deren Ticken ihr neulich so auf die Nerven ging. Ihr Verlobter Don meint, es handle sich um ein sehr altes Erbstück. Als Sinclair sein geweihtes Kreuz daran hält, reagiert die Uhr funkensprühend: Sie ist offenbar schwarzmagisch aufgeladen. Sinclair will nur seinen Werkzeugkoffer mit magischen Objekten aus dem Auto holen, als er unter der Eiche einen Schatten erblickt – ein lachendes Kind. Ein Schlag trifft ihn von hinten, und er fällt in Bewusstlosigkeit.

Als er daraus wieder erwacht, merkt er, dass ihn die Gestalt eines gespenstischen Mannes zu den Klippen schleift, um ihn auf die Felsen hinabzuschleudern …

_Mein Eindruck_

Diese Folge der umfangreichen Serie ist so etwas wie ein Solitär. Hier treten weder Dämonen noch Teufelstöchter noch irgendwelche Angehörigen der Mord-Liga (erst wieder in Folge 46) auf. Vielmehr könnte die Folge ohne größere Änderungen an praktisch jeder Stelle der Reihe stehen. Es handelt sich um eine klassische Horrorgeschichte, die den erprobten ungeschriebenen Gesetzen des Genres gehorcht. Meinen Respekt für den Autor.

Zunächst wird der Grundstein für den Fluch der Vergangenheit gelegt. Warum der Fluch ausgerechnet hundert Jahre braucht, bis er wirksam wird, wird natürlich mit keiner Silbe begründet. Solche haarspalterische Logik liegt dem Horror fern. Jedenfalls befördern die braven Bürger Miltonburys den vom Teufel besessenen Übeltäter vom Leben zum Tode und sorgen für vier Begräbnisse in unheiliger Erde.

Das ist wichtig, denn gemäß dem Volksglauben können die Seelen nun nicht dorthin gehen, wohin sie eigentlich gehören. Sie schmoren sozusagen in der Vorhölle bzw. im Fegefeuer und sind entsprechend mies drauf, als sie wieder zurückkehren können. Dass auch die drei unschuldigen Opfer Rick Holloways kein astreines Begräbnis erhalten, liegt ebenfalls an Holloway: Er hat den Pfarrer erschossen. Manchmal kommt eben zum fehlenden Glück auch noch das Pech hinzu (um mal einen deutschen Fußballer zu zitieren).

Das Böse lauert immer und überall, diesmal in der Großvateruhr, deren Herkunft als Erbstück nicht erklärt wird. Darin wohnt jedoch der Teufel. Na ja, er könnte überall wohnen, sogar in einem Schuhlöffel, warum also nicht in einer simplen Standuhr? Sie hat zudem den Vorzug, um Mitternacht zu schlagen und die Dämonen loszulassen, die die braven Bürger von Miltonbury in Angst und Schrecken versetzen. Natürlich glaubt außerhalb Miltonburys niemand, der noch bei Trost ist, an solchen Unsinn. Das belegt Don Mitchell, ein Zweifler par excellence, wie ihn sich der Teufel nur wünschen kann.

Selbstredend lauert das Böse nur darauf, dass eine Sünde begangen wird, um sich der armen Seele des sündigen Tropfes bemächtigen zu können. Schon mit der Ankunft der zügel- und hemmungslosen Marion Mitchell – sie versucht ausgerechnet den Cop John Sinclair zum Koksen zu verführen – schwant dem Hörer Übles, und es dauert denn auch nicht lange, bis der Sünden-Fall eintritt, ein Schrei ertönt und das erste Blut fließt. Den armen Freddie hat’s diesmal erwischt. Kein Wunder, dass Marion der Verstand flöten geht und sie reif für die Klapse ist.

Doch wie vertreibt man einen Teufel aus seinem angestammten Domizil, zumal, wenn er vier Helferdämonen hat, die ihm zuarbeiten? Es kommt also endlich zum ersehnten Showdown. Mehr soll nicht verraten werden, außer dass sowohl Rick Holloway als auch die drei Horrorkinder sich als sehr untot erweisen und nur mit Mühe an ihren endgültigen Bestimmungsort geschickt werden können. Wie es das Genre verlangt, wurde der Fluch beendet und die Ursache des Übels beseitigt.

The spoils to the victor – der Lohn des Kampfes winkt dem Sieger. Und John Sinclair bekommt das Mädchen. Sie heißt Nadine Berger. Bemerkenswerterweise scheint er auf Entzug zu sein, was sein Liebesleben angeht (Jane liegt im Krankenhaus), und so akzeptiert er dankbar, was sie ihm anzubieten hat (womöglich die Äpfelchen des Paradieses).

_Die Inszenierung_

|Die Sprecher|

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück erledigen Pigulla (diesmal aus dem Off), Kerzel, Glaubrecht und Co. dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

Übertriebene Ausdrucksweisen heben die Figuren in den Bereich von Games- und Comicfiguren. Das kann bei jugendlichen Hörern ein Vorteil sein. Die Figuren schreien wütend, fauchen hasserfüllt oder lachen hämisch. Diesmal sind die Lacher allerdings eher auf Seiten Rick Holloways, und die Opfer wälzen sich unter Kreischen und Gurgeln von der Bühne. Auftritt John Sinclair als spiritus rector und Inkarnation von Güte und Vernunft. Allerdings hängt er schon bald am Rande einer Klippe – Mitbibbern ist angesagt!

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Diesmal herrschen die Geräusche vor, die man im Umfeld von Herrenhäusern zu hören erwartet, sei es drinnen oder draußen: erst Gelächter, dann Gekreisch, und hin und wieder eine tickende Uhr – memento mori. Die Geräuschkulisse ist erstaunlich realistisch, wirkt aber nie überladen, sondern stets erscheinen die Geräusche als notwendig. Ein Markenzeichen der Serie sind Schüsse und Funkdurchsagen. Von beidem gibt es stets jede Menge.

|Musik|

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British-Horror-Movie zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, auch nicht die Romantik. Nadine Berger wendet sich furchterfüllt an den Retter John Sinclair, der die bösen Dämonen vertreiben wird, oder etwa nicht?

Die Polizei ist dein Freund und Helfer, und zwar auch im Bereich des Übernatürlichen. Das hat den Vorzug, nicht immer logisch sein müssen. Warum erfüllt sich der Fluch erst nach exakt hundert Jahren? Warum sitzt der Teufel in einer Standuhr? Warum tragen die Kinder mit den Messern – sie erinnern an [„Wenn die Gondeln Trauer tragen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4438 – die Ziegenfratze, die Satan nur auf uralten Darstellungen präsentiert? Warum können nur die Erzengel Beistand leisten, nicht aber simple Projektilwaffen – weil die Angreifer untot sind. Wenigstens eine Antwort kenne ich.

Darf ich mir jetzt auf die Schulter klopfen? Man darf eine Horrorserie, die sich selbst nicht ganz ernst nimmt, auch nicht als ernst gemeint beurteilen, sonst wäre man entweder ein Beckmesser oder ein Narr. Ich hoffe, weder das eine noch das andere zu sein.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt niemals zu kurz, was die Game-Freunde doch einigermaßen zufriedenstellen sollte.

|55 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-7857-3370-7|
http://www.sinclairhoerspiele.de
http://www.luebbe-audio.de
http://www.wortart.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Das Elixier des Teufels (Folge 44)

_Mordliga: Jane Collins muss sterben!_

Angriff der Mordliga, Teil 1: [„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008

Brutale Gangster überfallen John und rauben seinen Einsatzkoffer. Er verfolgt die Diebe bis an Bord einer startklaren Boeing. Doch in der Luft nähert sich dem Flugzeug plötzlich ein unerklärlicher Nebel. Bald wird Sinclair klar, dass dies nur der Auftakt für ein neues Spiel der Mordliga ist: Solo Morasso hat sich mit der teuflischen Asmodina verbündet. Sie wollen nur eines: Sinclair ausschalten. (abgewandelte Verlagsinfo)

Solo Morasso ist ein Mensch-Dämon, und in seinem Reich hat man nichts zu lachen. Heulen und Zähneklappern sind angesagt. Morasso mustert seine fähigsten Diener und hat die Mordliga zusammengerufen. Doch einer fehlt. Morasso ist nicht amüsiert.

Dies ist der Schluss einer zweiteiligen Folge. Diese Folge entspricht Band 148 der |Bastei|-Romanserie.

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor 32 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause Bastei. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Christopher Walken, Kevin Kostner, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und vielen mehr.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Sir Anthony Hopkins, Jean Reno und vielen mehr, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Sir James Powell: Karl Heinz Tafel
Suko: Martin May
Asmodina: Martina Treger (Sharon Stone, Carrie-Anne Moss, Deborah Kera Unger)
Solo Morasso: Tilo Schmitz (Ving Rhames, Michael Clarke Duncan)
Mr. Mondo: Till Hagen (Kevin Spacey, Billy Bob Thornton)
Pamela Scott: Katrin Fröhlich (Cameron Diaz, Gwyneth Paltrow, Heather Graham)
Vampiro del Mar: Helmut Krauss (Marlon Brando, James Earl Jones)
Lupina: Claudia Urbschat-Mingues (Angelina Jolie, Jennifer Connelly, Kristanna Lokken)
Tokata: Karsten Gausche

Und viele weitere, unter anderem David Nathan (dt. Stimme von Johnny Depp & Christian Bale) und Oliver Rohrbeck (dt. Stimme von Ben Stiller) .

Der Produzent ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Keßler
Produktion: Alex Stelkens (|WortArt|) und Marc Sieper (|Lübbe Audio|)

_Handlung_

Nachdem ein Kriegsschiff John Sinclair und den Flugzeugkapitän aus dem Nordatlantik gefischt hat, befiehlt Sinclairs Boss, Sir James Powell, seinen Beamten zurück nach London. Dort braut sich Ungemach zusammen, denn eine Säurewolke zieht in Richtung der Hauptstadt. Außerdem ist es Suko und Sir James gelungen, mit Pamela Scott ein Mitglied der Mord-Liga gefangen zu nehmen. Bestimmt werden ihre Herren versuchen, sie entweder zu befreien oder sie an einer Aussage zu hindern, indem sie sie töten.

Deshalb befindet sich Scott im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses im Yard. Doch die Sicherheit ist nur so gut wie die Bewacher, und als Claire Dickson, eine Frau unter dem Wachpersonal, einen anonymen Anruf erhält, ändert sie ihre Diensteinstellung: Die Mord-Liga hat ihrer kleine Tochter Angie in ihre Gewalt gebracht. Die verzweifelte Claire ist schnell zur Zusammenarbeit bereit: Sie soll etwas in die Zelle von Pamela Scott bringen.

Dort versuchen unterdessen Jane Collins und Suko mit einer inszenierten Szene, Pamela zum Reden zu bringen. Was hatte die Mord-Liga mit Sinclairs Koffer vor? Pamela schweigt eisern. Während einer späteren Neuauflage des Verhörs verhält sich Pamela jedoch ungewöhnlich, fast als habe sie einen Zaubertrank zu sich genommen. Mühelos schlägt sie Suko bewusstlos und zwingt die wehrlos gemachte Jane Collins, ein ekliges Elixier zu trinken.

Als man die Tür der Zelle öffnet, kann der Arzt Dr Peters nur den Tod der beiden Damen feststellen. Doch das soll sich als fiese Täuschung erweisen.

_Mein Eindruck_

Die erste Hälfte dieser Doppelfolge stellt sich nun lediglich als das Aufwärmen für die wirkliche Action heraus. Jane Collins, Sinclairs Freundin mit der tiefen Stimme von Franziska Pigulla, spielt nun eine miese Zicke, die ihren gerechten Lohn erhält. Allerdings hat sie nur gespielt, und der Lohn – ihr Tod – ist somit ungerechtfertigt. Aber sie hat sich ja auch mit der Mord-Liga angelegt, und das tut man nicht ungestraft. Pamela Scott, ihre Widersacherin, versetzt sie und sich selbst in einen todesähnlichen Zustand.

Deshalb sind Suko und Sir James Powell gehörig überrascht, als ihnen die Videokameras zwei Frauen zeigen, die sie gerade eben noch tot glaubten und die nun eine Wand nach der anderen durchbrechen, als wären sie der unglaubliche HULK persönlich. An ein Aufhalten ist eigentlich nicht zu denken, selbst nicht mit Sukos „Dämonenpeitsche“.

Die Handlung um Claire Dickson, die unglückselige Gefängniswärterin, steht in krassem Kontrast zu diesen actiongeladenen Vorgängen. Dickson ist pures Melodrama, rührselig bis zu einem Wasserfall aus Tränen. Ihre kleine Tochter mit dem süßen Namen Angie wurde entführt, und es gibt auch schon den passenden Mann für ihre Rettung: die titelgebende Hauptfigur. Leichter gesagt als getan: Sinclair bekommt es mit dem Zombie-Samurai Tokata zu tun.

_Die Inszenierung_

|Sprecher|

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück machen Pigulla, Kerzel, Glaubrecht und Co. dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

Übertriebene Ausdrucksweisen heben die Figuren in den Bereich von Games- und Comicfiguren. Das kann bei jugendlichen Hörern ein Vorteil sein. Die Figuren schreien wütend, fauchen hasserfüllt oder lachen hämisch. Kopilot Decker dreht durch, und seine Hysterie ist ihm deutlich anzuhören.

Dass man diese Effekte nicht so ernst nehmen sollte, machen die Sprecher selbst klar, nämlich dann, als „Pamela Scott“ (Katrin Fröhlich) zu „Suko“ (Martin May) „Wichser“ sagt. Der beschwert sich vor offenem Mikro: „Sowas sagt man nicht in einem Hörspiel!“

Den Dialog macht stellenweise der Einsatz von Stimmfiltern abwechslungsreicher, insbesondere bei der Nutzung moderner Kommunikationsmittel wie etwa Funkgeräten oder Mobiltelefonen. Manche der Mordliga-Mordbuben sprechen keine richtige menschliche Sprache, so etwa der Zombie-Samurai Tokata, der im zweiten Teil auftritt. Dessen Stimme muss entsprechend gestaltet werden, um nicht human zu klingen. Es wirkt meist wie ein Brüllen und Knurren. Mehr kann man von einem Zombie ja auch nicht erwarten.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Diesmal herrschen die Geräusche vor, die man im Umfeld von Flugzeugen und Flughäfen zu hören erwartet, sei es drinnen oder draußen. Die Geräuschkulisse ist erstaunlich realistisch, wirkt aber nie überladen, sondern stets erscheinen die Geräusche als notwendig. Ein Markenzeichen der Serie sind Schüsse und Funkdurchsagen. Von beidem gibt es stets jede Menge. Und in dieser Folge darf man auch vernehmen, wie sich eine Dämonepeitsche im Einsatz anhört.

|Musik|

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British-Horror-Movie zu hören. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, auch nicht die Romantik. Gleich zwei Showdowns – genau das Richtige für eine Doppelfolge, die mit zwei Niederlagen beginnt: Erst dümpelt Sinclair im Atlantik rum, dann geht Jane drauf. Das sieht zunächst nicht gut aus, aber das Finale wirkt dann umso zufriedenstellender. Ob Jane aus ihrem Zustand als Quasi-Zombie wieder geweckt werden kann, wird nicht verraten.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt niemals zu kurz, was die Game-Freunde doch einigermaßen zufriedenstellen sollte.

|50 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-7857-3369-1|
http://www.sinclairhoerspiele.de
http://www.luebbe-audio.de
http://www.wortart.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Ich flog in die Todeswolke (Folge 43)

_Angriff der Mordliga, Teil 1_

Brutale Gangster überfallen John und rauben seinen Einsatzkoffer. Er verfolgt die Diebe bis an Bord einer startklaren |Boeing|. Doch in der Luft nähert sich dem Flugzeug plötzlich ein unerklärlicher Nebel. Bald wird Sinclair klar, dass dies nur der Auftakt für ein neues Spiel der Mordliga ist: Solo Morasso hat sich mit der teuflischen Asmodina verbündet. Sie wollen nur eines: Sinclair ausschalten. (abgewandelte Verlagsinfo) Dies ist der Auftakt zu einer zweiteiligen Folge. Diese Folge entspricht Band 147 der |Bastei|-Romanserie.

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor rund 35 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause |Bastei|. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Christopher Walken, Kevin Kostner, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und vielen mehr.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Sir Anthony Hopkins, Jean Reno und vielen mehr, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Sir James Powell: Karl-Heinz Tafel
Suko: Martin May
Asmodina: Martina Treger (Sharon Stone, Carrie-Anne Moss, Deborah Kera Unger)
Solo Morasso: Tilo Schmitz (Ving Rhames, Michael Clarke Duncan)
Mr. Mondo: Till Hagen (Kevin Spacey, Billy Bob Thornton)
Pamela Scott: Katrin Fröhlich (Cameron Diaz, Gwyneth Paltrow, Heather Graham)

Und viele weitere, u. a. Udo Schenk (Ray Liotta, Ralph Fiennes, Kevin Bacon) und Lutz Mackensy (Al Pacino, Christopher Lloyd, Jonathan Pryce).

Der Produzent ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Keßler
Produktion: Alex Stelkens (WortArt) und Marc Sieper (Lübbe Audio)

_Handlung_

John Sinclair wird um 5:10 Uhr von einem Klirren aus seinem verdienten Schlaf geweckt: Er hat Einbrecher im Haus! Die beiden greifen ihn an, doch als der eine ihn töten will, wird er vom anderen davon abgehalten. Sie entkommen unbehelligt, doch mit einem Koffer, den sie ihrem Auftraggeber bringen sollen. Suko findet den k. o. geschlagenen Sinclair und leitet einen Fahndung nach den Einbrechern ein. Sie verläuft zunächst erfolglos. Sinclair ist überzeugt, einem Anschlag der Mordliga zum Opfer gefallen zu sein.

Auf dem Londoner Flughafen, wo die Einbrecher einen gewissen Mr. Mondo treffen wollen, werden sie von der Überwachung identifiziert. Doch Sinclair will keine Festnahme, sondern ihren Hintermann. Mr. Mondo taucht denn auch wirklich auf und nimmt den Koffer an sich. Die Einbrecher gelangen problemlos durch die Sicherheitssperre, hinter der ihnen Mondo den Koffer zurückgibt (wie hat er bloß die Sperre passieren können?). Die Einbrecher besteigen ein Flugzeug nach New York, doch wohin ist Marvin Mondo unterwegs, fragt sich Suko und folgt ihm. Unterdessen besteigt Sinclair das gleiche Flugzeug, um seinen Koffer zurückzubekommen.

Unterdessen besteigt Mondo ein Auto und fährt mit Lady X alias Pamela Scott zum Flughafen für Privatflugzeuge. Dass Suko ihnen in einem Taxi folgt, fällt ihnen schon bald auf und sie gedenken, etwas gegen lästige Verfolger zu unternehmen.

Die Einbrecher haben Sinclair nicht bemerkt, und nachdem er sich als Beamter des Scotland Yard ausgewiesen hat, erlangt Sinclair die Unterstützung des Piloten und der Stewardess Judy. Als das Radar eine ungewöhnliche Wolkenbank voraus anzeigt, gibt er dem Piloten den Rat abzudrehen. Seltsamerweise hat die Wolkenbank die Form einer Teufelsfratze, und auch Sinclairs heiliges Kreuz erwärmt sich auf warnende Weise.

Sämtliche Ausweichmanöver erweisen sich als nutzlos, die Säurewolke dringt in das Flugzeug ein und erfüllt es mit zersetzendem Nebel. Schon bald dringen Schreie des Entsetzens ins Cockpit, wo der Kopilot Decker die Nerven zu verlieren beginnt. Sinclair sieht schließlich nur noch einen Ausweg: aussteigen!

_Mein Eindruck_

In dieser Doppelfolge treibt es der Autor mal wieder zum Äußersten und schickt seine beiden Hauptfiguren John Sinclair und dessen Freundin Jane Collins in den sicheren Tod. Doch was ist am Tod schon sicher, fragt sich der Kenner dieser Geisterjäger-Serien. Schon zig-mal ist John Sinclair in Lebensgefahr gewesen (eigentlich in jeder Episode) und doch kämpft er weiter gegen das Böse. Die Mord-Liga mag mächtig sein, doch John Sinclair ist unkaputtbar. Was nicht unbedingt für seine Freundin Jane gilt, wie man in der zweiten Hälfte dieser Doppelfolge sieht.

Dass eine Säurewolke sich von alleine bewegt, um einen Düsenjet abzufangen, ist wohl kaum ein natürliches Phänomen, sondern ein magisches. Und Magie ist in den Geisterjägerabenteuern entweder böse oder von John Sinclair & Co. eingesetzt. Kein Wunder also, dass Otto Normaldenker wie Kopilot Decker komplett durchdrehen, als dieses Phänomen auftaucht. Seine ganze Weltsicht ist auf den Kopf gestellt. Wie in jedem Horrorfilm, der je gedreht wurde, sind die Kopflosen unter denjenigen, die das Ende des Films ganz sicher nicht erleben.

Der eigentliche Nervenkitzel dieser Folge besteht in der Herausforderung, aus einem Flugzeug auszusteigen. Für Sinclair sollte das eigentlich eine leichte Übung sein. Das Problem besteht vielmehr darin, die Flugzeugführung dazu zu bringen, diesen Schritt überhaupt zu wagen und anzuordnen. Als der Pilot endlich soweit ist, stellt sich heraus, dass es dafür schon fast zu spät ist. Was uns der Autor nicht verrät, ist, warum alle an Bord Opfer der Säurewolke werden, Sinclair und der Kapitän aber nicht. Eine simple Erklärung bestünde darin, dass diese sich in einem abgeschotteten Raum bewegen, der sie schützt. Andererseits: Warum sollte eine magische Wolke vor irgendwelchen Räumen Halt machen?

_Die Inszenierung_

|Sprecher|

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück machen Pigulla, Kerzel, Glaubrecht und Co. dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

Übertriebene Ausdrucksweisen heben die Figuren in den Bereich von Games- und Comicfiguren. Das kann bei jugendlichen Hörern ein Vorteil sein. Die Figuren schreien wütend, fauchen hasserfüllt oder lachen hämisch. Kopilot Decker dreht durch, und seine Hysterie ist ihm deutlich anzuhören.

Den Dialog macht stellenweise der Einsatz von Stimmfiltern abwechslungsreicher, insbesondere beim Einsatz moderner Kommunikationsmittel wie etwa Funkgeräten oder Mobiltelefonen. Manche der Mordliga-Mordbuben sprechen keine richtige menschliche Sprache, so etwa der Zombie-Samurai Tokata, der im zweiten Teil auftritt. Dessen Stimme muss entsprechend gestaltet werden, um nicht menschlich wirken zu können.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Diesmal herrschen diejenigen Geräusche vor, die man im Umfeld von Flugzeugen und Flughäfen zu hören erwarten, sei es drinnen oder draußen. Die Geräuschkulisse ist erstaunlich realistisch, wirkt aber nie überladen, sondern stets erscheinen die Geräusche als notwendig. Ein Markenzeichen der Serie sind Schüsse und Funkdurchsagen. Von beidem gibt es stets jede Menge.

|Musik|

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood oder British Horror Movie zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, auch nicht die Romantik. In dieser ersten Hälfte einer Doppelfolge bereitet die Mord-Liga einen Anschlag auf John Sinclair vor, und nachdem sie ihn aus dem Verkehr gezogen zu haben glaubt, beginnt sie ihren Angriff auf London. Der ungewöhnliche Part folgt in der zweiten Hälfte der Doppelhäfte (Nr. 44): Jane Collins muss sterben! Dennoch liefert diese Folge auch einen handfesten Showdown: zwischen Suko und Pamela Scott.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt niemals zu kurz, was die Gaming-Freunde doch einigermaßen zufriedenstellen sollte.

|50 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-7857-3368-4|
http://www.sinclairhoerspiele.de
http://www.luebbe-audio.de
http://www.wortart.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Die Schöne aus dem Totenreich (Folge 41)

_Volle Action: Duell mit den Todesengeln_

John Sinclair und sein Kollege Suko stellen das magische Blut der |Fariac Cosmetics| (Folgen 38-40) sicher, als der Geisterjäger plötzlich verschwindet. Währenddessen beschwört der Zauberer Myxin einen alten Zauber und holt Haro, den Boten der Götter, zurück in diese Welt. Doch etwas geht schief und so muss Kara, die Schöne aus dem Totenreich, John Sinclair um Hilfe bitten. Für den „Sohn des Lichts“ beginnt ein nervenaufreibendes Abenteuer. (Verlagsinfo)

Diese Folge entspricht Band 143 der Heftserie.

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor 34 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause |Bastei|. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Christopher Walken, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und vielen mehr.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Sir Anthony Hopkins, Jean Reno und vielen mehr, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Sir James Powell: Karl-Heinz Tafel
Myxin: Eberhard Prüter (u. a. Bruce Dern, Sir Ian McKellen)
Kara: Susanna Bonaséwicz (Sissy Spacek, Isabelle Huppert, Isabella Rossellini)
Haro: Martin Keßler (Nicholas Cage, Vin Diesel)
Khylon: Udo Schenk (Ray Liotta, Ralph Fiennes, Kevin Bacon, Gary Oldman u. a.)
Smith: Oliver Rohrbeck (dt. Stimme von Ben Stiller, Michael Rapaport u. a.)
Todesengel: Judith Brandt (Sophie Marceau)
Martin: David Nathan (dt. Stimme von Johnny Depp, Christian Bale u. a.)
Fisher: Björn Schalla (Sean William Scott, Casey Affleck)
Tokata: Karsten Gausche
Pamela Scott: Katrin Fröhlich (Cameron Diaz, Gwyneth Paltrow, Heather Graham)
Vampiro del Mar: Helmut Krauss (dt. Stimme von Marlon Brando, James Earl Jones u. a.)
Polizist: Ralph Möske
Und andere.

|Der Produzent|

… ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Kessler
Produktion: Alex Stelkens (|WortArt|) und Marc Sieper (|Lübbe Audio|)

Mehr Infos: http://www.sinclair-hoerspiele.de & http://www.wortart.de

_Handlung_

|PROLOG.|

Vor zehntausend Jahren war Haro in Atlantis ebenso ein Geisterjäger wie ein gewisser John Sinclair. Sein Widersacher war der Magier Myxin. Vor dem prophezeiten Untergang des Inselreiches wurde Haro in ein Felsengrab eingeschlossen und ein Bann darüber gelegt. Dieser Bann wird nun gebrochen, und eine kleine Gestalt betritt die Höhle, in der Haros Sarkophag steht.

Doch wieder Erwarten ist Haro keineswegs dankbar, nach so langer Zeit wieder erwachen zu dürfen. Denn es ist eben jener Myxin, sein Widersacher, der ihn erweckt. Dieser beteuert vergebens, dass Asmodina, die Tochter des Teufels, ihn seiner magischen Kräfte beraubt habe und er jetzt ein Helfer des Sohn des Lichts sei, der bürgerlich John Sinclair heißt. Haro entfesselt gerade seine eigene Macht, als drei von Asmodinas Todesengeln auftreten und den beiden Streithähnen Feuer unterm Hintern machen. Doch sie haben einen Beobachter …

|Haupthandlung.|

John Sinclair untersucht gerade das magische Mosaik im Londoner Verwaltungsgebäude von |Fariac Cosmetics| (siehe Folgen 38-40), als plötzlich die Zeit stillsteht und eine weibliche Stimme ihn ruft. Ein Nebel tritt aus dem Mosaik und formt eine Gestalt vor ihm. Die schöne Frau trägt lediglich Schleier und ein helles goldfarbenes Schwert. Sie nennt sich Kara und sagt, sie komme aus dem Totenreich. Haro und Myxin würden seine, Sinclairs, Hilfe gegen Asmodinas Brut benötigen. John muss mitkommen, um seiner Bestimmung zu gehorchen. Außerdem kennt er Myxin als seinen Helfer.

Als Sinclair verschwunden ist, wundert sich der ihn begleitende Suko. Der Chinese informiert sofort Sir James Powell bei Scotland Yard, der ihm Instruktionen gibt, was mit dem bei |Fariac| sichergestellten Blut geschehen soll. Ein gesicherter Lieferwagen werde mit einer Eskorte kommen und das Teufelszeug des Vampirgrafen abholen, damit man es untersuchen kann.

Doch dazu kommt es nicht. Die Eskorte sei verschwunden, erfährt Suko per Funk, und als nicht nur ein, sondern zwei Lieferwagen auftauchen, weiß er, dass er und sein Team in Schwierigkeiten stecken. Er lässt eine Verteidigungsstellung aufbauen. Dem zweiten Transporter entsteigt kein anderer als der Vampir-Samurai Tokata. O Mist! Suko bereitet seine Dämonenpeitsche für den Einsatz vor, denn mit Kugeln allein ist gegen ein solches Ungeheuer nichts auszurichten. Da ertönt ein Schrei in Sukos Rücken …

Sinclair und Kara treffen im Felsengrab Haros ein, wo Myxin gerade von einem Todesengel gefoltert wird. Karas Schwert macht kurzen Prozess mit dem Wesen und begrüßt ihren einstigen Geliebten Haro, doch nun gibt es ein weiteres Problem. Kara kann nur mit Hilfe des Tranks des Vergessens im Totenreich überdauern. Den jedoch hat Asmodina gestohlen und im „Haus der jammernden Seelen“ versteckt, wo ein Dämon der Hölle ihn bewacht.

Sie machen sich auf, um diesen Trank zu beschaffen, doch wie sich herausstellt, stößt Sinclair hier an seine Grenzen …

_Mein Eindruck_

Jetzt tragen schon die Frauen das Schwert und geben es nicht her, nicht mal dem Geliebten! So hält es jedenfalls Kara, die leichtgeschürzte „Schöne aus dem Totenreich“. Warum alleine sie dieses Schwert, das sie von ihrem ermordeten Vater geerbt hat, führen darf, erfahren wir leider nicht, sondern können darüber lediglich Mutmaßungen anstellen. Nun, dann braucht sie sich aber nicht zu wundern, dass ihr gerade wiedergefundener Geliebter Haro den Weg aller Sterblichen geht, als zwei Pfeile von Todesengeln ihn treffen. Offenbar hat dieser ehemalige Geisterjäger keinerlei Talisman, der ihn schützt, so wie Sinclair sein heiliges Kreuz hat. Dumm gelaufen, Kara!

Oder einfach nur schlecht durchdacht (oder gekürzt) vom Autor der Serie. Wie auch immer, wieder einmal gibt es Herzeleid genug, um die Unmengen von Actionszenen auszugleichen, aus denen der spannende Rest dieser sehr unterhaltsamen Folge besteht. Sinclairs Fighter-Gruppe sieht sich nicht nur in einem zusammenbrechenden Haus eingeschlossen, sondern dessen Seite öffnet sich zudem noch zu einem Korridor direkt in die Hölle. Dieses Szenario erinnert mich stark an jene in Moria, als Gandalf und seine Gefährten sich von Orks geschlossen sehen, als sich plötzlich eine weitaus schrecklichere Bedrohung bemerkbar macht: der Feuerdämon Morgoths.

Dieser Handlungsstrang, in dem mit mystischen Waffen gekämpft wird, steht dem zweiten gegenüber, in dem einfach hauptsächlich nur wild geballert wird. Suko und seine Truppe vom Yard müssen sich des konzertierten Angriffs der Mord-Liga des Obervampirs Vampiro del Mar erwehren. Der untote Samurai Tokata scheint deren Anführer zu sein und wird von der Mörderin Pamela Scott unterstützt. Wer zuletzt lacht, lacht am besten, und das scheinen in diesem Fall die Bösen zu sein.

_Die Inszenierung_

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück machen Pigulla, Kerzel, Glaubrecht und Co. dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen. Interessant ist der Einsatz von Stimmfiltern. So spricht etwa spricht der Höllengeist Khylon keineswegs „normal“, sondern mit einer donnernden und mit Hall verstärkten Stentorstimme.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Die zwei Handlungsstränge bieten Gelegenheit, sowohl Geräusche aus der Gegenwart einzusetzen als auch solche aus der Vergangenheit, etwa aus Mittelalter (Pfeile, Schwerter) und Mythos (Höllenfeuer). Immer wieder stehen Kampfgeräusche im Vordergrund. Doch das Finale bestreitet wie so häufig (siehe [„Star Wars: Labyrinth des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3292 von Döring) eine gigantische Explosion. Viel Sound für wenig Geld, könnte man es auf einen Punkt bringen.

|Musik|

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British-Horror-Movie zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Obwohl später als Folge 42 publiziert, führt diese Episode 41 die Fariac-Trilogie in den Folgen 38-40 direkt fort. Die Frage ist nämlich, was aus dem Vampirblut wird, das Fariac, der Kosmetikhersteller, produziert hat, um neue Vampire zu schaffen. Eigentlich ist dieser edle Tropfen zu schade, um nur getrunken zu werden, aber das genau widerfährt dem unheilvollen Stoff. Und wer weiß, was daraus noch werden mag. Das sorgt jedenfalls für Kontinuität in der Serie, und für die Fans ist dies sehr wichtig.

Diese Londoner Vorgänge haben (noch) nichts mit John Sinclair zu tun, der sich auf einer Rettungsmission für Lady Kara befindet, deren sinnlichen Reizen er offenbar, da bekanntlich kein Kostverächter, nicht widerstehen kann, obwohl sie doch offenbar längst an Haro vergeben ist. Aber was nicht ist, das kann ja noch werden, und seine Chance kommt, als Haro das Zeitliche segnet. Dabei hat Sinclair schon seine Freundin Jane, der Schlingel. Er gerät aber selbst schwer in die Bredouille, als ihm ein Höllenfürst Paroli bietet. Dreimal darf man raten, wer ihm wieder aus der Patsche hilft.

Diese Episode ist ungewöhnlich actionreich, und der Serienfreund darf sich über etliche Kämpfe und ein – zumindest akustisch – bombastisches Finale freuen. Angesichts dessen ist die oben angesprochene, etwas lückenhafte Logik rein sekundär.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt, wie gesagt, nicht zu kurz, was auch Game-Freunde doch einigermaßen zufriedenstellen sollte.

|52 Minuten auf 1 CD|
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http://www.luebbe-audio.de
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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Blutiger Halloween (Folge 42)

_Party-Crasher: Ungemach aus dem College-Keller_

Die Internatsschülerin Carrie Blake erhält eine anonyme Morddrohung und dann auch alle anderen Mitglieder ihrer Schülerclique. Ihr Vater nimmt Kontakt zu seinem alten Freund Sir James auf und bittet ihn um Schutz für seine Tochter. John Sinclair und Jane Collins begeben sich umgehend zum Monkfort-Internat, wo abends ein großes Halloween-Fest stattfinden soll.

Bald ahnt der Geisterjäger, dass hinter diesen Briefen mehr als ein schlechter Scherz steckt und die Freundesgruppe ein dunkles Geheimnis umgibt. Denn einer nach dem anderen verschwindet auf unerklärliche Weise …

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor 34 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause |Bastei|. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Christopher Walken, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und vielen mehr.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Sir Anthony Hopkins, Jean Reno und vielen mehr, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Sir James Powell: Karl-Heinz Tafel
Carrie Blake: Berenice Weichert (Anna ‚Rogue‘ Paquin, Scarlett Johansson)
Caroline Graves, Lehrerin: Bianca Krahl (Charlize Theron, Penelope Cruz)
Jack: Björn Schalla (Casey Affleck)
Rusty: Oliver Rohrbeck (Ben Stiller, Michael Rapaport)
Julie: Manja Doering (Reese Witherspoon, Natalie Portman)
Paul Frye: Timmo Niesner (Elijah Wood)
Philip Blake, Carries Vater: Lutz Mackensy (Christopher Lloyd, Al Pacino bis 1982)
Ronny Wilder: Gerrit Schmidt-Foß (Leonardo DiCaprio)
Und andere.

|Der Produzent|

… ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Kessler
Produktion: Alex Stelkens (WortArt) und Marc Sieper (Lübbe Audio)

Mehr Infos: http://www.sinclair-hoerspiele.de & http://www.wortart.de

_Handlung_

Carrie Blake, 18 Jahre jung, erwacht im Bett ihres Freundes Rusty aus einem Albtraum. Wieder mal hat sie von Angela Martin geträumt, der Schülerin, deren Tod sich vor sechs Jahren hier am Monkfort-Internat ereignete. Als sie Rustys Zimmer verlässt, findet sie einen Brief unter seiner Tür. Und als sie in den Mädchenflügel, die nachsichtige Mrs Graves passierend, zurückkehrt, findet sie auch unter ihrer eigenen Tür einen Brief. Es ist die Ankündigung ihres baldigen Todes. Denn wieder einmal jährt sich Angelas Tod …

Sir James Powell von Scotland Yard ruft John Sinclair zu sich. Carries Vater, sein alter Freund, habe ihn gebeten, Carrie zu beschützen. Als John seiner Angebeteten davon berichtet, dass er am Wochenende in die Gegend von Cambridge muss, ist Jane Collins erst sauer, weil sie ein Konzert verpasst, aber bevor ihre Rivalin Glenda John begleitet, tut sie es lieber selbst.

Feuerwerk begrüßt das Kriminalerpärchen zur Halloweenparty des Monkfort-Internats. Desgleichen Mr. Blake. Carrie kommt ebenfalls endlich und druckst herum, weil sie fürchtet, dass jene Geschichte mit Angela ans Licht kommen könnte. Aber sie verplappert sich und muss schließlich mit der Wahrheit herausrücken: Ihre fünf Freunde haben alle einen Drohbrief erhalten. Als ihr Handy klingelt, erfährt sie von einem Freund, dass Ronnie Wilder, einer von ihnen, vermisst wird. Sofort beschließt Sinclair, mit Jane Ronnies Zimmer aufzusuchen, natürlich ohne Carrie.

Ronnies Zimmer ist von oben bis unten voller Blut – das reinste Schlachthaus. Aber zu Sinclairs und Janes Verwunderung sind weder Kampfspuren festzustellen noch eine Leiche zu entdecken. Sinclair eilt sofort los, um Carrie zu warnen, doch Carries Freunde haben beschlossen, auf eigene Faust Ronnie zu suchen, und Carrie muss mit. Sie teilen sich in Zweiergruppen auf. Das ist eine ganz schlechte Idee, denn für so manchen Schüler gibt es keine Wiederkehr …

Unterdessen führt die Lehrerin Caroline Graves Sinclair und Jane in den Keller des Internats, denn dort sei der alte Treffpunkt der Clique. Hier habe sich vor sechs Jahren etwas Schlimmes ereignet. So erfährt Sinclair vom blutigen Geheimnis von Monkfort. Aber das ist erst der Anfang, denn schließlich ist ja Halloween …

_Mein Eindruck_

Wieder einmal erfüllt der Horror sein klassische Aufgabe: Gerechtigkeit für die Toten zu verlangen und irgendwie auch umzusetzen. Die Methoden sind naturgemäß nicht gerade zimperlich zu nennen und enden für die Betroffenen meist mit dem frühzeitigen Ableben. Doch das Personal, das diese Methoden einsetzen, um den Toten Gerechtigkeit zu verschaffen, variiert beträchtlich. Mal sind es Zombies, mal Magier, mal übersinnlich Begabte, mitunter sogar die Toten oder ihre Geister selbst.

Auch in diesem Hörspiel haben Schüler Unrecht verübt: an einem junge Mädchen namens Angela Martin, nur weil sie so pummelig und wehrlos war. Es war die übliche Kindergrausamkeit. Und obwohl sie sie überhaupt nicht anfassten, sprang Angela lieber in den Tod als sich stoßen zu lassen, so groß war ihre Furcht. Das war vor sechs Jahren, und inzwischen sind die mobbenden Schüler erwachsen (zumindest nach deutschen Maßstäben) und bedauern ihre Tat. Doch das bewahrt sie keineswegs vor Angelas Rache und der ihrer Gehilfin …

Der Autor greift auf den alten keltischen Glauben zurück, wonach in der Nacht zu Allerheiligen, also an All Hallow’s Eve, die Grenze zwischen Lebenden und Toten durchlässig wird und allerlei Gelichter die unvorsichtigen Erdlinge heimsucht. Diese beruhigen ihre Nerven, indem sie versuchen, die Geister zu vertreiben: durch Feuerwerk, Jack-o’Lantern-Kürbisse und allerlei Maskenschabernack. Es ist so etwas wie eine herbstliche Walpurgisnacht. Fehlen nur noch die Hexen auf ihren Besen. Und in jüngster Zeit hat der aus den USA stammende Brauch, der auch hierzulande Fuß gefasst hat, auch Hexen ins Personal aufgenommen.

Die Gehilfin der armen Schülerin Angela ist offenbar eine solche Hexe geworden. Sie erwähnt etwas von asiatischer Magie und dass sie zur Totensprecherin geworden sei. Was auch immer das heißen mag. Sicher ist, dass dabei Angelas Kinderleiche eine gewisse Rolle spielte. Man fragt sich nur, warum es sechs Jahre dauerte, bis Angelas Geist erschienen ist und nun sein Unwesen auf der Party des Monkfort-Internats treibt. Die Antwort weiß nicht der Wind, sondern nur der Autor.

In letzter Zeit gab es einen Film über „Wedding Crasher“, also junge Trottel, die liebend gerne eine Trauung oder noch lieber die Hochzeitsfeier derart stören, dass diese zur Undurchführbarkeit tendiert. Nun, Angela Martins Geist ist zwar kein Wedding Crasher, aber der Halloween-Party treibt sie doch auf höchst wirkungsvolle Weise jede Fröhlichkeit aus, als sie den Rasen betritt: mit drei abgeschlagenen Köpfen in der Hand …

Und wo ist John Sinclair, wenn ihn mal braucht?

_Die Inszenierung_

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück tun die Profis dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen. Interessant ist der Einsatz von Stimmfiltern. So spricht etwa Angelas Geist keineswegs „normal“, sondern entsprechend verzerrt.

|Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Die Besonderheit dieser Episode liegt darin, dass die Szenen, die im finsteren Park spielen, mit den auf einer Party üblichen Geräuschen wie Gelächter, Ratenfeuerwerk usw. kontrastieren. Es ist eine Art mittelalterlicher Totentanz, wo der Tod erst im Hintergrund (hier im Park) sein grausiges Werk verrichtet, um sodann mitten unter die Feiernden zu treten und sie an „memento mori“ zu erinnern: „Bedenke, dass du sterben musst“. Harhar!

Die Macher der Serie empfinden wahrscheinlich gesteigerte Lust, wenn sie wieder einmal das Aufbrechen der Haut, das Spritzen von Blut, das Kreischen der Opfer und das hysterische Schluchzen der Mädchen aus ihrem Soundrepertoire holen dürfen. Auch knarrende Türen, unheimliches Poltern und ferne Stimmen in einer hallerfüllten Gruft gehören unbedingt zur Geisterbahn-Atmosphäre, die das Markenzeichen der Hörspielserie ist.

|Musik|

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British-Horror-Movie zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, auch nicht die Romantik. In dieser Folge der Serie dominiert der Kontrast zwischen fröhlicher Halloweenparty und grausigem Gemetzel im dunklen Park, bis der Tod selbst unter die Lebenden tritt, als handle es sich um „Die Maske des Roten Todes“ von Altmeister Poe.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt niemals zu kurz, was die Game-Freunde doch einigermaßen zufriedenstellen sollte.

Jetzt muss uns der Autor nur noch erklären, wie man sich selbst nur mit einem Taschentuch erstickt, wie es Angelas hexenhafte Gehilfin getan haben sollte (im hammerharten letzten Satz). Wahrscheinlich hat es etwas mit „asiatischer Magie“ zu tun!

|50 Minuten auf 1 CD|
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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Mein Todesurteil (Folge 40)

_Und die ganze Welt zu Vampiren!_

„Mein Todesurteil“ ist die dritte und letzte Folge der Fariac-Trilogie und entspricht dem Band 141 der |Bastei|-Romanserie.

Die Trilogie:

Nr. 38: Im Land des Vampirs
Nr. 39: Schreie in der Horror-Gruft
Nr. 40: Mein Todesurteil

Vorgeschichte: John Sinclair ist durch ein Dimensionstor ins Jahr 1649 geraten und legt sich dort mit einem Blutsauger namens Graf Fariac an. In Teil eins hat er versucht, seine geliebte Ilona Marek zu retten – vergeblich. Nun kehrt er in die Gegenwart zurück, nur um sogleich wieder tief in der Bredouille zu landen. Kann er dem Bruder Graf Fariacs das Handwerk legen, bevor dieser Kosmetikhersteller die ganze Menschheit in Vampire verwandelt hat?

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 – also vor 34 Jahren – eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause |Bastei|. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und Kevin Costner.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Dennis Hopper und Sir Anthony Hopkins, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Bill Connolly: Detlef Bierstedt, die deutsche Stimme von George Clooney
Suko: Martin May
Sir James Powell: Karl Heinz Tafel
Will Mallmann: Lutz Riedel (dt. Stimme von Timothy Dalton)
Ilona Marek: Marie Bierstedt (die deutsche Stimme von Kirsten Dunst und Kate Beckinsale)
Karel Marek: Dietmar Wunder (Cuba Gooding jr., Don Cheadle)
Graf Fariac: Helmut Gauß (Liam Neeson, Samuel L. Jackson als Mace Windu in „Star Wars“)
Gordon Fariac: Martin Keßler (Nicolas Cage, Vin Diesel)
Und andere.

|Der Produzent|

… ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Kessler
Produktion: Alex Stelkens (|WortArt|) und Marc Sieper (|Lübbe Audio|)

Mehr Infos: http://www.sinclair-hoerspiele.de & http://www.wortart.de

_Handlung_

PROLOG.

Karel Marek, ein Nachkomme der Pfähler Transsilvaniens, schafft es tatsächlich, den Obervampir Graf Fariac zur Strecke zu bringen. Fariac zerfällt zu Staub. Aber kann etwas, das nicht mehr lebt, überhaupt sterben? Marek denkt an Sinclair, seinen Kampfgenossen. John sieht sich einer schrecklichen Aufgabe gegenüber: Er muss seine geliebte Ilona, die vom Vampir gebissen wurde, ins Jenseits befördern, um sie zu erlösen – und sich selbst zu schützen. Ein Schrei ertönt, als er sein heiliges Kreuz erhebt …

Zusammen mit Sinclair begräbt Ilonas Bruder Karel seine Schwester auf dem Friedhof. Ein letzter Vampir droht den beiden blutige Rache an, denn Fariac hat einen Bruder namens Gordon. John fragt sich, wie er das Jahr 1649 verlassen soll. Ob es hier wohl auch ein Mosaik gibt, das als Dimensionstor fungiert?

Haupthandlung.

Auf dem Landsitz des Besitzers von |Fariac Cosmetics|, Gordon Fariacs, haben sich unweit Londons illustre Gäste zu einer Feier eingefunden. Unter die Gäste haben sich diverse Angehörige von Scotland Yard gemischt, darunter Jane Collins und Suko, aber auch Kommissar Will Mallmann und der Reporter Bill Connolly. Suko berichtet an Sir Powell, er habe ein mysteriöses Mosaik gefunden. Unterdessen bereitet Fariac einen allgemeinen Umtrunk vor: Doch das Getränk ist ein edler Stoff – Vampirblut!

Bill Connolly wird zudem Augenzeuge eines seltsamen Rituals: Gordon Fariac schüttet eine rote Flüssigkeit in den im Keller stehenden Sarkophag, in dem sich die sterblichen Überreste seines Bruders seit dem Jahr 1649 befinden. Etwas geschieht in dem Sarg. Eine Hand erscheint …

Im Jahr 1649 fühlt John Sinclair im Keller von Burg Fariac, wie unsichtbare Kräfte an ihm zerren, als wollten sie ihn fortreißen …

_Mein Eindruck_

Diesmal sind es vor allem Sinclairs Helfer und Freunde, die schwer in die Bredouille geraten. Gordon Fariac hat offenbar kompetente Helfer, die es schaffen, die meisten Schnüffler, die sich in den Grüften von Fariacs Landsitz herumtreiben, zu fangen und festzusetzen. Als Sinclair erscheint, wird auch er in Fesseln geschlagen (jau, klingt das dramatisch genug?).

Ein ganz besonders fieser Trick Fariacs sieht vor, dass sie Sinclair durch Vampirblut zum Blutsauger mutieren, genau wie es ihnen schon mit den anderen Gästen der Party gelungen ist (mit Ausnahme Janes natürlich). Sobald er zum Langzahn geworden ist, soll er sich auf die erste verfügbare Beute stürzen: Mallmann, Collins und Jane! (Ich staune immer wieder, welche Fiesheiten sich ein Autorenhirn ausdenken muss, um gut unterhalten zu können.)

Natürlich ist die Rettung aus dieser tiefen Patsche so unwahrscheinlich wie möglich inszeniert, aber doch nicht so unmöglich, dass sich der Hörer an den Kopf fasst und „Scheiße!“ schreit. So ein Taschenmesser ist eben zu vielen Dingen nützlich, wie jeder Pfadfinder weiß. Der Ehrenkodex von Sinclairs Freunden ist zwar nicht dem der Pfadfinder entnommen (man kann ja bei beim Geisterjagen nicht jeder Oma über die Straße helfen, oder?), aber wohl doch dem der drei Musketiere: Einer für alle, alle für einen (oder eine, wenn das Unheil mal Jane treffen sollte).

Aber wo bleibt bei all diesen irdischen Possen die Hilfe des Himmels? Schließlich dürfen wir nicht vergessen, dass John Sinclair eine Legitimation von ganz, ganz oben hat: das heilige Kreuz des Hesekiel, eine Wunderwaffe, die von mindestens allen Erzengeln geweiht und gesegnet (und was sonst nicht alles) wurde. Geister und Gesocks nennen Sinclair nicht umsonst den „Sohn des Lichts“. Wen wundert es deshalb, dass es ihm genügt, die Hilfe eines jener Erzengel anzurufen und schon stürzt der Bösewicht ab? Es macht platsch, es macht blubb – und gut is.

_Die Inszenierung_

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück schaffen die Profis dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

|Musik und Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Die Besonderheit dieser Episode liegt darin, dass die Szenen, die im Jahr 1649 spielen, völlig andere Geräusche aufweisen als jene Szenen, die in der Gegenwart spielen. Das sorgt für einen reizvollen Kontrast.

Und es erinnert den Hörer wiederholt daran, dass er es mit einer Zeitreisegeschichte zu tun hat. (Sich zu fragen, wie die Zeitreise funktioniert, führt nur zu einem zerbrochenen Kopf – davor wird dringend gewarnt. Man nehme an, dass es sich um Magie handelt, denn merke: „Eine Technik, die genügend weit fortgeschritten ist, lässt sich von Magie nicht unterscheiden.“ Sagte schon Arthur C. Clarke.)

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British Horror Film zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, und davon bietet der abschließende Teil dieser Trilogie wahrlich mehr als genug. John und seine Freunde, wieder mal tief in der Patsche, werden auf eine harte Probe gestellt.

Mich hat immer wieder gewundert, wie leicht Vampire vom Leben zum Tod befördert werden können – aber auch wieder zurück. Ein paar Tropfen des einen oder anderen Stoffes genügen bereits. Das bietet dem Autor natürlich eine Menge Möglichkeiten, der Handlung überraschende Wendungen zu verleihen. Sollen doch die Figuren selber sehen, wie sie damit zurechtkommen – hehe!

Um die Story komplett zu verstehen, empfiehlt es sich selbstredend, auch die zwei ersten Teile der Trilogie anzuhören. An Unterhaltung mangelt es jedenfalls in keinem davon, das kann ich versprechen.

|50 Minuten auf 1 CD|
http://www.sinclairhoerspiele.de
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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Schreie in der Horror-Gruft (Folge 39)

_Techtelmechtel und Keilerei unter Untoten_

„Schreie in der Horror-Gruft“ ist die zweite Folge der Fariac-Trilogie und entspricht dem Band 140 der |Bastei|-Romanserie. John Sinclair verschlägt es ins 17. Jahrhundert, wo er sich mit Nachfahren der transsilvanischen Pfähler gegen die Vampirsippe des Grafen Fariac verbündet.

Die Trilogie:

Nr. 38: Im Land des Vampirs
Nr. 39: Schreie in der Horror-Gruft
Nr. 40: Mein Todesurteil

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause |Bastei|. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Inszenierung_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und Kevin Costner.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Dennis Hopper und Sir Anthony Hopkins, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Bill Connolly: Detlef Bierstedt, die deutsche Stimme von George Clooney
Suko: Martin May
Sir James Powell: Karl Heinz Tafel
Graf Fariac: Helmut Gauß (Liam Neeson, Samuel L. Jackson als Mace Windu in „Star Wars“)
Gräfin Fariac: Kerstin Sanders-Dornseif (Susan Sarandon, Glenn Close)
Jan Ziegler: Hans-Jürgen Wolf
Stephan Marek: Ernst August Schepmann
Ilona Marek: Marie Bierstedt, die deutsche Stimme von Kirsten Dunst und Kate Beckinsale
Karel Marek: Dietmar Wunder (Cuba Gooding jr., Don Cheadle)
Und andere.

_Der Produzent_

… ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Kessler
Produktion: Alex Stelkens (WortArt) und Marc Sieper (Lübbe Audio)

Mehr Infos: http://www.sinclair-hoerspiele.de, http://www.wortart.de

_Vorgeschichte_

Oberinspektor John Sinclair vom Scotland Yard wehrt gerade einen zudringlichen Straßenräuber ab, als der Privatdetektiv Jan Ziegler auftaucht und ihm einen wertvollen Tipp gibt: In den Labors von |Fariac Cosmetics| soll sich Sinclair doch mal das merkwürdige Mosaik anschauen, mit dem etwas nicht stimmt. Obwohl Sinclair dem Schnüffler nicht ganz vertraut, begleitet er ihn auf einem kleinen Einbruch in das Labor. Und merkt gleich, dass er hier richtig ist: Es riecht nach Blut!

Das Mosaik ist gigantisch: sechs Meter lang und mehrere Meter hoch. Es schimmert leicht rötlich, als sei es ebenfalls mit Blut getränkt. Es zeigt entstellte Wesen, Aderlasse und darüber zwei Blutsauger mit gefletschten Zähnen. Hier ist John an genau der richtigen Adresse … Ziegler wundert sich: Wohin ist der Oberinspektor verschwunden? Ein seltsamer Ton wie ein Herzschlag erfüllt die Luft. Ziegler versucht abzuhauen, doch er kommt nicht weit. Ein Schrei dringt aus dem Labor.

John gerät in eine albtraumhafte Szene. Ein Planwagen, der von einer jungen Frau gelenkt wird, wird von zwei Reitern immer weiter auf einen Abgrund zu getrieben. Die junge Frau scheint die Kontrolle über die wild gewordenen Pferde verloren zu haben. John greift ein und bringt den Wagen zum Stehen, knapp vor dem Sturz in den Abgrund. Die Reiter verschwinden. Die junge Frau ist sehr schön, nennt sich Ilona und verrät John, dass er im Jahr 1649 in Deutschland gelandet sei, nicht weit von einem Fluss namens Rhein.

Ein alter Mann, Ilonas Vater, entsteigt dem Planwagen und stellt sich als Stefan Marek vor. Sind sie etwa Verwandte von Frantisek Marek, dem Pfähler, der ihm in Transsilvanien gegen die Vampire half? Die wilden Reiter seien Söldner des Grafen Fariac, der oben auf einer großen Burg lebe und von dort mit ihnen das Land terrorisiere. Die Sonne geht unter. Ilona und Stefan bekommen Angst. Fariac sei ein Vampir und ein Herrscher über die Untoten. John fragt sich, ob dieser Fariac ein Urahn des Besitzers von |Fariac Cosmetics| sein könnte.

Unterdessen in London.

Sir James Powell, Sinclairs Chef, erfährt, dass Sinclair spurlos verschwunden sei. In der letzten Nacht habe die Stadtpolizei einen Mann namens Jan Ziegler aus der Themse gefischt, einen Privatdetektiv. Der hatte einen Hinweis auf Sinclair bei sich. Powell verständigt Sinclairs Freundin Jane Collins, die sich schon Sorgen macht. Bei Ziegler findet sich auch ein Scheck von |Fariac Cosmetics|, und Powell schickt Jane mit Suko los, um dort nach Sinclair zu suchen.

Im Jahr 1649 entwickeln sich die Dinge für Sinclair nicht sonderlich günstig. Die Söldner Fariacs haben ein Auge auf die schöne Ilona geworfen und fordern sie von Stefan und seinem Sohn Karel, den sie in einem Rheindorf getroffen haben. Als John sich gegen die Söldner stellt, wird auch er niedergeschlagen, Ilona auf die Burg des Grafen verschleppt. Sie soll dort von Gräfin Katharina für die „Vermählung“ mit dem Grafen vorbereitet werden, um das „ewige Leben“ zu erlangen, wie die Frau behauptet. Ilona hat keine Möglichkeit der Gegenwehr.

Die beiden Mareks haben sich John als Pfähler aus Transsilvanien zu erkennen gegeben und er sich als Erbe des Kreuzes von Hesekiel. Mit im gleichen Geist vereinten Kräften wollen sie Ilona aus den Klauen der Vampire retten. Hoffentlich ist es nicht schon zu spät für das Mädel!

_Handlung_

O-Ton: |“Da sind sie. Schlagt sie tot!“ Die Stimme des Mannes überschlug sich. Er war der Anführer einer mehrköpfigen Horde, die uns töten wollte: Karel Marek und mich! Ich packte den jungen Marek an der Schulter und wuchtete ihn herum. Der Anblick seines toten Vaters hatte ihn bis ins Mark getroffen.“| (O-Ton Ende) Sie wenden sich zur Flucht, landen im Pferdestall und legen dort Feuer, bevor sie auf eine Steintreppe eilen. Sie suchen Ilona, Karels Schwester.

Unterdessen sieht sich die entführte Ilona einem seltsamen Tableau gegenüber. Die Gattin Graf Fariac hat sie in einen Thronsaal vor den Herrn des Hauses geführt, doch ein Fluchtversuch scheitert. Sechs Mädchen, eine schöner als die andere, sind um den Thron gruppiert, auf dem der Obervampir Ilona willkommen heißt. Sie muss sich ausziehen und ihren Hals entblößen … Als Karel und Sinclair endlich durch die Tür in den Saal brechen, liegt Ilona scheinbar leblos am Boden. Ein Kampf gegen acht teuflische Gegner entbrennt. Oder sind es jetzt neun …?

|Gegenwart|

Bill Connolly und Jane Collins haben sich als Journalisten bei Gordon Fariac ausgegeben und eine Einladung nach Deutschland erhalten, um den Stammsitz der Fariacs zu besuchen. Da sie keine Waffen durch die Sicherheitskontrollen am Airport bringen können, kontaktieren sie einen Freund vor Ort: Kommissar Will Mallmann. Am Treffpunkt übergibt er ihnen ein paar dringend benötigte Ballermänner und macht sich dann separat auf den Weg, die Burgmauer zu ersteigen. Er wird Augenzeuge, wie zwei Leichenbestatter einen Sarg in die Gruft des Schlosses tragen.

Mallmann folgt dem Weg der Bestatter, die wieder abziehen, und gerät in ein Gewölbe, das jetzt zehn Särge beherbergt. Er öffnet einen davon und erlebt eine böse Überraschung. Unterdessen bittet Gordon Fariac Jane und Bill zu einem kleinen Umtrunk bei der Party, die er arrangiert hat – zu einem besonderen Anlass …

_Mein Eindruck_

Man sollte eine Kultserie, die schon derartig lange läuft, nicht in ihrem Grundkonzept ändern. Meist wird das von den Fans der jeweiligen Serie nicht begrüßt oder toleriert. Und der Autor Helmut Rellergerd hütet sich dementsprechend auch, irgendwelche störenden, womöglich revolutionär gedachten Elemente einzuführen. Was sich lange bewährt, ist schließlich gut! (um mal Goethe abzuwandeln)

Nein, der „Sohn des Lichts“ schlägt die Vampire, wo er auf sie stößt. Und sei er noch so verwirrt durch Graf Fariacs listig im Mosaik verborgenen Zeitmaschine, so weiß er doch, was er zu tun hat, wenn er ein Mädel in Not sieht, noch dazu ein so hübsches wie Ilona Marek. Leider schließt sein Pflichtbewusstsein auch ihre Tötung in Folge 40 ein – das Leben ist hart, aber die Pflicht ist härter! Es kommt eben darauf an zu wissen, auf welcher Seite man steht, und Ilona, wenn auch nicht durch ihre eigene Schuld, stand nach ihrer Vampirwerdung eindeutig auf der falschen.

Ein wenig erstaunlich fand ich es schon, dass die Vampire, die die Mareks schon längst ausgespäht haben, nicht sogleich bei Nacht über sie herfallen, sondern vielmehr ihre Söldner aussenden, um nur Ilona zu verschleppen. Offenbar sind Vampire auch und besonders in deutschen Rheinlanden ein wählerisches Völkchen, das sich nur das Beste vom Besten schnappt; also junge Weibchen der menschlichen Spezies! Man kann die Sekunden zählen, bis sich selbiges Weibchen vollständig zu entblößen hat. Diesmal passiert es vor einer anderen Frau. Ein Narr, wer jetzt eine heiße Lesbenszene erwartet. Vielmehr erinnert alles fatal an gewisse Graf-Dracula-Szenen.

Vielleicht ist es aber nicht so fördernd für den Spaß an dieser einfachen Geschichte für etwa sechzehnjährige Jungs und Mädels, wenn man sich den Kopf über die offenen Fragen und die Motivationen der Figuren zerbricht. Ein zerbrochener Kopf hat noch nie viel Spaß gehabt, wenn man den Berichten glauben darf.

Bloß gut für unseren Helden, dass seine Freunde auf der anderen Seite der Zeit (was wir für unsere Gegenwart halten) auf dem qui-vive sind und eins und eins zusammenzuzählen wissen. Suko liefert die Fakten, Jane Collins die Gefühle, Sir Powell die Befehle – dann kann die Rettungsaktion ja losgehen. Die Spur führt, wie könnte es anders sein, direkt zu |Fariac Cosmetics|, und dessen Besitzer ist aufgrund der Familienähnlichkeit offensichtlich ein schlimmer Finger, dem Scotland Yard schon bald auf denselben hauen wird. Die Frage ist natürlich: Wie tötet man einen Untoten? Vielleicht sollte man doch die guten alten Silberkugeln wieder hervorkramen.

_Die Inszenierung_

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück schaffen die Profis dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

|Musik und Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Die Besonderheit dieser Episode liegt darin, dass die Szenen, die im Jahr 1649 spielen, völlig andere Geräusche aufweisen als jene Szenen, die in der Gegenwart spielen. Das sorgt für einen reizvollen Kontrast.

Und es erinnert den Hörer wiederholt daran, dass er es mit einer Zeitreisegeschichte zu tun hat. (Sich zu fragen, wie die Zeitreise funktioniert, führt nur zu einem zerbrochenen Kopf – davor wird dringend gewarnt. Man nehme an, dass es sich um Magie handelt, denn merke: „Eine Technik, die genügend weit fortgeschritten ist, lässt sich von Magie nicht unterscheiden.“ Sagte schon Arthur C. Clarke.)

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British Horror Film zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischem Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, auch nicht die Erotik und Romantik. Wieder mal verliebt sich John Sinclair in eine Schönheit, ohne einen Gedanken an seine Jane zu verschwenden. Offenbar weiß er die Früchte, die der Augenblick bietet, stets rechtzeitig zu pflücken. Oder sein Schöpfer will das Publikum nicht mit solchen Feinheiten langweilen (ein sehr ehrenwerter Grund).

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Die Action kommt niemals zu kurz, sondern steht in diesem Mittelteil der Trilogie sogar im Vordergrund. Um die Story komplett zu verstehen, empfiehlt es sich selbstredend, auch den ersten Teil der Trilogie anzuhören. An Unterhaltung mangelt es jedenfalls in keinem davon, das kann ich versprechen.

|50 Minuten auf 1 CD|
http://www.sinclairhoerspiele.de
http://www.luebbe-audio.de
http://www.wortart.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Im Land des Vampirs (Folge 38)

_Zeitreise-Abenteuer: Kampf gegen die Blutsauger_

„Im Land des Vampirs“ ist die 1. Folge der |Fariac|-Trilogie und entspricht dem Band 139 der Bastei-Romanserie. John Sinclair verschlägt es ins 17. Jahrhundert, wo er sich mit Nachfahren der transsilvanischen Pfähler gegen die Vampirsippe des Grafen Fariac verbündet.

_Der Autor_

Der unter dem Pseudonym „Jason Dark“ arbeitende deutsche Autor Helmut Rellergerd ist der Schöpfer des Geisterjägers John Sinclair. Am 13. Juli 1973 eröffnete der Roman „Die Nacht des Hexers“ die neue Romanheft-Gruselserie „Gespenster-Krimi“ aus dem Hause |Bastei|. Inzwischen sind über 1700 John-Sinclair-Romane erschienen, die Gesamtauflage der Serie beträgt laut Verlag über 250 Millionen Exemplare.

_Die Sprecher_

Frank Glaubrecht spricht den Geisterjäger himself und ist die deutsche Stimme von Al Pacino, Jeremy Irons, Pierce Brosnan und Kevin Costner.
Joachim Kerzel, die deutsche Stimme von Jack Nicholson, Dennis Hopper und Sir Anthony Hopkins, spricht den Erzähler.
Jane Collins: Franziska Pigulla, die deutsche Stimme von Gillian „Scully“ Anderson
Bill Connolly: Detlef Bierstedt, die deutsche Stimme von George Clooney
Suko: Martin May
Sir James Powell: Karl Heinz Tafel
Graf Fariac: Helmut Gauß (Liam Neeson, Samuel L. Jackson als Mace Windu in „Star Wars“)
Gräfin Fariac: Kerstin Sanders-Dornseif (Susan Sarandon, Glenn Close)
Jan Ziegler: Hans-Jürgen Wolf
Stephan Marek: Ernst August Schepmann
Ilona Marek: Marie Bierstedt, die deutsche Stimme von Kirsten Dunst und Kate Beckinsale
Karel Marek: Dietmar Wunder (Cuba Gooding jr., Don Cheadle)
Und andere.

_Der Produzent_

… ist Oliver Döring, Jahrgang 1969, der seit 1992 ein gefragter Allrounder in der Medienbranche ist. „Als Autor, Regisseur und Produzent der John-Sinclair-Hörspiele hat er neue Maßstäbe in der Audio-Unterhaltung gesetzt und ‚Breitwandkino für den Kopf‘ geschaffen“, behauptet der Verlag. Immerhin: Dörings preisgekröntes Sinclair-Spezial-Hörspiel [„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 hielt sich nach Verlagsangaben wochenlang in den deutschen Charts.

Buch und Regie: Oliver Döring
Regieassistenz: Patrick Simon
Hörspielmusik: Christian Hagitte, Simon Bertling, Florian Göbels
Tontechnik: Arne Denneler
Schnittassistenz: Jennifer Kessler
Produktion: Alex Stelkens (WortArt) und Marc Sieper (Lübbe Audio)

Mehr Infos: http://www.sinclair-hoerspiele.de, http://www.wortart.de

_Handlung_

Oberinspektor John Sinclair vom Scotland Yard wehrt gerade einen zudringlichen Straßenräuber ab, als der Privatdetektiv Jan Ziegler auftaucht und ihm einen wertvollen Tipp gibt: In den Labors von |Fariac Cosmetics| soll sich Sinclair doch mal das merkwürdige Mosaik anschauen, mit dem etwas nicht stimmt. Obwohl Sinclair dem Schnüffler nicht ganz vertraut, begleitet er ihn auf einem kleinen Einbruch in das Labor. Und merkt gleich, dass er hier richtig ist: Es riecht nach Blut!

Das Mosaik ist gigantisch: sechs Meter lang und mehrere Meter hoch. Es schimmert leicht rötlich, als sei es ebenfalls mit Blut getränkt. Es zeigt entstellte Wesen, Aderlasse und darüber zwei Blutsauger mit gefletschten Zähnen. Hier ist John an genau der richtigen Adresse … Ziegler wundert sich: Wohin ist der Oberinspektor verschwunden? Ein seltsamer Ton wie ein Herzschlag erfüllt die Luft. Ziegler versucht abzuhauen, doch er kommt nicht weit. Ein Schrei dringt aus dem Labor.

John gerät in eine albtraumhafte Szene. Ein Planwagen, der von einer jungen Frau gelenkt wird, wird von zwei Reitern immer weiter auf einen Abgrund zu getrieben. Die junge Frau scheint die Kontrolle über die wild gewordenen Pferde verloren zu haben. John greift ein und bringt den Wagen zum Stehen, knapp vor dem Sturz in den Abgrund. Die Reiter verschwinden. Die junge Frau ist sehr schön, nennt sich Ilona und verrät John, dass er im Jahr 1649 in Deutschland gelandet sei, nicht weit von einem Fluss namens Rhein.

Ein alter Mann, Ilonas Vater, entsteigt dem Planwagen und stellt sich als Stefan Marek vor. Sind sie etwa Verwandte von Frantisek Marek, dem Pfähler, der ihm in Transsilvanien gegen die Vampire half? Die wilden Reiter seien Söldner des Grafen Fariac, der oben auf einer großen Burg lebe und von dort mit ihnen das Land terrorisiere. Die Sonne geht unter. Ilona und Stefan bekommen Angst. Fariac sei ein Vampir und ein Herrscher über die Untoten. John fragt sich, ob dieser Fariac ein Urahn des Besitzers von |Fariac Cosmetics| sein könnte.

Unterdessen in London. Sir James Powell, Sinclairs Chef, erfährt, dass Sinclair spurlos verschwunden sei. In der letzten Nacht habe die Stadtpolizei einen Mann namens Jan Ziegler aus der Themse gefischt, einen Privatdetektiv. Der hatte einen Hinweis auf Sinclair bei sich. Powell verständigt Sinclairs Freundin Jane Collins, die sich schon Sorgen macht. Bei Ziegler findet sich auch ein Scheck von |Fariac Cosmetics|, und Powell schickt Jane mit Suko los, um dort nach Sinclair zu suchen.

Im Jahr 1649 entwickeln sich die Dinge für Sinclair nicht sonderlich günstig. Die Söldner Fariacs haben ein Auge auf die schöne Ilona geworfen und fordern sie von Stefan und seinem Sohn Karel, den sie in einem Rheindorf getroffen haben. Als John sich gegen die Söldner stellt, wird auch er niedergeschlagen, Ilona auf die Burg des Grafen verschleppt. Sie soll dort von Gräfin Katharina für die „Vermählung“ mit dem Grafen vorbereitet werden, um das „ewige Leben“ zu erlangen, wie die Frau behauptet. Ilona hat keine Möglichkeit der Gegenwehr.

Die beiden Mareks haben sich John als Pfähler aus Transsilvanien zu erkennen gegeben und er sich als Erbe des Kreuzes von Hesekiel. Mit im gleichen Geist vereinten Kräften wollen sie Ilona aus den Klauen der Vampire retten. Hoffentlich ist es nicht schon zu spät für das Mädel!

_Mein Eindruck_

Man sollte eine Kultserie, die schon derartig lange läuft, nicht in ihrem Grundkonzept ändern. Meist wird das von den Fans der jeweiligen Serie nicht begrüßt oder toleriert. Und der Autor Helmut Rellergerd hütet sich dementsprechend auch, irgendwelche störenden, womöglich revolutionär gedachten Elemente einzuführen. Was sich lange bewährt, ist schließlich gut! (um mal Goethe abzuwandeln)

Nein, der „Sohn des Lichts“ schlägt die Vampire, wo er auf sie stößt. Und sei er noch so verwirrt durch Graf Fariacs listig im Mosaik verborgenene Zeitmaschine, so weiß er doch, was er zu tun hat, wenn er ein Mädel in Not sieht, noch dazu ein so hübsches wie Ilona Marek. Leider schließt sein Pflichtbewusstsein auch ihre Tötung in Folge 40 ein – das Leben ist hart, aber die Pflicht ist härter! Es kommt eben darauf an zu wissen, auf welcher Seite man steht, und Ilona, wenn auch nicht durch ihre eigene Schuld, stand nach ihrer Vampirwerdung eindeutig auf der falschen.

Ein wenig erstaunlich fand ich es schon, dass die Vampire, die die Mareks schon längst ausgespäht haben, nicht sogleich bei Nacht über sie herfallen, sondern vielmehr ihre Söldner aussenden, um nur Ilona zu verschleppen. Offenbar sind Vampire auch und besonders in deutschen Rheinlanden ein wählerisches Völkchen, das sich nur das Beste vom Besten schnappt; also junge Weibchen der menschlichen Spezies! Man kann die Sekunden zählen, bis sich selbiges Weibchen vollständig zu entblößen hat. Diesmal passiert es vor einer anderen Frau. Ein Narr, wer jetzt eine heiße Lesbenszene erwartet.

Vielleicht ist es aber nicht so fördernd für den Spaß an dieser einfachen Geschichte für etwa sechzehnjährige Jungs und Mädels, wenn man sich den Kopf über die offenen Fragen und die Motivationen der Figuren zerbricht. Ein zerbrochener Kopf hat noch nie viel Spaß gehabt, wenn man den Berichten glauben darf.

Bloß gut für unseren Helden, dass seine Freunde auf der anderen Seite der Zeit (was wir für unsere Gegenwart halten) auf dem qui-vive sind und eins und eins zusammenzuzählen wissen. Suko liefert die Fakten, Jane Collins die Gefühle, Sir Powell die Befehle – dann kann die Rettungsaktion ja losgehen. Die Spur führt, wie könnte es anders sein, direkt zu |Fariac Cosmetics|, und dessen Besitzer ist aufgrund der Familienähnlichkeit offensichtlich ein schlimmer Finger, dem Scotland Yard schon bald auf denselben hauen wird. Die Frage ist natürlich: Wie tötet man einen Untoten?

Die Antwort darauf liefern hoffentlich die beiden Teile 2 und 3 dieser Trilogie.

_Die Sprecher / Die Inszenierung_

Die Macher der „Geisterjäger“-Hörspiele suchen ihren Vorteil im zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb der Hörbuchproduktionen offensichtlich darin, dass sie dem Zuhörer nicht nur spannende Gruselunterhaltung bieten, sondern ihm dabei auch noch das Gefühl geben, in einem Film voller Hollywoodstars zu sitzen. Allerdings darf sich niemand auf vergangenen Lorbeeren ausruhen: bloßes Namedropping zieht nicht, und So-tun-als-ob ebenfalls nicht.

Die Sprecher, die vom Starruhm der synchronisierten Vorbilder zehren, müssen selbst ebenfalls ihre erworbenen Sprechfähigkeiten in die Waagschale werfen. Zum Glück machen Pigulla, Kerzel, Glaubrecht und Co. dies in hervorragender und glaubwürdiger Weise. Statt gewisse Anfänger zu engagieren, die mangels Erfahrung bei den zahlreichen emotionalen Szenen unter- oder übertreiben könnten, beruht der Erfolg dieser Hörspielreihe ganz wesentlich darauf, dass hier zumeist langjährige Profis mit schlafwandlerischer Sicherheit ihre Sätze vorzutragen wissen.

|Musik und Geräusche|

Die Geräusche sind genau die gleichen, wie man sie in einem halbwegs realistischen Genre-Spielfilm erwarten würde, und die Geräuschkulisse wird in manchen Schlüsselszenen recht stimmungsvoll aufgebaut. Die Besonderheit dieser Episode liegt darin, dass die Szenen, die im Jahr 1649 spielen, völlig andere Geräusche aufweisen als jene, die in der Gegenwart spielen. Das sorgt für einen reizvollen Kontrast.

Und es erinnert den Hörer wiederholt daran, dass er es mit einer Zeitreisegeschichte zu tun hat. (Sich zu fragen, wie die Zeitreise funktioniert, führt nur zu einem zerbrochenen Kopf – davor wird dringend gewarnt. Man nehme an, dass es sich um Magie handelt, denn merke: „Eine Technik, die genügend weit fortgeschritten ist, lässt sich von Magie nicht unterscheiden.“ Sagte schon Arthur C. Clarke.)

Die Musik gibt ziemlich genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und leitet in den kurzen Pausen bzw. Übergängen gleich zur nächsten Szene über. Sie wurde von einem Orchester eingespielt, und so entsteht der Eindruck, die Begleitmusik zu einem alten Hollywood- oder British-Horror-Film zu hören. Stets gibt sie sehr genau die vorherrschende Stimmung einer Szene wieder und ist mit einem klassischen Instrumentarium produziert. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Titelmelodie der Serie erschallt in einem hämmernden Rock-Rhythmus aus den Lautsprecherboxen. Sehr sympathisch.

Musik, Geräusche und Stimmen wurden so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

|Das Booklet|

… enthält im Innenteil Angaben über die zahlreichen Sprecher und die Macher. Der Verlag empfiehlt sein Werk ab 16 Jahren.

_Unterm Strich_

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis. Dabei kommt aber die Action nie zu kurz, auch nicht die Erotik und Romantik. Wieder mal verliebt sich John Sinclair in eine Schönheit, ohne einen Gedanken an seine Jane Collins zu verschwenden. Offenbar weiß er die Früchte, die der Augeblick bietet, stets rechtzeitig zu pflücken. Oder sein Schöpfer will das Publikum nicht mit solchen Feinheiten langweilen (ein sehr ehrenwerter Grund).

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling.

|50 Minuten auf 1 CD / MC|
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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Im Land des Vampirs (Folge 38)

_Story_

John Sinclair ist es von Beginn an nicht geheuer, dass der zwielichtige Privatdetektiv Jan Ziegler ihm einige unglaubliche Enthüllungen offenbaren möchte. Dennoch lässt er sich auf dessen Einladung ein und folgt ihm ins Kosmetik-Labor der Firma Fariac Cosmetics. Dort hat Ziegler kürzlich ein seltsames, abstoßendes Mosaik aufgespürt, das ganz und gar nicht mit dem Image der Firma zu vereinbaren ist. Und dann geschieht es: Sinclair verschwindet im Mosaik, und während Ziegler noch ungläubig nach seinem Zweckverbündeten sucht, wird er auch schon hinterrücks erstochen und anschließend in der Themse ‚entsorgt‘.

Derweil traut der Geisterjäger seinen Augen nicht; er wurde mittels eines merkwürdigen Portals ins 17. Jahrhundert teleportiert und muss dort direkt seinen Mann stehen, als eine Zigeunerfamilie von einem Söldnerheer gehetzt wird. Es handelt sich dabei um die Familie Marek, die John alsbald in Verbindung mit seinem alten Gefährten Frantisek Marek bringt, mit dem er einst Draculas Sohn pfählte. Und diese Verbindung scheint sich immer mehr zu bestätigen, als Sinclair von der Existenz des Vampirgrafen Fariac erfährt, der die Menschen unterdrückt und Leute aus der Unterschicht gnadenlos unterwirft.

Gemeinsam mit Ilona und Stephan Marek begibt er sich auf die Suche nach dem vermissten Sprössling Karel, dem einzig verbliebenen Hoffnungsträger und Stammhalter der Familie. Doch schneller als befürchtet geraten sie erneut ins Kreuzfeuer der Blutsauger und deren Anhänger. Und während man im London der Jetztzeit vergeblich nach Sinclair fahndet, muss dieser seine Qualitäten ohne die bekannten Hilfsmittel im Deutschland nach dem 30-jährigen Krieg unter Beweis stellen. Allerdings scheinen die Gegner dieses Mal geradezu unbezwingbar.

_Persönlicher Eindruck_

Wow, kaum zu glauben, dass es dem Regie-Team der Sinclair-Hörspiele immer wieder gelingt, einen echten Meilenstein – und als solchen möchte ich die grandiose, vorangegangene Folge [„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 einfach mal bezeichnen – noch einmal zu übertreffen. Zwar sollten vorschnelle Urteile bei einem Dreiteiler, wie er mit „Im Land des Vampirs“ gerade erst eröffnet wird, immer mit Vorsicht zu genießen sein, doch birgt alleine die erste Episode dieser neuen Trilogie schon ein derartiges Potenzial, dass die Spannung schon in der Anfangsphase der Riesenstory ins Unermessliche steigt.

Dabei ist der Hintergrund der Handlung alles andere als innovativ, schließlich gibt es Geschichten über unfreiwillige Zeitreisen selbst in diesem Metier wie Sand am Meer. Doch alleine schon durch die geschickte Verknüpfung mit vorherigen Hörspielen (in diesem Falle wird [„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 aufgegriffen) zeigt sich wiederum die Brillanz, die Dark beim Verfassen seiner Vampirromane an den Tag legt. So ist „Im Land der Vampire“ neben der spannenden Hauptstory mit vielen Aha-Effekten und Déjà-vu-Erlebnissen angereichert worden, deren bloße Existenz das Hörspiel nicht bloß allgemein bereichert, sondern auch eine stetig wachsende Begeisterung auslöst, die sich zunächst ganz unabhängig vom neuen Plot entwickelt, in Kombination mit den frischen Ideen dann aber regelrecht zur Euphorie führt. Darüber hinaus kann die neueste Episode mit einer ganzen Reihe humorvoller Situationen aufwarten; so bringt der Protagonist immer wieder einige moderne Redewendungen ein, die an der jeweiligen Stelle ohne das entsprechende Bedeutungswissen gar nicht eingeordnet werden können. Permanent muss er sich letztendlich korrigieren, damit seine Kommentare nicht falsch interpretiert werden und seine bissige Ironie ihn nicht ins Verderben stürzt, was wiederum in mancher Passage gar vernichtende Auswirkungen haben könnte.

Andererseits soll dies nicht bedeuten, der Inhalt würde infolge dessen seine Ernsthaftigkeit verlieren. Das genaue Gegenteil ist nämlich der Fall, denn bisweilen geht es „Im Land des Vampirs“ ziemlich blutig zu, angefangen beim Attentat auf Jan Ziegler über die brutalen Übergriffe der Vampire bis hin zur Ermordung eines Hauptdarstellers. Ab und an wünscht man sich dabei zwar schon, dass man mit den einzelnen Todesfällen etwas seriöser umgehen würde – dies würde der Geschichte dann auch den letzten fehlenden Funken Authentizität verpassen – aber im Zuge der temporeich verlaufenden Ereignisse geht dies schließlich in Ordnung und sorgt ungewollt(?) dafür, dass die Story zu keinem Punkt ein Übergewicht in Sachen Pathos bekommt.

Entscheidend für den wirklich uneingeschränkt überzeugten Gesamteindruck ist indes einmal mehr die wunderbare Atmosphäre. Hier ist es Regisseur Oliver Döring sehr gut gelungen, die Kontraste zwischen den beiden Welten, in denen die Geschichte spielt, hervorzuheben und durch die starke Betonung der Wendepunkte des Geschehens echte Akzente zu setzen. Der überragende Spannungsaufbau scheint daher nur noch Formsache und ist schlussendlich das Sahnehäubchen eines brillanten Eröffnungshörspiels einer sehr viel versprechenden, neuen Trilogie um den geschätzten Geisterjäger. Wenn sich da mal kein Klassiker anbahnt …

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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Dr. Tods Horror-Insel (Folge 37)

_Story_

Auf einer gerade geschlossenen Bohrinsel ereignen sich seltsame Dinge. Noch während die letzten Arbeiter auf ihren Abtransport vom stillgelegten Einsatzort warten, wird die gesamte Insel von einem seltsamen Nebel umgeben. Bereits kurze Zeit später werden Mark Brennan und seine Leute von einigen grausamen Ereignissen überrascht, als das Team der Mordliga die Bohrstation infiltriert und bis auf Brennan alle verbliebenen Angestellten tödlich zurichtet. Bei einer Routineabfrage über den Status der zurückgebliebenen Arbeiter gelingt es dem entführten Brennan, ein Signal zu senden, welches schließlich Scotland Yard auf den Plan ruft.

Sofort bricht John Sinclair auf, um die verschollene Mordliga ein für allemal zu vernichten. Aber auch ihm erscheint der Nebel, der von wahrlich Bösem kündet: Solo Morasso und seine Schergen planen nämlich die Wiederauferstehung von Vampiro del Mar und damit den endgültigen Triumph der Untoten. Erst als Sinclair dies klar wird, wünscht er sich, er hätte bei seiner neuesten Mission nicht leichtfertig auf die Schützenhilfe von Bill Conolly und Suko verzichtet …

_Persönlicher Eindruck_

Die heiß ersehnte neue Episode um den beliebten Geisterjäger offeriert mal wieder alles, was man vom modernen Sinclair erwartet, und damit in erster Linie grenzenlosen Bombast. Auf „Dr. Tods Horror-Insel“ trifft man gleich die ganze Riege der Superschurken wieder und damit auch viele alte Bekannte, die bereits in vorherigen Sinclair-Hörspielen zur echten Bedrohung für die Welt des John Sinclair avanciert waren. Nun machen sie an Seite von Dr. Tod gemeinsame Sache und greifen als Mordliga zum ersten Mal in Gesamtstärke an, was den leichtsinnigen Geisterjäger vor seine möglicherweise härteste Probe bisher stellt.

Der bestialische Tokata, der gewiefte Mr. Mondo, der unerbittliche Solo Morasso und die wegen ihrer Naivität nicht gerade ungefährliche Lupina holen zum vernichtenden Schlag aus und vollziehen gerade die letzten Schritte zur Auferstehung eines noch mächtigeren Verbündeten. Dies alles findet natürlich an einem allzu schauerlichen Schauplatz statt, einer verlassenen Bohrinsel, deren Mitarbeiter gerade Schritt für Schritt mit dem Helikopter heimgebracht werden sollen und in ihrer Euphorie ins Verderben stürzen. Und auch der überlebende Brennan wünscht sich bisweilen, er hätte lieber den Tod gefunden, als von der skrupellosen Mordliga versklavt zu werden. Ja, genau das ist der Stoff, aus dem Sinclair-Hörspiele gemacht sind!

Abgesehen vom super-spannenden Plot findet man in Episode 37 aber auch sonst die elementaren Inhalte, die diese Serie über das Gros der Konkurrenz stellen: zynischen Humor von Seiten aller Protagonisten, waghalsige Wendungen im Verlauf der Story, eine finstere Atmosphäre, deren Dichte eines der faszinierendsten Elemente des gesamten Hörspiels ist, und toll eingeführte und aufeinander abgestimmte Charaktere, die zudem auch noch das Glück haben, von jederzeit ambitionierten Sprechern begleitet zu werden. Verbleibt noch der anfangs erwähnte Bombast, der sich nicht bloß in den zahlreichen Effekten widerspiegelt, sondern generell vom Reichtum an Beteiligten und Handlung im Allgemeinen zehrt. Allein die Tatsache, dass die Schurken in gebündelter form auftreten und ein großes Finale im Kampf gegen die Mordliga unmittelbar bevorsteht, sollte den erfahrenen Hörer aufhorchen lassen, ganz zu schweigen vom drohenden Unheil, das Dr. Tods Verbündete gerade einzuleiten gedenken.

Klar, die massiv gestreuten Zitate vergangener Hörspiele mögen letztendlich zwar die Vermutung nahelegen, dass Mr. Dark die Ideen ausgegangen sind und das Rezitieren bekannter Inhalte zu einem zwingenden Erfordernis geworden ist – doch sind es gerade die alten Bekannten, die hier in neuer Form für Begeisterung am laufenden Band sorgen und „Dr. Tods Horror-Insel“ definitiv zum besten der ’neuen‘ Sinclair-Hörspiele aufsteigen lassen. Doch selbst dies scheint nur eine Momentaufnahme zu sein, denn der nächste Dreiteiler steht bereits in den Startlöchern …

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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

John Sinclair – Die Comedy

Story

Sinclair und Suko werden im Cheshunt Forest von einer mordlustigen Truppe Einheimischer gejagt und blicken dem Tod direkt ins Auge. Ausgerechnet in diesem Moment stürzt Suko auch noch in eine Bärenfalle, und schon rollt ein Zug heran und droht, den Geisterjäger und seinen kampfsporterprobten Begleiter zu überrollen. Beide sind sie auf der Suche nach Jane, als tatsächlich ein Grizzlybär auftaucht und den Geisterjäger packt. Als dann auch noch ein Ghoul in die Szenerie eintritt, ist dem Agentenduo klar, dass dies der Auftakt zu einem völlig außergewöhnlichen Fall ist.

Meine Meinung

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Dark, Jason – John Sinclair – Königin der Wölfe (Folge 35, Teil 2)

_Story_

Mr. Mondo und seine Gefolgschaft haben John endgültig in ihre Fänge bekommen und sehnen sich nun danach, ihn zu einem mächtigen Verbündeten zu machen. Ein bösartiges Serum verwandelt den Geisterjäger innerhalb weniger Minuten in einen blutrünstiegn Werwolf, der alle Kommandos seines Herrchens befolgt. Allerdings sind nicht alle Gefährten des psychiatrischen Facharztes mit dieser Verwandlung einverstanden. Die radikale Pamela zum Beispiel sinnt darauf, Sinclair sofort zu töten, doch dies kann Mondo nicht akzeptieren. Stattdessen übergibt er seinen neuen Schützling in die Hände der Dämonin Lupina, die wiederum einen Kampf zwischen Sinclair und einem weiteren Werwolf inszeniert. John geht als Sieger hervor, bindet sich dadurch aber noch stärker an seine neue Herrin. Wird es seinem Team um Suko, Bill Conolly und seine Geliebte Jane Collins gelingen, John wieder seine echte Identität zu verschaffen?

_Meine Meinung_

Ganz ehrlich: Ich bin ein wenig enttäuscht von der Fortsetzung des genialen [„Mr. Mondos Monster“.]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 Irgendwie ist es nämlich nicht gelungen, die hierin begonnene, äußerst vielversprechende Geschichte fließend aufzunehmen und sie auf gleichem Niveau zu Ende zu bringen. So viel schon mal zum ersten Eindruck.

Nun, beginnen wir aber mal beim eigentlichen Problem, den fehlenden Verknüpfungen. Rein äußerlich sind die Episoden 34 und 35 ein zusammengehöriger Zweiteiler, in dem es um die gewaltigen Resultate der Forschung von Mr. Mondo geht. Allerdings ist hiervon in „Königin der Vampire“ kaum noch die Rede. Mit einem Mal schwenkt die Handlung nämlich komplett um und beschränkt sich nur noch auf die finstere Inkarnation des John Sinclair, ohne dabei jedoch zu weit in die Tiefe zu gehen. Das soll sicher nicht heißen, dass die Geschichte deswegen enorm an Spannung einbüßt, doch es ist schon so, dass wichtige, prägnante Elemente des ersten Teils gänzlich abhanden gekommen sind, wie zum Beispiel der nette Humor um die schrullige Sarah Goldwyn oder aber die rasante Action, die sich während der Verfolgungsjagd von Mr. Mondos Schergen auf Sinclair und eben jene alte Dame ergeben hat.

Gewichen sind sie einem selbst für Sinclair-Verhältnisse enorm düsterem Schauspiel, welches den Protagonisten aus einer völlig anderen Perspektive zeigt. Sinclair gehört plötzlich dem Bösen an, kämpft an entgegengesetzter Front, kann aber an dieser Seite nicht so ganz überzeugen. Das mag zum einen auch daran liegen, dass es einfach ungewohnt ist, den Geisterjäger so zu hören, entspricht aber auch ansonsten nicht so recht den Vorstellungen der ihm hier zugedachten Rolle. Mit anderen Worten: Die Umsetzung ist – und das ist innerhalb dieser Reihe nun wirklich mal eine Ausnahme – trotz aller Effekte und Klangmalereien nicht so toll, wie man es eigentlich gewohnt ist.

Natürlich muss man sich diesbezüglich aber auch vergegenwärtigen, dass die Erwartungen an diese Hörspielserie enorm groß sind und man eben nicht immer nur Highlights bekommen kann. Ich will diese leicht verpatzte Gelegenheit, aus der Doppelfolge ein echtes Event zu machen, zwar nicht mit irgendwelchen Floskeln rechtfertigen, aber darauf hinweisen, dass selbst diese Episode immer noch mit großem Abstand besser ist als 99 Prozent der übrigen Hörspiele und -bücher aus diesem Bereich. Dass es keine 100 Prozent sind, liegt schlicht und einfach daran, das man die Rahmenhandlung ziemlich grob auseinandergerissen und die Schwerpunkte denkbar ungünstig und im Großen und Ganzen auch zu oberflächlich verteilt hat. Zudem fehlt irgendwie der Witz an der Sache. Ich halte es für ziemlich ungünstig, den Plot mit zünftigem Humor zu beginnen (so geschehen in „Mr. Mondos Monster“) und anschließend mit einer bierernsten, bitterbösen Fortsetzung abzuschließen. Irgendwie beißen sich diese Gegensätze bezogen auf den Inhalt ganz gewaltig.

Zusammengefasst hat sich das Produktionsteam schlicht und einfach nicht auf seine eigentlichen Stärken besonnen, die prinzipiell darin bestehen, in kürzester Zeit eine flotte Action/Horror-Geschichte mit Spannung zu füllen und sie zielstrebig bis zum Schluss zu verfolgen. Was vor einem halben Jahr gut begonnen hat, findet hier ein etwas lahmes, nicht ganz zufriedenstellendes Ende. Sinclair-Fans müssen sich von dieser Kritik jetzt aber nicht vollständig irritieren lassen, sollten aber berücksichtigen, dass diese Doppelfolge in ihrem zweiten Part einige überraschende Schwächen hat. „John Sinclair“ gibt’s auch besser, zum Beispiel gleich in der nachfolgenden Episode, und das ist letztendlich auch der einzige Fakt, der zählt.

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[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
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[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
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[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
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[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason – John Sinclair – Der Todesnebel (Folge 36)

_Story_

In der Nähe eines kleinen Küstendorfes schwebt ein seltsamer Nebel übers Meer, der vor allem den älteren Bewohnern große Angst einjagt. Der junge Phil muss als Erster erfahren, wie begründet diese Ängste sind, als er nach einer Irrfahrt auf seinem Boot ‚verändert‘ zurückkehrt und beim Aufeinandertreffen mit seiner Familie in London ein Blutbad anrichtet. Gerade noch rechtzeitig kann Sinclair einschreiten und zumindest die Mutter des Jungen retten, wohingegen der erst 13-jährige Phil in der Gestalt eines Mumien-ähnlichen Dämons von Sinclair tödlich verletzt wird.

Währenddessen geht Phils Onkel der Sache auf den Grund und steuert mit einem befreundeten Schiffsmann mitten in den Nebel hinein. Bei ihrer Rückkehr scheint alles normal zu sein, so dass beide sich vor den wartenden Bewohnern noch über die angeblichen finsteren Mächte hinter dem Nebel lustig machen. Doch die beruhigten Leute werden schnell eines Besseren belehrt, als Billy und Gard im Dorf Amok laufen und beim Versuch, den Pfarrer und die religiösen Symbole des Dorfes zu vernichten, ebenfalls nur noch vom herbeigereisten Sinclair aufgehalten werden können. Doch selbst der Geisterjäger weiß keinen Rat, muss aber schnell handeln, denn der Nebel steuert direkt auf das Dörfchen zu, und wie grausam sich sein Kontakt auswirkt, haben mittlerweile viele leibhaftig bezeugen können …

_Meine Meinung_

Die jüngste Veröffentlichung aus der „John Sinclair“-Hörspielserie ist im Hinblick auf die prickelnd gruselige Atmosphäre eines der absoluten Highlights aus dem bisherigen Audio-Katalog des Geisterjägers. Alleine der Handlungsschauplatz birgt schon genügend Potenzial für eine weitere schaurige Geschichte, und dies haben die Sprecher von „Der Todesnebel“ unter der Anleitung von Oliver Döring nicht nur verinnerlicht, sondern diesbezüglich auch einen erstklassigen, würdigen Transfer geleistet.

Zudem verfolgt man in Episode 36 mal wieder einige frische Ansätze, was schon damit beginnt, dass der neue Gegner des Geisterjägers erst einmal unscheinbar und vor allem auch undurchschaubar ist. Sinclair ist sich nicht sicher, wie er die aktuelle Bedrohung definieren soll, denn ihm ist nicht bekannt, ob die dichte Nebeldecke von einer höheren Macht befohlen wird oder ob es sich hier um eine neue, eigenständige teuflische Erscheinung handelt, die alle bislang bekannten Charakteristika der dämonischen Geschöpfe außer Kraft setzt. Lediglich eines ist sicher, und das ist die Gefahr, die inmitten des Nebels lauert. Menschen verändern sich nach direktem Kontakt, und keiner kann sagen, was genau passiert, wenn man von der diesigen Luft festgehalten wird. Sinclair bieten sich auch keine Möglichkeiten, dies herauszufinden, weil alle Betroffenen ihr Verhalten derart krass modifiziert haben, dass ihr wahres Ich zur Unkenntlichkeit entstellt wurde.

Eine harte Nuss für unseren Geisterjäger, und ein unheimlich spannendes Hörspiel für seine Fangemeinde. So lautet schon einmal vorab das Resümee nach dieser wiederum recht langen Erzählung. Der Regisseur scheint wirklich sehr bemüht, die Saga mittels frischer Zutaten lebendig zu halten, ohne dabei auf altbewährte Elemente zu verzichten, und dies ist ihm hier auch fabelhaft gelungen. Abgesehen von den ermittelnden Hauptdarstellern ist in „Der Todesnebel“ nämlich so ziemlich alles neu; die Gegner, Sinclairs Handeln, das der Story bisweilen sogar die Ausstrahlung eines Action-Thrillers verleiht, sowie der recht unkonventionelle Kampf gegen den bedrohlichen Nebel, der innerhalb eines Gotteshauses geplant und durchgeführt wird. Dass dabei auch der ziemlich häufig eingeworfene Humor nicht Fehl am Platze ist, spricht weiterhin für den starken Plot, in dem neben kurzzeitigen Cliffhangern auch stets Platz für einen lockeren, ja sogar witzigen Spruch bleibt. Meist sogar aus dem Munde des Geisterjägers selbst.

Und weil man sich des hohen Potenzials des neuesten Hörspiels absolut bewusst ist, macht man auch schon relativ frühzeitig deutlich, dass diese Geschichte nur der Anfang eines neuen gespenstischen Zeitalters ist, und dass auch die nachfolgenden Hörspiele unmittelbar an die Story von „Der Todesnebel“ anknüpfen werden. Inwieweit dies der Fall sein wird, bleibt abzuwarten, doch um hier Genaueres zu sagen, müsste ich an dieser Stelle schon auf das Ende der aktuellen Geschichte vorgreifen, und das wäre ja nicht fair. Feststeht nur eines: Die Nr. 36 ist eine der abwechslungsreichsten und damit auch besten Folgen von „John Sinclair“ und gehört folgerichtig auch an eine der vordersten Stellen jeder Geisterjäger-Sammlung. Wehe, hier meckert noch einmal jemand über die jüngsten Veröffentlichungen dieser Serie!

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_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_

[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
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[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
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[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
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[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason – John Sinclair – Schach mit dem Dämon (Folge 6)

Billy Conolly wird am Tag vor der Geburtstagesfeier seines besten Freundes von Alpträumen heimgesucht, in denen finstere Dämonen Besitz von ihm ergreifen. Er miss ihnen jedoch keine große Bedeutung bei, denn schließlich hat der Kollege von Geisterjäger John Sinclair in letzter Zeit schon öfter mit der dunklen Seite zu tun gehabt, so dass eine Verarbeitung der Ereignisse legitim ist. Jedoch bekommt er nicht mit, dass die Dämonen sich bereits in sein Haus eingeschlichen haben. Auf dem Schachbrett, dem Geburtstagsgeschenk für seinen Kumpel Sinclair, bewegt sich nämlich eine Figur unbeachtet durch seinen zwischenzeitlichen Besitzer …

Am nächsten Tag feiert John dann seine Party, zu der all seine Freunde und Kollegen eingeladen sind. Alle sind in ausgelassener Feierstimung und zelebrieren insgeheim auch noch den Sieg über Verbrecherkönig Alex Terrace, bis sich dann plötzlich die Ereignisse überschlagen. Bereits am frühen Morgen hatte John einen Anruf mit einer drohenden Botchaft bekommen, und schon jetzt scheinen die finsteren Mächte ihre Pläne umzusetzen. Suko, Sinclairs Freundin Jane und das Ehepaar Sheila und Bill Conolly werden durch einen Sog vom Dämon Octavio in eine andere Dimension entführt, in der es kein menschliches Leben mehr gibt. Inmitten von Mutaten und schrecklichen Monstern suchen die Gefangenen nach einem Portal zur Heimatwelt, sind aber ohne fremde Unterstützung der Willkür der dämonischen Bruten hilflos ausgesetzt.

John begibt sich alsbald auf die Suce nach seinen verschwundenen Freunden und schafft es tatsächlich, Octavio zu einer diplomatischen Lösung zu bewegen. Seine Freunde können gerettet werden, wenn sich Sinclair auf ein gemeines Spiel einlässt, nämlich ein Schachmatch gegen den Dämon. Die einzige Bedingung: Johns Freunde übernehmen selber den Part der Spielfiguren und müssen sich dabei mit einigen mächtigen Gegnern herumschlagen. Werden die Gefährten des Geisterjägers dieses gefährliche Spiel überleben?

_Meine Meinung_

Wow, das ist ja mal wieder eine Einleitung nach Maß: Bereits das erste Auftauchen des Dämons jagt einem einen kalten Schauer über den Rücken und versetzt einem gleichzeitig einen Schrecken, denn die neueste Ausgeburt der Hölle scheint noch viel geschickter zu sein als all ihre Vorgänger, die den Kampf gegen den berüchtigten John Sinclair verloren haben. Octavio ist zudem auch hinterlistiger und packt den Geisterjäger an seiner schwächsten Stelle, nämlich bei seinen Freunden, die hier unfreiwillig und unschuldig in den schier ewig währenden Kampf zwischen Sinclair und der Unterwelt gezogen werden. Octavio will allerdings nur den Kopf Sinclairs, und hierzu ist ihm jedes noch so fiese Mittel recht.

Die Rahmenhandlung dieses Hörspiels ist schlichtweg perfekt, und zum x-ten Male bekommt man den Eindruck, dass sich Jason Dark mit diesem vertonten Heftroman ein weiteres Mal übertroffen hat. Bei „Schach mit dem Dämon“ begeistert aber nicht nur der sagenhaft dargestellte Kampf zwischen Gut und Böe, sondern auch die vielen neun Elemente, die man sich für diese Geschichte ausgedacht hat. Octavio ist zwar keine derart einschüchternde Erscheinung wie einst der Mann mit dem Janus-Kopf, doch dafür faszinieren in diesem Hörspiel der Zauberspiegel, der eine Reise in andere dimensionen erlaubt, sowie das überdimensionale Schachspiel, bei dem die Figuren von lebenden Objekten gestellt werden.

Zudem ist der Plot wirklich spitzenmäßig aufgebaut; verschiedene Ereignisse kündigen die Ankunft eines weiteren Dämons an, jedoch kann man nur mutmaßen, in welcher Erscheinungsform, wann und wo er auftreten bzw. was sein Kommen bewirken wird. Als er dann urplötzlich sein Unwesen bei der Geburtstagsparty des Geisterjägers treibt, ist die Spannung am Siedepunkt, doch schon folgt ein völlig neuer Gedankenstrang, bei dem ein kompromissloser Gangster den Spiegel von Octavio stehlen möchte. Wer sein Auftraggeber ist, was er mit dem Spiegel beabsichtigt und vor allem was am Ende aus ihm wird, bleibt bis zum Schluss im Verborgenenen. Und während der Hörer noch über diese Ereignisse grübelt, nimmt Sinclair die Jagd auf, stellt sich seinem eigentlichen Verfolger und ergreift den letzten sich bietenden Strohhalm zur Rettung seiner Freunde – die wiederum in der fremden Umgebung auf verlorenem Posten zu stehen scheinen.

Hier passiert wirklich unheimlich viel, so dass „Schach mit dem Dämon“ eindeutig die bis hierher umfangreichste Story aus dem Sinclair-Universum ist. Gleich eine ganze Reihe Sub-Plots vefeinern die Geschichte und werden Stück für Stück zusammengefügt, dabei auch immer wieder mit wunderbaren Soundeffekte und düsteren Musikeinspielungen verfeinert. Nach und nach fügen sich die Dinge dann zusammen, wobei sich Master Dark dieses Mal mehrere Optionen für spätere Geschichten offen lässt und nicht jeden Part der Handlung auflöst. Es würde mich daher absolut nicht wundern, würden wir in einer der späteren Folgen wieder auf den mysteriösen Spiegel treffen …

„Schach mit dem Dämon“ ist erneut eine Steigerung und zum wiederholten Male die wohl beste Sinclair-Episode bis dato. Unterlegt von sehr starken Klangeffekten, stellt Dark bzw. das Hörspiel-Team das finsterste Spiel im Leben des Geisterjägers dar und ihn auf eine enorm harte Probe. Jeder falsche Gedanke könnte einen seiner Freunde zum Opfer haben, jede falsche Bewegung den eigenen Tod bedeuten. Spannung bis zum Geht-nicht-mehr, super Sprecher und eine erneut sehr erfrischende Story – das sind die Eigenschaften, deretwegen man „Schach mit dem Dämon“ keinesfalls im Händlerregal stehen lassen sollte. Ich liebe diese Serie!

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[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
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Dark, Jason – John Sinclair – Der Mörder mit dem Januskopf (Folge 5)

Mr. Janus, ein neuer Untertan der Hölle, macht sich auf, John Sinclair endgültig aus dem Weg zu räumen. Um seinen Plan auch durchzusetzen, ohne dabei als Dämon Spuren zu hinterlassen, wendet sich der Mann mit dem zweiten Januskopf an das Verbrechersyndikat von Alex Terras und erzwingt unter Androhung eines Anschlags auf die Killerbrigade dessen Mithilfe. Um seine Macht zu demonstrieren, tötet der Dämon mit seinem zweiten Gesicht ein junges Mädchen, das beim bloßen Anblick der teuflischen Fratze in sich zerfließt.

Terras hetzt seinen besten Killer auf Sinclair und glaubt, dass ihm Mr. Janus im Nachhinein nicht mehr gefährlich werden kann, und dieser spürt Sinclair tatsächlich bewaffnet auf dem Friedhof auf. Doch der Geisterjäger und sein Gefährte Suko können sich mit Geschick ihres Widersachers entledigen und die Hintergründe des Mordes an der jungen Mandy weiter erforschen.

Ihre Spur führt sie schließlich zu Terras, wo Suko auf einen alten Bekannten trifft, mit dem er damals in einem mächtigen chinesischen Orden gekämpft hat. Mit dessen Hilfe kann sich der Asiat in das Hauptquartier des Syndikats einschleichen, während Sinclair sich auf offiziellem Wege ins Büro von Terras begibt. Doch dort erwarten ihn auch schon der finstere Dämon und sein tödliches zweites Gesicht …

_Meine Meinung_

Bei den letzten rezensierten Hörspielen aus der John-Sinclair-Reihe fühle ich mich fast immer dazu bewegt, von der bislang besten Episode zu reden. Dieses Mal bin ich mir aber sicher 😉 Von den ersten fünf Folgen der Edition 2000 ist „Der Mörder mit dem Januskopf“ die mit Abstand spannendste und daher auch ganz klar beste.

Obwohl die Rollen hier klar verteilt sind, ist die Handlung von „Der Mörder mit dem Januskopf“ reich an Wendungen und Verstrickungen, denn im Reich der mafiösen Gangster weiß niemand so recht, wem er trauen soll, und so ergeben sich gerade von der bösen Seite her immer neue Wendungen. Außerdem muss Sinclair seinen Kopf hier mehr als einmal aus der Schlinge ziehen, denn eigentlich wähnte man ihn bereits bei der Gegenüberstellung mit dem Auftragskiller von Alex Terras im Reich der Toten. Und auch im finalen Showdown mit der Brut der Unterwelt scheint die Situation in diesem Fall so aussichtslos, dass die Spannung bis zur letzten Sekunde am Siedepunkt bleibt.

Hinsichtlich der Rahmenbedingungen der Erzählung ist „Der Mörder mit dem Januskopf“ aber auch der bislang stärkste Tobak. Der Tod ist in diesem Fall nicht nur der größte Feind des Geisterjägers, sondern ein mehrfach wiederkehrender Mythos, bei dem jeder der mitwirkenden Charaktere das nächste Ziel sein könnte. Und selbst der geschickte Martial-Arts-Spezialist Suko und sein populärer Kumpane geraten nicht selten in das Kreuzfeuer des Sensemanns.

Die Story ist also wirklich topp, was zu gewissen Teilen aber auch an der faszinierenden Ausstrahlung des Monstrums festzumachen ist. Im Sinclair-Universum gibt es ja haufenweise düstere Schergen, aber eine Gestalt, deren verstecktes Antlitz einem das gesamte Gesicht entstellt und es zu einer unkenntlichen Masse zerfließen lässt, ist schon eine echte Ausnahmeerscheinung, weil sie eben so untypisch ist. Doch ohne die darum gesponnene, ebenfalls faszinierende Handlung und die von den immer wieder zu lobenden Sprechern toll in Szene gesetzten Charaktere würde auch „Der Mörder mit dem Januskopf“ nicht adäquat funktionieren, doch hier ist ebenfalls alles spitze.

Deswegen kann ich diese Rezension auch mit einem „Lange Rede, kurzer Sinn“-Fazit abschließen: „Der Mörder mit dem Januskopf“ ist eine super-spannende, fesselnde Horror-Erzählung und samt den tollen Effekten der Edition 2000 eines der besten düsteren Hörspiele auf dem gesamten (Sinclair-)Markt. Wem diese Story nicht gefällt, der ist des beliebten Geisterjägers einfach nicht würdig!

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[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
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[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)

Dark, Jason – John Sinclair – Damona, Dienerin des Satans (Folge 4)

Ernest de Lorca ist wie ausgewechselt; er glaubt erfahren zu haben, dass seine Frau Lucille, mit der er jahrelang glücklich verheiratet war, ihn aus unerfindlichen Gründen umbringen möchte. Um ihr zuvorzukommen, schleicht er sich eines Nachts an sie heran und bedroht sie mit einer Waffe. Lucille hingegen streitet entsetzt alles ab und bekommt auf den ersten Schock Hilfe von ihrer Tochter Damona. Wenige Sekunden später bekommt Ernest zu spüren, dass seine Vermutung richtig war …

Kurze Zeit später wird auch der Cousin von Polizeichef Powell tot aufgefunden; er kam bei einem seltsamen Verkehrsunfall ums Leben, in den anscheinend seine Frau involviert war. Einen Tag vorher konnte er Powell noch darüber informieren, dass seine Frau der mysteriösen Damona-Sekte beigetreten ist und sich seitdem völlig verändert habe.

Sir Powell, gleichermaßen Vorgesetzter von John Sinclair, setzt zwei seiner besten Leute auf den Fall an. Neben Sinclair stellt auch dessen Kollegin Jane Collins erste Ermittlungen an und bekommt kurze Zeit später den Auftrag, die erste Spur näher zu ergründen und sich bei der Sekte einzuschleusen. Als ihr dies zu ihrer eigenen Überraschung sehr schnell gelingt, stellt sie jedoch fest, dass sie der telekinetischen Kraft Damonas nicht gewachsen ist. Hypnotisiert von ihrer Aura lässt sie sich von der Führerin des neuen Kults komplett vereinnahmen, muss aber zum endgültigen Einstieg erst noch eine Reifeprüfung ablegen. Und in der geht es darum, sich einer ganz bestimmten Person zu entledigen: John Sinclair!

_Meine Meinung_

„Damona, Dienerin des Satans“ ist ganz klar eine der stärksten bisher gehörten Sinclair-Folgen, selbst wenn die Hintergründe nicht wirklich neu sind und Jason Dark auch wieder reichlich mit Klischees gearbeitet hat. Namen wie Lucille und Damona sprechen schließlich für sich. Doch ehrlich gesagt, ist mir dies im hier besprochenen Beispiel eigentlich nur recht, denn von den beiden erwähnten Personen wird tatsächlich das echte Böse verkörpert, kompromisslos und infernalisch, und da passen diese Namen wie die Faust aufs Auge.

Doch ich möchte hier nicht über Namen, sondern vielmehr über eine erneut superb aufgebaute Story sprechen, in der die bekannten Sprecher mal wieder eine phänomenale Leistung abgeben. Diesmal sehr stark: Franziska Pigulla (besser bekannt als Synchronstimme von „Akte X“-Agentin Dana Scully) in der Rolle der Jane Collins, die vor allem nach der dämonischen Beschwörung durch Damona de Lorca auftrumpfen kann. Ihre Wandlung hin zum Sektenkult kauft man ihr sofort ab, und überhaupt scheint ihr die Rolle des kurzzeitigen Gegners sehr gut zu liegen.

Jane Collins‘ Entwicklung sagt auch sehr viel über die stetige Wandlung des Plots aus. Bereits am Anfang vermutet man im besessenen Ernest de Lorca den wahren Schurken, doch man hat sich offensichtlich getäuscht und von den widrigen Umständen verwirren lassen. Später dann ist die Rolle der Agentin Collins ungewiss. Ist sie tatsächlich der Sekte verfallen oder spielt sie nur? Außerdem stellt sich während der gesamten Erzählung die Frage, welchen Part Damonas Schwester Teresa nun einnimmt. Bei ihrer Rückkehr erwischt sie ihre verbliebene Familie beim Begraben ihres Vaters und wird anschließend gezwungen, der Frauenpower-Sekte ebenfalls beizutreten. Dies tut sie nicht mit Überzeugung, aber sie steigt ein und wird schließlich zu einer entscheidenden Figur für das Finale.

Während im Vordergrund die Geschichte um Damona und ihre Widersacher steht, erfährt der Hörer gleichzeitig einiges über die Hintergründe und Ideale der Sekte. Bloß für die Macht des weiblichen Geschlechts einzutreten, scheint bei den Handlungsabläufen ein bisschen wenig zu sein, um die bösartige Motivation der de-Lorca-Familie zu rechtfertigen. Es muss mehr dahinterstecken, aber was? Dies alles gilt es im Laufe der knappen Stunde, die „Damona, Dienerin des Satans“ andauert, zu ergründen.

Die vierte Hörspiel-Episode ist gleichzeitig auch das vierte Heftabenteuer um den Geisterjäger und erschien im Original bereits im Jahre 1978. Staub angesetzt hat die Handlung seitdem nicht, wobei man schon sagen muss, dass die erzählte CD-Fassung merklich von den vielen tollen Soundeffekten profitiert, die die Spannung immer wieder ordentlich vorantreiben, dabei aber nicht von der Geschichte ablenken. Und so gibt es schließlich auch in „Damona, Dienerin des Satans“ allerbeste Unterhaltung auf typisch hohem Sinclair-Niveau, und dies einmal mehr mit exzellenten Sprechern. Fans werden das Teil wahrscheinlich schon besitzen, alle anderen sollten die vierte Folge dringend antesten!

Mehr Infos zu dieser Episode gibt’s [hier.]http://www.sinclairhoerspiele.de/hoerspiele.php?hsp=4

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[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
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[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
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[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
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Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Achterbahn ins Jenseits (Folge 3)

_Prolog_

Der kleinkriminelle Bauunternehmer Vince MacAllister plant, den kompletten Friedhof einzuebnen. Obwohl die Bürger des kleinen Provinznestes Upfield sich dem Vorhaben widersetzen, bekommt MacAllister die Genehmigung und gewinnt den Prozess – Schmiergelder haben es ermöglicht. Während der Realisierung seines Plans taucht plötzlich der Totengräber des Friedhofs auf und fordert den Bauherrn dazu auf, die Arbeiten auf dem Gelände sofort zu stoppen. MacAllister nimmt die Warnung des Grabschauflers jedoch nicht ernst und hält Mr. Hampton für einen Vertreter der lästigen Bürgerinitiative. Als Hampton sich nicht vom Grund des Friedhofs entfernen will, versucht MacAllister, ihm seine Faust ins Gesicht zu rammen, schlägt dabei aber ins Leere. Hampton hingegen, der behauptet, schon hundert Jahre auf diesem Friedhof zu arbeiten, macht seine Drohung war und lässt eine Planierraupe im Boden versinken. Der Bauherr selber wird von einer Geisterhand ergriffen und ebenfalls in die Tiefe gezogen. Sowohl das Fahrzeug als auch MacAllister werden bei den darauffolgen Grabungen nicht mehr gefunden, und nach einigen jahren erinnern sich die Bürger von Upfield auch nicht mehr an diesen grausamen Tag.

_Story_

Jahre später macht ein Jahrmarkt Halt in Upfield. Auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs wird die Mega-Achterbahn „Canynon Ride“ aufgebaut und gilt damit auch als die größte Attraktion, die das Örtchen bislang gesehen hat. Der Jahrmarkt füllt sich, als plötzlich ein alter Bekannter wieder auftaucht: der Totengräber Hampton. Wiederum spricht er eine Warnung aus und verlangt vom Betreiber der Achterbahn, sein Fahrgeschäft sofort wieder abzubauen und sich aus Upfield zu verziehen. Dieser jedoch nimmt die seltsame Erscheinung des Totengräbers nicht ernst und lässt die Achterbahn unbehelligt weiterfahren. Als dann eine kriminelle Jugendbande ihr Unwesen auf dem Jahrmarkt treibt, eskaliert die Situation. Schüsse fallen, Menschen werden verletzt und mittendrin befindet sich der mysteriöse Grabschaufler, der den Besitzer der Achterbahn zu seinem tödlichen Spielball macht. John Sinclair hat lange genug untätig herumgestanden; er fordert Hampton zum Duell heraus und holt sich eigens hierfür Unterstützung von geistlicher Seite …

_Meine Meinung_

Ich überlege mir gerade einen Standardsatz, mit dem ich meine Begeisterung für die jeweiligen Episoden der „John Sinclair“-Hörspiele auf den Punkit bringen kann, das würde mir die Arbeit ungemein erleichtern. Doch Spaß beiseite und auf in ein neues Abenteuer des populären Geisterjägers. „Achterbahn ins Jenseits“ ist einer der actionreichsten Vertreter aus der gesamten Reihe und bietet haufenweise Duelle, die jedoch auf verschiedene Art und Weise ausgefochten werden. Höhere Mächte kommen hier ebenso zum Zuge wie die Martial-Arts von Sinclair-Kumpel Suko, und auch eine traditionelle Schusswaffe findet Gebrauch während eines hektischen Handgemenges. Und dann ist da natürlich noch das große Finale, bei dem sich Hampton und Sinclair direkt gegenüberstehen und den Kampf Gut gegen Böse ein weiteres Mal bis zum Ende ausfechten müssen.

Abgesehen hiervon, gefällt bei „Achterbahn ins Jenseits“ vor allem der ziemlich lange Vorspann mit der Vorgeschichte des verfluchten Friedhofs. Fast zehn Minuten lang wird hier die Geschichte des skrupellosen Baumeisters MacAllister samt seiner schicksalhaften Begegnung erzählt, ohne dass dafür der eigentliche Handlungsstrang zu kurz kommen muss. Bereits hier wird von zahlreichen Effekten Gebrauch gemacht, die im Verbund mit den professionellen Sprechern (fast allesamt Hollywood-Synchronstimmen) für die passende Untermalung des spannenden Hörspiels sorgen.

Nach dem Intro geht es dann sehr rasant voran. Sinclair ist sofort auf der Höhe des Geschehens, erfasst die Situation, greift ein und sieht sich einem weiteren, gefährlichen Dämon gegenüber, dessen Kraft er anfangs noch nicht erfassen kann, dann aber merkt, welche Bedrohung von ihm ausgeht.
Und als er dies schließlich realisiert, ist es schon fast zu spät, um die Ankunft einer noch viel mächtigeren Kreatur zu verhindern.

Bei „Achterbahn des Jenseits“ wird John Sinclair im Kampf gegen die Ausgeburten der Hölle erneut auf die Probe gestellt, und das natürlich auch wieder auf höchstem erzählerischem Nivau. Packende Dialoge, Soundtrack-artige Effekte und eine wie immer spannungsgeladene und in diesem Fall actionreiche Handlung lassen das Team von Oliver Döring wieder zur Hochform auflaufen. Was bleibt einem da anderes übrig, als auch die dritte Folge der „Edition 2000“-Serie wärmstens zu empfehlen, was ich dann hiermit auch tun möchte.

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Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Mr. Mondos Monster (Folge 34, Teil 1)

Eines vorweg: So groß die Freude über ein weiteres neues Hörspiel der „John Sinclair“-Reihe auch ist, so groß ist schließlich auch wieder die Enttäuschung darüber, dass es sich hier um einen Zweiteiler handelt, der frühestens im April 2006 fortgesetzt werden wird. Mehr als drei Monate Wartezeit vom Veröffentlichungstag an, das ist wirklich deftig und im Falle dieser sehr spannenden und teilweise auch lustigen Geschichte schon recht fies. Andererseits gehört der erste Teil von „Mr. Mondos Monster“ zu den besten Episoden der gesamten Reihe, gerade weil den Machern hier etwas gelungen ist, was bei der seltsamen Comedy-Edition noch nicht funktioniert hat, nämlich Gruselstimmung mit Humor zu verbinden. Beide Daumen also nach oben für ein durch und durch gelungenes Hörspiel!

_Story:_

Sarah Goldwyn ist bei der örtlichen Polizei schon bekannt für ihre allabendlichen Anrufe, weshalb die Beamten die abenteuerlustige alte Dame auch nicht mehr ganz so ernst nehmen. So auch eines Abends, als die Lady bei der Behörde angibt, ihr Butler wäre von einem Werwolf angegriffen worden. Sicherheitshalber geht man der Sache nach und hört schließlich am Telefon auch einige seltsame Geräusche, die den Beamten zweifeln lassen. Also schickt er den berüchtigten John Sinclair in das Haus der alten Dame, und dieser findet tatsächlich die zerstückelte Leiche des Butlers dort vor.

John entdeckt recht schnell die Ursprünge dieser Tat und sucht den gräuslichen Ort, an dem der Werwolf erschaffen wurde, auf. Doch das Ganze war eine Falle, denn ein verrückter Wissenschaftler war nur darauf hinaus, den Geisterjäger in seine Gemächer zu führen und ihn dort außer Gefecht zu setzen. John kann trotzdem fliehen, doch beim Versuch, die finsteren Pläne von Mr. Mondo zu durchkreuzen, stellt er fest, dass er dem durchgedrehten Professor hilflos ausgeliefert ist. Jetzt kann er nur noch darauf hoffen, dass Suko und Bill Conolly ihm zur Hilfe eilen – oder aber die alte Dame, die sich selber einer erheblichen Gefahr aussetzt und in Mr. Mondos Labor herumschnüffelt …

_Meine Meinung_

Anfangs erinnert die Geschichte ein wenig an die berüchtigten Krimis mit Mrs. Marple. Die schrullige Sarah Goldwyn und die berühmte Detektivin haben definitiv Ähnlichkeit miteinander, nur dass man es hier mit komplett unterschiedlichen Gegnern zu tun hat. Aber dass die Lady später ebenfalls in die Ermittlungen eingreift, ist von diesem Hintergrund aus betrachtet sicherlich kein Zufall …

Davon mal ganz abgesehen, ist das neue Abenteuer von John Sinclair mal wieder bärenstark. Oliver Döring und sein Team haben sich im Rahmen dieses Zweiteilers sehr viele Freiheiten gelassen, was den Aufbau der Geschichte angeht, und dementsprechend ausufernd werden manche Szenen auch beschrieben. Doch damit meine ich damit nicht ‚übertrieben lang‘. Im Gegenteil, die Geschichte überrascht trotz allem mit einem sehr hohen Erzähltempo und gerät nur deswegen in die Länge, weil sich die Handlung an mehreren Hauptschauplätzen abspielt und außerdem auch viel mehr Personen als gewohnt ins Geschehen eingreifen. Und so ist es letztendlich auch genau diese Tatsache, die das Ganze so stimmig macht. Man nimmt sich die Zeit, die von der Handlung auch erfordert wird, und versucht nicht überhastet zum Schluss zu kommen. Vielleicht ist dies auch ein Ansatz, den man in künftigen Hörspielen verfolgen sollte, nur müsste eben das Ganze dann auch in einem Set, sprich als Doppel-CD, erhältlich sein. Die Idee, „Mr. Mondos Monster“ als Cliffhanger im Raume stehen zu lassen, ist nämlich äußerst unglücklich, gerade wenn man bedenkt, wie lange man auf die Fortsetzung warten muss. Da wäre es günstiger gewesen, man hätte beides erst im April veröffentlicht, denn bis es endlich so weit ist, hat man schon wieder die Hälfte vergessen und muss wieder von vorne beginnen (was wiederum nicht zwingend von Nachteil sein muss).

Nun gut, dies ist ein wesentlicher Kritikpunkt eines ansonsten tadellosen Hörspiels, bei dem sich die Macher einmal mehr selbst übertroffen haben. In „Mr. Mondos Monster“ findet man wirklich alle Elemente, die in der jüngeren Vergangenheit für diese Serie erprobt wurden: Humor, Spannung und eine entsprechend düstere Atmosphäre. Nicht zu vergessen die tollen Effekte, die hier erneut die Ausnahmestellung dieser Hörspiel-Reihe untermauern.

Auch wenn Kritiker die neuen Folgen von „John Sinclair“ nicht mehr ganz so famos finden, bin ich ganz klar der Meinung, dass sich Oliver Döring bei der tonalen Interpretation von Jason Darks Romanen nach wie vor am oberen Limit aufhält. „Mr. Mondos Monster“ ist nämlich ganz klar eine der besten Produktionen bislang, und wer – abgesehen vom Veröffentlichungsrhythmus – an diesem Hörspiel etwas auszusetzen hat, den kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

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[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
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Dark, Jason / Döring, Oliver – John Sinclair – Die Eisvampire (Folge 33) (Hörspiel)

Nach über einem Jahr Wartezeit erscheinen nun zwei neue Hörspiele aus der John-Sinclair-Reihe, nämlich die Folgen 33 und 34. Das erste davon, „Die Eisvampire“, ist dabei ein Wiedertreffen mit alten Bekannten: Der ehemalige Dämon Myxin taucht wieder auf, die bösartige Asmodina kommt wieder zur Worte und der Geisterjäger bekommt es dieses Mal erneut mit Auswüchsen der Mordliga zu tun. Vielversprechend und ausgezeichnet – die Serie bekam unlängst den Deutschen Phantastik Preis 2005 – geht es endlich weiter mit einer der besten Hörspielreihen aller Zeiten, und die Story hält auch mal wieder, was sie verspricht.

_Story_

Der auf die gute Seite übergetretene Dämon Myxin und sein alter Gefährte Kogan stehen sich gegenüber und reden über eine mögliche Kooperation. Während Myxin die Gelegenheit nutzen will, um Informationen über Asmodina und die Mordliga zu bekommen, lässt der Vampir sich nicht täuschen und versucht Myxin zu töten. Was Kogan allerdings nicht weiß: Einer seiner eigenen Anhänger ist der Geisterjäger John Sinclair, der durch einen gezielten Schuss das Blatt wendet und so die nötigen Infos aus dem fiesen Vampir herauspresst.

Kogan erzählt eine Geschichte aus der fernen Vergangenheit und macht Sinclair mit der Legende der Eisvampire bekannt, die vor hunderten von Jahren in die Eishöhlen des Drachensteingebirges vertrieben und dort eingefroren wurden. Die Eisvampire besaßen besondere Kräfte, und die Folgen ihres Bisses waren verheerend. Nun soll es Asmodina gelungen sein, diese besondere Vampirspezies zu neuem Leben zu erwecken.

Sinclair, sein Kollege Suko und Myxin reisen daraufhin sofort nach Österreich ins Drachensteingebirge, kommen aber schon zu spät, um das erste Attentat der Eisvampire abzuwenden. Die Blutsauger haben sich des soliden Familienmenschen Tonie Berger bemächtigt, der nun seit einiger Zeit vermisst wird. Sinclair und seine Gefährten machen sich auf die Suche nach dem infizierten Berger und versuchen, Schlimmeres abzuwenden, doch das Drama der Familie Berger hat da gerade erst angefangen …

_Meine Meinung_

Mehr als ein Jahr Wartezeit ist eine ganze Menge und unter Umständen auch mehr, als die eingeschworene Fanschar des Geisterjägers verkraften kann. Daher war es für den Verlag auch dringend notwendig, mit einem echten Paukenschlag zurückzukehren, und das ist schließlich (und glücklicherweise) auch gelungen. „Die Eisvampire“ bietet typische Sinclair-Gruselstimmung, jedoch dieses Mal eingebunden in eine komplett neue Umgebung.

Ein Brite in Österreich, irgendwie scheint das nicht zu passen, und tatsächlich tut sich der Bedienstete von Scotland Yard auch unheimlich schwer in seinem neuen Umfeld. Max Berger, Sohn des Verschollenen Toni Berger, traut dem plötzlich auftauchenden, geheimnisvollen Engländer nicht und blickt sofort durch, dass Sinclair nicht wie angegegeben ein Geologe ist. Anfangs bringt er den Geisterjäger sogar direkt mit dem Verschwinden seines Vaters in Verbindung, was der Geschichte eine zusätzliche, wertvolle Nuance verleiht, denn die neuen Charaktere bleiben bis zuletzt unberechenbar und die Geschichte wird dadurch natürlich nicht weniger spannend. Ganz im Gegenteil! Von Anfang an beeindruckt ‚der neue Sinclair‘ mit einer herrlich düsteren Atmosphäre, die sofort beim anfänglichen Duell zwischen Myxin und Kogan für Gänsehautmomente sorgt (wirklich superb in Szene gesetzt) und sich so auch über Bergers Begegnung mit den Vampiren in den dunklen Eishöhlen bis hin zum abschließenden Showdown im Haus des Neu-Vampirs zieht. Dazu geizt das Hörspiel auch nicht mit Action: Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen den Blutsaugern und ihren Kontrahenten, und auch hier haben |Lübbe Audio| und das Team von |Wort Art| ganze Arbeit geleistet und die Erzählung mit tollen Soundeffekten ausgestattet.

John Sinclair ist endlich wieder zurückgekehrt, und „Die Eisvampire“ bietet für die ewig lange Wartezeit auch die entsprechende Entschädigung. Das neue Hörspiel überzeugt mit gewohnt starker Leistung der Sprecher und einer spitzenmäßig inszenierten Handlung. Dazu kommt eine ganz spezielle Atmosphäre, ausgelöst durch die neue Umgebung, in der die Erzählung spielt. Kurzum: genau der richtige Stoff für die Sinclair-Fraktion, und deshalb kann man auch Episode 33 blind abgreifen!

_Die Sprecher_
John Sinclair – Frank Glaubrecht (Pierce Brosnan; Kevin Costner; Jeremy Irons; Al Pacino …)
Erzähler – Jochim Kerzel (Dennis Hopper; Jack Nicholson; Harvey Keitel; Dustin Hoffman; Anthony Hopkins …)
Suko – Martin May
Myxin – Eberhard Prüter (Ian McKellen)
Max Berger – Philipp Schepmann (Lesungen u. a. zu „Die Chroniken von Narnia“, „Stravaganza“, Ken Follett)
Hanni Kerner – Alexandra Wilcke (Miranda Otto)
Toni Berger – Thomas Danneberg (Dan Akroyd; John Travolta; Arnold Schwarzenegger; Sylvester Stallone; Nick Nolte; John Cleese …)
Clara Berger – Marianne Groß (Meryl Streep; Angelica Houston)
Kogan – Nicolas Böll (Emilio Estevez; Owen Wilson)
Josef Sprengler – Helmut Krauss (Marlon Brando; Samuel L. Jackson)
Hans – Hans-Jürgen Dittberner (Christopher Reeve)
Fahrer – Jörg Döring (Colm Meany)
Ansage – Fred Bogner

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[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)