Alle Beiträge von Imme Hildebrandt

Kate Atkinson – Glorreiche Zeiten

Die Handlung:

Zwischen den Weltkriegen erlebt Teddy Todd, geboren 1914, eine idyllische ländliche Jugend auf dem Anwesen seiner Familie nahe London. Einst wird er, der charmante Naturfreund und Möchtegern-Poet, mit seiner Sandkastenliebe Nancy vielleicht eine Tochter haben (die er nicht versteht und die ihn nicht versteht), und einst wird die Tochter ihm eine Enkelin schenken, die alle Enttäuschungen wettmacht. Zuvor allerdings kommt der Krieg ins Spiel – von Teddy zunächst als Abenteuer willkommen geheißen -, in dem er als todesmutiger Kampfpilot einer Halifax fast tagtäglich die Städte Hitlerdeutschlands zu bombardieren hat. Und dann, jenseits aller Katastrophen, wird es die größte Herausforderung für ihn sein, sich einem „Danach“ zu stellen, an das er nie geglaubt hatte. (Verlagsinfo)

Mein Einruck:

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Ann Katrin Querbach – Pferde gymnastizieren

Pferde gymnastizieren

Das A und O des Reitens ist die Gymnastizierung des Pferdes, dabei spielt es keine Rolle, ob man im Dressur-, Western-, Spring- oder Vielseitigkeitssattel sitzt. Die Autorin richtet sich mit ihrem Buch an alle Reiter, die ihr Pferd „gesund reiten“ möchten und denen an einer harmonischen Pferd-Reiter-Beziehung gelegen ist. Die 65 gut nachzureitenden Übungen sind nach Schwierigkeitsgraden unterteilt. Sie sind dazu gedacht, Pferde locker zu machen und jede Menge Abwechslung ins Training zu bringen. Schwung in die Übungen bringen auch Pylonen und Stangen. Welches Zubehör wie angeordnet wird, zeigen Grafiken. Außerdem werden Themen wie Sitz, Hilfengebung, Takt, Losgelassenheit, Schwung, Aktivierung der Hinterhand, Anlehnung, Geraderichten und Versammlung intensiv erklärt. (Verlagsinfo)

Inhalt und Eindrücke

Die Autorin Ann Katrin Querbach, als „Trainer B Westernreiten“ und „Trainer B Breitensport“ ausgebildet, trainiert und unterrichtet in Baden-Württemberg, kommt also selber quasi aus der Praxis.
Den Inhalt von „Pferde gymnastizieren“ hat sie wie folgt gegliedert:

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Veit Etzold – Der Totenzeichner

Die Handlung:

Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken.

Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: „Its not over, til its over“ Ist der Totenzeichner zurückgekehrt? ( Verlagsinfo)

Mein Einruck:

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Herbert Schwinghammer – KNIGGE Kompakt

Knigge Kompakt: Richtige Umgangsformen und gutes Benehmen in jeder Lebenslage

Gute Umgangsformen sind wieder „in“ und machen ein gelungenes Zusammenleben erst möglich. Denn sie helfen in unbekannten Situationen weiter und erleichtern auch den Umgang mit sozialen Netzwerken und modernen Medien. Die Kompakt-Ausgabe des Taschen-Knigge ist handlich und passt in jede Jackentasche. Der perfekte Auftritt – aktuell und immer dabei! (Verlagsinfo)

Inhalt und Eindrücke

Den Inhalt des Kompaktratgebers gliedert Schwinghammer wie folgt:

+ Vorwort
+ Moderne Kommunikation
+ Das liebe Berufsleben
+ Kleiderkunde
+ Von Mensch zu Mensch
+ Die wichtigsten Tischsitten
+ Register

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Harald Gilbers – Odins Söhne

Die Handlung:

Berlin, Januar 1945: Kommissar Oppenheimer ist untergetaucht und muss sich mit Schwarzmarktgeschäften über Wasser halten. Als dabein ein brutaler Mord geschieht, wird seine Unterstützerin Hilde verhaftet. Der Tote ist Hildes Ehemann, SS – Hauptsturmführer Erich Hauser. Zwar ist das Paar seit Jahren getrennt, doch Hilde als Regimegegnerin hätte ein Motiv: Der skrupellose Mediziner Hauser war KZ – Lagerarzt im Osten und hat dort Versuche an Menschen durchgeführt. Oppenheimer muss alles riskieren, um Hilde aus den Fängen der NS – Justiz zu retten. Schon bald findet er Hinweise darauf, dass ein mysteriöser Kult in den Mordfall verstrickt ist…( Verlagsinfo)

Mein Einruck:

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Richard Mackenrodt – Mein Leben davor

Die Handlung:

Dieses Buch erzählt die raue, harte Geschichte von Alex, einem Jungen, dessen Leben im Alter von 15 Jahren auseinanderzubrechen droht – weil ein rätselhafter, niederschmetternd starker Schmerz in seinem Kopf zu toben beginnt. Die Ärzte sind ratlos und finden nicht heraus, womit sie es zu tun haben. Alex bekämpft diesen Kopfschmerz mit den unterschiedlichsten Strategien – was ihn fast das Leben kostet. Doch der Schmerz ist gekommen, um zu bleiben. Immer ist er da und quält ihn, jeden Tag, von morgens bis abends, sein Leben lang. Bis Alex viele Jahre später auf die Idee kommt, die Ursache auf eine ganz andere und völlig neue Weise zu suchen. Alex steht bald vor der Herausforderung seines Lebens. Will er seinen Frieden finden, muss er über Grenzen gehen, die nie zuvor ein Mensch überschritten hat. (Verlagsinfo)

Mein Einruck:

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Richard Mackenrodt – Die kleine Insel am Ende der Welt

Die Handlung:

Eine Sommerhochzeit auf einer bezaubernden sizilianischen Insel steht bevor. Lisa begibt sich auf die Reise dorthin, denn die Braut ist ihre allerbeste Freundin. Ja, das könnte schön werden. Richtig schön sogar, ein rauschendes Fest der Liebe unter mediterranem Himmel, beseelt von überschäumender sizilianischer Lebensart… Wenn es da nicht etwas gäbe, das Lisa schon seit einer ganzen Weile mit sich herum schleppt. Etwas, das in ihr gärt. Das sie quält. Eine höchst unschöne Wahrheit, die sie endlich loswerden will. Loswerden muss. Aber kann sie das denn wirklich tun? Darf sie das? Hat sie das Recht dazu? Lisa ringt mit sich wie nie zuvor in ihrem Leben. Und noch ahnt sie nicht, dass die Ereignisse sich bald überschlagen werden. Dass Dinge geschehen werden, die ihre schlimmsten Fantasien noch bei weitem übertrumpfen. ( Verlagsinfo)

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Markus Heitz – Exkarnation Seelensterben

Die Handlung:

Das dunkle Finale: Das Rätsel der Seelenwanderer steht vor seiner Auflösung.
Eine Seelenwanderin auf der Jagd nach einem skrupellosen Entführer. Eine uralte Vampirin auf einer Rettungsmission, die sie an Orte führt, von denen es kaum ein Entkommen gibt. Ein Mann ohne Gedächtnis, der versucht, die Schuldigen zu finden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Wege dieser drei kreuzen… ( Verlagsinfo)

Mein Einruck:

Lange mussten die Fans nicht warten: nur ziemlich genau ein Jahr hat Markus Heitz für die Fortsetzung von „Krieg der Alten Seelen“ benötigt und mit „Seelensterben“ erneut einen mehr als 600 Seiten starken Thriller veröffentlicht.

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Heidi Rehn – Tanz des Vergessens

Die Handlung:

Frühling 1919: Die junge Lou will nach dem tragischen Tod ihres Verlobten in den politischen Wirren nach dem Ersten Weltkrieg nur noch eins: vergessen! Um ihren Schmerz zu betäuben, stürzt sie sich in das Boheme – Leben der frühen zwanziger Jahre. Doch wie ein schwarzer Schatten hängt über ihr die Furcht, allen Menschen, die ihr nahestehen, Unglück zu bringen. Als sich dieser Glaube ein weiteres Mal zu bewahrheiten scheint, bleibt ihr nur noch ein letzter Ausweg … ( Verlagsinfo)

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Susanne Goga – Der dunkle Weg

Die Handlung:

Eine Reise nach Irland, die alles verändert. Hamburg, 1912: Gegen den Willen ihrer Eltern begibt sich die Kaufmannstochter Ida auf eine gewagte Reise, fort von ihren Pflichten, auf nach Irland. Dublin empfängt sie weltoffen, kreativ und gegensätzlich – genau die Abwechslung, die Ida gesucht hat. Schnell findet die junge Künstlerin Arbeit, schließt Freundschaften und lernt den Arzt Cian kennen – und lieben. Voller Zuversicht hofft Ida auf eine Zukunft mit ihm und ein neues Leben in Irland. Doch Europa stehen blutige Zeiten bevor, und bald muss Ida um ihre Träume kämpfen. ( Verlagsinfo)

Mein Einruck:

Als die Hamburger Kaufmannstochter Ida Martens im Jahr 1912 nach Dublin reist, um ihre Freundin Grace zu besuchen, ist auch ihr selbst noch nicht klar, dass sie nicht nach Hamburg zurückkehren wird. Doch dank Grace und deren Familie lernt Ida nicht nur die Stadt Dublin schnell kennen und lieben. Sie schließt schon rasch Freundschaften und erhält gleich mehrere Gelegenkeiten, um mit ihrer künstlerischen Begabung ein wenig Geld zu verdienen. Dabei begegnet Ida auch dem Arzt Cian O Connor, der eine eigene Praxis betreibt und sich außerdem für Bedürftige engagiert.

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Nicole Künzel – Jeder Gedanke ist eine Kraft

Durch positive innere Bilder im Einklang mit dem Pferd

Pferde nehmen als Herden- und Fluchttiere jede noch so kleine Veränderung in ihrer Umgebung wahr. Diese Fähigkeit, auf Schwingungen und Gefühle zu reagieren, zeigen sie uns im täglichen Miteinander: Sie spiegeln unsere inneren Bilder und Gedanken. Wer mit seinem Pferd auf einer vertrauensvollen Ebene kommunizieren und es ebenso reiten möchte, der braucht positive, jedoch auch klare innere Bilder. Erst dann entsteht ein entspanntes und harmonisches Miteinander.

Warum ist jeder Gedanke so kraftvoll? Warum reite ich besser, wenn ich ein positiv eingestellter Mensch bin? Wie entsteht ein inneres Bild? Viele farbige Abbildungen, konkrete Beispiele und Übungen verdeutlichen die Zusammenhänge und helfen dabei, sich im besten Sinne auf das Pferd und das Reiten einzustimmen. (Verlagsinfo)

Inhalt und Eindrücke

Der Trend in unserer Gesellschaft, zunehmend auch ganzheitliche Aspekte zu berücksichtigen, hat glücklicherweise auch in der Reiterwelt Einzug gehalten. So ist inzwischen ein vermehrtes Angebot an entsprechenden Kursen und Seminaren von namhaften Ausbildern zu finden und ich persönlich freue mich sehr, dass die Nachfrage auch im Bereich der Fachbücher einiges bereithält! Nicole Künzel, bekannt als Autorin mehrerer Pferdefachbücher, betreibt in der Nähe von Hannover ein eigenes Ausbildungszentrum und hat sich die Vermittlung von Freude, Leichtigkeit und Harmonie beim Umgang mit dem Pferd auf die Fahnen geschrieben.

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Saul Black – Killing Lessons

Die Handlung:

Es gibt kein Entkommen. Bestialische Morde. Scheinbar willkürlich. Ein psychopathischer Killer und sein brutaler Helfer terrorisieren den Westen der USA. Als sie in den verschneiten Bergen Colorados erneut zuschlagen, kann ihnen mit knapper Not ein zehnjähriges Mädchen entrinnen. Schwer verletzt findet sie Zuflucht in einer einsamen Hütte im Wald. Für Detective Valerie Hart vom San Francisco Police Department gibt es nur eine Chance: Sie muss die Handschrift des Killers lesen lernen – und schneller sein als er. (Verlagsinfo)

Mein Einruck:

Bereits seit drei Jahren überschattet eine brutale Mordserie mehrere Bundesstaaten im Westen der USA. Scheinbar willkürlich ausgewählte Frauen werden missbraucht und getötet und dabei zum Teil auf brutale Weise verstümmelt oder entstellt. Gleich als Einstieg wird der Leser Zeuge einer solchen Tat und nimmt Anteil am Schicksal der kleinen Nell Cooper, die jedoch gerade noch vor den Mördern ihrer Mutter und ihres Bruders fliehen kann. Schwer verletzt wird sie im Wald von einem Witwer aufgelesen, der zurückgezogen in einer einsamen und schwer zugänglichen Hütte lebt. Währenddessen versucht die Polizei in San Francisco seit mehreren Jahren, die scheinbar aussichtslosen Ermittlungen in Bezug auf die Frauenmorde heranzutreiben.

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Ute Lehmann – Reiten ohne Gebiss – Die große Freiheit?

Alternative „gebisslos“

Ute Lehmann vermittelt in ihrem Buch unvoreingenommene Einblicke in das Für und Wider des gebisslosen Reitens. Leicht verständlich erklärt die Autorin die wichtigsten Bereiche der Anatomie des Pferdekopfes und beschreibt ausführlich verschiedene Möglichkeiten der Ausrüstung. Praktische bebilderte Anleitungen und schrittweise aufgebaute Übungen machen Lust, etwas Neues mit dem Pferd auszuprobieren. Unterhaltsame und lehrreiche Fallbeispiele von Schülern und Trainingspferden runden das Leseerlebnis ab. (Verlagsinfo)

Inhalt und Eindrücke

Bereits in ihrem Vorwort geht Ute Lehmann auf ein Phänomen ein, welches nicht nur in der Reiterwelt immer wieder angetroffen wird: Falsche Dichotomie bezeichnet die Täuschung, es gäbe nur zwei Möglichkeiten, obwohl weitere existieren. Dieses ist in meinen Augen ein interessanter Einstieg und Ansatz für das Thema gebissloses Reiten, da insbesondere im Bereich der klassischen Dressur – und Springreiterei leider noch immer wenig Platz für Alternativen aller Art vorhanden ist. Den Inhalt ihres Buches gliedert Lehmann wie folgt:

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Thomas Thiemeyer – Devil’s River

Die Handlung:

Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten…

Kanada, 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.

England, 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt… (Verlagsinfo)

Mein Einruck:

Devil’s River beginnt mit einem kurzen Einstieg im London der Gegenwart. Die junge Studentin Eve ist traurig über den Verlust ihrer geliebten Großmutter Lizzy. Die Eröffnung deren Testaments wird für Eve zur Überraschung: sie soll das Haus der Oma erben und erhält von ihr außerdem eine letzte Botschaft in einem Brief. Zunächst begleitet von ihrer Studienkollegin und Freundin Rita beginnt Eve „ihr“ Haus in Augenschein zu nehmen. Auf dem Dachboden finden die Beiden schließlich eine verschlossene Truhe, die viele alte Dokumente enthält.

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Peter Abrahams – Kopflos

Die Handlung:

Nur in Neds Armen fühlt sich Francie lebendig. Die wenigen gestohlenen Stunden der Leidenschaft in einer abgelegenen Hütte lassen sie die lieblos gewordene Ehe mit Roger, einem herrschsüchtigen Wissenschaftler, ertragen. Als Roger zufällig von der Liaison erfährt, sinnt er auf blutige Rache: mit dem perfekten Verbrechen. Doch sein perfider Plan gerät immer mehr aus den Fugen, bis Roger schließlich komplett den Kopf verliert – buchstäblich…

Mein Einruck:

Da der Autor Peter Abrahams bereits mehrfach von verschiedenen Kritikern als „einer der raffiniertesten Thrillerautoren der Gegenwart“(Washington Post) hochgelobt wurde, startete ich erwartungsvoll mit dem Lesen seines neuen Thrillers „Kopflos“, für mich das erste Buch des Autors.

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Volker Kutscher – Märzgefallene

Die Handlung:

Rosenmontag 1933: Gereon Rath feiert Karneval in Köln, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem heftigen Kater, der falschen Frau im Bett und einem Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre! Zurück in Berlin wird Rath in die Kommunistenhatz der Politischen Polizei eingespannt und soll eine mysteriöse Mordserie aufklären, der immer mehr Weltkriegsveteranen zum Opfer fallen.

Seinen neuen Fall erbt Gereon Rath von einem ungeliebten Vorgesetzten, von Wilhelm Böhm, der sich unter dem neuen Nazi-Polizeipräsidenten ins politische Abseits manövriert hat: Ein Obdachloser ist erstochen am Nollendorfplatz gefunden worden. Dessen Vorgeschichte führt weit zurück in den Krieg, in den März 1917, als deutsche Soldaten während der „Operation Alberich“ in Nordfrankreich verbrannte Erde hinterließen. Ungesühnte Morde, unterschlagene Goldbarren und eine perfide Sprengfalle, in die ein deutscher Hauptmann gerät, münden sechszehn Jahre später in eine Mordserie. Der Schlüssel zu alldem scheint der kurz vor der Veröffentlichung stehende Kriegsroman des Leutnants a. D. Achim Graf von Roddeck zu sein. Rath ermittelt, doch immer wieder kommen ihm andere Dinge dazwischen, und da sind die Vorbereitungen für seine Hochzeit mit Charlotte „Charly“ Ritter noch das geringste Problem. Er wird in die Kommunistenhatz der Politischen Polizei eingebunden, muss sich mit SA-Hilfspolizisten und dem neuen Polizeipräsidenten herumschlagen und einen Geschäftsfreund des Gangsterbosses Johann Marlow aus den Klauen der SA befreien.

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Katja Kettu – Wildauge


Die Handlung:

Lappland im Sommer 1944. Als Johannes Angelhurst ihr zum ersten Mal begegnet, ist sie gerade dabei, der Tochter des Schnapshändlers bei einer schweren Geburt zu helfen. Ihr Blick ist so frei und ungestüm – fast wie der eines wilden Tieres. Sie ist die Hebamme von Petsamo. Die meisten Dorfbewohner finden sie seltsam und begegnen ihr mit zwiespältigen Gefühlen, weil sie zu viel über das Geheimnis von Leben und Tod weiß. Johannes ist deutscher Offizier, er soll als Fotograf die finnischen Verbündeten porträtieren. »Wildauge« – so der Spitzname der Hebamme – fühlt sich sofort zu dem schweigsamen Mann in seiner schwarzen Uniform hingezogen. Sie ist sich sicher: Er ist ihr Mann. Überallhin würde sie ihm folgen, so stark sind Bestimmung und Begehren. Und so lässt sie sich, als er in ein Kriegsgefangenenlager abkommandiert wird, dort als Krankenschwester einschleusen. Zwischen beiden entbrennt eine bedingungslose, wilde Leidenschaft. Doch im Lager passieren grauenvolle Dinge. Keiner darf in die Nähe des Kuhstalls, in den die weiblichen Gefangenen gebracht werden. Und Johannes, der den Auftrag bekommen hat, ein riesiges Bassin auszuheben, schüttet immer größere Mengen einer Droge in sich hinein, die ihn stumpf und brutal macht.

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Antonia Hodgson – Das Teufelsloch

Die Handlung:

London 1727. Schauplatz Schuldgefängnis. Tom Hawkins will lieber verdammt sein, als Landpfarrer zu werden wie sein Vater. Er liebt die Frauen, das Bier und das Glücksspiel – und landet eines Nachts im berüchtigten Londoner Schuldgefängnis The Marshalsea, Schnell erkennt Tom, dass in dieser Hölle nur überlebt, wer sich nützlich macht. Er verdingt sich als Ermittler in einem hinterlistigen Gefägnismord – und bereut dies im selben Augenblick.

Mein Einruck:

Historische Romane zu lesenn kann ein Vergnügen sein: Die Kunst des Autors besteht darin, nicht nur gut zu recherchieren, sondern die Fakten auch so umzusetzen, dass der Lesestoff möglichst anschaulich wird. „Das Teufelsloch“ erfüllt diese Kriterien über alle Maßen und hat sich sogar den Titel historischer Thriller absolut verdient. Die Autorin Antonia Hodgson nimmt den Leser mit in ein London des 18. Jahrhunderts. Das (Nacht)leben spielt sich in Spelunken und Kaffeehäusern ab, Punsch wird in Krügen bestellt und Glücksspiel und Prostitution haben Hochkonjunktur.

Der Protagonist Thomas Hawkins ist alldem zugetan und verdient den Namen Lebemann. Er stammt zwar aus gutem ländlichen Hause, lernte jedoch schon während des Theologiestudiums die Vorzüge des Nachtlebens in der Großstadt London zu schätzen. Schnell wurde klar, dass er nicht wie geplant die Nachfolge seines Vaters als Landpfarrer antreten würde, sehr zu dessen Bedauern. Als der Leser Tom kennenlernt, hat er aufgrund gewisser Vorfälle bereits keinen Kontakt mehr zu seinem Elternhaus und lebt in London „in den Tag hinein“. So ist es nicht verwunderlich, dass er in finanzielle Schwierigkeiten gerät und abgesehen von seinem ältesten Freund Charles Buckley niemanden um Hilfe bitten kann.

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Markus Heitz – Exkarnation: Krieg der alten Seelen

Die Handlung:

„Mein Name ist, nein, war Claire. Mein neues Leben begann an dem Tag, als ich ermordet wurde.“

Ein Wagen rast unvermittelt auf sie zu und überrollt sie. Claire stirbt an Ort und Stelle, obwohl sie ihrem Mann noch helfen wollte, der vor ihren Augen bei einem Überfall erschossen wird – doch ihre Seele verlässt die Erde nicht. Beherrscht von dem Wunsch, den Mörder zur Rechenschaft zu ziehen, fährt sie in den Leib der Selbstmörderin Lene von Bechstein. Doch Lenes Körper war eigentlich für jemand anderen vorgesehen, und Claire gerät mitten hinein in einen uralten Krieg.

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Diana Menschig – So finster, so kalt

Die Handlung:

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16.Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes` Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Mein Eindruck:

Bereits auf den ersten Seiten eines Buches entscheidet sich meistens, ob es ein Lesevergnügen oder eher ein anstrengendes Unterfangen wird. Beim neuen Roman von Diana Menschig fiel der Einstieg nicht schwer und versprach bereits eine ordentliche Portion Spannung. Die Protagonistin Merle Hänssler, erfolgreiche Anwältin in der Hansestadt Hamburg fällt aus allen Wolken, als sie vom Tod ihrer Großmutter im Schwarzwald erfährt. Plötzlich wird sie, die es gewohnt ist, Abläufe vorzugeben, gezwungen, sich mit dem Nachlass ihrer geliebten Großmutter auseinanderzusetzen, zumal ihr Vater in Kanada weilt. Nächtliche Alpträume sowie eine plötzliche Begegnung mit einem rätselhaften Unbekannten sorgen für erste Gruselstimmung beim Leser.

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