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Perry Rhodan NEO – Der Administrator / Der erste Thort (Folgen NEO 17 + 18)

_NEO 17: „Der Administrator“_

Im Spätsommer 2036 steht die Menschheit vor einer neuen Ära ihrer Geschichte: Nachdem Perry Rhodan den Kontakt zu Außerirdischen hergestellt hat, steht nun die Einigung der zerstrittenen Menschheit an. Terrania City soll die Hauptstadt der Terranischen Union werden – danach können die Menschen gemeinsam weiter ins All vorstoßen.

Viele von Rhodans Weggefährten sind überzeugt: Der neue Staat benötigt einen Visionär an der Spitze der Regierung. Das kann nur Perry Rhodan selbst sein – er soll zum ersten Administrator werden, der die Menschheit in die Zukunft führt. Wird Rhodan sich dieser Herausforderung stellen?

Währenddessen durchforschen Wissenschaftler die uralten Artefakte, die man im Atlantischen Ozean gefunden hat. Der arkonidische Gelehrte Crest stößt auf geheimnisvolle Fragmente – dabei macht er eine Entdeckung, die nicht nur sein Weltbild erschüttert … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Dieses NEO-Abenteuer läutet die dritte Staffel der „neuen“ Reisen des Perry Rhodan ein. Lange genug war er ja nun auch im Wega-System unterwegs, um sich mit Außerirdischen zu bekriegen. Dennoch hat Perry vorher noch etwas zu erledigen. Auf dem Gasriesen GOL birgt er den Arkonidenraumer NESBITT-BRECK, den die Topsider vorher an sich gerissen hatten. Ein ordentliches Schnäppchen, das sich der Terraner natürlich nicht entgehen lässt.

Und damit es uns nicht zu langweilig wird, werden wir auch darüber auf dem Laufenden gehalten, was unter Wasser auf der Erde passiert. In der arkonidischen Station findet Crest nämlich Hinweise darauf, dass der ehemalige Besitzer womöglich unsterblich war.

Dieser NEO ist jetzt nicht so spektakulär und auch, dass Perry sich den dicken Arkonidenraumer schnappen kann, hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Da fand ich die Erkenntnisse von Crest in der Unterwasserstation schon wesentlich spannender, weil sie geheimnisvoller sind. Es muss ja nicht immer Gemetzel und Krieg geben, damit der Hörer nicht einschläft. Es reicht auch eine gut dosierte Portion „Mystery“ aus. Und die gibts hier zu hören.

|Hanno Dinger| fesselt wie gewohnt nicht sofort, sondern besticht eher durch extrem ruhiges, gleichmäßiges und leider auch oft einschläferndes Erzählen der Situationen. Ein wenig schreckt der Hörer kurz hoch, wenn Dinger die Dialoge zwischen den Charakteren spricht. Da wirkt er dann lebendiger und authentischer, dennoch klingt es oftmals wie künstlich zurückgenommen, auch wenn er durch Verstellen der Stimme und Variation der Sprechlautstärke schon eine hörbare Unterscheidbarkeit zwischen den Handelnden herstellen kann. Wobei sich mir nicht wirklich erschließt, warum er Malikk, dem Gesandten des Thort, so einen seltsamen pseudo-russischen Akzent verpasst. Das gedrungen Gepresste, mit dem Dinger die Topsider spricht, passt schon eher … irgendwie.

Mir persönlich fehlt bei Hanno Dinger immer noch das Schauspielern vor dem Mikro, der Pfeffer, das Feuer, gerade bei den beschreibenden Sequenzen. Vieles klingt einfach abgelesen und viel zu ruhig und somit unbeabsichtigt langweilig und ermüdend für den Hörer.

_NEO 18: „Der erste Thort“_

Im September 2036 startet die Menschheit in eine neue Ära ihrer Geschichte: Nachdem der erste Kontakt zu Außerirdischen hergestellt ist, soll die Erde geeint werden. Perry Rhodan möchte, dass die Menschen geeint zu den Wundern des Alls vorstoßen.
Gleichzeitig geht Rhodan ein gewagtes Unternehmen ein. Zusammen mit seinen Gefährten begibt er sich auf die Spur des Außerirdischen Crest. Mit einem Transmitter verschlägt es Perry Rhodan auf den Planeten Rofus, wo er zwischen die Fronten einer alles entscheidenden Schlacht gerät.

Dabei erfährt er mehr über ein uraltes Rätsel, das nicht nur für die Welten des Wega-Systems von großer Bedeutung ist: Der erste Thort, eine mythologische Gestalt, scheint unsterblich zu sein. Das ewige Leben ist also nicht nur ein Traum, sondern es kann für manche Lebewesen zu einer Tatsache werden … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Hab ich ein paar Zeilen weiter oben noch geschrieben, dass es ja nicht immer Krieg und Kämpfe geben muss, bekommen wir hier vom Autor wieder Konflikthandlungen serviert, aber spannende.

Perry Rhodan nimmt uns nämlich mit auf eine Reise durch einen Transmitter. Und dass er nicht da ankommt, wohin er eigentlich wollte, zu Crest, macht die Sache für ihn stressiger und für den Hörer noch interessanter. Nicht nur landet Perry sogar in der Vergangenheit, auch schneidet der Autor ihm den Rückweg ab, indem er den Transmitter zerstört, der den einzigen Ausweg zu sein scheint. Spannung, nimm deinen Lauf … so Perry, dann zeig mal, was du drauf hast. Im Weiteren lässt der Autor uns an „kriegerischen Auseinandersetzungen“ teilhaben, an denen auch Perry mitwirkt … oder mitwirken muss.

Als wirklich extremes Kontrastprogramm gibt es noch einen Handlungsstrang, in dem Julian Tifflor zusammen mit Gucky seinen Vater auf der Erde sucht. Das ist für mich immer eine Spaßbremse. Wenn ich schon Action und Transmitterabenteuer auf dem Weg zum ewigen Leben bekomme, dann möchte ich das auch gern bis zum Ende haben … aber, es geht ja hier leider nicht danach, was ich gern hätte. Wenn man sich aber darauf einlässt, auch mal woanders hin entführt zu werden, dann ist auch das Abenteuer von Gucky und Betty Toufry interessant und spannend, denn die Suche gestaltet sich nicht ganz problemlos und zum Glück auch nicht langweilig für den Hörer.

|Axel Gottschick| intoniert wie gehabt jedes einzelne Wort, wie man es in der Schauspielschule für Nachrichtensprecher lernt. Das klingt daher oftmals ein wenig kalt und eher darauf bedacht, möglichst alles korrekt auszusprechen. Wenn es aber an die Dialoge geht, dann dreht Gottschick auf und zeigt, dass er durchaus lebendig erzählen kann. Ein leichtes oder auch mal stärkeres Verstellen der Stimme, ein paar Variationen in der Sprechgeschwindigkeit und schon wirds im Kopfkino hell, bunt und lebendig. Allein sein Gucky tat mir ein wenig in den Ohren weh, weil er mir zu hoch und unangenehm klang. Alle anderen Charaktere werden von Gottschick unterscheidbar und facettenreich ins Ohr des Hörers gebracht.

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 15| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Der Start in die dritte NEO-Staffel beginnt mit einer Bergungsaktion und einer eher ruhigen Prise Mystery. Wem hier die Action fehlt, der findet sie in der zweiten Lesung, nachdem Perry durch einen Transmitter in die Vergangenheit gerät … und da gehts für ihn unruhiger und für den Hörer spannender zu. Der Gegenpol zu der Handlung, den es bei NEO meistens bis immer gibt, bildet die Suche nach Julian Tifflors Vater, an der auch Gucky beteiligt ist. Wenn man sich aber auch darauf einlassen kann und möchte, dass die Kamera nicht nur auf Perry und seine Reise durch Zeit und Raum gerichtet ist, kann man sich auch dabei von Hanno Dinger und Axel Gottschick gut unterhalten lassen. Beide lesen in unterschiedlichem Stil vor. Hanno Dinger eher ruhig und nur bei Dialogen etwas lebendiger, Axel Gottschickt wie gewohnt sachlich, manchmal zu kühl durch seine unnatürlich korrekte und zu deutliche Aussprache etwas entfremdend. Bei Dialogen hingegen dreht er richtig auf und zieht den Hörer in die Story.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 17 – Der Administrator: 6:07 Std. Spieldauer (ungekürzt), 62 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 18 – Der erste Thort: 6:38 Std. Spieldauer (ungekürzt), 69 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3943393224|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

Perry Rhodan NEO – Schritt in die Zukunft / Finale für Ferrol (Folgen 15 + 16)

_NEO 15: „Schritt in die Zukunft“_

Im Spätsommer 2036 tritt ein, was seit Jahrhunderten erwartet wird: Fremdartige Außerirdische tauchen mit ihren Raumschiffen über der Erde auf. Die sogenannten Fantan tun aber nichts von dem, was befürchtet oder erhofft wird. Sie führen weder Krieg noch suchen sie den friedlichen Kontakt. Stattdessen fliegen sie herum und rauben, was ihnen gefällt. Ihre Motive sind völlig unklar, ihr Verhalten bleibt rätselhaft. Die Menschen stehen der außerirdischen Technik hilflos gegenüber. Viele hassen die Fremden – der Widerstand auf der Erde formiert sich, ein bewaffneter Konflikt droht. Und alle hoffen auf Perry Rhodan. Dieser ist jedoch im fernen System der blauen Sonne Wega gestrandet. Dort führen die echsenartigen Topsider einen erbitterten Krieg gegen die menschenähnlichen Ferronen. Dazwischen kämpfen Rhodan und seine Handvoll Begleiter verzweifelt ums Überleben … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Guten Morgen, Sonnenschein … Iwan Goratschin gibts ja auch noch … und der Mutant ist jetzt auch wieder munter. So munter, dass sich der Atombrand-Entzünder direkt verliebt und in Ishy Matsu eine neue Gefährtin findet. Das wird dann nicht nur zum Liebes-, sondern auch zum Rebellenabenteuer, wenn sich Goratschin einer Gruppierung anschließend, die nicht nur etwas gegen die besatzenden Fantan-Leute hat, sondern auch unternimmt. Und auch von Crest erfahren wir wieder etwas Neues, der nun die abgestürzte und untergegangene TOSOMA betreten darf. Julian Tifflor, der auf dem Weg zum Saturnmond Titan gewesen ist, macht hier einen Erstkontakt, nachdem er mal wieder einen abgestürzten arkonidischen Raumer findet … irgendwie scheinen die ja überall rumzuliegen. Auf diesem ist auch jemand eingeschlossen, der sich für seine Befreiung mit einem Zeichensatz bedankt und ein Crewmitglied von Tifflor zum Freiflug einlädt.

Und bevor wir uns noch zu lange fragen, wie denn der Kampf gegen die Topsider im Wega-System verläuft, schaltet der Autor auch schon um. Hier hat Perry einen interessanten Plan und versucht mit einem Bluff voranzukommen, der großzügig ins ganze System gesendet wird. Cliffhanger-technisch ist es dann für diese Doppelfolge am Ende nicht so schlimm, wenn Rhodan ein ziemlich dicker Raumschiffbrummer in die Parade fährt und ihn aufsaugt … weil man ja gleich weiterhören kann … und will.

Es geht also hüben wie drüben weiter, auch wenn mir der Ausflug in die Rebellenwelt jetzt nicht sooooo zugesagt hat, aber es gefällt ja nicht jedem immer alles. Interessant war es allemal und schön, dass der Atombrändler auf Spielfeld gekommen ist, der sicher eine nicht zu unterschätzende Waffe im Kampf sein wird, nicht nur gegen die akute Bedrohung auf Terra.

|Hanno Dinger| beginnt die Lesung wie ein Märchenonkel … sehr langsam und sehr ruhig, als ob er den Hörer nicht wecken will. Leider behält er diese Sprechgeschwindigkeit konstant bei und wirkt nur bei den Dialogen lebendiger … und auch endlich etwas schneller, was der Dramatik dann sehr zugute kommt. Die Unterscheidbarkeit der Charaktere für den Hörer versucht Dinger dadurch zu erreichen, dass er energischer oder (noch) sanfter spricht. Im Fall von Harno passt das Sanfte allerdings prima. Und wenn er einen Reporter spricht, der Schreckliches mit ansehen muss, dann hat der Hörer fast den Eindruck, der Sprecher wäre ausgetauscht worden, denn auf einmal zeigt Hanno Dinger, dass er sich wirklich in die Charaktere hineinversetzen und auch vor dem Mikro schauspielern kann … leider tut er das sonst nie. Und um das erneut unter Beweis zu stellen, gehts nach dieser Einlage direkt in schlafwandelnder Sprechgeschwindigkeit weiter, schade. Mir eine Idee zu häufig legt er auch immer wieder dramatisierende Pausen ein, gern auch mal mitten im Satz, wo sie gar nichts zu suchen haben und die Spannung auch nicht steigern. Vielleicht musste er an diesen Stellen aber auch das Skript umblättern.

_NEO 16: „Finale für Ferrol“_

Im August 2036 brechen Perry Rhodan und seine Gefährten zum ersten interstellaren Flug der Menschheit auf – doch dieser führt ins Chaos eines Krieges. Die Menschen erreichen das System der blauen Riesensonne Wega, wo die echsenartigen Topsider die Welten der Ferronen angreifen. Rhodans Raumschiff wird abgeschossen, seine Mannschaft getrennt.
Für Rhodan und seine Gefährten beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben – und er scheint aussichtslos: Die Topsider sind absolut überlegen. Schließlich sieht Rhodan nur noch eine letzte Chance: Er gibt sich als der »Lichtbringer« der ferronischen Überlieferung aus und stößt in das Flaggschiff der Invasoren vor. Auf der Erde droht in der Zwischenzeit der Konflikt zwischen den beutegierigen Fantan und den Menschen zu eskalieren in einen Krieg, den die Menschheit nur verlieren kann. Die einzige Hoffnung: ein uraltes arkonidisches Raumschiff, das auf dem Grund des Atlantiks liegt … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Und es geht auch direkt im Hangar weiter, in den Rhodan und die LAST HOPE getraktorstrahlt wurden. Rhodan blufft erneut … und macht sich lächerlich … das kennt man so sonst nicht, eine interessante und erfrischende Idee des Autors.

Dann springt die Handlung gern mal hin und her, um alle Aktivposten mit Sendezeit zu bedenken und wir erleben, dass Iwan Goratschin seine Gabe noch nicht wirklich gut unter Kontrolle hat … das ist dann ein ziemlich trauriger Moment. Wir bleiben dann auch auf der Erde, wenn Crest mit seinem neuen Schätzchen, der TOSOMA startet und jetzt aktiv die Fantan-Besatzer bekämpfen könnte. Die haben aber mittlerweile ganz andere Interessen, denn im Wega-System scheint es reichlich frisches „Besun“ zu geben, das sie sich unter den Nagel reißen wollen. Ist die Bedrohung somit wieder vorbei?

Derweil gelingen Perry Rhodan im Besun-reichen Gebiet mithilfe seiner Mutantenfreunde einige Überraschungen, sodass die Topsider auf einmal das Nachsehen haben. Der Teil ist ziemlich packend geschrieben und der Hörer wünscht sich, der Sprecher würde einen Zahn zulegen, weil man wissen will, ob alles gut ausgehen wird. Denn auch die Fantan-Leute stehen nicht mehr auf der Siegerseite.

Aber recht zügig scheint Perrys Abenteuer im Wega-System dann abgeschlossen und alle Feinde besiegt oder zumindest besänftigt worden zu sein und man kann sich auf den Heimflug machen. Was es aber mit der „Welt des ewigen Lebens“ auf sich hat, die die Invasoren offenbar vergeblich hier gesucht haben, das erfährt der Hörer leider nicht … Perry aber auch nicht, von daher werden wir da mit Sicherheit in einem der nächsten Hörabenteuer noch einmal zurückkommen.

Wer die beiden Lesungen dieses NEO-Doppelpacks hintereinander hört, der hat bei dem von |Axel Gottschick| vorgelesenen Teil das Gefühl, als hätte jemand den Schnellvorlauf eingeschaltet. Auf einmal geht es ab und nicht nur, weil Gottschick einen ganzen Zacken schneller vorliest als Dinger. Das tut er aber nicht immer und ständig, auch er ist immer gut für dramatisch gesetzte Sprechpausen, von denen ich kein Fan bin. Gottschick übt sich im Stimmenverstellen, wenn er unterschiedliche Rassen zu sprechen hat. Die ohnehin nicht sympathischen Topsider klingen bei ihm kratzig, hart und extrem fies … so sollte das sein. Auch die Terraner bekommen von ihm unterschiedliche Stimmfarben verpasst und machen das Hörerlebnis für den Fan lebendiger und authentischer. Seine Interpretation der Darja Morosova entlockte mir aber ein Grinsen … irgendwie klingt sie wie die deutsche Synchro von Chekov aus STAR TREK

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 15| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Auf der Erde regt sich aktiver Widerstand, der von einem zündenden Mutanten unterstützt wird. Einige Raumschiffe werden in Bewegung gesetzt und Blätter wenden sich zum Guten für die Terraner zu Hause und im Wega-System. Es gibt reichlich Mutanten-Einsätze und Konfrontationen und jede Menge gute und solide Zukunftskopfkinounterhaltung zu hören, die den zweiten NEO-Zyklus abschließt.

Hanno Dinger und Axel Gottschick unterhalten dabei jeder auf seine eigene Weise gut, auch wenn Gottschicks Vortrag im Vergleich eine Ecke lebendiger und vielseitiger klingt. Und das nicht nur, weil er schneller spricht, er schauspielert mehr vor dem Mikro, bietet mehr an und zieht den Hörer mehr in die Story, indem er durch seinen Vortrag einen höheren Unterhaltungswert erzeugt. Einmal blitzt auf, dass Dinger das auch könnte. Warum er das nicht macht …

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 15 – Schritt in die Zukunft: 5:39 Std. Spieldauer (ungekürzt), 59 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 16 – Finale für Ferrol: 5:50 Std. Spieldauer (ungekürzt), 67 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3943393071|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

Perry Rhodan NEO – Schlacht um Ferrol / Tod unter fremder Sonne (Folgen 11 + 12)

_NEO 11: „Schlacht um Ferrol“_

Sommer 2036: Perry Rhodan und seine Begleiter folgen einem Notruf, der aus dem nahen Wega-System kommt. Dort geraten sie zwischen die Fronten zweier ungleich starker Gegner: Die echsenartigen Topsider greifen die Ferronen an.

Nachdem ihr Raumschiff von den Topsidern abgeschossen wurde, stranden die Menschen auf dem Planeten Ferrol. Die Überlebenden schlagen sich zur Hauptstadt Thorta durch. Denn nur von dort kann noch Rettung kommen.

Währenddessen geht der Krieg weiter. Trotz der aussichtslosen Lage hat Perry Rhodan ein Ziel: Er muss das Gemetzel um jeden Preis stoppen. Gelingt ihm das nicht, droht auch den Bewohnern der Erde ein schreckliches Schicksal … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Dieser NEO-Band bietet Planetenabenteuer satt und zwar auf gleich zwei Planeten. Perry, der ja im letzten Band im Wega-System abgeschossen wurde, muss sich mit einem Teil seiner Truppe (die Mannschaft wurde getrennt) auf Ferrol mit den Topsidern und der ungewohnten Umgebung herumschlagen. Dabei machen sie einen Erstkontakt mit den Ferronen, der auch nicht immer ganz so reibungslos verläuft und bei allen auf Vertrauen stößt.

Währenddessen erleben der Hörer und die auf Terra zurückgebliebenen Rhodan-Freunde ihr eigenes Planetenabenteuer mit den Fantan-Leuten, die immer noch kräftig dabei sind, „Besun“ einzusammeln. Dem alten Schlitzohr Homer G. Adams gelingt es, die Fantan-Leute so zu manipulieren, dass auch er etwas davon hat, von ihnen mitgenommen zu werden. Leider nimmt das für den „freundlichen“ Fantan Sheperk kein so gutes Ende.

Abenteuer gibts also in den 6 Stunden dieser Lesung reichlich zu erleben und spannend sind sie noch dazu.

|Hanno Dinger| liest in seiner gewohnten Art das Skript vor. Dass seine Stärke in der wörtlichen Rede und der Interaktion zwischen den Charakteren liegt, das merkt der Hörer hier wieder deutlich. Bei beschreibenden Szenen fehlt ein wenig das Feuer, um die volle Dramatik der Situation zu vermitteln. Den einzelnen Figuren hingegen verleiht er unterscheidbare Stimmen, indem er mit seiner Stimme spielt und so das Kopfkino des Hörers am Laufen hält.

_NEO 12: „Tod unter fremder Sonne“_

Spätsommer 2036: Nachdem ihr Raumschiff von den Topsidern abgeschossen worden ist, stranden Perry Rhodan und seine Begleiter auf dem Planeten Ferrol. Dort werden sie getrennt. Ein Teil der Gruppe kommt in ein Gefangenenlager der Topsider; dort müssen die Menschen ums Überleben kämpfen.

Auf der Erde spitzt sich die Lage mittlerweile zu. Die fremdartigen Fantan drangsalieren die Menschen – sie entführen und stehlen, was sie interessiert, und nehmen keine Rücksicht. Widerstand gegen ihre überlegene Technik scheint zwecklos.

Reginald Bull, Perry Rhodans bester Freund, wird ebenfalls verschleppt. Sein erster Ausflug ins All endet in einer mysteriösen Raumstation – dort scheint die lebenslange Gefangenschaft auf ihn und seine Gefährten zu warten … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Der Titel deutet an, dass wohl jemand im All oder im Wega-System seine letzte Ruhestätte finden wird. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen, denen Perry und seine Mannen dort ausgesetzt sind, kein Wunder. Aber erstmal erfahren wir Näheres über die Mutantin Caroline Frank, die auf der Erde lebt und Dinge finden kann … besser als jeder, der sich vorher einen Zettel gemacht hat.

Ein wenig sehr auffällig passend ist diese Fähigkeit natürlich, weil zufällig grad nach dem Roboter Rico gesucht wird … ja, immer noch. Da kann Caroline dann erfolgreich helfen und der Hörer wird zusammen mit dem Suchtrupp in die Tiefen des Meeres verfrachtet, wo es Interessantes zu entdecken gibt. Ein spannender Cliffhanger lässt uns allerdings auch hier zurück, denn unten im Wasser gibts einen Transmitter … und … natürlich … durch den entwischt der gute Rico dann auch wieder. Wohin der Transmitter wohl führt?

Einen kurzen Blick ins Wega-System gönnt uns der Autor auch, wo wir über das Schicksal von Tako Kakuta informiert werden und wohin es seinen Teil der Gruppe zwangsverschlagen hat, die nicht mit Perry zusammen unterwegs war.

Und als Abschluss erfahren wir dann endlich, was aus dem Teleporter Sid geworden ist, der doch bei seinem letzten Sprung verletzt wurde. Dem gehts nicht nur gut, sondern auch er macht einen Erstkontakt mit einem Wesen, dass der Alt-Fan schon lange kennt und auf das er sich schon lange gefreut hat. Abenteuer erleben wir mit den beiden in diesem NEO leider nicht mehr, auf die können wir uns ab jetzt aber freuen.

|Axel Gottschick| spricht wie immer im Reportage-Stil. Er versucht die Story mithilfe von Variationen in der Sprechgeschwindigkeit dem Hörer zu vermitteln, weniger durch das Verstellen seiner Stimme. Das ist halt sein Stil und mittlerweile hat sich der NEO-Freund daran gewöhnt. Reportagen sind in der Regel ja auch interessant, nur haben die meist noch Bilder zu bieten, die vom Sprecher ablenken. Hier hat der Hörer seine Kopfkino-Bilder, die mal mehr und mal weniger farbig und fesselnd sind, je nachdem was der Sprecher aus der jeweiligen Szene macht.

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 11| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Planetenabenteuer aller Orten, in der Milchstraße und im Wega-System gibts eine Menge zu erleben, für Perry und den Hörer, der den entspannteren Part dabei hat. Kriegerisch und kämpferisch gehts auf Ferrol zu, während auf Terra eher diplomatisch manipulatives Geschick gefragt ist. Es gibt einen weiteren Teil der Serie „Wo in der Welt ist Rico?“ und wir erfahren nicht nur, was aus Sid und seiner Fehlteleportation geworden ist, sondern entdecken mit ihm zusammen auch etwas Pelziges, das uns hoffentlich noch auf vielen weiteren Abenteuern begleiten wird.

Hanno Dinger und Axel Gottschick haben beide ihren eigenen Stil, an den sich der Hörer langsam gewöhnt hat. Während Dinger bei den Dialogen punkten kann, schafft es Gottschick eher, den Hörer auch bei den beschreibenden Szenen bei Laune zu halten. Langweilig wirds aber bei keinem der beiden.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 11 – Schlacht um Ferrol: 6:07 Std. Spieldauer (ungekürzt), 68 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 12 – Tod unter fremder Sonne: 6:10 Std. Spieldauer (ungekürzt), 68 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-05-7|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO  ist auch als Download-Version erhältlich.

 

Perry Rhodan NEO – Rhodans Hoffnung / Im Licht der Wega (Folgen 9 + 10)

_NEO 9: „Rhodans Hoffnung“_

Sommer 2036: Terrania ist ein Zukunftstraum, der Millionen von Menschen fasziniert. Diese Vision entsteht mitten in der Wüste Gobi, fern von den Zentren der Zivilisation. Roboter der außerirdischen Arkoniden erbauen eine Stadt, die einmal das Zentrum einer geeinten Menschheit werden soll.

In der Zwischenzeit steht die Erde am Rand eines globalen Atomkrieges. In einigen Ländern mehren sich politischen Unruhen, während andere Staaten hektisch aufrüsten. Will Perry Rhodan den Frieden sichern, muss er sich in den Besitz aller arkonidischen Technologie bringen, die es auf der Erde gibt – er tritt gegen das amerikanische Militär an.
Alles verändert sich, als ein Notruf die Erde erreicht: Im System der blauen Sonne Wega tobt ein Krieg, quasi in direkter kosmischer Nachbarschaft. Rhodan und eine Gruppe von Begleitern starten zum ersten interstellaren Flug der Menschheit. (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Wer hätte das gedacht? Perry Rhodan, „Unser Mann im All“, startet tatsächlich auch mal ins oben genannte … den Mond rechne ich jetzt mal nicht mit. Bis es dazu kommt, muss der Hörer aber noch etwas Geduld mitbringen und sich vom Sprecher erzählen lassen, was so alles auf Terra passiert. Perry Rhodan ist nämlich nicht der Beliebteste auf Erden und überall gibts Ärger. In den USA wird sogar der Ausnahmezustand ausgerufen.

Derweil versucht sich Perry getarnt den abgestürzten Arkomidenraumer TOSOMA IX unter den Nagel zu reißen, an dem die Amis schon kräftig Untersuchungen durchführen. Diese Aktion, bei der ihn auch die Arkonidin Thora und der Telepath John Marshall begleiten, stellt das Gros dieser NEO-Ausgabe dar. Spannend schafft es der Autor, den Hörer bei Laune und gefesselt zu halten. Ok, es geht vielleicht alles ein wenig einfach, aber das Insiderwissen von Thora an Bord des Raumers hilft zweifellos, dagegen kann man nix sagen. Nebenbei wird auch am vielleicht doch nicht von Arkon stammenden Roboter RICO geschraubt.

Und als Perrys Piraten-Team auf dem frisch gekaperten Raumschiff einen Notruf aus dem Wega-System auffängt, das offenbar von „Echsen“ angegriffen wird, möchte der Hörer rufen: „Nun starte schon endlich ins Weltall, du warst lange genug auf der Erde!“. Das tut er dann auch tatsächlich … um sich nur mal kurz umzuschauen. Schon klar. Dass daraus nichts wird, das kann sich sicher nicht nur der Alt-Fan denken, der Perrys Abenteuer im Wega-System schon mal miterlebt hat … wenn auch in abgewandelter Form.

Auf Terra gibts auch noch einen kleinen Cliffhanger-Paukenschlag als Abschluss. Es bahnt sich nämlich ein Erstkontakt an, denn die gute alte Erde bekommt Besuch!

|Hanno Dinger| liest wie gewohnt bemüht den Text vom Skript ab und schafft es leider nicht immer, die Story wirklich lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Seine Stärke liegt eindeutig bei den Dialogen, hier wacht er auf bringt mehr Dynamik in seine Performance hinter dem Mikro. Wenn er das auch noch bei den beschreibenden Texten hinbekommen würde, dann hätte der Hörer noch mehr Spaß an seinem Vortrag.

_NEO 10: „Im Licht der Wega“_

Sommer 2036: Für die Menschheit ist eine neue Ära angebrochen. Perry Rhodan und eine Gruppe von Begleitern starten zum ersten interstellaren Flug der Menschheit. Ihr Ziel: das Wega-System.

Dort tobt eine unbarmherzige Schlacht zwischen zwei ungleichen Völkern. Rhodan greift auf Seiten der Schwächeren in den aussichtslosen Kampf ein. Denn der Ausgang der Schlacht entscheidet über die Zukunft der Menschheit …

Auf der Erde herrschen währenddessen Panik und Angst. Fremdartige Außerirdische besetzen den Planeten. Sie haben nur ein Ziel: Beute machen. Rhodans Freund Reginald Bull stellt sich der Gefahr und gerät in einen Hinterhalt. (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Dieser NEO startet mit einer Episode von „RICOS Abenteuer“, die mich persönlich jetzt weniger fesseln konnte. Interessanter war für mich schon eher die Arkonidin QUEEN, die ihm zu Hilfe eilt. Wird sie noch eine wichtige Rolle in NEO spielen?

Wie erwartet läuft nicht alles rund für Perry und seine Mannen (und Frau), als sie nach ihrer ersten Transition im Wega-System ankommen. Turbulente Spannung und weitere Abenteuer verspricht schon die erste Konfrontation, bei der Perrys Schiff, das auf den Namen GOOD HOPE getauft wurde, abgeschossen wird .. so viel dann zu dem Teil mit der „Hoffnung“. Die Frage, die sich nun dem Hörer und Perry stellt: Der Übeltäter fliegt einen Arkonidenraumer, wieso schießen die Arkoniden auf sie?

Währenddessen kommts auf Terra zum im letzten NEO-Band angekündigten Erstkontakt zwischen Reginald Bull und den Fantan-Leuten. Dass sie prakitscherweise einen Translator dabeihaben, mithilfe dessen sich alle prima verständigen können, das erinnert ein wenig an STAR TREK … da konnten sich Kirk und Spock auch mit jeder Rasse sofort unterhalten.

Ein kleines Wort allerdings bleibt unübersetzt und soll für Bully und den Hörer noch für eine Überraschung sorgen: „Besun“. Wer oder was ist das? Nachdem die Fantan-Leute anfangen, Menschen und Gegenstände (und sogar ein Toilettenhäusschen!) einzusammeln, kann sich jeder Abenteurer in der Geschichte und der mit den Ohrstöpseln im Ohr denken, für was „Besun“ ein Sammelbegriff ist.

Und während sich alle noch fragen, wie es wohl weitergeht, gibts den nächsten Cliffhanger-Paukenschlag: Schon wieder kommt ein unbekannter Raumer in Richtung Terra geflogen … der ist aber noch größer als der zuletzt gelandete. Dass die Fantan-Leute auf Terra Alarm geben und sich schnell aus dem Staub machen wollen, kann gut oder noch schlechter für die Terraner sein. Beim Start des Raumers wird der bei den Fans beliebte Sid durch seine eigenen Teleportationsfunken verletzt. Hoffentlich hat das keine bleibenden Folgen hinterlassen.

|Axel Gottschick| gibt wie gewohnt die „Stimme aus dem Off“, wenn er vorliest. Hin und wieder macht er die unterschiedlichen Charaktere auch für den Hörer unterscheidbar, indem er mit seiner Stimme spielt. Das tut er leider nicht immer und so bleiben manche Figuren blasser, als sie es hätten sein müssen. Dennoch ist sein Vortrag und sein Job alles andere als langweilig, denn er bringt schon eine Menge Dynamik und Druck mit, mit denen er die spannende Handlung gut transportiert. Grad wenn man beide Lesungen direkt hintereinander hört fällt auf, dass Gottschick trotz seines „Dokumentations-Stils“ mehr „Drama“ und Kopfkino anbietet als Hanno Dinger.

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 10| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Auf der Erde gehts rund und jeder lehnt sich gegen seine Regierung auf. Perry erbeutet den abgestürzten Arkonidenraumer und startet endlich ins Weltall in Richtung Wega. Und während ihm da Mündungsfeuer entgegenschlägt, das seinen Aufenthalt sehr, sehr in die Länge zu ziehen droht, erlebt Bully auf Terra einen Erstkontakt, der nicht ganz so freundlich verläuft, wie man ihn sich wünscht.

Es passiert also hüben wie drüben eine Menge und die Autoren halten NEO in Schwung, Perry auf Trab und den Hörer gebannt am MP3-Player.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 9 – Rhodans Hoffnung: 6:14 Std. Spieldauer (ungekürzt), 63 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 10 – Im Licht der Wega: 5:31 Std. Spieldauer (ungekürzt), 59 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-04-0|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

Perry Rhodan NEO – Schatten über Ferrol / Die Giganten von Pigell (Folgen 13 + 14)

_NEO 13: „Schatten über Ferrol“_

Im Spätsommer 2036 brechen Perry Rhodan und seine Begleiter zum ersten interstellaren Flug der Menschheit auf – doch dieser führt ins Chaos eines Krieges. Die Menschen erreichen das System der blauen Sonne Wega, wo die echsenartigen Topsider die Welten der Ferronen angreifen. Rhodans Raumschiff wird abgeschossen, seine Gruppe getrennt.

Rhodan und seine Begleiter müssen auf dem Planeten Ferrol ums Überleben kämpfen, andere Menschen werden gefangen genommen. Bei ihrer Flucht über verschiedene Planeten lernen sie das System der Transmitter kennen: geheimnisvolle Geräte, mit denen man praktisch ohne Zeitverlust riesige Entfernungen zurücklegen kann.

Auf der Erde wiederum spitzt sich die Lage weiter zu. Die fremdartigen Fantan stehlen rücksichtslos, was sie interessiert. Widerstand gegen ihre Technik scheint zwecklos. Doch drei junge Terraner wagen das Unmögliche und setzen dabei alles aufs Spiel … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Leider geht es hier nicht mit dem pelzigen Besun der Fantan-Leute weiter, sondern mit Perry Rhodan und seinem Teil der Gruppe, die immer noch im Wega-System feststecken und mitten in den Krieg zwischen den Ferronen und den echsenartigen Topsidern geraten waren. Dabei bewegt sich dieser Handlungsfaden weiter voran und der Hörer erfährt so einiges Interessantes. Dass die Ferronen zum Beispiel Transmitter besitzen, durch die sie zwischen den Planeten reisen können, die sie aber weder selbst gebaut haben noch reparieren könnten, fals mal einer kaputtginge. Und auch, woher der Begriff „Lichtbringer“ stammt … Perry und seine Leute werden nämlich für Lichtbringer gehalten.
Bei den Er- und Vermittlungen mit den Ferronen wird auch Thora wiederentdeckt und aus einem Gefängnis befreit.

Auf Terra wird sich derweil immer noch um die Tiefseestation gekümmert, was ein Handlungsfaden ist, der irgendwie streckend wirkt. Zwar passiert hier auch etwas und ein abgestürzter Arkonidenraumer wird näher unter die Lupe genommen, aber so recht mochte bei mir hier der Funke nicht überspringen. Auf den anderen Schauplätzen, die NEO derzeit anbietet, ist einfach mehr los.

Fast schon lustig ist, dass sich auch der vermeintlich zerstörte Transmitter, durch den Rico entkommen war, natürlich von selbst repariert, wie das irgendwie alles tut, was so an Technik aus dem Weltall auf die Erde geraten ist. Warum hatte das dann nicht auch das Raumschiff getan, mit dem Thora und Crest auf dem Mond gestrandet waren?

|Hanno Dinger| liest mir die Ferronen eine Spur zu theatralisch und langatmig, auch wenn das Skript diese Vortragsart oftmals nahelegt. Bei wörtlicher Rede hatte er sonst immer seine Stärken, die dort auch weiterhin liegen. Bei beschreibenden Szenen wollte ich ihm das eine oder andere Mal gern das nächste Wort schneller aus dem Mund ziehen, weil mir die Lebendigkeit gefehlt hat. Mir eine Idee zu häufig legt er dramatisierende Pausen ein, gern auch mal mitten im Satz, die mir auch eine Spur zu lang waren.

_NEO 14: „Die Giganten von Pigell“_

Im August 2036 brechen Perry Rhodan und seine Begleiter zum ersten interstellaren Flug der Menschheit auf – doch dieser führt ins Chaos eines Krieges. Die Menschen erreichen das System der blauen Sonne Wega, wo die echsenartigen Topsider die Welten der Ferronen angreifen. Rhodans Raumschiff wird abgeschossen, seine Gruppe getrennt.

Für Rhodan und seine Begleiter beginnt ein erbitterter Kampf ums Überleben, andere Menschen werden gefangen genommen. Bei ihrer Flucht über verschiedene Planeten nutzen sie Transmitter, mit denen man ohne Zeitverlust riesige Entfernungen zurücklegen kann. So landet die Gruppe auf der geheimnisvollen Dschungelwelt Pigell, die ein schreckliches Geheimnis birgt.

Auf der Erde sind die fremdartigen Fantan nicht zu stoppen: Sie rauben, was ihnen gefällt, während die Menschen der außerirdischen Technik hilflos gegenüberstehen. Alle Hoffnung ruht auf Rhodans Rückkehr … (Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Diesmal erfahren wir, wie es dem auf die Raumstation MYRANAR entführten Bully ergeht … genau, da wo wir auch den pelzigen neuen Freund gefunden haben, der sich als Gucky vorstellt. Die Idee der nachfolgenden Theateraufführung zur Ablenkung der Fantan-Leute, um die eigene Fluch zu ermöglichen, fand ich ein wenig fad, weil es bereits auf Terra eine gegeben hat. Sicher, die Fantan-Leute finden das toll … ich fands eher ideenlos.

Nicht ideenlos hingegen ist der Bericht darüber, wie es dem Teleporter Tako Kakuta und seiner Gruppe im Wega-System ergeht. Der hat nämlich auch neue Freunde gefunden und lernt den Ober-Ferronen, den Thort, kennen.

Schön fand ich zu erleben, dass nicht jeder Plan aufgeht und nicht alles reibungslos klappt, was sich die Jungs und Mädels überlegt haben. Die Topsider konnten sie mit ihrem Plan, ihren Oberkommandeur zu entführen, nicht beeindrucken … mich schon, denn nun müssen sie sich etwas Neues einfallen lassen und auch dem Hörer etwas Frisches anbieten.

Nicht mehr ganz so frisch sieht der Arkonide Kerlon aus, von dem der Notruf stammt, dem Perry ins Wega-System gefolgt ist. Ok, er wartet auch schon eine laaaaaaange Zeit. Dieser Kerlon-Teil war mir wieder ein wenig zu langatmig, auch wenn am Ende für Perry ein neues Raumschiff herausspringt und für den Hörer etwas zum Grübeln. Wie kommts, dass aus dem Wega-System ein Planet verschwunden ist? Und, wo isser hin?

Wer die beiden Lesungen dieses NEO-Doppelpacks hintereinander hört, der hat bei dem von |Axel Gottschick| vorgelesenen Teil das Gefühl, als hätte jemand den Schnellvorlauf eingeschaltet. Auf einmal geht es ab und nicht nur, weil Gottschick einen ganzen Zacken schneller vorliest als Dinger. Das tut er aber nicht immer und ständig, auch er ist immer gut für dramatisch gesetzte Sprechpausen, von denen ich kein Fan bin. Sein Tako Kakuta ist auch nicht unbedingt einer meiner Lieblingsinterpretationen, aber, das ist Geschmackssache. An der Figur konnten sich ja schon mehrere Sprecher versuchen.

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 14| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Alle Handlungsfäden und -ebenen werden in diesem NEO-Doppelband bedient und für jeden wird etwas angeboten. Im Wega-System tut sich eine Menge, jede der beiden versprengten Gruppen erlebt viel Spannendes, was dem Hörer zugutekommt. Auch der entführte Bully kann sich befreien und unter dem Meeresspiegel werden interessante Entdeckungen gemacht.

Hanno Dinger und Axel Gottschick unterhalten dabei jeder auf seine eigene Weise gut und bieten dem Hörer fast 14 Stunden solides Kopfkino. Wobei der eine bei den verschiedenen Charakterinterpretationen lebendiger wirkt und der andere die Szenenbeschreibungen fesselnder vermitteln kann. Die beiden Autoren liefern dabei für jeden Geschmack etwas.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 13 – Schatten über Ferrol: 6:31 Std. Spieldauer (ungekürzt), 82 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 14 – Die Giganten von Pigell: 6:19 Std. Spieldauer (ungekürzt), 68 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-06-4|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

Perry Rhodan NEO – Flucht aus Terrania / Die Terraner (Folgen 7 + 8)

_NEO 7: „Flucht aus Terrania“_

Im Hochsommer 2036 ist Terrania ein Zukunftstraum für Millionen von Menschen: Auf diesem öden Fleck mitten in der Wüste Gobi verwirklicht Perry Rhodan mit einer Handvoll Gefährten seine Vision. Roboter erbauen eine Stadt, die einmal das Zentrum der geeinten Menschheit werden soll. Geschützt wird die Stadt durch eine Energiekuppel.

Doch dann droht das Inferno: Die chinesische Armee zündet eine Atombombe in direkter Nähe der Stadt. Zehntausende von Menschen, die rings um die Kuppel lagern, weil sie sich Rhodan anschließen wollen, geraten in Panik. Ihr einziges Ziel und ihre Hoffnung ist Terrania, die Stadt unter der strahlenden Kuppel.

Perry Rhodan steht vor einer fürchterlichen Entscheidung: Lässt er den Schutzschirm geschlossen, rennen die Flüchtenden gegen die tödliche Energie und sterben. Öffnet er den Schirm, dringt die chinesische Armee ein. Die Stadt Terrania, die unter dem Schutzschirm entstehen soll, wäre damit verloren …
(Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Immer weiter entfernt sich NEO von der Ur-Serie … das ist auch nötig und gut so. Denn so bekommen sowohl Alt-Fans als auch Neuleser immer wieder Unerwartetes geboten und können mit Perry und seinen Freunden mitfiebern. Die NEO-Autoren werfen Perry mehr Steine in den Weg, als es die Ur-Väter damals getan haben und das macht die Sache spannend.

Denn nicht alles läuft glatt, nur weil man Außerirdische getroffen und deren Technologie übernommen hat. Im Gegenteil. Perry und Bully müssen die schützende Energiekuppel nach der Atomexplosion abschalten und aus Terrania flüchten. Die Idee aber, die beiden von religiösen Fanatikern auf den Scheiterhaufen stellen zu lassen, fand ich allerdings ein wenig pseudo-dramatisch.

Auch die beiden Arkoniden bekommen Handlungsfäden spendiert. Thora ist unfreiwillig länger auf der Venus als erwartet und Crest soll vor Gericht gestellt werden. Es passiert also an einigen Fronten so einiges.

Und Hanno Dinger versteht es von Lesung zu Lesung gefälliger darin zu werden, dies alles zu transportieren. Ab und zu klingt sein Vortrag zwar energisch, aber energisch abgelesen. Dennoch gibt er sich hörbar Mühe, seine angenehme Stimmfarbe bei wörtlicher Rede, bei hektischer Betriebsamkeit oder beschreibenden Szenen abwechslungsreich einzusetzen. Dabei muss er sich an den anderen Perry-Rhodan-Sprechern messen lassen, holt aber auf und schafft es, eine gute Portion Dramatik ins Ohr des Hörers zu schieben, was den wiederum 5 1/2 Stunden gut unterhält.

_NEO 8: „Die Terraner“_

Sommer 2036: Terrania ist ein Zukunftstraum, der Millionen von Menschen fasziniert. Diese Vision entsteht mitten in der Wüste Gobi, weitab von den Zentren der Ziviliation. Mithilfe von Robotern, die ihm Außerirdische zur Verfügung gestellt haben, erbauen Perry Rhodan und seine Gefährten eine Stadt, die einmal das Zentrum der geeinten Menschheit werden soll.

Derzeit hält sich aber nur ein Außerirdischer auf der Erde auf. Es ist Crest, der arkonidische Wissenschaftler, und er steht vor dem höchsten amerikanischen Gericht in Washington, DC. Die Justiz betrachtet ihn als Staatsfeind, die aufgehetzte Öffentlichkeit will seinen Tod.

Perry Rhodan entwickelt einen tollkühnen Plan, mit dem er Crest befreien will. Dabei setzt er auf Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, es sind die Mutanten. Aber noch jemand schmiedet Pläne: die Arkonidin Thora. Sie hat auf der Venus eine uralte Station gefunden. Mit ihren mächtigen Waffen zieht sie in den Kampf …
(Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Zum Glück wird hier die Befürchtung des Hörers, es könnte sich in dieser Folge um ein langes und eher fades Gerichts-Drama handeln nicht bestätigt. Was als Gerichtsprozess beginnt, endet in einer turbulenten Action-Story, an der auch die allseits beliebten Mutanten beteiligt sind.

Und so erleben wir nicht nur Rhodans spektakulären Plan, Crest aus den Händen seiner amerikanischen Gefängniswärter zu befreien, sondern auch noch einen erneuten Stolperstein der Autoren für Perry. Crest wird nämlich nicht von Rhodans Leuten aus dem Gerichtsgebäude geschafft, sondern von altbekannten Gegnern des ersten Terraners.

Gegen Ende taucht dann auch noch die im Klappentext erwähnte zweite Arkonidin Thora auf, die auf der Venus ein „kleines“ Beiboot gefunden und die Bekanntschaft eines weiteren Arkoniden gemacht hat, der aber nicht das ist, wonach er aussieht.

Auch in dieser Folge ist also wieder für Abwechslung gesorgt, allerdings wäre es langsam mal Zeit, die Erde zu verlassen und ad astra zu starten, was Perry und seine Leute dann auch im folgenden Roman tun, der zugleich die zweite Staffel einläutet.

Dass Axel Gottschick aus der Radio-Hörspielecke stammt, hört man mit dem ersten Satz. Er hat diese für Radioproduktionen und Dokumentations-Off-Sprecher ganz eigene Sprachmelodie. Mit zusammengebissenen Zähnen lässt er sich manchmal sehr viel Zeit bei der überdeutlichen, wohl seiner Theaterausbildung geschuldeten Betonung, um den Hörer noch mehr in seinen Bann zu ziehen … das resultiert dann auch in einer halben Stunde mehr Hörzeit, im Gegensatz zur anderen Lesung dieser Doppel-MP3-CD-Version von |Perry Rhodan NEO|.

Auch verstellt er seine Stimme nicht oder legt neue Modulationen auf, um die Charaktere unterscheidbar zu machen, wenn es Dialoge zu hören gibt. Vielmehr legt er an dieser Stelle noch längere Sprachpausen ein. Auch ein Stilmittel … aber eines, das die Geduld des Hörers ein wenig mehr fordert als üblich.

Wenn man aber Fan von Radiohörspielen ist und/oder sich auf diese Vortragsweise einlässt, so weiß auch Gottschick zu unterhalten. Er ist alles andere als talentlos und schafft es, die angesprochenen Voraussetzungen mal als erfüllt angesehen, durchaus gut zu unterhalten. Was er vorliest, ist spannend und er vermittelt dabei auch den Eindruck, als würde er selbst das auch so sehen.

|Musik und Effekte|

Jedes Hörbuch beginnt mit einer kleinen neuen NEO-Melodie, sonst sind keine weiteren Effekte oder Musiken zu hören.

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 7| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Perry Rhodan NEO entfernt sich immer weiter von den Anfängen der Erstauflage und das ist prima. Die Entwicklungen auf der Erde sind interessant und für alle Hörer neu. Die Autoren freuen sich hörbar über den Spielraum, der ihnen gelassen wird und die beiden Sprecher verstehen ihr Handwerk.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 7 – Flucht aus Terrania: 5:21 Std. Spieldauer, 58 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 8 – Die Terraner: 5:54 Std. Spieldauer, 75 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-03-3|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

Perry Rhodan NEO – Sternenstaub / Utopie Terrania (Folgen 1 + 2)

Die Handlungen:

Episode 1: „Sternenstaub“

Das Jahr 2036: Die Menschheit steckt in der Krise. Überbevölkerung, Klimawandel und Terrorismus lassen die Kriegsgefahr weltweit steigen. In dieser Lage wird der amerikanische Astronaut Perry Rhodan mit drei Kameraden zum Mond geschickt – dort scheint etwas Unheimliches vorzugehen. Mit einer uralten Rakete starten die vier Astronauten, auf dem Mond treffen sie auf Außerirdische.

Diese bezeichnen sich selbst als Arkoniden und halten die Menschen für primitive Wesen, die voller Hass und Kriegslust stecken. Doch Rhodan findet ihre Schwäche heraus – er schlägt den Aliens einen gewagten Handel vor. Sein Ziel ist dabei klar: Mithilfe der märchenhaften Technik der Fremden will er die Menschheit einigen, um damit alle Kriege und Katastrophen für immer zu beseitigen …

Episode 2: „Utopie Terrania“

Das Jahr 2036: Perry Rhodan und die Astronauten der STARDUST sind in der Wüste Gobi gelandet. In ihrer Begleitung ist ein Außerirdischer, der schwerkranke Arkonide Crest. Ihre Lage ist äußerst angespannt – Tausende chinesische Soldaten haben einen Ring aus Panzern und Geschützen um die Position der STARDUST gezogen.

Die Technik der Arkoniden schützt Perry Rhodan und seine Begleiter: Eine Energiekuppel sichert sie gegen den unaufhörlichen, schweren Beschuss der chinesischen Truppen.
Trotz der kritischen Lage verliert Rhodan sein Ziel nicht aus den Augen: den Bau einer freien und unabhängigen Stadt. Zusammen mit arkonidischen Robotern startet er dieses Vorhaben – es ist die Utopie Terrania.
(Verlagsinfos)

Mein Eindruck:

Die Macher der erfolgreichsten SciFi-Dauer-Heftserie haben sich etwas einfallen lassen. Das mussten sie auch, wenn sie neue Käufer gewinnen wollen. Denn, obwohl die Aufforderung „Jetzt einsteigen!“ zu Anfang eines jeden neuen Zyklus der Erstauflage der Romanserie zu hören ist … faktisch ist es für Neuleser schwer bis frustrierend, wirklich neu einzusteigen. Technobabble ohne Ende und ständig das Gefühl, dass jede Menge Vorwissen fehlt, das schreckt ab.

Nun gibt es also NEO und alles soll anders werden. Denn, anstatt einfach den Reset-Button zu drücken und eine Neuauflage der alten Hefte zu veröffentlichen, peppt der Verlag die (den Altlesern) bekannte Geschichte um Perry Rhodan auf. „Best of both worlds“ ist das Vorhaben, mit dem sowohl die Altleser gelockt als auch Neuleser gewonnen werden sollen. Zeitlich um viele Jahre nach vorn und in die greifbare Zukunft versetzt, erlebt Major Rhodan nun seine Abenteuer noch mal, aber doch irgendwie anders. Sprich, der grobe Rahmen der alten Handlung bleibt (vorerst), aber die Autoren erzählen die Geschichten anders, moderner und knackiger. Nicht jede Woche, sondern alle zwei Wochen, aber dafür länger als damals.

Und das fällt dem Altleser auf. Je nachdem wie stur und unflexibel er ist, kommt das gut oder schlecht bei ihm an, sodass einige ihre alten Hefte vom Dachboden geholt haben, um „ihren“ Perry noch mal von vorn zu lesen und andere, das ist wohl der Großteil der NEO-Leser, sich einfach drauf freuen, noch mal von vorn zu beginnen, weil auch sie nicht wirklich wissen, was bei NEO alles neu passieren wird und was aus den alten Geschichten übernommen wurde.

In diesen ersten beiden Storys passiert im Groben genau das, was schon bekannt ist: Rhodan fliegt zum Mond, trifft auf die Arkoniden Thora und Crest, der kranke Crest wird mit zur Erde genommen, die Weltpolitiker flippen aus und wollen Crest für sich und Rhodans energiekuppelgeschütztes Raumschiff in der Wüste Gobi vernichten.

Dennoch merkt man recht schnell, dass die Erzählweise der Geschichten, auch wenn sie den Altgedienten bereits in groben Zügen bekannt ist, frischer daherkommt. Es ist wie beim Unterschied zwischen den Silberbänden und den Heftromanen von damals. Die Silberbände sind von sämtlichem überflüssigem Bla befreit worden und lassen sich wie tolle Abenteuerromane lesen. So ist das bei NEO auch. Ohne große Längen wird die Handlung vorangetrieben und spannend und kurzweilig erzählt.

Und nach diesen beiden NEO-Folgen weiß jeder, woran er bei NEO ist. Es ist nichts wirklich komplett Neues, aber es ist auch nicht bloß eine Nacherzählung der alten Geschichten. Hier entwickelt sich nach und nach etwas Eigenständiges, das das Zeug dazu hat, irgendwann einmal seine eigenen Wege zu gehen und von den Nacherzählungen komplett abzusehen. Hat man doch sicher die bekannten Charaktere rund um Perry nur dazu eingebaut, um die Altleser zu erfreuen.

Musik und Effekte

Jedes Hörbuch beginnt mit einer kleinen neuen NEO-Melodie, sonst sind keine weiteren Effekte oder Musiken zu hören.

Die Sprecher:

Hanno Dinger ist neu im Reigen der Rhodan-Sprecher. Zu hören war er aber schon mal im Perryversum von Eins A Medien. Im Hörspiel Nr. 22, „Der letzte Gonozal“, sprach er einen Springer. Als Sprecher für Hörbücher scheint er mir aber leider nicht wirklich gut geeignet oder er hat einfach zu wenig Erfahrung in diesem Metier.

Einzig seine Stimmfarbe ist angenehm, was er mit seiner Stimme aber anstellt, das ist alles andere als mitreißend. Wörtliche Rede unterscheidet sich bei ihm kaum von beschreibendem Text und auch sein Enthusiasmus und das Schauspiel vor dem Mikro hält sich bei Hanno Dinger extrem in Grenzen. Alles klingt ziemlich langatmig und vorsichtig leise … und leider auch ziemlich unlebendig und abgelesen. Außerdem legt er sehr viele Pausen mitten im Satz ein, die den Hörer manchmal unruhig werden lassen. Ein starker Kaffee und ein ordentlicher Schub Action fehlen seiner Darbietung, dann könnte es etwas werden. Der Erstkontakt mit Dinger aber fällt recht mau aus.

Auch Markus Klauk ist vom Verlag neu gebucht worden und war den Rhodan-Fans bislang noch nicht bekannt. Dass seine Lesung bei gleichem Heftumfang eine halbe Stunde kürzer ist, zeigt schon, dass er fixer ist als sein Kollege noch bei NEO 1. Dennoch macht auch er jede Menge störende Pausen, die den Erzählfluss immer wieder bremsen. Und wenn er keine Pausen macht, dann liest er schnell vor. Das klingt dann leider auch schnell vorgelesen und nicht erzählt. Dafür haucht er seinen Charakteren aber mehr Leben ein als sein Vorgänger und er spielt mehr mit seiner Stimme dabei.

Unterm Strich fallen beide Sprecher im Vergleich zu Perry-Lesungs-Größen wie Josef Tratnik und Tom Jacobs schon ziemlich ab, haben aber genug Potenzial, um diese Lücke aus eigener Kraft bei den nächsten Lesungen zu schließen.

Die MP3s

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, aber der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Die Ausstattung:

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox.

Fazit:

NEO erfindet Rhodan nicht neu, aber macht ihn wieder interessant und staubt ihn ab. Altbekannte Ansätze werden neu verfolgt und NEO geht seine eigenen Wege. Der Erzählstil ist frischer und zeigt wenig bis keine Längen. Die beiden neuen Sprecher haben in ihrer Performance vor dem Mikro noch einiges an Raum nach oben, um ihre durchaus angenehmen Stimmen so zu beherrschen, dass sie dem Hörer wirklich kurzweilige Spannung bieten können, wie das die meisten ihrer Perry-Lesungs-Kollegen tun.

2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 1 – Sternenstaub: 6:02 Std. Spieldauer, 77 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 2 – Utopie Terrania: 5:26 Std. Spieldauer, 83 Tracks, gelesen von Markus Klauk
ISBN-13: 978-3943393002
www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlicht.