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Cherryh, C. J. – Brüder der Erde

Actionreich: Feindliche Brüder retten die Welt

Als einziger Überlebender eines Raumschiffs erreicht er in einer Rettungskapsel einen erdähnlichen Planeten. Er wird von Eingeborenen gefangen und wie ein gefährliches Tier in Ketten gelegt. Auch als er die Achtung dieser stolzen, fremdartigen Geschöpfe errungen hat, begegnen sie ihm wie einer reißenden Bestie. Bis er des Rätsels Lösung findet: Er ist nicht der erste Mensch, der diese Welt betrat. (Verlagsinfo)

„Brüder der Erde“ von 1976 ist Cherryhs erster, einzeln stehender SF-Roman. Vorher hatte sie nur den Fantasy-Roman „Das Tor von Ivrel“ veröffentlicht. Diesem Abenteuer folgte die Fortsetzung „Weltenjäger“, der 1977, also im Jahr darauf, erschien. Beide Romane wurde in dem Sammelband „The Hanan Rebellion“ zusammengefasst.

Die Autorin

Caroline Janice Cherryh, geboren 1942 in St. Louis, ist von Haus aus Historikerin und lebt in Washington. Sie erhielt schon 1980 ihren ersten Science-Fiction-Preis für ihre umwerfende Novelle „Kassandra“. 1983 folgte der erste |HUGO Award| für „Pells Stern“, später ein weiterer für „Cyteen“. Beide Romane gehören zu ihrem Allianz-Union- bzw. PELL-Zyklus, der eine Future History darstellt, wie sie schon von anderen Größen des Science-Fiction-Feldes geschaffen wurde, darunter Robert A. Heinlein oder Isaac Asimov.

C. J. Cherryh auf |Buchwurm.info|:

Kauffahrers Glück
Der Baum der Schwerter und Juwelen
Das Tor von Ivrel
Pells Stern
Der Quell von Shiuan
Tripoint
Das Schiff der Chanur
Das Unternehmen der Chanur
Die Heimkehr der Chanur
Chanurs Legat (Chanur 5)
Fremdling (Atevi 1)
Eroberer (Atevi 2)
Erbe (Atevi 3)
40000 in Gehenna
The Betrayal (Cyteen 1)
Cyteen: Die Wiedergeburt
Cyteen: Die Rechtfertigung
Die letzten Städte der Erde
Finity’s End. Ein Alliance-Union-Roman
Der Engel mit dem Schwert
Hammerfall (The Gene Wars 1)
Yeager
Schwerkraftzeit
Höllenfeuer
Hestia
Der Paladin
Der Koboldspiegel
Der Biss der Schlange
Das Kuckucksei
Fortress in the Eye of Time
Fortress of Eagles
Fortress of Owls
Fortress of Dragons“
Visible Light
Rider at the Gate (Finisterre 1)

Handlung

Als einziger Überlebender eines Raumschiffs erreicht Lieutenant Kurt Morgan in einer Rettungskapsel einen erdähnlichen Planeten. Beim Kampf gegen ein feindliches Raumschiff der menschlichen Hanan wurde sein eigenes Schiff, die Endymion, vernichtend getroffen. Bevor es explodierte, konnte er mit seiner Rettungskapsel entkommen. Doch bevor es zu diesem Kampf kommen konnte, vernichtete die Endymion den Hanan-Planeten Aeolus. Das wird schwere Folgen für Kurt haben.

Gefangen

Er wird von den eingeborenen Nemet gefangen genommen und so vor den wilden Tamurlin bewahrt, die ihn sicherlich qualvoll zu Tode gefoltert hätten. Also kann er froh sein, dass der Nemet-Kapitän Kta ihn gerettet hat und ihn in seine Heimatstadt Nephane bringt. Kta hat sich für Kurts friedliches Verhalten persönlich verbürgt und seine Ehre aufs Spiel gesetzt. Das behält Kurt im Hinterkopf, als er zu seinem Entsetzen in der Festung von Nephane einer Hanan-Kriegerin begegnet. Djan könnte ihn jeden Moment mit ihrer Pistole töten, weiß er. Schließlich hat sie wegen der Vernichtung von Aeolus genügend Grund, ihn zu hassen. Sie gibt ihm eine Frist von zwei Wochen des Wohlverhaltens, sonst gibt’s Zoff.

Frei

Ktas Familie nimmt Kurt in ihrem Heim auf, doch Mim, die Tochter des Dieners Hef, scheint Kurt zu hassen. Kurt bemüht sich, alles richtig zu machen und keinem auf den Schlips zu treten. Er muss seinen Stolz hinunterschlucken und sämtliche Tabus, Gesetze und Sitten der Elas-Familie, die ihn aufgenommen hat, beachten. Am Ende der 14-tägigen Frist, die ihm die Methi gewährt hat, muss er Abschied nehmen. Mim verzeiht ihm, dass er ein Mensch ist. Als Menschen hat sie bislang nur die wilden Tamurlin kennengelernt, die sie gefangen hielten, doch Kurt scheint nichts von deren ungehobelter Wildheit an sich zu haben. Kurt hat das Gefühl, dass er Mim lieben könnte, und sie ihn, doch der Anstand sieht anderes vor.

Einladung

Die Methi beansprucht Kurt für sich und lädt ihn ein (was einem Befehl gleichkommt), in ihrer Festung zu wohnen. Sie verrät ihm, dass der Planet Aeolus, den er zu zerstören half, die größte Anlage der Han zur Produktion von geklonten Soldaten beherbergte (dies ist also ein Vorläufer von Cyteen!). Glücklicherweise ist sie selbst kein Klon, vielmehr lädt sie ihn ein, ihr Gefährte zu werden. Ohne es zu ahnen, würde sich damit Kurt den Ex-Lover Djans, Shan t’Tetur, zum Todfeind machen. Ohne sich festzulegen, benutzt Kurt lediglich ihre Maschinen, um die einheimische Sprache zu erlernen.

Antrag

Das Haus Elas nimmt ihn bei seiner Rückkehr wie einen eigenen Sohn auf, doch Mim geht ihm aus dem Weg. Verzweifelt fragt er sich nach dem Grund und stellt sie eines Nachts zu Rede. Sie hält sich nicht für würdig, seine Frau zu sein. Sie ist gar nicht Hefs Tochter, sondern war drei Jahre lang Sexsklavin unter den wilden Tamurlin, das ist die erste Erniedrigung. Kta rettete sie, als er die Tamurlin-Piraten bekämpfte, und nahm sie auf, obwohl herauskam, dass sie eine Indras ist, also keine Tamurlin. Nicht nur das: Sie ist eine Indras aus dem verfeindeten Indresul jenseits des Binnenmeeeres. Es ist Kurts schwerer Fehler, nicht nach ihrem Vater zu fragen. Er bittet sie um ihre Hand, und sie sagt nicht nein.

Politik

Er bittet bei Kta und Hef um Mims Hand und nach verschiedenen Vereinbarungen, die Nachkommen betreffend – sie ist kein Mensch –, kann die Verlobung öffentlich stattfinden. In diesem Moment treffen die Wachen der Methi ein: Die Verlobung sei verboten. Zu spät! Kurt lässt sich zur Methi bringen, die ihm erneut die Gefährtenschaft anbietet, die er nicht annimmt. Sie erklärt ihm die politische Lage mit Indresul, den Nemet, den Tamurlin – sie waren einst die Beherrscher Nehanes, bevor Nemet sie vertrieben – und einer mächtigen Volksgruppe namens Sufaki, der Djans Exlover Shan angehört. Kurt sieht seine Lage immer komplexer werden, doch er will bloß zurück zu Mim.

Hochzeit

Der Botschafter Indresul besucht die Methi in der Festung, um seine Forderungen im Namen der Methi Indresuls zu überbringen. Kurt und Kta erfahren, dass Indresul den Krieg gegen seine ehemalige, abtrünnige Kolonie vorbereitet. Ungerührt jedoch gelingt es ihm, im Haus Elas seine Vermählung mit Mim über die Bühne zu bringen. Es ist eine große Ehrung für ihn, folglich fühlt er sich verpflichtet, die Ehre des Hauses, das ihn aufgenommen hat, zu schützen. Dazu gibt es bald einen traurigen Anlass.

Belagerung

Nur zwei Wochen nach der Hochzeit warnt Ktas Schwager Ben t’Osanef das Haus Elas vor einem Aufstand der Sufaki, denen Ben selbst angehört. Dieser Aufstand gegen die Indras-Nemets vollzieht sich zunächst still und leise in Gestalt von Spionen vor dem Haus, doch als die Sufaki-Feiertage kommen, ist es mit der Ruhe vorbei. Niemand von den Indras traut sich vors Haus, doch die Vorräte gehen zu Ende, und Mim besteht darauf, auf dem Markt Nachschub zu kaufen. Kurt insistiert, sie zu begleiten, um sie zu schützen.

Hinterhalt

Auf dem Markt wird Kurt unvermittelt von Angehörigen der Sufaki abgedrängt. Als er in eine Gasse am Rande des Platzes eilt, gerät er in einen Hinterhalt, in dem er unterliegt und gefesselt wird. In der nächsten Nacht wollen ihn drei der Kerle ins Hafenbecken werfen, doch er trickst sie aus und schlägt sie nieder, bevor es ihm gelingt zu entkommen und seine Fesseln abzuwerfen. Seine einzige Sorge gilt Mim – wo ist sie? Lebt sie noch?

Mein Eindruck

Diese Szene bereitet den Höhepunkt des ersten Drittels des Romans vor und bildet zugleich einen Wendepunkt in der Dramaturgie. Denn was Mim angetan wird und was sie danach selbst tut, verändert nicht nur das Schicksal von Kurt Morgan und Kta t’Elas, sondern auch das ihrer Welt. Die Folgen reichen bis zur letzten Szene, als Kurt den Tempel von Nephane stürmt, um die Methi Djan gefangen zu nehmen. Doch Blutrache vereitelt dieses Vorhaben: Ein ferner Verwandter Mims lässt die Methi für ihre Taten büßen, denn sie ließ die Tat der Sufaki zu, die Mim letztlich in den Selbstmord trieb.

Doch wie konnte es dazu kommen, dass Mim in dieser Tat den einzigen Ausweg sah? Liegt es an ihrer Nemet-Kultur, die der japanischen Samurai-Kultur ähnelt, oder steckt mehr dahinter?

Hintergrund

Die Autorin sagte dazu in einem Interview für das „Das Heyne Science Fiction Jahr 1987“ (|Heyne| 1987): „Für Kim und Mim ergeben sich Probleme, weil er sich nicht vorstellen kann, was sie alles durchgemacht hat. Hier haben wir diese zierliche kleine Person, dieses chinesische [oder Porzellan-]Püppchen, eine Frau, die ihm äußerst zerbrechlich erscheint. Sie aber hat eine Menge furchtbarer Dinge hinter sich, die sie durch SCHWEIGEN bewältigt. [Sie war die Sklavin der Tamurlin.] Und das ist es eigentlich, was ihre Tragödie heraufbeschwört; die Tatsache, dass sie beide einander nicht verstehen können …

ER wusste nicht, was sie tun würde, wenn sie einmal in Schwierigkeiten geriete; IHRE Art war es nicht, es ihm zu sagen … die Falle wurde aus ihren beiden verschiedenen Persönlichkeiten gebaut. Sie war kein Element eines abstrakten, planbaren Handlungsablaufes. Der Punkt wurde erreicht, wo für sie, und zwar auf Grund dessen, was sie war, nur noch Selbstmord übrig blieb; sie beging Selbstmord nicht deswegen, weil der Autor entschied, dass das geschehen solle – sie hätte weglaufen können, sie hätte zehntausend verschiedene Dinge tun können -, sondern weil sie Mim war, eine Frau aus einem Adelshaus, die all das durchgemacht hat, was sie durchgemacht hat.

Erst als ich diese Figur wirklich gut kennen gelernt hatte, konnte ich sehen, dass SIE in dieser Situation keine andere Wahl als Selbstmord hatte, dass das für sie der einzig vernünftige und richtige Weg war; und einfach aufgrund dessen, was sie ist, wird sie dann zum ursächlichen Element eines Krieges, was sie auch wiederum nicht vollständig voraussehen konnte. Aber sie kannte sich ziemlich gut aus mit Politik und wusste immerhin, dass ihr Selbstmord weitreichende Folgen haben würde. Als bloßes Handlungsmoment hätte ich das gar nicht planen können, das ergab sich aus der intimen Kenntnis ihrer Psychologie.“ (S. 32/33).

Die Kultur

Wie man sieht, bedarf es, um Mims Situation zu verstehen, der Schilderung einer detailliert erfundenen Kultur. Sie darf nicht so fremdartig sein, dass wir sie nicht verstehen können, aber komplex und ungewöhnlich genug, um als Alien-Zivilisation glaubwürdig sein zu können. Um es kurz zu machen: Die Kultur der Nemet ist in Nephane wie in der kolonialen Mutterstadt Indresul eine Kombination aus mehrere antiken Kulturen. Der Ehrenkodex ist extrem streng und erinnert an Japans Mittelalter.

Die Nemet-Religion verfügt über ihre eigene Mythologie und entsprechende Göttersagen, dass sie als griechische Götterwelt durchgehen kann, allerdings erweitert um heiliges Herdfeuer und Ahnenverehrung. Die Gottkaiserin, Indresuls Methi, ist die Stellvertreterin des Sonnengottes auf Erden. Der Stand der Technik entspricht ebenfalls dem antiken Griechenland. Es gibt große Kriegsschiffe mit drei Ruderdecks, sogenannte Triremen. Sie sind extrem schnell und wendig, so dass ein Rammstoß meist verheerende Folgen hat.

Was heißt hier „fremdartig“?

Die Aufgabe der Autorin besteht nun darin, die Reaktion der Nemets auf das Erscheinen eines Menschen wie Kurt Morgan zu erklären. Die Reaktion in Nephane unterscheidet sich deutlich von der in Indresul. In Nephane lebt das aus Nemets und Sufakis gemischte Multi-Kulti-Volk unter der Herrschaft einer Menschenfrau, die über gewaltige Waffen verfügt. Nur sehr wenige Nemets, wenn überhaupt jemand, wissen, dass die Hanan-Frau Djan nicht von ihrer Welt stammt, sondern von der Welt Aeolus. Dieses Geheimnis verrät Djan außer Kurt nur sehr wenigen.

Im Gegensatz zu Nephane ist Indresul weitaus konservativer. Die Existenz eines Menschen ist bereits ein Affront, denn er hat nur auf der Stufe der Tiere einen Platz. Man glaubt, er besitze keine Seele. Umso schlimmer ist daher Kurts Behauptung, er komme von einer Welt, die um eine andere Sonne kreise. Das ist nun wirklich Gotteslästerung und Ketzerei! Wäre die Methi Ylith nicht so fasziniert von Kurts offensichtlich intelligenten Aussagen über die Theologie der Nemet, würde sie ihn sofort aburteilen und töten lassen. Aber Kurt ist nicht alleine: Kta, sein Sippenbruder, weigert sich, ihn zu verraten, sondern unterstützt ihn, selbst wenn er dadurch sein Leben aufs Spiel setzt.

Den Trick, einen Fremden als den eigentlich Alien erscheinen zu lassen, wendet Cherryh mehrmals in ihren Werken an, so etwa in den vier CHANUR-Romanen, die ich wirklich empfehlen kann, sowie in „Kuckucksei“, wo ein Menschenjunge unter kriegerischen Monstern aufwächst und dies ganz normal findet. Werte sind eben relativ, demonstriert die Autorin, und nirgendwo so intensiv und mannigfaltig wie in ihrem schon erstaunlich langen ATEVI-Zyklus.

Brüder

Ich habe einige Male über den Titel des Romans nachgegrübelt, denn kein einziges Mal taucht die Erde auf, höchstens als Kurts herbeizitierte Heimat. Doch dafür stehen die ganze Zeit die Brüder Kurt und Kta im Vordergrund. Dass sich ein Nemet – alle Nemets sind von Natur aus dunkelhäutig – mit einem Alien wie Kurt verbrüdert, ist alleine schon bemerkenswert. Als aber Kurt in Indresul als Tier abgetan und demnächst entsorgt werden soll, stellt sich Kta eindeutig auf seine Seite und rettet ihm so das Leben.

Aber Kta ist selbst oftmals in Gefahr, nicht, weil er sich nicht gegen Piraten oder Banditen zu wehren wüsste, sondern vielmehr, weil er schwer suizidgefährdet ist. Mehrmals ist Kta in Versuchung, es wie Mim zu machen und sich das Messer in den Bauch zu rammen oder aus dem Fenster zu stürzen. Der Grund dafür liegt in seiner Selbstverachtung. Diese wiederum resultiert wie bei Mim aus einer strengen Moral, die vom Ahnen- und Götterglauben abgeleitet ist. Alle Grundsätze des Moralkodex sind darauf ausgerichtet, die Ahnen stolz machen zu können und den göttlichen Gesetzen zu genügen.

Kein Wunder, dass die Methi von Indresul einer Theokratie vorsteht und auch die Methi von Nephane einen halbgottähnlichen Status genießt. Beide Methis dürfen sich dennoch nicht in die internen Sippengesetze der Häuser einmischen. Und wenn das Große Schwert eines Hauses gezogen wird, darf dies nicht ohne nachfolgendes Blutvergießen erfolgen. Die Ehre des Hauses steht über allem. Dass sich Ktas Vater und Mutter den Freitod gegeben haben, verwundert nicht. Nun ist Kta der letzte Lord seines Hauses, und deshalb zählt seine Ehrenhaftigkeit doppelt so schwer.

Die Aussage

Nur die brüderliche Freundschaft des ausgestoßenen Kta und des alienhaften Menschen ist ironischerweise in der Lage, den Nephane-Bürgerkrieg zwischen Nemet und Sufaki zu beenden sowie den Krieg mit Indresul zu verhindern. Der Preis ist zwar hoch, aber dass dies überhaupt gelingt, liegt an der Logik der Ehrengesetze: Beide sind ungebunden und können als Vermittler auftreten, ohne in den Verdacht zu geraten, für sich einen Vorteil herausschlagen zu wollen. Und sie sind das lebende Beispiel dafür, dass es gelingen kann, Frieden zwischen ungleichen Völkern zu schließen. (Von dem Frieden zwischen hellhäutigen Menschen und dunkelhäutigen Nemet ganz zu schweigen.)

Starke Frauen

Dass in diesem Roman starke Frauen die Herrschaft innehaben, ist sicher ganz im Sinne der Autorin, aber für die amerikanische Science-Fiction des Jahres 1976 immer noch ziemlich ungewöhnlich. Frauen durften Vermittlerinnen, Diplomatinnen (bei Le Guin), Amazonen (Cherryh), Heilerinnen und Seherinnen – vulgo: gute Hexen (bei Tanith Lee und Vonda McIntyre) – sein, aber Kaiserinnen gab es nur in schlechter Fantasy. Nun treten gleich zwei Herrscherinnen auf, eine davon eine fremdartige, aber menschliche Hanan, die andere eine dunkelhäutige, aber nichtmenschliche Kaiserin wie jene legendäre SIE aus Henry Rider Haggards Afrika-Phantasien.

Diese zwei Herrscherinnen üben eine ungleiche Herrschaft aus. Die der Methi von Nephane führt geradewegs zu Bürgerkrieg und Untergang. Der Grund liegt in ihrer Schwachheit, die Liebe genannt wird. Sie liebt den Sufaki Shan t’Tefur zu sehr, um ihm Einhalt in seinem Aufstand gegen die Nemet zu gebieten. Das Gefühl wird ihr Verderben.

Ganz anders hingegen die Methi Ylith von Indresul. Betrachtet sie anfangs den Menschen-Alien Kurt als Tier, sondern ändert sie schrittweise ihre Meinung, weil sie der Vernunft und der Diplomatie den Vorzug gewährt. Sie lässt nämlich Priester und Adelige ihr Urteil fällen, behält sich aber das letzte Wort vor. Ein Fingerschnippen – Kopf ab, hieße es für Kurt. Aber sie lässt ihn am Leben und bewahrt letzten Endes Nephane vor der Zerstörung. Bezeichnenderweise hat sie keinen Lebensgefährten, der Ylith schwächen würde. Sie muss eine einsame Frau sein. Oder der Verlag hat die Erwähnung von Lovern schamhaft verschwiegen. So wie auch verschwiegen wurde, dass Kurt mit Methi Djan geschlafen hat. Das erfahren wir erst ziemlich spät.

Die Übersetzung

Die Übersetzung durch Hans Maeter ist recht gut gelungen. Nur finden sich mehrfach die bei Heyne früher üblichen Flüchtigkeitsfehler wieder. Da heißt es mal „apan“ statt „ypan“ (Schwert) sowie „Ypan“ statt „ypai“ (Mehrzahl von Schwerter). Einmal fand ich sogar eine Verwechslung von Kurt mit Kta, aber mit ein wenig Nachdenken kann man den Fehler aufklären.

Landkarte

Sehr schön fand ich die von Erhard Ringer gezeichnete Landkarte der Region um das Trennende Meer zwischen Nephane und Indresul. So wird auch verständlich, dass die degenerierten Tamurlin-Menschen weit im Süden siedeln. Kurt bringt sich beinahe um, als er nach Mims Suizid dort zu seiner Raumkapsel zu gelangen versucht. Aus dem Regen gelangt er jedoch in die Traufe, als er den Tamurlin-Kannibalen in die Hände fällt. Erst Kta haut ihn wieder raus. Der abenteuerreiche Mittelteil des Romans lässt sich anhand der Landkarte viel besser nachvollziehen.

Unterm Strich

Ich fand die Lektüre dieses Romans recht kurzweilig und vor allem spannend. Die Spannung ergibt sich aus den Gegensätzen zwischen Menschen und Nemet, zwischen den Kulturen und den Lebensgrundsätzen. Mehr als einmal setzen die ungleichen Brüder Kurt und Kta ihr Leben ein, um nicht nur sich selbst zu retten, sondern vor allem auch ihre Heimatstadt Nephane, die vor der Zerstörung durch Indresul steht. Die haarigen Situationen passen gut in einen Actionroman.

Doch dies ist kein Planetenabenteuer nach dem Zuschnitt von Experte Jack Vance, sondern eindeutig von einer Frau geschrieben. Sie zeigt nicht nur zwei Frauen in der Position der absoluten Herrscherin, sondern, dass Männer nicht immer unbedingt auf Gewalt und Zerstörung aus sein müssen, sondern auch mal konstruktiv zusammenarbeiten können. Leicht macht sie es ihren zwei Hauptfiguren ja nicht gerade. Nicht nur sind sie füreinander „Außerirdische“, sondern auch noch verschiedener Hautfarbe, Religion und Temperaments.

Space Opera

In einer Mischung aus Science-Fiction-Hintergrund und Fantasy-Vordergrund kommt eine klassische Space Opera mit dem speziellen Cherryh-Touch zustande, die man so nur selten wiederfinden dürfte. Die deutsche Ausgabe ist mit einer sehr nützlichen Landkarte versehen, die Erhard Ringer zeichnete und sich besonders im Mittelteil mit seinen langen Reisen als Orientierungshilfe erweist. Der Band selbst in längst vergriffen, wurde aber 1984 erneut in dem |Heyne|-Sammelband „Chroniken der Zukunft 1“ abgedruckt, den es vielfach als preisreduziertes Mängelexemplar gab. Sammler dürften aber das deutsche Original wegen seines wunderbar gelungenen Titelbildes schätzen.

Originaltitel: Brothers of Earth, 1976
Aus dem US-Englischen übertragen von Hans Maeter
ca. 250 Seiten
ISBN-13: 9783453305618
Auch in „Chroniken der Zukunft“ erschienen, Heyne SF-TB 06/1001 (1984)

http://www.cherryh.com
www.heyne.de

C. J. Cherryh – The Dreaming Tree (Ealdwood 1+2)

Bewegende Elben-Fantasy: Kampf gegen den Dunkelelf

Der Fantasy-Roman „The Dreaming Tree“ stellt die zusammengefasste und geänderte Ealdwood-Duologie dar. In dieser Ausgabe wurden Unstimmigkeiten beseitigt und ein neuer Schluss angefügt. Bei uns erschien der Doppelroman in folgenden Ausgaben:

– „Der Stein der Träume“ (The Dreamstone, 1983, dt. 1985)
– „Der Baum der Schwerter und Juwelen“ (The Tree of Swords and Jewels, 1983, dt. 1988)
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C. J. Cherryh – Das Unternehmen der Chanur (Chanur 2)


Auftaktband mit Cliffhanger

Kapitänin Pyanfar Chanur sieht auf der neutralen Treffpunkt-Station einen alten Bekannten wieder: Ismehanan Goldzahn, einen durchtriebenen Mahendo’sat-Kapitän. Sein Geschenk diesmal: Tully, der Mensch, ein Botschafter von einer neuen Rasse. Pyanfar hat Tully schon einmal (in Band 1) das Leben gerettet, nun nimmt sie ihn erneut an Bord der „Chanurs Stolz“. Er verheißt Handel, und Handel bedeutet Reichtum.

Doch auch andere Rassen sind hinter Tully her, besonders die gefürchteten, heimlichtuerischen Kif, denen er einst entwischt ist. Tully hat eine dringende Botschaft für seine Freundin Pyanfar: „Viele Menschen kommen – kämpfen Kif!“ Das kann ja heiter werden. Pyanfar startet so schnell wie möglich, um Tullys Botschaft an die richtige Adresse zu bringen…

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C. J. Cherryh – Finity’s End. Ein Alliance-Union-Roman

Kauffahrer-Zukunft: Erwachsenwerden im Raumschiff

Achtzehn Jahre nach dem offiziellen Ende der Company-Kriege will die Kauffahrerfamilie Neihart, die die Allianz im Krieg unterstützt hat, endlich wieder Handel treiben. Doch zunächst muss sich die Familie von den persönlichen Verlusten, die sie während des Krieges erlitten hat, erholen. Zu den Opfern zählt auch Francesca Neihart, die als Schwangere auf Pells Station zurückgelassen wurde. Sie bekam einen Sohn, Fletcher, nahm sich jedoch das Leben, als sie nach fünf Jahren immer noch auf der Station festsaß.

Fletcher wuchs bei liebevollen hisa-Zieheltern, den mystischen Ureinwohnern von Downbelow, auf. Als das Schiff seiner Familie, die Finity’s End, von einer Fernfahrt zurückkehrt, muss Fletcher gegen seinen Willen an Bord gehen. Doch schon bald stellt er fest, dass er sich dem Ruf der Sterne nicht entziehen kann … (Verlagsinfo)

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C. J. Cherryh – Chanurs Legat (Chanur 5)

Ein Höllentrip quer durch die Galaxis

Hilfy Chanur, Pyanfars Nichte, ist die Kapitänin des Handelsschiffes „Chanurs Legat“ – und in den Menschen Tully verliebt, mit dem sie einst von den Kif gefangen gehalten wurde. Auf der Treffpunkt-Station nimmt sie einen scheinbar einfachen – und obendrein sehr lukrativen – Auftrag an: Sie soll ein kleines religiöses Objekt zur Urtur-Station bringen und es dort einem Angehörigen der so geheimnisvollen wie gefährlichen Spezies der Stsho aushändigen. Doch kaum hat sie den Kultgegenstand an Bord, geraten die Dinge außer Kontrolle … (Verlagsinfo)
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C. J. Cherryh – Die Heimkehr der Chanur (Chanur 4)

Furioser Showdown über der Welt der Chanur

Das Auftauchen der Menschen als Raumfahrer hat das Mächtegleichgewicht in der Galaxis erschüttert. Andere Spezies treiben zum Teil seit Jahrtausenden interstellaren Handel, wobei sie ihre Interessen mit allen Mitteln schützen wollen. Die hinterlistigen Mahendo’sat und die gefährlichen Kif nutzen die instabile Lage aus, um ihre Einflusssphären zu erweitern und innenpolitische Interessen zu verfolgen.

Pyanfar, eine Hani und Kapitänin der Stolz der Chanur, hat als erste das Vertrauen eines Menschen gewonnen und sich so einen Vorteil verschafft. Aber sie ist auf ihrem Heimatplaneten geächtet und muss sich deswegen auf ein gefährliches Spiel mit wechselnden Verbündeten einlassen, wenn sie nicht nur sich, sondern ihre ganze Spezies vor der Auslöschung bewahren will … (Verlagsinfo)

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C. J. Cherryh – The Betrayal / Der Verrat (Cyteen 1)

Cloning-Projekt: Wiederauferstehung der Tyrannin

„Cyteen: The Betrayal“ ist der Auftakt zu einem außergewöhnlichen Cloning-Projekt: Die ermordete Leiterin des größten Genlabors der Galaxis soll rekonstruiert werden. Doch wer ist ihr Mörder, der immer noch frei herumläuft?

Für ihre Science-Fiction-Trilogie (in Wahrheit ein einziger langer Roman!) bekam C.J. Cherryh den HUGO-GERNSBACK-Award 1989 ein zweites Mal. „Cyteen“ ist einer der besten Einstiege in Cherryhs Allianz-Union-Universum und SF-Lesefutter mit anspruchsvollem Tiefgang.
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C. J. Cherryh – Die letzten Städte der Erde. SF-Erzählungen


Spuk in den Städten der Endzeit

Diese 1981 entstandene Story-Sammlung – in der deutschen Ausgabe als „Roman“ bezeichnet – behandelt nur ein Thema: die verfallenden Städte, nachdem die Menschheit in ferner Zukunft die Erde verlassen hat, um zu anderen Sternen aufzubrechen. Das Leben ist nicht mehr sicher, seitdem sich die Sonne in eine Nova zu verwandeln droht.
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C. J. Cherryh – Eroberer (Atevi 2)

Nach dem Erstkontakt: Wettrennen um die Rettung

Vor 250 Jahren ist ein Raumschiff mit menschlichen Siedlern auf der Welt der humanoiden Atevi gestrandet und hat eine Kolonie errichtet. Die Eingeborenen haben ihnen gestattet, auf der Insel Mospheira zu siedeln, doch schon nach 50 Jahren brachen die Konflikte zwischen den verschiedenen Fraktionen in offenen Krieg aus. Die Menschen verfügen zwar über bessere Technologie, sind aber hoffnungslos in der Unterzahl.

Seit ihrer Niederlage vermittelt ein Übersetzer den Kontakt mit den Atevi: der „paidhi“. Mittlerweile ist dies der junge Bren Cameron in engem Kontakt mit Tabini, dem Pro-Menschen-Fürsten der Atevi. Doch die Gegner sehen der Entwicklung nicht tatenlos zu, als ein weiteres Raumschiff der Menschen auftaucht und die alte Raumstation reaktiviert…
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C. J. Cherryh – Erbe (Atevi 3)

Nach dem Erstkontakt: Atevi zu den Sternen!

Vor 250 Jahren ist ein Raumschiff mit menschlichen Siedlern auf der Welt der humanoiden Atevi gestrandet und hat eine Kolonie errichtet. Die Eingeborenen haben ihnen gestattet, auf der Insel Mospheira zu siedeln, doch schon nach 50 Jahren brachen die Konflikte zwischen den verschiedenen Fraktionen in offenen Krieg aus. Die Menschen verfügen zwar über bessere Technologie, sind aber hoffnungslos in der Unterzahl gegenüber den schwarzhäutigen Killer-Samurais.

Seit ihrer Niederlage vermittelt ein Übersetzer den Kontakt mit den Atevi: der „paidhi“. Mittlerweile ist dies der junge Bren Cameron in engem Kontakt mit Tabini, dem Pro-Menschen-Fürsten der Atevi. Doch die Gegner sehen der Entwicklung nicht tatenlos zu, als ein weiteres Raumschiff der Menschen auftaucht und die alte Raumstation reaktiviert…
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C. J. Cherryh – Rider at the Gate (Finisterre 1)

Siedler-Fantasy: Schüsse, Jungs und wilde Pferde

Ein Siedlerjunge folgt einem Reiter, der sich bemüht, den Tod seiner Geliebten und Partnerin Aby aufzuklären, die in den Bergen des Grenzlandes umkam. Doch neben dem Jungen sind weitere Männer hinter Guil Stuart her, denn es geht um die letzte Fracht der Partnerin: Gold im Wert von 300.000 Dollar.

„Rider at the Gate“ ist der erste Band einer Roman-Dilogie, die in einem neuen Universum und auf einem neuen Planeten spielt: Finisterre. „Rider“ wurde 1995 mit „Cloud’s Rider“ fortgesetzt.
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C .J. Cherryh – Fremdling (Atevi 1)

Nach dem Erstkontakt: Als Diplomat unter Killer-Aliens

Vor 250 Jahren ist ein Raumschiff mit menschlichen Siedlern auf der Welt der humanoiden Atevi gestrandet und hat eine Kolonie errichtet. Die Eingeborenen haben ihnen gestattet, auf der Insel Mospheira zu siedeln, doch schon nach 50 Jahren brachen die Konflikte zwischen den verschiedenen Fraktionen in offenen Krieg aus. Die Menschen verfügen zwar über bessere Technologie, sind aber hoffnungslos in der Unterzahl gegenüber den schwarzhäutigen Killer-Samurais.

Seit ihrer Niederlage vermittelt ein Übersetzer den Kontakt mit den Atevi: der „paidhi“. Mittlerweile ist dies der junge Bren Cameron in engem Kontakt mit Tabini, dem Pro-Menschen-Fürsten der Atevi. Doch die Gegner sehen der Entwicklung nicht tatenlos zu, als ein weiteres Raumschiff der Menschen auftaucht und die alte Raumstation reaktiviert…
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C. J. Cherryh – Der Engel mit dem Schwert. Ein Alliance-Union-Roman

Action-Fantasy: Geteilte Welt Merovingen

Auf einem fernen Planeten verdient sich Altair Jones ihren Lebensunterhalt durch Schnapsschmuggel auf den Wasserstraßen ihrer Heimatstadt Merovingen. Als die junge Gondoliere einen reichen Oberstädter aus dem Kanal fischt, nimmt ihr Schmuggler-Leben eine dramatische Wendung, denn alle sind hinter ihm her – und bald auch hinter ihr!

Dies ist der erste Roman in der Shared-World -Serie „Merovingen Nights“, die die Autorin C.J. Cherryh schuf und zusammen mit anderen Autorinnen als Schauplatz für weitere Romane nutzte. Die Bände im Zyklus „Merovingen Nights“ sind miteinander verflochten, da sich die von Cherryh und anderen Autoren eingeführten Charakteren begegnen und interagieren.
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C. J. Cherryh – Der Baum der Schwerter und Juwelen (Ealdwood 2)

Bewegende Elben-Fantasy Teil 2: Kampf gegen den Dunkelelf

Es geschah zu jener Zeit, da die Wälder zum ersten Mal vom Klang eiserner Waffen widerhallten und die Rauchfahnen menschlicher Lagerfeuer zum Himmel stiegen. Als die Menschheit ihr Haupt erhob und das Imperium der Magie dem Niedergang entgegenschritt, da blieb ein einziger Ort unberührt von jeglicher Veränderung; der Eldwald. Dort lebte Arafel, die Königin der Magie, und brachte den Sterblichen mehr Geduld, Achtung und Liebe entgegen, als ihre Seele ertrug. Dies ist die Fabel von der entscheidenden Schlacht zwischen den Mächten der Magie und menschlicher Schwertergewalt, zwischen den Unsterblichen, deren Tag sich neigte, und den Sterblichen, deren Zukunft gerade begonnen hatte. (Verlagsinfo)

Arafel, die mächtige Zauberin, herrscht über den uralten Wald von Eald. Mit prophetischem Blick sieht sie drohende Gefahr für Lrod Ciaran von Cear Wiell und die Seinen voraus. Sie warnt ihn vor dem königlichen Bruder Donnchad, den der Höllengeist Duibath aus Arafels eigenem Geschlicht der Sidhe beherrscht. Es kommt zum Gefecht zwischen Arafel und Duilbath, und Arafel flieht verwundet zurück in den Wald. Und dann bricht das Jüngste Gericht über die Welt herein. Auch Lord Ciaran unterliegt gegen das Böse und kehrt sterbend zu seiner Familie zurück. Allein seine unmündigen Kinder überleben und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen.
C. J. Cherryh – Der Baum der Schwerter und Juwelen (Ealdwood 2) weiterlesen

C. J. Cherryh – Hammerfall (The Gene Wars 1)

Auf dem Wüstenplaneten: der Moses mit dem Schicksalskuss

Auf einem Wüstenplaneten bahnt sich ein weltweiter Konflikt an, der von anderen Welten kommt. Doch unter den Wüstenbewohnern wissen nur die „Verrückten“ von dem nahenden Unheil. Die Herrscherin des Planeten schickt einen der Verrückten, Marak, aus, um dessen Vision von einem silbernen Turm im Osten zu folgen und ihr Antworten zurückzubringen. Er findet den Turm und ein paar Antworten, doch wird er noch rechtzeitig zurückkehren, um das richtige Handeln zu initiieren – bevor der Hammerschlag vom Himmel erfolgt?
C. J. Cherryh – Hammerfall (The Gene Wars 1) weiterlesen

C.J. Cherryh – Visible Light. Phantastische Erzählungen

Phantastische Erzählungen von einer Meistererzählerin

Diese Sammlung von Erzählungen umfasst Cherryhs frühe SF- und Fantasy-Erzählungen, darunter die preisgekrönte Story „Cassandra“ aus dem Jahr 1978. Höhepunkte sind die zwei Kurzromane „Companions“ (1984) und die eigens für diesen Band verfasste Novelle „Brothers“ (1986). Selbst für Kenner und Sammler dieser Autorin bietet die Collection also noch Leckerbissen, die sie woanders nicht finden. Der Clou dieser Ausgabe sind jedoch die verbindenden Texte, die auf einem „Raumflug“ stattfinden, mit der Autorin als Reiseleiterin.

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C. J. Cherryh – Der Quell von Shiuan (Morgaine 2)

Zerstörerin im Untergang der Welt

Die Welt Shiuan ist dem Untergang geweiht, buchstäblich: Überschwemmungen und schwere Erdbeben lassen die alte Zivilisation in Schutt und Asche beziehungsweise unter Wasser sinken. Die einzigen Fluchtwege für die letzten Überlebenden sind die Dimensionstore der Alten.

Doch da erscheint Morgaine, eine der letzten weiblichen Abkömmlinge der Neuentdecker der Tore. Sie hat den Auftrag, das Tor von Shiuan zu schließen; das bedeutet aber zugleich, dass sie den Überlebenden den letzten Ausweg verbauen muss. Der Kampf um den „Quell von Shiuan“, den letzten Ausweg, entbrennt.

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C. J. Cherryh – Fortress of Dragons (Galasien-Zyklus 4)

Ritter, Damen, Zauberer: Entscheidungsschlachten

Am Schluss von „Fortress of Owls“ hat Tristen, durch Magie gelenkt, im Schneesturm zwei Frauen gefunden: die verbannten Ladies Orien und Tarien Aswydd, die vormaligen Herzoginnen von Amefel. Nun enthüllt Tarien, dass sie von König Cefwyn ein Kind erwarte – und es wird ein Zauberer! Orien indes steht keineswegs auf der Seite des Guten, sondern arbeitet für eine dunkle Macht – und sie will das Kind für sich haben…
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C. J. Cherryh – Fortress of Owls (Galasien-Zyklus 3)

Ritter & Magie: Mord in der Kathedrale

Zauberei liegt in der Luft! Wie sonst wäre es zu erklären, dass Tristen bei einem Ausritt mit seinen getreuen Amefel-Fürsten erst auf eine geisterhafte Wahrsagerin trifft, die ihn als König tituliert, und dann mitten im dicksten Wetter just auf den befreundeten Südbaron Lord Cevulirn von Ivanor? Cevulirn wurde nach einem tödlichen Duell gebeten, den Königshof zu verlassen und sucht nun Anschluss an Tristen, um diesem beizustehen.
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C. J. Cherryh – Fortress of Eagles (Galasien-Zyklus 2)

Gefahr und Verrat an allen Fronten

Cefwyn ist nunmehr König von Ylesuin, herrscht in der Hauptstadt Guelemara und verfolgt zwei Pläne: seine Braut Ninévrisë offiziell zu heiraten, die schöne Regentin von Elwynor; und zweitens, sein Reich Ylesuin mit Elwynor zu vereinen, zu einem Reich, das einst als glorreiches Galasien bekannt war. Zwei ehrenvolle Pläne fürwahr, indes es gibt erheblichen Widerstand, nicht zuletzt übernatürlicher Art…

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