John Norman – Beasts of Gor (Gor 12)

Zwischen Liebe und Kaissa: Endkampf mit dem Ungeheuer

„Ich erwarte dich am Ende der Welt“, lautet die Botschaft, die Tarl Cabot veranlasst, sich aufzumachen, um Zarendargar, einen Kriegsgeneral der Kurii, zu treffen. Auf seinem Weg zu den nördlichen Polarregionen, jenseits von Torvaldsland, in Begleitung des Roten Jägers Imnak wird ihm klar, dass die Kurii wieder finstere Pläne schmieden.

„Beasts of Gor“ ist einer der besten Bände in John Normans umfangreichem Gor-Zyklus: voller Action, Überraschungen und hintersinnigem, sehr britischen Humor. Der Leser muss stets vor Überlistung und Täuschung durch den Autor auf der Hut sein.

Handlung

Seltsame Dinge gehen nördlich des goreanischen Polarkreises vor sich, jenseits von Torvaldsland. Die Tabukherden, die im Frühjahr über den Axtgletscher in die Polarsenke ziehen, bleiben aus. Die rothäutigen Jäger, Bewohner der Tiefebene (eine Art Inuit), müssen dieses Jahr hungern. Ein Schiff, das Tarl Cabot mit Hilfsgütern nach Norden entsendet, wird von Tarnreitern, Soldaten auf riesigen Vögeln, angegriffen und versenkt.

Schließlich bestätigen sich seine Vermutungen, dass die Kurii, intelligente Bestien und Gegner der Priesterkönige, eine konkurrierende Alienrasse, wieder auf Gor aktiv geworden sind. Tatsächlich haben sie sich im Packeis einen Brückenkopf geschaffen, und ihre „Stahlwelten“ (Generationen-Raumschiffe) sind im Anflug auf das Sonnensystem, um Gor – und danach wohl auch die Erde – zu unterwerfen.

Der Anschlag

Diese Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Ein Agent der Kurii, der sich als Bertram von Lydius ausgibt, verübt mit Hilfe eines abgerichteten Raubtiers einen fast erfolgreichen Anschlag auf Tarl. Wenig später bringen die Männer von Tarls Freund Samos eine Sklavin von der Erde – sie wurde von den Kurii nach Gor verschleppt. Die einzige Besonderheit an ihr ist eine Geheimbotschaft in einer kodierten Schrift, die Tarl wie folgt entschlüsselt: „Grüße an Tarl Cabot“ (obwohl er sich doch jetzt Bosk nennt!); „Ich warte auf dich am Ende der Welt; Zarendargar, Kriegsgeneral des Volkes.“ Mit dem „Volk“ meint der Kur natürlich sein eigenes.

Tarl nennt sich nun Bosk aus Port Kar, ein Kaufmann der Piratenstadt. Er beschließt, der Einladung zu folgen und selbst in den Norden zu ziehen, um sich Gewissheit zu verschaffen. Auf dem großen Markt von En-kara am Sardargebirge stößt er auf einige hübsche Mädchen von der Erde, die von den Kurii und ihren Helfern nach Gor verschleppt wurden. Zwei der vier Erdmädchen werden von einem Bewohner der polaren Ebene, einem Jäger, gekauft.

Kaissa

Als Tarl zufällig in einem Sklavenzelt den Agenten Bertram von Lydius wiedersieht, verfolgt er den Verräter, doch dieser verschwindet wieder. Er bleibt, bis das für Goreaner enorm wichtige Kaissa-Match zwischen zwei berühmten Schachspielern aus Ar und Cos, den eingefleischten Rivalen, entschieden ist. Er hat eine große Summe auf den Spieler aus Ar gesetzt. Doch zu seiner Überraschung gewinnt der Gegner aus Cos mit einer genialen Strategie.

Kaum ist der Trubel über den Sieg verklungen, macht sich Tarl abreisefertig, um nach Port Kar zurückzukehren. Er hat ja nichts von Interesse gefunden. Da hört er zwei Schreie: Männer in Todesangst. Er eilt hin und stößt auf jenen Attentäter, der sich als Bertram von Lydius ausgegeben hat. Der Kampf ist kurz, Tarl bleibt siegreich, doch der Mann entkommt, weil er zwei Helfer hat. Nach einer Untersuchung der zwei Überlebenden wird Tarl klar, dass dies eine sorgfältig aufgestellte Falle für ihn selbst war. Der Gegenstand, den der Attentäter von dem Kaufmann rauben wollte, ist eine im hohen Norden hergestellte Skulptur: Sie zeigt den Kopf eines Kur. Tarl versteht die Botschaft als Einladung von Zarendargar. Nun muss er unbedingt hin.

Aufbruch

Sein Partner Samos ist schwer von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass „das Ende der Welt“ nicht im Westen, auf dem Ozean, liegt, sondern im Polgebiet. Deshalb gerät Tarls Aufbruch ein wenig überstürzt. Schon bald fliegt er mit einem großen Tarnvogel nach Lydius, um dort den wahren Bertram von Lydius aufzuspüren. Bei zwei Abenteuern erwirbt er eine neue Sklavin, Constance, und einen Freund namens Ram, ein ehemaliger Sportsklave und Pelzhändler im Nordland. Ram mag sich noch als nützlicher Führer erweisen.

Doch als er den Laden von Bertram in Lydius betritt, stellt sich heraus, dass dieser nur ein ehrlicher Handwerker ist. Der Assassine, der sich als Bertram ausgab, muss schon weitergereist sein. In der nahen Taverne hören sie von einer Mauer, die im Nordland errichtet worden sei und den Zug der Tabukherden gestoppt habe. Aber wozu, fragen sich Tarl und Ram. Dann trennen sich ihre Wege. Tarl will mit Constance alleine in den Norden und Ram nicht in Gefahr bringen. Das ist rücksichtsvoll, aber auch verhängnisvoll. In einer Gasse der Stadt wird er gefangen und betäubt. Ram von Teletus ergeht es nicht besser.

Gefangen

Er erwacht erst wieder in einem Gefängnis des Lagers, das Agenten der Kurrii an der Mauer errichtet haben. Es ist ein Arbeitslager, in dem über dreihundert Gefangene an der Errichtung oder Reparatur einer großen Mauer zu arbeiten haben. Der Lagerkommandant ist erstaunlicherweise eine Frau: Sidney Anderson. Sie denkt, sie hat die Herrschaft, doch sie wird nur von den Kurii-Agenten geduldet. Als Tarl den Assassinen entdeckt, der sich als Bertram von Lydius ausgab, nennt sie den Mann Drusus, einen „Metallarbeiter“. Tarl hält die Frau für nicht sonderlich intelligent. Offenbar haben die Kurii dem Assassinen Sidney als Sklavin versprochen. Sie ist eine Schönheit mit rotbraunem Haar, das auf Gor selten ist.

Aufstand

Bei dem Aufstand, den Tarl mit der Hilfe des Roten Jägers Imnak und von Ram anzettelt, gelingt es den hunderten von Arbeitern, die Aufseher zu töten oder zu vertreiben. Tarl nimmt Sidney als seine persönliche Sklavin gefangen und hängt er sie als Köder an das Gerüst, an dem sie ihn zuvor selbst hat auspeitschen lassen. Es dauert nicht lange, bis die fünf Späher auf Tarn-Vögeln eintreffen, die das Lager an der Mauer im Auftrag einer Operationsbasis der Kurii bewachen. Tarl besiegt sie alle und macht sich auf den Weg, um Imnak, den Eingeborenen, zu fragen, ob er jemand kennt, der den Kur-Kopf geschnitzt habe. Er glaubt nicht, dass Imnak jemals etwas von Zarendargar, dem Kriegsgeneral der Kurii, gehört hat, und das stellt sich als zutreffend heraus.

Imnak

Eigentlich will er ja Sidney Anderson zurücklassen, denn als freie Frau macht sie bestimmt bloß Ärger. Doch um in der eisigen Einöde überleben zu können, unterwirft sie sich seinem Befehl und gibt sich ihm als Sklavin zueigen. Er nennt sie Arlene. Schon bald gelangen sie in Imnaks Lager, wo ihr Imnaks Sklavinnen passende Kleidung geben. Ganz langsam bringt Tarl ihr bei, eine Sklavin zu sein. Und da Sklavinnen als Tiere angesehen werden, teilen sich Imnak und Tarl ihre Sklaventiere beim „Bettsport“ in den Fellen.

Im Lager der Innuit, wie sich die Ureinwohner nennen, erhält Tarls Hoffnung, den Kur, der ihn eingeladen hat, zu sehen, neue Nahrung: Imnak kennt den Mann, der den Kur-Kopf geschnitzt haben könnte: Karjuk. Doch bis Karjuk an einem bestimmten Punkt eintrifft, vergehen Monate. Monate, in denen Tarl mit seinem Freund Imnak jagen gehen und eine Frau für Imnak besorgen kann. Monate, in denen Tarl den Erdmädchen Arlene, Fingerhut und Distel ihre Sklavenexistenz näherbringen kann. Schließlich verzehren sie sich nach der Berührung eines Mannes und erleben ihren ersten Sklavenorgasmus. Er warnt sie vor den Gefahren, die ihnen seitens freier Frauen drohen. Doch sie wollen endlich mal den prachtvollen Süden Gors kennenlernen, wo es nicht so saukalt ist.

Karjuk

Endlich trifft der Mann namens Karjuk im Lager ein, doch er bringt eine Überraschung mit. Kurz zuvor haben die Jäger des Dorfes verhindert, dass ein weißfelliger Kur den Händler Ram von Teletus tötete. Nur Tarl jedoch bemerkte die zwei Goldringe im Ohr des Kur, der ihm entkommen konnte. Als er sich mit Ram darüber unterhält und Ram sich danach an Arlene, seiner früheren Aufseherin und Peinigerin, in den Pelzen rächt, tritt Karjuk ein, der Wächter der Roten Jäger gegen die „Eisbestien“. Ohne ein Wort zu sagen, wirft er den Kopf eines weißen Kur auf den Boden der Hütte, in der die Jäger sich versammelt haben. Tarl inspiziert den Kopf, sagt aber nichts. Imnaks Sklavin Poalu bekommt die goldenen Ohrringe des erlegten Monsters.

Zum Pol

Obwohl Tarl findet, dass Karjuk, der den Kur-Kopf schnitzte, ein etwas zwielichtiger Bursche ist, folgt er ihm zu jenem Berg im Norden, in dem die Monster hausen sollen. In einem Sturm geraten er, Tarl, Imnak, Ram und ihre Mädels in einen üblen Schneesturm, in dem Karjuk, Ram und die Sklavin Barbara spurlos verschwinden. Nachdem sie eine Sleen-Attacke abgewehrt haben, können Imnak und Tarl nach dem Ende des Sturms weiterziehen. Am Himmel taucht das grinsende Gesicht von Zarendargar im Nordlicht auf – ein Willkommensgruß, auf den Tarl gerne verzichtet hätte.

Die Kur-Festung

Als sie Schritte eines Ungeheuers um den Iglu schleichen hören, geht erst Imnak nachschauen, dann Tarl. Doch Tarl wird betäubt und wacht erst in einer Gefängniszelle für Sklaven wieder auf. Er befindet sich in der Festung der Kurii und ihrer menschlichen Agenten. Constance und Arlene sind da, aber weder Imnak noch Karjuk oder Ram. Haben sie Tarl verraten? War dieser Zug zur Kurfestung eine abgekartete Sache, eine Falle? Oder denken die Roten Jäger um mehr Ecken, als es Tarl gelingt?

Tarl wird es schon bald herausfinden, denn Zarendargar ruft ihn zu der lang erwarteten Audienz. Die Invasion der Kurii auf Gor steht offenbar kurz bevor…

Mein Eindruck

Als ich diesen Roman das erste Mal in der drastisch gekürzten deutschen Fassung des Heyne-Verlags las, verschlang ich das Buch in nur zwei Tagen. Die ungekürzte englische Originalfassung ist wesentlich schwieriger zu lesen und obendrein um fast die Hälfte länger. Die Kürzungen in der deutschen Ausgabe, so musste ich feststellen, sind recht massiv und lassen keinen zutreffenden Eindruck vom Original zu. Wenigstens verfälschen sie jedoch nicht den Hauptstrang der Handlung. Vielmehr sind es die vielen Gespräche mit den Sklavinnen und etliche Beschreibungen über kulturelle Phänomene, die ersatzlos gestrichen wurden.

Unser Mann auf Gor

Das Prinzip für die Handlung ist ja sattsam bekannt. Tarl Cabot spielt den James Bond für die Priesterkönige, die Gor beherrschen. In seiner Eigenschaft als Agent muss er die Gegner der Priesterkönige bekämpfen. Schon mehrmals hat er unangenehme Bekanntschaft mit diesen intelligenten Bestien gemacht (so etwa in „Jäger von Gor“ und „Die Sklavin von Gor“, Band 7 und 8). Dabei hat er festgestellt, dass diese Bestien in Raumschiffen von ihrer Heimatwelt gekommen sind, die offenbar in einer Katastrophe unterging. Nun hoffen sie, auf Gor und der schwächer erscheinenden Erde eine neue Heimat errichten zu können. Natürlich auf Kosten von deren Ureinwohnern.

Zarendargar

Das ist der Grund, warum Tarl unbedingt mit Zarendargar sprechen will bzw. muss. Wie er erfährt, steht die Kur-Invasion kurz bevor. Doch der Kriegsgeneral will sich als Oberbefehlshaber davor noch einmal mit dem Feind treffen, also mit einem Agenten der Priesterkönige. Offenbar will er unnötiges Blutvergießen vermeiden, indem die Priesterkönige einfach kapitulieren. Er ist von Tarls Können und Moral als Angehöriger der Kaste der Krieger schwer beeindruckt. Allerdings macht der General stets klar, dass er Tarl jederzeit wie eine Fliege zerquetschen könnte. Und dass seine Rasse der menschlichen weit überlegen sei.

Erstmals schildert der Autor die Art und Weise, wie sich Kurii fortpflanzen. Dabei treten drei bis vier Geschlechter in Aktion: das dominante Männchen, das nichtdominante Männchen, die Eiträgerin, eine Art Weibchen, und schließlich die Brüterin selbst, die kaum als intelligenzbegabt zu bezeichnen ist. Dieser externe Reifungsprozess geht sehr viel rascher vonstatten als beim Menschen und produziert körperlich vollständig ausgebildete Junge, zumal in höheren Stückzahlen. Q.E.D.: Der Kur ist überlegen.

Showdown

Aber das muss der Feind erst einmal unter Beweis stellen, findet Tarl und geht zum Gegenangriff über. Mit etlichen Tricks und Überläufern nimmt er zusammen mit seinen zahlreichen Helfern vom Stamm der Roten Jäger die Festung ein. Zarendargar warnt ihn in einem letzten Gespräch vor der totalen Vernichtung der Festung, damit die Vorräte an Proviant und Munition nicht in die Hände der Menschen fallen. Es bleiben noch fünf goreanische Stunden (20 Stunden pro Tag), bis eine Explosion die Festung zerstören wird. Genügend Zeit also, um sämtliche Sklavinnen zu befreien und auf die Befreier zu verteilen. Tarl erhält nicht weniger als sechs Sklavinnen, als er seinen Abschied von den Inuit nimmt.

Erotik

Es sind die überraschenden Wendungen, die das Agentenabenteuer so spannend machen. Die Sklavinnen tragen die erotische Würze auf eine Weise bei, die mir bei James Bond leider fehlt, weshalb ich Bond-Filme schon immer etwas langweilig und fade fand. Die Sklavinnen sind in der Regel Mädchen von Tarls eigener Ursprungswelt der Erde und müssen von ihm erst an ihren neuen Daseinszustand angepasst werden. Es ist aber nicht so, dass er ausschließlich als altkluger Lehrer aufträte, sondern er gibt offen zu, dass er viele Dinge nicht weiß. Und Mädchen wie Arlene, die frühere Aufseherin Sidney Anderson, vertrauen ihm Geheimnisse über sich selbst und ihre Wandlung als Frau an, auf die er als Mann nie im Leben gekommen wäre.

Humor

Ebenfalls ein Element, das ich in vielen James-Bond-Filmen vermisst habe, ist der hintersinnige Humor. Dieser zeigt sich nicht bei der Hauptfigur selbst, wie in den Filmen, sondern in den Nebenfiguren, die stets einem fremden Volk angehören. In dem vorliegenden Fall sind dies die Innuit, die man früher als Eskimos bezeichnete.

Tarls bester Freund unter den Inuit ist der Jäger Imnak. Imnak hat ein Problem: Er will Poalu als eeine Braut nach Hause führen, sozusagen in seinen Iglu, doch Poalu ist eine rechte Kratzbürste, die bislang noch jeden Freier fertiggemacht hat. Imnaks Vorgänger hat sie sogar verletzt. Weil Imnak sagt, er sei zu schüchtern für die traditionelle Brautentführung, soll Tarl, sein Jagdgefährte, das für ihn erledigen. Tarl ist verblüfft, aber einverstanden. Während Poalus Eltern mit der Brautentführung völlig einverstanden sind, weil Imnak bereits einen hohen Brautpreis bezahlt hat, findet Poalu, dass die Werbung nicht ausreichend ist. Sie wirft mit diversen gefährlichen Objekten nach Tarl. Der will schon bald aufgeben, doch Imnak will nichts davon hören. Offenbar besteht seitens Poalu ein ehrliches emotionales Interesse an Imnak, sie könne es nur nicht zeigen, weil ihr Stolz es ihr verbiete. Doch was ist zu tun, will Imnak nicht seinen Brautpreis umsonst bezahlt haben? Als es Imnak zu bunt wird Poalu ihn seinerseits in seinem Stolz verletzt, greift er zu dem Mittel, das er schon längst hätte einsetzen sollen: zur Peitsche…

Das klingt jetzt vielleicht nicht allzu lustig. Aber erstens sind die Inuit kein westeuropäisches Kulturvolk und zweitens leben sie auch noch auf Gor, wo sowieso etwas andere Sitten herrschen. Drittens sind die Transaktionen und Auseinandersetzungen so grotesk geschildert, aber mit einer Ernsthaftigkeit diskutiert und erzählt, dass man sich kaum das Schmunzeln verkneifen kann. Es gäbe noch viele weitere Beispiele solchen speziellen goreanischen Humors zu erwähnen, aber damit will ich es bewenden lassen.

Kaissa

Die Leidenschaft der Goreaner für das schachähnliche Brettspiel Kaissa wird in „Die Spieler von Gor“ zu einem tragenden Element für die Handlung ausgebaut. „Die Spieler von Gor“ ist neben „Zauberer“ einer der witzigsten Romane der Gor-Serie. Die Kaissa-Partie im vorliegenden 12. Band lässt nur erahnen, wie intensiv sich der Autoren im Namen seiner Figuren mit Schach bzw. Kaissa beschäftigt hat. Er weiß offenkundig ganz genau, wovon er schreibt. Wann wird es endlich ein Kaissa-Online-Spiel geben?

Unterm Strich

Der Abenteuer-Roman ist einfach gute Unterhaltung für junge männliche Leser. Es bietet eine spannende, actionreiche Agentenstory, wie wir sie schon häufig im Gor-Zyklus gefunden haben, ist angereichert mit Schilderungen fremder Völker sowie mehr oder weniger erotischen Sitten und Gebräuchen. In diesem Band stellt Tarl einen neuen Rekord auf, was die Anzahl der von ihm versklavten und schließlich nach Port Kar heimgeführten Sklavinnen anbelangt.

Und es gibt diesmal auch Aliens zu bewundern und zu bekämpfen. Die Kurii treten seit Band 7 („Captive“) mal wieder leibhaftig auf – und Tarl stellt sich ihnen entgegen. Der Anführer der Kur-Expeditionstruppe, Zarendargar, taucht wieder in Band 17 und 18 auf: „Die Wilden von Gor“ und „Die Blutsbrüder von Gor“. Am Schluss von Band 12 hat sich Tarl nämlich gewundert, wo der Kur-General abgeblieben ist. Offenbar sind die Kur ebenso hartnäckig und zäh in der Verfolgung ihrer Ziele wie Angehörige der Kriegerkaste, zu der sich Tarl zählt.

Der Gor-Zyklus

1: Gor – die Gegenerde (Tarnsman of Gor)
2: Der Geächtete von Gor (Outlaw of Gor)
3: Die Priesterkönige von Gor (Priestkings of Gor)
4: Nomads of Gor / Die Nomaden von Gor
5: Die Meuchelmörder von Gor (Assasins of Gor)
6: Raiders of Gor / Die Piratenstadt von Gor
7: Captive of Gor / Die Sklavin von Gor
8: Hunters of Gor / Die Jäger von Gor
9: Marauders of Gor / Die Marodeure von Gor
10: Tribesmen of Girl / Die Stammeskrieger von Gor
11: Slave Girl of Girl / In Sklavenketten auf Gor
12: Beasts of Gor / Bestien von Gor
13: Explorers of Gor / Die Erforscher von Gor
14: Fighting Slave of Gor / Kampfsklave auf Gor (Jason Marshall #1)
15: Rogue of Gor / Der Schurke von Gor (Jason Marshall #2)
16: Guardsman of Gor / Der Leibwächter von Gor (Jason Marshall #3)
17: Savages of Gor / Die Wilden von Gor
18: Bloodbrothers of Gor / Die Blutsbrüder von Gor
19: Kajira of Gor / Kajira von Gor
20: Players of Gor / Die Spieler von Gor
21: Mercenaries of Gor / Die Söldner von Gor
22: Dancer of Gor / Die Tänzerin
23: Renegades of Gor / Die Verräter von Gor
24: Vagabonds of Gor / Die Vagabunden von Gor
25: Magicians of Gor / Die Zauberer von Gor
26: Witness of Gor
27: Prize of Gor
28: Kur of Gor
29: Swordsmen of Gor
30: Mariners of Gor
31: Conspirators of Gor
32: Smugglers of Gor
33: Rebels of Gor
34: Plunder of Gor

Taschenbuch: 444 Seiten
Sprache: Englisch

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