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[NEWS] J. R. R. Tolkien – Natur und Wesen von Mittelerde

Der endgültige Beweis, das Mittelerde existiert
J.R.R. Tolkien, der unbestritten größte Fantasyautor aller Zeiten, hat sich bis zu seinem Tod im Jahr 1973 mit seinem eigenen Schaffen auseinandergesetzt und die Voraussetzungen und Entwicklungen seines Weltenbaus überdacht. In »Natur und Wesen von Mittelerde« zeigt sich die ganze Dimension von Mittelerde.

Es gibt wohl keine andere Weltenschöpfung, die so viele Leser und Cineasten in ihren Bann gezogen hat wie Mittelerde. In diesem Buch sind zahlreiche späte Schriften Tolkiens zugänglich gemacht, die erhellen, was es mit ihr auf sich hat: mit ihren Geschöpfen, Tieren und Pflanzen, mit dem Entstehen und Vergehen ganzer Landschaften, bis hin zu der Frage, was Tote und Lebendige, Elben und Menschen verbindet und trennt. Und manch einzelne Geschichten aus dem Herr der Ringe, dem Silmarillion, den Nachrichten aus Mittelerde werden erst verständlich, wenn der Leser dem tiefen Nachdenken Tolkiens über seine Welt begegnet. Natur und Wesen von Mittelerde enthält ein eigenes Kapitel über die Insel Númenor und ihre Bewohner. Sie wird Schauplatz der neuen Tolkien-TV-Serie sein. (Verlagsinfo)

E-Book
Seitenzahl der Print-Ausgabe (September 2021) : 600 Seiten
Klett-Cotta

J.R.R. Tolkien / Christopher Tolkien (Hrsg.) – Nachrichten aus Mittelerde. Mit Illustrationen von Alan Lee, John Howe und Ted Nasmith

Erstmals in einer illustrierten Ausgabe»Ein wunderbares Geschenk an alle, die mehr Geschichten von Tolkien lesen möchten.« Publishers WeeklyDie »Nachrichten aus Mittelerde« sind dasjenige Buch aus Tolkiens Nachlass, dessen Geschichten alle drei Zeitalter von Mittelerde umspannen. Diese Ausgabe enthält überwältigend schöne Bilder von Alan Lee, John Howe und Ted Nasmith.

Kein anderes Buch unterhält und informiert den Tolkienfreund so umfassend wie die »Nachrichten aus Mittelerde«: Von den Ältesten Tagen bis hin zu Ereignissen, welche mit dem Großepos »Der Herr der Ringe« zusammenhängen, reichen die spannenden Geschichten, die Christopher Tolkien aus dem Nachlass seines Vaters hier herausgegeben hat. Der Leser darf sich dabei mit den interessantesten Fragen der Geschichte Mittelerdes beschäftigen.

Mit welchem Auftrag reiste der tapfere Tuor nach Gondolin? Was hat es mit der geheimnisvollen von Elben und Menschen bewohnten Insel Numenor auf sich? Und wie kam Gandalf eigentlich darauf, ausgerechnet Bilbo Beutlin für eines der herausragendsten Abenteuer der Fantasygeschichte auszuwählen? Eine wahre Fundgrube für alle Tolkienfans, jetzt illustriert von den drei berühmtesten Tolkienkünstlern. (Verlagsinfo) Herausgegeben, kommentiert und mit Register und Karten versehen wurde dieser Band von Tolkiens Sohn Christopher.

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Tolkien, J. R. R. – Herr der Ringe, Der. Die Komplettlesung

_Der Fantasyklassiker schlechthin, endlich komplett vorgelesen_

Ein verlängertes Wochenende in Mittelerde – hier ist das Ticket zu lösen! Fast 60 Stunden Eintauchen in den Kontinent der Phantasie, den Professor Tolkien mit dem „Herrn der Ringe“ geschaffen hat. Mögen auch die Meinungen über die Aussage auseinandergehen und vor allem der Mangel an weiblichen Figuren beklagt werden, so bleibt doch dieses Epos die Urmutter aller Fantasy in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und immer noch wird an der Verarbeitung dieses Stoffs gestrickt. 2011 soll die Verfilmung des „Hobbits“ in unsere Kinos gelangen.

In dieser Audio-Box bekommt der Tolkien-Fan die ungekürzte Lesung von zwei der besten Sprechkünstler deutscher Zunge geboten: Achim „Gandalf“ Höppner und Gert Heidenreich.

_Der Autor_

John Ronald Reuel Tolkien wird am 3. Januar 1892 in Bloemfontein in Südafrika geboren. Bei einem Verwandtenbesuch in England im Jahre 1896 stirbt Johns Vater an den Folgen eines Blutsturzes. Die Tolkiens, John, sein älterer Halbbruder Hilary und seine Mutter Mabel, bleiben daraufhin in England und werden von ihrer Familie finanziell unterstützt. Im Jahre 1900 entscheidet Mabel sich dazu, vom Protestantismus zum katholischen Glauben zu wechseln. Das empört ihre Familie, die ihr daraufhin den Geldhahn zudreht.

Vier Jahre später, am 14. November 1904, stirbt Mabel in einem diabetischen Koma. John und sein Halbbruder werden von einer Tante aufgenommen, und John geht an eine königliche Schule und bekommt ein Stipendium für das Exeter College in Oxford, das er 1913 mit Auszeichnung verlässt. Während dieser Zeit lernt er auch Edith Bratt kennen, die er 1916 heiratet. Kurz nach der Heirat muss er aber für das Königreich in den Ersten Weltkrieg ziehen. 1916 ist er in Frankreich stationiert und wird schwer krank. Dieser Krankheit hat er zu verdanken, dass er im gleichen Jahr nach Hause kann und nie mehr in den Krieg ziehen muss. Schon während dieser Zeit beginnt er an dem [„Silmarillion“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4483 zu arbeiten.

1918 bringt Edith das erste von fünf Kindern zur Welt: John Francis. Die drei ziehen nach Oxford, wo Tolkien sein angefangenes Sprachstudium wieder aufnimmt und beendet. Im Oktober 1920 kommt der zweite Sohn Michael zur Welt. Im selben Jahr zieht die Familie nach Leeds, weil John dort einen Platz als Dozent an der Uni bekommt. 1924 wird John zum Professor berufen und sein dritter Sohn Christopher kommt zur Welt. Dieser sorgt nach dem Tod seines Vaters dafür, dass alle Manuskripte vervollständigt und veröffentlicht werden. Ein Jahr später gewinnt John die Wahl zum Angelsächsischen Professor an der Uni in Oxford. Die Familie zieht wieder zurück nach Oxford.

1929 legt Tolkien den Grundstein zu [„Der Hobbit“.]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=481 Außerdem wird seine erste Tochter geboren: Priscilla. Im folgenden Jahr beginnt Tolkien mit dem Manuskript zum „Hobbit“. Sieben Jahre später, am 21. September 1937, erscheint dann der „Hobbit“ bei |Unwin| und erhält viele positive Buchkritiken. Das Buch wird unter anderem mit dem „New York Herald Tribune“- Jugendpreis ausgezeichnet.

Im nächsten Jahr hat Tolkien schon konkrete Vorstellungen vom [„Herrn der Ringe“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1330 weil Raynor Unwin um eine Fortsetzung des „Hobbits“ gebeten hatte. Tolkien unternimmt mehrere Anläufe und schreibt jedes Mal den Anfang komplett neu. Nach dem Start herrscht aber wegen des Zweiten Weltkriegs, in dem zwei seiner Söhne dienen, erst einmal eine künstlerische Pause, die bis 1947 dauert. Erst jetzt fängt er wieder an, am „Herrn der Ringe“ zu arbeiten. Zwei Jahre später ist das Buch dann fertig, wird aber erst 1954/55 veröffentlicht, da Tolkien den „Herrn der Ringe“ zusammen mit dem „Silmarillion“ und mit allen Anhängen herausbringen wollte. Der Verlag verlangt aus Kostengründen (Papier war rationiert und teuer), dass das Buch in drei Teile aufgeteilt wird, die nacheinander erscheinen.

Am Anfang sind die Bücher nicht besonders erfolgreich, werden als absurd und schwer verständlich eingestuft. Erst nach dem |Ace|-Raubdruck ca. 1966 wird das Buch vor allem bei amerikanischen Studenten beliebt und schließlich zweimal verfilmt.

Im Jahre 1968 zieht Tolkien wegen seiner Frau noch einmal um, und zwar ins das Seebad Bournemouth, welches die Familie aus Urlaubsbesuchen kennt. Am 19. November 1971 verstirbt Edith an den Folgen einer Gallenblasenentzündung. Tolkien zieht wieder nach Oxford um, wo er als Ehrenmitglied auf dem Unigelände wohnt. Er erhält von der Queen den „Kommandeursorden des Britischen Empires“ (CBE). Außerdem hat er die Hoffnung, sein Lebenswerk, das „Silmarillion“, noch vor seinem Tod fertigstellen zu können. Aber Tolkien stirbt am 2. September 1973 achtzigjährig im Krankenhaus, als er gerade ein paar Freunde besucht. Im Jahre 1977 veröffentlicht sein Sohn Christopher das „Silmarillion“ nach radikaler Überarbeitung und bringt noch andere Bücher seines Vaters heraus.

J. R. R. Tolkien (1892-1973) verschlang schon als Schüler „Beowulf“ und die Abenteuer des Artus-Ritters [Sir Gawain]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=479 auf Mittelenglisch. Tolkien studierte in Oxford und wurde mit 32 Jahren zum Professor für mittelalterliche englische Literatur. Er lehrte nahezu 40 Jahre lang und gab u. a. ein mittelenglisches Wörterbuch heraus, das bis heute auf diesem Gebiet zu den Standardwerken zählt. Sein besonderes Interesse galt jedoch der Mythologie, den Sagen und Märchen. Tolkien zufolge spiegeln all diese Geschichten – auch die von ihm selbst erdachten – einen Funken ewiger Wahrheit wider.

_Die Sprecher_

|Achim Höppner| arbeitete nach seiner Schauspielausbildung und dem Studium der Germanistik, Kunst- und Theatergeschichte als Schauspieler und Regisseur. Viele Jahre war er erfolgreich für Film, Funk und Fernsehen tätig, vor allem in den Bereichen Synchronisation, Hörspiel, Lesung und Radiofeature. Er synchronisierte weltberühmte Filmfiguren, unter anderem Jon Voigt in „Staatsfeind Nr. 1“, den Gandalf in „Der Herr der Ringe“ und James Rebhorn in „Der talentierte Mr. Ripley“. Als Ausgleich suchte der renommierte Sprecher jedoch so oft wie möglich den direkten Kontakt zum Publikum in Rollen und (szenischen) Lesungen. Nachdem er den erstenn Teil des „Herrn der Ringe“ vertont hatte, starb er im November 2006.

|Gert Heidenreich|, 1944 in Eberswalde geboren, studierte alte und neue deutsche Literatur, Theaterwissenschaft, Soziologie und Philosophie in München. Zwischen 1967 und 1983 arbeitete er als Theaterautor und wurde journalistisch und publizistisch tätig, überwiegend für Radiosender, für |Die Zeit| und die |Süddeutsche Zeitung|. Seit 1970 berichtet er in Reportagen über seine Afrika-Reisen. Seit 1972 ist er auch als Sprecher für Rundfunkanstalten, Fernsehen und Hörbuchverlage tätig. Heidenreich ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des Deutschen PEN-Zentrums. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Frau in Oberbayern. Für den |Hörverlag| hat er die Bände zwei und drei von Tolkiens „Herr der Ringe“ eingelesen und löste dabei den verstorbenen Achim Höppner, die deutsche Synchronstimme Gandalfs, ab.

Regie führte Angela Kuhn, die Technik steuerte Christoph Panizza vom Giesing Team, München.

_Handlung von Teil 1 „Die Gefährten“_

Der Zauberer Gandalf, ein alter Freund der Hobbits im Auenland, trifft rechtzeitig zum 111. Geburtstag des Hobbits Bilbo Beutlin in ein. Bilbo übergibt beim lange geplanten Abschied von der Heimat einen goldenen Ring an seinen Neffen Frodo, der gerade „großjährig“ geworden ist. Diesen Ring hatte er einst einem Wesen namens Gollum abgenommen (vgl. [„Der kleine Hobbit“).]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5219 Bilbo geht nach Bruchtal, einem Refugium der Elben. Gandalf findet durch Recherchen in der Stadt Gondor heraus, dass Frodos goldener Ring der beherrschende Ring der Macht ist, den der dunkle Herrscher Sauron schmiedete, um alle anderen Ringe der Macht – die der Elben, der Zwerge und der Menschen – zu beherrschen.

Gandalf findet auch heraus, dass Sauron bereits seine Ringgeister in Gestalt schwarzer Reiter ausgesandt hat, um den Ringträger zu töten und den Einen Ring zu ihm zu bringen. Auf Gandalfs Geheiß muss Frodo deshalb mit seinem Freund Sam Gamdschie schleunigst das Auenland verlassen und sich mit Pippin Tuk nach Bruchtal durchschlagen. Dort schließt sich ihnen Merry Brandybock an. Die Begegnung mit dem uralten Menschenwesen Tom Bombadil im Alten Wald und mit dem Grabdämon in den Hügelgräberhöhen bereiten die Hobbits auf weitere Abenteuer vor. In der Grenzstadt Bree nimmt ein zwielichtiger Waldläufer sie unter seine Fittiche. Ein erster Angriff der Schwarzen Reiter im Gasthaus schlägt durch eine List Streichers fehl.

|Der Kampf auf der Wetterspitze|

Dieser „Streicher“, wie er genannt wird, kann aber einen zweiten Angriff der Ringgeister auf dem Berg Wetterspitze nicht verhindern, bei dem Frodo durch eine vergiftete Klinge schwer verwundet wird. Der plötzlich auftauchende Elb Glorfindel bringt Frodo auf seinem schnellen Pferd mit knapper Not vor den Schwarzen Reitern in Sicherheit nach Bruchtal. An der Furt des Bruinen-Flusses beschwört Glorfindel die Flussgeister herauf, die Reiter des Feindes zu verschlingen. Dies gelingt, und Frodo erlebt es nebulös noch mit, bevor sein Geist in Bewusstlosigkeit versinkt.

Frodo erwacht genesen in Bruchtal, im Haus des Halbelben Elrond. Er trifft seinen Onkel Bilbo wieder, der in nur wenigen Monaten beträchtlich gealtert ist, aber inzwischen sein Buch „Hin und wieder zurück“ fertiggestellt hat, in dem er seine Abenteuer mit den Zwergen und dem Drachen unter dem Einsamen Berg erzählt („The Hobbit or There and Back Again“).

|Elronds Rat|

Ein Rat der Freien Völker Mittelerdes beschließt unter Elronds Vorsitz, den Einen Ring nicht zu benutzen, sondern in den Feuern des Schicksalsbergs zu zerstören. Allerdings muss man sich dazu ins schreckliche Land Mordor unter die Augen Saurons wagen. Frodo nimmt die Aufgabe freiwillig auf sich, denn alle anderen zerstreiten sich in dieser Frage. Aragorn, der einstige „Streicher“ und König im Exil, verabschiedet sich von seinem Schwiegervater Elrond.

Der Ringträger geht nach Süden, zuerst Richtung Rohan, muss wegen Wargen umkehren, dann über das Nebelgebirge, doch als durch Saruman auch dieser Weg blockiert wird, in die düsteren Minen von Moria, einem einstigen Zwergenreich. So will es der verräterische Zauberer Saruman, der Chef der Zauberer. Doch Gandalf ahnt, welcher Schrecken in Moria auf ihn wartet. Dennoch hat er keine Furcht und stellt sich seiner Aufgabe.

_Handlung von Teil 2 „Die zwei Türme“_

Nach Boromirs Tod und Gandalfs Sturz sind die Gefährten in drei Gruppen zersplittert, doch müssen sie sich weiterhin mit Sarumans und Saurons Schergen auseinandersetzen. Aragorn, Gimli und Legolas jagen die Uruk-hai und Nord-Orks, die Merry und Pippin verschleppten, vier Tage lang bis an den Rand des alten Fangorn-Waldes, wo sie auf Reiter aus Rohan treffen, die ihnen eine schlimme Nachricht überbringen: Die Pferdeherren Rohans unter dem Kommando Eomers haben die Bande Uruk-hai und Orks bis auf den letzten Mann getötet. Sie haben keine Halblinge gesehen. Sind ihre Freunde tot? Eomer warnt Aragorn vor König Théoden und der Erwähnung Gandalfs.

Ringträger Frodo und sein Freund Sam treffen unterdessen im Gebirge auf die schizophrene Kreatur Gollum, die ihnen den Weg zu Saurons Reich weist – zuerst zum Schwarzen Tor, später durch das gondorische Waldland Ithilien. Dort werden sie von Faramir, dem Hauptmann der Waldläufer Gondors und Borormirs Bruder, gefangen genommen. Die Versuchung des Ringes wirkt auf den Hauptmann ein. Wird er Frodo ziehen lassen?

Doch Merry und Pippin sind den Uruk-hais und Orks entkommen, woraufhin sie im Fangornwald in den Baumhirten mächtige Verbündete gefunden haben, während Aragorn, Gimli und Legolas sich als letzte Hoffnung für das Volk von Rohan erweisen. Unerwartet ist auch die Begegnung mit dem totgeglaubten Gandalf, der sich nun in weißer Gestalt als energischer Heerführer erweist.

Sie befreien den König von Rohan, Théoden, vom Bann Sarumans und verjagen Sarumans Agenten Gríma Schlangenzunge. Theodens Nichte Eowyn verliebt sich in den feschen Recken Aragorn. Doch statt sich Sarumans Horden und den Wilden Menschen von Dunland zu stellen, die Théodens Sohn auf dem Gewissen haben, zieht sich das Volk Rohans zurück in die uneinnehmbare Festung von Helms Klamm. Aragorn, seine Gefährten und die Truppen des Königs organisieren die Verteidigung. Die Horden Sarumans attackieren die Festung.

_Handlung von Teil 3 „Die Wiederkehr des Königs“_

Das Heer Sarumans, das Helms Klamm erobern wollte, ist geschlagen, und sogar Isengart selbst wurde zerstört. Die Getreuen um Gandalf sehen es mit Genugtuung: Die Baumhirten und Huorns haben ganze Arbeit geleistet. Was aus Saruman und Schlangenzunge wurde, erfahren wir, als die Hobbits ins Auenland zurückkehren. Zeit also, weiterzuziehen und in Edoras einen draufzumachen.

Doch weil der vorwitzige Pippin den Feind mit Hilfe eines der Sehenden Steine Sarumans informiert und alarmiert, muss Gandalf pronto nach Minas Tirith, um in Gondor nach dem Rechten zu sehen: Denn dort wird der aufgescheuchte und fehlgeleitete dunkle Herrscher zuerst zuschlagen. Vor seiner Abreise drängt er jedoch König Théoden, Gondor mit seinen Rohirrim zu Hilfe zu eilen. Der denkt aber im Traum nicht daran, da er ja von Gondor im Stich gelassen wurde und zudem gerade selbst eine Schlacht erfolgreich geschlagen hat.

In Minas Tirith stehen die Dinge nicht zum Besten, wie Gandalf und Pippin bald erkennen müssen. Der Statthalter der Könige, Truchsess Denethor, denkt gar nicht daran, einem dahergelaufenen, abgerissenen Waldläufer, der Anspruch auf den Königsthron erhebt, die Machtstellung dieses uralten Reiches zu überlassen. Doch um die Festung zu verteidigen, opfert er gerne seinen einzigen, ihm nach Borormirs Tod noch verbliebenen Sohn, Faramir.

Osgiliath, die alte Stadt im Strom Anduin, ist den Orks und Uruk-hai, in die Hände gefallen, nachdem angreifende Nazgûl auf ihren Flugbestien die Menschen in Angst und Schrecken versetzt haben. Wie Stukas fallen sie auch über die nach Minas Tirith Fliehenden her, bevor Gandalf sie mit seinem Zauberstab und dem Licht Anors vertreiben kann. Doch das ist nur die Vorhut Saurons, und schon bald ist Minas Tirith eingeschlossen und belagert.

Gandalf und Pippin entzünden das Leuchtfeuer, das die Hilfe Rohans herbeirufen soll. Das Signal wird über die gesamte Bergkette des Weißen Gebirges gen Westen weitergegeben, bis man es auch in Edoras erblickt: Es ist ausgerechnet Aragorn, der Théoden diese Nachricht bringt und ihn um Beistand für sein eigenes Königreich bittet. Théoden macht eine Wendung um 180 Grad und befiehlt seinem Heer, auszurücken und nach Minas Tirith zu reiten: Es sind drei Tagesritte vom Sammelpunkt Dunharg aus. Frau Eowyn und Merry sollen zwar daheim bleiben, schaffen es aber irgendwie, unerkannt mitzureiten. Werden sie rechtzeitig eintreffen, um die Festung zu retten?

Aber die Zahl der Rohirrim wird nicht ausreichen. Nachdem Aragorn von Elrond das wiederhergestellte Schwert Elendils, das jetzt „Flamme des Westes“ (Andúril statt Narsil) heißt, erhalten hat, reitet er mit Legolas und Gimli in die Unterwelt, um dort bei den Toten Hilfe zu suchen. Anders als Odysseus jedoch sucht er nicht Rat, sondern den Beistand der Untoten, die vor 3400 Jahren seinem Vorfahren die Lehnstreue versagt hatten und dafür den Tod im Leben erdulden müssen. Als Lohn für ihre Gefolgschaft verspricht ihnen Aragorn Erlösung von ihrem Fluch und endlich Seelenfrieden. Die Zeit drängt, denn die Korsaren von Umbar segeln nach Minas Tirith, um sich Saurons Streitmacht anzuschließen.

Der wichtigste Handlungsstrang betrifft wohl die gefahrvolle Reise von Frodo und Sam. Denn alle Siege wären nutzlos, wenn dem Feind der Eine Ring in die Hand fiele. Ihr Führer Gollum/Sméagol offenbart nun seine ganze Heimtücke. Erst bringt er die Freunde Frodo und Sam auseinander, weil er Frodos Misstrauen, das ihm der Ring einflößt, nach Kräften schürt. Als Folge eines vermeintlichen Verrats schickt Frodo Sam nach Hause. Nun hofft Gollum, dass die Riesenspinne Kankra, die in den Bergen hinter Minas Morgul haust, sich Frodo schnappt und er, Gollum, den Einen Ring zurückerobern kann. Gollums Plan scheint aufzugehen. Frodo wird vom Feind gefangen.

(Diese Chronologie orientiert sich an den parallelen Handlungssträngen, nicht an der Buchaufteilung.)

_Mein Eindruck_

Die Geschichte Mittelerdes reicht in Tolkiens Roman zunächst rund 3000 Jahre zurück, bis zu jener Entscheidungsschlacht, als die verbündeten Heere der Menschen (unter Isildur) und der Elben (unter Gil-galad) die Armeen des Dunklen Herrschers Sauron besiegten. Im Zweikampf verlor Sauron nicht nur seine Hand, sondern auch seinen Meisterring und damit auch seine leibliche Existenzform. Sein Geist bestand im Ring fort, der dann später im Strom Anduin verlorenging.

Nun, 3000 Jahre danach, muss der Ring seine Reise wieder nach Osten antreten und dorthin zurückkehren, wo er geschmiedet wurde: im Vulkan des Schicksalsbergs, mitten in Mordor selbst. Mit der Erfüllung von Frodos Mission, den Einen Ring zu zerstören, schließt sich der Kreis – und das Dritte Zeitalter findet seinen Abschluss, die Ära der Herrschaft der Menschen beginnt. Die alten Götter sind tot: der halbgöttliche Maia Sauron und sein Verbündeter Saruman. Aber auch die Unsterblichen verlassen Mittelerde: die Elben. Und die Hauptstadt der Zwerge, Khazad-dûm, später Moria genannt, ist längst untergegangen. Bleiben also noch die Menschen – und die Hobbits in ihrem von Gandalf geschützten Reservat.

|Ein Schöpfungsmythos|

Unter diesem größeren Blickwinkel ist „Der Herr der Ringe“ ein alternativer Schöpfungsmythos für eine Vorgängerwelt zu unserer Welt: Mittelerde. Dieses Charakteristikum hat Tolkiens Roman mit den großen Schöpfungsmythen der Erde gemeinsam: mit dem „Kalevala“ der Finnen oder dem Gilgamesch-Epos Mesopotamiens, mit dem Osiris-Mythos der alten Ägypter oder der Artus-Legende der keltischen Völker Britanniens. Denn wie es im Vorspann der Verfilmung heißt: „Aus der historischen Wahrheit wurde Erzählung, aus der Erzählung Legende, und aus der Legende Mythos“. Das Spektrum dieser Geschichten ist fließend, ein Kontinuum.

Deshalb kann nicht nur Tolkien einen Roman darüber schreiben, sondern auch die Lesung vorgeben, eine historische Begebenheit zu erzählen – denn beide erzählen den Stoff, aus dem der Mythos ist. Und dem ist die vierte Dimension der messbaren Zeit gleichgültig, denn er birgt eine überzeitliche Wahrheit: die Story davon, dass und wie es möglich ist, dass das Gute das Böse besiegt – in jedem einzelnen Lebewesen, wie der Kampf um den Ring zeigt.

|Frodos Machtprobe|

Nicht umsonst bietet Frodo jedem der Mächtigen den Besitz des Ringes an. Dies ist eine Probe, wie man es mit der Macht hält. Nacheinander lehnen Gandalf, Galadriel und Aragorn den Besitz des Ringes ab, doch Boromir, ein edler Kämpfer der Menschen von Gondor, nicht. Man kann sich fragen, worin er sich von Aragorn unterscheidet, der doch ebenso ein edler Krieger der Menschen ist und ein künftiger König obendrein. Doch während Boromir den Ring als Instrument der Machterweiterung betrachtet, ist er für Aragorn etwas anderes: Der Ring ist selbst eine Macht, denn in ihm wohnt der Geist des Maia Sauron. Und den kann man weder für die eigenen Zwecke einsetzen noch bezwingen.

Doch besseres Wissen reicht nicht, wie Boromir kurz vor seinem Tod zeigt, als er den Ringträger angreift. Es muss bei Aragorn offenbar noch ein weiterer Faktor hinzukommen, um ihn immun gegen die Verlockung des Rings zu machen. Ich denke, es ist die Liebe Arwens, der Elbin, die ihrer Unsterblichkeit entsagt, um einen Sterblichen lieben und heiraten zu können (dies ist erst der zweite oder dritte derartige Fall in den drei Zeitaltern Mittelerdes, von dem uns Tolkien berichtet), die es Aragorn ermöglicht, materielle Macht, das Versprechen des Rings, abzulehnen. (Hinweis: Arwen kommt nur in den Anhängen vor, nicht im Roman.)

|Die Rolle von Freiheit und Liebe|

An zahlreichen Stellen betont der Autor, wie wichtig es ist, dass Frodo das Tragen des Rings freiwillig auf sich nimmt: nicht um das Ding und seine Macht für sich zu besitzen (Bilbo erzählt, wozu dies führt), sondern um die Aufgabe für seine Freunde, die ja die Weltbevölkerung repräsentieren, zu erfüllen. Nachdem er diese Aufgabe bei Elronds Rat freiwillig auf sich genommen hat, ist es ihm möglich, sie bis zum Ende auszuführen, und sei die Bürde noch so schwer. (Der Ring verändert sich ja, je mehr Frodo sich Mordor nähert und somit dem Herrn der Ringe. Der Ring erscheint Frodos Geist am Schluss wie ein feuriger Mühlstein, den er um den Hals trägt und der ihn zu Boden zieht.)

|Die Sprecher|

a) Höppner

Höppner spricht nur den ersten Teil, da er leider verstarb. Achim bzw. Joachim (es gibt beide Schreibweisen, aber auf dem Hörbuch steht überall Achim) Höppner ist bekanntlich die Stimme Gandalfs in der deutschen Synchronisation von Peter Jacksons Verfilmung des „Herrn der Ringe“. Daher fällt es ihm leicht, mit der entsprechenden Autorität vom Großen Ringkrieg in Mittelerde zu erzählen.

Dem epischen Tonfall ist der Sprecher ebenso gewachsen wie der Aufgabe, mal ein Lied oder Gedicht vorzutragen. Mit einer gewichtigen Einschränkung: Die Lieder singt er nicht mit einer Melodie, sondern mit einer Art Skandieren, einem rhythmisierten Vortrag in gehobenem, epischem Tonfall. Von Lied kann eigentlich keine Rede sein.

Meinen größten Respekt hat sich der verstorbene Sprachkünstler aber mit der korrekten Aussprache aller Namen erworben. Ich konnte keinen einzigen Fehler entdecken. Und wenn man sich den in den drei Booklets mitgelieferten Namenskatalog mal ansieht, bekommt man eine Ahnung, was für eine enorme Leistung dies ist.

b) Heidenreich

Gert Heidenreich erweist sich bei „Herr der Ringe II und III“ als optimale Besetzung für den Sprecherpart. Ich fand ihn sogar noch eindrucksvoller als Höppner, denn er liest nicht so schnell und lässt dadurch den Tonfall einer Rede besser zum Ausdruck kommen. Wenn sich beispielsweise die Uruk-hai mit den Nord-Orks streiten, so klingen jede Menge Anspielungen durch: wunderbar.

|Gesang und Gedichte|

Eines der Hauptmerkmale von „The Hobbit“ und „The Lord of the Rings“ sind Lieder und Gedichte. Leider werden sie in den Verfilmungen von „Herr der Ringe“ so gut wie gar nicht berücksichtigt. Nur einmal singen die Elben, aber auch nur in der Extended Version, „A Elbereth Gilthoniel“.

Im vorliegenden Text trifft den überraschten Hörer daher die geballte Ansammlung von Lied und Gedicht mit unverminderter Wucht. Ein höchst heikler Moment, denn man bangt ja, ob der Sprecher diese Aufgabe bewältigen kann. Verfügt er über eine musikalische Stimme, kann er überhaupt einen Ton treffen bzw. halten? Die Erleichterung ist dementsprechend riesig, als Heidenreich alle Erwartungen bestens erfüllt.

Bemerkenswert ist Heidenreichs Aussprache. „Minas Tirith“ hat ein echtes, stimmloses TH, doch „Theoden“ spricht er mit einem T statt TH. Und noch kurioser ist die Aussprache des Orknamens „Grishnákh“: [grischnach]. Woher der Sprecher die Berechtigung nimmt, aus kh ein ch zu machen, ist unklar, aber es erscheint plausibel. In vielen englischen Texten sollte ein kh als ch ausgesprochen werden, doch die Angelsachsen können das nicht – oder erst nachdem sie das Deutsche oder Hebräische kennengelernt haben.

Geräusche und Musik gibt es keine, daher brauche ich kein Wort mehr darüber zu verlieren.

|Die Booklets|

Jedem Hörbuch liegt ein dickes Begleitbuch von jeweils 96 Seiten Umfang bei, insgesamt also fast 300 Seiten. In diesem Booklet lässt sich eine Menge Hintergrundmaterial unterbringen. So sind etwa die kompletten „Anhänge“ zum „Herrn der Ringe“ inklusive Landkarten, Kalendern, Stammtafeln und Aussprachehilfen enthalten.

Das Vorwort des Autors Tolkien eröffnet das erste Booklet. Eine Biografie des Autors und des jeweiligen Sprechers setzt den Reigen fort. Die Booklets für Band zwei und drei liefern eine inhaltliche Zusammenfassung des vorhergehenden Bandes, so dass man nicht bei null anfangen muss, sollte man mit dem Anhören einmal aussetzen.

Der Verlag weist im Booklet darauf hin, dass Marcel Büllen und Gernot Katzer von der Deutschen Tolkiengesellschaft geholfen haben, die Informationen im Booklet zusammenzutragen und für die korrekte Aussprache der Namen im Text zu sorgen. Das ist ein sehr löbliches Vorgehen, dessen Ergebnis die Fans – wie mich – sicher freuen dürfte.

|Die Übersetzung|

Ich war überrascht von der Modernität der Übersetzung Wolfgang Kreges. Hier musste ich mich daran gewöhnen, moderne Wirtschaftsbegriffe an den Kopf geworfen zu bekommen (was allerdings kein Problem darstellte), und dass sich die Figuren wie heute siezen statt sich mit „Ihr“ und „Euch“ anzureden. Dass Sam seinen Arbeitgeber und Freund Frodo als „Chef“ bezeichnet, erscheint plausibel.

In einem Vergleich zwischen der alten und der neuen Übersetzung habe ich festgestellt, dass Krege an vielen Stellen erstens genauer übersetzt, also vollständiger und zutreffender, und zweitens auch moderner. Aus „Herr“ wird dann „Chef“ und so weiter. Das finde ich, muss ich zugeben, voll in Ordnung. Moderne Fantasy soll modern klingen und nicht wie das 19. Jahrhundert.

_Unterm Strich_

Alle Weihnachten wieder wird im Free-TV „Der Herr der Ringe“ gezeigt. Inzwischen hat sich Peter Jacksons Verfilmung zum Nonplusultra der Filmversionen gemausert (wobei ich niemals eine TV-Verhunzung des Epos zu sehen hoffe). Doch wer Jacksons Handlungsverlauf mit dem Original vergleicht, wird schnell auf Millionen Unterschiede stoßen, angefangen mit dem fehlenden Tom Bombadil und den übergangenen Hügelgräberhöhen bis hin zur dominanten Arwen-Aragorn-Beziehung. Schnell fragt man sich, inwieweit man der Jackson-Version trauen kann. Bei Unsicherheit sollte man auf das Original zurückgreifen. Dies ist nun mit der Komplettlesung uneingeschränkt möglich.

Das Buch enthält jede Menge Lieder, dass man meinen könnte, man befinde sich auf einer aufs Poetische versessenen Welt. Dabei ist es lediglich so, dass in den mythischen Vorzeiten – als „Beowulf“ und die isländischen Eddas geschrieben wurden – die mündliche Überlieferung die vorherrschende Form darstellte, genau wie einst bei Homer. Also wollte der Autor dieses wesentliche Merkmal seiner etwas altertümlichen Welt entsprechend berücksichtigen. Das stellt jeden Vorleser vor eine gewisse Herausforderung, die verschieden gut gemeistert wird.

|Das komplette Hörbuch|

Obwohl das Hörbuch weder Musik noch Geräusche aufbietet, vermag es doch sehr gut zu unterhalten. Dies ist einzig und allein den hervorragenden Sprechern zu verdanken. Achim Höppner und Gert Heidenreich ziehen alle Register und charakterisieren eine große Anzahl von Figuren auf unterscheidbare und doch stets einheitliche Weise. Die Szenen schildert besonders Heidenreich mit spürbarer Begeisterung und einem feinen Sinn für die Ironie einer Situation. Beide können die Lieder und Gedichte kompetent vortragen, doch nur Heidenreich kann sie auch mit einer Melodie singen.

Ich kann gar nicht genug betonen, was für eine großartige Leistung die beiden mit dieser Lesung vollbracht haben. Besonders Höppner beherrscht den epischen Ton der Vorlage ebenso wie die Poesie der Lieder, aber auch die Aussprache der vielen Namen absolut korrekt. Seine Schwäche besteht darin, dass er zu schnell liest, so als habe er nicht genügend Zeit gehabt. Das wurde mir besonders in den Kapiteln „Der Alte Wald“ und „Nebel auf den Hügelgräberhöhen“ besonders deutlich – schade. Heidenreichs Stärke hingegen ist die Nuancierung der Dialoge und Charakterisierung. Schwächen konnte ich nicht feststellen, aber seine Aussprache der Namen ist manchmal etwas eigenwillig, zum Beispiel bei „Grishnákh“.

Auch wenn die Lesung weder Musik noch Geräusche kennt, so ist sie doch als Vortrag das Nonplusultra, das man hinsichtlich des „Herrn der Ringe“ bekommen kann.

Fazit: ein Volltreffer.

|Originaltitel: The Lord of the Rings, 1954/55
3482 Minuten (ca. 58 Stunden) auf 45 CDs
Aus dem Englischen übersetzt von Wolfgang Krege, Gedichte übersetzt von E.-M. von Freymann
ISBN-13: 978-3-86717-311-7|
http://www.hoerverlag.de
http://www.ardapedia.de
http://www.tolkiengesellschaft.de
http://www.mittelerde-portal.de/
http://www.herr-der-ringe-film.de

_Mehr „Herr der Ringe“ und J. R. R. Tolkien auf |Buchwurm.info|:_

[„The Lord of the Rings“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1330 (Hörspiel)
[„Das Silmarillion“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4483 (Hörbuch)
[„Das Silmarillion“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=408
[„Der Hobbit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5219 (Hörbuch)
[„Der Hobbit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=130 (Hörspiel)
[„Der Hobbit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=22
[„The Hobbit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=481
[„Die Kinder Húrins“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4496
[„Briefe vom Weihnachtsmann“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2091 (erw. Neuausgabe)
[„Die Abenteuer des Tom Bombadil und andere Gedichte aus dem Roten Buch“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1760
[„Bauer Giles von Ham“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1620 (Hörbuch)
[„Roverandom“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1418
[„Nachrichten aus Mittelerde“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1407
[„Der Elbenstern“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=805 (Hörbuch)

|Sekundärliteratur:|

[„J. R. R. Tolkien – An Audio Portrait“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2856 (Hörbuch)
[„Tolkiens Wurzeln. Die mythischen Quellen zu ‚Der Herr der Ringe'“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=102
[„Tolkien und C. S. Lewis – Das Geschenk der Freundschaft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3197
[„J. R. R. Tolkien – Autor des Jahrhunderts“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1653
[„Tolkiens Zauber“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1595
[„Tolkiens Universum“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=475
[„Die Karte von Wilderland“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3221
[„Die Karte von Beleriand“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1673
[„Elbisches Wörterbuch. Nach J.R.R. Tolkien“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=109

|Zu den Verfilmungen:|

[„Der Herr der Ringe: Die Gefährten. Original Film-Hörspiel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4452
[„Der Herr der Ringe: Die zwei Türme. Original Film-Hörspiel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5323
[„Der Herr der Ringe – Die zwei Türme: Die Erschaffung eines Filmkunstwerks“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=79
[„Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs: Die Erschaffung eines Filmkunstwerks“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=190
[„Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs – Das offizielle Begleitbuch“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=156
[„Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs – Fotos aus Mittelerde“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=160
[„Der Herr der Ringe: Gollum – auf die Leinwand gezaubert“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=161
[„Der Herr der Ringe: Waffen und Kriegskunst“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=163

|Gesellschaftsspiel:|

[„Die Minen von Moria“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3527 (Herr der Ringe Tabletop / Starter-Set)

J. R. R. Tolkien / Christopher Tolkien (Hrsg.) – Nachrichten aus Mittelerde

Tolkien für Hardcore-Fans

Ähnlich wie „Das Silmarillion“ versammelt auch dieses Buch Geschichten aus dem Universum John Tolkiens, das dieser zwischen 1916 und 1972 erschaffen hatte.

Wir erfahren mehr über die Elbenfürstin Galadriel, das tragische Schicksal des Drachentöters Túrin Turambars, über das Inselreich Númenor und den Ringkrieg im 3. Zeitalter.

Herausgegeben, kommentiert und mit Register und Karten versehen wurde dieser Band von Tolkiens Sohn Christopher.

Tipp

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J. R. R. Tolkien , Günter Merlau – Der Herr der Ringe: Die zwei Türme. Original Film-Hörspiel

Zwei Stunden Action und Phantasie

Dies ist das zweite Hörspiel, das nicht dem Originaltext Tolkiens folgt, sondern vielmehr die Filmfassung Peter Jacksons voll integriert, komplett mit allen Darstellern (s. u.) und deutschen Synchronstimmen. Das bedeutet beispielsweise, dass der Hörer nicht mehr auf die liebliche Arwen Abendstern zu verzichten hat, weil sie im Original nicht vorkommt. Und das bedeutet, dass man auch in den Genuss der fantastischen, OSCAR-prämierten Filmmusik Howard Shores gelangt.

Hörspiel-Folge 1: „Die Gefährten“

Der Autor

J. R. R. Tolkien , Günter Merlau – Der Herr der Ringe: Die zwei Türme. Original Film-Hörspiel weiterlesen

Wahren, Friedel / Simon, Erik (Hg.) / Donaldson / Moorcock / Le Guin / Pratchett / Dunsany u. a. – Tolkiens Erbe – Elfen, Trolle, Weltenschöpfer

_Fantasymenü: Licht und Schatten nah beieinander_

Im Jahr 2001, als diese Fantasy-Anthologie entstand, erschien Tolkien in Sachen Fantasy als das Maß aller Dinge. Kein Wunder: Die Verfilmung durch Peter Jackson brach alle Kassenrekorde und löste einen erneuten Fantasy-Boom aus. (Der letzte lag schon 20 Jahre zurück.) Jeder Verlag, der etwas auf sich hielt, hängte sich an den mit Volldampf fahrenden Fantasy-Zug. Die vorliegende Sammlung unterscheidet sich von den meisten ihrer Art durch ihre Sachkenntnis und die Respektlosigkeit der neueren Autoren gegenüber den Vorvätern des Genres. Zudem bietet sie Gelegenheit, zwei Wegbereiter Tolkiens kennen zu lernen: E. R. Eddison und Lord Dunsany.

_Die Herausgeber_

Friedel Wahren arbeitete mehrere Jahre als Fantasylektorin im |Heyne|-Verlag, wechselte dann zum Münchner |Piper|-Verlag und bekam dort die von |Heyne| angekaufte Fantasyreihe übertragen.

Erik Simon, geboren 1950 in Dresden, las schon mit zehn Jahren Phantastik, als Physikstudent schrieb er die ersten Erzählungen. Nach seiner Mitgliedschaft in einem SF-Klub zu Stanislaw Lem wurde er Verlagslektor. Er hat mehrere Storybände veröffentlicht und arbeitete häufig für den |Heyne|-Verlag als Lektor, Übersetzer und Herausgeber.

_Die Erzählungen_

|1) Lord Dunsany: Die Zwingburg so keiner bezwingt denn Sacnoth das Schwert (1908)|

Die braven Dorfbewohner von Allathurion, das am großen Wald liegt, werden neuerdings des Nachts von üblen Träumen geplagt, Träumen, die von den „aschenen Weiten der Hölle“ erzählen. Entweder schlafen sie schlecht oder gar nicht. Doch wer sendet ihnen diese Träume Satans? Ihr Zaubermeister findet nach langem Suchen die Antwort: Es ist der Hexenmeister Gaznak. Doch Gaznak sei unbesiegbar, außer durch eine einzige Waffe: das Schwert Sacnoth. Allerdings stecke dieses im Rücken des metallenen Drachen Tharagaverrug, der unverwundbar sei.

Mit einem Trick gelingt es dem Freiwilligen Leothric, dem Sohn des Dorfvorstehers, das Schwert zu beschaffen und in den Griff der speziell geschärften Klinge eines der Augen des Drachen einzusetzen. Dieses magische Auge warnt ihn vor unterschiedlichen Gefahren.

Auf diese Weise bewaffnet, begibt sich Leothric zur Zwingburg Gaznaks, die sich bis zu den Sternen erhebt. Einzig sein Schwert Sacnoth, wie es die Prophezeiung besagt, ist in der Lage, alle Hindernisse zu beseitigen und den Weg bis zu Gaznak freizuschlagen. Und was für Gezücht da den Weg verlegt: verschlagene Drachen, Riesenspinnen, Vampire, Wölfe und wunderschöne Weiber mit Augen aus Feuer. Doch niemand widersteht Sacnoth, dem Schwert, und dem eisernen Willen seines Trägers. Niemand außer Gaznak selbst, dessen eigenes Schwert in puncto Stärke Sacnoth in nichts nachsteht …

Wie schon an der Überschrift abzulesen ist, liest sich die ganze Story wie ein mittelalterlicher biblisch-heroischer Legendentext. Die sehr symbolische und doch anschauliche Erzählung ist im getragenen und rhythmischen Tonfall des 16. oder 17. Jahrhunderts, insbesondere der James-Bibel gehalten. Diesem Stil ist – auch in der Übersetzung – der Rhythmus der Sätze angepasst, so dass es von Zusammenziehungen wie „Dämm’rung“ oder „finster war’s“ nur so wimmelt. so dass man die volle kosmische Bedeutung dieses Zweikampfes zwischen Gut und Böse erfasst. Kein Wunder, dass sich H.P. Lovecraft davon inspirieren ließ. Es sind einige bahnbrechende Vorstellungen darin versteckt, so etwa jene, dass Gaznak, der Träumer der Hölle, auf einem Kometen aus den Tiefen des Alls gekommen sei. Er könnte somit einer der Großen Alten sein, die bei HPL für so viel Ungemach sorgen.

|2) E. R. Eddison: Zora Rach nam Psarrion (1922, aus [„Der Wurm Ouroboros“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1575 28. Kapitel)|

Krieg herrscht in den vier Landen um das grüne Zimiamvia. Um die Oberhand gegen den König des Hexenlandes zu gewinnen, schickt Königin Sophinisba von Dämonenland ihren Lord Juss auf eine gefahrvolle Mission. Er soll seinen Bruder Lord Goldry Bluszco von den Spitze des Berges der Toten holen, auf dass er erlöst werden könne und sich ihrem Heer anschließe.

Mit einem Flugross gelangt Lord Juss weit nach Westen auf den vereisten Hang des Zora Rach. Der Aufstieg ist entsprechend beschwerlich, doch schlimmer noch sind die vielen Versuchungen, die sich Juss in den Weg legen. Sie sind Verkörperungen von Grauen, Mitleid, Ehre und sogar körperlicher Lust (eine schöne nackte Frau natürlich). Da es ihm nicht gelingt, den erstarrten, tot geglaubten Goldry zu erwecken, schleppt sich Juss bis hinunter zu den Enden des Gletschers und weiter bis zur Königin. Diese heilt den aufgetauten Goldry mit einem Kuss.

Obwohl die Erzählung in Mittelerde spielt, so hat sie doch nicht mit Tolkiens gleichnamiger Welt gemeinsam. „Mittelerde“ ist eine Bezeichnung aus der nordischen Mythologie. Und Eddisons Menschenwelt hat nichts mit den Vorgaben einer bestimmten Religion zu tun. Wie die allegorischen Versuchungen Lord Juss’ zeigen, greift der Autor vielmehr auf mittelalterliche Versepen zurück, die allgemein die Tugenden eines christlichen Ritters lobpreisen. Der kurze Text verrät, wie stilisiert und heroisiert die Figuren Eddisons fühlen, reden und agieren. Mein Geschmack ist das nicht gerade.

|3) Stephen R. Donaldson: Tochter der Könige (1984, ca. 130 Seiten)|

Es geht um eine Staatsaffäre, und entsprechend majestätisch sind die Sprache und der Erzählstil. Der Regent über die drei Königreiche ist tot, es lebe die neue Regentin! Leider gibt es, bevor es dazu kommen kann, ein kleines Problem. Die junge Königin in spe Chrysalis (= Schmetterlingspuppe) muss bei ihrer Thronbesteigung, nein, |durch| die Thronbesteigung beweisen, dass sie Macht über die Magie der Realien besitzt.

Jedes Oberhaupt der drei Königreiche bezweifelt natürlich, dass die junge Dame dazu in der Lage ist, die Magie des Throns zu beherrschen. Insgeheim hoffen sie selbst, auf eben diesen Thron zu gelangen und intrigieren fleißig, u. a. mit einem von ihnen finanzierten Rebellenpack, das die Unfähigkeit des Regenten belegen soll. Doch Chrysalis hat von ihrem Ziehvater, dem Lordmagier Ryzel, nicht umsonst ein paar Kniffe und Ratschläge gezeigt bekommen, wie sie sich durchsetzen kann.

Allerdings hatte ihr Vater sie vor seinem Tod auch davor gewarnt, einem mächtigen Mann wie Ryzel zu vertrauen. Denn Macht korrumpiert schließlich jeden.–

Ich fand diese Novelle unglaublich zäh zu lesen. Die Gedanken und Argumente sind derart verwickelt, dass es keinerlei Spaß, sondern vielmehr eine Menge Mühe macht, dem Gang der Erzählung zu folgen. Rückblenden schreckten mich ebenso ab wie der gestelzte Ton, in dem der Autor erzählt – allenfalls aus dem Blickwinkel der erzählenden Prinzessin zu akzeptieren. Der Übersetzer setzt diesen geschraubten Stil sehr genau um, so dass man sich sofort im 14. Jahrhundert wähnt. Doch so mancher Fantasyfreund der jüngsten Generation dürfte sich daran die Zähne ausbeißen.

Mein Empfehlung daher: Diese Novelle unbedingt erst am Schluss lesen, wenn überhaupt.

|4) Jack Vance: Liane der Wanderer (1950, aus „Die sterbende Erde“)|

Liane ist ein gar kecker Bursche und sehr von sich überzeugt. Er wandert durch den Wald, bringt einen Gewürzhändler um, findet in dessen Grab einen Zauberring und vernimmt von einem Libellenpiloten, dass in den Thamberauen eine goldene Hexe lebe. Flugs marschiert er dorthin, um ihr seine Liebe anzubieten, denn sie sieht wirklich zum Anbeißen aus. Doch dieses Weib ist eigensinnig und belohnt seine zarten Annäherungsversuche mit spitzem Stahl! Bevor sie ihm ihre Gunst gewähre, müsse er ihr dienen, fordert Lith. Was für ein ungewöhnliches Frauenzimmer, wundert sich Liane, willigt aber trotzdem in den Handel ein.

Der Dienst besteht darin, dass er ihr die fehlende Hälfte eines Gobelins zurückbringt, den ihr Chun der Unvermeidliche gestohlen habe, wie sie sagt. Der Wandteppich zeigt eine schöne Landschaft – vielleicht Liths Heimat. Aber nun macht sich Liane frohgemut auf zu Chun dem Unvermeidlichen. Was hat er schon zu fürchten? Hat er doch einen Zauberring, der ihn unsichtbar machen kann! – Leider kommt für ihn alles viel schlimmer als erwartet. Denn Chun heißt nicht umsonst „der Unvermeidliche“ …

Die Story ist Teil des Episodenromans „Die sterbende Erde“, in dem sich die Erde in einem fantastisch anmutenden Endstadium ihrer Existenz befindet – kein Wunder, denn fünf Jahre zuvor ging die Welt schon zweimal durch die Atombombe unter. Endzeitvisionen lagen voll im Trend. „Nirgends rührte sich etwas. Der Sonnenschein verlieh den Ruinen eine unheimlich anmutende Pracht. Auf allen Seiten erstreckte sich eine Landschaft aus geborstenem Stein, eine Wüste aus tausenden von eingestürzten Gebäuden.“ (S. 202). In dieser Vision von Hiroshima könnte man sich Chun als Symbol der Radioaktivität sehr gut vorstellen.

Doch Vance hat ein romantisches, abenteuerlustiges Temperament. Genauso sind seine Figuren, so wie Liane. Doch Liane hat einen gravierenden Fehler: seine Selbsttäuschung durch übersteigertes Selbstbewusstsein. Er denkt, der jungen Hexe hätte nichts Besseres passieren können als eine Begegnung mit ihm, dem grünberockten Helden mit der roten Feder am Hut und den roten Schuhen. Er erinnert an Errol Flynn in seinem Robin-Hood-Film: randvoll mit kecker Kühnheit. Umso weniger ist Liane gewillt, die Gefahr durch Chun den Unvermeidlichen ernst zu nehmen. Bis es zu spät ist. Doch die goldene Hexe wird einen weiteren Dummen finden, denn sie hat einen guten Grund dafür … Die Story ist randvoll mit tragischer Ironie und endet mit einer schockierenden Pointe.

|5) Andrzey Sapkowski: Die Grenze des Möglichen (1992; aus „Das Schwert der Vorsehung“, 100 Seiten)|

Geralt der Hexer macht die angenehme Bekanntschaft des Ritters Borch Drei Dohlen und dessen beiden Amazonen Tea und Vea. Das Gespräch kommt auf das Thema Drachen, denn Geralt behauptet, es gebe weder weiße noch goldene Drachen, sondern höchstens die normalen roten, blauen und grünen. Dies seien die Grenzen des Möglichen.

An der Grenze zu Barfeld erfahren sie vom Troubadour Rittersporn, dass es hier in der Gegend eine Drachenjagd gebe und sich allerlei Volk einfinde, um dem Drachen seinen Schatz abzunehmen. Der König Niedamir habe die Grenze geschlossen, um selbst den Kopf des Drachen als Brautgabe zu erringen, denn er wolle die Tochter seines Nachbarn zur Frau nehmen, auf dass er dessen Reich erbe. Mit etwas alkoholischer „Überredung“ können sie den Grenzposten passieren.

Das Lager in der Nähe des Drachenhorts ist in der Tat schon ziemlich voll: mit Geralt sind es bereits drei Zauberer (zwei männliche, ein weiblicher), und dazu kommen noch diverse Ritter, der König selbst und eine Handvoll Zwerge, die ihm helfen sollen. Natürlich werden Drache und Hort bereits vorher verteilt, was für einigen Unmut sorgt. Wie sich herausstellt, ist die Zauberin Yennefer eine frühere Geliebte Geralts, doch leider klappt es mit der Wiedervereinigung (noch) nicht so ganz.

Nach einer kleinen Steinlawine, die die meisten überleben, stehen die Drachenjäger leibhaftig ihrer Beute gegenüber. Und dieser Drache ist wunderschön, von der Schnauze bis zur Schwanzspitze völlig golden. Und er kann sprechen …

Die „Grenzen des Möglichen“ verschieben sich fortwährend in dieser Erzählung, so dass für jede Menge Überraschungen gesorgt ist – bis zur letzten Seite. Daher ist es ein wahres Vergnügen, die Novelle des polnischen Schriftstellers zu lesen, der sich als wahrer Könner entpuppt. Erik Simon, der Übersetzer und Herausgeber, hat hiermit einen guten Anreiz geliefert, Sapkowskis gesamten Zyklus um Geralt den Hexer zu lesen. Der Zyklus ist als Sammelband seinerzeit bei |Heyne| erschienen, allerdings nach Band zwei nicht mehr übersetzt worden, obwohl es sieben Bände gibt.

|6) Michael Moorcock: Könige in Dunkelheit (1962; aus „Im Banne des Schwarzen Schwertes“)|

Elric, der verbannte Albino-Zaubererkönig, und sein Freund, der kleine Mondmatt, befinden sich auf der Flucht vor aufgebrachten Bettlern, setzen über einen Fluss und müssen notgedrungen in den verfluchten Wald von Troos vordringen, um ihre Verfolger abzuhängen. Der Wald soll von Angehörigen des Volkes der Verdammten aus Org bevölkert sein, doch alles, was sie vorfinden, ist eine schöne 17-jährige Prinzessin, die sich verirrt hat. Zarozinias Begleiter wurden von den Leuten aus Org überfallen und nur sie überlebte durch Flucht.

Elric ahnt, dass es mit ihr eine besondere Bewandtnis hat und verliebt sich in das Mädchen. Sie hat überhaupt keine Angst vor seinem Schicksal noch vor seiner seelenfressenden Runenklinge Sturmbringer. Doch ermattet vom Liebesspiel vergisst er zu wachen, und so gelingt es den Kriegern aus Org, die kleine Gruppe zu überfallen. Sie können die Angreifer zurückschlagen, doch bei der Flucht müssen sie ihre Schätze zurücklassen.

Deshalb dringen sie in die Zitadelle des Königs von Org ein, unter dem Vorwand, Sendboten der Götter zu sein. Ein Angriff erweist, dass die beiden Männer tatsächlich unverwundbar sind (Elric hat einen Zaubertrank hergestellt). Doch Gutheran, sein blinder Bruder Veerkad und sein Sohn Hurd wollen einen fiesen Plan in die Tat umsetzen, um einen uralten Fluch, der auf dem Volk der Verdammten liegt, abzuwenden. Und der Plan sieht die Opferung Elrics vor …

Dies ist typische Sword-&-Sorcery-Kost, also Schwertkampf & Hexerei, die hier wie bei Robert E. Howards |Conan|-Erzählungen mit einfachsten Mitteln eingesetzt werden. Die Opfer kommen stets unter absonderlichsten Umständen ums Leben, und einer der Könige stirbt sogar an Folgen eines „Krampfes“, bei dem es sich wohl um eine Herzattacke handelt. Die Helden sind stets stark, die Maiden gar lieblich. Doch Elric ist eine bedeutende Abweichung vom Schema F: Er ist zur Selbstvernichtung verdammt, symbiotisch mit seinem Runenschwert verbunden und ein Günstling des Donnergottes Arioch. Die sechsbändige Ur-Saga um Elric wurde daher vom Autor zu einem großen Zyklus ausgebaut.

|7) Tanith Lee: Die Tochter des Magiers (1987; aus „Nächtliche Zauber“, ca. 100 Seiten)|

Es war einmal vor langer Zeit auf der Flachen Erde, dass die schöne Shemsin die Aufmerksamkeit des Zauberers Rashak mit dem Dunklen Gehirn erregte. Statt sie in einen Tempel bringen zu lassen, verlangte er, dass ihr Vater sie ihm zur Frau gebe. Dies wurde gewährt, und Shemsin reiste in den unheimliche Burgpalast des Zauberers, der mitten in einem Phosphorsumpf lag. Als Shemsin das Antlitz des Magiers zum ersten Mal gewahrt, fällt sie ob solcher Schönheit schier in Ohnmacht. Sie ahnt nicht, dass es sich nur um ein Trugbild handelt, das er für sie aufgesetzt hat. Deshalb ist sie ihm gerne zu Willen und empfängt schon beim ersten Beischlaf sein Kind.

Doch Rashak verfolgt dunkle Pläne mit diesem Kind. Da es seine Seele erst kurz vor der Geburt erhalten wird, will er ihm die Seele von Azhriaz, der Göttin der Nacht, einpflanzen. Doch mehrere Götter der Flachen Erde, darunter ein Abgesandter des Todesgottes, warnen ihn, dass in seinem Plan ein Fehler stecke. Er lässt sich nicht davon abhalten. Doch als Shemsin einen Monat vor ihrer Niederkunft steht, taucht eine geheimnisvolle Hebamme auf, die verschleiert ist. Diese will Shemsin die wahre Identität ihres Gebieters enthüllen. Der entsetzliche Anblick der Wahrheit verwandelt ihre Leibesfrucht: Shemsin gebiert einen Krüppel.

Da Rashak seine Geliebte (die nur eine unter vielen ist) ohnmächtig am Fuße seiner Treppe gefunden hat, weiß er, dass etwas Unrechtes geschehen ist. Er lässt Shemsin und ihre Hebamme einmauern und gibt das missgebildete Kind einer Kreatur aus den finsteren Tiefen des Palastes zur Aufzucht. Während es dem Herrn der Illusionen gelingt, Shemsin und ihre Gefährtin zu entführen, wächst in den unteren Ebenen seines Palastes die kleine Ezail heran. Schließlich bricht sie zu eigenen Abenteuern auf …

Schade, dass Rashak nicht seine verdiente Strafe erhält, so geht es nun mal auf der Flachen Erde der Autorin zu. Sie interessiert viel mehr, wie die Mächtigen mit den Sterblichen umspringen und was sich daraus an sinnlichen und ungewöhnlichen Geschichten entspinnen lässt. Ungewöhnlich ist auch, dass der Herr des Wahnsinns, Chuz, nur am Rande vorkommt, dann aber im Finale eine tragende Rolle spielt. Auf diese Weise lässt sich der Verlauf einer Story von Tanith Lee nie vorhersagen. Sicher ist nur, dass der Leser neben Horror und Abenteuer auch eine Menge Humor und Sinnlichkeit erwarten darf.

|8) Barrington J. Bayley: Das Schiff des Unheils (1965)|

Die Elfen haben die Seeschlacht gegen die Trolle verloren, und Kapitän Elen-Gelith ist mit seiner Galeere geflohen. Kein Wunder, dass er stinksauer ist und gleich das nächstbeste Menschenschiff versenken lässt. Doch es gibt einen Überlebenden, Kelgynn und den lässt Elen-Gelith gleich an den Ruderriemen ketten und malochen – neben den anderen Trollen.

Doch der junge Mann merkt schnell, dass an Bord nicht alles zum Besten bestellt ist. Die Trollruderer bekommen nur verfaultes Fleisch zu essen, von dem ihm schlecht wird, und sonst gibt’s nur Elfenbrot, eine Art Manna immerhin. Allmählich bekommt er Oberwasser und bietet dem Käptn an, Fische zu angeln. Diese jedoch sehen sehr seltsam, beinahe intelligent aus, und man lässt sie in die See zurückwerfen. Diese gebärdet sich zudem sehr sonderbar und formt aus eigenem Antrieb traumhafte Gebilde. Allmählich wird dem Menschen klar, was mit Elfen und Trollen nicht stimmt, und sagt dem Kapitän, dass die Zukunft nur den Menschen gehören werde …

Ähnlich wie Poul Andersons Roman [„Das zerbrochene Schwert“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1127 erscheinen die Elfen als selbstsüchtige, kriegerische Rasse, die in beständigem Kampf mit den Trollen liegt und auf die Menschen als „Tiere“ verächtlich herabsieht. Aber den Elfen ist seit langem nichts Konstruktives mehr eingefallen, und alles was ihnen geblieben ist, ist die Rache. Kelgynn hat eine ökologisch anmutende Botschaft für den Kapitän (und das schon anno 1965!): Da die Elfen und Trolle der Mutter Erde nichts mehr zurückgeben, gibt diese auch ihnen nichts mehr. Die Nahrungsquellen beider Rassen versiegen. Nur die Menschen werden übrig bleiben und ihr Erbe antreten. Na, dann sollten die Leser sich an die eigene Nase fassen und es heute nicht wie die Elfen machen!

|9) Ursula K. Le Guin: Drachenmädchen (1998), ca. 80 Seiten|

Eine geniale und bis zur allerletzten Seite spannende Erweiterung des bisherigen Geschehens im [Erdsee-Archipel,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=146 die nahtlos an „Tehanu“, den vierten Erdsee-Roman, anschließt. –

Die junge Bauerstochter Illian, deren Mutter unbekannt ist, will Rok, die Insel der Weisen und Magier, besuchen, um herauszufinden, wer oder was sie ist. Doch Damenbesuch ist im Kloster der Magier inzwischen wieder streng verboten (das war früher ganz anders!). Der Erzmagier Thorion will Illian verjagen, doch eine ältere und mächtigere Magie, als er sie besitzt, tötet ihn: Illian ist ein Drache!

Diese wundervoll erzählte Geschichte war bereits in R. Silverbergs Anthologie „Der siebte Schrein / Legenden“ zu lesen und findet sich auch in „Das Vermächtnis von Erdsee“ unter dem Titel „Schwebender Drache“ wieder.

|10) Beard & Kenney: Die Brücke über den Gallweinfluss (1969; aus dem 4. Kap. von „Der Herr der Augenringe“)|

Frito, Spam und ihre Gefährten sind auf dem Weg, den Stapfer sie vom Auenland nach Brüchigtal führt. Doch vor der Brücke über den Gallweinfluss haben die neun Nozdruls, die auf ihren Säuen reiten, sie eingeholt. Spam zieht beim Losen den Kürzeren und soll die Nozdruls ablenken, doch er hält Petzen für den klügeren Teil der Tapferkeit und zeigt den Schwarzen Reitern, wohin Frito mit dem Ring verschwunden ist. Frito schafft es gerade noch über die Brücke, als ein Zollbeamter die Verfolger aufhält. Zoll oder es kracht! —

Diese Parodie aus dem Jahr 1969 schafft es immer noch, den Leser durch ihre zahllosen Respektlosigkeiten zu verblüffen. Doch das Verfahren, mit dem die beiden Autoren das Vorbild „Der Herr der Ringe“ durch den Kakao ziehen, ist durchaus durchdacht. Sie haben Tolkiens Stileigenheiten genau angesehen und äffen sie nach, natürlich auf ihre parodistische Weise. Recht vergnüglicher Quatsch.

|11) Esther M. Friesner: Grausputz (1996)|

Der Grausige Herrscher hat die Elfenprinzessin Minuriel gefangen und will sie unbedingt zu seinem Eigentum machen. Also muss er sie heiraten. Aber sie will nicht, was bedeutet, dass sie mit geeigneter Erpressung „überredet“ werden muss. Das gelingt ohne weiteres. Doch sie ist mindestens so schlau wie seine grausige Majestät. Bevor sie ihr Ja-Wort gibt, steht es ihr wie jeder Elfenmaid frei, eine „Gabe“ zu verlangen. Die kann er ihr nicht verweigern. Sie verlangt eine neue Inneneinrichtung des Schlösses Düsterwacht. Zu diesem Behuf zaubert sie einen blonden, blauäugigen und erotisch säuselnden Innendekorateur herbei, der den schönen Namen Selvagio Napp trägt und sofort das Kommando übernimmt. Seine grausige Majestät ahnt noch nicht, dass er binnen weniger Monate sein Schloss nicht mehr wiedererkennen wird.

Hinter der Parodie auf Sauron versteckt sich eine weitere Parodie: auf New Yorker jüdische Prinzessinnen. Wehe, man lässt ihnen freie Hand, dann krempeln sie einem das ganze Leben um. Und bei der Heirat kriegt man auch noch einen Hausdrachen obendrein. Die Story ist sehr anschaulich, vergnüglich und mit absonderlichen Figuren und Einfällen gespickt.

|12) Terry Pratchett: Der Zauber des Wyrmbergs (1983; aus „Die Farben der Magie“)|

„Die Farben der Magie“ (The Colour of Magic, 1983) ist Pratchetts erster Scheibenwelt-Roman. Widerwillig begleitet hier der junge Unterzauberer Rincewind den ahnungslosen Zweiblum, den ersten Touristen auf der Scheibenwelt, und dessen ebenso vielbeiniges wie psychopathisches Gepäckstück Truhe. Ein kriegerischer Barbar namens Hrun schließt sich ihnen an.

Diesmal geraten die Abenteurer in den magischen Bannkreis des Wyrmbergs. Dieser steht in seiner Magiezone auf dem Kopf, ist innen hohl und beherbergt wie in einem Taubenschlag 88 Drachen und deren Reiter. Kommandiert werden sie derzeit von einer amazonenhaften Reiterin namens Liessa. Nach einem Überfall, bei dem seine Gefährten von Drachen entführt werden, findet Rincewind in einem Ast das magische Schwert Kring, das Hrun verloren hat. Es hat einen eigenen Willen und eine wahrhaft arthurische Geschichte. Er besiegt damit einen Drachenreiter und lässt sich von ihm zum Wyrmberg fliegen, um seine Gefährten zu befreien. Damit gerät er vom Regen in die Traufe.

Die Parodie in „Farben der Magie“ dient Pratchett dazu, die Fantasy durch den Kakao zu ziehen, vom Genre der Schwerter-und-Zauberei von Fritz Leiber und Michael Moorcock (Elric), über H. P. Lovecraft bis hin zu den Drachenepen von Anne Caffrey. Einmal stürzt Rincewind mit Zweiblum sogar in unsere Dimension, mitten in ein Passagierflugzeug. Da er den Entführer entwaffnet, ist ihm der Dank der Besatzung und Fluggäste sicher – er selbst hat keine Ahnung, was er hier soll und kehrt zurück in die Scheibenwelt. Pratchett ist selten wieder so ausgelassen und grenzüberschreitend gewesen. Man merkt, dass er zuvor noch Science-Fiction geschrieben hatte („Strata“).

_Mein Eindruck_

Eine recht kostengünstige Anthologie für den |Heyne|- bzw. |Piper|-Verlag: Bis auf eine deutsche Erstveröffentlichung und zwei Storys des |Insel|- (Dunsany) bzw. |Goldmann|-Verlags besaß der |Heyne|-Verlag bereits alle Rechte an diesen Übersetzungen.

Einige der ausgewählten Texte zählen zu den bekannteren Romanen der Fantasy, so etwa der Pratchett, der Jack Vance, die HdR-Parodie („Bored of the Rings“) und natürlich der Klassiker „Der Wurm Ouroboros“. Hingegen kannte selbst ich als langjähriger Leser manche Texte noch nicht: Tanith Lees „Die Tochter des Magiers“ oder Bayleys „Das Schiff des Unheils“. Zu den Standards gehören natürlich Le Guins Erdsee-Story und Moorcocks Elric-Story.

So mancher Leser mag sich nun fragen, was denn aus Merlin, Artus und ihren Rittern geworden ist. Sie kommen hier gar nicht vor. Die Herausgeber gehen auf diese Frage nicht ein. Dafür kann es mehrere Gründe geben: Artus/Merlin ist zu viel Historie und zu wenig Fantasy. Oder |Heyne| hatte keinen einzigen Artus-Roman verlegt. Oder einen wie weiland H. Warner Munns Klassiker „Merlins Ring“, aber die Rechte daran inzwischen verloren. Manchmal läuft es eben dumm.

Ich persönlich hätte an dieser Stelle noch einen Auszug aus einem der fünf „Mathemagie“-Romane um Harold Shea eingebracht, die in den 1950ern von L. Sprague de Camp und Fletcher Pratt so hintergründig-humorvoll verfasst wurden. Allerdings haben sie herzlich wenig mit Tolkien zu tun.

_Unterm Strich_

Insgesamt bietet die Anthologie eine gute Gelegenheit, sich mit der Vielfalt der Fantasy bekannt zu machen. Anders als vielleicht noch vor 15 Jahren finden heutzutage auch witzige und parodistische Texte Eingang in solche Sammlungen. Das finde ich sehr zu begrüßen.

Die Übersetzungen sind durchweg gelungen. Zu beachten: Zu „Der Wurm Ouroboros“ hat Helmut Pesch eine alternative, kommentierte Übersetzung angefertigt.

Als Einziges bedaure ich an dem Buch, dass es keine Innenillustrationen gibt. Aber das hätte natürlich den Preis erhöht.

http://www.piper.de

[NEWS] J. R. R. Tolkien – Die Geschichte von Kullervo

Kullervo ist ein Waisenknabe mit übernatürlichen Kräften und einem tragischen Schicksal. Er wächst bei seinem Onkel, dem dunklen Magier Untamo, auf. Jener hatte seinen Vater umgebracht, seine Mutter entführt und Kullervo selbst, als er noch ein Junge war, dreimal zu töten versucht.

Diese Geschichte wurde noch nie in anderen Tolkien-Ausgaben veröffentlicht. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Originaltitel: The Story of Kullervo
Klett-Cotta

[NEWS] J. R. R. Tolkien – Das Silmarillion: Luxusausgabe

Die ledergebundene Luxusausgabe – limitiert auf 7.777 Stück

Das Silmarillion erzählt von den Ereignissen des Ersten Zeitalters – jener fernen Epoche Mittelerdes, auf welche die Helden des Herrn der Ringe immer wieder in Ehrfurcht zurückblicken. Die Luxusausgabe erscheint aus Anlass des 40jährigen Jubiläums.
• In feinstes blaues Leder gebunden, mit zwei Lesebändchen und blauem Schuber
• Passend zu den Lederausgaben von »Der Herr der Ringe« und »Der Hobbit«.
• Auf 7.777 Exemplare limitierte Ausgabe.
• Mit einer zweifarbig gedruckten Karte von Beleriand und den Ländern des Nordens.
• Mit einer zweifarbig gedruckten Karte der Reiche der Noldor und Sindar.
• Enthält Tolkiens Gemälde der Hallen Manwes bzw. Taniquetils als farbiges Frontispiz.
• Enthält das Wappen von Lúthien Tinúviel. (Verlagsinfo)

Ledereinband: 592 Seiten
Klett-Cotta

J. R. R. Tolkien – Beren und Lúthien. Hrsg. von Christopher Tolkien

Liebes- und Heldenepos aus der Altvorderenzeit

Die schönste und ergreifendste Geschichte Tolkiens, in der er der Liebe zu seiner Ehefrau Edith ein Denkmal setzte, erscheint weltweit erstmals vollständig aus Anlass seine 125. Geburtstags.

Ein dramatisches Schicksal überschattet die Liebe von Beren und Lúthien. Sie gehört den unsterblichen Elben an, während er ein Sterblicher ist. In seiner tiefen Abneigung gegen alle Menschen zwingt ihr Vater, ein großer Elbenfürst, Beren eine unlösbare Aufgabe auf: Bevor dieser Lúthien heiraten darf, muss er von Melkors Krone einen Silmaril rauben.
Unerschrocken macht sich Beren auf den Weg, den Silmaril für seine Liebe zu gewinnen. Da setzt Melkor, auch Morgoth genannt, die fürchterlichsten Kreaturen – skrupellose Orks und schlaue Wölfe – gegen Beren ein. Aber die Liebe zwischen Lúthien und Beren reicht buchstäblich über den Tod hinaus. (bearbeitete Verlagsinfo)

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J. R. R. Tolkien – Der kleine Hobbit

Obwohl Hobbit Bilbo Beutlin sein ruhiges Dasein liebt, nimmt er an einer abenteuerlichen Expedition teil, an deren Ende die Begegnung mit einem listigen Drachen und der Kampf um ein untergegangenes Königreich stehen … – Schon der (separate) Auftakt zur Saga um den „Herrn der Ringe“ erzählt eine faszinierende, mit unvergesslichen Figuren besetzte, spannende und dramatische Geschichte, die wesentlich dichter als die Blockbuster-Filmtrilogie ist und schon deshalb nachhaltiger wirkt: Was ein „Klassiker“ tatsächlich ist, definieren zeitlose Werke wie dieses!
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J. R. R. Tolkien – Geschichten aus dem gefährlichen Königreich

Illustrierte Tolkien-Geschichten für die Kleinen, die Jungen und alle anderen

Die »Geschichten aus dem gefährlichen Königreich« präsentieren Tolkiens beliebte Fantasy- und Abenteuer-Erzählungen. Der Band ist reich illustriert von dem bekannten Tolkienkünstler Alan Lee. Diese fünf märchenhaften Geschichten aus einem Land jenseits von Mittelerde sind mit der Fantasie und Hingabe erzählt, die auch den Hobbit zu einem der beliebtesten Bücher gemacht haben.

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J. R. R. Tolkien – Der Hobbit

Der Bürger als Tausendsassa und Großkapitalist

Bilbo Beutlin, der kleine Hobbit, macht sich auf den Weg zum Einsamen Berg, um den rechtmäßigen Schatz der Zwerge zurückzuholen, den der Drache Smaug gestohlen hat. Als er auf seiner Reise mit den Zwergen einen Ring findet und ihn arglos einsteckt, ahnt er nicht, welch wichtige Rolle dieser Zauberring einmal spielen wird – nämlich in der Fortsetzung „Der Herr der Ringe“. Und Gandalf ist fast immer mit von der Partie, als sich Bilbo vom ängstlichen Hobbit zum mutigen Meisterdieb mausert.

Der Autor

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J. R. R. Tolkien – Briefe vom Weihnachtsmann (erw. Neuausgabe)

Abenteuer am Nordpol: Von Elfen und Kobolden

Von 1920 bis 1942 schrieb Professor Tolkien für seine vier Kinder ganz besondere Briefe zu Weihnachten: die Briefe vom Weihnachtsmann. Hier erfuhren sie, was sich an sonderbaren, lustigen oder auch beängstigenden Begebenheiten am Nordpol zutrug. Auch mit Elfen, Kobolden, Schneejungs, Polarbären und – wie fast immer bei Tolkien – Drachen.

Der Autor

Professor John R. R. Tolkien (1892-1973) hat das „wichtigste Buch des 20. Jahrhunderts“, so die Umfrageergebnisse, geschrieben: „Der Herr der Ringe“ (1954/55). Nicht allzu viele Menschen hingegen wissen, dass die Ereignisse, die in HdR geschildert werden, nur die Spitze des Eisbergs dessen darstellen, was Tolkien zeit seines Lebens geschaffen hat.

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J. R. R. Tolkien – Der Hobbit

In „Der Hobbit“ erzählt J. R. R. Tolkien die Geschichte des Hobbits Bilbo Beutlin. Hobbits sind nur etwa halb so groß wie Menschen und noch kleiner als Zwerge. Es ist gar nichts von Zauberei an ihnen, außer die alltägliche Gabe, rasch und lautlos zu verschwinden.

Eines Morgens bekommt Bilbo Beutlin überraschenden Besuch von Gandalf, dem Zauberer, und dreizehn Zwergen. Die dreizehn Zwerge, unter der Führung von Thorin Eichenschild, wollen versuchen, dem Drachen Smaug den Schatz wieder abzunehmen, den dieser dem Großvater von Thorin, dem König unter dem Berge, vor langer Zeit geraubt hatte. Zu diesem Zweck benötigen die Zwerge jedoch einen erfahrenen Meisterdieb, der sie unterstützen soll. Obwohl Bilbo gar keine Erfahrung als Meisterdieb und eigentlich auch überhaupt keine Lust auf ein Abenteuer hat, erklärt er sich bereit, die Zwerge auf ihrer Queste zu begleiten.

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Gary Russell – Der Herr der Ringe – Die zwei Türme: Die Erschaffung eines Filmkunstwerks

Wieder einmal tauchen wir ein in die Welt der kreativen Prozesse, die zur künstlerischen Entstehung des zweiten Herr-der-Ringe-Filmes geführt haben – zumindest, was die visuelle Seite betrifft. Wer den Film auch hören will, muss sich vorerst mit dem Soundtrack begnügen. Erst im August kommt die erste DVD auf den Markt und im November die Special Extended Edition, die 44 Minuten mehr Filmmaterial aufweisen soll (das hoffentlich nicht zum Großteil aus 20 Minuten Abspann besteht!).
Dieser Bildband bietet über 500 Abbildungen aus den Ateliers: Entwurfsskizzen, Farbstudien und natürliche Miniaturen bzw. „Big-atures“: von Orthanc, Barad-dur, Fangorn und natürlich Helms Klamm.

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