Schlagwort-Archive: Diana

[NEWS] Beth O’Leary – Time to Love. Tausche altes Leben gegen neue Liebe

Zwei Monate Sabbatical: Nach einer katastrophalen Präsentation im Job wird Leena eine Auszeit verordnet. Ausgerechnet Leena, die Tag und Nacht arbeitet, um ihre verstorbene Schwester nicht zu vermissen. Zuflucht findet sie bei ihrer Großmutter Eileen in Yorkshire. Eileen wünscht sich mit Ende 70 eine neue Liebe, nur leider ist die Auswahl an interessanten Kandidaten in ihrem kleinen Dorf begrenzt. Die Lösung: Leena kommt auf dem Land zur Ruhe, und Eileen stürzt sich in die Londoner Dating-Szene … doch ist es wirklich so einfach, die Leben zu tauschen? (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 448 Seiten
Diana

Hera Lind – Die Hölle war der Preis

Worum gehts?

Gisa und Ed leben in Ostberlin. Sie beide wissen, dass sie sowohl beruflich als auch privat dort keine Zukunft haben werden. Ihnen ist bewusst, dass eine Flucht in den Westen mit enormen Risiken verbunden ist, dennoch möchten sie ihren Traum von einem Leben in Freiheit verwirklichen. Schließlich misslingt der Fluchtversuch und die beiden werden im Januar 1974 wegen Republikflucht verhaftet – selbstverständlich getrennt voneinander. Gut, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, durch welche Hölle sie gehen müssen, wenn sie irgendwann einmal in Freiheit leben möchten.

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Hera Lind – Hinter den Türen

Worum gehts?

Juliane Bressin führt ein wünschenswertes Leben. Ihre Ehe mit Jon ist perfekt, sie hat zwei wundervolle, gesunde und gutgeratene Kinder, einen sicheren Job, der ihr viel Freude bereitet und ein gemütlichen Zuhause umgeben von einer netten Nachbarschaft. Dieses Glück möchte sie gerne an die Menschen weitergeben, die es nicht so gut getroffen haben wie sie. Als sie zufällig auf eine Anzeige stößt, in der eine Pflegefamilie für drei Kinder thailändischer Abstammung gesucht wird, fühlt sie sich gleich angesprochen und berufen. Auch ihr Mann steht voll und ganz hinter ihrem Vorhaben, so dass ihr zunächst nichts im Wege steht. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnt sie nicht, dass ihre perfekte Welt schon bald ins Wanken gerät.

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Hera Lind – Vergib uns unsere Schuld

Worum gehts?

Durch einen traurigen Zufall begegnen sich Raphael und Carina. Er ein attraktiver, katholischer Pater, der seit über 20 Jahren einem Orden anhängt und sie eine Witwe mit drei Kindern. Sie sucht nach dem Tod ihres Mannes Trost im Glauben. Zwischen den beiden herrscht sofort eine angenehme Vertrautheit und sie verstehen sich auf Anhieb. Zu diesem Zeitpunkt denkt weder Carina noch Raphael an Liebe, doch das soll sich schon bald ändern. Wohin wird sie der steinige Weg führen, auf dem die Gefühle füreinander stärker sind als der Eid des Zölibats?

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[NEWS] Hannah Beckerman – Nur ein Wort von dir entfernt

Seit 30 Jahren haben die Schwestern Jess und Lily kein Wort mehr gewechselt. Seit einer traumatischen Nacht in ihrer Kindheit, die sie entzweit hat. Heute sind sie so unterschiedlich wie Tag und Nacht: Die eine bangt als künstlerische Single Mom jeden Monat um die Miete, die andere führt ein Leben wie in einem Hochglanzmagazin. Ihr Leben wird erneut auf den Kopf gestellt, als ihre Mutter Audrey nur noch wenige Monate zu leben hat. Sie setzt alles daran, ihre beiden Töchter zu versöhnen, womit ein unvorstellbares Geheimnis ans Licht zu kommen droht … (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 464 Seiten
Diana

Eithne Shortall – Weil wir Träume haben

Worum gehts?

Grace hat nichts anderes vor Augen als ihren verstorbenen Freund Henry. Sie sieht ihn einfach überall: auf den Straßen, im Supermarkt, im Park und sogar zu Hause. Seit er vor zwei Monaten bei einem tragischen Unfall ums Leben kam, versinkt Grace in Trauer. Sie ist untröstlich und schafft es oft nicht, morgens aus dem Bett aufzustehen.

Als sie eines Tages Andy kennenlernt, traut sie ihren Augen nicht. Auch in ihm sieht sie ihren geliebten Henry. Doch dieses Mal ist schnell klar, dass ihr Inneres ihr keinen Streich spielt. Der Unbekannte sieht Henry wirklich frappierend ähnlich. Grace fragt sich, ob sie für diesen Menschen ebenso empfinden kann wie für Henry. Oder zeigt ebendieser Mensch ihr einmal mehr, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war?

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Liane Moriarty – Neun Fremde

Inhalt

In einem abgelegenen Ressort versammeln sich neun Menschen, die sich noch nie zuvor begegnet sind. Fünf Frauen und vier Männer, die eins gemeinsam haben: Jeder von ihnen steht an einem Punkt in seinem Leben, an dem klar ist, so kann es nicht mehr weitergehen. Frances, beispielsweise, ist einem Heiratsschwindler zum Opfer gefallen. Tony ist ehemaliger Footballstar und nun übergewichtig. Oder Carmel, die vierfache Mutter wurde von ihrem Mann verlassen. Im Luxus des Wellness-Komforts kommen Geheimnisse ans Licht: Alte Wunden brechen auf, aber nichts ist, so wie es scheint in Tranquillum House … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Die neun Fremden – wobei fremd eher im übertragenen Sinne zu verstehen ist, denn unter ihnen befinden sich ein Paar und eine Familie – erwarten eine totale Transformation in zehn Tagen: die sollen sie kriegen, wenn auch anders als gedacht…

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Melanie Metzenthin – Die Hafenschwester 1: Als wir zu träumen wagten

Worum gehts?

Hamburg, 1892. Die Cholera hat die Stadt voll im Griff. Tausende Menschen sind infiziert und die Zahl der Toten steigt stetig. So auch Marthas Mutter und Schwester. So muss die Vierzehnjährige schon früh lernen die Mutterrolle zu übernehmen und um das Überleben der Familie kämpfen. Sie arbeitet sich vom Kind aus dem armen Gängeviertel hoch bis zur angesehenen Krankenschwester des Eppendorfer Krankenhauses. Doch dann verliebt sie sich gegen die Schwesternstatuten in einen Mann. Sie steht vor einer schweren Entscheidung und ahnt, dass es keine glückliche Lösung für dieses Problem geben wird.

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Beth O´Leary – Love to share

Inhalt

Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Tiffy und Leon klären Organisatorisches per Klebezettel, wobei die emotionale Tiffy ihrem Mitbewohner nebenbei auch ihr Herz ausschüttet. Sie ist traurig, unsicher sowie verwirrt ist, weil sie abserviert wurde. Tiffy backt Süßkram um sich von ihrem Kummer abzulenken, Leon revanchiert sich, indem er kocht. Ihre Nachrichten an ihn sind fünfmal so lang wie seine an sie. Sie lebt bunt opulent, überschäumend -er hingegen schlicht, weshalb er Tiffy etwas anstrengend findet. Die Beiden verstehen sich dennoch überraschend gut, zudem werden sie schnell miteinander vertraut, obwohl sie sich monatelang nicht begegnen.

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[NEWS] Petra Hammesfahr – Der Schatten

Die ehrgeizige Filmproduzentin Stella Helling hat den Halt verloren. Sie trinkt zu viel verzweifelt an der Behinderung ihres Kindes nicht fertig und kann sich gegen die allmächtige Schwiegermutter nicht zur Wehr setzen. Stellas einziger Halt ist ihr Mann Heiner, ein Polizeikommissar. Als sie sich ihren größten Erfolg »Der Schatten mit den Mörderaugen« noch einmal anschaut, ist Heiner im Dienst. Sie schläft vor dem Fernseher ein und erwacht von einem fürchterlichen Schrei. Auf dem Bildschirm kämpft eine Frau vergebens um ihr Leben. Und dann steht der Schatten leibhaftig vor Stella. Am nächsten Morgen ist ihre Schwiegermutter tot und das Baby verschwunden. Und nicht einmal Heiner glaubt seiner Frau, dass in der Nacht ein Filmmonster im Haus war … (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 640 Seiten
Diana

Colin Fletcher – Kalifornischer Sommer. Tausend Meilen zu Fuß durch Wüsten und Berge

Reisebuch-Klassiker für Wanderer

Reisen verändern den Wanderer. So tat es auch die Fußwanderung Colin Fletchers durch das östliche Kalifornien. Seine Erfahrungen und Gefühle bilden ein Zeitdokument, aber auch einen persönlichen und mitunter sehr bewegenden Reisebericht. Endlich mal kein Bericht über eine Todesexpedition!
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Eliette Abécassis – Asche und Gold

Ein Historiker stößt bei seiner Suche nach den Wurzeln des Bösen auf eine uralte und weltweite Verschwörung, hinter der womöglich der Teufel persönlich steckt, und folgerichtig in lebensgefährliche Abenteuer … – Im Gewand eines Unterhaltungs-Thrillers steckt eine ‚metaphysische‘ Betrachtung des Bösen als elementare Kraft. Diese Schere klafft allerdings zu weit, um das von der Autorin gewünschte Ergebnis zu erzielen: trotzdem ein ungewöhnlicher und lesenswerter Roman.
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Donald S. Johnson – Fata Morgana der Meere. Die verschwundenen Inseln des Atlantiks

johnson-fata-morgana-cover-kleinBevor die Kartografie ‚erfunden‘ wurde, mussten entdeckte Inseln auf gut Glück im umgebenden Meer verortet werden. Irrtümer und Missverständnisse sowie dreiste Lügen sorgten für die Entstehung unzähliger ‚Geister-Inseln‘, die nie existierten, obwohl sie auf zeitgenössischen Karten verzeichnet waren. Donald Johnson rekonstruiert das Phänomen dieser „Fata Morganas der Meere“ anhand ausgewählter Beispiele und ergänzt ebenso informativ wie spannend das Wissen über die Entdeckungsgeschichte.
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Susanne Goga – Der dunkle Weg

Die Handlung:

Eine Reise nach Irland, die alles verändert. Hamburg, 1912: Gegen den Willen ihrer Eltern begibt sich die Kaufmannstochter Ida auf eine gewagte Reise, fort von ihren Pflichten, auf nach Irland. Dublin empfängt sie weltoffen, kreativ und gegensätzlich – genau die Abwechslung, die Ida gesucht hat. Schnell findet die junge Künstlerin Arbeit, schließt Freundschaften und lernt den Arzt Cian kennen – und lieben. Voller Zuversicht hofft Ida auf eine Zukunft mit ihm und ein neues Leben in Irland. Doch Europa stehen blutige Zeiten bevor, und bald muss Ida um ihre Träume kämpfen. ( Verlagsinfo)

Mein Einruck:

Als die Hamburger Kaufmannstochter Ida Martens im Jahr 1912 nach Dublin reist, um ihre Freundin Grace zu besuchen, ist auch ihr selbst noch nicht klar, dass sie nicht nach Hamburg zurückkehren wird. Doch dank Grace und deren Familie lernt Ida nicht nur die Stadt Dublin schnell kennen und lieben. Sie schließt schon rasch Freundschaften und erhält gleich mehrere Gelegenkeiten, um mit ihrer künstlerischen Begabung ein wenig Geld zu verdienen. Dabei begegnet Ida auch dem Arzt Cian O Connor, der eine eigene Praxis betreibt und sich außerdem für Bedürftige engagiert.

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Claudia Toman – Jagdzeit

Diese Rezension stammt von Nadine Warnke

Handlung

Die junge Autorin Olivia Kenning reist für ein Blind Date in das düstere Bergdorf „W.“, das auf sie direkt einen unheimlichen Eindruck macht. Zudem drängt sie eine Deadline, denn ihr erstes Buch wurde endlich veröffentlicht und der Verlag wartet dringend auf ihr nächstes Werk und bedrängt sie dabei stark, was Olivia zusetzt. Sie schafft es kaum, sich an den Shakespeare-Pakt zu halten.

Angekommen in „W.“, bezieht sie ein Zimmer in dem einzigen Gasthaus dort und lernt gleich ein paar der Einwohner flüchtig kennen, ebenso den zweiten Fremden, der sich dort aufhält: Adrian Alt. Die Einwohner von „W.“ sind Fremden gegenüber schon fast feindselig eingestellt, und dies spürt Olivia recht schnell. Irgendetwas scheinen die Menschen dort zu verbergen.

Durch Adrian Alt wird Olivia auf merkwürdige Todesfälle aufmerksam. Entweder sterben die Menschen hier sehr früh oder sie werden außergewöhnlich alt. Nur Einzelne, Unfallopfer und Opfer von Gewalttaten, sterben im mittleren Alter. Was hat es damit auf sich?

Dann findet sich Olivia im düsteren Wald wieder verfolgt von einer Meute Dorfbewohner, die bestrebt sind, die Geheimnisse von „W.“ zu schützen. In diesem wunderlichen Wald trifft Olivia die Eule „Sibby“, die mit ihr sprechen kann und ihr den Weg zu einer Quelle der Inspiration deutet. Dies ist für die unter starkem Druck stehende Schriftstellerin wie die Erfüllung aller ihrer Wünsche …

Kritik

In Claudia Tomans zweitem Buch, „Jagdzeit“ trifft man wieder auf die Protagonistin Olivia, die einem schon aus „Hexendreimaldrei“ bekannt ist. Dieser Roman ist jedoch nicht als Fortsetzung zu sehen, denn die Abenteuer unterscheiden sich völlig vom ersten Buch.

Claudia Toman bedient sich in „Jagdzeit“ einiger bekannter Märchen sowie der nordischen Sagen und verwebt diese gekonnt in einem Märchenkrimi. Man begegnet Hexen, sprechenden Tieren, ungewöhnlichen Pflanzen, düsteren Geheimnissen und noch vielem mehr. Mit ihrem lebendigen, flüssigen und atmosphärisch dichtem Schreibstil schafft es die Autorin, den Leser das ganze Buch über bei der Stange zu halten, auch wenn man durch die ständigen Zeitsprünge, unverhoffte Personenwechsel oder den eingeflochtenen Roman von Olivia manchmal doch sehr verwirrt wird. Erzählt wird der Roman aus der Perspektive von Olivia und Adrian, wobei Olivia deutlich mehr Raum gegeben wird. Der Part von Adrian dient dabei dazu, das Geheimnis von „W.“ aufzudecken, während Olivia ihre eigenen magischen Abenteuer zu bestehen hat.

Die Protagonisten sind lebensnah und humorvoll aufgebaut. Olivia wächst dem Leser mit allen ihren Fehlern und Macken recht schnell ans Herz und sorgt so ganz nebenbei für einige Lacher; sie ist hervorragend und sympathisch konzipiert. Die weiteren Charaktere sind für die Geschichte ausreichend erklärt und eingesetzt.

Fazit

„Jagdzeit“ von Claudia Toman hat mich teilweise überzeugt. Die einzigartige Art der Autorin zu schreiben und ihre Figuren lebendig werden zu lassen, fasziniert mich sehr. Auch das Einarbeiten von bekannten Märchen und der nordischen Mythologie in den Krimi gefällt mir außerordentlich gut. Was ich als störend empfunden habe und was mich auch beim Lesen oft verwirrt hat, waren der ständige Wechsel der drei Erzählstränge und die Fragmente aus Olivias Roman.

Trotz allem hoffe ich, dass es in nächster Zeit noch weitere Bücher von Claudia Tomangibt, da ihre Art zu schreiben etwas Besonderes ist und ich gerne mehr davon lesen möchte.

Autorin

Claudia Toman wurde 1978 in Wien geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie zu etwa gleichen Teilen in Mittelerde, Phantasien, Märchenmond und Derry, Maine. Nach dem Schulabschluss packte sie die Theatersucht und sie arbeitete als Regisseurin, Regieassistentin und Inspizientin in Wien, Tokio und Tel Aviv. Seit 2001 betreut sie die Vorstellungen der Kinderoper an der Wiener Staatsoper. 2009 erschien ihr Debütroman „Hexendreimaldrei“ bei Diana. Der zweite Roman, „Jagdzeit“, wurde im April 2010 veröffentlicht. Claudia Toman lebt als Untermieterin einer eigenwilligen Katzendame in Wien und arbeitet derzeit an ihrem dritten Roman.

Taschenbuch: 336 Seiten
ISBN-13: 978-3453353992
www.randomhouse.de/diana
claudiatoman.blogspot.com

Juliette Manet – Wehrlos

Man bekommt in bestimmten Fernsehshows zwar manchmal einen anderen Eindruck, aber Fotomodells müssen nicht automatisch dumm sein. Juliette Manet ist ein gutes Beispiel dafür. Sie hat nicht nur Kunstgeschichte studiert, sondern auch einen spannenden Thriller geschrieben, der absolut vorzeigbar ist.

Vor zwölf Jahren wurde Paris von einem brutalen Kindermörder heimgesucht, der mit Vorliebe kleine Jungen vergewaltigte und sie schließlich ermordete. Sein Erkennungszeichen war die alte Radierung eines Akts, den er an den Tatorten hinterließ. Senda Barhi, die damalige Kriminalkommissarin, hatte schwer an diesem Fall zu kauen, doch er schien gelöst, als ein Tatverdächtiger Selbstmord beging. Man war davon überzeugt, den Richtigen gefunden zu haben, nur Senda war anderer Meinung. Sie glaubt immer noch daran, dass Raphael Schiller, der Vater eines ermordeten Mädchens, in den Fall verstrickt war, nur konnte sie es ihm damals nicht nachweisen.

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Conrad Anker/David Roberts – Verschollen am Mount Everest

Anker Robert Verschollen am Mount Everest Cover 2000 kleinNachdem 1999 der mumifizierte Leichnam des möglichen Mount-Everest-Erstbesteigers George Mallory gefunden wurde, kehrte die Geschichte der Gipfel-Expedition von 1924 in die multimediale Gegenwart zurück; auch dieses Buch erläutert Rolle und Bedeutung dieses historischen Unternehmens. Der faktenreiche Text leidet unter der Ärmlichkeit des Bildmaterials und ist nur einer von vielen, inhaltlich zum Teil deckungsgleichen Beiträgen zum Thema.
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Kenn Harper – Die Seele meines Vaters. Minik: Der Eskimo von New York

Aus dem polaren Norden bringt der ‚Forschungsreisende‘ Peary 1897 sechs Eskimos mit, die in New York ausgestellt werden. Bald sterben sie in der für sie ungesunden Umgebung; ihre Überreste werden seziert und im Museum ausgestellt, wo der einzige Überlebende später seinen Vater in einer Vitrine entdeckt … – Das Zeitalter der Entdeckungen hat seine Schattenseiten, unter denen der Rassismus weit oben rangiert. Autor Harper erinnert stellvertretend und sehr eindringlich an eine besonders trübe Episode.
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Michael Pearce – Im Schatten des Feigenbaums

Das geschieht:

Kairo, Nordägypten, in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts: Vor dreißig Jahren rief ein vom Thronsturz bedrohter Khedive (so lautet der Titel des Monarchen, der königlich über das Land herrscht) die Briten zur Hilfe. Freudig nutzten diese ihre Chance, ihrem Empire ein Sahnestück einzuverleiben, ohne zuvor einen Großteil der einheimischen Bevölkerung abzuschlachten. Das uralte Wüstenland am Nil hätten sich auch die Franzosen gern unter den Nagel gerissen; in Afrika gehören sie zu den ärgsten kolonialen Konkurrenten, die es tunlichst nicht zu brüskieren gilt. Daher ist Ägypten offiziell keine britische Kolonie; die Regierung lässt sich von den Briten nur ‚beraten‘.

Selbstverständlich weiß jeder um die wahren Verhältnisse. Die Briten halten das Heft fest in der Hand. Die örtlichen Herrscher sind mehr oder weniger Marionetten. Es herrscht zwar Ruhe im Land, aber nationalistische Gruppe schüren immer wieder und seit einiger Zeit verstärkt Unruhen. Dafür zu sorgen, dass diese nie offen ausbrechen, obliegt dem britischen Geheimdienst, der in der ägyptischen Hauptstadt stark präsent ist. Gareth Owen steht ihm vor, ein besonnener Mann, der die komplexen politischen und vor allem religiösen Verhältnisse vor Ort kennt. Offiziell arbeitet er für den Khedive, aber jeder Bürger Kairos weiß, dass tatsächlich der „Mamur Zapt“ – so Owens Amtstitel – das Sagen hat.

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Fredrik Skagen – Schwarz vor Augen

Klassischer Krimi: Ein Mann verliert die Erinnerung an seine wahre Identität und legt sich diejenige eines englischen Geheimagenten zu. Doch die Medien seiner Heimat sehen in ihm immer noch den vermeintlichen Mörder seiner Geliebten. Kann er sein verlorenes Leben zurückgewinnen?

Handlung

Der norwegische Übersetzer Steinar Blix verliert eines Tages mitten in London sein Gedächtnis. Er sitzt im Pub in South Kensington, seine Frau Linda ist noch kurz los, um sich einen blauen Pullover (das ist wichtig!) zu kaufen – Steinar hat ihr sein Portemonnaie mitgegeben. Als er orientierungslos vor dem Pub steht und weder seinen Standort noch seinen eigenen Namen mehr kennt, kann er sich weder ein Taxi mieten noch ein Busticket kaufen. Er übernachtet in einem Park auf der Bank und legt sich auf dem Friedhof einen neuen Namen zu: Gordon Ernest Bell, das ist der Name eines Toten.

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